DE1463625C - Einrichtung zur selbsttätigen Prüfung einer mit Lochstreifeneingabe arbeitenden numerischen Steuerung - Google Patents
Einrichtung zur selbsttätigen Prüfung einer mit Lochstreifeneingabe arbeitenden numerischen SteuerungInfo
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Description
1 2
Die Erfindung befaßt sich mit einer Einrichtung zur Lochstreifenleser nur eine Bürstenreihe zur Verfugung,
selbsttätigen Prüfung einer mit Lochstreifeneingabe so wird man entweder den Steuerbefehl oder das Prüfabreitenden,
mehrere Funktionsgruppen umfassenden zeichen für den Vergleich in einem Zwischenspeicher
numerischen Steuerung, bei der der Lochstreifen ko- so lange speichern, bis die folgende Lochreihe vom
dierte Steuerbefehle und Prüfzeichen aufweist, die beim 5 Lochstreifenleser abgetastet worden ist.
Einlesen des Lochstreifens miteinander verglichen Nähere Einzelheiten der Erfindung sollen im folgenwerden
und bei fehlender Identität die Steuerung den an Hand eines ■ Ausführungsbeispiels erläutert
blockieren. werden, das in der Zeichnung schematisch dargestellt Eine Einrichtung solcher Art ist aus der Patent- ist. Dem Ausführungsbeispiel' liegt eine numerische
literatur bekannt. Bei der bekannten Anordnung wer- io Steuerung für eine Werkzeugmaschine zugrunde, die
den jedoch ein Steuerlochstreifen und gesondert davon mit einem Lochstreifenleser mit zwei Bürstenreihen ausein
Prüflochstreifen ausgewertet. Der Prüflochstreifen gestattet ist.
enthält ebenso wie der Steuerlochstreifen ausschließ- Die Figur zeigt die wesentlichen Teile der Steuerung,
lieh kodierte Signale. Sowohl die Signale des Steuer- die die Aufgabe hat, die vom Lochstreifen kommenden
lochstreifens als auch die des Prüflochstreifens werden 15 Informationen zu entschlüsseln, zu speichern und in
unabhängig voneinander abgetastet, verarbeitet und Verbindung mit dem an der Maschine angebrachten
überdies voneinander unabhängigen Digital-Analog- Meßgeber 7 einen Weg bzw. Lagevergleich durchzuwandlern
zugeführt, wobei der Vergleich von Soll- und führen. Hierzu ist ein Lochstreifenleser 1 vorgesehen,
Istwert ausschließlich mit analogen Spannungsgrößen dessen erste Bürstenreihe über eine nicht dargestellte
durchgeführt wird.~Der Aufwand der bekannten An- 20 Anpassungsschaltung mit einem Dekoder 2 verbunden
Ordnung ist, schon bedingt durch zwei Lochstreifen mit ist, der die Lochstreifensignale entschlüsselt. Der
zwei zugehörigen Lesern und den in entsprechender Leser kann für Fünf- oder Achtspurlochstreifen ausAnzahl
benötigten Auswahlbausteinen, beträchtlich; gerüstet sein; es ist möglich, den Dekoder allen gedes
weiteren bringt der Vergleich mit analogen Mitteln bräuchlichen Codes anzupassen. Dem Lochstreifen-Genauigkeitseinbußen
mit sich, und ein solcher analo- 25 leser ist auch ein Lesesteuerung zugeordnet, die die
ger Meßbetrieb ist im übrigen relativ störanfällig. zeitliche Folge für das Einlesen der im Lochstreifen ent-Demgegenüber
liegt der Erfindung die Aufgabe zu- haltenen Informationen vorgibt. Die Lesesteuerung ungrunde,
eine Einrichtung zu schaffen, die die selbst- terbricht den Lesevorgang, wenn bei einer Prüfung ein
tätige Prüfung einer numerischen Steuerung unter Ver- Felder gemeldet wird, und schaltet bei ordnungsgemäwendung
eines einzigen Lochstreifens erlaubt, der so- 30 ßem Prüfungsergebnis den Streifen um zwei Lochreihen
wohl Steuerbefehle als auch Prüfzeichen aufweist, ohne weiter.
daß auf analoge Vergleichsmittel zurückgegriffen wer- Vom Dekoder gelangen die entschlüsselten Signale
den muß. Vielmehr soll die Prüfung ausschließlich in den Positionsspeicher 3 oder in den Schaltbefehlsmit
digitalen. Prüfbausteinen erfolgen. Dabei soll es speicher 4. Im Positionsspeicher wird die Sollage gemöglich
sein, die zu einer Steuerung zusammenge- 35 speichert. Er kann beispielsweise als Schieberegister
fügten Bausteine einzeln und nacheinander mittels zur Umsetzung der in Serie ankommenden Ziffern in
des Lochstreifens auf Funktionstüchtigkeit, d. h. auf einer Paralleldarstellung ausgebildet werden. Muß
die richtige Steuersignalverarbeitung, zu prüfen. nicht in allen Koordinaten zugleich verfahren werden,
Gemäß der Erfindung besteht die Lösung dieser so kann er für zwei oder drei Koordinaten gemeinsam
Aufgabe darin, daß der Lochstreifen außer kodierten 4° und umschaltbar ausgebildet werden.
Steuerbefehlen dekodierte, vom Leser abfragbare Der Schaltbefehlsspeicher 4 ermöglicht die Vorgabe
Prüfzeichen enthält und eine Vorrichtung vorgesehen der verschiedenen Maschinenfunktionen, beispielsist,
in der die nach der Entschlüsselung ausgegebenen weise Spannbewegungen, Spindeldrehzahl usw. Die
Steuerbefehle und die unmittelbar vom Lochstreifen Vorgabe läßt sich durch numerische Steuerbefehle in
abnehmbaren Prüfzeichen einem Vergleichsglied züge- 45 Verbindung mit einer oder mehreren Kennziffern anführt
werden und von dem Vergleichsergebnis einer- geben. Es können Speicher mit Zweipunktverhalten.
seits über den Leser der Lochstreifenvorschub und (z. B. Kühlmittel Ein-Aus), Speicher mit Dreipunktandererseits
ein die Anzahl der geprüften Steuerbe- verhalten (z. B. Spindelrechtslauf-Halt-Linkslauf) und
fehle aufsummierender Zähler steuerbar ist. decadische Speicher mit einer oder mehreren Dekaden
Durch die Erfindung wird die Möglichkeit geschaf- 5° (z. B. Spindeldrehzahlen) vorgesehen werden,
fen, daß durch die Prüfvorrichtung hinter dem Dekoder Die Maschinensteuerung selbst, die mit 5 bezeichnet
Signalkonfigurationen unmittelbar, d. h. ohne Um- ist, sorgt für die Ausführung der gewünschten Vorkodierung,
miteinander verglichen werden können. schub- und Arbeitsbewegungen der Werkzeugma-Stehen
unterschiedliche Signalkonfigurationen an der schine 6. Die Bewegungen werden durch die Meß-Prüfvorrichtung
an, so wird nicht nur der Lochstreifen- 55 geber 7 erfaßt, die den jeweiligen Istwert an das in der
leser stillgesetzt, sondern aus dem nachgeschalteten numerischen Steuerung vorgesehene Vergleichssystem 8
Zähler und dessen Stand läßt sich auch noch ohne be- übergeben, wo Soll- und Iststellung miteinander versonderen
Aufwand der Fehlerort ermitteln. glichen und vermittels der Vergleichsauswertung 9
.Bei einer aus mehreren Funktionsgruppen bestehen- weitere Vorschubbefehle gebildet und an die Maschiden
Steuerung kann die Prüfung mit denselben Loch- 60 nensteuerung weitergegeben werden. Als Meßgeber
streifen hintereinander an den einzelnen Gruppen vor- eignen sich insbesondere rotatorische, die gegebenengenommen
werden. Dabei kann es sich beispielsweise falls mit einer Zahnstange zur Erfassung translatorischer
um Dekoder, Register und Speicher handeln. Bewegungen gekoppelt werden können.
Ist die Steuerung mit einem Lochstreifenleser mit Die Vergleichsauswertung 9 wirkt auch auf die
zwei Bürstenreihen ausgestattet, so versieht man den 65 Steuerung des Lochstreifenlesers 1 ein, um nach Ab-
Prüflochstreifen abwechselnd mit Steuerbefehlen und schluß eines Steuerbefehls den nächsten abzufragen.
Prüfzeichen. Nach jeder Prüfung wird der Lochstreifen- Die Einrichtung zur automatischen Prüfung gemäß
leser jeweils um zwei Schritte weitergeleitet. Steht am der Erfindung ist mit 10 bezeichnet. Sie besteht im
wesentlichen aus einem Gattersystem 11 zum Vergleich der Steuerbefehle mit den unmittelbar von der
zweiten Bürstenreihe des Lochstreifenlesers 1 abgenommenen Prüfzeichen. Zu diesem Zweck kann das
Gattersystem über Vielfachstecker 12 mit den einzelnen Geräten der Steuerung, also etwa dem Dekoder 2,
dem Positionsspeicher 3 und dem Schaltbefehlsspeicher 4 nach Wahl verbunden werden. In einer praktischen
Ausführung der Prüfeinrichtung 10 nach der Erfindung sind die einzelnen Funktionsgruppen der Gerate
mit 48 Buchsen versehen, während die Verbindung zum Gattersystem 11 24adrig ist. Durch Umstecken
und weiteren Durchlauf des Prüflochstreifens kann also jede Funktionsgruppe voll durchgeprüft werden.
Bei jeder ordnungsgemäß durchgeführten Prüfung wird ein Zähler 13 um eine Stelle weitergeschaltet. Ergibt
die Prüfung einen Fehler, so wird über eine Leitung zum Lesersteuergerät die Prüfung angehalten.
Aus dem Stand des Zählers 13 läßt sich der Fehlerort ohne weiteres bestimmen. Zur weiteren Erleichterung
der Fehlersuche kann man auch Steuerbefehl und Prüfzeichen in einem Anzeigegerät 14 visuell darstellen.
Wie bereits erwähnt, läßt sich die automatische Prüfung
sowohl beim Programmcode Nr. 5 (5 Lochreihen) als auch beim Programmcode 85 (8 Lochreihen) anwenden.
Um den Prüflochstreifen in beiden Fällen verwenden zu können, ist es zweckmäßig, von den acht
Lochreihen nur fünf zu verwenden, die die gleichen Lochkonfigurationen wie ein Fünfreihen-Lochstreifen
haben. Dies sei im einzelnen noch beschrieben:
Führt man in den einzelnen Funktionsgruppen die wichtigen Schaltungspunkte an eine bestimmte Anzahl
von Stiften, sogenannten Prüfplätzen, so wird jedem dieser Prüfplätze ein Vergleichssymbol als Prüfzeichen
im Prüflochstreifen zugeordnet. Soll also ein Steuerbefehl am Prüfplatz 1 geprüft werden, so wird unmittelbar
hinter dem Steuerbefehl im Prüflochstreifen eine Lochkombination vorgesehen, die diesem Prüfplatz
entspricht. Eine solche Zuordnung kann bei 24 Prüfplätzen beispielsweise wie folgt aussehen:
Prüfplatz 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
Prüfzeichen ...1234567Y— +adklnorsvxztbe
Tastet man aus diesem Lochstreifen mit Hilfe der zweiten Bürstenreihe nur beispielsweise die 1., 2., 3., 6.
und 7. Reihe ab, so kann man bei Verwendung eines Fünfreihen-Lochstreifens die gleichen Lochkonfigurationen
als Prüfzeichen verwenden, die allerdings auf einem solchen Lochstreifen eine andere Bedeutung
haben. Mit Rücksicht auf die beim Achtreihen-Lochstreifen ausgewählten Reihen entspricht beispielsweise
den Prüfzeichen 1, 2, 3, 4, 5 usw. beim Achtreihen-Lochstreifen jeweils das Prüfzeichen +,
<, o, Zwischenraum, h, usw.
Claims (5)
- Patentansprüche:■1. Einrichtung zur selbsttätigen Prüfung einer mit Lochstreifeneingabe arbeitenden, mehrere Funktionsgruppen umfassenden numerischen Steuerung, bei der der Lochstreifen kodierte Steuerbefehle und Prüfzeichen aufweist, die beim Einlesen des Lochstreifens miteinander verglichen werden und bei fehlender Identität die Steuerung blockieren, d adurch gekennzeichnet, daß der Lochstreifen außer kodierten Steuerbefehlen dekodierte, vom Leser (1) abfragbare Prüfzeichen enthält und eine Vorrichtung (10) vorgesehen ist, in der die nach der Entschlüsselung ausgegebenen Steuerbefehle und die unmittelbar vom Lochstreifen abnehmbaren Prüfzeichen einem Vergleichsglied (11) zugeführt werden und von dem Vergleichsergebnis einerseits über den Leser (1) der Lochstreifenvorschub und andererseits ein die Anzahl der geprüften Steuerbefehle aufsummierender Zähler (13) steuerbar ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfvorrichtung (10) nacheinander an die einzelnen Funktionsgruppen (Dekoder, Register, Speicher) anschließbar ist und die Prüfung der Gruppen bei weiterem Lochstreifendurchlauf erfolgt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 für Lochstreifenleser mit zwei Bürstenreihen, dadurch gekennzeichnet, daß der Lochstreifen abwechselnd nacheinander mit Steuerbefehlen und Prüfzeichen versehen ist und der Lochstreifenleser (1) jeweils um zwei Schritte weiterschaltbar ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 für Lochstreifenleser mit einer Bürstenreihe, dadurch gekennzeichnet, daß für den Vergleich entweder der Steuerbefehl oder das Prüfzeichen jeweils in einem Zwischenspeicher bis zur Abtastung der folgenden Lochreihe des Lochstreifens speicherbar ist.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfvorrichtung (10) als Vergleichsglied eine Gatteranordnung (11) enthält, welcher der Zähler (13) und gegebenenfalls eine Anzeigevorrichtung (14) zum visuellen Vergleich nachgeschaltet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3218712A1 (de) * | 1982-05-18 | 1983-11-24 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 8000 München | Zweiachsiges handhabungsgeraet fuer werkstuecke, insbesondere zum be- und entladen von ebenen magazinen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3218712A1 (de) * | 1982-05-18 | 1983-11-24 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 8000 München | Zweiachsiges handhabungsgeraet fuer werkstuecke, insbesondere zum be- und entladen von ebenen magazinen |
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