DE1458865C - Lanze zum Blasen von Gasen auf und in Metallschmelzen - Google Patents
Lanze zum Blasen von Gasen auf und in MetallschmelzenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lanze zum Blasen von Gasen, gegebenenfalls vermengt mit
Feststoffen, auf und in Metallschmelzen, insbesondere zur Verwendung in Konvertern, mit einer Düse,
die einen im wesentlichen zylindrischen, innerhalb der Lanze axial verstellbaren Leitkörper mit an seiner
Außenfläche befindlichen, schraubenförmig gewundenen Durchlässen für die Strömung enthält, wobei
der Leitkörper mit einem Antrieb gekuppelt ist, der ihm während des Blasens eine hin und hergehende
Bewegung zu erteilen vermag und der Hub des Leitkörpers einstellbar ist. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde,
die sogenannte Freistrahlcharakteristik einer solchen Lanze veränderbar zu machen, also die Lanze so zu
gestalten, daß dem Gasstrahl zwischen Lanzenkopfmündung und Badoberfläche eine bestimmte, veränderbare
Gestalt gegeben werden kann. Dadurch kann der Ablauf des Blasprozesses in der weiter unten
beschriebenen Weise günstig beeinflußt werden.
Zur Lösung der genannten Aufgabe ist erfindungsgemäß der Leitkörper vollständig in dem das Lanzeninnere durchströmenden Gas und seine untere Stirnfläche
in Abstand von einer an der Düsenmündung ausgebildeten Einschnürung angeordnet, die aus
einem gegen die Düsenmündung nach oben versetzten Wulst besteht. Eine solche Ausbildung der
Lanze führt dazu, daß der austretende Strahl Glockenform annimmt, wobei der untere Durchmesser
der Glocke und damit auch der Durchmesser der von dem Strahl getroffenen Oberfläche der Schmelze
mit wachsendem Abstand des Leitkörpers von dem die Einschnürung bildenden Wulst zunimmt. Es ist
daher möglich, diesen Durchmesser während einer Charge zu ändern, was in der Regel zweckmäßig so
geschieht, daß zunächst mit scharfem, auf einen eng begrenzten Fleck gerichtetem Strahl und im weiteren
Verlauf mit einem weniger scharfen und dafür stärker ausgebreiteten Strahl gearbeitet wird. Außerdem ergibt
sich die Möglichkeit der Einstellung während der Konverterreise, da die feuerfeste Ausmauerung des
Konverters verschleißt. und so bei gleichem Füllgewicht sich die Badtiefe ändert, was andere Strahlverhältnisse
erfordert.
Aus der österreichischen Patentschrift 174 388 ist eine Lanze mit einer mit schraubenförmigen Leitschaufeln
besetzten, axial verschiebbaren Stange bekannt. Mit dieser Lanze wird jedoch keine glockenförmige
Freistrahlcharakteristik erzeugt, bei der sich der untere Glockendurchmesser durch axiale Verschiebung
des Leitkörpers. ändern läßt. Denn um diese Wirkung zu erzielen, ist es notwendig, daß der
Leitkörper vollständig in dem das Lanzeninnere durchströmenden Gas und seine untere Stirnfläche
in Abstand von einer an der Düsenmündung ausgebildeten Einschnürung angeordnet ist, was bei der
Lanze nach der genannten österreichischen Patentschrift nicht der Fall ist. Daher treten die mit der
Erfindung erstrebten Wirkungen bei der Lanze nach dieser Patentschrift nicht ein.
In der bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der Leitkörper mit einem zusätzlichen Durchlaß in
Form einer axialen Bohrung versehen. Dadurch wird der Strömungswiderstand der Lanze herabgesetzt,
ohne daß die erwünschte strömungstechnische Wirkung der schraubenförmigen Kanäle vereitelt wird.
Die Lanze nach der Erfindung läßt sich ferner dadurch verbessern, daß die Düse im Bereich zwischen
dem Wulst und der Düsenmündung konisch erweitert ist. Dadurch wird eine wärmetechnische Schwierigkeit
vermieden, die darin besteht, daß ein Wulst, der sich an der thermisch höchst belasteten Stelle der
Lanze befindet, schneller Zerstörung unterliegt.
Ist der Leitkörper mit einem zusätzlichen Durchlaß in Form einer axialen Bohrung versehen, dann
ist eine Anpassung der Strömung an die Betriebsbedingungen dadurch in besonders wirkungsvoller
Weise möglich, daß die axiale Bohrung an eine besondere Zuleitung angeschlossen wird.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausfiihrungsbeispiel. Es zeigt
Fig. 1 die Gesamtanordhung in Ansicht von der Seite,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch die den unteren Teil einer erfindungsgemäß gestalteten Lanze bildende
Düse,
F i g. 3 einen Schnitt nach Linie III-III in Fig. 2
und
Fig. 4 und 5 zwei der Fig. 2 entsprechende Darstellungen
bei verschiedenen Einstellungen des das eine wesentliche Merkmal der Erfindung bildenden
Leitkörpers.
Die in F i g. I wiedergegebene Gesamtanordnung
entspricht im wesentlichen dem üblichen Aufbau. Ein den Außenmantel der Düse bildendes Rohr L ist demgemäß
mittels eines Armes 2 an einem Gestell 3 starr befestigt. Zur Zuführung des Sauerstoffes oder anderen
Gases dient ein durch schwenkbare Arme 4 gestützter Schlauch 5. Die Arme 4 sind an einer
Strebe 6 um eine Achse 7 drehbar gelagert.
Der Schlauch 5 ist nicht unmittelbar an das Rohr 1 angeschlossen, sondern mittels einer Flanschverbindung
an ein Innenrohr 8, das im Rohr 1 längsverschiebbar geführt ist. Um Gasaustritt an der oberen
Mündung des Rohres 1 zu verhindern, ist eine Dichtung vorgesehen, die nach Art einer Stopfbuchse gestaltet
sein kann und in Fig. 1 in Form zweier Flansche 9 erscheint.
Das Innenrohr 8 kann durch zwei am Gestell 3 gelagerte hydraulische Zylinder-Kolbenantriebe 10 im
Außenrohr 1 vertikal verschoben werden. Dazu sind die Kolben 11 durch ein mittleres Gelenk und seitliche
Gelenke 14 an das Innenrohr 8 angeschlossen.
Die Lanze ist zwecks Kühlung in der üblichen Weise doppelwandig gestaltet. Das den Außenmantel
bildende Rohr 1 enthält somit einen Innenmantel 15 sowie einen Zwischenmantel 16, wodurch zwei Ringräume
17 und 18 gebildet werden, die nahe der Mündung 19 der Düse miteinander verbunden sind.
Flüssiges Kühlmittel wird in Richtung der gezeichneten Pfeile durch den inneren . Ringraum 17 von
oben zugeführt, nahe der Mündung 19 umgelenkt und durch den äußeren Ringraum 18 nach oben
abgeführt. Durch den die Lanze durchströmenden Sauerstoff wird das Kühlmittel 17 im inneren Ringraum
auf niedriger Temperatur gehalten.
Das längsverschiebbare Innenrohr 8 bildet den Träger eines Leitkörpers 20. Dieser Leitkörper ist im
wesentlichen zylindrisch gestaltet und füllt, von Toleranzen abgesehen, zusammen mit der Wandung des
Innenrohrs 8 die lichte Weite des inneren Mantels 15 vollständig aus. Der Leitkörper 20 hat eine zentrale
Bohrung 21 sowie eine Anzahl von an seiner Außenfläche schraubenförmig verlaufenden Nuten, die mit
der Innenfläche des Innenrohres 8 Durchlässe 22 bilden. Der der Lanze zugeführte Sauerstoff tritt
durch den Leitkörper 20 daher auf zwei verschiedene
Weisen, nämlich einmal ohne Umlenkung durch die zentrale Bohrung 21 und zum anderen mit Umlenkung
durch die schraubenförmig gewundenen Durchlässe 22. Die auf diese letztere Weise erzeugte
Strömung hat daher einen Drall um die Lanzenachse.
Nahe der Lanzenmündung 19, jedoch gegen die eigentliche Mündung etwas zurückversetzt, hat die
Düse einen nach innen vorragenden Wulst 23. Dieser Wulst ist von wesentlicher Bedeutung für die Ausbildung
der aus der Lanze tretenden Strömung.
Auf die verhältnismäßig verwickelten Strömungsbedingungen soll hier nicht näher eingegangen
werden, weil insoweit bereits durch interne Versuche gewonnene Erfahrungen vorliegen. Diese Erfahrungen
haben gezeigt, daß ein aus der Düse nach F i g. 2 austretender Gasstrom eine Glockenform
annimmt, wie sie in F i g. 4 und 5 angedeutet ist. Dabei ergibt sich, daß die Glocke sich um so stärker
ausbreitet, je größer der Abstand des Leitkörpers 20 von der Düsenmündung 19 ist, wie es dem Zustand
nach F i g. 5 entspricht. Dagegen ergibt sich eine wesentlich engere Glocke bei verringertem Abstand
gemäß F i g. 4. Aus welchen Gründen eine in Glockenform austretende Strömung metallurgisch
zweckmäßig ist und besondere Vorteile hat, wenn sich die Breite der Glocke auch noch ändern läßt,
wurde bereits eingangs ausgeführt.
Die Antriebe 10,11 gestatten es nicht nur, die axiale Stellung des Leitkörpers 20 in jedem Augenblick
während einer Charge oder zwischen zwei Chargen zu ändern; sie ermöglichen es auch, dem
Leitkörper 20 während eines Blasvorganges eine hin- und hergehende Bewegung zu erteilen, und zwar mit
in weiten Grenzen veränderlicher Amplitude und Frequenz. Nach bisherigen Erfahrungen sind Bewegungen
im Frequenzgebiet bis rund 1 Hz besonders geeignet, den Vorgang metallurgisch günstig
zu beeinflussen.
Die schraubenförmig gewundenen Kanäle 22 sind in Verbindung mit dem Wulst 23 zur Erzeugung einer
glockenförmig austretenden Strömung notwendig. Dagegen kann unter Umständen auf die zentrale
Bohrung 21 im Leitkörper 20 verzichtet werden. Wird eine solche Bohrung jedoch vorgesehen, dann
ist es besonders zweckmäßig, diese Bohrung und die schraubenförmigen Kanäle 22 gesondert mit Gas zu
versorgen, also oben an die zentrale Bohrung 21 ein (nicht gezeichnetes) zusätzliches Rohr anzuschließen,
das sich durch das Innenrohr 8 hindurch nach oben erstreckt, so daß es möglich ist, durch getrennte
Zuleitungen und Drossel- oder Absperrvorrichtungen wahlweise nur die schraubenförmigen Kanäle 22 oder
zusätzlich die zentrale Bohrung 21 in quantitativ beliebig wählbarer Weise mit Gas zu versorgen.
Vollständigkeithalber sei erwähnt, daß die Düse an ihrer Mündung und in deren Umgebung mit einer
schützenden Schicht 27 versehen ist.
Claims (4)
1. Lanze zum Blasen von Gasen, gegebenenfalls vermengt mit Feststoffen, auf und in Metallschmelzen,
insbesondere zur Verwendung in Konvertern, mit einer Düse, die einen im wesentlichen
zylindrischen, innerhalb der Lanze axial verstellbaren Leitkörper mit an seiner Außenfläche
befindlichen schraubenförmig gewundenen Durchlässen für die Strömung enthält, wobei der
Leitkörper mit einem Antrieb gekuppelt ist, der ihm während des Blasens eine hin- und hergehende
Bewegung zu erteilen vermag und der Hub des Leitkörpers einstellbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Leitkörper (20) vollständig in dem das Lanzeninnere durchströmenden
Gas und seine untere Stirnfläche in Abstand von einer an der Düsenmündung (19) ausgebildeten Einschnürung angeordnet ist, die
aus einem gegen die Düsenmündung (19) nach oben versetzten Wulst (23) besteht.
2. Lanze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkörper (20) mit einem
zusätzlichen Durchlaß in Form einer axialen Bohrung (21) versehen ist.
3. Lanze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse im Bereich zwischen
dem Wulst (23) und der Düsenmündung (19) konisch erweitert ist.
4. Lanze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Bohrung
(21) an eine gesonderte Zuleitung (24) angeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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