DE1468575B - Kontinuierliches Verfahren zur Her stellung der Mononitroverbindungen von Benzol, Toluol oder Chlorbenzol und eine Vorrichtung zur Durchfuhrung dieses Ver fahrens - Google Patents
Kontinuierliches Verfahren zur Her stellung der Mononitroverbindungen von Benzol, Toluol oder Chlorbenzol und eine Vorrichtung zur Durchfuhrung dieses Ver fahrensInfo
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Description
Die meisten herkömmlichen Verfahren für das Nitrieren aromatischer Verbindungen, wie Benzol,
Toluol oder Chlorbenzol, mit einer aus Salpetersäure und Schwefelsäure bestehenden Mischsäure
sind diskontinuierlich. Es ist bereits ein kontinuierliches Nitrierverfahren bekannt, bei welchem zwei
oder drei aufeinanderfolgende Reaktionsgefäße verwendet werden (Methode von Cf. Messner, in
Ind. Eng. Chem., 46, S. 718, 1954). Im ersten Gefäß werden ein zu nitrierender aromatischer Kohlenwasserstoff
und eine Mischsäure für die Nitrierung kontinuierlich eingefüllt, und man läßt unter starkem
Rühren die Ausgangsstoffe in Emulsion miteinander reagieren. Die sich ergebende Flüssigkeit wird
einer zweiten und dritten Nitrierung in den nachfolgenden Gefäßen unterworfen, und die Reaktionsmasse
wird dann in einen Abscheider übergeführt, in welchem sie sich in zwei Schichten aus nitriertem
Produkt und verbrauchter Säure trennt. Bei diesem Verfahren ist jedoch das Aufrechterhalten einer einheitlichen
Emulsion der Reaktionsmasse schwierig, und es ist eine komplizierte Vorrichtung erforder-Hch.
Hierdurch leidet einerseits die Qualität des Endprodukts, und andererseits lassen sich auf Grund
der komplexen Konstruktion der Vorrichtung bisweilen Zwischenfälle, wie Explosionen, nicht ausschließen.
Die Erfindung schafft nun ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung der Mononitroverbindungen
von Benzol, Toluol oder Chlorbenzol durch kontinuierliche Nitrierung mit einer aus Salpetersäure
und Schwefelsäure bestehenden Mischsäure, dessen Besonderheit darin besteht, daß man
(1) in das eine Ende der ersten Reaktionszone, welehe
mehrere Abteilungen aufweist, eine Mischung 3S
aus Benzol, Toluol oder Chlorbenzol mit einem Teil der nitrierten, in der ersten Reaktionszone
gewonnenen organischen Phase und in wenigstens eine der Abteilungen eine aus Salpetersäure
und Schwefelsäure bestehende Mischsäure *° einführt, das Reaktionsgemisch nacheinander
durch die einzelnen Abteilungen führt und in jeder Abteilung in Emulsion und auf Reaktions-
(2) das in der ersten Reaktionszone erhaltene Reaktionsgemisch,
in dem der überwiegende Teil des organischen Ausgangsstoffes nitriert worden
ist, hi die am anderen Ende der ersten Reaklonszone
angrenzende erste Trennzone einfuhrt
m dieser Trennzone das Reaktionsgemisch
in die nitrierte organische Phase und m dle teilweise verbrauchte Mischsaurephase
trennt, letztere gesondert abzieht einen Teil der nitrierten organischen Phase m die erste Reaküonszone
zurückfuhrt und dort zusammen mit frischem organischem Ausgangsstoff wieder emsetzt'
(3) den in der ersten Trennzone erhaltenen Rest der nitrierten organischen Phase und die teilweise
verbrauchte Mischsäure in das eine Ende der zweiten Reaktionszone einführt, die genannten
Komponenten dort in gleicher Weise wie in der ersten Reaktionszone, jedoch bei einer erhöhten
Temperatur, umsetzt,
(4) das in der zweiten Reaktionszone erhaltene Reaktionsgemisch in die angrenzende zweite
Trennzone einführt, in dieser Trennzone das
45
Reaktionsgemisch in die nitrierte organische Phase und in die verbrauchte Mischsäurephase
trennt, letztere abzieht und einen Teil der nitrierten organischen Phase in die zweite Reaktionszone
zurückführt.
Die Erfindung schafft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1,
bestehend aus einem durch Umlenkplatten (11 bis 15) in mehrere Abteilungen unterteilten Reaktor (21),
welcher am einen Ende einen Einlaß (2) für die Be-Schickung mit aromatischer Verbindung und zumindest
an einer Abteilung einen Einlaß (1) für die Be-Schickung mit Mischsäure aufweist; Rührorganen (6
bis 10) in jeder Abteilung des Reaktors; Kühlmitteln (16); einem mit dem anderen Ende des Reaktors (21)
verbundenen Abscheider (20) mit Auslaßöffnungen. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematische Ansicht eines Längsschnittes
eines Beispieles der erfindungsgemäßen Nitriervorrichtung;
F i g. 2 veranschaulicht schematisch das erfindungsgemäße Verfahren.
In F i g. 1 bedeuten 1 und 2 die Einlaßöffnungen für die Beschickung der zu nitrierenden aromatischen
Verbindung bzw. der aus Salpeter- und Schwefelsäure bestehenden Mischsäure, durch welche diese
Beschickungen mit konstanter Geschwindigkeit in die Reaktionszone eingeführt werden. Die Reaktionszone
ist durch Umlenkplatten 11, 12, 13, 14 und 15 in mehrere Abteilungen unterteilt. Jede Umlenkplatte
besitzt in der Mitte ein Loch und ist an der Innenwand des Reaktors befestigt. Die in jeder Abteilung
befindlichen Rührflächen sind mit 6, 7, 8, 9 und 145 bezeichnet und sind an einer Rührwelle befestigt,
welche durch den Reaktor, vorzugsweise mit dem gleichen Abstand zwischen den Rührflächen verläuft.
P/e LanSf der Rührflachen kann gleich, größer oder
klej,ner als der Durchmesser des Plattenlochs sein,
™d die flussige Reaktionsmasse wird durch die
Plattenlocher stetig nach aufwärts gefordert. Die am
B°den der untersten Abteilung zugeführten Be-Schickungen
werden unter Ruhren in jeder Abteilung
aufeinanderfolgend den oberen Abteilungen zuge-
Ein Trenngefäß oder Abscheider 20 befindet sich am ^^ ^ Reaküonszone und beskzt yQ
wdse ^n eren Durchmesser aIs die ReaktionszQne Im Ab 5 scheider wird das aus der Reaktionszone
kommende ReaktionSgemisch in die nitrierte orgamsche phase und die s phase der verbrauchten Säure
auf Grund deg Unterschieds des spezifischen Ge_
wichtes def phasen ennt j .^ bedeutet 4
einen Auslaß für die nitrierte organische Phase und 3
dnen Auslaß für dJe verbrauchfe Säure. 19 bezeich.
. Schauglas, durch welches die Grenzschicht zwischen den |etr'ennten phasen beobachtet werden
kann u bez*ichnet eine Wasserummantelung, in
welche Kühlwasser durch den Einlaß 17 zugeführt und aus dem Auslaß 18 abgezogen wird. An Stelle
der Ummantelung oder in Kombination mit dieser
kann eine zentrale Kühlvorrichtung verwendet werden. Die Reaktionswärme wird durch das Kühlmedium
abgeführt, und die flüssigen Reaktionsteilnehmer werden, je nach der Art des zu nitrierenden
Materials, auf einer gewünschten und üblicherweise bekannten konstanten Temperatur zwischen etwa 30
und 8O0C gehalten.
In der hier beschriebenen Vorrichtung wird die
kontinuierliche Nitrierungsreaktion der obengenannten aromatischen Verbindungen mit einem Salpetersäure-Schwefelsäure-Gemisch
stets glatt und einheitlich bewirkt. Die aromatischen Verbindungen und die Mischsäure werden am untersten Teil des Reaktors
mit konstanter Geschwindigkeit zugeführt. Sie reagieren zusammen, während sie durch die aufeinanderfolgenden
Abteilungen unter Bewegung in jeder Abteilung geleitet werden. Schließlich wird das nitrierte
Produkt kontinuierlich in den Abscheider be- ίο fördert.
Die Zusammensetzung des Reaktionsgemisches in jeder Reaktionsabteilung des Reaktors ist daher
immer konstant. Die Reaktion vollzieht sich mit konstanter Geschwindigkeit, und die sich ergebende
Nitroverbindung und die verbrauchte Säure werden vom Abscheider mit konstanter Geschwindigkeit abgezogen.
Die Umlenkplatte kann eine durchlöcherte Platte des Durchmessers sein, welcher dem inneren Durchmesser
des Reaktors gleich ist. Es kann jede Art ! ''s durchlöcherter Platten verwendet werden, beispiels-■'
■"' weise Platten mit einem Loch in der Mitte oder mit
einer Anzahl kleiner Löcher auf der Oberfläche. Die Platte kann auch die Art eines Gitters oder Siebes
aufweisen.
Die Zahl der Abteilungen kann willkürlich gewählt werden, doch verwendet man gewöhnlich drei
bis zehn oder mehr Abteilungen.
Wie in F i g. 1 veranschaulicht, kann das Einlaßrohr für die Beschickung mit Mischsäure am Boden
des Reaktors angebracht sein. In einigen Fällen kann, wenn erforderlich, das Einlaßrohr an irgendeiner
der aufeinanderfolgenden Abteilungen, bei- ! spielsweise an der mittleren Abteilung angebracht
werden. Außerdem können zwei oder mehrere Einlaßrohre für die Zufuhr der Mischsäure an irgendeiner
der Abteilungen, beispielsweise an der Boden- und der mittleren Abteilung, vorgesehen sein.
Da das Reaktionsgemisch in der untersten Abteilung der Reaktionszone eine zu nitrierende aromatische
Verbindung in Kombination mit dem nitrierten ... Produkt enthält, ist bei diesem Verfahren die Kon-
\)J zentration der aromatischen Verbindung im Reaktionsgemisch
geringer als die Konzentration in einem Verfahren, bei welchem kein nitriertes Produkt zugemischt
wird; nebenbei dient das nitrierte Produkt zur Emulgierung des Reaktionsgemisches. Daher verläuft
die Reaktion gemäßigt und ist nicht von höheren Nitroverbindungen als Nebenprodukten begleitet,
im Gegensatz zu der stürmischen exothermen Reaktion beim direkten Vermischen einer kein nitriertes
Produkt enthaltenden aromatischen Verbindung mit einer Mischsäure, wie dies bei herkömmlichen Verfahren
der Fall ist.
Wie oben erwähnt, kann die Mischsäure durch ein Einlaßrohr zugeführt werden, welches am Boden
oder an irgendeiner Abteilung vorgesehen ist. In einigen Fällen kann sie durch zwei oder mehrere
Einlaßrohre an irgendeiner der, Abteilungen eingeführt werden. Wenn sie beispielsweise durch zwei
Rohre zugeführt wird, von denen das eine am Boden und das andere annähernd an der mittleren Abteilung
angebracht ist, so wird eine bessere Einheitlichkeit sowohl der Temperatur als auch der Säurekonzentration
gewährleistet was die Bildung von höheren Nitroverbindungen als Nebenprodukten auf ein Minimum
herabsetzt.
Das Ausmaß der Zirkulation kann innerhalb eines breiten Bereiches ausgewählt werden. Das Gewichtsverhältnis des zirkulierenden nitrierten Produktes je
Gewicht des ausgetragenen Produkts kann (beginnend bei Null) bis zu einer Größenordnung von etwa
500, vorzugsweise etwa 200, betragen.
Die Erfindung wird wirksam ausgeführt, wenn man zwei der obenerwähnten Reaktoren in Kombination
anwendet. Dies wird in F i g. 2 veranschaulicht. In F i g. 2 bedeuten 1" und 2"" den Zuführungstank
für Mischsäure bzw. für die aromatische Verbindung. Von diesen Tanks werden die Mischsäure
und die aromatische Verbindung in den Boden des ersten Reaktors eingeführt. Die aromatische
Verbindung wird durch die Mischsäure kontinuierlich nitriert, während sie, wie in Fig. 1
dargestellt, den ersten Reaktor passiert. Das sich im ersten Reaktor ergebende Reaktionsprodukt
wird durch den Auslaß 7" für die nitrierte organische Phase abgezogen, während die Phase der teilweise
verbrauchten Säure durch den dafür vorgesehenen Auslaß 6" abgeleitet wird. Ein Teil der
nitrierten organischen Phase wird durch die Kreislaufleitung 8" zum ersten Reaktor zusammen mit
der vom Zuführungstank 2" zugeführten aromatischen Verbindung im Kreislauf wieder zugeführt.
Der^ übrige Teil der nitrierten organischen Phase wird von der ersten Vorrichtung durch das Rohr 9"
in den zweiten Reaktor übertragen. Die teilweise verbrauchte Säure, welche aus dem ersten Reaktor
abgezogen wird, wird durch die dafür vorgesehene Rohrleitung 6" in den zweiten Reaktor eingeführt.
Im zweiten Reaktor reagieren die nitrierte organische Phase und die teilweise verbrauchte Säure aus dem
ersten Reaktor in ähnlicher Weise miteinander wie im ersten Reaktor. Ein Teil der durch das Auslaßrohr
14", im zweiten Reaktor nitrierten, abgezogenen Verbindung wird dem unteren Teil des zweiten Reaktors
durch die Kreislaufleitung 15" im Kreislauf wieder zugeführt. Der übrige Teil der nitrierten Verbindung
wird durch die Auslaßleitung 16" abgezogen. Die im zweiten Reaktor verbrauchte Säure wird
durch die Auslaßleitung 13" ausgetragen. In dieser Figur bedeuten 3", 4", 10" und 11" Strömungsuhren, und 5" und 12" geben Umwälzpumpen an.
Bei dem Verfahren, wie es in F i g. 2 dargestellt ist, reagiert im ersten Reaktor ein Gemisch einer zugeführten
aromatischen Verbindung mit deren Nitrierungspunkt zusammen mit der zugeführten Mischsäure.
Aus diesem Grund kann die Reaktion äußerst gemäßigt und einheitlich im Vergleich mit der Zuführung
nur einer aromatischen Verbindung und einer Mischsäure vollzogen werden. In dieser zweistufigen
Nitrierung ist es vorteilhaft, die Nitrierung im ersten Reaktor bis zu etwa 90 bis 98°/o zu vollziehen
und die restliche Nitrierung im zweiten Reaktor im wesentlichen zu vollenden. Wenn eine im
wesentlichen vollständige Nitrierung in einem Reaktor vollzogen wird, so ist eine Steigerung der Reaktionstemperatur
erforderlich, was jedoch infolge der Bildung unerwünschter, höherer Nitroverbindungen
als Nebenprodukt die Ausbeute der Endnitroverbindung herabsetzen kann. Daher wird eine
höhere Nitrierungsausbeute erreicht, wenn man die erfindungsgemäßen Reaktoren und das erfindungsgemäße
Verfahren in zwei Stufen anwendet. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, im zweiten Reaktor
eine Temperatur anzuwenden, welche höher, bei-
spielsweise etwa 3 bis 200C, vorzugsweise 5 bis
15° C höher, liegt als im ersten Reaktor.
Bei dieser Zweistuferinitrierung kann die Mischsäure in die Reaktionszone des ersten Reaktors an
zumindest einer beliebigen Abteilung eingeführt werden. Die Mischsäure kann daher beispielsweise von
der mittleren Abteilung oder von den unteren Abteilungen aus zugeführt werden. In einigen Fällen
kann, wenn gewünscht, die in den zweiten Reaktor einzuführende, teilweise verbrauchte Säure vor der
Einführung mit frischer Milchsäure kombiniert werden, um so die Wirkung der Säure zu verstärken.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt die Aufrechterhaltung des Emulgierungszustandes im
Reaktionsgemisch während der Umsetzung weitaus leichter als bei den herkömmlichen Verfahren, was
der Rückführung eines Teils des nitrierten Produkts zuzuschreiben ist.
Das bei zweistufiger Nitrierung erfindungsgemäß erhaltene Produkt besitzt eine hervorragende Qualitat.
Das Produkt enthält einen weit geringeren Anteil an höher nitrierten Nebenprodukten als das nach
herkömmlichen Verfahren erhaltene Produkt. Demgemäß kann das aus dem Abscheider des Reaktors
abgezogene Produkt in vielen Fällen ohnehin als Rohmaterial für verschiedene Produktionsverfahren
verwendet werden. Wenn eine weitere Reinigung gewünscht wird, kann man das Produkt durch Waschen
mit Wasser, Entwässern oder Trocknen und Destillation im Vakuum reinigen.
Erfindungsgemäß können Benzol, Toluol oder Chlorbenzol nitriert werden, wobei sich die entsprechenden
Mononitroverbindungen ergeben.
Die bei der Erfindung verwendete Mischsäure enthält vorzugsweise 30 bis 50% Salpetersäure, 50 bis
60% Schwefelsäure und 5 bis 15% Wasser. Die aus dem Abscheider abgezogene verbrauchte Säure enthält
Schwefelsäure und eine kleine Menge Salpetersäure, welche nach Entfernung der organischen Verunreinigungen
zur Herstellung der frischen Mischsäure verwendet werden kann.
Die auf die Menge an aromatischer Verbindung bezogene Mischsäuremenge, welche der Reaktionszone
zugeführt wird, kann innerhalb der bei den herkömmlichen Nitrierverfahren bekannten Grenzen
frei gewählt werden, wobei eine Gewichtsmenge von etwa dem 1- bis 3fachen je Menge der aromatischen
Verbindung bevorzugt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nun an Hand der nachfolgenden Beispiele weiter veranschaulicht.
Am einen Ende der ersten Reaktionszone wurde Benzol mit einer Geschwindigkeit von 79,2 kg/Tag
in die rückgeführte organische Phase eingeführt, die teilweise aus Nitrobenzol bestand. Die Menge der
rückgeführten Phase betrug 2,5 l/Min. Die aus Salpetersäure und Schwefelsäure bestehende Mischsäure
wurde in'einer Menge von 197 kg/Tag eingeführt. Sowohl die organische Phase als auch die Mischsäurephase
wurden am Boden des ersten Reaktors eingeführt. Die Temperatur wurde auf 40° C gehalten.
Der Rührer wurde mit einer Geschwindigkeit von 300 UpM in Umdrehung versetzt. Das Reaktionsgemisch
wurde in der Trennzone in zwei Phasen getrennt. Ein Teil des abgeschiedenen Nitrobenzols
würde in die erste Reaktionszone rückgeführt, und der andere Teil wurde in das eine Ende der zweiten
Reaktionszone eingeführt. Die abgeschiedene Säurephase wurde ebenfalls in das eine Ende der zweiten
Reaktionszone eingeführt. Die Bestandteile wurden dort auf gleiche Weise wie in der ersten Reaktionszone
umgesetzt. Die Temperatur in der zweiten Reaktionszone wurde auf 50° C gehalten. Als Endprodukt
wurden 120 kg/Tag Nitrobenzol erhalten. Die Reaktion in dem ersten Reaktor verlief zu 94%
und diejenige in dem zweiten Reaktor zu 99%.
In das eine Ende der ersten Reaktionszone wurde Toluol in einer Menge von 132 kg/Tag in die rückgeführte
organische Phase eingeführt, die teilweise aus Nitrotoluol bestand* Die Menge der fückgeführten
Phase betrug 2,0 l/Min. Die aus Salpeter- und Schwefelsäure bestehende Mischsäure wurde in einer
Menge von 274 kg/Tag eingeführt. Sowohl die organische Phase als auch die Mischsäurephase wurden
am Boden des ersten Reaktors eingeführt. Die Temperatur wurde auf 35° C gehalten. Der Rührer wurde
mit einer Geschwindigkeit von 300 UpM in Umdrehung versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde in
der Trennzone in zwei Phasen getrennt. Ein Teil des abgeschiedenen Nitrotoluols wurde in die erste
Reaktionszone rückgeführt, und der andere Teil wurde in das eine Ende der zweiten Reaktionszone
eingeführt. Die Bestandteile wurden dort auf gleiche Weise wie in der ersten Reaktionszone umgesetzt.
Die Temperatur in der zweiten Reaktionszone wurde auf 40° C gehalten. Als Endprodukt wurden 188 kg/
Tag Nitrotoluol erhalten. Die Reaktion in dem ersten Reaktor verlief zu 93% und diejenige in dem zweiten
Reaktor zu 98%.
In das eine Ende der ersten Reaktionszone wurde Chlorbenzol in einer Menge von 118 kg/Tag in die
rückgeführte organische Phase eingeführt, welche teilweise aus Chlornitrobenzol bestand. Die Rückführungsgeschwindigkeit
betrug 2,0 l/Min. Die aus Salpeter- und Schwefelsäure bestehende Mischsäure wurde in einer Menge von 200 kg/Tag eingeführt.
Sowohl die organische Phase als auch die Mischsäurephase wurden am Boden des ersten Reaktors
eingeführt. Die Temperatur wurde auf 45° C gehalten. Der Rührer wurde mit einer Geschwindigkeit
von 300 UpM in Umdrehung versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde in der Trennzone in zwei Phasen
getrennt. Ein Teil des abgeschiedenen Chlornitrobenzols wurde in die erste Reaktionszone rückgeführt,
und der andere Teil wurde in das eine Ende der zweiten Reaktionszone eingeführt. Die abgeschiedene
Säurephase wurde ebenfalls in das eine Ende der zweiten Reaktionszone eingeführt. Die Bestandteile
wurden dort auf gleiche Weise wie in der ersten Reaktionszone umgesetzt. Die Temperatur in der
zweiten Reaktionszone wurde auf 60° C gehalten. Als Endprodukt wurden 160 kg/Tag Chlornitrobenzol
erhalten. Die Reaktion in dem ersten Reaktor verlief zu 90% und diejenige in dem zweiten
Reaktor zu 98%.
Claims (2)
1. Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung der Mononitroverbindungen von Benzol, Toluol
oder Chlorbenzol durch kontinuierliche Nitrie-
rung mit einer aus Salpetersäure und Schwefelsäure bestehenden Mischsäure, dadurch gekennzeichnet,
daß man
(1) in das eine Ende der ersten Reaktionszone, „
weiche mehrere Abteilungen aufweist, eine Mischung aus Benzol, Toluol oder Chlorbenzol
mit einem Teil der nitrierten, in der ersten Reaktionszone gewonnenen organischen
Phase und in wenigstens eine der Abteilungen eine aus Salpetersäure und Schwefelsäure bestehende Mischsäure einführt,
das Reaktionsgemisch nacheinander durch die einzelnen Abteilungen führt und in jeder Abteilung in Emulsion und auf
Reaktionstemperatur hält,
(2) das in der ersten Reaktionszone erhaltene Reaktionsgemisch, in dem der überwiegende
Teil des organischen Ausgangsstoffes nitriert worden ist, in die am anderen Ende der
ersten Reaktionszone angrenzende erste Trennzone einführt, in dieser Trennzone das Reaktionsgemisch in die nitrierte organische
Phase und in die teilweise verbrauchte Mischsäurephase trennt, letztere gesondert
abzieht, einen Teil der nitrierten organischen Phase in die erste Reaktionszone zurückführt
und dort zusammen mit frischem organischem Ausgangsstoff wieder einsetzt,
den in der ersten Trennzone erhaltenen Rest der nitrierten organischen Phase und die
teilweise verbrauchte Mischsäure in das eine Ende der zweiten Reaktionszone einführt,
die genannten Komponenten dort in gleicher Weise wie in der ersten Reaktionszone, jedoch
bei einer höheren Temperatur, umsetzt,
das in der zweiten Reaktionszone erhaltene Reaktionsgemisch in die angrenzende zweite
Trennzone einführt, in dieser Trennzone das Reaktionsgemisch in die nitrierte organische
Phase und in die verbrauchte Mischsäurephase trennt, letztere abzieht und einen Teil der nitrierten organischen Phase in die
zweite Reaktionszone zurückführt.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1, bestehend aus einem
durch Umlenkplatten (11, 12, 13, 14, 15) in mehrere Abteilungen unterteilten Reaktor (21),
welcher am einen Ende einen Einlaß (2) für die Beschickung mit aromatischer Verbindung und
zumindest an einer Abteilung einen Einlaß (1) für die Beschickung mit Mischsäure aufweist;
Rührorganen (6, 7, 8, 9, 10) in jeder Abteilung des Reaktors; Kühlmitteln (16); einem mit dem
anderen Ende des Reaktors (21) verbundenen Abscheider (20) mit Auslaßöffnungen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 009586/383
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