DE1469089C - Verfahren zur Herstellung von Fäden aus isotaktischem Polypropylen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Fäden aus isotaktischem PolypropylenInfo
- Publication number
- DE1469089C DE1469089C DE1469089C DE 1469089 C DE1469089 C DE 1469089C DE 1469089 C DE1469089 C DE 1469089C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- threads
- polypropylene
- molecular weight
- spun
- spinning
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Fäden aus isotaktischem Polypropylen
mit einem mittleren Molekulargewicht über 20 000 durch Schmelzverspinnen eines ein hohes
Molekulargewicht aufweisenden Propylenpolymerisate, das zwecks Verringerung des Molekulargewichts
einem Wärmeabbau unterworfen worden ist, wobei die versponnenen Fäden mit einem Verhältnis von
mindestens 2:1 verstreckt werden.
Dieses bekannte Verfahren ist in der britischen Patentschrift 875 108 beschrieben. Es führt zu Polypropylenfäden
mit einer verbesserten Festigkeit. Es wird dort ausgeführt, daß es vorteilhaft ist, das Polypropylen
vor dem Extrudieren auf ein niedrigeres Molekulargewicht abzubauen, d. h., ein ein hohes
Molekulargewicht aufweisendes Polymerisat wird vor oder während des Verspinnens einer durchgreifenden
Wärmebehandlung unterworfen. Es wird dort weiter ausgeführt, daß dem Polymerisat Stoffe zugesetzt
werden können, um das Abbauverfahren zu unterstützen. Es wurde nunmehr gefunden, daß gewisse
Schwefelverbindungen in dieser Hinsicht besonders brauchbar sind und daß es günstig ist, die schmelzversponnenen,
nicht verstreckten Fäden mit einer bestimmten Geschwindigkeit abgezogen werden.
So wird also gemäß der Erfindung ein Verfahren der eingangs bezeichneten Art vorgeschlagen, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß man den Wärmeabbau in Gegenwart einer Schwefelverbindung aus der Reihe
Thiophenole, Mercaptane, Thioharnstoffe, Thiosäuren oder Mono-, Di- oder Polysulfiden durchführt, welche
bei der Temperatur des Wärmeabbaus Thiylreste —SR, worin R einen organischen Rest bezeichnet,
bildet, wobei die schmelzversponnenen, nicht verstreckten Fäden mit einer solchen Geschwindigkeit
abgezogen werden, daß die mittlere Lichtdoppelbrechung der versponnenen Fäden nicht größer als
10 x 10~3 ist.
Spezielle Beispiele für verwendbare Schwefelverbindungen sind Thio-^-naphthol, Pentachlorothiophenol,
Dodecylmercaptan, Dinonyldithiophosphorsäure, Mercaptobenzthioazoldisulfid, Diisopropyldithiophosphoryldisulfid,
Diphenyldisulfid, Dialkylmonosulfide und Diarylmonosulfide.
Viele Schwefelverbindungen, welche für den vorliegenden Zweck geeignet sind, können unter normalen Bedingungen als Stabilisatoren für Polyolefine wirken. Solche Verbindungen sind besonders wertvoll, da sie die Verringerung des Molekulargewichts unterstützen, wenn das Polypropylen auf sehr hohe Temperaturen erwärmt wird, und da sie auch noch die erzeugten Fäden gegen Oxydation, Licht- und Wärmeabbau bis zu etwa 150° C schützen können.
Viele Schwefelverbindungen, welche für den vorliegenden Zweck geeignet sind, können unter normalen Bedingungen als Stabilisatoren für Polyolefine wirken. Solche Verbindungen sind besonders wertvoll, da sie die Verringerung des Molekulargewichts unterstützen, wenn das Polypropylen auf sehr hohe Temperaturen erwärmt wird, und da sie auch noch die erzeugten Fäden gegen Oxydation, Licht- und Wärmeabbau bis zu etwa 150° C schützen können.
Zur Erreichung des gewünschten Wärmeabbaus werden Temperaturen angewandt, die beträchtlich
oberhalb des Schmelzpunktes von Polypropylen liegen, Temperaturen über etwa 2400C werden bevorzugt.
Es ist möglich, die Schwefel enthaltenden Verbindungen zusammen mit anderen schwefelfreien
Stoffen zu verwenden, welche entweder selbst Stabilisatoren für Polyolefine sind oder welche synergistische
Stabilisierungsmittel bilden. Die Schwefelverbindungen können im Polypropylen beispielsweise
zusammen mit schwefelfreien Absorptionsmitteln für UV-Licht (z. B. Ruß), Antioxydationsmitteln, Radikalinhibitoren
und Metallioneninhibitoren verwendet werden.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren können verhältnismäßig kleine Mengen Schwefel verwendet werden.
Mengen von weniger als 2 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polypropylen, sind im allgemeinen
ausreichend.
Das mittlere Molekulargewicht des Polypropylens steht in Beziehung zur intrinsischen Viskosität, welche
üblicherweise in Tetralinlösung bei 135° G gemessen
wird. Von G. C i a m ρ a, La Chemica e !'Industrie, Bd. 38,Nr. 4, S. 298 bis 303, ist die Beziehung zwischen
dem durchschnittlichen Molekulargewicht (M. G.) und der intrinsischen Viskosität (I. V.) wie folgt angegeben:
M. G. = 40 000 x I. V.So hat isotaktisches Polypropylen mit einem durchschnittlichen
Molekulargewicht von 20 000 eine intrinsische Viskosität von 0,5.
Die Doppelbrechung, welche den Orientierungsgrad der gesponnenen Fäden anzeigt, kann mit Hilfe
- eines mit einem Kompensator ausgerüsteten Polarisationsmikroskops
gemessen werden.
Versuche haben gezeigt, daß bei einer Beschränkung der Doppelbrechung auf den angegebenen Wert später höhere Streckverhältnisse angewendet werden können. Die Kombination von niedriger Doppelbrechung und hohem Streckverhältnis ergibt Garne mit höherer Festigkeit. Es ist deshalb sehr vorteilhaft, bei einem Spinn- und Streckverfahren den Polypropylenmolekülen in der Spinnstufe nur eine geringe Orientierung zu erteilen und den größten Teil der molekularen Orientierung während der Streckstufe vorzunehmen. Die Steuerung der Doppelbrechung
Versuche haben gezeigt, daß bei einer Beschränkung der Doppelbrechung auf den angegebenen Wert später höhere Streckverhältnisse angewendet werden können. Die Kombination von niedriger Doppelbrechung und hohem Streckverhältnis ergibt Garne mit höherer Festigkeit. Es ist deshalb sehr vorteilhaft, bei einem Spinn- und Streckverfahren den Polypropylenmolekülen in der Spinnstufe nur eine geringe Orientierung zu erteilen und den größten Teil der molekularen Orientierung während der Streckstufe vorzunehmen. Die Steuerung der Doppelbrechung
65- des gesponnenen Garns kann durch die Spinntemperatur
und die Aufwickelgeschwindigkeit wirksam erreicht werden. Sie liegen im allgemeinen innerhalb
der Grenzen von 200 bis 320° C bzw. 152 bis
1219 m/min. Vom Standpunkt der Produktivität aus ist es vorteilhaft, eine so hohe Aufwickelgeschwindigkeit
wie möglich einzuhalten. Vorzugsweise werden die gewünschten niedrigen Doppelbrechungswerte
durch Verwendung hoher Spinntemperaturen erzielt. Es wurde gefunden, daß es möglich ist, Polypropylen
bei Temperaturen bis zu 360° C zu spinnen. Hohe Spinntemperaturen begünstigen den Polymerabbau.
Diese Abnahme des Molekulargewichts der extrudierten Fäden ermöglicht es, daß geringe Doppelbrechungswerte
unter den jeweils festgelegten Spinnbedingungen leichter erhalten werden können. Eine
solche Herabsetzung des Molekulargewichts kann jedoch zu einer geringeren Dehnfähigkeit bei einer
gegebenen Reißfestigkeit führen, und aus diesem Grunde sollte das durchschnittliche Molekulargewicht
des Polypropylengarns nicht unter 20 000 fallen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann in der Weise ausgeführt werden, daß man festes Polypropylen
einem Schneckenextruder zuführt, entlang dem ein Temperaturgefälle vorhanden sein kann, worauf dann
das geschmolzene Polypropylen über eine Meßpumpe einem Spinnkopf zugeführt wird. Das geschmolzene
Polymer wird vorzugsweise sowohl vor als auch nach der Meßpumpe filtriert. Der Schneckenextruder
hat sich als wirksamer erwiesen als die übliche Aufschmelzung an einem Gitter unter dem Einfluß der
Schwerkraft. Seine Verwendung ermöglicht hohe Temperaturen, eine ausreichende Polymerzuführung zum
Spinnkopf und eine gleichmäßige Extrusion. Bei einer derartigen Vorrichtung ist es auch möglich, mit hierfür
geeigneter Temperatureinstellungen im Schneckenextruder Polymere mit einem verhältnismäßig hohen
Molekulargewicht, wie z.B. 150000 bis 200000, als Ausgangsmaterial zu verwenden und dieses vor der
Extrusion in Fäden in einem kontrollierten Ausmaß abzubauen.
Die erfindungsgemäß hergestellten Polypropylenfäden können in Garne verarbeitet werden, die in
der Industrie für die Herstellung von Seilen, Schnüren und Netzen dienen. Die Fäden können auch in bekannter
Weise zur Verstärkung von Gegenständen verwendet werden, beispielsweise für Förderbänder,
Schläuche und Autoreifen. Die Fäden können aber auch als Einzelfäden verwendet werden, beispielsweise
als Borsten für Bürsten. Gewebe aus Polypropylen können als Separatoren in Akkumulatoren
verwendet werden.
Die erfindungsgemäß hergestellten Fäden können auch in Stapelfasern verarbeitet werden. Die Stapelfasern
eignen sich besonders in Form von Mischungen mit Baumwolle. Sie können allein oder in Mischungen
mit anderen Fasern überall dort verwendet werden, wo die Erzeugnisse hohen Beanspruchungen unterworfen
werden, wie z. B. bei Flortextilstoffen und bei den Hüllen von Tennisbällen. Isotaktisches Polypropylen
besitzt eine Dichte von ungefähr 0,9 und schwimmt deshalb in Wasser, so daß die Fäden und
Fasern von besonderem Interesse für die Marine sind, beispielsweise für Ankerleinen und als Füllmaterial
für Schwimmwesten. Geeignete intrinsische Viskositäten liegen im Bereich von ungefähr 1,0 bis ungefähr
1,6. Unterhalb dieses Bereiches wird die Kontrolle der Qualität des gesgonnenen Garns schwierig, und
überhalb dieses Bereichs können hohe Reißfestigkeiten nicht erzielt werden. Bei der Herstellung von Stapelfasern
ist eine solche enge Kontrolle der intrinsischen Viskosität des gesponnenen Garns nicht so wichtig.
Zufriedenstellende Fasern können aus Garnen hergestellt werden, die eine intrinsische Viskosität im
Bereich von ungefähr 0,7 bis 2,6 besitzen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
Isotaktisches Polypropylen mit einer intrinsischen Viskosität von 2,9 (in Decalin bei 135° C), dem 0 bis
1,5 Gewichtsprozent 4,4'-Thio-bis-(3-methyl-6-tert.-butylphenol) zugesetzt worden war, wurde in eine
Schneckenschmelzvomchtung eingegeben, aus dem das geschmolzene Polymerisat in eine Meßpumpe
und dann durch ein Filter (bestehend aus Sand einer Korngröße von 0,65 bis 1,7 mm) einer fünf Löcher
aufweisenden Spinndüsenplatte zugeführt wurde, von der jedes Loch einen Durchmesser von 0,37 mm
besaß. Die Schneckenschmelzvomchtung, die Meßpumpe und das Filter waren von einem elektrisch
beheizten Mantel umgeben, der auf der erforderlichen Spinntemperatur gehalten wurde. In allen Fällen
wurden die Arbeitsbedingungen derart eingestellt, daß das geschmolzene Polymer der erforderlichen
Spinntemperatur 10 Minuten lang ausgesetzt war.
Die folgende Tabelle läßt die Wirkung der Konzentration der Schwefelverbindung und der Temperatur
auf den Abbau erkennen [gemessen durch die intrinsische Viskosität (I. V.)].
Das Garn, welches 1% Schwefelverbindung enthielt und bei 290° C gesponnen worden war, besaß eine
Doppelbrechung von 2,5 x 10 ~3 und konnte mit einem maximalen Streckverhältnis von 7,6:1 verstreckt
werden, wobei ein Garn mit einer Reißfestigkeit von 8,7 g/den erhalten wurde.
Zum Vergleich konnte ein unter den gleichen Bedingungen aber in Abwesenheit einer Schwefelverbindung (I. V. des Ausgangspolymers 1,4) nur auf
ein maximales Streckverhältnis von 5,2:1 verstreckt werden, wobei ein Garn mit einer Reißfestigkeit von
nur 5,9 g/den erhalten wurde.
| Schwefel | I. | V. des ι | versponnenen Gams | bei | 300° C |
| verbindung | nach | Verspinnen | 1,6 | ||
| (%) | 280°C | 2900C | 1,2 | ||
| 0,0 | 2,3 | 2,0 | 0,9 | ||
| 0,5 | 1,8 | 1,5 | 0,7 | ||
| 1,0 | 1,6 | 1,3 | |||
| 1,5 | 1,6 | 1,2 | |||
Isotaktisches Polypropylen mit einer intrinsischen Viskosität von 3,5, dem 1 Gewichtsprozent einer
Schwefelverbindung zugesetzt worden waren, wurde in eine Schneckenschmelzvomchtung eingegeben, und
daraus in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise verspönnen. In allen Fällen wurde das geschmolzene
Polymer 10 Minuten lang der erforderlichen Spinntemperatur ausgesetzt.
Die folgende Tabelle läßt die Wirkung von vier verschiedenen Schwefelverbindungen und die Anwendung
verschiedener Spinntemperaturen erkennen, die erforderlich sind, um ein Garn zu verspinnen, das eine
intrinsische Viskosität innerhalb des Bereichs von 1 bis 1,6 besitzt. Aus dieser Tabelle ist auch die Wirk-
samkeit dieser Schwefelverbindungen als Stabilisatoren
bei niedrigen Temperaturen zu entnehmen.
| opinn- temperatur |
I. V. des | I. V. des ver | |
| Schwefelverbindung | ( *-) | ver sponnenen |
sponnenen Garns nach 100 Std. |
| 290 | Garns | bei 1400C | |
| Keine | 280 | 2,6 | weniger als 0,1 |
| Keine | 250 | 2,9 | weniger als 0,1 |
| Keine | 290 | 3,3 | weniger als 0,1 |
| Verbindung A | 280 | 1,3 | 1,3 |
| Verbindung B | 250 | 1,3 | 1,3 |
| Verbindung C | 290 | 1,1 | 1,0 |
| Verbindung D | 1,3 | 1,3 | |
Die verwendeten Schwefelverbindungen waren folgende:
Verbindung A: 4,4'-Thio-bis-(3-methyl-5-tert.-
~~- butylphenol),
Verbindung B: 2,2'-Thio-bis-(3-tert.-butyl-
Verbindung B: 2,2'-Thio-bis-(3-tert.-butyl-
5-methylphenol),
Verbindung C: 2,2'-Bis-(N-phenylbenzamido)-
Verbindung C: 2,2'-Bis-(N-phenylbenzamido)-
phenyldisulfid,
Verbindung D: 4,4'-Thio-bis-(2-methyl-5-tert.-
Verbindung D: 4,4'-Thio-bis-(2-methyl-5-tert.-
butylphenol).
Isotaktisches Polypropylen mit einer intrinsischen Viskosität von 3,0, dem 0,1 bis 0,3 Gewichtsprozent
2,2' - Thio - bis - (6 - methyl - 3,5 - tert. - phenol) zugesetzt worden waren, wurde in einen Schneckenextruder
eingegeben, welcher elektrisch erhitzt wurde, so daß ein Temperaturgradient entlang seiner Länge vorlag.
Durch diese Vorrichtung wurde geschmolzenes Polymer mit der gewünschten intrinsischen Viskosität
erzeugt. Es wurde durch eine Meßpumpe und durch ein Filter gedrückt, das aus Sand mit einer Korngröße
von 0,65 bis 1,7 mm bestand, und einer 40 Löcher aufweisenden Spinndüse zugeführt, von der jedes
Loch einen Durchmesser von 0,37 mm besaß. Die Meßpumpe, das Filter und die Spinndüse befanden
sich in einem Dampfmantel, wodurch die erforderliche Spinntemperatur aufrechterhalten wurde. Die Temperaturen
in der Spinnapparatur wurden für jede Konzentration der Schwefelverbindung derart eingestellt,
daß ein versponnenes Garn von im wesentlichen konstanter intrinsischer Viskosität erhalten
wurde, wobei die Doppelbrechung des versponnenen Garnes durch Regelung der Aufwickelgeschwindigkeit
ebenfalls im wesentlichen konstant gehalten wurde. In beiden Fällen betrug der Durchgang der Apparatur
2,9 bis 3,2 kg/Std. ■ .
Die folgende Tabelle läßt .die Wirkung von zwei verschiedenen Mengen der Schwefelverbindung erkennen.
Schwefelverbindung
0,1
0,3
0,3
Temperatur des
Schneckenextruders
Γ C)
Schneckenextruders
Γ C)
239 bis 277
239 bis 273
239 bis 273
Temperatur
des
Dampfmantels
(0C)'
276
270
270
Garneigenschaften
I.V.
1,45
1,46
1,46
Doppelbrechung
1,00
1,01
1,01
10~3
ΙΟ"3
ΙΟ"3
Isotaktisches Polypropylen mit einer intrinsischen Viskosität zwischen 1,4 und 3,0, dem 0 bis 0,4 Gewichtsprozent
4,4' - Thio - bis- (3 - methyl - 6 - tert. - butyl phenol) zugesetzt worden waren, wurde in eine
Schneckenschmelzvorrichtung eingegeben und dann in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise versponnen.
In allen Fällen waren die Spinnbedingungen im wesentlichen konstant. Die Doppelbrechung der gesponnenen
Fäden wurde im wesentlichen bei einem Wert von 2,5 x 10 ~3 konstant gehalten.
Die folgende Tabelle läßt die Verbesserung hinsichtlich der maximalen Festigkeit erkennen, die durch
einen starken Wärmeabbau des Polypropylens vor dem Auspressen erzielt wird.
| Zugesetzte | I.V. | Maximale | |
| I. V. des Poly | Schwefel | des Garns | Festigkeit |
| propylens | verbindung | 1,26 | (g/den) |
| 1,44 | 0,0 | 1,05 | 7,0 |
| 1,44 | 0,4 | 1,26 | 7,5 |
| 3,0 | 0,2 | 8,7. | |
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Fäden aus isotaktischem Polypropylen mit einem mittleren
Molekulargewicht über 20 000 durch Schmelzverspinnen eines ein hohes Molekulargewicht aufweisenden
Propylenpolymerisate, das zwecks Verringerung des Molekulargewichts einem Wärmeabbau
unterworfen worden ist, wobei die versponnenen Fäden mit einem Verhältnis von mindestens
2:1 verstreckt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß man den Wärmeabbau in Gegenwart einer Schwefelverbindung aus der Reihe Thiophenole, Mercaptane, Thioharnstoffe,
Thiosäuren oder Mono-, Di- oder Polysulfiden durchführt, welche bei der Temperatur des Wärmeabbaus
Thiylreste—SR, worin R einen organischen
Rest bezeichnet, bildet, wobei die schmelzversponnenen, nicht verstreckten Fäden mit solcher
Geschwindigkeit abgezogen werden, daß die mittlere Lichtdoppefbrechung der versponnenen Fäden
nicht größer ist als 10 x 10"3.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwefelverbindung in einer
Menge von weniger als 2 Gewichtsprozent des Polypropylens angewendet wird.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2458912C2 (de) | ||
| EP0494852B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines cellulosischen Formkörpers | |
| DE1100275B (de) | Verfahren zur Verbesserung der mechanischen und der Verarbeitungseigenschaften von isotaktischem Polypropylen | |
| CH650807A5 (de) | Verfahren zur herstellung von filamenten. | |
| DE1278684B (de) | Vorrichtung zum Schmelzspinnen von synthetischen Polymeren | |
| DE1030970B (de) | Verfahren zur Herstellung von Faeden und Fasern aus Polyacrylsaeurenitril | |
| DE1053137B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hochfester, insbesondere dicker Viskosefadenbuendel | |
| DE19537726A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von mechanisch stabilen polyfilen Filamentbündeln aus Cellulose mit einem sehr hohen Anteil von Zusatzstoffen | |
| DE1469089C (de) | Verfahren zur Herstellung von Fäden aus isotaktischem Polypropylen | |
| DE1292301B (de) | Fadenartiges Gebilde aus kristallinem Kunststoff | |
| DE1494683A1 (de) | Zusammengesetzte Polypropylenfasern und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1469089B (de) | Verfahren zur Herstellung von Fäden aus isotaktischem Polypropylen | |
| DE1267374B (de) | Verfahren zum Herstellen synthetischer Faeden durch Schmelzspinnen | |
| DE1795505C3 (de) | Verfahren zur Verbesserung der Verarbeitungsfähigkeit von kristallinem hochmolekularem Polypropylen | |
| DE1669547A1 (de) | Verfahren zum Spinnen von Viscosereyonfaeden | |
| DE1494748C3 (de) | Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften von Fäden oder Fasern aus einem Fluoräthylenpolymerisat | |
| DE1410469A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyolefintextilfasern | |
| DE1469089A1 (de) | Verfahren zum Verspinnen von Polypropylen | |
| DE2632429A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von synthetischen fasern aus schmelzen | |
| DE1196317B (de) | Verfahren zur Herstellung von Gebilden aus chlorhaltigen Polymeren | |
| DE2255710C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer nichtgewebten Bahn | |
| DE1049044B (de) | Verfahren zur Herstellung von Faeden oder Fasern aus Polyacrylnitril | |
| CH494836A (de) | Verfahren zum Herstellen eines Garnes, einer Kordel oder einer Schnur | |
| DE1694493C (de) | Verfahren zur Herstellung von Faden und Folien aus Polyester oder Polyather urethanelastomeren | |
| AT221215B (de) | Spinnverfahren und Spinndüsen für zähelastische Polymere |