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DE1469354C - Verfahren zur Herstellung eines einbügelbaren Versteifungsstoffes unter Verhinderung des Einsinkens des Klebmittel-Spritzauftrages - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines einbügelbaren Versteifungsstoffes unter Verhinderung des Einsinkens des Klebmittel-Spritzauftrages

Info

Publication number
DE1469354C
DE1469354C DE1469354C DE 1469354 C DE1469354 C DE 1469354C DE 1469354 C DE1469354 C DE 1469354C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
adhesive
polyamide
weight
stiffening
ironable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr. 8900 Augsburg; Petersik Peter 6941 Lützelsachsen; Büchsenstein Wilhelm 6902 Schriesheim Böe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Freudenberg KG
Original Assignee
Carl Freudenberg KG
Publication date

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Claims (1)

  1. Es ist bereits bekannt, Bekleidungsstücke mit Ver- 0,25%· Bei derartig geringen Mengen ist eine »Oleo-
    steifungseinlagen zu versehen, um ihnen bessere Form ". phobierung«. nicht mehr vorhanden, so daß das Ver-
    und Standfestigkeit zu geben.· Während man früher hindern des Einsinkens der Klebstoffaufträge nicht
    für diesen Zweck fast ausschließlich Roßhaareinlagen dem Oleophobierungseffekt zugeschrieben werden
    verwendete, setzen sich immer mehr die sogenannten 5 kann. Wahrscheinlicher ist es, daß die Oleophobie-
    Vliesstoffe durch. Man versteht darunter textile Faser- rungsmittel ein sofortiges Auskoagulieren des PoIy-
    flächengebilde, die an ihren Kreuzungspunkten mit- amids oder eines anderen Klebstoffes aus der Lösung
    einander verbunden sind. Unter den zahlreichen Her- bewirken. Diese Koagulierung tritt in dem Augenblick
    stellungsverfahren sei wahlweise nur auf dasjenige ein, in dem ein Polyamidtröpfchen auf die »oleopho-
    gemäß der deutschen Patentschrift 920 211 ver- io bierte« Oberfläche der Versteifungseinlage auftrifft,
    wiesen. . Das sofort auskoagulierte Polyamid bleibt dann auf
    Um das langwierige Einnähen der Versteifungsstoffe der Oberfläche haften. Ein ähnlicher Effekt tritt auch
    in die Kleidungsstücke zu umgehen, ist es auch bereits beim Sprühen der Polyamidlösung auf nasse oder
    bekannt, dieselben mit einem Klebepulver zu versehen, feuchte Ware auf, weil bekannterweise Wasser koagu-
    welches in der Hitze erweicht. Bei sogenannten ein- 15 lierend auf Polyamidlösungen wirkt. Jedoch ist dieser
    bügelbaren Versteifungsstoffen genügt es, die präpa- Effekt nicht zu vergleichen mit demjenigen, der auf-
    rierte Einlage mit der Klebstoffseite auf das zu ver- tritt, wenn auf »oleophobiertes« Material gesprüht
    steifende Gewebe aufzulegen und mit dem heißen wird.
    Bügeleisen darüberzufahren. Unter dem Druck und Beispiel
    der Wärme werden beide Faserflächengebilde fest mit- 20
    einander verbunden. Ein derartiges Verfahren ist z. B. Ein Faservlies, bestehend aus 50% Polyamidfasern
    aus der deutschen Auslegeschrift 1146 028 bekannt. (3 den) und 50% Zellwolle (3 den) mit einem m*-Ge-
    Man hat ferner auch schon versucht, Polyamid als wicht von 35 g, wird mit so viel einer Acrylharzdisper-
    Klebemittel auf Versteifungseinlagen aufzubringen. sion gebunden, daß nach dem Trocknen ein m2-Ge-
    In diesem Fall wird man wegen des hohen Schmelz- 25 wicht von 70 g resultiert.
    bzw. Erweichungspunktes des Polyamids nicht auf- Dieser Vliesstoff wird mit einer 0,25 %igen Fluorsintern, sondern vielmehr eine Lösung des Polyamids carbonharzemulsion in riichtionogener Emulsion in aufsprühen. Man erhält dabei einen teils groben Leitungswasser getränkt, auf 100% Naßaufnahme fadenförmigen, teils flächig feinen Spritzbelag, je nach abgequetscht und bei 120°C getrocknet,
    der Spritzbedingung, der wegen des hohen Lösungs- 30 Auf den so präparierten Vliesstoff werden 70 g mittelgehaltes jedoch teilweise in das Innere de£_ einer 30 %igen Polyamidlösung, bestehend aus
    Faserauflage einsickert. Da die Klebewirkung natur- ,.. ,. , _■ ., „„ _ . ,
    gemäß nur von denjenigen Anteilen des Klebemittels löslichem Polyamid ...... 32 Gewichtstei e
    bewirkt werden kann, welche sich auf der Oberfläche p-Oxybenzoesauredenvat 30 Gewichtstelle
    befinden, bringt das Aufsprühen von Polyamid trotz 35 (Weichmacher fur das
    mancher Vorteile gegenüber herkömmlich verwendeten f, Xami„ , , „« ^ ■ ,
    Haftmassen die oben angeführten Nachteile mit sich. JJethy alkoho 1 70 Gewichtstei e
    Sprüht man nämlich zu große Mengen auf, dann wird Methylenchlorid ......... 30 Gewichtstelle
    die an sich gewünschte Versteifung so groß, daß die aufgesprüht und bei etwa 8O0C getrocknet.
    Einlagestoffe für viele Zwecke unbrauchbar werden, 40 Das resultierende Produkt weist einen vollkommen
    z. B. infolge von Durchschlagserscheinungen. Sprüht an der .Vliesstoffoberseite sich befindenden Sprühauf-
    man dagegen zu wenig, ist der gewünschte Hafteffekt trag auf. .,.;..
    nicht ausreichend. ^
    Es wurde nun gefunden, daß bei der Herstellung .
    eines mit einem in der Hitze erweichenden Klebe- 45 Patentansprüche:
    mittel in Form eines Spritzauftrages versehenen ein-
    bügelbaren Versteifungsstoffes man das unerwünschte 1. Verfahren zur Herstellung eines mit einem in Einsinken der aufgesprühten Lösungen von Polyamid der Hitze erweichenden Klebemittel in Form eines oder anderen Verklebungsstoffen dadurch verhindern Spritzauftrages versehenen einbügelbaren Verkann, daß man den Versteifungsstoff vor dem Auf- 5° steifungsstoffes unter Verhinderung des Einsinkens sprühen der Lösungen der Klebemittel mit einem der aufgesprühten Klebstoff lösungen, d a d u r c h Oleophobierungsmittel in solchen Mengen imprä- gekennzeichnet, daß man den Versteigniert, daß eine Gewichzunahme von mindestens fungsstoff vor dem Aufsprühen der Lösungen der 0,25% erzielt wird. Besonders günstige Ergebnisse Klebemittel mit einem Oleophobierungsmittel in erzielt man, wenn man als Oleophobierungsmittel 55 solchen Mengen imprägniert, daß eine Gewichts-Fluorcarbonharze verwendet. zunähme von mindestens 0,25 % erzielt wird.
    Während im allgemeinen Gewebe zur Oleophobie- 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekenn-
    rung mit solchen Mengen dieser Mittel behandelt zeichnet, daß als Oleophobierungsmittel nicht-
    werden, daß eine Gewichtszunahme von 6 % resultiert, ionogene Emulsionen von Fluorcarbonharzen ver-
    genügen im vorliegenden Fall bereits Mengen von 60 wendet werden.

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