[go: up one dir, main page]

DE1469269B - Ausrüstungsmittel für Textilgut - Google Patents

Ausrüstungsmittel für Textilgut

Info

Publication number
DE1469269B
DE1469269B DE1469269B DE 1469269 B DE1469269 B DE 1469269B DE 1469269 B DE1469269 B DE 1469269B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
fabric
weft
finishing
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Harro Dr. 67IO Frankenthal; Bille Heinz Dr.; Rümens Wilhelm Dr.; 6703 Limburgerhof. D06n Petersen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG

Links

Description

Es ist bekannt, daß man Fasergut, das natürliche oder regenerierte Cellulose enthält oder daraus besteht, mit N-Hydroxymethyl- oder N-Alkoxymethylverbindungen aliphatischer oder cyclischer Harnstoffe, z. B. des Harnstoffs, des Thioharnstoffs, des Äthylenharnstoffe, des Propylenharnstoff)?, des Glyoxalmonoureins, der Urone, der Triazinone oder auch des Melamins oder der Urethane oder mit Mischungen derartiger Verbindungen im wäßrigen Bade imprägniert, trocknet, gegebenenfalls einer mechanischen formgebenden Behandlung unterwirft, und in Gegenwart von Säuren oder säureabspaltenden Verbindungen auf höhere Temperaturen erhitzt. Durch eine solche Behandlung lassen sich Knitterfest-, Krumpffest-, Präge-, Schreiner- und Chintz-Ausrüstungen herstellen. Hierbei werden Trockenknitterwinkel und Naßknitterwinkel in der gleichen Größenordnung erhalten, deren Größe an sich allen Erfordernissen angepaßt werden könnte, wenn nicht die Reißfestigkeit des behandgjten Gutes um so mehr sinken würde, je höher man die "Trockenknitterwinkel macht. Nach neueren Erkenntnissen wird der höchste Gebrauchswert erzielt, wenn man dem Fasergut hohe Naßknitterwinkel und mittelhohe Trockenknitterwinkel bei geringer Faserschädigung vermittelt. Diese Förderung wird bis zu einem gewissen Grade erfüllt, wenn man das auszurüstende Gut z. B. mit einer wäßrigen Lösung der obengenannten N-Hydroxymethyl- oder N-Alkoxymethylverbindungen und eines sauerwirkenden Katalysators imprägniert, das imprägnierte Gut naß läßt oder auf einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt trocknet und es bei einer Temperatur bis zu 50° C mit den aufgebrauchten Stoffen reagieren läßt.
Für hohe Ansprüche werden von solchen Ausrüstungen gute Waschbeständigkeit, gute Chlorechtheit und eine gute Scheuerfestigkeit verlangt. Darüber hinaus wird von vielen Ausrüstungen auch eine gute Hydrolysenbeständigkeit im sauren Medium gefordert. Schließlich sollen die Ausrüstungsmittel die Lichtechtheit von Färbungen z. B. mit Direkt- oder Reaktivfarbstoffen nicht beeinträchtigen. Diese vielfältigen Forderungen werden nur von wenigen N-Methylol- und N-Alkoxymethylverbindungen der obengenannten Art teilweise erfüllt. So ist bekannt, daß man Ausrüstungen mit hoher Chlorbeständigkeit nur mit den Methylötverbindungen von N-substituierten Triazinonen und besonders von cyclischem 1,3-Propylenharnstoff (= Hexahydropyrimidon-2) erhält. Die Ausrüstungen mit Dimethylol-propylenharnstoff ergeben zwar eine ausgezeichnete Chlorechtheit der Gewebe, die saure Hydrolysenbeständigkeit dieser Ausrüstung ist jedoch für viele Zwecke unzureichend, und außerdem beeinflußt sie die Lichtechtheit von Färbungen sehr ungünstig. Das N,N'-Dimethylol-4,5-dihydroxy-imidazolidon-2 andererseits hat zwar" keinen negativen Einfluß auf die Lichtechtheit von Färbungen, es liefert jedoch Ausrüstungen, deren Chlorbeständigkeit zu wünschen übrig läßt.
Es wurde nun gefunden, daß man Ausrüstungen erhält, die die Lichtechtheit von Färbungen nicht ungünstig beeinflussen und außerdem eine ungewöhnliche hohe Hydrolysenbeständigkeit haben, wenn man als Ausrüstungsmittel für Textilgut, das natürliche oder regenerierte Cellulose enthält oder daraus besteht, Stoffe der allgemeinen Formel
R1O-CH2-N N-CH2-OR2 CH2 CH-OR5
/ \ R3 R4
verwendet, in der R1, R2 und R5 Wasserstoffatome, niedermolekulare Alkylreste oder niedermolekulare Hydroxyalkyl- oder Alkoxyalkylreste, deren Hydroxyl- oder Alkoxylgruppe vom Sauerstoffatom durch mindestens 2 JCohlenstoffatome getrennt ist, und R3 und R4 niedermolekulare Alkylreste bedeuten. Die Alkylreste können geradkettig oder verzweigt sein. Bevorzugt werden diejenigen Stoffe der allgemeinen Formel, die in jedem Alkylrest oder Hydroxyalkylrest nicht mehr als 4 Kohlenstoffatome enthalten. Von ganz hervorragender Bedeutung sind diejenigen Stoffe der allgemeinen Formel, deren Rest R5 nicht Wasserstoff ist. Diese liefern nämlich Ausrüstungen, die die gleichen guten Eigenschaften wie die mit den übrigen Stoffen der allgemeinen Formel erhältlichen haben, obendrein aber noch sehr widerstandsfähig gegen die Einwirkung von Chlor sind.
Als Beispiele für die erfindungsgemäß zu verwendenden Ausrüstungsmittel seien genannt: die N,N'-Dihydroxymethyl-, Ν,Ν'-Dimethoxymethyl-, N,N'-Diäthoxymethyl-, N^'-Dipropoxymethyl-, N,N'-Dibutoxymethyl-, N,N' - Di - β - hydroxyäthoxymethyl-, N.N'-Di-^-methoxyäthoxymethyl-, N,N'-Di-y-methoxypropoxymethyl-, N5N' -Di- β - hydroxybutoxymethyl- und N,N'-Di-<5-hydroxybutoxymethylderivate von 4-Methoxy-5,5-dimethyl-, 4-Hydroxy-5-methyl-5-äthyl-, 4-Propoxy-5,5-diäthyl-, 4-Äthoxy-5,5-dipropyl-, 4-Propoxy-5-äthyl-, 5-butyl-, 4-/S-Hydroxyäthoxy-5,5-dibutyl- und 4-y-Hydroxypropoxy-5,5-diamyl-hexahydropyrimidon-2. Wegen ihrer bequemen Zugänglichkeit und hervorragenden Wirksamkeit sind die Ν,Ν'-Dihydroxymethyl- und N,N'-Dialkoxymethylderivate des in 4-Stellung durch eine Methoxy- oder Äthoxygruppe substituierten 5,5-Dimethyl- und 5,5-Diäthylhexahydropyrimidons, die bis zu 4 Kohlen-: stoffatome und gegebenenfalls Hydroxylgruppen oder Alkoxygruppen in den Alkoxyresten enthalten, von besonderer technischer Bedeutung. Auch nur teilweise mit niedermolekularen Alkoholen verätherte N,N'-Dihydroxymethylderivate der genannten Körper kommen beispielsweise in Betracht.
Die erfindungsgemäß als Ausrüstungsmittel zu verwendenden Stoffe können z. B. nach den Angaben der deutschen Offenlegungsschrift 1 545 610 hergestellt
werden. Für die Herstellung wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung kein Schutz begehrt.
Die Verwendung der neuen Ausrüstungsmittel erfolgt in an sich bekannter Weise, und zwar vorzugsweise in Form eines wäßrigen Imprägnierbades. Die Konzentration an Ausrüstungsmittel richtet sich in üblicher Weise nach dem angestrebten Effekt. Sie liegt im allgemeinen zwischen 50 und 200 g/l. Das Behandlungsgut wird mit dem Imprägnierbad in üblicher Weise getränkt. Vorzugsweise bedient man sich dazu eines Foulards. Das getränkte Gut befreit man in an sich bekannter Weise durch Abquetschen von überschüssiger Imprägnierflüssigkeit. Man kann das imprägnierte Fasergut trocknen und es dann in Gegenwart saurer oder potentiell saurer Katalysatoren auf eine Temperatur bis zu 180° C, vorzugsweise auf 130 bis 160° C, erhitzen. Im allgemeinen ist unter diesen Bedingungen die Reaktion in 1 bis 6 Minuten beendet. Man kann das Fasergut während des Trocknens oder danach mechanisch formen, beispielsweise durch Stauchen, Kräuseln, Bügeln, Kalandern, Prägen oder Plissieren. Nach der Reaktion der N-Hydroxymethyl- und/oder N-Alkoxymethylgruppen hat das Fasergut hohe Trockenknittererholungswinkel; außerdem ist die dem Fasergut mitgeteilte Form waschfest auf diesem fixiert. Das behandelte Gut kann dann in üblicher Weise gewaschen, gespült und getrocknet werden.
Man hat weiterhin die sehr vorteilhafte Möglichkeit, das imprägnierte und abgequetschte Gut naß zu lassen oder auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 35%> bezogen auf das Gewicht der in der Cellulose enthaltenen amorphen Bereiche, zu trocknen und anschließend bei normaler oder erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei einer Temperatur von höchstens 50° C, ohne wesentlichen Wasserverlust in Gegenwart saurer und/oder potentiell saurer Katalysatoren zu lagern. Die Reaktion mit der Cellulose nimmt unter diesen Bedingungen im allgemeinen 5 bis 20 Stunden, bei Temperaturen über 50° C auch weniger, in Anspruch. Dieses Verfahren ermöglicht es, auf einfache und betriebssichere Weise in einem einzigen Arbeitsgang Fasergut, das Cellulose enthält oder daraus besteht, so auszurüsten, daß es hohe bis sehr hohe Naßknitterwinkel von 140° und mehr und mittlere Trockenknitterwinkel von 110° und mehr hat. Durch Variation der Verfahrensbedingungen hat man es in der Hand, Höhe und Unterschied der Naß- und Trockenknitterwinkel den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen.
Saure und potentiell saure Katalysatoren sind für die Zwecke der Knitterfestausrüstung allgemein bekannt und gebräuchlich. Als solche kommen beispielsweise in Betracht anorganische und organische Säuren, wie Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure, Borsäure, Ameisensäure, Essigsäure, Oxalsäure, Weinsäure, Maleinsäure und Salze, die sauer reagieren oder die durch Hitzeeinwirkung und/oder Hydrolyse Säuren bilden, z. B. Ammoniumsalze und Aminsalze starker Säuren, Magnesiumchlorid, Aluminiumchlorid, Zinkchlorid und Zinknitrat. Auch Mischungen mehrerer Katalysatoren können verwendet werden. Die Reaktion der erfindungsgemäß zu verwendenden Ausrüstungsmittel wird, wie erwähnt, in Gegenwart dieser Katalysatoren durchgeführt. Das kann man bewerkstelligen, indem man vor oder nach dem Imprägnieren des auszurüstenden Gutes die Katalysatoren, vorzugsweise in Form wäßriger Lösungen, auf dieses aufbringt.
Vorzugsweise gibt man aber die Katalysatoren unmittelbar in das die Ausrüstungsmittel enthaltende Imprägnierbad. Die Konzentration der Katalysatoren wird in dem für das jeweils benutzte besondere Ausrüstungsverfahren üblichen Bereich gewählt. Im allgemeinen haben sich für die Ausrüstung bei hoher Temperatur Katalysatorkonzentrationen zwischen 1 und 40 g/l bewährt, während es für die Ausrüstung im gequollenen Zustand der Faser, d.h. in Gegenwart beträchtlicher Wassermengen, und bei niedriger Umsetzungstemperatur bekanntlich erforderlich sein kann, auf stark saure Katalysatoren in einer Konzentration bis zu 20 η zurückzugreifen.
Bei der gemeinsamen Anwendung mit Katalysatoren in einem Bad macht sich ein weiterer Vorteil der neuen Ausrüstungsmittel sehr positiv bemerkbar. Sie haben nämlich eine sehr viel bessere Hydrolysenbeständigkeit als die bisher gebräuchlichen N,N'-Dihydroxymethyl- und Ν,Ν'-Dialkoxymethylverbindungen. Das hat zur Folge, daß Ausrüstungsbäder, die die neuen Ausrüstungsmittel zusammen mit den Katalysatoren enthalten, bedeutend unempfindlicher gegen hohe Katalysatorgehalte und bedeutend lagerbeständiger sind als solche, die statt dessen bekannte Ausrüstungsmittel enthalten.
Zusammen mit den neuen Ausrüstungsmitteln können auch die bisher benutzten stickstoffhaltigen und auch stickstofffreien Hydroxymethyl- oder AIkoxymethylverbindungen, z. B. diejenigen von Harnstoff, Thioharnstoff, cyclischen Harnstoffen, wie Äthylenharnstoff, Propylenharnstoff, Glyoxalmonourein, Triazinonen, Uronen, Melamin und anderen Aminotriazinen, Mono- und Dicarbamidsäureestern, sowie Polyäthylenglykolformale und Epoxygruppen enthaltende Verbindungen, wie z. B. Glykoldiglycidäther, angewendet werden. Ferner ist es möglich, noch die üblichen Hydrophobier-, Weichmachungs-, Egalisier-,
'. Netz- und Appreturmittel sowie Kunststofflösungeri oder -dispersionen mitzuverwenden. Hydrophobiermittel sind z. B. die bekannten aluminium- oder zirkonhaltigen Paraffin-Wachs-Emulsionen sowie siliconhaltige Zubereitungen und perfluorierte aliphatische Verbindungen. Als Weichmachungsmittel seien z. B. Oxäthylierungsprodukte von höhermolekularen Fettsäuren, Fettalkoholen oder Fettsäureamiden, höhermolekulare Polyglykoläther und deren Ester, höhermolekulare Fettsäuren, Fettalkoholsulfonate, Stearyl - N,N - äthylenharnstoff und Stearylamidomethylpyridiniumchlorid genannt. Als Egalisiermittel können beispielsweise wasserlösliche Salze von sauren Estern mehrbasischer Säuren mit Äthylenoxyd- oder Propylenoxydaddukten längerkettiger oxalkylierbarer Grundstoffe verwendet werden. Netzmittel sind beispielsweise Salze der Alkylnaphthalinsulfonsäuren, die Alkalisalze des sulfonierten Bernsteinsäuredioctylesters und die Anlagerungsprodukte von Alkylenoxyderi an Fettalkohole, Alkylphenole, Fettamine u. dgl. Als Appreturmittel kommen beispielsweise Celluloseäther oder tester und Alginate in Betracht, außerdem Lösungen oder Dispersionen synthetischer Polymerisate, z. B. von Polyäthylen, Polyamiden, oxäthylierten Polyamiden, Polyvinyläthern, Polyvinylalkoholen, Polyacrylsäure oder deren Estern und Amiden sowie von entsprechenden Polymethacrylverbindungen, Polyvinylpropionat, Polyvinylpyrrolidon, von Mischpolymerisaten, z. B. von solchen aus Vinylchlorid und Acrylsäureestern, aus Butadien und Styrol bzw. Acrylnitril oder aus a-Dichloräthylen,
/S-Chloralkylacrylsäureestern oder Vinyl-/S-äthyläther und Acrylsäureamid oder den Amiden der Crotonsäure oder Maleinsäure oder aus N-Methylolmethacrylsäureamid und anderen polymerisierbaren Verbindungen.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Ausrüstungsmittel ergeben Ausrüstungen, die eine sehr hohe Hydrolysenbeständigkeit haben. Das so veredelte Textilgut ist daher gegen saure Hygiene-Nachbehandlungen außergewöhnlich unempfindlich. Außerdem verhindern die neuen Mittel die Schädigung des Textilgutes durch hohe Katalysatormengen und verringern nicht die Lichtechtheit von Färbungen. Die bevorzugten unter ihnen liefern obendrein Ausrüstungen von ausgezeichneter Chlorechtheit.
Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente sind Gewichtseinheiten. Die Gewichtsteile verhalten sich zu Raumteilen wie das Kilogramm zum Liter.
auch gegen eine saure Hygiene-Nachbehandlung beständig.
Ein mit dem roten Farbstoff der Formel
"Beispiel 1
Ein gebleichtes und mercerisiertes Baumwollgewebe (Popeline) mit einem Gewicht von 120 g/m2 wird mit einer Lösung nachstehender Zusammensetzung durch Foulardieren imprägniert:
260 Teile einer 50%igen, wäßrigen Lösung von N,N'-Dimethylol-4-methoxy-5,5-dimethylhexahydropyrimidon-2,30 Teile einer 40%igen, wäßrigen Dispersion eines Mischpolymerisats aus 89 Teilen Acrylsäure-n-butylester, 5 Teilen Butandioldiacrylat, 3 Teilen N-Methylolmethacrylamid und 3 Teilen Acrylamid, 1 Teil eines Adduktes von 7 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol i-Octylphenol, 30 Teile einer 25%igen wäßrig alkoholischen Lösung eines oxäthylierten Polyamids, 2 Teile Oxalsäure, 2 Teile Maleinsäure und 10 Teile Ammoniumchlorid werden mit Wasser auf 1000 Raumteile verdünnt.
Nach dem Imprägnieren wird das Gewebe auf dem Spannrahmen bei 1200C auf 6% Restfeuchte getrocknet und aufgedockt. Die Gewebedocke wird mit einer Polyäthylenfolie dicht abgeschlossen und 20 Stunden bei Raumtemperatur gehalten. Danach wird der Katalysator durch Behandlung mit Wasser in der Kälte entfernt und das Gewebe mit einer wäßrigen Lösung von 1 g/l Seife und 5 g/l Soda bei 60° C gewaschen. Nach der Trocknung hat das Gewebe folgende technologische Daten:
gefärbtes Gewebe wird unter den oben angegebenen Bedingungen mit N,N'-Dimethylol-4-methoxy-5,5-dimethyl-hexahydro-pyrimidon-2 ausgerüstet. Die Lichtechtheit des gefärbten Gewebes beträgt im nicht ausgerüsteten Zustand III-IV. Nach der Ausrüstung ist die Lichtechtheit des gefärbten Gewebes unverändert.
Eine Ausrüstung mit N,N-Dimethylol-hexahydropyrimidon-2 dagegen ergibt bei einem mit demselben Farbstoff I gefärbten Gewebe einen Lichtechtheitsabfall auf II.
B e i s ρ i e 1 2
Ein optisch aufgehelltes, mercerisiertes Baumwollgewebe von ungefähr 125 g/m2 wird bei Raumtemperatur mit einer wäßrigen Imprägnierflotte folgender Zusammensetzung imprägniert:
125 Teile einer 50°/oigen, wäßrigen Lösung von N,N'-Dimethoxymethyl-4-methoxy-5,5-dimethylhexahydropyrimidon-2, 20 Teile Magnesiumchlorid (kristallisiert), 30 Teile einer 40%igen> wäßrigen Dispersion eines Mischpolymerisats aus 89 Teilen Acrylsäure-n-butylester, 5 Teilen Butandioldiacrylat, 3 Teilen N-Methylolmethacrylamid und 3 Teilen Acrylamid und 30 Teile einer 25%igen> wäßrigen alkoholischen Lösung eines oxäthylierten Polyamids werden mit Wasser auf 1000 Raumteile verdünnt.
Die Flottenaufnahme ist 70%·
Es wird bei einer Temperatur zwischen 80 und 1000C in üblicher Weise getrocknet und 4,5 Minuten auf einem Spannrahmen bei 155° C erhitzt.
Das Gewebe zeigt folgende technologische Daten:
Trockenknitterwinkel nach DIN 53 890:
Kette + Schuß 248°,
Naßknitterwinkel nach Tootal:
,.,. Kette + Schuß 300°.
Die Werte nach fünf Maschinenkochwäschen:
Trockenknitterwinkel: Kette + Schuß 236°,
Naßknitterwinkel: Kette + Schuß 290°,
Reißfestigkeit 50 χ 200 mm: Schuß 24 kg,
Reißfestigkeit nach 5mal Wäsche und 5mal
Chlorlauge: 22,9 kg,
Monsanto-Bild: spin-dry: 4 bis 5.
Trockenknitterwinkel nach DIN 53 890:
Kette + Schuß 280°,
Naßknitterwinkel nach Tootal:
Kette + Schuß 260°.
Die Werte nach fünf Maschinenkochwäschen betragen:
Trockenknitterwinkel: Kette + Schuß 250°,
Naßknitterwinkel: Kette + Schuß 250°,
Reißfestigkeit 50 χ 200 mm: Schuß 20 kg,
Reißfestigkeit nach 5mal Wäsche und 5mal
Chlorlauge: 18 kg.
Die Ausrüstungseffekte sind nicht nur gegen mehrere Chlorwäschen und Maschinenkochwäschen, sondern Die Ausrüstungseffekte sind nicht nur gegen mehrere Chlorwäschen und Maschinenkochwäschen, sondern
auch gegen saure Hygiene-Nachbehandlung beständig. Gewebe, die mit dem blauen Farbstoff der Formel
NaO,S
Cl
Cl
Cl
O —Cu-Ο NH2
-NH
SO3Na
SO3Na
und mit dem gelben Farbstoff der Formel
SO3Na
Cl
Cl
Cl
-NH
(III)
SO1Na
gefärbt worden sind, werden unter den oben angegebenen Bedingungen mit Ν,Ν'-Dimethoxymethyl-4-methoxy-5,5-dimethyl-hexahydropyrimidon-2 ausgerüstet. Die Lichtechtheit des blaugefärbten Gewebes beträgt im nicht ausgerüsteten Zustand VI-VII und des gelbgefärbten Gewebes III-IV. Nach der Ausrüstung haben sich die Lichtechtheitswerte nicht verändert.
Eine unter denselben Bedingungen erzeugte Ausrüstung mit N,N'-Dimethylol-hexahydropyrimidon bewirkt bei einem mit dem blauen Farbstoff II gefärbten Gewebe einen Lichtechtheitsabfall auf V und bei einem mit dem gelben Farbstoff II gefärbten Gewebe einen Abfall auf II-III.
Beispiel3
Ein gebleichtes und mercerisiertes Baumwollgewebe (Popeline) mit einem Gewicht von 120 g/m2 wird mit einer Lösung nachstehender Zusammensetzung durch Foulardieren imprägniert:
280 Teile einer 50%igen, wäßrigen Lösung von N,N'-Dimethylol-4-hydroxy-5,5-dimethyl-hexahydropyrimidon-2, 40 Teile einer wäßrig alkoholischen Lösung eines oxäthylierten Polyamids, 5 Teile Monochloressigsäure und 30 Teile Zinknitrat werden mit Wasser auf 1000 Raumteile verdünnt.
Nach dem Imprägnieren wird das Gewebe auf dem Spannrahmen bei HO0C auf 7% Restfeuchte getrocknet und aufgedockt. Die Gewebedocke wird mit einer Polyäthylenfolie dicht abgeschlossen und 18 Stunden bei Raumtemperatur gelagert. Danach wird der Katalysator in der Kälte ausgewaschen und das Gewebe mit einer wäßrigen Lösung von 15 g/l Seife und 5 g/l Soda bei 60° C gewaschen. Nach der Trocknung hat das Gewebe folgende technologische Daten:
Trockenknitterwinkel nach DIN 53 890:
Kette + Schuß 240°,
Naßknitterwinkel nach Tootal:
Kette + Schuß 310°.
Die Werte nach fünf Maschinenkochwäschen:
Trockenknitterwinkel: Kette + Schuß 230ö,
Naßknitterwinkel: Kette + Schuß 310°,
Reißfestigkeit 50 χ 200 mm: Schuß 26 kg,
Reißfestigkeit 50 χ 200 mm nach 5mal Wäsche
und 5mal Chlorlauge: 16 kg,
Monsanto-Bild: spin-dry: 4-5,
35
Ein Gewebe, das mit dem blauen Farbstoff der Formel II gefärbt und unter den oben angegebenen Bedingungen mit N^-Dimethylol-^hydroxy-S^-dimethylhexahydropyrimidon-2 ausgerüstet worden ist, zeigt vor der Ausrüstung eine Lichtechtheit von VI-VII; nach der Ausrüstung ist die Lichtechtheit unverändert. Ein mit Ν,Ν'-Dimethylolhexahydropyrimidon-2 ausgerüstetes Gewebe zeigt einen Abfall der Lichtechtheit auf V.
Be i s pi e1 4
Ein gebleichtes und mercerisiertes Baumwollgewebe (Popeline) mit einem Gewicht von 130 g/m2 wird mit einer Lösung nachstehender Zusammensetzung durch Foulardieren imprägniert:
300 Teile einer 50%igen, wäßrigen Lösung von N,N'-Dimethylol-4-methoxy-5,5-dimethyl-hexahydropyrimidon-2, 40 Teile einer 40%igeri, wäßrigen Dispersion eines Mischpolymerisats aus 89 Teilen Acrylsäure-n-butylester, 5 Teilen Butandioldiacrylat, 3 Teilen N-Methylolmethacrylamid und 3 Teilen Acrylamid, 2 Teile eines Adduktes von 7 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol i-Octylphenol, 90 Teile konzentrierter
(38%iger) technischer Salzsäure und 20 Teile Ammonchlorid, mit Wasser auf 1000 Raumteile verdünnt.
Nach dem Imprägnieren wird das Gewebe aufgedockt und nach 1 bis 3 Stunden zur Aufhebung
009 530/270
der durch Quellung entstandenen Gewebelängsspannung umgedockt. Nach 16stündigem rotierendem Verweilen des Gewebes auf der Docke wird der Katalysator wie im Beispiel 1 angegeben ausgewaschen und das Gewebe nachgespült.
Nach der Trocknung hat das Gewebe folgende technologische Daten:
Trockenknitterwinkel nach DIN 53 890:
Kette + Schuß 190°, ....._ ;,. .
Naßknitterwinkel nach Tootal:
Kette -I- Schuß 305°.
Die Werte sind nach fünf Maschinenkochwäschen: Trockenknitterwinkel: Kette + Schuß 185°,
Naßknitterwinkel: Kette + Schuß 302°,
Reißfestigkeit 50 χ 200 mm: Schuß 42 kg,
Reißfestigkeit nach 5mal Wäsche und 5mal
Chlorlauge: 40,5 kg,
MonsatobildT-spin-dry: 3,75,
drip-dry: 4,25.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung von Stoffen der allgemeinen Formel O
    R1O-CH2-N N-CH2-OR2
    CH2 CH- OR5
    C
    R3 R4
    in der R1, R2 und R5 Wasserstoffatome, niedermolekulare Alky lreste oder niedermolekulare Hydroxyalkyl- oder Alkoxyalkylreste, deren Hydroxyl- oder Alkoxylgruppe vom Sauerstoffatom durch mindestens 2 Kohlenstoffatome getrennt ist, und R3 und R4 niedermolekulare Alkylreste bedeuten, als Ausrüstungsmittel für Textilgut, das natürliche oder regenerierte Cellulose enthält oder., daraus besteht.
    - "■: · '1 ϊ I ■;

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1804806A1 (de) Ausruestungsmittel fuer Textilgut
EP0232519B1 (de) Copolymerisat, Verfahren zu seiner Herstellung und Verwendung
DE3207845A1 (de) Quaternaere ammoniumverbindungen, ihre herstellung und ihre verwendung zum veredeln von textilmaterialien
DE1935499A1 (de) Avivagemittel
DE1469269A1 (de) Ausruestungsmittel fuer Textilgut
EP0033115A2 (de) Verfahren zum Ausrüsten von Textilgut
DE1469269C (de) Ausrustungsmittel fur Textilgut
DE1469269B (de) Ausrüstungsmittel für Textilgut
DE1469267C3 (de) Verwendung von Hexahydropyrimidonen als Ausrüstungsmittel für Textilgut
DE3041580C2 (de) Wasserlösliches, oligomeres Kondensationsprodukt aus Glyoxal und cyclischem Harnstoff und seine Verwendung zur Herstellung von knitterfesten Textilien
DE3831093A1 (de) Verfahren zur pflegeleichtausruestung von textilen materialien
DE2431028A1 (de) Kontinuierliches verfahren zum optischen aufhellen
DE1950728C3 (de) Verfahren zum Färben und Bedrucken von Textilgut
DE2205589A1 (de) Verfahren zum gleichzeitigen faerben und knitterfestausruesten mit kunstharzvorkondensaten von cellulosefaserhaltigen textilien
AT267465B (de) Ausrüstungsmittel für Textilgut, insbesondere für das Verfahren der verzögerten Härtung
DE2454946A1 (de) Mittel zur auffrischung und entgrauung von textilien
DE1594929C3 (de) Verfahren zum Veredeln von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut
DE2006516A1 (en) Finishing of cellulosic textiles
DE1232546B (de) Verfahren zum Faerben oder Bedrucken von Gebilden aus Cellulose
DE1469277C3 (de) Verfahren zum Modifizieren von Polyamiden
DE1804807A1 (de) Verfahren zum Ausruesten von Textilgut
DE1114774B (de) Verfahren zum Faerben und gegebenenfalls gleichzeitigen Veredeln von Textilien aus Cellulosefasern
DE1469262A1 (de) Verfahren zum Veredeln von Cellulose enthaltendem oder daraus bestehendem Fasergut
DE2027203A1 (en) Finishing agents for textiles - consisting of or containing cellulose
DE948237C (de) Verfahren zur Herstellung von waschfesten Praegungen auf Textilien