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DE1468813C - Aminoalkylderivate des Bicyclo eckige Klammer auf 2,2,2 eckige Klammer zu -octans, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende pharmazeutische Präparate - Google Patents

Aminoalkylderivate des Bicyclo eckige Klammer auf 2,2,2 eckige Klammer zu -octans, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende pharmazeutische Präparate

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Publication number
DE1468813C
DE1468813C DE19651468813 DE1468813A DE1468813C DE 1468813 C DE1468813 C DE 1468813C DE 19651468813 DE19651468813 DE 19651468813 DE 1468813 A DE1468813 A DE 1468813A DE 1468813 C DE1468813 C DE 1468813C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
octane
methylbicyclo
methylamine
bicyclo
square brackets
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19651468813
Other languages
English (en)
Other versions
DE1468813A1 (de
Inventor
James Charles Wilmington Del. Kauer (V.StA.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE1468813A1 publication Critical patent/DE1468813A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1468813C publication Critical patent/DE1468813C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

1 CH
H2C i CH2
,R
R_C — R
in der die Reste R, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff oder Methyl bedeuten, sowie deren Salze.
2. a,4 - Dimethylbicyclo[2,2,2]oktan -1 - methylamin-Hydrochlorid.
3. «,a^-Trimethylbicycloß^^joktan-l-methylamin-Hydrochlorid.
4. 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamin-Hydrochlorid.
5. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise
a) eine 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l -carbonsäure in das entsprechende 4-Methylbicyclo-[2,2,2]ok tan -1 - carbonsäureamid umwandelt und dieses zu einem 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-1-methylamin reduziert oder
b) ein Bicyclo[2,2,2]oktyl-(l)-methylketonoxim reduziert oder
c) ein a,a-Dimethylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methanol der Ritter-Reaktion mit anschließender Hydrolyse unterwirft oder
d) ein Bicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamin, 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan - 1 - methylamine, ■ a^-Dimethylbicycloß^^oktan-l-methylamine oder a,a,4-Trimethylbicyclo[2,2,2]oktan-1-methylamine methyliert und
e) gegebenenfalls eine nach a) bis d) erhaltene Verbindung mit einer entsprechenden Säure zur Salzbildung umsetzt.
6. Pharmazeutische Präparate, bestehend aus Verbindungen nach Anspruch 1 bis 4 als Wirkstoff und üblichen Träger- und Hilfsstoffen.
35
40
45 H-C
CH,
CH,
CH2
60
Im Rahmen der Entwicklung von wirksameren Mitteln zur Bekämpfung von Virusinfektionen wurde eine neue Klasse von 1-Aminobicyclooktanen und Bicyclooktan-1-methylaminen gefunden, die äußerst wirksam das Wachstum der verschiedensten schädlichen Viren hemmen und den Befall· mit diesen Viren verhindern.
C'
in der die Reste R, die gleich oder verschieden sein können, jeweils Wasserstoff oder Methyl bedeuten, sowie deren Salze.
Die unter die Formel (1) fallenden Verbindungen, die eine basische Aminogruppe enthalten, bilden leicht Salze. Auch diese Salze, die ein nichttoxisches Anion enthalten, fallen in den Rahmen der Erfindung. Beispiele solcher Salze sind die Hydrochloride, Hydrobromide, Sulfate, Phosphate, Acetate, Succinate, Adipate, Propionate, Tartrate, Citrate, Bicarbonate, Pamoate, Cyclohexylsulfamate und Acetylsalicylate. Hiervon werden die Hydrochloride, Acetate und Cyclohexylsulfamate bevorzugt. Die ^Gyclohexylsulfamate schmecken angenehm und sind daher besonders vorteilhaft für die Herstellung von Sirupen zur oralen Applikation. Ferner eignen sie sich zur Herstellung von nichtüberzogenen Tabletten, die keinen unangenehmen bitteren Geschmack haben, zur oralen Applikation. Als weitere Salze kommen solche mit Caprochloron und mit Penicillin in Frage.
Die vorstehend genannten Salze erhöhen den Wert der verhältnismäßig unlöslichen Amine in pharmazeutischen Anwendungen.
Besonders einzigartig hinsichtlich der Kombination von antiviraler Wirksamkeit und sonstiger Eigenschaften sind dimethylaminsubstituierte Verbindungen.
N.NATrimethylbicycloP^^oktan-l-methyl-
amin,
N,4-Dimethylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamin,
N.N-DimethylbicycloP^^oktan-l-methylamin,
4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamin,
N-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamin,
Bicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamin,
«,4- Dimethylbicyclo[2,2,2]oktan -1 - methylamin-
hydrochloric!, eine besonders wirksame Verbindung,
«,oc^-Trimethylbicyclo [2,2,2] ο ktan-1-methylaminhydrochlorid.
Die vorstehend genannten Verbindungen können nach verschiedenen Methoden hergestellt werden.
Herstellung von Bicyclooktan-l-methylaminen
1-Aminobicyclo[2,2,2]oktan und verschiedene Derivate dieser Verbindung lassen sich leicht nach dem Verfahren herstellen, das Gegenstand der älteren deutschen Patentanmeldung P 14 68 759.3-42 ist.
Zur Herstellung der neuen aminomethylsubstituierten Bicyclooktane können 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-1-carbonsäuren in die entsprechenden 4-Methylbicycloß^^oktan-l-carbonsäureamide umgewandelt werden. Die letzteren können mit Lithiumaluminiumhydrid unter Bildung von 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-1-methylaminen reduziert werden.
a-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamine können durch Reduktion von Bicyclo [2,2,2]oktyl-(l)methylketonoximen mit Lithiumaluminiumhydrid hergestellt werden. Die Ketone, von denen diese Oxime abgeleitet werden, werden zweckmäßig durch Umsetzung des Cadmiumdimethyls mit einem Bicyclo[2,2,2]oktan-1-carbonsäurechlorid hergestellt.
λ,κ - Dimethylbicyclo[2,2,2]oktan - 1 - methylamine können durch Umsetzung von Acetonnitril und Schwefelsäure (Ritter-Reaktion) mit dem entsprechenden «,«-Dimethylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methanol hergestellt werden, wobei das N-Acetyl-«,a:-dimethylbicyclo{2,2,2]oktan-l-methylamin erhalten wird. Das Amin wird durch alkalische Hydrolyse gewonnen. Die als Ausgangsmaterialien für diese Reaktion dienenden Bicyclooktanmethanole werden durch Umsetzung der entsprechenden Bicyclo [2,2,2]oktan -1 - carbonsäurechloride mit Methyi-Grignard-Verbindungen hergestellt.
Herstellung von N-substituierten Bicyciooktan-1-Methylaminen
1-carbonsäureamid aus dem Bicyclo [2,2,2]oktan-l-car~ bonsäurechlorid und dementsprechend substituierten Amin herzustellen und es zur gewünschten N-methy^ lierten oder Ν,Ν-dimethylierten Verbindung zu reduzieren. Die Umsetzung von beispielsweise Bicyclo[2,2,2]oktan-l-carbonsäurechlorid mit Methylamin ergibt N-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-1-carbonsäureamid. Die Reduktion dieser Verbindung mit Lithiumaluminiumhydrid führt zu N-Methylbicyclo[2,2,2]ok-
Ip tanmethylämin.
Die Formylierung der Aminoverbindung mit anschließender Reduktion ist zwar eine gangbare Methode zur Herstellung von N-Methylaminoverbindungen, jedoch können diese auch durch Verwendung von N-Methylacetamid in einer Modifikation der Ritter-Reaktion hergestellt werden, wie in der obengenannten älteren Patentanmeldung beschrieben.
Außerdem können zur Herstellung von methylsubstituierten Bicyclooktan-l-methylaminen die gleichen Methoden angewendet werden, wie sie in der genannten älteren Patentanmeldung für die 1-Aminoverbindungen beschrieben sind.
Gegenstand der Erfindung sind ferner pharmazeutische Präparate, bestehend aus Verbindungen nach Anspruch 1 bis 4, als Wirkstoff und üblichen Trägerund Hilfsstoffen.
Die Verbindungen der Formel (1) können bei der antiviralen Behandlung auf jede Weise verabfolgt werden, bei der der Wirkstoff dem von der Virusinfektion befallenen Bereich im Körper zugeführt wird. Eine ausführliche Beschreibung ist in der genannten älteren Patentanmeldung zu finden.
Die gemäß der Erfindung hergestellten Verbindungen sind besonders wirksam gegen Schweineinfluenza.
Eine wichtige Anwendung der gemäß der Erfindung hergestellten Verbindungen ist somit die Bekämpfung dieser Infektion durch Zugabe eines Wirkstoffs zum Futter der befallenen Tiere. Weitere Einzelheiten hierüber sind in der genannten älteren Patentanmeldung zu finden.
Beispiel 1
45
Ein oder beide Wasserstoffatome des Aminastickstoffs von Bicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamin, den 4-Methyl-bicyclo [2,2,2]oktan-l-methylaminen, α-4-Dimethylbicyclo[2,2,2]oktan -1 - methylaminen oder oc,oc,4 - Trimethylbicyclo[2,2,2]oktan -1 - methylaminen können durch Methyl ersetzt werden. Dies geschieht am zweckmäßigsten durch Formylierung, z. B. mit einem Formylhalogenid, wobei eine Forrnylaminoverbindung gebildet wird, die dann zur N-Methylaminoverbindung reduziert wird. Hierzu ist Lithiumaluminiumhydrid ausgezeichnet geeignet, jedoch kann auch eine katalytisch Hydrierung oder eine beliebige andere Art der Reduktion vorgenommen werden. Die N-Methylaminoverbindungen können wieder f.ormyliert und reduziert werden, wobei die Ι-Μ,Μ-Dimethylannnoverbindungen erhalten werden.
Die N-methylierten Bicydo{2,2,2]o.kten-l-methylamineund4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamine können zwar -durch Formylierung und Reduktion oder durch Methylierang mit Methylbalogeniden hergestellt werden, jedoch besteht das beste und einfachste Verfahren darin, das entsprechende Bicyclo[2,2,2]o.k.tan-
A. Eine Lösung von 2,5 g (0,0149 Mol) 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-carbonsäure in 10 cm3 (16,55 g, 0,139 Mol) Thionylchlorid wurde 2 Stunden am Rückflußkühler erhitzt und dann auf Raumtemperatur gekühlt. Das überschüssige Thionylchlorid wurde bei vermindertem Druck entfernt, wobei das Säurechlorid als braunes Öl zurückblieb. In eine gekühlte Lösung (—10° C) des Säurechlorids in 100 cm3 trockenem Chloroform wurde Ammoniak 10 Minuten unter Rühren eingeleitet. Das Reaktionsgemisch wurde dann über Nacht gerührt. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck abgedampft und der Rückstand in 100 cm3 Benzol gelöst. Unlösliches Ammoniumchlorid wurde abfiltriert und das Filtrat zur Trockene eingedampft, wobei 3,13 g (100%) 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-carbonsäureamid vom Schmelzpunkt 190 bis 192,5° C erhalten wurden.
Analyse für C10H17No:
Berechnet ... C 71,8 , H 10,2 , N 8,38;
gefunden ... C 71,83, H 10,3.3, N 8,48.
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse von Versuchen aufgeführt, bei denen andere 4-Methylbicycloß^^oktan-l-carboxamide hergestellt wurdet».
5 Amin 6 Produkt
Ausgangssäure Methylamin
Dimethylamin
N-Methyl-4-methylbicyclo[2,2,2]oktan-
1-carbonsäureamid
N5N-Dimethyl-4-methylbicyclo[2,2,2]oktan-
1-carbonsäureamid
4-Methylbicyclo[2,2,2]octan-l-carbonsäure
4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-carbonsäure
B. In einen 200-cm3-Rundkolben, der mit einem Soxhlet-Extraktor versehen war, wurden 1,56 g Lithiumaluminiumhydrid und 200 cm3 Diäthyläther gegeben. In die Hülse des Extraktors wurden 2,7 g (0,0162Mol) 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-carbonsäureamid gegeben. Die Reaktion wurde über Nacht durchgeführt, wobei der Kolbeninhalt mit einem Magnetrührer gerührt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur gekühlt und das überschüssige Lithiumaluminiumhydrid zerstört, indem vorsichtig 3,32 cm3 (0,184 Mol) Wasser unter Rühren zugesetzt wurden. Dann wurde noch 1 Stunde gerührt. Anschließend wurde das Gemisch filtriert und der Feststoff mit Äther gut gewaschen. Das Filtrat und die Waschflüssigkeit wurden vereinigt, mit festem Kaliumhydroxyd und dann mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. In die Ätherlösung wurde trockenes Chlorwasserstoffgas geleitet. Nach beendeter Ausfällung wurde das Produkt abfiltriert und getrocknet. Die Ausbeute an 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methylaminhydrochlorid betrug 1,25 g (41 %).
Analyse für C10H20NCl:
Berechnet ... C 63,4, H 10,0, N 7,38;
gefunden ... C 63,08, H 10,34, N 7,35.
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse enthalten, die mit den in der beschriebenen Weise hergestellten Carbonsäureamide bei diesem Verfahren erzielt wurden.
Eingesetztes Carbonsäureamid Produkt Analysenwerte
N-Methyl-4-methylbicyclo[2,2,2]ok-
tan-1-carbonsäureamid
N,N-Dimethyl-4-methyl-
bicyclo [2,2,2]oktan-l-carbon-
säureamid
N,4-Dimethylbicyclo[2,2,2]oktan-
1-methylaminhydrochlorid
N,N,4-Trimethylbicyclo[2,2,2]ok-
tan-1-methylaminhydrochlorid
berechnet für C11H22NCl: 6,88% N
gefunden: 6,70% N
berechnet gefunden
für C12H24NCl
C 66,2 66,1
H 11,03 11,13
N 6,44 6,47
Beispiel 2
A. Ein Gemisch von 3,6 g Magnesiumspänen, einem kleinen Jcdkristall, 11 cm3 wasserfreiem Benzol und 1 cm3 absolutem Äthanol wird erhitzt, bis eine Reaktion einsetzt. Dann wird das Erhitzen abgebrochen und ein Gemisch von 24,0 g Diäthylmalonat, 7,0 g absolutem Äthanol und 10 cm3 Benzol tropfenweise in einer solchen Geschwindigkeit zugesetzt, daß Rückfluß des Reaktionsgemisches bewirkt wird. Nach erfolgtem Zusatz wird das Gemisch am Rückflußkühler erhitzt, bis das Magnesium aufgelöst ist. Das überschüssige Äthanol wird durch azeotrope Destillation mit einem Teil des Benzols entfernt. Zur erhaltenen Lösung von Äthoxymagnesiumdiäthylmalonat wird eine Lösung von 18,6 g 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-carbonsäurechlorid in 30 cm3 wasserfreiem Benzol tropfenweise innerhalb von 50 Minuten gegeben. Das Reaktionsgemisch wird eine weitere Stunde am Rückflußkühler erhitzt und dann in einem Eisbad gekühlt. Zum kalten Gemisch werden 50 g Eis und dann 10%ige Schwefelsäure in einer solchen Menge gegeben, daß zwei klare Schichten gebildet werden. Die Schichten werden getrennt. Die wäßrige Schicht wird mit zwei 25-cm3-Portionen Benzol extrahiert. Die Extrakte werden mit der organischen Schicht vereinigt, mit 30 cm3 Wasser gewaschen und mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Benzol wird durch Einengen unter vermindertem Druck bei 400C entfernt. Zum Rückstand wird eine Lösung von 64 cm3 Eisessig, 39 cm3 Wasser und 7 cm3 konzentrierter Schwefelsäure gegeben (Gewicht des Rück-Standes 32 g). Das Gemisch wird 7 Stunden am Riickflußkühler erhitzt. Es wird dann gekühlt und in 350 cm3 Wasser gegossen. Das Gemisch wird zweimal mit je 50 cm3 Äther extrahiert. Die Ätherextrakte werden vereinigt, mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingeengt, wobei 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktyl-(l)-methylketon erhalten wird.
Ein Gemisch von 14 g Hydroxylaminhydrochlorid, 65 cm3 wasserfreiem Pyridin und 65 cm3 wasserfreiem Äthanol wird auf dem Dampfbad erhitzt, bis sich eine klare Lösung gebildet hat. Zu dieser Lösung werden 12,5 g 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktyl-(l)-methylketon gegeben. Das Gemisch wird 2 Stunden am Rückflußkühler erhitzt und dann gekühlt. Es wird unter ver- mindertem Druck bei 70° C zur Trockene eingedampft. Der Rückstand wird in 150 cm3 Wasser suspendiert und gut gerührt. Die Feststoffe werden abfiltriert und getrocknet, wobei 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktyl-(l)-methylketonoxim erhalten wird.
Diese Verbindung wird in einer Menge von 7,8 g zu einem Gemisch von 3,3 g Lithiumaluminiumhydrid in 150 cm3 wasserfreiem Tetrahydrofuran gegeben. Das Gemisch wird 3 Stunden unter Rühren am Rückflußkühler erhitzt. Es wird in einem Eisbad gekühlt. Das überschüssige Lithiumaluminiumhydrid wird mit einem Wasser-Tetrahydrofuran-Gemisch zerstört. Einige cm3 10%ige Natriumhydroxydlösung werden zugesetzt, um die Koagulierung der Feststoffe zu beschleunigen. Die
Feststoffe werden abfiltriert, mit 50 cm3 Chloroform gewaschen und verworfen. Das Filtrat, bestehend aus der Tetrahydrofuranlösung und der Chloroformlösung, wird mit trockenem Chlorwasserstoff gesättigt und dann unter vermindertem Druck bei 5O0C zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird in einen Scheidetrichter gegeben und mit einem Gemisch von 100 cm310°/0igem Natriumhydroxyd und 300 cm3 Äther geschüttelt. Die wäßrige Schicht wird verworfen und die Ätherlösung über Kaliumhydroxydgranulat getrocknet. In die Ätherlösung wird trockener Chlorwasserstoff bis zur vollständigen Ausfällung geleitet. Das erhaltene Aminhydrochlorid wird abfiltriert und getrocknet. Dieses rohe Salz wird in Wasser gelöst, mit überschüssiger 50°/0iger Natriumhydroxydlösung behandelt und das freie Amin mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird über Kaliumhydroxydgranulat getrocknet und dekantiert. Dann wird Chlorwasserstoff bis zur vollständigen Ausfällung eingeleitet. Die Fällung wird abfiltriert und getrocknet, wobei a,4-Dimethylbicyclo[2,2,2]oktan-1-methylaminhydrochlorid erhalten wird.
B. 4 - Methylbicyclo[2,2,2]oktan -1 - carbonsäure (4,95 g, 0,0295MoI) wurde in 100 cm3 trockenem Tetrahydrofuran gelöst. Unter Rühren wurden 31 cm3 (0,062MoI) 2n-Methyllithium in Äther unter Stickstoff innerhalb von 3 bis 4 Minuten zugesetzt. Das Gemisch wurde über Nacht am Rückflußkühler erhitzt und auf Raumtemperatur gekühlt. Nach Zusatz von 25 cm3 Wasser wurde das Produkt mit Äther extrahiert. Nach Trocknung über Magnesiumsulfat wurde der Äther extrahiert, wobei 5,80 g (100 °/0) 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktyl-(l)-methylketon als Öl erhalten wurden in Α£"'χ°' = 1700 cm-1.
Zu einem Gemisch von 5,80 g Keton, 3,22 g (0,0463 Mol) Hydroxylaminhydrochlorid und 15 cm3 Äthanol wurden unter Rühren portionsweise 3 cm3 Wasser und 5,9 g (0,147 Mol) pulverförmiges Natriumhydroxyd gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 5 Minuten unter Rühren am Rückflußkühler erhitzt und dann in eine eiskalte Lösung von 20 cm3 (0,240 Mol) konzentrierter Salzsäure in 110 cm3 Wasser gegossen. Der farblose Feststoff wurde abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen über Phosphorpentoxyd wurden 3,84 g (72°/„) 4-Methylbicyclo[2,2,2]oktyl-(l)-methylketonoxim erhalten in A^x 0' = 3200 cm-1.
Eine Lösung von 3,84 g des Oxims in 50 cm3 Tetrahydrofuran wurde unter Rühren zu einer Suspension von 2,93 g (0,077 Mol) Lithiumaluminiumhydrid in 75 cm3 Äther gegeben. Das Gemisch wurde über Nacht unter Rühren am Rückflußkühler erhitzt. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur wurden 7 cm3 (7 g, 0,0389 Mol) Wasser tropfenweise zugesetzt. Das Gemisch wurde 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Der Feststoff wurde abfiltriert und mit Äther gut gewaschen. Der Äther wurde mit festem Kaliumhydroxyd und dann mit Magnesiumsulfat getrocknet. Das Produkt wurde mit gasförmigem Chlorwasserstoff ausgefällt. Das Ammhydrochlorid wurde abfiltriert und mit Äther gewaschen, wobei 1,7 g (39 °/0) oc,4-Dimethylbicycloß^^oktan-l-methylaminhydrochlorid erhalten wurden.
Analyse für C11H2N · HCl:
Berechnet ... C 64,8, H 10,8, N 6,88, Cl 17,45; gefunden ... C 64,92, H 10,93, N 7,65, Cl 16,97.
Beispiel 3
Zu einer Lösung von 27,4 g Bicyclo[2,2,2]oktan-1-carbonsäurechlorid in 500 cm3 wasserfreiem Äther werden unter Stickstoff tropfenweise 150 cm3 technisches 3molares Methylmagnesiumbromid in einer solchen Geschwindigkeit gegeben, daß leichter Rückfluß aufrechterhalten wird. Das Reaktionsgemisch wird nach erfolgtem Zusatz 1 Stunde erhitzt und dann gekühlt. Der Metallkomplex wird durch Zusatz von 300 cm3 gesättigtem Ammoniumchlorid zersetzt. Die Ätherschicht wird abgetrennt und die wäßrige Schicht mit 100 cm3 Chloroform extrahiert. Dieser Extrakt
ίο wird mit der Ätherschicht vereinigt. Das Gemisch wird mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck bei 35° C zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird mit Wasserdampf destilliert, bis das Destillat nicht mehr milchig ist. Etwa 31 Destillat werden aufgefangen. Nach Abkühlung wird das Wasserdampf destillat zweimal mit je 250 cm3 Äther extrahiert. Die Ätherextrakte werden vereinigt, mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingeengt, wobei «,oc-Di-
ao methyl-l-bicyclo[2,2,2]oktanmethanol erhalten wird. 35 cm3 konzentrierte Schwefelsäure werden tropfenweise unter Kühlung, durch die die Temperatur unter 100C gehalten wird, zu 160 cm3 Acetonitril gegeben. Dann werden 18,2 g a,<x-Dimethyl-l-bicyclo[2,2,2]oktanmethanol zugesetzt. Die Temperatur wird auf 48 0C erhöht und 45 Minuten bei diesem Wert gehalten. Das Reaktionsgemisch wird der Abkühlung auf Raumtemperatur überlassen und dann langsam in 1000 cm3 Eiswasser gegossen. Die sich abscheidenden Feststoffe werden abfiltriert und getrocknet und dann in 500 cm3 Äther aufgenommen. In die Ätherlösung wird trockener Chlorwasserstoff geleitet, bis keine weitere Ausfällung mehr stattfindet. Die Feststoffe werden abfiltriert, getrocknet und in einen Scheidetrichter gegeben, der 200 cm3 Wasser und 500 cm3 Äther enthält. Das Gemisch wird bis zur Auflösung der Feststoffe geschüttelt. Die wäßrige Schicht wird abgetrennt und verworfen. Die Ätherlösung wird mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und zur Trockene eingeengt.
Hierbei wird N-Acetyl-oc,«-dimethylbicyclo[2,2,2]oktan-1-methylamin erhalten.
Ein Gemisch von 2,0 g N-Acetyl-a.a-dimethylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamin, 10 g Kaliumhydroxyd und 40 cm3 Methanol wird in einem verschlossenen Rohr 18 Stunden bei 225° C gehalten und dann gekühlt. Der Inhalt des Rohres wird zu 100 cm! Wasser gegeben. Das Gemisch wird zweimal mit je 50 cm3 Äther extrahiert. Die Extrakte werden vereinigt, mit Kaliumhydroxydgranulat getrocknet, worauf trokkener Chlorwasserstoff eingeleitet wird, bis die Ausfällung vollständig ist. Die Fällung wird abfiltriert unc getrocknet, wobei ein rohes Salz erhalten wird. Diese: Salz wird in 80 cm3 Wasser gelöst und mit 50°/0igen Natriumhydroxyd im Überschuß behandelt und dam zweimal mit je 50 cm3 Äther extrahiert. Die Äther extrakte werden vereinigt und mit Kaliumhydroxyd granulat getrocknet. Dann wird Chlorwasserstoff einge leitet, bis die Ausfällung vollständig ist. Das Hydrc chlorid wird abfiltriert und getrocknet, wobei a,oc-Di methylbicyclo[2,2,2]oktan-1 -methylaminhydrochlori erhalten wird.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen wurden m dem als Antivirusmittel aus den bekanntgemachte Unterlagen des belgischen Patents 646 581 bekannte l-Methylamino-adamantan-hydrochlorid verglichei indem die antivirale Dosis und die LD50 sowie d< Quotient aus beiden bestimmt wurden, wie die nacl folgende Tabelle zeigt.
209 536/5
9 Schmelzpunkt 10 Antivirale
Dosis
LD60 Antivirale Dosis
Verbindung °q mg/kg mg/kg
300 bis 312 4,1 171 LD50
Bicycloß^^Joktan-l-methylamin-hydrochlorid Zersetzung 42
241 2,1 171
4-Methylbicyclo[2,2,2]oktan-l-methylamin-hydro- 81
chlorid 284 bis 287 5,1 126
N^-DimethylbicycloP^^Joktan-l-methylamin- Zersetzung 25
hydrochlorid 258 bis 259 .8,4. . , 126 .
NjN^-Trimethylbicycloß.^Joktan-l-methylamin- 15
hydrochlorid 280 bis 300 3,0 108
a-MethylbicycloP^^Joktan-l-methylaminhydro- Zersetzung 36
chlorid 322 bis 324 0,5 147
a,4-Dimethylbicyclo [2,2,2] oktan-1-methylamin- Zersetzung 294
hydrochlorid 340 bis 350 2,2 79
«,«-DimethylbicycloP^^Joktan-l-methylamin- Sublimiert 36
hydrochlorid 290 bis 308 1,3 147
«,«^-TrimethylbicycloP^^Joktan-l-methylamin- Zersetzung 113
hydrochlorid 245 17 60 bis 100
l-(Methylamino)-adamantanhydrochlorid 5
Daraus geht hervor, daß die anmeldungsgemäßen Verbindungen gegenüber der Vergleichssubstanz als Antivirusmittel überlegen wirksam sind.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Aminoalkylderivate
allgemeinen Formel
R —C —R
H2C
CH.
Bei den Verbindungen dieser Klasse wurde eine bemerkenswerte Wirkungsbreite bei Gewebekulturen und in Tierversuchen festgestellt. Beispielsweise wurde des Bicyclooktans der in Gewebekulturen gegen Influenza A (Stämme WSN
und Schweineinfluenza), Influenza A-2 (Stämme Michigan A/AA, JPC und Jap 305) sowie Influenza D (Sendai-Stamm) beobachtet. Bei Versuchen mit leben- -. den Mäusen ergab sich Wirksamkeit gegen Schweineinfluenza-Viren, Michigan A/AA, JPC und Sendai ίο sowie gegen den Herpes-Virus und Semliki-Waldvirus. Die gemäß der Erfindung hergestellten Verbindungen erwiesen sich als prophylaktisch sowie auch als therapeutisch wirksam.
Gegenstand der Erfindung sind Aminoalkylderivate des Bicyclooktans der allgemeinen Formel
CH2
DE19651468813 1964-06-15 1965-06-11 Aminoalkylderivate des Bicyclo eckige Klammer auf 2,2,2 eckige Klammer zu -octans, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende pharmazeutische Präparate Expired DE1468813C (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US37533764A 1964-06-15 1964-06-15
US37533764 1964-06-15
DEP0037031 1965-06-11

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1468813A1 DE1468813A1 (de) 1969-01-09
DE1468813C true DE1468813C (de) 1973-03-29

Family

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