DE1453724C - Gleitschuh für Kolben mehrgruppiger Radialkolbenmaschinen - Google Patents
Gleitschuh für Kolben mehrgruppiger RadialkolbenmaschinenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Gleitschuh zur Abstützung von Kolben mehrgruppiger Radialkolbenmaschinen
mit im Kolben gelagerter Schwenkverbindung, sich hieran anschließendem Zwischenteil
und einer Gleitführung, die sich auf einem Führungsring bzw. Führungsgehäuse abstützt.
Es sind eingruppige Radialkolbenmaschinen bekannt, deren Kolben mit Gleitschuhen ausgerüstet
sind, die Aussparungen aufweisen und/oder mit äußeren und/oder inneren Führungen bzw. Führungsflächen
versehen sind, die an entsprechenden Führungsflächen eines Führüngsririges geführt sind.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Leistung und/oder den Wirkungsgrad derartiger mehrgruppiger
Radialkolbenmaschinen zu steigern.
Bei einer Radialkolbenmaschine der eingangs erwähnten
Art wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die dem Führungsring bzw. dem
Führungsgehäuse anliegende Gleitführung sich zusammen mit ihrer einseitigen Verlängerung mindestens
durch zwei Zylindergruppen bzw. durch durch diese Gruppen bestimmte Ebenen erstreckt. Dabei
wird es als vorteilhaft erachtet, daß ein Teil des Gleitscliuhes
selbst und ein Teil der Verlängerung schmaler sind als die zugehörigen Schlitze durch die Radialstege
des Rotors. Nach einem weiteren Merkmal wird vorgesehen, daß der Gleitschuh oder seine 7
in an sich bekannter Weise Aussparungen auf\ bzw. aufweisen und/oder mit Führungen bzw. '
rungsflächen versehen ist bzw. sind. Ferner wird gesehen, die Gleitführung mit radial Vorsteher
Ansätzen zu versehen, deren Führungsflächen an radialen Wandflächen der Ringnuten des Führu
gehäuses bzw. des. Führungsringes geführt sind. λ
terhin wird es als vorteilhaft erachtet, daß die inn« Führungsflächen der Verlängerung an den Führu,
flächen des Führungsgehäuses bzw. des Führung? ■ges oder der Supportringe geführt sind.
• Radialkolbenmaschinen hatten bei gegebener E größe einen relativ kleinen Kolbenhub bei relativ l
ßen Lagerdurchmessern. Deren Reibung war desh im Vergleich zur Arbeitsleistung groß und der "V
kungsgrad und die Leistung der Maschinen we infolge dieser Nachteile relativ gering.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des G> - schuhes und des Rotors, sowie der Gleitführung v
bei gegebener Baugröße der Kolbenhub bei gle: zeitig verkürzter Baulänge der Maschine so wesi
lieh erhöht, daß die Leistung der Maschine bei gebener Baugröße vermehrfacht und ihr GesamU
kungsgrad bis zu über 95 °/o gesteigert wird.
Bei einer ausgeführten, erfindungsgemäßen, re; baren Maschine wurde das Leistungsgewicht auf e
0,20 kg pro PS verringert. Die erfindungsgemäße r Ordnung hat daher den Vorteil, daß sie einen wese
lieh größeren Wirkungsgrad und/oder eine wesent: größere Leistung als die bekannten Radialkolb
maschinen gleicher Größe aufweist, so daß s außerdem eine Ersparnis an Bearbeitungsaufw;
und auch an Material ergibt.
An Hand der Ausführungsbeispiele der Zeichm gen sei im folgenden die Erfindung näher erläutert.
F i j». 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen GIi
schuh;
F i g. 2 ist ein Querschnitt der F i g. 1 längs « Linie H-II;
F i g. 3 ist eine Draufsicht der F i g. 1;
Fig. 4 stellt eine Ansicht der Fig. 1 von un
dar;
F i g. 5 ist ein Längsschnitt durch F i g. 1 längs (
Linie V-V;
F i g. 6 ist eine Draufsicht der F i g. 2;
F i g. 7 ist ein Längsschnitt durch einen Maschini rotor; ·
Fig. 8 ist ein Querschnitt durch Fig. 7 längs c
Linie VIII-VIII;
F i g. 9 ist ein Längsschnitt durch eine Radi kolbenmaschine;
Fig. 10 ist ein Querschnitt durch einen Teil *
F i g. 9 längs der Linie X A-X A und ein Querschi durch einen Teil der F i g. 9 längs der Linie X B-X
F i g. 11 zeigt einen Längsschnitt durch einen am ren Gleitschuh;
Fig. 12 ist ein Querschnitt der Fig. 11 längs t
Linie XII-XII;
Fig. 13 ist ein Längsschnitt durch ein weite
Ausführungsbeispiel eines Gleitschuhes;
Fig. 14 ist ein Querschnitt durch Fig. 13 läi
der Linie XIII-XIII;
Fig. 15 ist ein Längsschnitt durch einen nc anderen Gleitschuh;
Fig. 16 ist ein Querschnitt durch Fig. 15 läi
der Linie XVI-XVI.
Der Gleitschuh 1 der Fig. 1 bis 6 besteht aus di
Zwischenteil 4, an dem die Schwenkwalze 2 angeordnet ist. Am Zwischenteil 4 ist die seitliche Verlängerung
8 und/oder der sich radial erstreckende Ansatz 9 vorgesehen. Am Zwischenteil 4 ist ferner die Führung
3 vorgesehen. Der Zwischenteil 4 und die Führung 3 sind mit äußeren Führungsflächen. 5, und eine
der Führungen 3 und die Verlängerung 8 sind mit den inneren Führungsflächen 6 versehen. Die Enden
der Kolbenschuhführung 3 und der Verlängerung 8 können ferner mit den seitlichen Führungsflächen 7
versehen sein. Der Ansatz 9 ist vorteilhafterweise mit den Führungen 107 versehen, die an den Führungsflächen des Führungsgehäuses 19 bzw. des Führungsringes 19 gleiten bzw. an dessen Führungsflächen 24
geführt sind. Diese Führungsflächen 24 sind vorteilhafterweise in den Ringnuten 25 und 125 des Führungsringes
19 bzw. des Führungsgehäuses 19 angeordnet. Zur Verlängerung des Kolbenhubes ragen
in diese Ringnuten während des Betriebes der Maschine die Rotorradialstege 10 teilweise hinein. Der
Gleitschuh 1 ist ferner mit den Aussparungen 36,37, 38 und 40, 41, 42 ausgerüstet. Die Verlängerung 8
ist so schmal ausgebildet, daß sie in die zugehörigen Rotorradialschlitze 12 eintreten und sich darin bewegen kann. Vorteilhafterweise ist an dem freien
Ende der Verlängerung 8 eine Führung 103 vorgesehen. Zwischen der Verlängerung 8 und dem Zwischenteil
4 wird zweckmäßigerweise eine Gleitschuhführung 203 vorgesehen.
Die F i g. 7 und 8 zeigen einen Maschinenrotor 15, dessen Zylinder 16 und 17 in zwei axial voneinander
entfernten Zylindergruppen angeordnet sind. Von der Zentralbohrung 13 des Rotors 15 ragen die Rotorfenster
14 in die zugehörigen Zylinder 16 und 17. Die beiden Rotorradialstege 10 sind mit den Kolbenführungen
116 und 117 versehen, die als Verlängerung der Wände der Zylinder 16 und 17 zur Führung der
Kolben während deren Hub dienen. Außer mit den Rotorwandschwächungen 18 ist der Rotor 15 mit den
Rotorradialschlitzen 12 versehen, die parallel zur Rotorachse durch die Zylinder 16 und 17 angeordnet
sind, wodurch die Rotorradialstege 10 in einzelne Segmente geteilt sind. In diese Schlitze 12 treten beim
Betrieb der Maschine die Verlängerungen 8 ein.
Die F i g. 9 und 10 zeigen eine Radialkolbenmaschine mit mehreren Zylindergruppen, die mit
Gleitschuhen gemäß der Fig. 1 bis 6 und mit einem Rotor der F i g. 7 und 8 ausgerüstet sind. Im Maschinengehäuse
26 sind die Wälzlager 33 angeordnet, die den mit dem Rotor 15 flexibel zusammengekuppelten
Schaft 27 tragen. ·
Im Gehäuse 26 ist ferner der Steuerkörper 28 mit seinen Kanälen 29 und 30 und seinen Steuerfenstern
34 und 35 angeordnet. Das Wälzlager 32 trägt die Supportringe 43, an denen der Führungsring 19 gelagert
ist. Die Supportringe 43 mit dem Führungsring 19 und das Wälzlager 32 befinden sich bei der Anordnung
der F i g. 9 und 10 in der Kolbenhubverstellvorrichtung 31. Der Führungsring 19 kann in vorteilhafter
Weise mit Ringnuten 25 oder 125 versehen sein, die die Führungsflächen 24 aufweisen. Die Führungsflächen 20 bis 24, an denen die Führungen bzw. Führungsflächen
des Gleitschuhs gleiten, können auch direkt am Gehäuse 26 angeordnet werden. Zwecks
Verlängerung des Kolbenhubs ragen die Rotorradialstege 10 während des Betriebes der Maschine teilweise
in die Ringnuten 25 oder 125 hinein.
Die Verlängerungen 8 der Gleitschuhe der Kolben in den Zylindern 17 der Zylindergruppe 17 erstrecken
sich durch die Zylindergruppe 16 und die der Gruppe 16 durch die Zylindergruppe 17 und werden
jeweils jenseits der entsprechenden Gruppe mittels ihrer Führung 103 geführt.
ίο Die seitlichen Führungsflächen 7 des Gleitschuhes
können an den zugehörigen Führungsflächen 22 geführt werden; die äußeren Führungsflächen 5 des
Gleitschuhes werden an den Führungsflächen 20 und die inneren Führungsflächen 6 des Gleitschuhes an
den Führungsflächen 21 geführt. Beim Ausführungsbeispiel bilden diese Flächen jeweils die Führung für
die inneren Führungsflächen 6 der Gleitschuhe einer Zylindergruppe, während sie gleichzeitig die Führungsflächen
23 der Führung 103 der Verlängerung 8
ao der Gleitschuhe der anderen Zylindergruppe bilden. Durch den Kanal 39 im Kolben 11 gelangt das
Fluidum vom zugehörigen Zylinder in die innere Aussparung 38 und von dort durch den Kanal 40 und
die Kanäle,41 und 42 des Gleitschuhes 1 in die äußeren
Aussparungen 36 und 37. Diese Aussparungen, die durch die Führungsfläche 20 verschlossen sind,
dienen nicht nur der Ausbalancierung der auftretenden Kräfte, sondern gleichzeitig der Schmierung der
Führungsflächen 5 und 20.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 9 und 10 sind
Rotore 15 nach den F i g. 7 und 8 eingebaut, bei denen die Zylinder der einen Gruppe in axialer Richtung
hinter und zwischen den Zylindern der anderen Gruppe angeordnet sind, so daß die Verlängerungen 8
der Gleitschuhe der Kolben der einen Zylindergruppe beim Eintreten in die Rotorradialschlitze 12 der
anderen Zylindergruppe die Bewegung der Kolben dieser Gruppe nicht stören.
Die Fig. 11 und 12 zeigen ein Ausführungsbeispiel,
bei dem an Stelle der Schwenkwalze 2 der Fig. 1 bis 6 und-13 bis 16 der schwenkbare Gleitschuh
mit einer Schwenkkugel 102 oder einem Kugelkopf 102 ausgerüstet ist.
Das Ausführungsbeispiel der Fig.^13 und 14 zeigt,
Das Ausführungsbeispiel der Fig.^13 und 14 zeigt,
daß die Führungsfläche 5 nicht nur nach außen gewölbt ausgeführt sein kann, sondern daß für bestimmte
Fälle auch eine Wölbung dieser Führungsfläche 5 nach innen Vorteile bieten kann. Die zugehörigen
inneren Führungsflächen sind dann ent-
sprechend geformt. Die Gleitschuhe der Fig. 13 und 14 eignen sich besonders für Radialkolbenmaschinen,
bei denen die Zylinder in einem stationären Gehäuse außen angeordnet sind und die Gleitschuhe durch
eine innerhalb dieses Gehäuses angeordnete Kurbelwelle oder einen Exzenter angetrieben werden.
Die Fig. 15 und 16 zeigen ein Ausführungsbeispiel, dessen Kolben 11 mit einer Zentralbohrung 46
versehen ist, in die ein Kolbeneohr 44 durch Umbördeln oder Einpressen in die Kolbenringnut 47
gegen Herausfallen gesichert eingebaut ist. Dieses Kolbenrohr 44 führt infolge seines Gleitens an den
Führungsflächen 45 die Schwenkwalze 2 und sichert dadurch den Gleitschuh 1 gegen Herausfallen aus
dem Kolben 11.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Gleitschuh zur Abstützung von Kolben mehrgruppiger Radialkolbenmaschinen mit im
Kolben gelagerter Schwenkverbindung, sich hieran anschließendem Zwischenteil und einer Gleitführung,
die sich auf einem Führungsring bzw. Führungsgehäuse abstützt, dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Führungsring (19) bzw. dem Führungsgehäuse (19) anliegende Gleitführung
(5) sich zusammen mit ihrer einseitigen Verlängerung (8) mindestens durch zwei Zylindergruppen
(16,17) bzw. durch durch diese Gruppen bestimmte Ebenen erstreckt.
2. Gleitschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Gleitführung (5)
versehenen Teile (4) des Gleitschuhes und die Verlängerung (8) schmaler sind als die zugehörigen
Schlitze (12) durch die Radialstege (10).
3. Gleitschuh nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß er in an sich
bekannter Weise Aussparungen (z. B. 36 bis 38, 40 bis 42) aufweist und/oder mit Führungen bzw.
Führungsflächen (z. B. 3,103, 203, 5 bis 7,107)
versehen ist.
4. Gleitschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Gleitführung
(5) tragende Zwischenteil (4) mit radial vorstehenden Ansätzen (9) versehen ist, deren
Führungsflächen (107) an den Wandflächen (24) der Ringnuten (25,125) des Führungsgehäuses
(19) bzw. des Führungsringes (19) geführt sind.
5. Gleitschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise die inneren Führüngsflächen (6) des Gleitschuhes an den Führungsflächen (21,23)
des Führungsgehäuses (19) bzw. des Führungsringes (19) oder der Supportringe (43) geführt sind.
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