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DE1469289C3 - Wasser-, Öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen auf aktive Wasserstoffatome enthaltenden Textilien - Google Patents

Wasser-, Öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen auf aktive Wasserstoffatome enthaltenden Textilien

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Publication number
DE1469289C3
DE1469289C3 DE1469289A DE1469289A DE1469289C3 DE 1469289 C3 DE1469289 C3 DE 1469289C3 DE 1469289 A DE1469289 A DE 1469289A DE 1469289 A DE1469289 A DE 1469289A DE 1469289 C3 DE1469289 C3 DE 1469289C3
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DE
Germany
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oil
water
hydrogen atoms
active hydrogen
containing active
Prior art date
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Expired
Application number
DE1469289A
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DE1469289A1 (de
Inventor
Domenick Donald East Greenwich R.I. Gagliardi (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Colgate Palmolive Co
Original Assignee
Colgate Palmolive Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Colgate Palmolive Co filed Critical Colgate Palmolive Co
Publication of DE1469289A1 publication Critical patent/DE1469289A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1469289C3 publication Critical patent/DE1469289C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/39Aldehyde resins; Ketone resins; Polyacetals
    • D06M15/423Amino-aldehyde resins
    • D06M15/43Amino-aldehyde resins modified by phosphorus compounds
    • D06M15/433Amino-aldehyde resins modified by phosphorus compounds by phosphoric acids
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/322Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen
    • D06M13/402Amides imides, sulfamic acids
    • D06M13/408Acylated amines containing fluorine atoms; Amides of perfluoro carboxylic acids

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

in welcher Q einen Perfluoralkylrest mit 3 bis 21 Kohlenstoffatomen und 7 bis 34 Wasserstoffatomen, von denen mindestens 70% durch Fluoratome ersetzt sind, und mit einem endständigen CHF2- oder vorzugsweise CF3-ReSt, R ein Wasserstoffatom, eine einwertige Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen Cycloalkylrest mit 5 oder. 6 Kohlenstoffatomen und X Wasserstoff, einen einwertigen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder —CH2OR bedeutet, zur Erzeugung wasser-, öl- und schmutzabweisender Ausrüstungen auf aktive Wasserstoffatome enthaltende Textilien.
2. Ausfuhrungsform der Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Methylolderivate der Perfluoralkanamide in Gegenwart von sauren Katalysatoren verwendet.
Um Textilien wasserabweisend zu machen, hat man an Stelle der gegen Waschen oder Trockenreinigung nicht beständigen Gummibeschichtungen faserreaktive und dauerhafte Wasserabweisungsmittel, wie Silikonderivate, Methylolamid von Fettsäuren (z. B. gemäß USA.-Patentschrift 2 211 976 und 2 944 921), hydrophobe Harze, Octadecylketendimere usw., für Regenbekleidung und zur Ausrüstung von Stoffen für Herren- und Damenbekleidung sowie Möbel- und Vorhangstoffen verwendet. Diese dauerhaft wasserabweisend ausgerüsteten Textilien sind zwar gegenüber wäßrigen Medien weitgehend schmutz- und fleckabweisend, haben jedoch den Nachteil, daß sie ölige Verschmutzungen anziehen und gegenüber öligem Schmutz, wie Fetten, Mayonnaise oder Fleischbrühe, nicht fleckenabweisend sind.
Es sind ferner zahlreiche Textilausrüstungsverfahren bekannt, bei denen mit fluorierten organischen Verbindungen, wie perfluorierten Carbonsäuren oder Fluorcarbonpolymerisaten, gearbeitet wird. Beispielsweise ist aus der USA.-Patentschrift 2 642 416 die Herstellung von 1,1-DihydroperfluoraIkylacrylat-Polymeren oder Copolymeren mit den entsprechenden Methacrylaten sowie ihre Verwendung zum wasser- und ölabweisenden Ausrüsten von Fasermaterialien und aus der französischen Patentschrift 1 308 787 Copolymere aus mindestens 95 % 1,1 -Dihydroperfluoralkylmethacrylat und ihre Verwendung zum öl- und Wasserfestmachen von Textilien bekannt.
Ein Hauptnachteil bei der Ausrüstung von Textilien mit fluorierten Verbindungen ist trotz der Wasser- oder ölabweisung die schnelle Anschmutzbarkeit dieser derart imprägnierten Textilien, die das Anhaften von feinteiligem Schmutz auf der Oberfläche des Gewebes fördern und sich dementsprechend nicht für weiße Gewebe eignen. Besonders nachteilig ist das Festhalten des Schmutzes nach dem Waschen, was sich durch ein immer stärker werdendes Vergrauen von weißen Textilien nach jedem weiteren Waschgang bzw. durch schlechte Reflexionswerte besonders unangenehm bemerkbar macht.
Abgesehen davon, daß die Perfluorcarbonsäuren. Perchlorcarbonsäuren und Polyacrylsäurefiuoralkylester eher eine Anschmutzung begünstigen, ist ihre Verträglichkeit mit anderen Ausrüstungen in vielen Fällen schlecht; so können die Chromikomplexe der Perfluorcarbonsäuren wegen ihrer hydrolytischen Instabilität nur für Wolle, Leder und Polstermaterial und die Perfluorsulfonamide nur für Baumwolle, Rayon und nichtcelluloseartige Synthesefasern verwendet werden. Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die vorstehend beschriebenen Nachteile der perfluorierten Carbonsäuren oder der polymeren Fluoralkylacrylate bei Beibehaltung ihrer Vorteile zu beseitigen. ";
Die Lösung dieser Aufgabe besteht in der Verwendung von Mono- und/öder Dimethylolderivaten der Perfluoralkanamide der allgemeinen Formel
Il
Q-C-N-CH2OR
X
in welcher Q einen Perfluoralkylrest mit 3 bis 21 Kohlenstoffatomen und 7 bis 34 Wasserstoffatomen, von denen mindestens 70% durch Fluoratome ersetzt sind, und einem endständigen CHF2- oder vorzugsweise CF3-ReSt, R ein Wasserstoffatom, eine einwertige Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen Cycloalkylrest mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen und X Wasserstoff, einen einwertigen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder —CH2OR bedeutet, zur Erzeugung wasser-, öl- und schmutzabweisender Ausrüstungen auf aktive Wasserstoffatome enthaltende Textilien. Vorzugsweise kann man die Methylolderivate der Perfluoralkanamide in Gegenwart von sauren Katalysatoren verwenden.
Es ist überraschend, daß man bei der erfindungsgemäßen Verwendung dieser Methylolderivate der Perfluoralkanamide nicht nur eine wasser-, öl-, fleck- und staubabweisende Ausrüstung von Fasermaterialien erreicht, sondern daß man auch das sonst übliche Vergrauen nach dem Waschen beseitigt, das bei Verwendung anderer fluorierter Verbindungen nicht zu vermeiden ist.
Zur Herstellung der neuen erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen werden Perfluoralkanamide mit Formaldehyd zu Methylolverbindungen oder in einem Mengenverhältnis von 1 Mol Amid zu 1 bis 2 Mol Formaldehyd und 1 bis 2 Mol eines niederen aliphatischen Alkohols oder cycloaliphatischen Alkohols zu Alkoxymethylderivaten umgesetzt. Die als Ausgangsmaterial dienenden Perfluoralkanamide können aus Perfluoralkansäuren durch Umsetzung mit Ammoniak oder durch übliche Verfahren zur Herstellung von Carbonsäureamiden hergestellt werden.
Im folgenden wird die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Perfluorverbindungen erläutert:
I. Herstellung eines Monomethylolderivates
des Perfluoralkanamides
Zur Herstellung des als Ausgangsprodukt verwendeten Perfluorbutanamides wurde Isobutylperfluorbutanoat
CF3(CF2J2C O OCH2CH(CHj)2
in Äthyläther und Benzol aufgelöst und die Lösung mit getrocknetem Ammoniak gesättigt. Nach Abdestillieren des Äthers bildete sich ein Niederschlag, der mit Toluol gewaschen und aus Toluol umkristallisiert wurde. Das Perfluorbutanamid hatte einen Schmelzpunkt von 1040C (theoretisch 1050C).
Zur Herstellung des Monomethylolderivates des Perfluorbutanamids wurden HOg Isopropanol und 0,1 Mol Perfluorbutanamid in einem 500-ml-Dreihalskolben mit Rührer, Kondensator und Thermometer mit 50%iger Salzsäure auf einen pH-Wert von 1,0 eingestellt. Dann wurde Paraformaldehyd zugegeben und 20 Minuten auf Rückflußtemperatur erwärmt, wobei sich das Paraformaldehyd auflöste. Das Gemisch wurde auf Zimmertemperatur abgekühlt, mit verdünnter Natronlauge auf einen pH-Wert von 10,9 eingestellt und dann 1 Stunde unter Rückfluß behandelt, wobei eine trübe farblose Flüssigkeit erhalten wurde. 94% des Formäldehyds hatte sich umgesetzt, wie eine Titration ergab.
II. Herstellung eines Dimethylolderivates
des Perfluoralkanamides
Zur Herstellung des als Ausgangsprodukt verwendeten Perfluoroctanamides wurde Butylperfluoroctanoat
CF3(CF2)6COOBu
mit trocknem Ammoniak umgesetzt, wobei das Butylperfluoroctanoat in Äthyläther gelöst in einem Kolben in einem Eis-Salz-Bad gehalten wurde. Nachdem kein weiteres Ammoniakgas von der Esterlösung absorbiert wurde, wurde der Äther abdestilliert. Der Schmelzpunkt des Amides ist höher als der Siedepunkt des Butanols. Nach Entfernung des Butanols wurde der Rückstand der Kolonne aus einem Gemisch aus 60 Volumprozent Toluol und 40 Volumprozent denaturiertem Alkohollösungsmittel mit einem Gehalt an 0,5% Äthylacetat und 1% Flugbenzin umkristallisiert. Die Ausbeute betrug 35% des theoretischen Wertes; das Amid hatte den theoretischen Schmelzpunkt von 138° C. :
Zur Herstellung des Dimethylolderivates des Perfluoroctanamides wurden 110 Gewichtsteile angesäuertes Isopropanol mit einem pH-Wert von 1,0 und 0,1 Mol Perfluoroctanamid in einem Dreihalskolben mit 0,2 Mol Paraformaldehyd 20 Minuten unter Rücknuß erwärmt, auf Zimmertemperatur abgekühlt und mit verdünnter Natronlauge auf einen pH-Wert von 10,9 eingestellt. Das alkalische Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde unter Rückfluß erwärmt, worauf die Lösung klar wurde. Beim Abkühlen des Reaktionsgemisches auf Zimmertemperatur bildete sich eine gelartige Masse. Eine Bestimmung auf freies Formaldehyd im Reaktionsgemisch zeigt, daß sich 97% des Formaldehyds umgesetzt hatten.
Die erfindungsgemäß verwendeten Methylolderivate der Perfluoralkanamide sind wasserunlösliche wachsartige Feststoffe, die sich in niederen aliphatischen Alkoholen, wie Propanol und Isopropanol, in Kohlenwasserstoffen, wie Benzol, Toluol und Xylol, und in Ketonen, z. B. in Aceton, lösen. Da sie reaktive Verbindungen sind, setzen sich diese Methylolderivate der Perfluoralkanamide mit aktiven Wasserstoffatomen an der Oberfläche der Textilien, z. B. mit dem Wasserstoff der Hydroxylgruppen der Cellulose, um. Die Umsetzung mit den aktiven Wasserstoffatomen der Unterlage, z.B. Baumwolle, erfolgt bevorzugt in Gegenwart von sauren Katalysatoren, wie Ammoniumchlorid, Oxalsäure, Zinknitrat oder Milchsäure, bei 27 bis 150° C. Die Umsetzungsdauer ist umgekehrt proportional zur Temperatur; wenn man z. B. Milchsäure verwendet, so beträgt die Zeit bei Zimmertemperatur 24 Stunden. Die Katalysatoren sind starke Säuren oder Salze von starken Säuren, welche hydrolysieren und eine saure Reaktion ergeben.
Beispiele und Vergleichsversuche
Es wurden die Mono- und Dimethylolderivate der Pentadecafluoroctanamide auf Baumwolle aufgebracht, wobei verschiedene saure Katalysatoren verwendet wurden. Da eine Beurteilung der Imprägniermittel beim eigentlichen Gebrauch nicht möglich ist, wurden die folgenden Untersuchungsmethoden verwendet, um möglichst genau die tatsächlichen Bedingungen wiederzugeben, unter denen eine ölabWeisung und eine Beständigkeit gegen Verschmutzung, also die sogenannte Auswaschbarkeit, bei Textilien auftritt.
Das ölabweisungsvermögen wurde nach dem »3-M-ölabweisungstest« bestimmt (vgl. L i η d η e r, »Tenside, Textilhilfsmittel, •Wäschrohstoffe«, Bd. II, 1964, S. 1886 bis 1888), der auf dem verschiedenen Eindringvermögen zweier flüssiger Kohlenwasserstoffverbindungen, nämlich von Paraffinöl DAB 6 und n-Heptan beruht. In der Tabelle bedeuten 100 bzw. 100+ eine ausgezeichnete und 0+ eine noch gute ölabweisung mit einer Maßzahl unter 50, d. h. kein Durchschlagen des aufgetropften Öls innerhalb von •2 bis 30 Sekunden.
Zur Prüfung der Beständigkeit gegenüber Verschmutzung bzw. der Auswaschbarkeit wurden 15 bis 20 Baumwollestreifen von 15 χ 20 cm und mindestens eine unbehandelte Kontrollprobe 30 Minuten mit, bezogen auf das Gewicht des Gewebes, 10% synthetischem Verschmutzungsmaterial umgewälzt. Als künstliches Verschmutzungsmaterial wurde eine 8 Stunden bei 50° C getrocknete und 25 Stunden vermahlene Mischung aus folgenden Bestandteilen verwendet:
Trockene Bestandteile Gewichtsprozent
Torfmoos 38
17
Zement 17
1,75
0,50
1 8,75 ■
Kaolinton
Kieselsäure ;
Ruß .. ..
Rotes Eisenoxyd
Mineralöl
Beim Umwälzen der Probestreifen wurden sechs Neoprenstopfen (Nr. 8) zugegeben, um die mechanische Bearbeitung zu verstärken. Anschließend wurden die Probestreifen jeweils einzeln von Hand 15mal auf- und niedergeschlagen, um den Oberflächenstaub
zu entfernen, und dann in 7,5 χ 10 cm messende Stücke zerschnitten, von denen jeweils eines zusammen mit 2,5 kg Füllwäsche und 50 g Waschmittel nach einem Baumwollwaschprogramm gewaschen, zum Trocknen aufgehängt und unter einem sauberen Baumwolltuch leicht gebügelt wurde. Der Verschmutzungsgrad wurde mit einem »Photovoltreflexionsme'sser« gemessen. An jedem Probestück wurden jeweils sechs Messungen vorgenommen und das arithmetische Mittel angegeben. -
In der folgenden Tabelle I sind die ölabweisungswerte und in der Tabelle II die Reflexionswerte für die Waschbarkeit der mit l%igem Methylolderivat des obenerwähnten Perfluoralkanamides imprägnierten Baumwollgewebes wiedergegeben, wobei die folgenden Katalysatoren verwendet wurden:
Versuchs
streifen
Methylolderivate Katalysator
A1..... Mone-Derivat 2% MgCl2-6H2O
A2 Mono-Derivat 2% MgCl2-6H2O
A3..... Mono-Derivat 0,5% von 85%iger
H3PO4
A4 Mono-Derivat 1 % eines 30%igen
Stearinsäure-
Chromkomplexes
B1..... Di-Derivat 0,3% NH4Cl
B2..... Di-Derivat 0,6% MgCl2 · 6H2O
Tabelle I
Versuchsstreifen
A1.
A2
A4 ..."
B1
B2
Kontrolle,
unbehandelt
ülabweisung nach Härtung bei Zimmertemperatur 150°C, 5 min
100 +
100 +
100 +
100 +
0 +
0 +
0
Tabelle II
100+ 100
Versuchsstreifen
Versuchsstreifen
Unbehandelt
A1
A3.
A4
B1
Reflexion nach Härtung bei
Zimmer 79 15O0C,
temperatür 80
73 vor
nach ■73 dem W
dem Waschen 70 35
35 79 50
55 79 42
48 40
47 36
49 40
42 43
42
79 82 73 71 58 79 78
Perfluorsulfonamid
(Vergleich)! ......
Reflexion nach Härtung bei
150° C. 5 min
Zimmertemperatür
vor nach
dem Waschen
40
39
54
61
vor
dem Waschen
Als Vergleichssubstanz wurde in Tabelle II ein Perfluorsulfonamid verwendet, das wie sämtliche fluorierte Textilausrüstungen bei den damit ausgerüsteten Geweben zwar Wasser oder öl abperlen läßt, jedoch den Nachteil hat, daß fettiger Schmutz — wenn er einmal mit dem Gewebe in Berührung gekommen ist und auf die Faser aufgeschmiert worden ist — beim Waschen nicht mehr so leicht entfernt wird, wie bei nicht imprägniertem Gewebe. Dadurch werden diese so behandelten Gewebe nach mehrfacher Anschmutzung und jeweils darauffolgendem Waschen grau und unansehnlich.
Die für diese Eigenschaften der Schmutzabgabe beim Waschen maßgebenden Reflexionswerte vor und nach dem Waschen der Tabelle II liegen bei einer unbehandelten Kontrollprobe zwischen 35 vor dem Waschen und 79 nach dem Waschen, während bei der erfindungsgemäßen Verwendung von Methylolderivaten der Perfluoralkanamide sowohl bei Härtung bei Zimmertemperatur als auch bei 150° C Reflexionswerte nach dem Waschen im Bereich von 70 bis 82 erhalten werden, also Reflexionswerte, die im allgemeinen gleich oder sogar noch besser als bei der Kontrollprobe sind. Es wird also bei dem erfindungsgemäßen Imprägnieren ein Weißgrad erzielt, der dem der unbehandelten Kontrollprobe entspricht oder größer als dieser ist. Bei dem gängigsten Vergleichsprodukt, einem Perfluorsulfonamid, liegen die Reflexionswerte nach dem Waschen und bei einer gleichen Kontrollprobe nur im Bereich von 50 bis maximal 60.
Die Tabellen I und II zeigen ferner, daß man mit dem Monomethylolderivat beim Härten bei Zimmertemperatur eine ausgezeichnete ölabweisung und bei Verwendung einer 2%igen Magnesiumchloridlösung als Katalysator auch eine ausgezeichnete ölabweisung beim Härten bei 150° C erhält. Wird mit dem leicht zerfallenden Stearinsäure-Chromkomplex als Katalysator gearbeitet, soll die Härtung vorzugsweise bei Zimmertemperatur erfolgen.
Bei Einsatz des unbeständigen Ammoniumchlorids als Katalysator bei höherer Temperatur wird die ölabweisung weniger gut, während bei Zimmertemperatur noch eine ölabweisung deutlich ist; vor allen Dingen werden aber wiederum ausgezeichnete Reflexionswerte erhalten, und zwar auch bei geringeren Katalysatorkonzentrationen, wie die Versuchsstreifen B1 und B2 zeigen.
Die besten Werte werden sowohl für das Mono-Derivat als auch für das Di-Derivat erhalten, wenn man mit MgCl2 in Konzentrationen von 1,5% und höher arbeitet. Man erhält dann eine ausgezeichnete ölabweisung bei Härtung sowohl bei Zimmertemperatur als auch bei 150° C, wobei die Reflexionswerte nach dem Waschen bei starker Anschmutzung besser als bei der unbehandelten Kontrollprobe sind.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verwendung von Mono- und/oder Dimethylolderivaten der Perfluoralkanamide der allgemeinen Formel
■ Ii ■ ■
Q-C-N-CH2OR
X
(D
DE1469289A 1963-08-12 1964-08-01 Wasser-, Öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen auf aktive Wasserstoffatome enthaltenden Textilien Expired DE1469289C3 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1469289A1 DE1469289A1 (de) 1970-03-12
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GB1058818A (en) 1967-02-15
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