DE1458974A1 - Verfahren zur Entschwefelung von Siliciumeisen bei der Herstellung von orientiertem Siliciumeisen mit Wuerfelflaechenstruktur und dabei verwendeter Gluehseparator - Google Patents
Verfahren zur Entschwefelung von Siliciumeisen bei der Herstellung von orientiertem Siliciumeisen mit Wuerfelflaechenstruktur und dabei verwendeter GluehseparatorInfo
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Description
Unser Zeichen: A 1294
Verfahren zur Entschwefelung von Siliciumeisen bei der
Herstellung von orientiertem Siliciumeisen mit Würfelflächenstruktur und dabei verwendeter Glühseparator
Die Erfindung betrifft die Herstellung von orientiertem
Siliciumeisen, in welchem einige der (100) Ebenen oder der Würfelflächen parallel zur Blechoberfläche ausgerichtet
sind; das wird allgemein "Würfelflächen"-Struktur genannt. Die Erfindung betrifft insbesondere orientiertes
Siliciumeisen, in welchem die Würfelkanten in der Walzrichtung
und in einem Winkel von 90Q dazu ausgerichtet sind; dies wird als "Wurfeltextur11 bezeichnet.
Wie dem Fachmann bekannt ist, kann Silioiumeisen mit
Würfeltextur durch sweistufiges Herunterwaisen von oiumeisen auf eine gewünschte Endstirke hergestellt werden,
Dr.Ha/toia
wobei
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wobei die erste Stufe in einer Warmwalzung auf eine mittlere Stärke und die zweite Stufe in einer KaItwalzung
besteht und zwischen den beiden Stufen eine Glühung erfolgt. Verwiesen wird auf die USA-Patentschrift
3 130 094. Der Zustand des Materials nach der zweiten Kaltwalzstufe und nach einer primären
Rekristallisation ist dann so,' dass sich eine Anzahl von kubisch orientierten Kernen gebildet hat. Unter
geeigneten sekundären Rekristallisationsbedingungen können die aus diesen Kernen oder Keimen gebildeten
Kristalle auf Kosten von Kristallen mit anderen Orientierungen wachsen, bis nahezu das gesamte Siliciumeisen
die Würfelorientierung aufweist. Die hier in Frage kommende Orientierung ist in erster Linie eine
solche, bei welcher die Würfelflächen nahezu parallel
zur Blechoberfläche verlaufen, während vier Würfelkanten in Walzrichtung ausgerichtet sind. Die Orientierung
llsst sich nach den Miller1sehen Indices als
(100) /OOI7 bezeichnen.
Es war bisher auch, schon bekannt, dass das Siliciumeisenblech
im Zeitpunkt der sekundären Rekristallisation "sauber" sein muss, d.h., keine Oxydeinschlüsse in
grösserer Menge als etwa 0,0033 $> enthalten darf. Die
Entfernung
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Entfernung von Oxydeinschlüssen kann auf verschiedene
Weise erfolgen. Am häufigsten wird sie dadurch erzielt, dass man während der Herstellung der öiliciumeisenlegierung
Vorsichtsmassnatimeη trifft, beispielsweise
durch Vakuumschmelzen oder durch Behandlung des geschmolzenen Ketalls in dem Ofen, der Pfanne oder der
Giessform. Oxydeinschlüsse können auch durch längeres Glühen in Wasserstoff reduziert werden. Kohlenstoff und
Schwefel sollen vor der abschliessenden Kistenglügung
entfernt werden, wenn das Material unter Gleichgewichts bedingungen geglüht werderjmuss, beispielsweise in dicht
gewickelten Wickeln mit grosser Breite, wodurch der Glühatmosphäre der Zutritt erschwert wirdο Die Herabsetzung
des Kohlenstoffgehalts auf einen genügend niedrigen Wert wird am leichtesten nach bekannten Methoden
der feuchten Gasentkohlung durchgeführt, wie sie beispielsweise in der USA-Patentschrift 2 287 467 beschrie
ben ist. Mit der Erfindung wird in erster Linie der Schwefel entfernt und eine Hauptaufgabe der Erfindung
bildet daher eine Methode zur Herabsetzung des Schwefel gehalts auf höchstens 6 Teile pro Million vor der abschliessenden
Glühung. . -
Die erforderliche sekundäre Rekristallisation in Übereinstimmung mit Oberflächenenergieerscheinungen
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In Bezug auf die Bedingungen einer solchen Glühung wird auf die USA-Patentschrift 3 130 095 verwiesen.
Die·dort beschriebene sekundäre Rekristallisation
umfasst die Verwendung winzig kleiner Mengen einer polaren Substanz in der Glühatmosphäre, welche die
Oberflächenenergie der Kristalle beeinflusst und bedingt, dass kubisch orientierte Kristalle die Stellung
der niedrigsten Energie einnehmen. Obwohl die polare Substanz in den meisten Fällen Schwefel, Schwefelwasserstoff
oder eine andere dissoziierbare Schwefelverbindung sein kann und in den meisten Fällen auch
ist (zur Anwendung kommen etwa 20 bis 250 Teile pro Million), bleibt doch die Tatsache bestehen, dass in
dem Stahl keine grösseren Mengen von restlichem Schwefel geduldet werden können. Wenn ein mehr als 6 Teile pro
Million Schwefel enthaltender Stahl in grossen Breiten und in eng gewickelten Wickeln geglüht wird, enthält
die Atmosphäre dicht an den Oberflächen mehr als Teile pro Million Schwefel, wenn ein Gleichgewicht
erreicht ist, so dass eine gute Würfeltextur oder ein Gut mit Würfelflächenorientierung nicht erhalten werden
kann. Ausserdem müssen die Oberflächen des Siliciumeisenblechs frei von zusammenhängenden anhaftenden
Materialfilmen, einschliesslich Glühseparatoren und glasartigen Reaktionsprodukten derselben, sein, so dass
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die Kristalle an der Blechoberflache freiliegende,
"saubere11 Oberflächen bieten. Eine wichtige Aufgabe .
der Erfindung ist die Schaffung einer Methode zur Herabsetzung des Sohwefelgehalts in Stahl, wobei keine
klebenden Überzüge auf den Blechoberflächen oder keine Überzüge gebildet werden, die sich durch eine übliche
Säurebeizung nur schwer entfernen lassen.
Die vorstehende sowie andere Aufgaben der Erfindung werden an Hand der folgenden Beschreibung näher erläutert.
Bisher nahm man an, dass bestimmte, als Glühseparatoren geeignete Stoffe eine Neigung besitzen, das Siliciumeisen
zu entschwefeln. Das trifft für Magnesiumoxyd und Caloiumoxyd zu. Dabei traten jedoch bestimmte
Schwierigkeiten auf. Wenn beispielsweise das Siliciumeisen in Übereinstimmung mit der eingangs genannten
USA-Patentschrift einer feuchten Gasentkohlung unterworfen
wird, sind die Bedingungen während dieser Bntkohlwngegluhung
für Eisen reduzierend, jedoch für Silicium und Kohlenstoff oxydierend. Das Gut wird dabei
entkohlt und die Oxydationsprodukte des Kohlenstoffe entweichen in Grasform. Silicium wird jedoch an und nahe
an den Oberflächen des Guta zu Siliciumoxyd oxydiert; wenn ein Magnesiumoxydseparator bei einer anschliessenden
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Ho eilt emp eraturglühung verwendet wird, verschmilzt dann
etwas von dem Magnesia mit dem Siliciumoxyd unter Bildung eines fest haftenden dünnen glasigen Überzugs.
Ein solcher Überzug ist bei Siliciumeisen mit Goss-Struktur wertvoll, da er in Magnetkernen einen guten
spezifischen Widerstand zwischen den einzelnen Blechen ergibt. Dieser Glasüberzug lässt sich jedoch schwer
entfernen und solange er zugegen ist, stört er die sekundäre Rekristallisation durch Oberflächenenergie.
Wird Calciumoxyd als Glühseparator verwendet, so neigt dieses dazu, sich mit Kohlendioxyd aus der Luft oder
aus anderen Quellen unter Bildung von Calciumkarbonat zu verbinden. Während einer späteren Hochtemperaturglühung
dissoziiert dann das Calciumkarbonat und bildet Calciumoxyd und kohlehaltige Grase. Diese letzteren
wiederum dissoziieren ihrerseits und es besteht dabei die Gefahr, dass das Silciumeisen wieder aufgekohlt
wird. Eine solche erneute Aufkohlung verursacht eine magnetische Alterung. Die vorliegende Erfindung beruht
auf der Peststellung, dass die vorstehenden Nachteile vermieden werden können, wenn man einen sowohl Calciumoxyd
als auch Magnesia in kritischen Anteilen enthaltenden Glühseparator verwendet. Das Calciumoxyd soll dabei
etwa 2 bis etwa 10 $> des Gesamtgewichts des Separators
ausmachen. Der bevorzugte Bereich liegt zwischen etwa 4
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und
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und 6 $, wenn "der anfängliche Schwefelgehalt etwa 0,025 #
beträgt. In vielen fällen bildet Magnesia den Rest des Separators; es können jedoch auch noch andere Substanzen
zugegen sein, wie nachstehend näher erläutert wird. .Die Verwendung von weniger als etwa 2 $ Oalciumoxyd ist aus
verschiedenen Gründen unerwünscht, z.B. weil Magnesia ein weniger wirksames Material für eine Entschwefelung
bildet. Mit reiner Magnesia beispielsweise kann man den Schwefelgehalt in dem Siliciumeisen nicht auf einen Wert
unter etwa 7 bis 10 Teile pro Million innerhalb angemessener
Zeit und unter Bedingungen erniedrigen, in welchen ein Kontakt der Atmosphäre des Glühgases mit
den Oberflächen beschränkt bleibt. Andererseits erzielt man bei Verwendung von mehr als etwa 10 % Calciumoxid
keine verbesserte Entschwefelung und man erhöht die Gefahr der Aufkohlung während des ÜberZiehens, Trocknens und
der Behandlung der Wickel, wie vorstehend erläutert wurde. Die Verwendung einer Mischung aus öaloiumoxyd und Magnesia
innerhalb des angegebenen Verhältnisbereichs ermöglicht die Herabsetzung des Schwefelgehalts auf höchstens etwa
6 Teile pro Million mit für einen technischen Betrieb ausreichender Sicherheit.
Erfindungsgemäes kann die vorstehend angegebene Mischung
als Glühseparator bei einer Zwischenglühung, nämlich einer
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Kistenglühung bei 2000bis 230O0F (1093 bis 12600C),
vorzugsweise etwa 22000I1 (1204°C), in trockenem Wasserstoff
verwendet werden. Bis zur voIls-tändigen Reinigung sind mehrere Stunden erforderlich. Je nach dem Ausgangsschwefelgehalt
kann die Zeit bis zu 30 Stunden oder mehr betragen. Unter "Zwischenglühung" ist eine andere
Glühung als die abschliessende Giühung zu verstehen, bei welcher die endgültige umwandlung des Produkts in
die Würfeltextur unter Oberflächenenergiebedingungen erfolgt. In der Regel ist daher die G-lühung, bei welcher
die Mischung aus Calciumoxyd und Magnesia verwendet wird, eine zwischen zwei Kaltwalzstufen erfolgende
Glühung. In ihrem weiteren Rahmen ist die Erfindung darauf nicht beschränkt und die Glühung kann in jedem
Stadium des Bearbeitungsgangs, mit Ausnahme während der abschliessenden sekundären Rekristallisation, erfolgen.
Es sei auch betont, dass die Erfindung wertvoll für die Herstellung von Siliciumeisenblech mit anderen
Orientierungen als der Würfeltextur ist. Beispielsweise
kann sie zur Herstellung von Blech mit jeder Würfelflächenorientierung Anwendung finden, wobei die kubischen
Kristalle so orientiert sind, dass bestimmte Kristallflächen parallel zu den Blechoberflächen verlaufen,
während die diese Flächen begrenzenden Würfelkanten willkürlich orientiert, beispielsweise wie in
der
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der USA-Patentschrift 3 130 090 oder in jeder beliebigen
Richtung ausgerichtet sein können. Es sei darauf hingewiesen, dass eine Entschwefelung durch das ganze Gut
hindurch um so leichter und schneller erfolgt, je näher
das Gut bereits an der Endstärke^ist. Die Erfindung ist
auch auf verschiedene Methoden zur Herstellung eines Guts mit Würfeltextur anwendbar, z.B. auf die in den
USA-Patentschriften 3 130 094, 3 130 093 und 3 130 092
beschriebenen Methoden.
Die Art und Weise, in welcher der Glühseparator auf das Blech aufgebracht wird, ist für die Erfindung unwesentlich.
Das Calciumoxid und Magnesia können in J?orm feiner Pulver gründlich gemischt und elektrostatisch, wie in
der USA-Patentschrift 3 000 752 beschrieben ist, aufgebraoht
werden. Die pulverförmigen Stoffe können auch mit Wasser gemischt und in Form einer Aufschlämmung auf
die Oberflächen des bandförmigen Guts aufgebracht und mittels Gummiwaisen unter Erzielung eines dünnen und
gleichmässigen Überzugs augeführt werden. Wenn eine wässrige Aufschlämmung verwendet wird, wird der Überzug
für gewöhnlich durch Erhitzen des Bandes auf eine niedrige Temperatur gleich nach dem Aufbringen des Überzugs erhitzt.
Bei Durchführung der Erfindung kann sich unter bestimmten Umständen während der bei hoher temperatur erfolgenden
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Kistenglühung
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- ίο -
Kistenglühung ein dünner Film auf dem Siliciumeisenblech
ausbilden. Die Bildung eines glasigen Films wird weitgehend durch Verwendung einer "nicht-hydratisierenden"
Magnesia vermieden. Ein dicker glasiger Film und ein Film, welcher für Eisen oxydierend wäre,
werden durch Verwendung von Calciumoxyd anstatt Calciumhydroxyd vermieden. In jedem Fall soll jeder
auf dem Siliciumeisen gebildete Überzug vor der abschliessenden sekundären Rekristallisationsglühung
entfernt werden und wird dies in der Segel vor einer anschliessenden Kaltwalzung. Wenn bei Verwendung der
erfindungsgemässen Mischung noch eine glasige Substanz zurückbleibt, so ist diese doch nicht zusammenhängend
und neigt weniger dazu, an den Blechoberflächen zu haften. Der Überzug oder Glühseparator kann zusätzliche
Stoffe enthalten, welche die Entfernung eines etwa gebildeten Films erleichtern. Bei Durchführung
der Erfindung wird jeder etwa gebildete Film leicht durch Beizen oder Abreiben entfernt.
Die nachfolgenden Beispiele dienen nur der Erläuterung und sind nicht beschränkend.
Beispiel A
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2,8^ % Silicium, 0,071 # Mangan, 0,024 1° Schwefel und
0f023 # Kohlenstoff enthaltendes Siliciumeisen wurde
auf eine Stärke von 0,110 Zoll (2,79 mm) warm-gewalzt und dann einer offenen Glühung bei 16750F (913°C) unterworfen.
Der 32 Zoll (81,3 cm) breite, warmgewalzte Wickel mit einem Gewicht von etwa 10 000 Pfund (4540 kg) wurde
dann auf eine Stärke von 0,025 Zoll (0,635 mm) kalt heruntergewalzt. Er wurde bei etwa 15000F (8160C) in
feuchtem Wasserstoff einer Durchlaufglühung unterworfen, bis der Gesamtkohlenstoff gehalt nicht über etwa 0,006 $>
und vorzugsweise weniger als 0,003 c/>
betrug. Dann wurde das Gut mit einer Mischung aus Magnesia und 4 Gew.%
Calciumoxyd überzogen; Die Mischung würde mit Wasser aufgeschlämmt, auf der Oberfläche des Blechs mittels
Gummiwalzen gleichmässig dick verteilt und dann durch Hindurchführen des Guts durch einen Durchlaufofen getrocknet.
Nach Auftrocknen des Glühseparators auf die Blechoberflächen wurde dieses aufgewickelt und 30 Stunden bei
22000F (12040O) in trockenem Wasserstoff einer Kisten-
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glühung unterworfen. Bei dieser Behandlung wurde der Schwefelgehalt des Guts auf 3 Teile pro Million herabgesetzt.
Das Gut wurde dann gebeizt und auf eine Stärke von 0,011 Zoll (0,279 mm) kaltgewalzt. Hach dem Überziehen
mit Aluminiumoxyd als Glühseparator wurde das Gut erneut aufgewickelt und 24 Stunden bei 22000F (12040C) kistengeglüht.
Während der Erhitzung erfolgte in dem Material eine primäre Rekristallisation, die bei der angegebenen
hohen Temperatur von einer sekundären Rekristallisation infolge Oberflächenenergie gefolgt war. Die abschliessende
Kistenglühung wurde unter den in der USA-Patentschrift 3 130 095 beschriebenen Bedingungen durchgeführt .und
das Endprodukt enthielt mehr als 90 $ der Kristalle mit Würfeltextur.
Ein anderes Silüciumeisen mit einem Siliciumgehalt von
2,94 $, einem Mangangehalt von 0,049 $>, einem Schwefelgehalt
von 0,023 Ί» und einem Kohlenstoffgehalt von 0,024 #
wurde auf eine Stärke von 0,090 Zoll (0,23 mm) warm heruntergewalzt und bei 16750F (9130C) offen geglüht.
Nach
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Nach dem Beizen wurde es auf eine Stärke von 0,025 Zoll (0,635 mm) kalt heruntergewalzt.
Es wurde dann bei einer Temperatur von etwa 15000F
(816 0) in feuchtem Wasserstoff mit einem Taupunkt von etwa 1000F (380G) offen geglüht. Dann wurde es mit
einer Aufschlämmung des etwa 6 $> CalGiumoxyd enthaltenden
und im übrigen aus Magnesia bestehenden Glühseparators überzogen. Der Überzug wurde getrocknet und das bandförmige
Gut wurde aufgewickelt.
Es wurde dann in trockenem Wasserstoff (Taupunkt -250F
(etwa -300C)) bei 22000F (12O4°C) kistengeglüht und
30 Stunden auf Temperatur gehalten. Das ergab einen Gesamtschwefelgehalt in dem Siliciumeisen von nicht
über 2,5 Teilen pro Million.
Das entBchwefelte Material wurde gebeizt, kalt auf eine
Stärke von 0,011 Zoll (0,28 mm) heruntergewalzt, mit Aluminiumoxyd als Glühseparator überzogen und aufgewickelt,
worauf eine 24-stündige Kistenglühung bei 22000F (12040O) in einer nicht über etwa 250 Teile pro
Million Schwefelwasserstoff enthaltenden Atmosphäre folgte. Das erhaltene Material besasa ebenfalls Kristalle
mit Würfeltextur, welche mehr als 90 £ seines Volumens
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Die Bedingungen bei der abachliessenden Grlühung sind bekannt und bilden keinen Teil der Erfindung. So kann
beispielsweise die Temperatur von etwa 1900 bis 2300 3? (1038 bis 1260 C) variieren und die Zeit kann mehr oder
weniger als 24 Stunden betragen. Auch kann der schwefelhaltige Katalysator aus vielen bekannten Quellen stammen.
Obwohl sich das erfindungsgemässe Verfahren als besonders geeignet für die Herstellung von Siliciumeisen mit einer
Würfelflächentextur im Endzustand erwiesen hat, ist natürlich die Mischung aus Magnesia und Oalciumoxyd auch
zur Herabsetzung des Schwefelgehalts in anderem Eisenmaterial auf sehr niedrige Werte geeignet.
Unter Siliciumeisen ist ein etwa 2,5 bis 4,0 i» Silicium
enthaltendes Material mit einem anfänglichen Kohlenstoffgehalt von nicht über etwa 0,040 $, einem anfänglichen
Schwefelgehalt von nicht über etwa 0,030 $, einem Mangangehalt
zwischen etwa 0,02 und etwa 0,10 # und mit nicht über etwa 0,0035 $ Oxydeinschlüssen zu verstehen, das
im übrigen aus Eisen mit den bei der Herstellung von Siliciumeisen in basischen Siemens-Martin-Öfen, elektrischen
Öfen oder nach den verschiedenen Sauerstoffblasverfahren üblichen Verunreinigungen besteht.
Die
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Die Erfindung-kann weitgehende Abänderungen erfahren,
ohne dass dadurch ihr Rahmen verlassen wird.
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Claims (4)
1) Glühseparator für Eisenmaterial, bestehend im wesentlichen aus Magnesiumoxyd,und etwa 2 bis etwa 10 Gew.$
Calciumoxyd.
2) Glühseparator nach Anspruch 1, bestehend im wesentlichen aus Magnesiumoxyd und etwa 4 bis etwa 6 Gew.^
Calciumoxyd.
3) Verfahren zur Herabsetzung des Schwefelgehaltgvon
Eisenmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Eisenmetallba.nd mehrere Stunden bei einer Temperatur
von etwa 2000 bis 23000P (1093 bis 12600G) in .einer
trockenen, wasserstoffhaltigen Atmosphäre glüht, während die Bandoberflächen mit einem Glühseparator
gemäss Anspruch 1 oder 2 bedeckt sind.
4) Verfahren zur Herstellung von Siliciumeisenblech mit
Wurfelflächentextur unter Verwendung des Glühseparators
gemäss Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass
man ein etwa 2,4 bis 4 £ Silicium enthaltendes SiIieiümeisen
warm auf eine mittlere Stärke herunterwalit, dann das Gut auf eine grössere Stärke als die Endstärkfc ,
kaltwalzt, es einer Entkohlungsbehandlung zur Heräb-
BAD ORIGINAL
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Setzung des Gresamtköhlenstöffgehalts auf weniger
als 0,006 ia unterwirft, mit dem Glühseparator überzieht
und mehrere Stunden bei einer Temperatur von 2000 bis 23O0°P (1093 bis 126O0C) in einer trockenen,
wasserstoffhaltigen Atmosphäre zur Herabsetzung des Schwefelgehalts auf einen Wert von nicht über etwa
6 Teile pro Million glüht, den Glühseparator entfernt, das 6ut auf die Endstärke kalt herunterwalzt
und es dann einer bekannten, aufgrund von Oberflächenenergier-erscheinungen
verlaufenden sekundären Rekristallisation unterwirft.
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |