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DE1460650B - Vorrichtung zum Ausstreichen einge bogener oder eingerollter Kanten an laufen den Bahnen aus dehnbarem Material - Google Patents

Vorrichtung zum Ausstreichen einge bogener oder eingerollter Kanten an laufen den Bahnen aus dehnbarem Material

Info

Publication number
DE1460650B
DE1460650B DE1460650B DE 1460650 B DE1460650 B DE 1460650B DE 1460650 B DE1460650 B DE 1460650B
Authority
DE
Germany
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disks
edges
point
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
George P Waban Middlesex Dean Walter E Taunton Bristol Mass Knapp (V St A)
Original Assignee
Mount Hope Machinery Ltd Dartford, Kent (Großbritannien)

Links

Description

i 460 650
I 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aus- ein seitlicher Zug ausgeübt werden, der Falten im streichen eingebogener oder eingerollter Kanten an Bandinnern beseitigen kann, eine Anrollung eingerolllaufenden Bahnen aus dehnbarem Material, wie Bah- ter Ränder ist damit jedoch nicht möglich, da die nen aus Textilfasern, Folien aus Kunststoffen oder Zugwirkung erst nach dem Aufdrücken der Greifer auf Papierbahnen, mit einem Paar drehbar gelagerter, in 5 den Bahnrand einsetzt, die Einrollung also zunächst ihrer Drehachse zueinander geneigter Scheiben, die einmal zwischen den Greifern flachgedrückt werden am Rande ihrer Kreisflächen Vorsprünge aufweisen, würde, so daß es zur Entstehung von scharfkantigen welche auf einer einstellbaren Bogenlänge von beiden Umlegungen der Bahnkanten käme.
Seiten auf die zwischen den Scheiben hindurchlau- Die deutschen Patentschriften 250 987 und 462 889 fende Kante der Bahn einwirken. io haben Vorrichtungen zum Ausstreichen von einWerden dehnbare Materialien wie Gewebe aus gerollten Gewebekanten zum Gegenstand, bei denen Textilfasern oder auch Folien aus Kunststoffen oder mit profilierter Oberfläche versehene endlose Bänder Papieren mit einer gewissen Dehnbarkeit, wie sie zur Bewegungsrichtung der Gewebebahn über einen heute im steigenden Umfange in der Bekleidungs- Teil der Gewebebreite laufen und so einen seitlichen Industrie zum Einsatz kommen, in Form laufender 15 Zug auf die Bahn ausüben. Entsprechend der von der Bahnen behandelt bzw. transportiert, so kömmt es Bahnbewegung unabhängigen Bewegung der Streichhäufig vor, daß sich die Bahnkanten nach innen in bänder muß für diese entweder ein eigener Antrieb Richtung auf den mittleren Teil der Bahn hin einbie- oder ein Umlaufgetriebe vorhanden sein, das mit dem gen oder gar einrollen, wobei diese Erscheinung um Antrieb des Hauptmotors für die Bahnbewegung geso stärker ausgeprägt auftritt, je dehnbarer das je- 20 koppelt ist. Im Falle eines eigenen Antriebes für die weilige Material ist. Werden die Bahnkanten dann Bänder muß durch eine besondere Steuerung eine nicht anschließend wieder geglättet, d. h. die Ein- Abstimmung der Umlaufgeschwindigkeit der Bänder biegungen bzw. Einrollungen wieder beseitigt, so ist auf die Bahngeschwindigkeit erreicht werden,
ein erheblicher Anteil der Breite der Bahn effektiv Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, verloren; weitere Behandlungen der Bahn, wie ihr 25 eine Vorrichtung anzugeben, die eine zuverlässige Führen, Ausrichten, Breitstrecken oder Bedrucken und beschädigungsfreie Ausrollung auch stark einkönnen nicht einwandfrei durchgeführt werden. Die gerollter Kanten gewährleistet, ohne zusätzlichen Bahnen können auch nicht zu einer gleichmäßigen Aufwand an Antriebs- oder Steuerorganen zu verlan-Rolle aufgewickelt werden, weil die eingebogenen gen, und die außerdem eine leichte Anpassung an oder eingerollten Kanten wegen der Materialüberlap- 30 unterschiedliche Gegebenheiten hinsichtlich derBahnpung eine übermäßige Dicke haben. geschwindigkeit und des Bahhmäterials gestattet.'
Für die Glättüng der Bahnkanten sind bereits eine Erfmdungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch geReihe von Vorrichtungen bekannt, die jedoch teils löst, daß die Vorsprünge als Finger ausgebildet sind, hinsichtlich einer beschädigungsfreien Führung emp- die sich radial nach außen und andererseits in axialer findlicher Materialien, teils hinsichtlich der Möglich- 35 Richtung auf die jeweils andere der Scheiben zu erkeit zur Beseitigung auch stärkerer Einrollungen, wie strecken und auf einer zur eigenen Scheibe parallelen sie mit zunehmender Streckarbeit des Materials hau- Ebene enden, wobei die Anordnung der Scheiben so figer werden, in der Praxis nicht befriedigen. vorgenommen ist, daß die Finger der einen Scheibe So beschreibt die deutsche Patentschrift 506 954 über die einstellbare Bogenlänge zahnradähnlich in eine Vorrichtung zum Ausstreichen eingerollter Ge- 40 die Zwischenräume zwischen den Fingern der andewebekanten, bei der zwei maulartig unter gleichem ren Scheibe eingreifen.
Winkel gegen die Waagerechte geneigte Scheiben, de- Wenn die Bahn zwischen den ineinander eingreiren Randpartien aufgerauht sind, das Gewebe längs fenden Fingern hindurchgeht, wird auf die Scheiben ihrer Berührungslinie erfassen. · Infolge der festen ein Drehmoment ausgeübt, das die Scheiben um ihre Neigung der Scheiben ist bei der bekähhten Vörrich- 45 Achsen dreht. Diese durch die laufende Bahn hervortung der Bogen, längs dessen die Scheiben das Ge- gebrächte Drehung erzeugt Zugkräfte der Finger auf webe zwischen sich führen auf einen kleinen Bruch- die Gewebebahn, die nach außen auf die Bahnkante teil ihrer Umfangslinie begrenzt und festgelegt. Dieser hin gerichtet sind und eingebogene oder eingerollte* Bogen liegt außerdem, da die Scheiben bzw. ihre . Bahnkanten glätten. Der Gefahr einer Beschädigung Drehachsen nur in der Bewegungsrichtung der Ge- 5° der Materialbahn kann durch passende Einstellung webebahn geneigt sind, nähe der Bahnkante. Für die der Scheiben hinsichtlich des Neigungswinkels ihrer Beseitigung stärkerer Einrollungen der Bahnkanten, Achsen zur Quer- und Längsrichtung der Bahn und wozu die Streichorgane sehr weit auf die Bahnmitte außerdem durch"eine geeignete"Auswahl für das Mazu angreifen müßten, ist die Vorrichtung also nicht .. terial der ineinander eingreifenden Finger ohne weigeeignet. Vielmehr besteht die Gefähr, daß eine solche 55 teres wirksam begegnet werden. So kann die Bieg-Einrollung durch die Scheiben zusammengequetscht samkeit oder Nachgiebigkeit der Finger jeweils entwird und Falten und scharfe Kanten in der Bahn ent- sprechend dem Material der Bahn gewählt werden, stehen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet also eine In der deutschen Patentschrift 331 353 ist eine Glättung der KanterLJbei Materialbahnen Unterschied-Vorrichtung zum Breitstrecken und Faltenausstrei- 6° licher Dehnbarkeit "ohne unerwünschte Längs- oder chen laufender Papier- und Gewebebahnen beschrie- Breitenverzerrung.
ben, bei der Greifer umlaufen, deren Backen mittels Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird nuneines Federbügels von oben und von unten gegen die mehr ein in der Zeichnung veranschaulichtes AusBahnkante gedrückt werden, wobei der Umlauf der führungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrich-Greifer durch die Bewegung der Bahn ausgelöst wird, 65 tung zum Glätten eingebogener oder eingerollter indem die fest auf der Bahnkante ruhenden Greifer- Bahnkanten ausführlich beschrieben; in der Zeichbacken von dieser mitgenommen werden. Mit dieser nung zeigt
Vorrichtung kann zwar auf eine glattrandige Bahn Fig. 1 eine Aufsicht auf zwei Vorrichtungen ge-
3 4
maß der Erfindung in ihrer Arbeitsstellung an einer LagerungskÖrpef 30 aufgehoben und die Drehachsen laufenden Materialbahn, deren Kanten ausgerollt 22 jede der Scheiben 12 in irgendeinen Winkel seitwerden sollen, ... lieh und in Längsrichtung gegenüber einer Material-
Fig. 2 einen Teilschnitt längs der Schnittlinie 2-2 bahn einstellbar sind, die quer zur Zeichenebene der
durch eine der Vorrichtung gemäß F i g. i, 5 F i g. 5 zwischen den Scheiben 12 hindurchläuft. Wei-
F i g. 3 ein Diagramm der Reaktionskräfte, welche terhin kann das Maß des Eingriffs der Finger 14
durch die Finger der Vorrichtung an unterschied- durch Längsverschieben der Lager 24 in den Hülsen
liehen Stellen des Rädumfariges auf die laufende 36 eingestellt werden. ,
Bahn ausgeübt werden, . . . .. ...... Zum Anbau der Vorrichtung an eine Tragkon-
Fig. 4 eine in größerem Maßstab dargestellte Auf- io struktion dient ein Winkelträger 40, an dem der eine
sieht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung, in der Schenkel der U-förmigen Halterung 26 durch Schrau-
die Schrägeinstellühg der Radachsen noch nicht be- ben 42 festgelegt ist. Der Träger 40 ist seinerseits an
rücksichtigt ist, . der Tragkonstruktion quer zur Laufrichtung der Ma-
. F i g. 5 einen senkrechten Axialschnitt längs der terialbahh einstellbar, damit die jeweilige Lage der
Schnittlinie 5-5 der F i g. 4. .. . ... 15 Vorrichtung an unterschiedliche Bahnbreiten ari-
Die in den Fig. i bis 5 der Zeichnung veranschau- gepaßt werden kann und um eine einwandfreie Wirlichte Vorrichtung zum Kantenglätten besitzt im all- kungsweise bei KanteneinroÜungen unterschiedlicher gemeinen ein Paar mit 10 bezeichnete Räder, von Breite erzielen zu können,
denen jedes aus einer Scheibe 12 und einer größeren Zur Erläuterung der Wirkungsweise der erfindungs1-
Zahl von am Umfang dieser Scheibe 12 mit gegensei- 20 gemäßen Vorrichtung sei auf die F i g. 1 hingewiesen,
tigern Abstand angeordneten Fingern Ϊ4 besteht, die in der ein Paar der erfindungsgemäßen Vorrichtungen
vorzugsweise aus einem nachgiebigen biegsamen Ma- 44 in ihrer BetriebssteÜurig relativ zu einer Material-
terial wie Gummi bestehen und in gebogenen bzw. bahn 46 dargestellt sind, die in der durch den in die
abgewinkelten Spitzen 16 enden, die sämtlich auf Bahn eingezeichneten Pfeil gegebenen Richtung be-
einer Kreislinie und in einer gemeinsamen Ebene 25 wegt wird. Diese Bewegungsrichtung der Bahn ist im
enden. Die Finger 14 haben eine längliche Kreisbogen- wesentlichen senkrecht zu den Drehachsen 22 der
form; sie ragen radial aus den Scheiben 12 hervor. Scheiben 12 der beiden Vorrichtungen 44, wenn diese
Jeder der Finger 14 ist mit der Scheibe.12 mittels noch nicht eingestellt sind, d.h. koaxial zueinander einer Schraube. 18 verbunden, deren Gewindeschaft liegen. Die Darstellung der Bahn 46 zeigt, daß ihre in eine Gewindebohrung der Scheibe eingreift.. Es 30 Bahnkanten 48, die durch die Vorrichtungen 44 hinkönnen aber auch andere Befestigungsmittel gewählt durchlaufen sollen, an den mit 50 bezeichneten Stelwerden, die ein Lösen der einzelnen Finger 14 zwecks len etwas eingerollt sind. Es sei noch darauf hin-Ersatzes oder Auswechselns gestatten.. Wahlweise gewiesen, daß die Halterungen 26 derart angeordnet können auch die Finger 14 an eine'gemeinsame (nicht sind, daß von den Rädern 10 jeweils nur ein Bruch' dargestellte) Scheibe aus Gummi, Kunststoff od., dgl. 35 teil ihres äußeren Ümfanges oberhalb und unterhalb angeformt sein; diese zusätzliche Scheibe wird dann der Materialbahn 46 liegt.
an der Scheibe 12 durch lösbare Befestigungsmittel . In der koaxialen Einstellung der Räder iö, wie
festgelegt. . . ;. V: diese in der Fig. 5 dargestellt ist, üben die Finger 14
Jede der Scheiben 12 hat einen zentralen Naben- keine Wirkung auf die Gewebebahn aus, da zwischen ansatz 20, in den eine Welle 22 fest· eingepreßt ist. 4° den einander zugewandten Fingern 14 jedes Räder-Ein Lager 24 irgendeiner bekannten Art ist auf der paares genügend Zwischenraum für den freien Durch-Welle 22 angebracht, um die Welle und das Rad dreh- tritt der Bahn vorhanden ist. Um das Glätten deir einbar zu halten. . gerollten Bahnkante zu bewirken, werden die Dreh'
Die beiden Scheiben 12 in Fig. i'sind derart an- achsen 22 der Scheiben 12"in der aus der Fig. 2 geordnet, daß ihre Finger 14 sich reihenweise gegen- 45 ersichtlichen Weise in den Halterungen 26 gegeneinüberliegen, und ihre Drehachsen 22 sind allseitig ein- ander geneigt, und zwar einmal in Richtung der Bestellbar. Die Halterung der beiden Scheiben 12 be- wegung der Bahn 46 und auch seitlich dazu in Richsteht aus einem U-förmig gebogenen Haltebügel 26, rung auf die Mitte der Materialbahn 46 hin. Diese der an den Enden seiner beiden Schenkel mit je einer Neigung erfolgt derart, daß von dem Außenumfang zweiteiligen Klemmvorrichtung 28 versehen ist. Die 50 der Scheiben 12, der in der Fig> 3 besonders herausbeiden Klemmvorrichtungen 28 nehmen in einer, ku- gezeichnet und mit 51 bezeichnet ist, nur die Finger gelzonenförmigen Höhlung je einen an seiner Außen- 14 in den Umfangsbogen β und y tatsächlich mit der kante kugelzonenförmig gestalteten Lagerungskörper Materiaibahn 46 zum Eingriff kommen, während die 30 auf, der in einer zu wählenden Schwenklage durch . Finger 14 in dem Umfangsbogen α frei über die eindas Anziehen der die Seitenflansche 34 der beiden Teile 55 gerollte Kante 50 der Bahn 46. hinweggehen. Die ein' der Klemmvorrichtung 2$ durchsetzenden Schrauben ander gegenüberstehenden Finger 14 der beiden 32 eingespannt wird. Jeder der Lagerungskörper30 Scheiben 12 kommen an dem Punkte (Fig. 1) mit ist an der mit 35 bezeichneten Stelle radial geschlitzt, der Bahn 46 zusammen, greif en allmählich ineinander so daß er beim Zusammendrucken eine durch: ihn . ein und gehen hinter der an der mit ζ bezeichneten hindurchgeführte Hülse 36 festklemmen kann. Die 60 Stelle aus der;ybrrichtungaustretendeh Bahnkante 48 beiden Hülsen 36 sind radial nachgiebig, so daß sie wieder auseinander, wobei sie zwischen den Punkten χ den äußeren Teil der Lager 24 in bestimmten axialen und ζ einen Punkt des stärksten Eingriffes y erreichen, Einstellungen festhalten können. Diese axiale Ehv dessen Radius schräg zur Bewegungsrichtung der stellbarkeit ist durch das Anschlagen der Lager an Bahn 46 und zu ihrer Breitenrichtung liegt. Die Maumlaufende Schultern 38 begrenzt. 65 terialbahn 46 geht infolgedessen zwischen den inein-Aus der obigen Schilderung der Halterung der ander eingreifenden Fingern 14 in einer Zick-Zack-Räder ergibt sich, daß nach Lösen der Spannschrau- Kurve hindurch, die in der F i g. 2 mit einer strichben 32 der Klemmvorrichtung 28 die Klemmung der punktierten Linie angedeutet ist.
i 4bU bbU
Die Wirkung eines derartigen Eingriffes der Finger 14 in die Materialbahn 46 läßt sich an Hand der F i g. 3 besser verstehen, in der die Reaktionskräfte veranschaulicht sind, die von den ineinander eingreifenden Fingern 14 auf Teile der Materialbahn 46 an unterschiedlichen Stellen ausgeübt werden. Der Ortskreis für die Finger 14 ist der strichpunktierte Kreisumfarig 51, und die Reaktionskräfte der Finger 14 auf Teile der Materialbahn 46 sind mit Px, Py und P2 an bestimmten Umfangsstellen dieses Kreisumfanges 51 eingezeichnet. Die Materialbahn 46, die mit den Fingern 14 nur auf dem Bogen β und γ in Berührung kommt, bewirkt eine Drehung der Scheiben 12 in der Richtung des an den Kreisumfang 51 in Fig. 3 eingezeichneten Pfeiles. Die Reaktionskräfte Px und P2 haben verhältnismäßig kleine Größenwerte, da die nur leicht ineinander eingreifenden Finger 14 am Punkt χ erst mit ihrem Eingriff beginnen und an dem Punkt ζ nur einen relativ kleinen Eingriff aufweisen. Die Reaktion am Punkt y, an dem der Eingriff der Finger 14 den größten Wert hat; ist verhältnismäßig groß und weist eine Komponente C aur, die in bezug auf die Scheibe 12 einer Umfangskomponente entgegengesetzter Richtung entspricht, welche die Scheibendrehung auslöst;- die radiale Komponente jR übt keine Wirkung auf die Drehung der Scheibe 12 aus. Die. Reaktionskräfte an unterschiedlichen Punkten längs der Bogen β und γ setzen sich jeweils aus Komponenten zusammen, deren relative Größe durch die jeweilige Winkellage des betreffenden Punktes gegeben ist.
Während die der Umfangskomponente C entsprechende Kraft die Drehung der Scheibe 12 bewirkt, erzeugt die radiale Komponente!? einen Zug in der Bahn 46, der im wesentlichen seitlich gerichtet ist und infolgedessen die Bahnkante glättet. In dem Bogen β ist die Radialkomponente R von geringerer Bedeutung; dieser Bogen β kann als »drehmomenterzeugender« Bogen angesehen werden, der im wesentlichen für die Drehung der Scheiben 12 sorgt. In dem Bogen γ jedoch tritt eine verhältnismäßig große Radialkomponente R auf, die ihrerseits eine größere seitliche. Zugkraft auf die Materialbahh 46 ausübt; infolgedessen kann' dieser Bogen als der »Kantenausstreichbogen« bezeichnet werden,
Bei einer Überprüfung der geometrischen Bewegungsverhältnisse der ineinander eingreifenden Finger 14 der beiden Scheiben 12 ergibt sich, daß der Eingriff der einander gegenüberliegenden Finger 14 an einem Punkt aufhört, der gegenüber dem Punkt y um einen Bogenwinkel versetzt ist, der gleich.dem Winkel β ist; es hat sich jedoch als zweckmäßig herausgestellt, diesen Punkt, des Aufhörens des Fingereingriffs etwas äußerhalb der geglätteten Bahnkante 48 zu legen, und deswegen ist in der Praxis der Winkel γ etwas kleiner als der Winkel ß, wie dies auch die Lage.der Punkte*, y und ζ in Fig. 1 erkennen läßt. Der Punkt x, an dem der Fingereingriff beginnt, liegt am besten um einen relativ großen Umfangswihkel α von der eintretenden Bahnkante entfernt, damit hier keine seitliche Kraftkomponente auf die eintretende Bahn 46 ausgeübt wird, da diese hier in Richtung auf den inneren Teil der Bahn gerichtet wäre und deshalb nur das Einbiegen oder Einrollen der Bahnkante vergrößern würden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung soll bei ihrer Verwendung jeweils so eingestellt werden, daß der günstigste Ausstreicheffekt mit der geringsten Verzerrung des in der Vorrichtung behandelten Materials bestimmter Art und Gewichtes erzielt wird. Nicht nur
ίο der gegenseitige Neigungswinkel der Drehachsen 22 der miteinander zusammenwirkenden Scheiben 12 kann seitlich und in Längsrichtung der Materialbahn 46 verstellt werden; es läßt sich auch der Abstand zwischen den Scheiben 12 in einer senkrecht zur Ebene der· Bahn 46 liegenden Richtung derart ein- : stellen, daß die Größe der Reaktionskräfte, welche durch die Finger 14 auf die Bahn übertragen werden, regelbar ist. Ebenso kann das Material für die Finger 14 jeweils so gewählt werden, daß man ein geeignetes Maß der Nachgiebigkeit oder Biegsamkeit erhält, wie es für Bahnmaterial unterschiedlichen Gewichtes und unterschiedlicherEmpfindlichkeit günstig ist.
Die Finger 14 müssen nicht als einzelne Zähne geformt sein wie bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel; sie können auch aus unregelmäßigen oder in Urnfangsnchtung gewellten Radialyorsprüngen oder Rippen eines einzigen elastischen und nachgiebigen Drehkörpers bestehen! Schließlich ist die" in dem Ausführungsbeispiel gezeigte besondere Form ■ der
Zahnspitzen durchaus kritisch; diese Form kann auch abweichend sein. ■

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    1; Vorrichtung zum Ausstreichen eingebogener
    35 ?- oder eingerollter Kanten an laufenden Bahnen aus dehnbarem Material, wie Bahnen aus Textilfasern, Folien aus Kunststoffen oder Papierbahnen, mit einem Paar drehbar gelagerter, in ihrer Drehachse zueinander geneigter Scheiben, die am ' . Rande ihrer Kreisflächen Vorsprünge aufweisen, welche auf einer einstellbaren Bogenlänge von beiden Seiten auf die zwischen den Scheiben hindurchlaufende Kante der Bahn einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor-' Sprünge als Finger (14) ausgebildet sind, die sich radial nach außen und andererseits in axialer Richtung auf die jeweils ändere der Scheiben (12) zu erstrecken und auf einer zur eigenen Scheibe parallelen Ebene enden, wobei die Anordnung - . der Scheiben so, vorgenommen ist, daß die Finger (14) der einen Scheibe über die einstellbare Bogenlänge zahnrad.ähnlich in die Zwischenräume zwischen den Fingern der anderen Scheibe eingreifen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Drehachsen ; zur laufenden Bahn so gewählt ist, daß der Boden zwischen demi Punkt (x), an dem der Zahneingriff beginnt, und dem Punkt (y), an dem er ein Maximum erreicht, größer ist als der Bogen vom Punkt (y) bis zur Bahnkante.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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