DE1454074C - Verfahren und Vorrichtung zum Offnen des hinteren Teiles der Bauchseite von Fischen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Offnen des hinteren Teiles der Bauchseite von FischenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Öffnen sonst der zum Anus verlaufende Begrenzungsstreift
des hinteren Teiles der Bauchseite von Fischen, ins- bei nichtgadidenartigen Fischen, so daß eine eii
besondere gadidenartigen Fischen, deren Bauchhöhle wandfreie Führung auch bei spieß- oder sattelartig,,
bis zum Anus geöffnet ist, und bezweckt, auch solche Führungen gewährleistet ist, ganz abgesehen davc
Fische, die eine nach hinten zurückspringende Bauch- 5 daß eine leichte Reinigung der Bauchhöhle nun aue
höhle besitzen, für die fehlerfreie Weiterbearbeitung bei gadidenartigen Fischen möglich ist, zumal ma
in Filetiermaschinen od. dgl. vorzubereiten. in einem einzigen Arbeitsgang die gesamte Baue!·
Bekanntlich gibt es bei Fischen zwei grundsätzlich seite des Fisches geöffnet hat, worauf jede weiter
verschiedene Arten von Bauchhöhlen, nämlich ein- gewünschte Bearbeitung des Fisches erfolgen kanr
mal die, bei der die obere Begrenzung der Bauch- io Das Verfahren kann selbstverständlich auf all
höhle vom Kopfende her zunächst unterhalb des Fische angewendet werden, da auch bei den nich;
Rückgrates und dann in mehr oder weniger flachen gädideriärtigeii Fischen das Heraustrennen des we:
Bogen zum Anus verläuft, und weiter die zweite, bei teren Streifens mit dem öffnen des hinteren Teile
der die obere Begrenzung in ihrer Gesamtheit unter- der Bauchseite die weitere Bearbeitung erleichtert,
halb des Rückgrates bis weit über die Anusgegend 15 Zur Durchführung dieses Verfahrens sind ver
hinaus nach hinten verläuft, so daß eine Vorderwand schiedene Vorrichtungen denkbar, doch hat sich ah
von dort zum Anus hin wieder schräg nach vorn besonders vorteilhaft eine Vorrichtung herausgestellt
reicht. Das ergibt einen stark zurückspringenden bei der eine schwenkbare, eine Mulde bildende Dop-Beutel,
der nicht nur der Reinigung der Bauchhöhle, pelführung vorgesehen ist, unterhalb der ein rotiesondern
auch der Führung des Fisches bei der wei- 20 rendes Messerpaar angeordnet ist, welches von dei
teren Bearbeitung die größten Schwierigkeiten be- Doppelführung jeweils abgedeckt oder freigegeber,
reitet. wird, wobei oberhalb der Doppelführung ein mit ihr Diese Führungsschwierigkeiten entstehen insbeson- gekuppelter Tasthebel zum Schalten der Doppelfühdere
dann, wenn beispielsweise bei einer Filetier- rung dient. Dabei sollte, nach einer besonders zweckmaschine
ein Spieß vom Kopfende her unterhalb des 25 mäßigen Ausführungsform der Vorrichtung, die
Rückgrates in die Bauchhöhle eindringt und der Fisch Doppelführung aus zwei Führungshälften und das
über die an den Spieß anschließende Sattelführung Messerpaar aus zwei im spitzen Winkel zueinander
hinweggleiten soll. Gadidenartige Fische, d. h. Fische stehenden Kreismessern bestehen, wobei jede Fühmit
zurückspringender Bauchhöhle, kann man auf rungshälfte für sich annähernd parallel zu der Ebene
solchen Maschinen nicht verarbeiten, weil sich der in 30 des zugeordneten Kreismessers schwenkbar sein
die Bauchhöhle eintretende Spieß einfach in dem kann. Mit diesen beiden Vorrichtungsformen hat man
rückwärtigen Beutel der Bauchhöhle festläuft, so daß die Möglichkeit einer besonders günstigen Steuerung
der Fisch entweder völlig stecken bleibt öder aber des am Fisch vorzunehmenden Schnittes, da durch
im hinteren Teile zerrissen wird, wenn man ihn mit das Abwärtsschwenken und seitliche Auseinander-Gewalt
weiterbefördern will. Fische mit bogenförmig 35 schwenken der beiden Führungshälften der Doppelzum
Anus verlaufender Bauchhöhle hingegen passie- führung der Fisch äußerst präzis auf das Schlachtren
selbst bei ungeöffneter Bauchhöhle reibungslos messerpaar abgesenkt werden kann. Natürlich kann
den Spieß, weil dieser einfach aus dem Anus wieder bei einer solchen Vorrichtung das Messer auch derart
herausdringt. angeordnet werden, daß gleichzeitig mit dem Heraus-Es sind die verschiedensten Verfahrens- und Vor- 40 schneiden des Fleischzwickels die Rückengräte
richtungsarten für die bauchseitige Bearbeitung von bauchseitig vom Bauchhöhlenende bis zum Schwanz
Fischen bekannt, bei denen entweder Bauchstreifen freigeschnitten wird, d. h., man kann zusammen mit
und Afterflosse der Fische abgeschnitten werden, die dem erfindungsgemäßen Schnitt schon eine erste
Bauchhöhle bis zum Anus aufgeschlitzt wird, die Filetierstufe ausführen. — Die Schaltung der Dop-Bauchlappen
abgeschnitten werden, die Bauchhöhle 45 pelführung durch den Tasthebel erfolgt nonnalerdurch
Schlitzen geöffnet und die Rückengräte frei- weise über das vorauslaufende Ende des Fisches,
geschnitten wird oder die Graten zwischen Bauch- wobei diese Schaltung natürlich auch zugleich eine
höhlenende und Schwanzwurzel freigeschnitten wer- Messung der Fischgröße mit durchführen kann, um
den. All diese Methoden sind jedoch bei den gadiden- über den erhaltenen Meßwert eine Einstellung der
artigen Fischen zweck- und sinnlos, weil dadurch der 50 Führung entsprechend der Fischgröße vornehmen zu
hinter den Anus zurückspringende beutelartige Teil können. ! der Bauchhöhle nicht funktionsgerecht geöffnet .wird Ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung soll im
und so die oben dargelegten Schwierigkeiten bei der folgenden an Hand der schemätischen Zeichnung
Weiterverarbeitung nicht beseitigt werden. näher erläutert werden. Es zeigt j
Aufgabe der Erfindung ist die Beseitigung dieser 55 F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, !
Nachteile und die Schaffung der gleichen Voraus- Fig. 2 Querschnitte durch entsprechende Stellen
Setzungen für die gadidenartigen Fische hinsichtlich der Fig. 1, j
der zur Verfügung stehenden Führungsbahn für den Fig. 3 eine Anordnung der Schalttaster, j
Spieß oder andere in die Bauchhöhle eingreifende Fig. 4 bis 6 die Vorrichtung mit dem Fisch in
Führungselemente, wie man sie bei den anderen, d. h. 60 verschiedenen Arbeitspositionen, und zwar |
nichtgadidenartigen Fischen verwendet. F i g. 4 unmittelbar vor Beginn des Schneidens, j
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß Fig. 5 während des Schneidens und
der an die Bauchhöhle nach hinten anschließende Fig. 6 nach Beendigung des Schneidvorganges.
Bauchstreifen mindestens bis hinter die Afterflosse Die Vorrichtung besteht aus einem Paar im spitzer;
zusammen mit dieser und deren Flossenhaltern ab- 65 Winkel zueinander stehender Kreismesser 1, welche
getrennt wird. Damit ist der hintere Teil der Bauch- durch eine Doppelführung 2 wahlweise abgedecki
seite so geöffnet, daß der an die Bauchhöhle anschlie- und freigegeben werden. Die Kreismesser 1 schneider!
ßende obere Begrenzungsstreifen ähnlich verläuft wie (F i g. 6) den hinter dem Anus und dem zurücksprini
genden Ende der Bauchhöhle sitzenden Bauchstreifen
zusammen mit der Afterflosse und deren Flossenhal-Itern
heraus. Fig. 1 zeigt die Anordnung von Kreisjmessern
1 und Doppelführung 2 hinter einer Außenführung 3 und vor einer Sattelführung 4. Die in
Fig. 2 gezeigten Querschnitte der Teile 1 bis 4 entsprechen
den durch strichpunktierte Linien in F i g. 1 angedeuteten Positionen.
Mit 5 ist ein Längentaster bezeichnet (Fig. 3), der
z. B. durch das vorauflaufende Kopfende des Fisches !zur Freigabe der Doppelführung 2 geschaltet wird.
Diese Freigabe erfolgt, wenn das vorauslaufende Ende des Fisches mindestens über Messermitte ist,
!damit der am Kopf abgeschnittene Stumpf der Rükkengräte nicht gegen die Messer laufen kann, jedoch
bevor das Bauchhöhlenende die anschneidende Kante des Messers erreicht hat. Soll auch die Bauchhöhle
aufgeschnitten werden, muß das Messerpaar selbstverständlich entsprechend frühzeitiger anschneiden.
Nach Durchlauf des Fisches liegt die Arretierklinke ao des Tasters 5 bereit, die Doppelführung 2 wieder zu
'verriegeln, was unter Anheben der Doppelführung 2 • durch einen von dem Fisch auf seinem weiteren Weg
■verdrängten Tastern geschehen kann.
·■ In Fig. 4 erkennt man die Lage des Fisches vor ^Betätigung des Tasters 5, in Fig. 5 die Lage des 'Fisches nach Freigabe der Doppelführung 2 während •des Schnittes und in F i g. 6 die Lage des Fisches vor !Erreichen des Rückschalttasters 6, wobei der durchgeführte Schnitt schraffiert angedeutet ist. Der Fisch äst in dem dargestellten Beispiel noch nicht bis zur ;präte freigeschnitten. Der herausgeschnittene Zwickel ist neben dem Messer 1 (Fig. 6) angedeutet.
·■ In Fig. 4 erkennt man die Lage des Fisches vor ^Betätigung des Tasters 5, in Fig. 5 die Lage des 'Fisches nach Freigabe der Doppelführung 2 während •des Schnittes und in F i g. 6 die Lage des Fisches vor !Erreichen des Rückschalttasters 6, wobei der durchgeführte Schnitt schraffiert angedeutet ist. Der Fisch äst in dem dargestellten Beispiel noch nicht bis zur ;präte freigeschnitten. Der herausgeschnittene Zwickel ist neben dem Messer 1 (Fig. 6) angedeutet.
Soll das Freischneiden der Rückengräte bauchsei- :ig vom Bauchhöhlenende bis zur Schwanzwurzel erfolgen,
so kann man an Stelle der im spitzen Winkel zueinander stehenden Kreismesser 1 ein Paar gleichachsiger
oder paralleler Messer verwenden- Es ist ohne weiteres klar, daß dann kein Streifen völlig herausgeschnitten
wird, sondern daß dieser geschnittene Streifen mit Afterflosse und Flossenhaltern am Grätengerüst
sitzen bleibt.
Claims (3)
1. Verfahren zum öffnen des hinteren Teiles der Bauchseite von Fischen, insbesondere von
gadidenartigen Fischen, deren Bauchhöhle bis zum Anus geöffnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der an die Bauchhöhle nach hinten anschließende Bauchstreifen mindestens bis hinter die Afterflosse zusammen mit dieser
und deren Flossenhaltern herausgeschnitten wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine schwenkbare, eine Mulde bildende Doppelführung (2) vorgesehen ist, unterhalb der
ein rotierendes Messerpaar (1) angeordnet ist, welches von der Doppelführung (2) jeweils abgedeckt
oder freigegeben wird, wobei oberhalb der Doppelführung (2) ein mit ihr gekuppelter
Tasthebel (5) zum Schalten der Doppelführung (2) dient.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelfuhrung (2) aus
zwei Führungshälften und das Messerpaar (1) aus zwei im spitzen Winkel zueinander angeordneten
Kreismessern besteht, wobei jede Führungshälfte für sich annähernd parallel zu der Ebene des zugeordneten
Kreismessers schwenkbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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