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DE1469327B - Durch Zusatz von Katalysatoren härtbare Mittel zur wasserabweisenden Imprägnierung von organischem Fasergut - Google Patents

Durch Zusatz von Katalysatoren härtbare Mittel zur wasserabweisenden Imprägnierung von organischem Fasergut

Info

Publication number
DE1469327B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
fabric
water
fiber material
catalysts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Billy G. Greensboro N.C. Simpson (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp

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Description

Es ist bekannt, Gewebe durch Auftragen verschiedener Organosiloxane wasserabweisend zu machen. Das hat insbesondere bei Polsterbezügen den Vorteil, daß die Bildung von Flecken auf dem Gewebe durch wasserenthaltende Mittel herabgesetzt wird. Aus diesem Grunde sind silikonbehandelte Gewebe im Handel sehr geschätzt. Ein anderes Problem wird jedoch durch derartige Behandlungen nicht behoben, das sind die beim Auftragen von organischen Lösungsmitteln entstehenden Ränder. Das Lösungsmittel wandert aus der Auftragszone heraus^ und wenn es verdunstet, bleibt ein beständiger Rand um die Auftragszone herum zurück, der je nach Art des Gewebes sehr deutlich sichtbar sein kann.; ■ .
In bestimmten Fällen können diese Ränder so störend sein, daß es besser ist, Fettflecken auf dem Gewebe zu belassen, anstatt versuchen sie zu entfernen. Zur Behebung dieses Mangels wurden bereits zahlreiche Versuche unternommen, wie Veränderungen in der Zusammensetzung der Siloxankomponenten oder Veränderung der Härtungsbedingungen; aber nur einige führten zu geringfügigen Verbesserungen.
So werden beispielsweise in der deutschen Auslegeschrift 1060 347 Mittel zum Hydrophobieren von Textilien aller Art beschrieben, die aus einer wäßrigen Emulsion eines Polysiloxans bestehen, die Polyvinylalkohol als Emulgiermittel enthält.
In der USA.-Patentschrift 3 081193 wird ein Verfahren zur wasserabweisenden Ausrüstung von Polyamidgeweben beschrieben, das darin besteht, daß zuerst auf eine Gewebeseite eine Emulsion in mehreren Schichten aufgetragen wird, die Acrylpolymere und hitzehärtbare Harze, wie Harnstoff-Formaldehydharze enthält, das Gewebe nach jedem Auftragen getrocknet und die Harze durch Erhitzen polymerisiert werden. Anschließend wird das Gewebe in eine zweite Emulsion getaucht, die Polysiloxanharze enthält, sodann getrocknet und erhitzt. Zur Erzielung der gewünschten Ausrüstung sind demnach mehrere getrennte Behandlungen erforderlich.
Nach der Patentschrift 11 959 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ostberlin werden ferner zur hydrophoben Ausrüstung von Textilgebilden aus Synthesefasern Mischungen aus als Quellkörper wirkenden Polyvinylverbindungenf: Polyvinylchlorid, und hydrophoben Organosiliciumverbindungen verwendet.
Die Vermeidung der störenden Ringbildung, die üblicherweise bei der Fleckenentfernung mit organischen Lösungsmitteln auftritt, sowie Vermeidung der Bildung von Wasserflecken durch eine solche Ausrüstung, ergibt sich jedoch hieraus nicht.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind hingegen neue Mittel zur Behandlung von organischem Fasergut, mit deren Hilfe es möglich ist, in einem Arbeitsgang eine wasserabweisende Ausrüstung des Gewebes zu erzielen. Darüber hinaus bieten sie den Vorteil, daß bei Reinigung mit organischen Lösungsmitteln keine Ränder entstehen und daß das Gewebe sehr widerstandsfähig gegen die Bildung von Fettflecken ist. Ferner zeigen die erfindungsgemäß behandelten Gewebe keine Wasserflecken mehr, d. h. getrocknete Wasserflecken auf dem Gewebe hinterlassen keine häßlichen Flecken, die schwierig oder überhaupt nicht zu entfernen sind. Ein Gewebe mit Wasserflecken befriedigt nicht, selbst wenn es frei von Lösungsmittelrändern bleibt. Das ist besonders wichtig für Autopolster, bei welchen das Gewebe durch Regen naß werden kann.
Die erfindungsgemäßen, durch Zusatz von Katalysatoren härtbaren Mittel zur wasserabweisenden Imprägnierung von. organischem Fasergut bestehen aus 1 Gewichtsteil eines härtbaren Methylpolysiloxan und 1 bis 10 Gewichtsteilen eines Mischpolymerisates aus
a) Vinylpyrrolidon und
b) Styrol, Vinylacetat und/oder Acrylsäurealkylester, wobei im Mischpolymerisat das Gewichtsverhältnis von a: b im Bereich von 10 : 90 bis 90 :10 liegt.
ίο Als härtbare Methy!polysiloxane können beliebige Verbindungen, die üblicherweise für die Gewebebehandlung verwendet werden, eingesetzt werden. Bekanntlich fallen hierunter Homo- und Mischpolymerisate von Methylhydrogenpolysiloxanen, Dimethylpolysiloxanen, Mischpolymerisate von Dimethylsiloxan, Monomethylsiloxan und Trimethylsiloxan; Mischpolymerisate von Trimethylsiloxan und Dimethylsiloxan; Mischpolymerisate von Dimethylsiloxan und HSiO3/2; Mischpolymerisate von Dimethylsiloxan und SiO4I2 sowie Gemische von beliebigen der genannten Produkte.
Unter dem Ausdruck »härtbar« ist zu verstehen, daß die Methylpolysiloxane auf dem Gewebe bei Temperaturen, die keine Schädigung des Gewebes verur-Sachen, gehärtet werden können. Die Härtungsmethode ist nicht entscheidend und kann mit beliebigen Mitteln durchgeführt werden. Vorzugsweise werden hierzu als Härtungskatalysatoren Alkyltitanate oder Metallsalze von Carbonsäuren verwendet, die bei ziemlich niedrigen Temperaturen eine Härtung des jüloxans ermöglichen.
Die Mischpolymerisate des zweiten Bestandteils der erfindungsgemäßen Imprägniermittel sind handelsübliche Produkte und bestehen aus Mischpolymerisäten von Vinylpyrrolidon mit Styrol, Mischpolymerisaten aus Vinylpyrrolidon mit Vinylacetat und Mischpolymerisaten von Vinylpyrrolidon mit Acrylsäurealkylestern wie Mischpolymerisaten von Vinylpyrrolidon mit Methylacrylat, Äthylacrylat, Octylacrylat und Stearylacrylat. Die bevorzugten Arten sind Mischpolymerisate von Vinylpyrrolidon mit Styrol und Mischpolymerisate von Vinylpyrrolidon und Vinylacetate.
Wie bereits erwähnt, kann die Zusammensetzung dieser Mischpolymerisate im Bereich zwischen 10 bis 90 Gewichtsprozent des Vinylpyrrolidons variieren, wobei die restlichen Anteile aus den anderen Vinylmonomeren bestehen.
Gegebenfalls können diese Mischpolymerisate natürlich auch mehr als zwei Bestandteile enthalten, z. B.
Mischpolymerisate aus Vinylpyrrolidon, Styrol und Äthylacrylat, wobei ebenfalls der Vinylpyrrolidonbestandteil 10 bis 90% ausmacht, bezogen auf das Gewicht des gesamten Polymerisats.
Die erfindungsgemäßen Imprägniermittel können in beliebiger Weise auf das Fasergut aufgebracht werden, z. B. durch Eintauchen, Beschichten, Aufstreichen oder Aufsprühen. Ferner können die Mischpolymerisate in beliebiger Form, z. B. als wäßrige Dispersionen oder als Lösungen in organischen Lösungsmitteln aufgetragen werden. Wäßrige Dispersionen sind üblicherweise bevorzugt.
Die gesamte, auf das Fasergut aufgetragene Menge der erfindungsgemäßen Imprägniermittel sollte im Bereich zwischen 0,2 bis 5 %, vorzugsweise 0,2 bis 2 °/0, bezogen auf das Gewicht des Gewebes, liegen. Nach dem Aufbringen des Gemisches wird das Gewebe in üblicher Weise getrocknet.
Die erfindungsgemäßen Mittel können auf beliebiges
organisches Fasergut aufgebracht werden, z. B. Papier, Baumwolle, Wolle, Seide, Reyonfasern, Acetat- und Polyamidgewebe, Polyestergewebe, Polyacrylnitrilgewebe, Polyvinylchlorid-Vinylidenchloridgewebe oder Glasgewebe.
Die Ränderbildung durch Lösungsmittel der erfindungsgemäß behandelten Gewebe wurde wie folgt geprüft: ImI eines Lösungsmittels aus 3 Gewichtsteilen Petroläther und 1 Gewichtsteil 1,1,1-Trichloräthan wurden tropfenweise auf das Gewebe gebracht und über Nacht getrocknet. Dann wurde das Gewebe auf etwa vorhandene Ränder geprüft. Wasserflecken wurden durch Auftragen von 10 Tropfen destilliertem Wasser auf die behandelten Gewebe geprüft, die man eintrocknen ließ. Dann wurde das Gewebe auf vorhandene Farbänderungsstellen oder Wasserflecken untersucht.
B ei s ρ i e 1 1
Aus folgenden Bestandteilen wurde eine wäßrige Dispersion hergestellt: (1) 0,3 Gewichtsprozent eines Gemisches aus 80 Gewichtsprozent Methylhydrogensiloxan und 20 Gewichtsprozent Hydroxylgruppen aufweisendes Dimethylpolysiloxan und eine geringe Menge eines Gemisches aus Triäthanolamintitanat und Zinkacetat als Katalysator und (2) 0,4 Gewichtsprozent eines Mischpolymerisates aus Vinylpyrrolidon und Styrol. Ein mit Acrylharz kaschiertes Reyongewebe für Autopolster wurde in diese Dispersion eingetaucht. Das Gewebe wurde dann herausgenommen, getrocknet und 5 Minuten bei 1770C gehärtet. Das erhaltene Gewebe bildete nach dem oben angeführten Test keine Wasserflecken und keine durch Lösungsmittel entstandenen Ränder. Im Gegensatz hierzu entstanden nach dem oben angeführten Test bei einem ähnlichen Gewebe, das nur mit dem Organopolysiloxangemisch behandelt worden war, starke Ränder.
Beispiel 2
Der obengenannte Versuch wurde wiederholt, mit der Abänderung, daß die wäßrige Dispersion 0,3 Gewichtsprozent des Organopolysiloxans und 2,56 Gewichtsprozent des Vinylpyrrolidon-Styrol-Mischpolymerisats enthielt. Es wurden praktisch die gleichen Ergebnisse erhalten.
B e i s ρ i e 1 3
Versuch 1 wurde wiederholt, mit der Abänderung, daß die wäßrige Dispersion 0,3 Gewichtsprozent Organopolysiloxan und 0,64 Gewichtsprozent des Vinylpyrrolidon-Styrol-Mischpolymerisats enthielt. Es wurden praktisch die gleichen Ergebnisse erhalten.
B e i sp i e 1 4
Eine Verbesserung bei der Bildung von Rändern
durch Lösungsmittel wurde erzielt, wenn an Stelle von Reyongewebe aus Beispiel 1 Polyamid-, Polyester,
ίο Baumwoll-, WoIl- und Glasgewebe nach demselben Verfahren verwendet wurde.
B e i s ρ i e 1 5
Eine Verbesserung bei der Bildung von Rändern durch Lösungsmittel wurde erzielt, wenn folgende Mischpolymerisate an Stelle der Komponente (2) in Beispiel 1 eingesetzt wurden: 35% Vinylpyrrolidon und 65 % Vinylacetat, 75 % Vinylpyrrolidon und 25 %
Äthylacrylat oder 50% Vinylpyrrolidon und 50% Octylacrylat. Alle Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht des Mischpolymerisats.
B e i s ρ i e. 1 6
Praktisch die gleichen Ergebnisse wurden erhalten, wenn folgende Organopolysiloxanzusammensetzungen an Stelle der Komponente (1) in Beispiel 1 eingesetzt wurden: Ein Gemisch aus 40 Gewichtsprozent Methylhydrogensiloxan und 60 Gewichtsprozent Hydroxylgruppen aufweisendes Dimethylsiloxan, Methylhydrogenpolysiloxan, ein Mischpolymerisat aus "Dimethylsiloxan, Tri methyl si loxan und HSiO3<2, oder ein Mischpolymerisat aus Dimethylsiloxan und Monomethylsiloxan, das 3 Gewichtsprozent Si-gebundene Hydroxylgruppen enthielt und eine Viskosität von 35cSt/25°Chatte. . :

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Durch Zusatz von Katalysatoren härtbare Mittel zur wasserabweisenden Imprägnierung von organischem Fasergut, bestehend aus 1 Gewichtsteii eines härtbaren Methylpolysiloxans und 1 bis 10 Gewichtsteilen eines Mischpolymerisates aus
    a) Vinylpyrrolidon und
    b) Styrol, Vinylacetat und/oder Acrylsäurealkylester, wobei im Mischpolymerisat das Gewichtsverhältnis von a: b im Bereich von 10:90 bis 90: 10 liegt.

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