DE1456568C - Vorrichtung zum Gleichlegen von run den Verschlußdeckeln mit einseitig ring artig vorstehendem, beispielsweise nach außen gerolltem Randvorsprung - Google Patents
Vorrichtung zum Gleichlegen von run den Verschlußdeckeln mit einseitig ring artig vorstehendem, beispielsweise nach außen gerolltem RandvorsprungInfo
- Publication number
- DE1456568C DE1456568C DE1456568C DE 1456568 C DE1456568 C DE 1456568C DE 1456568 C DE1456568 C DE 1456568C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rail
- guide
- cover
- shaped
- edge
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 claims description 8
- 230000005484 gravity Effects 0.000 claims description 5
- 230000007704 transition Effects 0.000 claims description 3
- 238000013459 approach Methods 0.000 claims 1
- 230000002250 progressing effect Effects 0.000 claims 1
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 claims 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims 1
- 239000007799 cork Substances 0.000 description 5
- 239000011324 bead Substances 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 239000000696 magnetic material Substances 0.000 description 1
- 238000009877 rendering Methods 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Gleichlegen von runden Verschlußdeckeln mit einseitig
ringartig vorstehendem, beispielsweise nach außen gerolltem Randvorsprung, in welchen die mit beliebiger
Seitenorientierung zwischen Führungen aufrecht stehend anrollenden Verschlußdeckel durch Schwerkraft
längs beidseitigen Führungen von am Einlauf U-schienenförmiger und in Richtung des Auslaufes
in ein rundrinnenartiges Profil übergehender Form geführt werden, welche sie allmählich unter Kippung
im einen bzw. im entgegengesetzten Sinne um führungsparallele Achsen in horizontale, seitenmäßig
gleichorientierte Lage bringen.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise in der USA.-Patentschrift 2 564 143 beschrieben. Bei dieser
bekannten Vorrichtung sind in dem U-schienenförmigen Führungsbereich in den Nutecken der in diesem
Bereich die Führung bildenden U-Schiene Leisten angeordnet, die einerseits bewirken, daß die obere Dekkelkante
der wegen ihres Randvorsprunges ohnehin ao bereits in schräger Hochkantlage anrollenden Deckel
nicht ganz bis an die betreffende U-Schienenwange heranlaufen kann und andererseits wegen des gewählten
Leistenabstandes der Deckelrandvorsprung auf der jeweils gegenüberliegenden Leiste läuft, so daß die
Deckel in eine noch stärkere Kipplage geraten. An den U-schienenförmigen Führungsabschnitt schließt
sich bei der bekannten Vorrichtung ein rundrinnenartiger Führungsabschnitt an, dessen Sohle tiefer liegt
als die Sohle des U-schienenförmigen Führungsabschnittes. Die ablaufenden Deckel erleiden infolgedessen
an der Übergangsstelle jeweils einen Stoß, welcher ihre weitere Kippung bewirkt, die außerdem
noch durch den Umstand unterstützt wird, daß in dem rundrinnenförmigen Führungsabschnitt die Dekkelkanten
keine scharf begrenzte Führung mehr haben. Der rundrinnenförmige Führungsabschnitt der
bekannten Vorrichtung geht sodann wiederum in einen breiteren, U-schienenförmigen Führungsabschnitt
über, in welchem die Deckel eine bereits der Horizontallage stark angenäherte Schräglage einnehmen
und von welchem sie an ein Förderband abgegeben werden, auf welches sie sich sodann gleichgerichtet
in horizontaler Lage auflegen.
Diese Bauart der bekannten Vorrichtung hat zur
Folge, daß die darauf abrollenden Deckel insbesondere in dem ersten U-schienenförmigen Führungsabschnitt und in dem sich daran anschließenden rundrinnenförmigen
Führungsabschnitt praktisch nahezu unabgestützt in labilem Gleichgewicht dahinrollen
und infolgedessen bei Stauungen in dem zweiten U-schienenförmigen Führungsabschnitt ein »Entgleisen«
der nachkommenden Deckel eintritt, wodurch die ganze Einrichtung unwirksam wird. Ein weiterer
Nachteil der bekannten Einrichtung liegt darin, daß die Eckleisten des ersten U-schienenförmigen Führungsabschnittes
abstandsmäßig genau auf die Dekkelhöhe ausgerichtet sein müssen, so daß mit der bekannten
Einrichtung nur Deckel ganz bestimmter Höhe gleichgelegt werden können.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, mit Vorrichtungen der. eingangs dargelegten Art
Randvorsprungdeckel verschiedener Höhenabmessungen gleichlegen zu können und außerdem einen
von etwaigen Stauungen am Auslaß unabhängigen gleichmäßigen und störungsfreien Deckeldurchsatz
sicherzustellen.
Im Sinne der Lösung dieser Aufgabe ist eine Vorrichtung
zum Gleichlegen von runden Verschlußdekkeln mit einseitig ringartig vorstehendem Rand vorsprung
der eingangs dargelegten allgemeinen Bauart gemäß der Erfindung durch die Kombination folgender
Merkmale gekennzeichnet:
a) Am Einlauf sind in an sich bekannter Weise zwischen der einen und der anderen der beiden
Wangen der U-schienenförmigen Führung und einem zwischen und parallel zu diesen Wangen
verlaufenden Bodenlängsvorsprung der U-Schiene gebildete Rillen vorgesehen, deren
innere Führungswangen in Richtung zum Auslauf hin fortschreitend weiter seitlich von der
Führungsmitte weg nach außen abweichen.
b) Eine der beiden Rillen entspricht in Breite und Tiefe den Abmessungen des Randvorsprunges
der gleichzulegenden Deckel plus einem gewissen Arbeitsspiel.
c) Die Rillen grenzen spätestens im Bereich des Übergangs des Führungsprofils von der U-Schienenform
in die Rundrinnenform an die Deckel zunächst einseitig und dann beidseitig unten abstützende
Längsführungselemente an bzw. gehen in solche über.
d) Es sind an sich bekannte, die Deckel in der Nähe des Einlaufes etwa in Deckelmittenhöhe
beidseitig abstützende Längsführungselemente vorgesehen, die in Richtung zum Auslauf hin
fortschreitend beidseitig nach außen hin zurücktreten und an der Stelle endigen,' an welcher die
Deckel beidseitig von den erstgenannten Längsführungselementen von unten her unterstützt
werden.
Aus der USA.-Patentschrift 1 053 634 ist bereits eine Vorrichtung zum Gleichlegen von Kronenkorkendeckeln
bekannt, bei welcher an der Sohle einer in ihrem Querschnittsprofil genau dem jeweiligen
Kipplagenumriß der gleichzulegenden Kronenkorken angepaßten Röhre ein zunächst schienenförmiger
und sich dann zu einem etwa prismatischen und fortschreitend höher werdenden Kippkörper erweiternder
Ablenkkörper angeordnet ist, welcher eine Kippung der durch die Röhre zunächst rollenden und
dann gleitenden Kronenkorkendeckel in horizontale Lage derart bewirkt, daß danach ihre Konkavseite
oben liegt. Diese bekannte Vorrichtung ist nur zum Gleichlegen von Kronenkorkendeckeln geeignet und
hat wiederum zur Voraussetzung, daß sie hinsichtlich ihrer Abmessungen sehr genau auf die gleichzulegende
Deckelart abgestimmt sein muß. Voraussetzung für ein einwandfreies Funktionieren der jeweils
sinnrichtigen Abzweigung der anrollenden Kronenkorken an dem die Abzweigstelle bestimmenden
schienenförmigen Abschnitt des Ablenkkörpers ist die bei Kronenkorken im unverformten Zustand
übliche kegelartig verlaufende Deckelrandgestalt, die den aufrecht stehend rollenden Kronenkorkendeckeln
das Bestreben zum Kurvenlauf verleiht. Die Deckel neigen infolgedessen zum Aneinandervorbeilaufen,
weshalb die Führungen sehr eng gehalten werden müssen und weshalb insbesondere auf Grund des Umstandes,
daß in dem sich unmittelbar an den Kippkörper anschließenden Führungsabschnitt der Vorrichtung
die Kronenkorkendeckel sich übereinanderschieben können, schwer zu beseitigende Verstopfungen auftreten können. Die seit etwa einem halben
Jahrhundert bekannte Einrichtung hat dem Fachmann keine Anregung gegeben, zum Gleichlegen von
mindestens ebenso lange bekannten Runddeckeln mit nach außen gerolltem Rand zwei Rillenführungen im
Sinne der erfindungsgemäßen Einrichtung anzuwenden und dabei durch Auseinanderführen der die Dekkelränder
führenden Rillen eine zwangläufige sinnrichtige Weiterführung der Deckel an der Abzweigstelle
zu erzielen.
Aus der USA.-Patentschrift 3 029 918 ist eine Vorrichtung
zum Gleichlegen von Runddeckeln ohne Randvorsprung bekanntgeworden, bei welcher ebenfalls
von dem Prinzip einer Führungsnutverzweigung Gebrauch gemacht wird. Bei dieser bekannten Gleichlegevorrichtung
sind am Einlauf zwischen der einen und der anderen der beiden Wangen der U-schienenförmigen
Führungen und einem zwischen und parallel zu diesen Wangen verlaufenden Bodenlängsvorsprung
der U-Schiene gebildete Vertiefungen als Rillen vorgesehen, deren innere Führungswangen in Richtung
zum Auslauf hin fortschreitend weiter seitlich von der Führungsmitte weg nach außen abweichen. Die Breite
dieser Rillen ist gleich der Höhe der gleichzulegenden Deckel plus einem gewissen Arbeitsspiel. Damit
diese Vertiefungen die angestrebte Gleichlegewirkung ausüben können, sind ihnen Vorrichtungen vorgeschaltet,
die ein richtiges Einlaufen der Deckel jeweils in die eine oder in die andere Rille bewirken,
je nachdem, ob die Deckelöffnung der aufrecht ankommenden Deckel nach der einen oder nach der
anderen Seite weist. Zu diesem Zweck dient entweder ein um eine vertikale Achse drehbares, die
Deckelfläche abtastendes Sternrad, oder es werden sich an die Deckel beiderseits anlegende, federnd gelagerte,
um vertikale Achsen drehbare Führungsroilen vorgesehen, oder es werden auf die Deckel einwirkende
Leitmagnete angewendet. Die erstgenannten beiden Anordnungen sind zur Handhabung der heute
allgemein bevorzugten, sehr weichen und sehr dünnen Aluminiumdeckel ungeeignet, da diese durch das
Sternrad bzw. durch die federnden Rollen beschädigt würden, und die letztgenannte Anordnung eignet sich
nur zur Einwirkung auf Deckel aus magnetischem Material. Aus der gleichen USA.-Patentschrift geht
hervor, daß es bekannt ist, die aufrecht anrollenden Deckel in der Nähe des Einlaufes etwa in Mittenhöhe
beidseitig durch Längsführungselemente abzustützen. Im übrigen gibt diese Druckschrift dem Fachmann
jedoch keine Lehre im Sinne der ernndungsgemäßen Lösung der oben dargelegten Aufgabe, wonach die
Rillen dazu dienen, die Randvorsprünge der Deckel aufzunehmen und so automatisch die Deckel jeweils
in die Rillen einzuführen, die eine sinnrichtige Kippung zum Zwecke des angestrebten Gleichlegens
herbeiführen.
In der österreichischen Patentschrift 214 858 ist eine Vorrichtung zum Trennen von ineinandergeschachtelten
Deckeln mit Randvorsprung beschrieben, bei weicher mit dem Randvorsprung der voneinander
zu trennenden Deckel zusammenwirkende Schienen vorgesehen sind, längs welcher die Deckel
entlangrollen und die auf Grund ihrer besonderen Form jeweils das Abtrennen eines Deckels von
einem Stapel ineinandergeschachtelter Deckel bewirken. Diese Druckschrift gibt jedoch dem Fachmann
keinerlei Lehre zur Losung der Aufgabe des Gleichlegens von aufrecht mit verschiedener Seitenorientierung
ankommenden Deckeln mit Randvorsprung, da bei der darin beschriebenen Vorrichtung die Deckel
auch wieder mit verschiedener Seitenorientierung abgegeben werden.
Die bekannten Anordnungen legen im übrigen auch in ihrer Gesamtheit dem Fachmann nicht die
erfindungsgemäße Merkmalskombination zur Lösung der zugrunde gelegten Aufgabe nahe.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung bringt gegenüber den bekannten Vorrichtungen einschlägiger Art
den sehr erheblichen technischen Fortschritt, daß eine völlig sichere, einwandfreie Gleichlegewirkung
unabhängig davon erzielt wird, ob der Deckeldurchsatz groß oder gering ist, daß weiter Deckel aus dem
heute allgemein bevorzugten weichen und biegsamen Aluminiummaterial gehandhabt werden können, daß
außerdem keine beweglichen Teile in der Vorrichtung vorhanden sind und schließlich die Konstruktion der
Vorrichtung denkbar einfach und folglich auch billig ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung mit Rille und Vertiefung
hat die den Randvorsprung der jeweils in entgegengesetzter Seitenorientierung ankommenden
Deckel aufnehmende Vertiefung die Form einer im Querschnitt V-förmigen Rinne, deren eine Wange
die genannte andere, vertikale U-Schienenwange bildet und deren andere Wange eine von der die genannte
Rille begrenzenden Kante des Bodenlängsvorsprunges zu der genannten anderen, vertikalen
U-Schienenwange hin abfallende, als Nutgrund dienende Schrägfläche bildet.
Diese letztgenannte Anordnung ist insbesondere dann besonders zweckmäßig, wenn die Deckel aus
sehr dünnem und leicht biegsamem Material gefertigt sind und folglich die Abmessungen der Deckel
nicht in engen Toleranzen gehalten werden können.
Die Erfindung wird nunmehr nachstehend unter Bezug auf die Zeichnungen an Hand einiger Ausführungsbeispiele
in ihren Einzelheiten beschrieben. In den Zeichnungen stellt dar
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Gleichlegevorrichtung,
F i g. 2 eine Aufsicht auf die in F i g. 1 gezeigte Gleichlegevorrichtung,
Fig. 3 bis 11 Querschnitte jeweils längs der Ebenen
A-A, B-B, C-C, D-D, E-E, F-F, G-G, H-H und /-/ in F i g. 1 und
Fig. 12 bis 18 Querschnitte durch eine weitere
Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung, die jedoch wiederum den Querschnittsebenen
A-A, B-B, C-C. D-D, E-E, F-F und G-G der Ausführungsform
gemäß F i g. 1 der Zeichnungen entsprechen.
Zunächst wird die in den Fig. 1 bis 11 der Zeichnungen
dargestellte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Gleichlegevorrichtung beschrieben. Diese Vorrichtung weist einen ersten Förderabschnitt
auf, der in den F i g. 1 und 2 der Zeichnungen links erscheint. In diesem Förderabschnitt wird ein Gefäßdeckel
1. dessen Deckelrand an seiner Unterkante nach außen gerollt bzw. mit einem Randwulst2
versehen ist, indem or beispielsweise unter Wirkung seiner Eigenschwere längs der Vorrichtung rollt, zwischen
übereinanderliegenden, einander zugekehrten U-Schicncn 3 und 4 geführt. Der Deckelrandwulst 2,
der an der axial äußersten Kante des Deckelrandes liegt, stellt ein Asymmetrieelement dar, welches bei
der hier zu beschreibenden Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dazu benutzt wird,
zwischen Deckeln zu unterscheiden, die sich mit nach verschiedenen Seiten weisenden Oberflächen in der
Vorrichtung vorwärts bewegen. Zu diesem Zweck ist in der U-Schiene 4 eine Sortiereinrichtung angeordnet,
die im wesentlichen aus einem Führungsschienenpaar 5, 6 besteht, welches in der U-Schienen-Nutmitte
angeordnet ist. Dieses Schienenpaar berührt den Bereich des Deckelrandes, der sich unmittelbar
neben dem Randwulst 2 befindet, wobei dieser Bereich entweder rechts oder links liegen kann, je
nachdem, ob der betreffende Deckel nach rechts oder links ausgerichtet ist. Dieser Förderabschnitt
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist aus F i g. 4 ersichtlich. Wie F i g. 5 zeigt, laufen die beiden
Schienen 5 und 6 mit fortschreitendem Förderweg auseinander und bilden so zwei getrennte Führungen.
Die Führung 5 dient dazu, wie F i g. 5 zeigt, den in voll ausgezogenen Linien gezeichneten Deckel im
Uhrzeigersinn zu kippen, während die Führung 6 dazu dient, einen in entgegengesetztem Sinn ausgerichteten
Deckel, der in F i g. 5 in strichpunktierten Linien gezeichnet ist, entgegen dem Uhrzeigersinn zu
kippen. Wie nacheinander aus den F i g. 6 bis 11 ersichtlich
ist, enden diese Führungen 5 und 6 in einem weiter vorgeschrittenen Abschnitt des Förderweges,
und die nunmehr unter ihrem Eigengewicht kippenden Deckel werden in dieser sich über etwa 90° erstreckenden
Kippbewegung durch Längsführungselemente 7 und 10 bzw. 8 und 9 je nach ihrem jeweiligen
Kippsinn unterstützt. Eine Mittelschiene 11 stellt sicher, daß die aus irgendwelchen Gründen
nicht kippenden Deckel umgestoßen werden, so daß auch sie die Kippbewegung durchmachen.
Die mit den Führungsschienen 5, 6 ausgerüstete Gleichlege-Vorrichtung unterscheidet also zwischen
Deckeln, die oberflächenmäßig in dem einen Sinn ausgerichtet sind und solchen, die oberflächenmäßig
im entgegengesetzten Sinn ausgerichtet sind. Im Zuge fortschreitenden Förderweges dienen die Führungsmittel
dazu, die nacheinander über sie hinweglaufenden bzw. hinweggleitenden Deckel so lange zu kippen,
bis dieselben stark genug geneigt sind, um nunmehr auf Grund ihres Eigengewichtes auf die jetzt
voneinander entfernt liegenden Stützschienen 7, 8, 9, 10 zu fallen, wobei sie gleichzeitig — unter Begrenzung
ihrer Seitenbeweglichkeit durch eine zu einem rundrinnenartigen Profil gebogene Seitenwand 9 a —
in die gleiche Lage gebracht werden.
Die Gleichlegevorrichtung ist in den F i g. 1 und 2 in ungefähr horizontaler Lage dargestellt. In Wirklichkeit
neigt sich der Weg der Förderbahn in zunehmendem Maße, und zwar in einem Winkelbereich
von beispielsweise etwa 15 bis 30°. so daß die zu fördernden Gefäßdecke! unter der Wirkung ihrer
eigenen Schwerkraft die Förderbahn entlangrollen bzw. entlanggleiten und gleichzeitig unter der Wirkung
ihrer eigenen Schwerkraft in eine mit ihrer offenen Seite nach aufwärts weisende Lage kippen.
Bei der in den Fig. 12 bis 18 dargestellten Ausführungsform
einer Gleichlegevorrichtung nach der Erfindung sind die Führungsschienen 5 und 6 durch
eine profilierte Führungsschiene 21 ersetzt. In dem in Fig. 12 der Zeichnungen dargestellten Förder-Streckenabschnitt
weist diese Führungsschiene 21 eine Rille 22 auf. die mit ihrer innenwand in gleicher
Weise wirksam ist wie die zuvor mit Bezu<j auf
die Ausführungsform der Erfindung gemäß den Fig. 1 bis 11 beschriebene Einzelschiene5. Neben
dieser Rille befindet sich jedoch bei der jetzt zu beschreibenden Ausführungsform eine nach der von
der Rille 22 abgewandten Seite des Führungsweges abfallende Schrägfläche der Rille 23, deren Neigungstiefe
ungefähr dem Maß entspricht, um welches der Randwulst 2 über den Deckelrand der zu fördernden
Deckel 1 übersteht. Durch beiderseits an die Profilschiene 21 angesetzte U-Schienenwangen 24 wird
oberhalb der Führungsschiene 21 wiederum eine U-schienenförmige Gesamtführung gebildet. Aus
F i g. 12 ist weiter ersichtlich, daß die obere U-Schiene 3 der zuvor mit Bezug auf die F i g. 1 bis
11 beschriebenen Ausführungsform bei der nunmehr zu beschreibenden Ausführungsform durch eine sich
bereits in den obersten Förderstreckenbereich verlängernde Fortsetzung der Mittelschiene 11 ersetzt
ist.
Aus Fig. 13 ist ersichtlich, daß sich der U-förmige Querschnitt der Rille 23 allmählich zu einer
bogenförmig begrenzten Rille verändert und daß die seitliche U-Schienenwange 24 in diesem Abschnitt
des Förderweges in Fortfall kommt. Dadurch kann der Randwulst 2 des gemäß der Darstellung in
F i g. 13 nach rechts weisenden Deckelrandes allmählich längs der bogenförmig verlaufenden Wange
23 α nach unten und nach rechts rollen, während der Oberteil des betreffenden Deckels von der Führungsschiene
11 freikommt. In dieser Stellung ruht der betreffende Deckel einerseits auf der rechten, im
Querschnitt bogenförmig gekrümmten Seitenwand 26 der Gleichlegevorrichtung und andererseits auf dem
linken Längsführungselement 27. Die F i g. 14 zeigt, daß sich das Querschnittsprofil der Führungsschiene
21 mit fortschreitendem Förderweg weiter ändert und daß in diesem Förderwegabschnitt die Innenwand
der Rille 22 durch eine geneigte Fläche ersetzt ist, was auch für die andere., zuvor bei 23 α bogenförmig
verlaufende Führungsfläche gilt, so daß nunmehr die Führungsschiene 21 an ihrer Oberkante ein dachartiges
Profil aufweist. In diesem Förderwegabschnitt ist nunmehr auch die linke U-Schienenwange 24
weggelassen. Beide Deckel ruhen also nunmehr einerseits auf den im Querschnitt bogenförmig gekrümmten
Seitenwänden 26 und 28 der Förderstrecke und andererseits auf den ihnen jeweils zugeordneten
Längsführungselementen 27 und 29.
Fig. 15 zeigt, daß sich diese Dachform der Führungsschiene
21 mit fortschreitendem Förderweg weiter erhöht und verbreitert und daß in diesem
Förderabschnitt nunmehr die Mittelschiene 11 genau auf Mitte ausgerichtet ist.
Aus den Fig. 16 bis 18 der Zeichnungen ist ersichtlich,
daß mit fortschreitendem Förderweg die Seitenwände 26, 28 weiter nach oben gezogen sind
und die seitlichen Längsführungselemente 27 und 29 in Fortfall kommen. Dafür weist nunmehr die profilierte
mittlere Führungsschiene 21 sowohl eine mittlere Führungskante 30 als auch zwei seitliche Längsführungselemente
31 auf, deren gegenseitiger Abstand sich mit fortschreitendem Förderweg ebenso
vergrößert wie auch deren Höhenlage mit fortschreitendem Förderweg mit Bezug auf die mittlere Führungskante
30 fortschreitend zunimmt, so daß die sich auf diesen Führungskanten abstützenden Deckel
allmählich um die Führungskante 30 herum in horizontale Lage gekippt werden.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Gleichlegen von runden Verschlußdeckeln mit einseitig ringartig vorstehendem,
beispielsweise nach außen gerolltem Randvorsprung, in welcher die mit beliebiger
Seitenorientierung zwischen Führungen aufrecht stehend anrollenden Verschlußdeckel durch
Schwerkraft längs beidseitigen Führungen von am Einlauf U-schienenförmiger und in Richtung
des Auslaufes in ein rundrinnenartiges Profil übergehender Form geführt werden, welche sie
allmählich unter Kippung im einen bzw. im entgegengesetzten Sinn um führungsparallele Achsen
in horizontale, seitenmäßig gleichorientierte Lage bringen, gekennzeichnet durch
die Kombination folgender Merkmale:
a) Am Einlauf sind in an sich bekannter Weise zwischen der einen und der anderen der beiden
Wangen der U-schienenförmigen Führung (4 bzw. 24) und einem zwischen und parallel zu diesen Wangen verlaufenden
Bodenlängsvorsprung (Führungsschiene 5, 6 bzw. 21) der U-Schiene gebildete Rillen
(z. B. 22, 23) vorgesehen, deren innere Führungswangen in Richtung zum Auslauf hin
fortschreitend weiter seitlich von der Führungsmitte weg nach außen abweichen.
b) Eine der beiden Rillen (z.B. 22, 23) entspricht in Breite und Tiefe den Abmessungen
des Randvorsprunges der gleichzulegenden Deckel plus einem gewissen Arbeitsspiel.
c) Die Rillen (22, 23) grenzen spätestens im Bereich des Überganges des Führungsprofils
von der U-Schienenform in die Rundrinnenform (Seitenwände 9 α bzw. 26, 28) an die
Deckel (1) zunächst einseitig und dann beidseitig an unten abstützende Längsführungselemente
(7, 8) an (Fig. 1 bis 11) bzw. gehen in solche (31, 31) über (F i g. 12
bis 18).
d) Es sind an sich bekannte, die Deckel (1) in der Nähe des Einlaufes etwa in Deckelmittenhöhe
beidseitig abstützende Längsführungselemente (9, 10 bzw. 27, 29) vorgesehen, die in Richtung zum Auslauf hin
fortschreitend beidseitig nach außen hin zurücktreten und an der Stelle endigen, an
welcher die Deckel beidseitig von den erst-
35 genannten Längsführungselementen (7, 8 bzw. 31) von unten her unterstützt werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der U-schienenförmige Führungsbereich
(4, 5, 6) sich in Richtung zum Auslaß hin allmählich verzweigt und von zwei U-förmigen Schienen (4, 5, 4) gebildet wird,
deren Nuten die Rillen bilden und deren in der Nähe des Einlasses aneinander angrenzende
U-Schenkel (5, 6) den Bodenlängsvorsprung bilden (Fig. 1 bis 11).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Randvorsprung (2)
der jeweils in entgegengesetzter Seitenorientierung ankommenden Deckel (1) aufnehmende Vertiefung
(Nutgrund 23) die Form einer im Querschnitt V-förmigen Rinne hat, deren eine Wange
die genannte andere, vertikale U-Schienenwange (24) bildet und deren andere Wange eine von
der die genannte Rille (22) begrenzenden Kante des Bodenlängsvorsprunges (21) zu der genannten
anderen, vertikalen U-Schienenwange hin abfallende, als Nutgrund (23) dienende Schrägfläche
bildet (Fig. 12 bis 18).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die von dem Bodenlängsvorsprung
(21) gebildete seitliche Begrenzung der Rille (22) als auch die den Nutgrund (23) bildende Schrägfläche der V-förmigen Rinne
jeweils in Richtung zum Auslaß hin fortschreitend in symmetrische Seitenflächen übergehen,
die den in gleicher Richtung fortschreitend höher werdenden Bodenlängsvorsprung begrenzen, und
daß dieser Bodenlängsvorsprung in Richtung zum Auslaß hin fortschreitend zunächst eine dachartig
dreieckige (Fig. 14), eine trapezförmige (Fig. 15), dann eine etwa kreuzförmige (Fig. 16
und 17) und zuletzt eine T-förmige (Fig. 18) Querschnittsform annimmt, derart, daß die Endkanten
(30, 31) der Kreuz- bzw. T-Schenkel die Längsführungselemente bilden, welche die
Deckel (2) im Zuge ihrer Kippbewegung zunächst einseitig und dann beidseitig von unten her unterstützen
(Fig. 12 bis 18).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine oberhalb der
Längsführungselemente (9, 10 bzw. 27, 29) angeordnete, nach unten ragende Führungsschiene
(11), deren Unterkante sich in Richtung zum Auslaß hin fortschreitend nach Maßgabe der
fortschreitenden Deckelkippung in ihrer Höhenlage der Führungsmitte nähert.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 1095Π/105
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1781411C2 (de) | Behälter für Schüttgut mit einer mittels einer Schieberplatte verschließbaren Entladeöffnung. Ausscheidung aus: 1506438 | |
| DE2943769C2 (de) | ||
| DE3016940C2 (de) | Vorrichtung zum Ausrichten unrunder Gegenstände | |
| DE69317527T2 (de) | Förderer | |
| DE2838436A1 (de) | Maschine zum einfuehren von flachen gegenstaenden in briefumschlaege | |
| DE644171C (de) | Foerdervorrichtung mit einem aus elastischem Material, insbesondere Gummi, bestehenden endlosen Foerderrohr | |
| DE2816235A1 (de) | Geraet zum zusammenklappen von schachtelzuschnitten | |
| DE3109174A1 (de) | Ausschleusvorrichtung fuer eine foerderbahn | |
| DE1253152B (de) | Vorrichtung zur Flaechenausrichtung von Verschlussdeckeln | |
| DE665411C (de) | Foerdervorrichtung | |
| DE4315314A1 (de) | Vorrichtung zum Ändern der Stellung eines Deckels | |
| DE1456568C (de) | Vorrichtung zum Gleichlegen von run den Verschlußdeckeln mit einseitig ring artig vorstehendem, beispielsweise nach außen gerolltem Randvorsprung | |
| DE1912687B2 (de) | Nichtmagnetische Vorrichtung zum Umdrehen von Verschlußkappen | |
| DE1456568B1 (de) | Vorrichtung zum gleichlegen von runden verschlussd eckeln mit einseitig ringartig vorstehendem beispi elweise nach aussen gerolltem randvorsprung | |
| DE4140636C2 (de) | Transportvorrichtung | |
| DE2025667C3 (de) | Endloser Kettenförderer | |
| DE2621263C3 (de) | Vorrichtung zur Abgabe ausgerichteter Holzspieße | |
| DE622718C (de) | Fahrbare Foerdervorrichtung fuer Kohle o. dgl. Stoffe mit endlosem Band | |
| EP0641731A1 (de) | Dichtung des Spaltes zwischen dem Rand einer Gebäudeöffnung und dem Heck eines andockenden Fahrzeuges | |
| DE478971C (de) | Vorrichtung zum selbsttaetigen Aufrichten und sortenweise getrennten Zufuehren der Werkstuecke zu einer Schokolade-UEberzieh- oder sonstigen Verarbeitungsmaschine | |
| DE683405C (de) | Einrichtung zum Verladen von Behaeltern auf oder von Fahrzeugen | |
| DE672766C (de) | Vorrichtung zum Foerdern von Zigaretten oder anderen Gegenstaenden aehnlicher Form aus einem Trichter in einen Abteilschacht mit parallelen Teilwaenden | |
| DE1928994C3 (de) | Vorrichtung zum selbsttätigen Prüfen und Korrigieren der Ausrichtung von Verschlußkappen | |
| DE3737470A1 (de) | Vorrichtung zum absaugen von gasfoermigen schadstoffen | |
| DE1011313B (de) | Fuehrung fuer staehlerne Schiffslukendeckel |