DE1461090B - Drucksichter für Pasersuspensionen - Google Patents
Drucksichter für PasersuspensionenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Drucksichter für Fasersuspensionen zur Herstellung von Papier, Pappe
od. dgl. mit einem im Sichtergehäuse angeordneten, senkrecht stehenden Siebkorb und einem innerhalb
des Siebkorbes drehbar gelagerten Rührilügeirotor.
Drucksichter dieser Art werden auch in Hintereinanderschaltung mit einem Schwerstoffabscheider in
Form einer Rohrschleuder betrieben. Die beiden hintereinandergeschalteten Geräte sind dabei in üblicher
Weise durch eine entsprechend lange, Krümmungen aufweisende Rohrleitung mit Hilfe der notwendigen
Leitungsarmaturen und auch unter Einschaltung eines Reglers verbunden. Durch die Rohrleitungen
ergeben sich Leitungsverluste, welche den Abscheidungswirkungsgrad des Drucksichters beeinträchtigen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Weg aufzuzeigen, um die bisher als erforderlich
angesehenen Verbindungsleitungen und die hiermit entstehenden Druckverluste zu vermeiden. Hierbei
war nun die Schwierigkeit zu überwinden, daß Drucksichter sich an sich nicht zu einem Zusammenbau mit
einer Rohrschleuder mit. ihrem zentralen, nach oben gerichteten Gutstoffauslaß^ eignen, weil die Drucksichter
der bekannten Bauarten ihren Stoffeinlaß jeweils an einer Stelle haben, an der eine solche Rohrschleuder
nicht rohrlos anschließbar ist.
Gemäß der Erfindung ist zur Lösung des anstehenden Problems im einzelnen vorgesehen, daß unmittelbar
am unteren Ende des Gehäuses des mit zentralem Stoffeinlaß von unten versehenen Drucksichters eine
Rohrschleuder· befestigt ist, deren zentral gelegener Auslaß für den Gutstoff in den Siebkorb mündet.
Bei dieser Lösung ergibt sich dann eine wie eine einzige Maschine wirkende und nur in ihrer Höhe die
zusammengesetzte Baulänge beanspruchende Baueinheit mit geringer Aufstellfläche. Diese Einheit bedarf
keiner Verbindungsrohrleitungen zwischen den beiden Gerätearten, zwischen denen ein krümmungsfreier,
praktisch verlustfreier Fluß des Gutes auf kürzestem Wege stattfindet. Bezüglich der Wirkungsweise der
Geräte ergibt sich der Vorteil, daß die erwünschte Turbulenz in der Suspension auf dem Wege von der
Rohrschleuder zum Drucksichter bei der gedrängten Bauart nicht verlorengeht.
In Anpassung an die durch den Zusammenbau von Rohrschleuder und Drucksichter gegebene Eintrittsrichtung der zu reinigenden Suspension von unten her
in den Sichter ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß der Abfluß für die abgeschiedenen
Bestandteile des Stoffes sich am oberen Ende des Drucksichters befindet und seine Rührflügel
eine Neigung aufweisen, die auf die Suspension eine nach oben gerichtete Förderwirkung ausübt. Bei
einem solchen Abfluß am oberen Ende des Sichters erübrigt sich dann die Notwendigkeit, zusätzlich zu
diesem Abfluß für die abgeschiedenen Bestandteile des Stoffes am oberen Ende des Sichters auch noch
einen Abfluß für Schwimmstoffe vorzusehen.
Wenn man weiterhin gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung vorsieht, daß jeder Rührflügel als eine
dem Siebkorb zugekehrte Längsrinne ausgebildet ist, die gegenüber dem Druckraum des Sichters abgedichtet
und an einem in die freie Atmosphäre mündenden Abfluß für die abgeschiedenen Bestandteile
des Stoffes angeschlossen ist, so wird der vorgesehene Abfluß der abzuscheidenden Bestandteile des Stoffes
nach oben noch wesentlich unterstützt.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt: Es zeigt
Fig. 1 einen Axialschnitt durch einen Drucksichter mit an ihrem unteren Ende angeschlossener Rohrschleuder,
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 in F i g. 1, Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 1,
F i g. 4 einen Schnitt längs der Linie 4-4 in F i g. 1,
F i g. 5 einen Axialschnitt durch einen Sichterkorb einer weiteren Ausführung,
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie 6-6 in Fig. 5.
Ein stehendes, rohrförmiges, unten in einen Kegel 10 α auslaufendes Rohrschleudergehäuse 10 weist an
seinem oberen Ende einen tangential einmündenden Einlaßstutzen 10 b auf, dessen Einlaßrichtung zur
Radialebene des Gehäuses einen spitzen Winkel einschließt und abwärts geneigt ist. Fest verbunden
mit dem oberen Rand des Gehäuses 10 ist ein Ring 11, der koaxial zu diesem angeordnet ist, dessen
Außendurchmesser größer und dessen Innendurchmesser kleiner als der Rohrdurchmesser ist. Mit dem
Innenrand des Ringes 11 ist ein in das Rohrschleudergehäuse hineinragendes Rohrstück 12 verbunden,
dessen unterer Rand unterhalb der Einmündung des Einlaßstutzens 10 b liegt. Das untere Ende des Gehäuses
10 ist mit einem Hahn 13 verschließbar.
Mit Hilfe des Ringes 11 ist die Rohrschleuder fest und flüssigkeitsdicht verbunden mit dem unteren
Flansch 15 a eines rohrförmigen Mantels 15 eines Drucksichters 14, dessen geometrische Achse mit der
der Rohrschleuder zusammenfällt. Knapp über dem Flansch 15 a ist ein tangential ausmündender Auslaßstutzen
15 c am Mantel 15 vorgesehen. Oben ist der Mantel durch einen Deckel 16 abgeschlossen, der
einen tangential abgehenden Abflußstutzen 16 b mit einem Hahn 18 aufweist. Der Stutzen 166 ist angeschlossen
an eine in der Deckelunterseite vorgesehene Ringrinne 16 c, deren lichte Weite zum Stutzen 16 ft
hin zunimmt.
In eine Zentralbohrung 16 d des Deckels 16 ist eine Stopfbüchse 17 eingesetzt, die von einer über eine
Keilriemenscheibe 19 antreibbaren Welle 20 durchsetzt wird. Die Welle 20 ist in Lagern 16 e gelagert,
die über Lagerrippen 16/ mit dem Deckel 16 verbunden sind. An ihrem unteren freien Ende trägt die
Welle 20 Flügel 21, die innerhalb eines im Sichtergehäuse 15 senkrecht stehenden Korbes 22 entlang
seiner Innenfläche 22 a umlaufen. Die Flügel 21 haben einen solchen Anstellwinkel, daß sie beim Umlauf die
Suspension nach oben fördern. Der Siebkorb 22 weist Durchbrechungen 22 δ auf und ist an seinen Enden
flüssigkeitsdicht und fest im Flansch 15 α bzw. im Deckel 16 gehalten.
Bei dem in F i g. 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel
weist der Deckel 116 eine umlaufende Ringnut 116 c auf, die in einen Abflußstutzen 116 b
mündet. Die Rotorflügel bestehen hier aus U-förmigen Rinnen 121, deren unteres Ende durch einen
Rand 121α abgeschlossen ist und deren oberes offenes Ende in die Nut 116 c hineinragt. Außerdem
sind beide Rotorflügel 121 durch fast halbringförmige Ringsegmente 121 b miteinander an ihrem oberen
Ende verbunden, die mit den Flügeln 121 umlaufen und teilweise in die Nut 116 c eintauchen. Die Teile
sind so dimensioniert bzw. angeordnet, daß im Stutzen 116 b herrschender Unterdruck sich nicht direkt
den unter Überdruck stehenden Räumen 130 bzw. 131 mitteilt, sondern nur über die Nut 116 d, die Rin-
nen 121 und die jeweils diesen gegenüberliegenden Durchbrechungen 112 b des Siebkorbes 122.
Beim Betrieb des ersten Ausführungsbeispieles nach F i g. 1 bis 4 wird durch den Stutzen 10 b Suspension
unter Druck in die Rohrschleuder eingeleitet. Diese Flüssigkeit rotiert in einer abwärts gerichteten
Wendel in der Rohrschleuder 10 nach unten, wie dies strichpunktiert angedeutet ist. Im Kegel 10 a setzen
sich spezifisch schwere Teilchen ab und können über den Hahn 13 von Zeit zu Zeit abgelassen werden. Im
Zentrum der Rohrschleuder steigt die von solchen Teilchen befreite Suspension unter Wahrung der Turbulenz
wieder nach oben und gelangt durch das Rohrstück 12 in den Innenraum 30 des Sichters 14,
und zwar des Siebkorbes 22. Teilchen ab einer bestimmten Größe werden an den Durchbrechungen 22b
des Siebkorbes 22 zurückgehalten. Die übrige Suspension gelangt in den Raum 31 und von dort durch
den Stutzen 15 c in eine nachgeschaltete, nicht dargestellte Verarbeitungsstufe.
Die an der Siebkorbinnenseite 22 a zurückbleibenden Teilchen werden durch die fördernde Wirkung
der Flügelfläche 21 α zur Rinne 16 c transportiert und gelangen von dort bei Öffnung des Hahns 18 in eine
nicht gezeichnete Abflußleitüngfür aus dem Stoff
auszuscheidende Bestandteile. Dadurch, daß.die Flügelfläche 21 α von der Innenseite 22 a des Siebkorbes
22 immer den gleichen Abstand hat, ist die Reinigung des Korbes an allen Stellen stets gleich gut.
Beim Betrieb des zweiten Ausführungsbeispieles wird die Säuberung der Siebkorbinnenfläche dadurch
erreicht, daß die an sich im Korb von innen nach außen gerichtete Flußrichtung kurzzeitig an solchen
Stellen umgekehrt wird, die jeweils von den Rinnen überstrichen werden. Die Flußumkehr bewirkt,
daß Teilchen, die sich in den Siebkorbdurchbrechungen 226 festgesetzt haben, zurückgespült und über
die Nut 116 c und den Stutzen 116 b abgeleitet werden.
Claims (3)
1. Drucksichter für Fasersuspensionen zur Herstellung von Papier, Pappe od. dgl. mit einem im
Sichtergehäuse angeordneten, senkrecht stehenden Siebkorb und einem innerhalb des Siebkorbes
drehbar gelagerten Rührflügelrotor, dadurch
gekennzeichnet, daß unmittelbar am unteren Ende des Gehäuses (15) des mit zentralem
Stoffeinlaß von unten versehenen Drucksichters (14) eine Rohrschleuder (10) befestigt ist,
deren zentral gelegener Auslaß für den Gutstoff in den Siebkorb (22) mündet.
2. Drucksichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abfluß (16 b) für die abgeschiedenen
Bestandteile des Stoffes sich am oberen Ende des Drucksichters befindet und seine Rührflügel (21) eine Neigung aufweisen, die
auf die Suspension eine nach oben gerichtete Förderwirkung ausübt.
3. Drucksichter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rührflügel (121)
als eine dem Siebkorb (15) zugekehrte Längsrinne ausgebildet ist, die gegenüber dem Druckraum
(130) des Sichters abgedichtet und an einen in die freie Atmosphäre mündenden Abfluß (116 c,
116 b) für die abgeschiedenen Bestandteile des Stoffes angeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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