DE1452775B - Schwenkbiegemaschine - Google Patents
SchwenkbiegemaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schwenkbiegemaschine für Bleche, bei welcher das Blech zwischen einer
festen Unterwange und einer gegen die Unterwange spannbaren Oberwange eingeklemmt ist und durch
Schwenkung einer Biegewange um eine in der Oberwange befestigte Biegeleiste gebogen wird, wobei
die Biegewange mittels einer aus ineinandergreifenden Scharnierlappen bestehenden Scharniergelenkverbindung
an der Unterwange befestigt ist.
Bekannte Vorrichtungen weisen in der Regel getrennte Gelenkteile auf, die an den Biegewangen
angeschraubt sind. Abgesehen von den Schwierigkeiten, die eine präzise Anbringung der Gelenke an
den Biegewangen bei der Herstellung der Maschine verursacht, wobei sich eine genaue Längsausrichtung
in der Regel picht erreichen läßt, bereitet auch die Erzielung einer. genauen scharfen Bicgekanle
Schwierigkeilen. Insbesondere die Maßnahmen, die zu einer genauen Ausfluchtung getroffen werden
müssen, sind aufwendig und zeitraubend. Darüber hinaus läßt sich durch herkömmliche Scharnierkörper
eine Beeinträchtigung des zu biegenden Bleches nicht vermeiden. Das Blech wird zwischen dem Wangenkörper
und den Umfangslinicn der Scharnierkörper Verformungen ausgesetzt, die ein exaktes Umbiegen
verhindern. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schwenkbiegemaschine verfügbar zu
machen, bei der in wenig aufwendiger Weise eine exakte Biegelinie über die gesamte Länge der Biegekante
gewährleistet ist.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Drehachse der Biegewange in an sich bekannlcr
Weise unterhalb der Arbeitsfläche der Unlerwangc angeordnet ist, daß .vieh die Scharniergelenkverbindung
über die gesamte Länge erstreckt und daß die
Scharnierlappen mit Arbeitsflächen versehen sind, die in einer Lbene mit den Arbeitsflächen der Unterwange
b/w. Biegewange liegen und ohne Unterbrechung in diese übergehen.
:.:■ Auf diese Art und Weise werden sämtliche Maßnahmen zur Erzielung einer Ausbuchtung-längs der Biegekantc überflüssig, da hierfür die Fluchtung des Gelenks selbstverantwortlich ist und durch das Übergehen der Arbeitsflächen der Scharnierlappen die Arbeitsflächen der entsprechenden Wangen ist eine zwangläufige Führung des Bleches während des Biegevorganges gewährleistet und andere Verformungen treten nicht auf, so daß eine einwandfrei saubere und fluchtende Biegekante ohne technische Hilfsmittel erzielt wird.
:.:■ Auf diese Art und Weise werden sämtliche Maßnahmen zur Erzielung einer Ausbuchtung-längs der Biegekantc überflüssig, da hierfür die Fluchtung des Gelenks selbstverantwortlich ist und durch das Übergehen der Arbeitsflächen der Scharnierlappen die Arbeitsflächen der entsprechenden Wangen ist eine zwangläufige Führung des Bleches während des Biegevorganges gewährleistet und andere Verformungen treten nicht auf, so daß eine einwandfrei saubere und fluchtende Biegekante ohne technische Hilfsmittel erzielt wird.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Schwenkbiegemaschine besteht darin, daß die beiden Wangen
aus vorzugsweise gezogenen Profilen mit einseitig offenem Querschnitt, zweckmäßig O-Profilen, bestehen.
--r/A.
Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert werden. In den
Zeichnungen zeigt
Fig. 1 die erfindungsgemäße Schwenkbiegemaschine in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Scharniergelenkverbindung der Schwenkbiegemaschine nach.Fig. 1,
Fig. 3 eine Teilschnittansicht durch die Scharniergelenkverbindung
der Schwenkbiegemaschine nach Fig. 1.
Die Schwenkbiegemaschine nach Fi g. 1 ruht auf zwei U-förmigen Schienen 10, 11, welche aus gezogenem
Aluminium bestehen, und in Längsrichtung weist die Maschine in Abstand voneinander angeordnete
C-förmige Glieder 13 auf, die auf den Schienen 10 und 11 befestigt sind. Jedes der Glieder 13 hat einen
unteren Schenkel 14, der mittels Schrauben auf den Schienen 10, 11 befestigt ist, und einen oberen
Schenkel 15, der sich über den unteren Schenkel 14 erstreckt.
Eine Unterwangclö in ,..Form einer gezogenen
Aluminiumschiene mit U-Profil ist auf dem unteren Schenkel 14 befestigt, und eine Biegewange 17, ebenfalls
. U-förmig, aus gezogenem Aluminium istscharnierartig an der Unterwange 16 angebracht.
Wie Fig. 2 zeigt, sind die Unterwange 16 und die Biegewange 17 mit Scharnierlappen 18 bzw. 19 versehen,
die an den Längskanlen abwechselnd ineinandergreifend ausgebildet sind. Die Ausbildung ist
derart, daß die Arbeitsflächen 18« bzw. 19 α der
Scharnierlappen in einer Ebene mit den Arbeitsflächen der Unlerwange 16 und der Biegewangc 17
liegen und ohne Unterbrechung in diese übergehen. Die Scharnierlappen sind mit Bohrungen 20, 21 versehen,
die beim Ziehen der Wangen 16, 17 gebildet werden und beim Ineinanderfügen der Scharnierlappen
18, 19 miteinander fluchten. Ein Scharnierzapfen 22 erstreckt sich durch die öffnungen 22,21
über die ganze Länge. Damit ist die Biegewange 17
längs einer genauen Achse an der Unterwange 16 angelcnkt.
Mit dem Stegleil 24 der Unterwange 16 arbeitet
eine Widerlagerschicne 23 zusammen, die oberhalb der Unlerwange 16 so angeordnet ist, daß mit ihrer
Hilfe ein Stück Blech gegen die Oberfläche des Slcgtcils24
gedruckt werden kann, wje, es Fig. 3 veranschaulicht.
Die Widerlagerschicn.e23 besitzt eine scharfe, an dem Blech .V anliegende Kante 25 und
eine von der Kante 25 wegführende Schrägfläche 26.
Ks ist eine Vorrichtung für das wahlweise Festklemmen
der Widerlagerschicne 23 vorgesehen. Die Vorrichtung besieht aus einer Klemmplatte 27, auf
welcher unterhalb der oberen Schenkel 15 der Glieder
13 liegende Keile 28 befestigt sind. Die Schiene 27 ist lose oberhalb der Widerlagerschiene angebracht
und kann längs dieser bewegt werden. Dazu ist ein Hebel 29 vorgesehen, welcher an einem Block der
Schiene 27 angelenkt ist. Das untere Ende des Hebels 29 ist mittels eines Gelenks 31 mit dem unteren
Schenkel 14 des Gliedes 13 verbunden. An den oberen Schenkeln 15 der Glieder 13 sind Federplatten 32 angebracht, welche unter die Winkelstücke
33 greifen, die ihrerseits an der Widerlagerschiene 23 befestigt sind und das Bestreben haben, die Klemmplatte
27 zu lüften, wenn die Teile 28 mit Bezug auf Fig. 1 nach rechts verschoben werden und dabei
den auf die Widerlagerschiene 23 wirkenden Klemmdruck aufheben, is
Soll ein Stück Blech gebogen werden, so wird der Hebel 29 so verschwenkt, daß der Klemmdruck aufgehoben
wird und die Klemmplatte 27 sich abhebt. Das Blech wird dann zwischen die Unterwange 16
und die Widerlagerschiene 23 eingeschoben, und der Hebel 29 wird so betätigt, daß das Blech eingeklemmt
wird.
Danach wird mittels der Handgriffe 35 die Biegewange 17 nach oben verschwenkt und das Blech bis
zu der gewünschten Abwinkelung (Fig. 3) gebogen.
Dank der Ausbildung des besonderen Scharniers an der Unterwange 16 und der Biegewange 17 wird
eine genaue Biegung des Bleches erzielt, ohne daß die Oberfläche einer etwaigen Beschichtung des
Bleches Schaden leidet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Schwenkbiegemaschine für Bleche, bei welcher das Blech zwischen einer festen Unterwange
und einer gegen die Unterwange spannbaren Oberwange eingeklemmt ist und durch Schvvcn-,
kung einer Biegewange um eine in der Oberwange befestigte Biegeleiste gebogen wird, wobei die
Biegewange mittels einer aus ineinandergreifenden Scharnierlappen bestehenden Scharnicrgelenkverbindung
an der Unterwange befestigt ist,, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse
der Biegewange in an sich bekannter Weise unterhalb der Arbeitsfläche der Unterwange (16)
angeordnet ist, daß sich die Scharniergelenkverbindung
über die gesamte Länge erstreckt und daß die Scharnierlappen (18, 19) mit Arbeitsflächen
(18a, 19 a) versehen sind, die in einer Ebene mit den Arbeitsflächen der Unterwange
(16) bzw. Biegewange (17) liegen und ohne Unterbrechung in diese übergehen.
2. Schwenkbiegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wangen
(16, 17) aus vorzugsweise gezogenen Profilen mit einseitig offenem Querschnitt, zweckmäßig
U-Profilen, bestehen.
Family
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