DE1460343A1 - Vorrichtung zur Nassbehandlung von Textilwaren - Google Patents
Vorrichtung zur Nassbehandlung von TextilwarenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Baßbehandlung von Textilwaren mittels einer Behandlungeflotte,
mit mehreren übereinanderliegenden, horizontalen Kammern, von denen jeweils zwei benachbarte für
einen Flotten- und Textildurehtritt an einem Ende zusammenhängen
und die mit einer Ettokleitung den Weg eines geschlossenen Haupt-Kreislaufs für die Flotte bilden.
Babei können die Textilwaren Gespinste, Fäden, Flechtwerk»
f Gewebe, folienartige biegsame Erzeugnisse, Filze usw. sein, und es können in kontinuierlichem Verfahren
sämtliche Arbeiten ausgeführt werden, wie Beuchen, Bleichen, Färben, Seifen, Säuren, lasohen und andere ähnliehe
Arbeiten, gleichgültig ob diese nun spannungslos oder
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Neue Unterlagen
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unter kontrollierter Spannung durchgeführt werden, bei gleichmäßiger oder wunschgemäß veränderlicher Temperatur,
unter vollkommener Temperaturkontrolle, bei veränderlicher und kontrollierter Durchlaufgeschwindigkeit der
Ware, bei kontrollierter und der behandelten- Ware angepaßter Badbewegungs-Gesehwindigkeit, gleichläufig oder
gegenläufig sowie unter regelbarem hydrostatischem Druck.
Bei einer bekannten Torrichtung der eingangs erwähnten Art wird davon ausgegangen, daß die Textilware
vom flüssigkeitsstrom durch die aufeinanderfolgenden
Kammern gespült wird. Eine Relativbewegung zwischen der Strömung und der Textilware ergibt sich somit hauptsächlich
dadurch, daß die Flotte mit einer höheren Geschwindigkeit strömt als die von ihr angetriebene und in ihr
schwimmende Textilware, die insbesondere an den Umlenkstellen und sonstigen Berührstellen mit der Wand durch
eine gewisse Reibung gebremst wird.
Pur eine wirksame Behandlung des Textilguts ist
ee jedoch vorteilhaft, wenn die Flotte an der Flüssigkeits-Textil-Grenzschicht
ständig erneuert wird. Diese Erneuerung wird zweckmäßig durch eine hohe Relativgeschwinöigkeit
zwischen diesen beiden Bestandteilen erreicht, insbesondere also durch die Anwendung des G-egenstromprin-
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zips. Das Gegenstromprinzip, das einen besonderen Antrieb für den Durchgang der textilien benötigt, ist in
der Textilbehandlungsteehnik bei Vorrichtungen mit vertikalen
Durchlaufkammern an sioh bekannt.
Eine andere bekannte Torrichtung, bei der die Kammern vertikal angeordnet sind, verwendet einen Kreis-'
lauf der behandelnden Flotte und sucht eine hohe Relativgeschwindigkeit zwischen der Textilware und der Flotte
dadurch zu erreichen, daß die Textilware mit sehr hoher Geschwindigkeit durch die mit Flotte gefüllten engen Kammern
geleitet wird, wodurch gleichzeitig der Antrieb des Flottenkreislaufs erzielt werden soll.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung, bei der horizontale
Kammern verwendet werden, durch die die Textilware von unten nach oben und die Flotte von oben nach
unten bewegt wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Rückleitung eine textileinlassende, an die unterste Kammer
angeschlossene ffiindung, durch, welche die Flotte abgezogen
wird, über eine nach oben fördernde Pumpe mit einer textilausstoßenden, an die oberste Kammer angeschlossenen
!Bindung verbindet. Ss wird also für die Erhöhung
der Relativgeschwindigkeit noch die Schwerkraft ausgenützt. Als weiterer Vorteil ergibt sich, daß even-
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tuelle Ablagerungen aus der Flotte oder vom Textilgut
abgetrennte Teilchen mit der Flotte naoh unten weggeschwemmt werden und sich' weder in den Kammern nooh an
unerwünschter Stelle auf den Textilien absetzen. Die in die RÜokleitung eingeschaltete Pompe vermag je naoh
ihrer Pumpleistung die Flottengesohwindigkeit gerade auf dem von der Schwerkraft allein erzeugten Wert zu halten
oder durch Erzeugen eines statischen Druckes an der oberen Mündung eine höhere Geschwindigkeit zu erzielen.
Da die erfindungsgemäß erzielbare hohe Eelativgesohwindigkeit
zwischen dem Textilgut und der behandelnden Flotte letztere unter Umständen sohneil an aktiven
Substanzen' verarmen läßt, kann es vorteilhaft sein, wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dem Haupt-Flottenkreislauf
zur Auffüllung der Flotte und/oder aktiver Stoffe ein Zuführzweig in teilweisem Nebenschluß
parallelgeordnet ist.
Des besseren Verständnisses wegen ist der folgenden Beschreibung von Ausfuhrungsformen der Erfindung eine
Zeichnung der den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorriohtung beigefügt. Dabei zeigen:
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fig. 1 eine Seitenansloht der Vorrichtung gemäß der
Erfindung,
Fig. 2 eine Vorderansioht der Vorriohtung naoh fig.
ait Kammern, dl« mit reohteokigen Rohren untereinander verbunden sind und mit hydroetatiBohem Druok arbeiten,
Pig. 3 die Anaioht einer Abgewandelten Vorriohtung,
die mit Kammern ausgerüstet ist, welohe duroh
Bohre fcreieförmigen Quereohnittes miteinander
verbunden sind,
fig» 4 im Detail eine abgewandelte Ausführung der
Vorrichtung, die nicht mit hydrostatiaohem
Druok arbeitet» dagegen eine duroh eine Druokpump· veränderliche Badgesohwindigkeit aufweist und lediglioh ait einer Abeohlußvorrlohtung am Auslauf der Ware ausgerüstet ist,
fig· 9 dieselbe Vorrichtung, wobei jjedooh in dieaem
fallt die Geaohwindigkeit«regelung der Bad-
»irkulation duroh die Schwerkraft erfolgt,
fig. 6. in einem erläuternden Detail die Behandlungekammern für die !Textilware.
■ ■ —6—
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Wie sioh aus der Zeiohnung ergibt, besitzt die
Vorrichtung, die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, einen Wareneinlauf und einen Badauslauf,
gebildet duroh eine Mündung 1 versohiedenartiger Form, in deren Innerem ein Rollenabsohluß 2 sowie biegsame
folien 3 oder eine andere ähnliche Einrichtung vorgesehen
ist, um die Ware 4 durchzulassen und gleichzeitig das Austreten der BadflUssigkeit zu verhindern, die im
Inneren dieser Mündung 1 unter Druok gehalten wird, den ein Manometer 5 dauernd anzeigt. Dieser hydrostatisohe
Druck ist duroh ein Steuerventil 15 regelbar. An der Mündung 1 sind zwei querliegende Bohrleitungen angebracht,
die mit öffnungen versehen sind, welohe dazu dienen, die Badflüssigkeit regelmäßig ausströmen zu lassen, und welohe
mit einer Eüokleitung 6 verbunden sind, duroh die die Badflüssigkeit abläuft. Die duroh eine Pumpe 7 angesaugte
Badflüssigkeit wird duroh eine Büokleitung 8 bis zur Mündung 9 des Warenausiaufes gedrückt, die ebenfalls
einen Walzenversohluß 10 und biegsame folien 11
oder eine ähnliche Einrichtung gleioher Wirkung aufweist, wobei an dieser Auslaufmündung ein Manometer 57 angebracht
ist, welohes den Druok der Badflüssigkeit anzeigt.
Das Behandlungsbad steht über ein Rohr 12 mit einem Zu-
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führtank 13 in Verbindung, wobei in das Rohr 12 ein Sicherheitsventil 14 sowie das Steuerventil 15 zur Regelung
des hydrostatischen Druokes eingeschaltet sind, wie
bereits oben angegeben wurde. Dieses Rohr mündet auf dem Grund des Zuführtankes unter Zwischenschaltung einer Verteilerschlange
16. Der Tank 15 ist außerdem nooh durch
ein ZufUhrrohr 17, in das ein Filterkasten 54 eingeschaltet
ist, mit einer Hilfspumpe 18 verbunden, die ihrerseits
die Rückleitung 6 speist und so den hydrostatischen Druck der Badflüssigkeit aufrechterhält. Auf diese Weise kann
jegliche Art von chemischen Produkten dem Behandlungsbad hinzugefügt werden.
Die Textilware 4 durchläuft die Mündung 1 und wird
durch eine unabhängig angetriebene Walze 19 einem Einlauf
20 zugeführt, der mit einer Reihe von Behandlungskammern
21 in Verbindung steht, deren Anzahl je naoh der zu erhaltenden
Produktion verschieden sein kann. Die Kammern liegen paketweise übereinander und sind duroh zwischenliegende
Heiz- oder Kühlkammern 22 voneinander getrennt, so daß die Temperatur während des ganzen Durchlaufes der
Textilware unter Kontrolle gehalten werden kann. In extremen Fällen kann die Heizung oder Kühlung in den
Kammern 22 unabhängig erfolgen, und die entsprechenden
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Mittel für die automatische Überwachung der Temperatur
jeder Kammer existieren ebenfalls. Bei der gewöhnlichen Ausführung sind diese Kammern jedoch miteinander durch
Rohre 23 verbunden, durch die die heizende oder kühlende Flüssigkeit oder das heizende oder kühlende Gas hindurchströmt.
Die Kammern 21 (Fig. 6) sind .an ihren Enden miteinander
verbunden, so daß die Textilware von einer Kammer in die folgende über angetriebene Walzen 24 läuft.
Um die Wartung der genannten Kammern zu erleichtern, sind an den Enden derselben Inspektionsdeckel 25 angebracht,
die leicht abmontiert werden können. Seitlich sind die Kammern durch Platten 26 und 27 verschlossen, durch die
die Wellen der Walzen 24 hindurchgehen. Diese Wellen liegen auf Lagern 28 auf, die am Maschinenkörper anmontiert
sind. Auf den Wellen sind Riemenscheiben 29 befestigt, um den Antrieb der Walzen zu ermöglichen. Die Umfangsgeschwindigkeit
der Walzen liegt über der Durchlaufgeschwindigkeit
der Textilware, wobei unter Benutzung eines geeigneten Getriebes diese Geschwindigkeit automatisch oder
nach Wunsch erhöht werden kann, wenn die Textilware gespannt wird. Der Hauptantrieb erfolgt über Ketten 30 und
51, die über das Ritzel 31 eines Getriebes 32 laufen,
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das von einem Motor 33 angetrieben wird, der den Hauptantrieb für die beweglichen Teile der Vorrichtung darstellt.
Die Textilware durchläuft nacheinander sämtliohe Kammern 21 und wird an ihrem Auslauf durch eine Walze
ausgetragen. Sie wird dabei durch eine Öffnung 38 zur Auslaufmiindung 9 geführt, erhält dort durch eine weitere
Leitwalze 39 Führung und läuft durch ein Quetschwalzenpaar 40, über dem ein gewölbter Zylinder 41 angebracht
ist, um die Entstehung von Falten zu vermeiden.
An der Mündung 9 ist innen eine Rohrschlange 42
oder eine ähnliche Heiz- oder Kühleinrichtung angebracht, die duroh ein Tentil 43 kontrolliert wird und ebenfalls
der Wirkung einer automatischen Temperaturregelung unterworfen ist.
Der Durchlauf der Ware kann in der Weise verändert werden, daß dieselbe entweder durch die Mündung 1 oder
duroh die Mündung 9 einläuft und in gleicher Weise am Auslauf geführt wird, so daß sie in einem Falle sich im
selben Sinne wie die Badflüssigkeit bewegt und im anderen
lalle im entgegengesetzten Bewegungssinn. Natürlioh
muß immer ein gewisser Unterschied zwischen der Bad- und
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Warengesohwindigkeit bestehen. Falls die Warenumlaufrichtung
umgekehrt würde, wäre die Quetschwalzengruppe ebenfalls zu verlegen, um das Material am fraglichen
Warenauslauf abzuquetschen.
Die verschiedenen Einzelteile der Torrichtung liegen auf einem Maschinenskelett herkömmlicher Bauweise,
wie in den beigefügten Abbildungen dargestellt, obwohl dieses !Dragwerk auch abgeändert werden kann, ohne daß
hierdurch die Eigentümlichkeiten der Vorrichtung beeinträchtigt würdenο
Unter dem Quetschwalzenpaar ist ein Sammeltrog angebracht, aus dem das Bad wieder dem Zuführtank 13 zuläuft,
um von dort erneut umgewälzt zu werden.
Im Hauptrücklaufkreis der Badflüssigkeit, bestehend
aus den Rüokleitungen 6 und 8 sowie der Pumpe 7, ist ein Rückschlagventil 44 eingeschaltet, um zu vermeiden,
daß das Bad zurückläuft, wobei außerdem ein Filter 45 angebracht ist, das die Unreinigkeiten zurückhält,
die die Badflüssigkeit enthalten kann. In die Rückleitung 6 mündet eine weitere Leitung 46 ein, durch die
neue Badflüssigkeit vermittels einer Pumpe, die den.erforderlichen
Druck erzeugt, in den Kreislauf der Badflüssigkeit eingespeist werden kann.
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Beim Betrieb der Vorrichtung und Ausführung des Beuohens mittels Waschmitteln oder alkalischen Produkten
muß im oberen Teil des Tankea 15 ein automatisches Potentiometer eingebaut sein, damit dasselbe in dem Maße, wie
die natürlichen ünreinigkeiten des Textilgutes sowie die
während des Webprozesses in die Ware eingegangenen oder absichtlich dem Textilgut hinzugefügten Produkte zunehmen
und das zirkulierende Bad neutralisieren, in genau dosierter Weise die erforderlichen Lösungen dem Bad hinzufügt,
um dessen Zusammensetzung konstant zu halten.
Sobald das Bad angesetzt und die Luft aus dem
Inneren der Vorrichtung durch öffnen des Steuerventils
15 entlassen ist, wird die zu behandlende Textilware nach Ingangsetzung der beiden Pumpen und nach Erzielung der
gewünschten Drücke und Temperaturen an der Mündung 1 oder 9 eingeführt, je nachdem, ob sie gleich- oder gegenläufig
zur Badflüssigkeit zirkulieren soll. Sodann kann mit der Behandlung begonnen werden. Als der Behandlung förderliche
Paktoren zur Erzielung einer hohen Produktion ist die Umwälzungsgeschwindigkeit des Bades anzusehen,
das außerdem eine mechanische Wirkung auf die behandelte Ware ausübt, wobei auch die chemische Wirkung schneller
vonstatten geht, da sich die mit der Textilware in Berüh-
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rung befindliche Badschicht dauernd erneuert und außerdem
die verseiften Produkte oder jene Produkte, die zur Bildung von neuen chemischen Zusammensetzungen Anlaß gegeben
haben, von der Oberfläche der Textilware durch die eben beschriebene mechanische Wirkung fortgespült werden.
Der statische Druck des Bades wirkt sich ebenfalls fördernd aus, da er die Säuberung der Textilware beschleunigt,
besonders in deren innerem Teil, und infolgedessen eine bessere und tiefere Wirkung des Wassers auf die
Textilfaser zustande kommt. Zum Waschen oder Klären kann im allgemeinen von der Inbetriebsetzung des Heiz- oder
Kühlaggregat abgesehen werden. Durch öffnen eines Ventils 52 (Fig. 2) und Schließen eines Ventils 53 der Eäckleitung
€' läuft das Bad zu den Auslaufsöffnungen ab- In
gewissen Fällen, je nach der behandelten Textilware oder bei Wassermangel wird es zweckmäßig sein, diese Arbeite—
phase in zwei oder mehr Vorrichtungen auszuführen, um
unnötig hohem Wasserverbrauch entgegenzuarbeiten.
Bei der kontinuierlichen Färbung werden drei Arbeitsweisen »vorgesehen: Bei der ersten wird die Färbung
in der Vorrichtung selbst vorgenommen unter Hinzufügung eines Spezial-Kolorimeters, damit die aus der Riickleitung
6 entstammenden Badflüssigkeiten automatisch und voll-
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ständig denselben IParbreiohtum wiedergewinnen, den sie
vor Kontaktnahme mit der behandelten Textilware aufwiesen.
Bei der zweiten Arbeitsweise wird nach Durchlauf einer bestimmten Menge Textilware eine kolorimetrische
Analyse durchgeführt, gemäß welcher automatisch die Menge Farbstoff dem Bad hinzugefügt wird, welche von der Textilware
bei der Behandlung absorbiert wird. Dieser Prozeß ist leicht zu überwachen, da die Durohlaufgeschwindigkeit
der Textilware sowie die Umwälzungsgeschwindigkeit des Behandlungsbades unveränderlich gehalten werden»
Das dritte Verfahren, nach dem man mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung arbeiten kann, besteht darin, dem Textilgut den Farbstoff vermittels eines Druckwalzenpaares
oder "foulard" hinzuzufügen, wobei letzteres mit der beschriebenen Vorrichtung in Reihe geschaltet
wird, und den auf diese Weise aufgetragenen Farbstoff in der Vorrichtung selbst durch geeignete Erzeugnisse,
die der Badflüssigkeit zugefügt werden, zu entwickeln und zu fixieren.
Die Kammern, in denen das Textilgut behandelt wird, sind von rechteckiger abgeflachter Form, falls die
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Textilware "breit behandelt werden soll, können jedoch,
auoh eine ungefähr zylindrische Form annehmen, wie es in 3?ig. 3 dargestellt ist, in der Kammern 34 zur Behandlung
von Textilgut in Strangform veranschaulicht sind. In letzterem Fall werden Mantelflächen 35 eingebaut,
welche die Heiz- oder Kühlkammern begrenzen und Inspektionsöffnungen 36 an den Verbindungsrohren von je zwei
Kammern 34 aufweisen, um deren Überwachung zu erleichtern.
Gemäß der weiteren Erfindung ist die Vorrichtung zur Behandlung von Textilwaren ferner derart konstruiert,
daß sie ohne hydrostatischen Druck und mit durch die Druckpumpe veränderlicher TJmwälzungsgeschwindigkeit der
Badflüssigkeit arbeiten kann, wobei der erzeugte Druck von einem Manometer 56 angezeigt wird, wie in Fig. 4 veranschaulicht,
in der eine Pumpe 47 sowie Rückleitungen 48 ersichtlich sind, die das Bad bis zur Mündung 9 für
das Textilgut fördern. Dieses System wird für eine Gesamtheit von rechteckigen oder kreisförmigen Kammern angewandt,
3© nachdem die eine oder andere Lösung vorgezogen wird, so daß in dieser Variante der Konstruktion der an
der Einlauf- oder Auslaufmündung des Textilgutes 4 angebrachte
Verschluß nicht ausgeführt wird und auch die
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Pumpe 18 zur Bildung des hydrostatischen Druckes sowie die Ventile 14 und 15 weggelassen und auch die Anschlüsse
der Pumpe 7 gemäß S1Ig. 4 ersetzt werden. Sin Ventil 55
hat den Zweck, die Durchflußmenge der Badflüssigkeit zu
regulieren und infolgedessen die Umwälzungsgesehwijidig^· - ■
keit des Bades durch die Kammern 21 nach Belieben zu wählen,
Außerdem kann die Vorrichtung derart ausgeführt sein, daß die Umwälzungsgesehwindigkeit des Bades lediglich durch die Schwerkraft reguliert wird, wozu eine als
Plüssigkeitsdruckstabilisator dienende Hilfskammer 49
seitlich an der Vorrichtung angebracht und mit den KaiBrmern,
in weichen das Textilgut behandelt wird, verbanden wird. Die Textilwarenbehandlungskammern können sowohl
rechteckigen Querschnitt als auch kreisförmigen Querschnitt
haben, wobei in diesem IPalle ein 3?lüssigkeitsstan&-
meßgerät 50 eingebaut wird, das aas einem durchsichtigen Rohr besteht und parallel zur genannten Hilf skammer 49
eingebaut wird. In diesem Sail© werden die Einlauf- und
Auslaufabschlüsse nicht eingebaut, so daß die Vorrichtung
ausschließlich unter dem Druck arbeitet, welcher der Flüssigkeitssäule der Badf jjüssigkeit entspricht.
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Claims (6)
- Patentansprüche ι1JVorrichtung zur ßfaßbehandlung von Textilwaren mittels einer Behandlungsflotte, mit mehreren übereinanderliegenden, horizontalen Kammern, von denen jeweils zwei benachbarte für einen Flotten- und lextildurchtritt an einem Ende zusammenhängen und die mit einer Rückleitung den Weg eines geschlossenen Haupt-Kreislaufs für die Flotte bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückleitung (6, 8, 48) eine textileinlassende, an die unterste Kammer (21) angeschlossene Mündung (1), durch welche die Flotte abgezogen wird, über eine nach oben fördernde Pumpe (7, 47) mit einer textilausstoßenden, an die oberste Kammer (21) angeschlossenen Mündung (9) verbindet.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Haupt-Flottenkreislauf zur Auffüllung der Flotte und/oder aktiver Stoffe ein Zuführzweig (12, 13) in teilweisem Nebenschluß parallelgeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuführzweig einen offenen Zuführtank (13) umfaßt, der an der textileinlassenden Mündung (1) über ein Rohr (12) mit einem Sicherheits- (14) und einemNeue Unterlagen (Art.7§1 Abs. 2 Nr. I Satt 3 des Xnd«rungsees.v. 4.9.1967) ^809901/0646Steuerventil (15) anliegt und mit der Ruckleitung (6) des Haupt-Flottenkreislaufs über ein Zuführrohr (17) mit einer Hilfspumpe (18) zur Druckerhöhung verbunden ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flüssigkeitsdruckstabilisator (49) in Form eines langgestreckten aufrecht stehenden Behälters, dessen oberes Ende geschlossen ist, mit seinem unteren Ende an einer der Kammern (21) angeschlossen ist.
- 5 ο Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich jeweils zwischen zwei horizontalen Kammern (21) Zwischenkammern (22) befinden, die ein Heiz- und/oder Kühlmittel aufweisen und aufeinanderfolgend durch Rohre (23) verbunden sind.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß beide Enden jeder Kammer (21) zum Reinigen oder Inspizieren abnehmbare Deckel (25) aufweisen.80 9 9 01/0646-
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