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DE1470171C - Verfahren zur Herstellung von Dioxo oetahydroanthracendenvaten Ausscheidung aus 1480150 - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dioxo oetahydroanthracendenvaten Ausscheidung aus 1480150

Info

Publication number
DE1470171C
DE1470171C DE1470171C DE 1470171 C DE1470171 C DE 1470171C DE 1470171 C DE1470171 C DE 1470171C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chloroform
conh
group
solution
hydrogen atom
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Kenneth Waterford Conocer Lloyd Hillyard Quaker Hill Conn Woodward Robert Burns Belmont Mass Butler (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pfizer Inc
Original Assignee
Pfizer Inc
Publication date

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Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von reaktionsfähigen Dioxomonohydroxy-l^^^^a^^ajlO-octahydroanthracenderivaten der allgemeinen Formel I
N(CH3)2
in der X1 ein Wasserstoff- oder ein Chloratom und X2 ein Wasserstoffatom oder eine Methoxygruppe, Y1 ein Wasserstoffatom, eine niedermolekulare Carbalkoxygruppe oder die Gruppe
— CONH(CH3) oder — CONH(C2H5)
und Y2 eine niedere Carbalkoxygruppe oder die Gruppe
— CONH(CH3), — CONH(C2H5)
oder
- CON(CH3),
bedeutet, die als chelierende Mittel und Zwischenprodukte für organische Synthesen von Wert sind. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein 3,4,10-Trioxo-octahydroanthracen der allgemeinen Formel II
N(CH3),
in welcher X1, X2, Y1 und Y2 die oben angegebene Bedeutung haben, bei Temperaturen unter 0°Cin einem inerten Lösungsmittel mit Natriumborhydrid unter Ausschluß von Luftsauerstoff umsetzt.
Das Verfahren der Erfindung besteht aus einer selektiven Reduktion mit Natriumborhydrid. Natriumborhydrid führt überraschenderweise das Wasserstoffatom in der C-2-Stellung in die cis-Stellung und reduziert die 3-Ketogruppe selektiv, auch wenn es im Überschuß zugegen ist. Die Umsetzung wird durch Lösen der Mannichbase (II) in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. 1,2-Dimethoxyäthan, Äthylenglycoläthern, Diäthylenglycoläthern und flüssigen Aminen oder deren Gemischen und anschließende Zugabe eines Natriumborhydridüberschusses durchgeführt. Werden hydroxylgruppenhaltige Lösungsmittel verwendet, z. B. Alkohole, dann wird ein weiterer Natriumborhydridüberschuß verwendet. Umsetzungszeiten von etwa 10 Minuten bis 24 Stunden sind erforderlich.
Die Umsetzung kann auch, und zwar mit Vorteil durch Zugabe der gesamten Menge an Natriumborhydrid auf einmal zu der heftig gerührten Lösung der Mannichbase (II), die nicht isoliert zu werden braucht, in dem Lösungsmittel bei — 700C und anschließendem allmählichem Erhöhen der Temperatur auf 00C durchgeführt werden. Bei diesem Verfahren werden 0,25 bis 6,0 Mol des Reduktionsmittels pro Mol der Mannichbase verwendet. Es können auch bis zu 20 Mol der Reduktionsmittel verwendet werden. Ein Molverhältnis von 4 bis 6 wird bevorzugt. Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können mit anorganischen und organischen Säuren Salze
bilden. ■·-■■·..
Die Verfahrensprodukte sind insbesondere als chelierende, sequestrierende und komplexbildende Mittel für mehrwertige Metallionen von Wert. Die mit den mehrwertigen Metallionen gebildeten Komplexe sind besonders beständig und in den verschiedenen organischen Lösungsmitteln löslich. Diese Eigenschaften machen sie für eine Vielzahl von Zwecken geeignet, bei denen Verunreinigungen durch Metallionen ein Problem darstellt, z. B. bei Stabilisatoren in verschiedenen organischen Systemen, beispielsweise gesättigten und ungesättigten Schmierölen und Kohlenwasserstoffen, Fettsäuren und Wachsen, bei denen die Verunreinigung durch Ubergangsmetallionen; die oxydative Zersetzung und Verfärbung beschleunigt, bei biologischen Experimenten und bei der Metallextraktion. Sie sind ferner bei der Trennung von mehrwertigen Metallionen, die mit diesen Materialien
,25 Komplexe bilden und mit ihrer Hilfe extrahiert werden können, sowie als Metallträger von Wert.
Ferner dienen die Produkte als Zwischenprodukte bei der Herstellung von pharmazeutischen Produkten, insbesondere bei Mitteln zur Mikrobenbekämpfung.
Die Ausgangsverbindungen werden hergestellt durch Umsetzung des in 2-Stellung entsprechend substituierten Octahydroanthracens mit Dimethylamin in . einem geeigneten Lösungsmittel bei Temperaturen von etwa -70 bis etwa 10° C.
■■■;."
Beispiel 1
2-[3-(N,N-Dimethylcarboxamido)-isoxalzolyI-(5)-N,N-dimethylaminomethyl]-3-hydroxy-5-methoxy-
8-chlor-4,10-dioxo-1,2,3,4,4ä,9,9a, 10-octahydro-. anthracen .■"..,.
A. Herstellung des Ausgangsmaterials
2,24 g 2-[3-Carbomethoxy-isoxazolyl-(5)-methyliden] - 5 - methoxy - 8 - chlor - 3,4,10 - trioxo -1,2,3,4, 4a,9,9a, lO-octahydroanthracen werden in 50 ecm flüssigem Dimethylamin in einer dicht verschlossenen Polyäthylenflasche gelöst und 18 Stunden bei 0°C gerührt. Die anfänglich rote Lösung wird bernsteinfarben, und gelbe Kristalle scheiden sich nach 1,5 Stunden ab.
Das 2 - [3 - Carbomethoxy - isöxazolyl - (5) - methy-' liden] - 5 - methoxy - 8 - chlor - 3,4,10 - trioxo -1,2,3,4,. 4a,9,9a, lO.-octahydroanthracen (F. 222 bis 224° C) kann 0110 dptn S—^^"ptnoW—8—f*nli^T*—1^ 4 lO**trioxi*i—1 2^4 4?i 9 -9a,10-octahydroanthracen und S-Carbomethoxy-S-formyl-isoxazol durch Kondensation in Gegenwart von Magnesiummethylat oder Essigsäure/Chlorwasserstoff
erhalten werden. -.'..' .
B. Das gesamte, nach Ä erhaltene Gemisch wird zu 100 ecm trockenem 1,2-Dimethoxyäthan bei —5 bis — 10° C unter einer Stickstoffatmosphäre gegeben. 500 mg Natriumborhydrid in l,2*Dimethoxyäthan werden zugegeben, und das Gemisch wird 2,5 Stunden gerührt. Essigsäure (22 ecm) wird zu dem Gemisch zugegeben, das dann auf 250 ecm mit Wasser verdünnt und dann verschiedene Male mit Chloroform extrahiert wird. Die vereinigten Chloroformextrakte werden mit Wasser gewaschen, das Chloroform wird
verdampft, wobei eine rote, gummiartige Substanz hinterbleibt, die heftig mit 50 ecm 2n-HCl 15 bis 20 Minuten geschüttelt wird. Das Gemisch wird filtriert, der pH-Wert mit 2 η KOH auf 6 bis 7 eingestellt und die Lösung 4mal mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte werden vereinigt, mit Wasser gewaschen und konzentriert und ergeben einen gelben Feststoff, der in Chloroform gelöst wird und durch Zugabe von HCl in Äther als Hydrochlorid ausfällt, Ausbeute 40%.
IR-Spektrum (KBr): Absorptionsbanden bei 6,10, 6,33 μ (vollständiges Spektrum s. F i g. 1).
Analyse für C24H29N3O6Cl2:
Berechnet... C 54,75, H 5,55, N 7,98, Cl 13,47%; gefunden. ... C 54,83, H 5,48, N 7,5, Cl 13,5%.
Beispiel 2
2-[3,4-Di-(N-methyIcarboxamido)-isoxazolyl-(5)-N,N-dimethylaminomethyl]-3-hydroxy-5-methoxy- Shl^lOdi^hd
anthracen ψ ■} A. Herstellung des Ausgangsmaterials
2- [3,4 - Di - (N - methylcarboxamido) - isoxazolyl - (5)-methyliden] - 5 - methoxy - 8 - chlor - 3,4,10 - trioxol^^^a^a.lO-octahydroanthracen (200 mg) wird in frisch destilliertem Dimethylamin (etwa 50 ecm) bei O0C unter einer Stickstoffatmosphäre gelöst, und die Lösung wird 3 bis 4 Stunden bei 00C gehalten.
Das 2 - [3,4 - Di - (N - methylcarboxamido) - isoxazolyl - (5) - methyliden] - 5 - methoxy - 8 - chlor-3,4,
htFlo
IO
Beispiel 3
Nach dem Verfahren von Beispiel 2 wurde ferner das 2 - [3,4 - Dicarbäthoxy - isoxazolyl - (5) - N5N - dimethylamino-methylJ-S-hydroxy-S-methoxy-S-chlor-4,10-dioxo-1,2,3,4,4a,9,9a, 10-octahydroanthracen hergestellt, Ausbeute 48%.
IR-Spektrum (Chloroform c = 1) Absorptionsbanden bei 5,78, 6,22, 6,30, 6,82 μ.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Dioxomonohydroxy - l,2,3,4,4a,9,9a,10 - oetahydroanthracenderivaten der allgemeinen Formel I
N(CH3),
20
30
35
^y
bis 2180C) wird aus der 3,4-Dicarbäthoxyverbindung durch längere Einwirkung von Methylamin bei — 700C gebildet. Die 3,4-Dicarbäthoxyverbindung ihrerseits (F. 215 bis 217°C) entsteht aus S-Methoxy-S-chlor-3,4,10 - trioxo - l,2,3,4,4a,9,9a,10 - oetahydroanthracen und 3,4-Dicarbäthoxy-5-formyl-isoxazol durch Kondensation in Gegenwart von Magnesiummethylat.
B. Das nach A erhaltene Gemisch wird dann auf -150C gekühlt, 30 mg Natriumborhydrid werden unter sorgfältigem Ausschluß von Luft zugegeben, und das erhaltene Gemisch wird 20 Minuten bei —15° C gerührt, bis man eine klare braune Lösung erhält. Die Lösung wird dann in Eisessig gegeben und mit Chloroform extrahiert. Chlorwasserstoff wird in den gewaschenen und getrockneten Chloroformextrakt geblasen, der dann zur Trockene verdampft wird und einen gelben Schaum ergibt. Durch Extraktion des Schaums mit 2n-HCl erhält man eine klargelbe Lösung. Die wäßrige Säurelösung wird zweimal mit Chloroform extrahiert und die wäßrige Schicht auf einen pH-Wert von 6,0 eingestellt und zweimal mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte werden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet, dann wird HCl-Gas zugegeben und eine gelbe Lösung erhalten. Durch Verdampfen der Chloroformlösung erhält man den Aminoalkohol als Hydrochlorid, Ausbeute 64%.
UV-Spektrum Xmax = 346 πΐμ; IR-Spektrum (KBr) Absorptionsbanden bei 6,05, 6,25, 6,32 μ.
45
55
6o
in der X1 ein Wasserstoff- oder ein Chloratom und X2 ein Wasserstoffatom oder eine Methoxygruppe, Y1 ein Wässerstoffatom, eine niedermolekulare Carbalkoxygruppe oder die Gruppe
— CONH(CH3) oder — CONH(C2H5)
und Y2 eine niedere Carbalkoxygruppe oder die Gruppe
— CONH(CH3), — CONH(C2H5)
oder
— CON(CHa)2
bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man ein 3,4,10-Trioxo-octahydroanthracenderivat der allgemeinen Formel II
N(CH3)2
in der X1, X2, Y1 und Y2 die oben angegebene Bedeutung haben, bei einer Temperatur unter 0° C in einem inerten Lösungsmittel mit Natriumborhydrid unter Ausschluß von Luftsauerstoff umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einem flüssigen Amin als inertem Lösungsmittel durefc führt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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