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DE1465611C - Verfahren zur Herstellung eines Supraleiters - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Supraleiters

Info

Publication number
DE1465611C
DE1465611C DE19641465611 DE1465611A DE1465611C DE 1465611 C DE1465611 C DE 1465611C DE 19641465611 DE19641465611 DE 19641465611 DE 1465611 A DE1465611 A DE 1465611A DE 1465611 C DE1465611 C DE 1465611C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wire
tin
heat treatment
strands
niobium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19641465611
Other languages
English (en)
Other versions
DE1465611B2 (de
DE1465611A1 (de
Inventor
Donald Luther Elnora Benz Mark Gilbert Burnt Hills N Y Martin (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1465611A1 publication Critical patent/DE1465611A1/de
Publication of DE1465611B2 publication Critical patent/DE1465611B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1465611C publication Critical patent/DE1465611C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Supraleiters, bei dem ein Körper aus bis zu 25% Zirkonium enthaltendem Niob mit einem Belag aus Zinn versehen und zur Bildung einer supraleitenden Niob-Zinn-Zirkonium-Legierung einer Wärmebehandlung unterworfen wird. . ■....'
Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung eines Supraleiters bekanntgeworden (»Die Naturwissenschaften«, 1962, Jg. 49, S. 127 und 128), bei dem Niobdraht etwa 60 Minuten lang bei einer Temperatur zwischen 800 und 1200° C vorgeglüht, dann bei derselben Temperatur während 1 bis 60 Minuten in geschmolzenes Zinn getaucht und danach 5 bis 240 Minuten lang einer Nachbehandlung bei derselben Temperatur unterworfen wird, um auf dem Niobdraht durch Diffusion möglichst homogene Schichten aus Sb.,Sn zu erhalten, die sich durch vorteilhafte Supraleitungseigenschaften auszeichnen. Die Diffusion von Zinn in Niobdrähte gelingt: auch aus der Gasphase in dem vorgenannten .Temperaturbereich. Außerdem kann die Diffusion auch durch Erhitzen von elektrolytisch oder durch Bedampfung im Hochvakuum mit einer dünnen Zinnschicht versehenen Niobdrähten bewirkt werden.
Es hat sich auch herausgestellt, daß die Strombelastbarkeit eines nach dem vorgenannten bekannten Verfahren hergestellten Supraleiters erhöht werden kann, wenn man von einem Körper aus zusätzlich noch Zirkonium enthaltendem Niob ausgeht. Das Niob kann Zirkonium in Mengen von 0,1 Gewichtsprozent bis zu einem Betrag enthalten, der dem durch die Formel Nb2Zr dargestellten Verhältnis entspricht. Bei der Umsetzung eines Körpers aus Zirkonium enthaltendem Niob mit Zinn entsteht eine supraleitende Niob-Zirkonium-Legierung mit verbesserter Strombelastbarkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren der eingangs genannten Art derart auszugestalten, daß man einen Supraleiter mit noch besserer Strombelastbarkeit erhält.
Gelöst wird diese Aufgabe beim Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch, daß die Wärmebehandlung in Gegenwart von Sauerstoff durchgeführt wird. Zweckmäßigerweise wird die Wärmebehandlung bei 900 bis 950° C durchgeführt. Insbesondere kann der Sauerstoff von einer bei der Wärmebehandlung Sauerstoff abspaltenden Verbindung geliefert werden, die in einer auf dem Körper vorhandenen Isolierung vorgesehen ist. Beispielsweise liefert eine aus Quarzglasfäden bestehende Isolierung, die vor der Wärmebehandlung des Körpers mit einem Phosphathydrat, beispielsweise Aluminiumphosphathydrat, behandelt worden ist, bei der
ίο Wärmebehandlung Sauerstoff.
Ein nach dem Verfahren der Erfindung hergestellter Supraleiter zeichnet sich durch eine beträchtlich verbesserte Strombelastbarkeit aus. Der bei der Wärmebehandlung vorhandene Sauerstoff gelangt möglicherweise in die Niob-Zinn-Zirkonium-Legierung und ermöglicht dadurch eine beträchtliche Erhöhung der Strombelastbarkeit, d. h. des kritischen Stromes, den der supraleitende Körper aushält, ohne daß er in den normalen Leitungszustand übergeht.
In der folgenden Tabelle ist der kritische Strom durch gerade Drähte dargestellt, die aus einer 1% Zirkonium enthaltenden Niob-Zirkonium-Legierung bestehen und von denen jeder aus sieben verdrillten Litzen aufgebaut ist, von denen jede einen Durchmesser von 0,075 mm besitzt.
Tabelle I
Kritischer Strom
in Ampere bei 30 kG
70
170
- Art der Isolation.
Quarzglasgarn
Quarzglasgarn
mit Aluminiumphosphat
Wie aus der obigen Tabelle ersichtlich ist, kann die kritische Strombelastbarkeit eines supraleitenden Drahtes durch Verwendung ' einer etwas Sauerstoff liefernden Substanz beträchtlich verbessert werden.
Bei einem aus mehreren Litzen bestehenden Draht ist eine große Menge von Zinn vorhanden, da die Zwischenräume zwischen den Litzen mit Zinn ausgefüllt sind, so ,daß ein Überschuß dieses Metalls vorhanden ist. Es hat sich herausgestellt, daß bei Drähten mit sieben Litzen oder einer einem Vielfachen von sieben entsprechenden Anzahl von Litzen . der Zwischenraum zwischen den einzelnen Litzen am wirksamsten ausgenützt ist. Bei einem aus sieben Litzen bestehenden Draht wird ein Ausnutzungsfaktor von 78% erzielt, während bei Drähten mit einer einem Vielfachen von sieben entsprechenden Anzahl von Litzen der Ausnutzungsfaktor etwas geringer ist. Die nächstmögliche wirksamste Ausnutzung des Zwischenraumes wird mit einem Draht aus Litzen erzielt, bei welchem der Ausnutzungsfaktor 76% beträgt.
Der Durchmesser der einzelnen Litzen ist ein Parameter, von dem die Stromdichte abhängt, die in einem gegebenen Draht erzielt werden kann, während dieser supraleitend bleibt. Die kritische Stromdichte sinkt bei Abnahme des Drahtdurchmessers auf unter ungefähr 0,050 bis 0,0625 mm ab und verringert sich in der gleichen Weise, wenn der Durchmesser größer als ungefähr 0,125 mm wird, was von begrenztem praktischen Wert ist.
Während der Wärmebehandlung dehnt sich das Reaktionsmetall stärker aus als das Grundmetall. Falls dies bei einem zu einer Spule gewickelten Draht
3 4
auftritt, besteht die Möglichkeit, daß Windungen der wendung von Niob und Zinn ist die supraleitende
Spule kurzgeschlossen werden, wenn Metall durch Verbindung Nb3Sn.
die Isolierung zwischen den Windungen hindurch- Das Verfahren B unterscheidet sich vom Verfah-
gepreßt wird. Es hat sich herausgestellt, daß dies renA lediglich dadurch, daß die einzelnen Litzen
vermieden oder teilweise verhindert werden kann, 5 mit Zinn zusammengebracht und gleichzeitig zu einem
wenn man die Litzen des Drahtes so verdreht, daß einzigen Draht verbunden werden. Dies kann bei-
die Drahtoberfläche durch schraubenförmig ver- spielsweise dadurch geschehen, daß die einzelnen
laufende Rinnen unterteilt ist. Falls nun ein solcher Litzen zu einem Bündel zusammengefaßt werden,
schraubenförmig geriffelter Draht mit einer Iso- bei welchem die Achsen der einzelnen Litzen par-
lation ummantelt wird, beispielsweise einem Quarz- io allel liegen, und dann die Litzen dadurch zusammen-
glasgarn, verbleiben Zwischenräume, in die sich das gehalten werden, daß sie mit einer erstarrten Matrix
Reaktionsmetall ausdehnen kann. Dadurch wird die des Reaktionsmetalls umgeben werden. Die anderen Wahrscheinlichkeit, daß elektrische Kurzschlüsse- Verfahrensschritte des Verfahrens B sind identisch
entstehen, beträchtlich verringert. mit den Verfahrensschritten des Verfahrens A.
Da überschüssige Mengen von an der Reaktion 15 Das Verfahren C unterscheidet sich dadurch, daß
teilnehmendem Metall sehr erwünscht sind, kann nach der Reinigung die einzelnen Litzen mit Zinn
man die frei liegende Oberfläche jeder einzelnen Litze derart zusammengebracht werden, daß jede Litze
erhöhen, indem man die Außenfläche mit Riffelungen vollkommen von einer Zinnschicht oder einer Schicht
versieht, so daß mehr von dem an der Reaktion teil- aus einem anderen an der Reaktion teilnehmenden
nehmenden Metall festgehalten werden kann. Bei- 20 Metall umschlossen ist. Die Litzen werden dann zu
spielsweise kann die Litze durch eine Matrize ge- einem Draht derart verdrillt, daß die Oberfläche des
zogen werden, durch welche die Außenfläche der Drahtes schraubenförmig verlaufende Riffelungen
Litze in eine Form gebracht wird, daß sie im Ver- aufweist. Der Draht wird dann in geschmolzenes
gleich zu einer Litze mit einem kreisförmigen Quer- Zinn getaucht, um irgendwelche leeren Zwischenräume
schnitt eine größere Außenfläche aufweist. 25 auszufüllen und das an der Reaktion teilnehmende
Nachfolgend werden vier verschiedene Verfahren Metall im Überschuß aufzubringen. Schließlich wird
beschrieben, nach denen das Grundmetall zur BiI- der Draht isoliert, zu einer Spule gewickelt und an-
dung eines supraleitenden Drahtes mit einem Reak- schließend einer Wärmebehandlung unterzogen,
tionsmetall zusammengebracht werden kann. Schutz Beim Verfahren D werden die Litzen nach der
wird jedoch nur für ein Verfahren im Rahmen der 30 Reinigung wie beim Verfahrene mit Zinn zusam-
Patentansprüche begehrt. Von den vier Verfahren A, meflgebracht und anschließend galvanisch mit einer
B, C und D wird das Verfahren A bevorzugt. Viele zusätzlichen Zinnschicht versehen, damit jede Litze
Schritte der vier verschiedenen Verfahren sind ahn- einen für die Erzielung einer großen Strombelast-
lich. barkeit erforderlichen Überschuß an Zinn aufweist.
Beim Verfahren A werden die einzelnen Litzen 35 Die Litzen werden dann zu einem Draht verdrillt, aus beispielsweise Niob mit einem Durchmesser im der Draht isoliert und einer Wärmebehandlung unter-Bereich von 0,025 bis 0,125 mm hergestellt. Die zogen. Die Isolierung kann entweder vor der Wärme-Litzen werden in einer lOVoigen Lösung aus Fluor- behandlung des Drahtes oder nachher durchgeführt wasserstoffsäure und Salpetersäure gereinigt. Jeweils werden. Falls die Wärmebehandlung vor der Isoliesieben Litzen werden dann zu einem Draht verdrillt, 40 rung durchgeführt wird, ist die Verarbeitung des dessen Außenfläche dann eine schraubenförmige Rif- Drahtes wegen der Sprödigkeit der supraleitenden feiung aufweist. Der verdrillte Draht wird dann mit Verbindung etwas schwierig. Jedoch ist die Dehngeschmolzenem Zinn zusammengebracht, indem er barkeit der supraleitenden Verbindung so groß, daß durch ein aus geschmolzenem Zinn bestehendes Bad aus dem Draht Spulen hergestellt werden können, hindurchgeführt wird. Dadurch werden die Zwischen- 45 die lediglich etwas größer als die mit nicht Wärmeräume des Drahtes mit Zinn ausgefüllt, und die behandeltem Draht hergestellten Spulen sind.
Außenfläche des Drahtes wird vollkommen mit Zinn In der folgenden Tabelle sind die kritischen überzogen. Der Draht weist dann einen großen Zinn- Ströme von nach dem Verfahren A, C und D hergeüberschuß auf, was sich in einer höheren Strom- stellten Drähten angeführt. Jeder Draht besteht aus belastbarkeit des Endproduktes auswirkt. An- 5° sieben Litzen mit einem Durchmesser von 0,075 mm schließend wird dann der verzinnte Draht mit einer und wurde zur Erzeugung der supraleitenden VerIsolierung versehen. Beispielsweise wird er mit einem bindung in einer Argonatmosphäre 4 Stunden lang Überzug aus einer hochtemperaturbeständigen an- bei 950° C wärmebehandelt,
organischen Substanz wie Quarzglasgarn oder mit
einer Siliciumdioxidpulver od. dgl. enthaltenden Iso- 55
lierung versehen, die eine Sauerstoff liefernde Substanz wie Aluminiumphosphathydrat enthält. Der
isolierte Draht wird dann zu einer Spule oder in
irgendeine andere Form gewickelt und dann bei
900 bis 950° C einer Wärmebehandlung unterzogen, 60
um das Zinn mit dem Grundmetall umzusetzen und
die supraleitende Verbindung zu bilden. Bei Ver-
Tabelle II
Verfahren
A
C
D
Kritischer Strom
bei 30 kG und 4.2° K
80 bis 170
80 bis 170
80 bis 170

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines Supraleiters, bei dem ein Körper aus bis zu 25% Zirkonium enthaltendem Niob mit einem Belag aus Zinn versehen und zur Bildung einer supraleitenden Niob-Zinn-Zirkonium-Legierung einer Wärmebehandlung ynterworfen wird, dadurch gekennzeichnet,, daß die Wärmebehandlung in Gegenwart von Sauerstoff durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmebehandlung bei 900 bis 950° C durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoff von einer bei der Wärmebehandlung Sauerstoff abspaltenden Verbindung geliefert wird, die in einer auf dem Körper vorhandenen Isolierung vorgesehen ist.
DE19641465611 1963-10-15 1964-10-15 Verfahren zur Herstellung eines Supraleiters Expired DE1465611C (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US31626963A 1963-10-15 1963-10-15
US31626963 1963-10-15
DEG0041787 1964-10-15

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1465611A1 DE1465611A1 (de) 1969-03-27
DE1465611B2 DE1465611B2 (de) 1972-11-23
DE1465611C true DE1465611C (de) 1973-06-20

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