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DE1460220B - Vorrichtung zum Entnehmen von Textilproben aus einem geschlossenen Druckbehälter - Google Patents

Vorrichtung zum Entnehmen von Textilproben aus einem geschlossenen Druckbehälter

Info

Publication number
DE1460220B
DE1460220B DE1460220B DE 1460220 B DE1460220 B DE 1460220B DE 1460220 B DE1460220 B DE 1460220B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
opening
hollow piston
textile samples
wall
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Der Anmelder Ist
Original Assignee
Clermont, Edgar Jules, Flers-lez-Lille (Frankreich)

Links

Description

1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ent- Es ist Aufgabe der Erfindung bei einer Vorrich-
nehmen von Textiiproben aus einem geschlossenen, tung zum Entnehmen von Textiiproben aus einem
eine Behandlungsflüssigkeit enthaltenden Druck- geschlossenen, eine Behandlungsflüssigkeit enthalten-
behälter, insbesondere Färbebehälter, durch ein in den Druckbehälter, insbesondere Färbebehälter,
dessen Wandung eingelassenes Rohr, um den Be- 5 durch ein in die Wand des Behälters eingelassenes
handlungsvorgang überwachen zu können. Rohr das Einführen und das Herausnehmen der
Es ist bekannt, zum Entnehmen von Stoffmustern Textiiproben zu beliebiger Zeit zu ermöglichen, wo-
aus einem geschlossenen Druckbehälter diesen mit durch in einfacher Weise der Fortschritt der Naß-
einem in die Wand des Behälters eingelassenen Rohr behandlung bzw. des Einfärbens überwacht werden
zu versehen, wobei das Rohr mit wenigstens einem io kann.
von Hand bedienbaren Ventil versehen ist. Bei einer Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Rohr bekannten derartigen Vorrichtung enthält das Rohr seitliche im aus der Wandung herausragenden Teil ein Membranventil und dahinter ein Abschlußstück eine Öffnung zum Einführen und Entnehmen der mit einer gegenüber dem Membranventil wesentlich Textiiproben, und im innerhalb der Wandung befindkleineren Auslaßöffnung, die mit einem ausheb- oder 15 liehen Teil Bohrungen zum Hindurchführen der Beausschwenkbaren Stift oder Fangrechen und einer handlungsflüssigkeit aufweist, und daß im Rohr ein Schutzhaube versehen ist. Zu Beginn des Färbe- zur Aufnahme der Textiiproben bestimmter Hohlvorganges werden eine Anzahl von durch einen kolben beweglich angeordnet ist, dessen Mantel mit Faden verbundener Stoffmuster in dem Färbebehäl- einer den Abmessungen der Öffnung des Rohres ter untergebracht, wobei ein längeres Fadenende 20 entsprechenden Öffnung und mit Bohrungen verdurch das zur Probeentnahme dienende Rohr nach sehen ist und der mindestens je einen Dichtring zur außen geführt wird. Die Probeentnahme erfolgt dann Abdichtung gegen die Innenwandung des Rohres in der Weise, daß über das leicht geöffnete Membran- nahe seinen Endflächen besitzt, so daß der Hohlventil die Stoffmuster in gewissen Zeitabständen aus kolben oberhalb und unterhalb der Öffnung und der dem Behälter gezogen werden, wobei die mitaus- 25 Bohrungen abgedichtet ist.
tretende Behandlungsflüssigkeit gegen die Schutz- Die Vorrichtung ist nicht nur in ihrem Aufbau sehr haube strömt und von einem Trichter aufgefangen einfach und zuverlässig, sondern auch sehr bequem wird. Die Handhabung dieser Vorrichtung ist vor und schnell zu handhaben und wenig störanfällig,
allem wegen des Einlegens der Textiiproben und Wenn der Hohlkolben in seine äußere Endstellung des Herausführens des Fadens aus dem Rohr ziem- 30 gezogen ist, decken sich die beiden Öffnungen zum lieh umständlich. Auch ist der Verlust an Färbe- Einführen bzw. Herausnehmen der Textiiproben, und flüssigkeit beträchtlich, und es besteht überdies die der unten am Hohlkolben vorgesehene Dichtring geGefahr, daß ein Muster in der Anlage hängenbleibt, währleistet eine einwandfreie Abdichtung des Druckwodurch es unmöglich wird, den Einfärbevorgang behälters. Wenn der Hohlkolben sich in seiner weiter zu überwachen. 35 inneren Endstellung befindet, kann die Behandlungs-
Bei einer anderen bekannten derartigen Vorrich- flüssigkeit durch die sich nunmehr deckenden Bohtung weist das in der Wand des Färbebehälters vor- rungen des Rohres und des Hohlkolbens bzw. dessen gesehene Rohr zwei Schieberventile, einen mittels Öffnung hindurchströmen, wobei die Abdichtung Preßluft bewegbaren Kolben und ein von diesem durch den oberen Dichtring erfolgt.
Kolben bewegtes Rohr auf, das an seinem inneren 40 Bei den Arbeitsvorgängen entsteht keinerlei Ende eine Schneidevorrichtung oder einen beheiz- Druckverlust und praktisch kein Verlust von Bebaren Draht aufweist, durch die bzw. durch den aus handlungsflüssigkeit; das eine Schleusenkammer aufdem zu färbenden Stoff ein Probestück heraus- weisende System kann hierbei durch ein einziges geschnitten bzw. herausgebrannt wird. Dieses Probe- Handrad betätigt werden. Des weiteren ist bei der stück kann dann über die beiden Schieberventile 45 Vorrichtung nach der Erfindung für das Einbringen nach außen geführt werden. bzw. das Herausnehmen der Textilprobe nur ein
Nachteilig ist bei dieser Vorrichtung besonders einziger Bedienungsvorgang erforderlich und die
der große technische Aufwand und die umständliche Verluste von Behandlungsflüssigkeit, welche das
Handhabung, abgesehen von dem Nachteil, daß es Volumen des Hohlraumes nicht überschreiten, sind
meist nicht erwünscht ist, daß aus dem zu färbenden 50 gering, so daß eine sichere Abdichtung der Einrich-
Stoffteil eine Probe herausgeschnitten bzw. heraus- tung in allen Fällen gewährleistet ist.
gebrannt wird. Die Bewegung des Hohlkolbens kann in vorteil-
Bei einer anderen bekannten Vorrichtung, ist in hafter Weise mittels eines selbstsperrenden Schraube-
einem an dem Färbebehälter vorgesehenen Rohr eine Mutter-Systems erfolgen.
Stange verschiebbar, die an ihrem inneren Ende 55 In vorteilhafter Weise, insbesondere dann, wenn
einen Fanghaken für das Erfassen des Musters auf- die Achse des Rohres vertikal vorgesehen ist, kann
weist. Außerdem sind an dem Rohr zwei Schleusen- eine entleerbare Schale an dem Rohr befestigt sein,
ventile vorgesehen. Nach dem Herausziehen des welche zur Aufnahme von Behandlungsflüssigkeit
Musters aus dem Behälter wird das innere Schleusen- dient, die beim Herausnehmen der Textiiproben aus-
ventil geschlossen. Nach Ablassen des Druckes in 60 laufen kann.
dem Aufsatzrohr über das zweite ins Freie öffnende Die Erfindung sei an Hand eines in der Zeichnung
Ventil, kann durch Lösen des Abschlußorgans am im Längsschnitt dargestellten Ausführungsbeispieles
Kopf des Aufsatzrohres die Probe von der heraus- näher erläutert. Es zeigt
gezogenen Stange entnommen werden. F i g. 1 eine Vorrichtung zum Entnehmen von
Auch diese Vorrichtung ist in ihrem Aufbau 65 Textiiproben nach der Erfindung in der eingefah-
ziemlich aufwendig und durch das Bedienen zweier renen und
Ventile und eines Abschlußorgans auch ziemlich F i g. 2 die gleiche Vorrichtung in der ausgefah-
umständlich zu handhaben. renen Endstellung.
Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist mit α ein Rohr bezeichnet, welches an der Wandung η des Druckbehälters mit Hilfe eines mit der Wandung η verschweißten Sockels g befestigt ist. Zwischen dem Sockel g und dem Rohr α ist hierbei 5 zwischen zwei Dichtungen i eine Schale e angeordnet.
Im Rohr a, welches in bezug auf die Wandung η fest angeordnet ist, ist ein Hohlkolben b geführt, welcher die beiden in den Figuren dargestellten Endstellungen einnehmen kann.
Das Rohr α weist in dem außerhalb des Druckbehälters liegendem Teil eine Öffnung ρ und in dem innerhalb des Druckbehälters liegenden Teil Bohrungen q und q' auf, durch welche die Behandlungsflüssigkeit hindurchströmen kann.
Der Hohlkolben b weist einen zentralen Hohlraum t auf, welcher zur Aufnahme der Textiiproben dient. Von dem Hohlraum t führt einerseits eine Öffnung r nach außen, welche sich in der äußeren Endstellung des Hohlkolbens b mit der Öffnung ρ deckt, und welche in der inneren Endstellung des Hohlkolbens b im Bereich der Bohrungen q des Rohres α liegt. Der Hohlkolben b weist weiterhin Bohrungen s auf, die sich in seiner inneren Endstellung mit den Bohrungen q' des Rohres α decken.
Eine an dem Hohlbolben b befestigte Stange u weist eine Längsnut ν auf, in welche ein Keil d eingreift, welcher andernends an dem Rohr α befestigt ist. Der Rohrkolben b und die Stange u werden von einer glockenförmigen Mutter c getragen, deren Gewinde w in ein auf der Außenseite des Rohres α vorgesehenes Gewinde χ eingreift. Auf der Mutter c ist ein mit einem Handgriff k versehenes Handrad y befestigt, mit dem die Mutter c um einen zylindrischen Ansatz ζ der Stange u gedreht werden kann. Eine mit einem Sicherungsring / gesicherte Sicherungsscheibe / verhindert hierbei ein Herausgleiten des Ansatzes ζ aus der Mutter c. Durch die genannte Einrichtung, die selbstsperrend ist, kann der Hohlkolben b in den Druckbehälter eingebracht und herausbewegt werden.
Der Hohlkolben b, dessen Boden eben ist, weist weiterhin zwei Dichtringe h auf, welche oberhalb bzw. unterhalb der Öffnung r und der Bohrungen s angeordnet sind.
Bei der Benutzung des Apparates wird der die Textiiproben aufnehmende Hohlraum t mit seiner Öffnung r mit der Öffnung ρ des Rohres α zur Dekkung gebracht (F i g. 2), anschließend wird der nicht dargestellte Behälter, der zur Aufnahme der Textilproben dient, aus dem Hohlraum t herausgezogen und die Textilprobe in den Behälter gebracht. Dann wird der Behälter in Hohlraum / des Hohlkolbens b zurückgesteckt und der Hohlkolben b durch Drehen des Handrades y nach unten bewegt, bis sich die Textilprobe in dem mit den Bohrungen q, q' versehenen Teil des Rohres α befindet und von der Behandlungsnüssigkeit umspült wird.
Die Textilprobe kann zur Prüfung wieder entnommen werden, wenn das Handrad y in entgegengesetztem Sinne gedreht wird, bis sich die Öffnung r des Hohlkolbens b hinter der Öffnung ρ des Rohres c befindet. Eventuell auslaufende Behandlungsflüssigkeit wird dabei in der Schale e aufgefangen.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Entnehmen von Textilproben aus einem geschlossenen, eine Behandlungsflüssigkeit enthaltenden Druckbehälter, insbesondere Färbebehälter, durch ein in dessen Wandung eingelassenes Rohr, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (α) seitlich im aus der Wandung (n) herausragenden Teil eine Öffnung (p) zum Einführen und Entnehmen der Textiiproben und im innerhalb der Wandung (n) befindlichen Teil Bohrungen (q, q') zum Hindurchführen der Behandlungsflüssigkeit aufweist und daß im Rohr (a) ein zur Aufnahme der Textilproben bestimmter Hohlkolben (b) beweglich angeordnet ist, dessen Mantel mit einer den Abmessungen der Öffnung (p) des Rohres (α) entsprechenden Öffnung (r) und mit Bohrungen (5) versehen ist und der mindestens je einen Dichtring Qi) zur Abdichtung gegen die Innenwandung des Rohres (α) nahe seinen Endflächen besitzt, so daß der Hohlkolben (b) oberhalb und unterhalb der Öffnung (r) und der Bohrungen (a) abgedichtet ist.
2.. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegung des Hohlkolbens (b) an den Hohlkolben (b) eine gegenüber dem Rohr (α) gegen Verdrehen gesicherte Stange («) befestigt ist, um welche eine mit einem Handrad (y) versehene, auf dem Rohr (a) aufgeschraubte, glockenförmige Mutter (c) drehbar vorgesehen ist, wobei die Stange (κ) durch eine Sicherungsscheibe (/) od. dgl. gegenüber der Mutter (c) gegen Axialverschieben gesichert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine an dem Rohr (a) befestigte Schale (e), welche zur Aufnahme von beim Herausnehmen'der Textiiproben aus der Öffnung (r) ausfließender Behandlungsflüssigkeit dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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