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DE1448737A1 - Kreiselgeraet zum Ermitteln der Richtung und Groesse der Winkelgeschwindigkeit eines bewegten Systems - Google Patents

Kreiselgeraet zum Ermitteln der Richtung und Groesse der Winkelgeschwindigkeit eines bewegten Systems

Info

Publication number
DE1448737A1
DE1448737A1 DE19631448737 DE1448737A DE1448737A1 DE 1448737 A1 DE1448737 A1 DE 1448737A1 DE 19631448737 DE19631448737 DE 19631448737 DE 1448737 A DE1448737 A DE 1448737A DE 1448737 A1 DE1448737 A1 DE 1448737A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
axis
rotor
supporting
torque
gyroscope
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19631448737
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Dr-Ing Unterberger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Raytheon Anschuetz GmbH
Original Assignee
Anschuetz and Co GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Anschuetz and Co GmbH filed Critical Anschuetz and Co GmbH
Publication of DE1448737A1 publication Critical patent/DE1448737A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/02Rotary gyroscopes
    • G01C19/42Rotary gyroscopes for indicating rate of turn; for integrating rate of turn

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Gyroscopes (AREA)

Description

  • Kreiselgerkt zum Ermitteln der Richtung und Größe der Winkelgeschwindigkeit eines bewegten Systems Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kreiselgerät zu schaffen, mit dessen Hilfe man die Richtung und die Größe der winkelgeschwindigkeit eines bewegten Systems, z.B. der Erdkugel @@ jedem beliebigen Punkt, ermitteln kann. Kennt man aber an irgend-@@@@@ Standort die Richtung und Geschwindigkeit der Erddrehung, dann @@gibt sich daraus die lage Ges meridians und der geographischen Breite.
  • Das Kreiselgerät nach der Erfindung soll also bei ortsfester Aufstellung an irgendeinem Standort nicht nur als Kompaß dienen, sonlern auch die georaphische Breite des Standorts angeben, Bei Ausftellung des Kreiselgeräts auf einem Fahrzeug kann man aus den Angaben des die gestellte Aufgabe lösenden Kreiselgeräts Richtung und Größe der Fahrgeschwindigkeit gegenüber der Erde feststellen, wenn @an den Breitengrad des Ortes kennt, an dem sich das Fahrzeug befindet.
  • Bringt man einen indifferent mit drei Freiheigsgraden der Drehung gelagerten Kreisel, auf den keine störenden Momente wirken, mit seiner Umlaufachse in die lotrechte Richtung und überläßt ihn dann sich selbst, dann neigt sich allmälich seine Umlaufachse mit einer Winkelgeschwindigkeit nach Westen, die von der geographischen Breite des Standorts abhängt und am größten ist, wenn sich der Standort am Äquator befindet, diese Auswanderung läßt sich indessen dadurch verhindern, dass man auf den Kreiselläufer ein Stützmoment ausübt, dessen Vekter waagerecht liegt und nach Westen weist. Ist dieses Stützmomeht zu groß oder zu klein, dann wandert die Kreisllauferachse nach Csten oder Westen aus, Mißt man diese Auswanderung und regelt man die Größe des Stützmoment@ in abhängigkeit vom Meßergebnis, dann kann man das Auswandern der Läuferachse nach Csten oder Westen verhindern. Weicht der Vektor des Stützmoments von der Ost-West-Richtung nach Nerden oder Süden ab, dann, neigt sich die Kreiselläuferachse ebenfalls nach Norden oder Süden. Durch Messen dieser Neigung und durch Regeln der Richtung des Stützmomentvektors kann man daher die Kreiselläuferachse in der Lotrechten stabilisieren, die Richtung des Sttltzmoments gibt dann die Lage des Iferidians an - dieser verlauft nämlich rechtwinklig zun; waagerechten StUtzmcmentvektor - und aus der Größe des Stützmoments und dem Kreiseidrall lässt sich der Breitengrad errechnen.
  • Auch dann, wenn die Soll-Stellung der Kreiselläuferachse nicht die Lotrechte ist, besteht dieselbe Beziehung zwischen Größe und Richtung des die Kreiselläuferachse in der Solistellung stabilisierenden @tützmoments und der zu ermittelnden Richtung und Größe der Winkelgeschwindigkeit des bewegten Systems. Bs kommt nur darauf an, daß die Soll-Stellung realtiv zum bewegten System. fest und geneigt zu der zu messenden Vektorrichtung der Winkelgeschwindigkeit, z.B. der Erddrehung, gewählt wird.
  • Die Erfindung betrifft also ein Kreiselgerät zum Ermitteln der Richtung und Größe der Winkelgeschwindigkeit eines bewegten Systems, z.B. der Richtung des Meridians und der geographischen Breite, und ist gekennzeichnet durch einen im wesentlichen indifferent gelagerten Kreiselläufer mit drei Freiheitsgraden, mit einem Stützmomenerzeuger und mit auf Abweichungen der Ist-Stellung der Kreiselläuferachse von einer Soll-Stellung (die relativ zum bewegten System fest und geneigt zu der zu messenden Vektorrichtung der Winkelgeschwindigkeit liegt) ansprechenden Steuérungen, deren eine die Größe des Stützmommnts bei Abweichungen von einer von-rei zueinander rechtwinkligen Azimutrichtungen und deren andere die Richtung des Stützmoments bei Abweichungen in der anderen der Azimutrichtungen in einer Weise verstellt, derzufolge die Läuferachse jeweils in die Soll-Stellung zurückwandert, und ferner dadurch gekennzeichnet, daß ein Anzeigeglied für die gesuchte Größe durch die eine Steuerung in Abhängigkeit von der Größe des Stützmoments und ein Anzeigeorgan für die gesuchte Richtung durch die andere Steuerung in abhängigkeit von der Richtung des Stützmoments verstellbar ist.
  • Bei Verwendung eines Kreiselläufers, der mittels einer zu seiner Mitte konzentriaschen kugelfläche mit drei Freiheitsgraden gelagert ist, kann die Stützkraft durch ein an einem Achszapfen des Kreiselläufers angreifendes Lager and ein daran angreifendes Zugorgan ausgeübt werden.
  • An sich ist ein Kreiselgerät mit einem indifferent gelagerten Kreisel iait drei Freiheitsgraden bekannt, bei welchem der Kreiselträger mit seiner Umlaufachse durch Stützmomenterzeuger in der Lotrechten gehalten wird. Dabei werden aber die Stützmomente lurch Pendel- oder Libellen gesteuert und nicht gemessen. Dieses bekannte Gerät dient ledglich als Horizontgerät und nicht zur Ermittlung der Richtung des #eridians und der geographischen Breite.
  • In den Zeichnungen, in denen einige Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht sind, zeigen Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung des Kreiselgeräts mit einem zusatzlich zu seinen Kreiselläuferantrieb vorgesehenen Stützmomenterzeuger, Fig. 2 einen lotrechten Schnitt durch den Kreiselläufer, Fig. 3 einen Aufriß eines Kreiselgeräts, bei welchem das Stützmoment durch eine Komponente des auf den Kriselläufer wirkenden Antriebsmoments ausgeübt wird, Fig. 4 das in Fig. 3 gezeigte Kreiselgerät im Grundriß, Fig. 5 eine Teilseitensansicht und Fig. 6 einen Grundriß eines abgeänderten Stützmomenterzeugers.
  • Ein Kreiselläuer 1C weist eine innere, zu seinem Schwerpunkt konzentrische halbkugelförmige Lagerpfanne 1-1 auf, durch deren Mitte die rotationsachse 12 hindurchgeht. Mit dies er Lagerpfanne ist der L'äufer auf einer Kugel 13 gelagert, die von einer aufrechten Stütze 14 getragen wird.
  • Der Antrieb des Kreiselläufers erfolgt durch Einrichtungen, die auf diesen ein @rehmoment um die Achse 15 der Stütze 14 ausüben und zum Beispiel aus Druckluftdüsen bestehen können, di<? den Läufer 10 isl Umlaufrichtung anblasen, wie in der Patentanmeldung A 34 861 IX/42c beschrieben, oder auch von einem in der Kugel 13 eingebauten elektrischen Drehfelderzeuger gebildet werden können, dessen Drehfeld @@n Kreiselläufer 10 nach Art eines Kursschlußankers antreibt.
  • Die Sttze 14 hat einen runden Fuß 17, der auf der Plattform 16 befestigt ist. Auf diesem runden Fuß ist ein Ring 21 um die Achse 15 drehbar gelagert. Dieser Ring hat eine Schneckenverzahnung 18, die mit einer Schnecke 19 kärmt, die von der Welle eines Stellmotors 20 getragenh und so gelagert ist, daß sie sich in ihrer Achenrichtung nicht verschieben kann. Durch den Stellmotor ist daher der Ring 21 um die Achse 15 drehbar. Dieser Ring trägt nun einen Arm 22, dessen E@@e in einigem Abstand von dem Kreiselläufer aufwärtsragt und Lager 23, 24 trägt, deren gemeinsame Achse die Achse 15 rechtwinklig kreuzt.
  • Diese Lager tragen drehbar eine waagerechte Welle 25, auf der ein Spule 26 bfestigt ist. Diese befindet sich zwischen den Schenkeln eines vom Arm 22 getragenen Hufeisenmagneten 27, und sie übt daher auf die Welle 25 ein Drehnoment aus, wenn die Spule 26 mit Gleichstrom erregt wird. Eine Spiralfeder 2£-, deren äußeres Ende an dem Hufeisenmagneten und deren inneres Ende an der Welle 25 befestigt ist, fesselt diese in der Lage, in die Spule 26 lotrecht steht. Die Feder kann d1jrch @erdrehen des Einhängepunktes verstellt werden, um konstant bleibende Kreiselmomente zu kompensieren.
  • Auf der Welle 25 ist ferner ein Sektor 29 befestigt, auf dessen Umfangsfläche ein waagerechtes Zugorgan 30 so befestigt ist, daß es sich tangential von der Umfangsfläche des Sektors 29 zu einem Ring 31 erstreckt, der auf einem oberen axialen Zapfen 32 des Kreiselläufers 10 möglchst reibungsfrei gelagert ist.
  • Weist der Arm 22 in die Nordrichtung, dann übt das Zugorgan 30 auf den Kreiselläufer ein Stützmopment aus, dessen Vektor nach Westen welst und dessen Größe durch die Stärke der Erregung der Spule 26 bestimmt wird.
  • Es sind nun zwei Regelkreise vorgesehen, durch welche der Winkel zwischen der Läuferumlaufachse 12 und der die Antriebsachse 15 aufnehmenden @st-West-Ebene und der Winkel zwischen der Läuferachse 12 und der die Antriebsachse 15 aufnehmenden Nord-Süd-Ebene auf Null gehalten werden.
  • Der Kreiselläufer hat oben eine zu seiner Umlaufachse 12 lotrechte ebene Spiegelfläche 35, auf die durch einen Spiegel 36 ein abwärtsgericthteter, mi+. der Antriebsachse 15 zusammenfallender Lichtstrahl gerichtet wird. Dieser Spiegel wird von einem auf der Grundplatte 16 befestigten Stder 37 getragen. an dem sich auch eine Lampe 38 befindet, die den @ichtstrahl auf die geneigt untere Fläche des Spiegels 36 wirft. Dies@er ist durchsichtig, so dass der vom Spiegel 35 zurückgewerfene Lichtstrahl durch ihn hindurchgeht und auf einen über den Kreiselläufer befindlichen Halter 39 treffen kann, der an Ständer 37 befestigt ist und vier Fotozellen 40, 41, 42 und 43 trägt, die in gleichen Abständen um die Achse 15 herum verteilt sind.
  • Die beiden Fotozellen 40 und 42 stellen das Meßwerk desjenigen Regeltreises der, zu dem der Stellmotor 20 gehört, während die Fotozellen 41 und 43 zu dem anderen Regelkreis gehören und die Richtung und Größe der Erregung der Wicklung 26 und somit die Größe des vom Zugorgan 30 ausgeübten Stützmoments steuern.
  • Die Grösse des durch das Zugorgan 30, etwa eine dünnen Draht, ausgeübte Stützmoments, ist durch die Gleichung gegeben Hierin bedeutet B den Kreiseldrall, #o die Winkelgeschwindigkeit des Umlaufs der Erdkugel um ihre Achse (von dieser Größ ## ist die nach Richtung und Größe durch das Kreiselgerät nach der Erfindung zu bestimmende Winkelgeschwindigkeit zu unterscheiden, die 4sich auf den in der Zeiteinheit vom Srdkugelradius des Standortes beschriebenen Winkel bezieht)', # die geographische Breite des Standortes, P die vom Zugorgan 30 auf den Ring 31 ausgeübte Zugkraft und h den Hebelarm, an dem diese Zugkraft angreift, also den Abstand xx zwischen dem Ring 31 und der Mitte der Stützkugel 13.
  • Da die Größe P von dem durch die Spule 26 fließenden Erregerstrom bestimmt wird und da dieser durch ein Meßgerät angezeigt wird, und da die Größen B, t»o und h bekannt sind, kann man mit Hilfe dieser Formel die geographische Breite O des Standortes ermitteln. Damit Schwankungen von B infolge von Schwankungen der Läuferdrehzahl berücksichtigt werden können, wird diese laufend gemessen und bei Ermittlung von B berücksichtigt.
  • Ist das Ereiselgerät nicht ortsfest, sondern auf einem Fahrzeug angeordnet, dann kann man aus P und aus der Himmels richtung des Armes 22 die Größe der Fahrgeschwindigkeit errechnen, sofern man die geographische Breite und den Kurs des Fahrzeugs kennt.
  • In Figur 5 und 6 ist eine weitere Einrichtung beschrieben, mit der ein Stützmoment veränderlicher Größe und Richtung auf den Kreiselläufer ausgeübt werden kann. Der Kreisel erhält in seiner Achse einen sehr dünnen Zapfen 60 mit einer Lagerbuchse 62', an der ein Zugseil 61 angehängt ist. Dieses Zugseil hängt auf einer fest eingespannten Feder 62, die in einem Hebel 63 fest eingespannt ist. Dieser dreht sich auf einer. Achse 64 auf liner um das Kreiselgehäuse schwenkbaren Platte 65.
  • Diese wird von den Arm 22, Fig. 1 getragen und sitzt fest an diesem. Fest mit der Platte 65 ist ein Ständer 66 verbunden, der ein Mikrometer 67 trägt. Der Hebel 63 wird durch eine Feder 68 an den @ ikroneterstift 69 kraftschlüssig angelegt. Das Mikrometer @2 ist durch einen Stellmotor vestellbar, der in Fig. 1 anstelle der Spule 26 durch die Phetozellen 41 und 43 gesteuert wird.
  • Durch Verstellen des Mikrometers kann die Feder 62, die im entspannten Zustand die strichlierte Form einnimmt, vorgespannt werden, so daß ein Momentenvektor auf den Kreisel wirkt, der senkrecht zu der Ebene ist, die durch das Zugseil 61 und die Kreiselachse gegeben ist. Die Richtung dieses Momentenvektors kann durch Schwenken des Armes 22 geändert werden. Diese Vorrichtung tritt an die Stelle der Einrichtung 31 und 32, Fig.1. as in den Fig. 3 und 4 gezeigte Ausführungsbeispiel der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß das Stützm@ment auf den Kreiselläufer von einer Komponante des Antri@bsmoments geliefert wird. Ist die Achse 15' des Antriebsmoments nämlich nach Westen geneigt, während die Kreiselläuferachse 12' lotrecht steht, dann kann man den Vektor des Antriebsmoments in zwei Komponenten zerlgen, deren eine mit der Umlaufachs@ 12' zusammenfällt und lediglich dem Antrieb des Kreiselläufers 10 dient, während die andere Komponente rechtwinklig zu@ Achse 12' in Cst-West-Richtung verläuft und als Stätzmoment wirkt, dessen Größe vom Neigungswinkel der Antriebsachse 1, abhängt und bei richtiger Bemessung genauso wirkt miu das vom Zugorgan 30 ausgeübte Stützmoment, also die Kreiselläuferachse 12' lotrecht hält. mit die Antriebsachs@ 15 geneigt werden kann, ist bei der in den Fig.3 und 4 gezeigten Ausführungsform der Fuß 17' der Stütze 14' mit Lagerbohrungen 5@ versehen, deren gemeinsame Achse die Achse 15' der Stütze 14' rechtwinklig kreaut und in Lagerböcken 51 raht, die von einem waagerechten Ring 52 getragen werden. Der Ring 52 ist um seine Achse 53 drehbar in einem Ring 54 gelagert und hat einen Zeiger 55, der mit einer Teilung 56 des Ringes 54 zusammenwirkt. Die Achse 53 geht durch die Achse der Bohrungen 50 hindurch.
  • Der Kreiscelläufer 10' hat eine zu seiner Umlaufachse 12' gleichachsige kegelförmige Ausch@hlung 57 und trägt in dieser eine starr an ihm befestigte Lagerkugel 58, die in einer auf der Stütze 14' vorgesehene Halbkugelige Lagerpfanne 59 ruht. Der Antrieb des Kreiselläufes 10' kann in der gleichen Weise erfolgen wie derjenige des Laufers 10 der oben beschriebenen Ausführungsorm der Erfindung.
  • Ferner ist das Kreiselgerät mit zwei Regelkreisen versehen, durch welche die Läuferumlaufachse 12' in der lotrechten Lage gehalten wird. Zu diesen Regelkreisen gehört ein am Freiselläufer sorgesehener Spiegel 35', der den Spiegel 35 dr in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform entspricht. Ferner gehören zu den Regelkreisen Fotozellen und Stellmotoren, die in den Fig.3 und 4 nicht räher dargestellt sind. Die Fotozellen können ebenso angeordnet sein wie in Fig. 1 gezeigt.
  • Einer der beiden Stellmotoren sitzt am Ring 52 und bestimmt den Neigungswinkel # des Fußes 17'. Der andere Stellmotor, der dem Stellmotor 20 entspricht, dreht den Ring 52 die Achse 53. Der Zeiger 55 weist dann nach Csten, und aus dem Winkel ç kann man die geographische Breite des Standortes bestimmen.
  • Wird hingegen der Kreiselläufer 10' durch ein Drehmoment angetrieben, das nicht mit der Achse 14', sondern stets mit der Achse 12' zusammenfällt, etwa durch am Kreiselläufer angebrachte Rückstoß düsen, dann kann man das Stützmoment auch auf andere Weise erzeugen, zumBeispiel dadurch, dass man das Lager 58,59 als Luftlager ausbildete Denn -beim Kippen der Schale 59 um den Winkel#wird auf den Kreiselläufer 10' ein von der Stellung der Umlaufachse 12' unabhängiges Störluftmoment ausgeübt. Dieses errechnet sich nach der Gleichung In dieser Gleichung bedeuten n und # die in Fig.3 eingezeichneten Vektoren, woebi n parallel zur Kreiselachse 12' verläuft Das Stützmoment steht senkrecht auf diesen Vektoren und ist proportional dem Sinus des Winkels. zu . Da dieser Winkel klein ist, ist das Moment mit großer Annäherung dem Winkel#verhältnisgleich. Damit dieses Stützmoment richtig wirkt, muss die Achse der lagerbohrungen 50 in der Ost-West-Richtung verlaufen.
  • Die beschriebenen Ausführungsbeispiele können in ma-migfacher Hinsicht abgeändert werden.
  • So besteht die Möglichkeit, die von dem Zugorgan 30 ausgeübte Kraft durch den Druck einer blasenden Düse zu ersetzen, die unmittelbar auf den Kreiselläufer 10 einwirkt.
  • Diesen Druck misst man, indem man die auf die Düse wirkende Rückstoßkraft bestimmt. Der Regelkreis mit den Fotozellen 41, 43 bestimmt dann die Beaufschlagung dieser Düse.
  • Bei der Ausführungsform der Fig.3 und 4 kann der Ring 52 als Kardanring ausgebildet sein, dessen waagerechte Zapfen eine gemeinsame Achse haben, welche diejenige der Lagerbohrungen 5 rechtwinklig kreuz-t. Die beiden Regelkreise müssen dann die Steigung des Fußes 17' und des Kardanringes 52 so bestimmen, dcs.ss der eine Kreis die Azimutrichtung, in der die Achse 15' geneigt ist, und der andere Regelkreis die Grösse dieser Neigung bestimmt.
  • Die beiden beschriebenen Ausfü.hnrngsbe ispiele stimmen darin überein, dass der Kreiselläufer ein sphärisches Lager naht.
  • Verwendet man einen Kreiselläufer mit zu seiner UmlauS-achse gleichachsigen Achslagern, dann kann das Stütmoment in bekannter Weise auf den Kreiselläuferträger ausgeübt werden, zum Beispiel mit Hilfe von elektrischen Drehfeldern.

Claims (13)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e : 1. Kreiselgerät zum Ermitteln der Richtung und Größe der Winkelgeschwindigkeit eines bewegten Systems, zum Beispiel zum Ermitteln der Richtung des Meridians und der gographischen Breite eines Standortes, sofern das bewegte System die Erdkugel ist, gekennzeichnet durch einen im wesentlichen indifferent gelagerten Kreisel mit drei Freiheitsgraden, mit einem Stützmementerzeuger und mit auf Abweichungen der Ist-Stellung der Kreiselläuferachse von einer Soll-Stellung (die relativ zum bewegten System fest und geneigt zu der nu messenden Vektorrrichtung der Winkelgeschwindigkeit liegt) ansprechenden Steuerungen, deren eine die Größe des Stützmoments bei Abweichungen in einer von zwei z. einander rechtwinkligen Azimutrichtungen und deren andera die Richtung des Stützmoments bei Abweichungen in der anderen der Azimutrichtungen in einer Weise verstellt, derzufolge die Läufer-Achse jeweils in die Soll-Stellung zurückwandert, und ferner dadurch gekennzeichnet, daß ein Anzeigeglied für die gesuchte Größe durch die eine Steuerung in Abhängigkeit vor, der Größe des Stützmoments und ein Anzeigeorgan für uie gesuchte Richtung durch die andere Steuerung in Abhängigkeit von der Richtung des Stützmoments verstellbar ist.
  2. 2. Kreiselgerät nach A nspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Soll-Stellung der Kreiselläuferachse die lotrachte Stellung ist.
  3. 3. Kreiselgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines ICreiselläufers der der mittels einer zu seiner Mitte konzentrischen Kugelfläche (11) mit drei Freiheitsgraden gelagert ist, die Stützkraft durch ein an einem Achszapfen (32) des Freiselläufers (10) angreifendes Lager (31) und ein daran angreifendes Zugorgan (30) ausgeübt wird.
  4. 4. Kreiselgerät nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch zwei Regelkreise, derart einer den Winkel der Kreiselläuferachse mit, der lotrechten Ost-West-Ebene durch Änderung der Richtung des Stützmoments und deren anderer den Winkel der Kreiselläuferachse mit der lotrechten Nord-Süd-Ebene durch Ändern der Größe des Stützmoments auf Null hält.
  5. 5. Kreiselgerät nach Anspruch 4, bei welchem das Stützmoment durch einen elektrischen Strom erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die geographische Breite des Standortes durch eine Strommesser angezeigt wird.
  6. 6. Kreiselgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Strom durch eine fotoelektrische, induktive oder kapazitive Meßeinrichtung in Abhängigkeitvon der Abweichung der Kreiselläuferachse von der lotrechten It'eridiane'aene erzeugt wird.
  7. 7. Meßgerät nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurqhgekennzeichnet, daß bei Auftreten einer Neigung der Ereiselachse zur lotrechten Ost-West-Ebene ein Meßgerät diese Neigung mißt und einen ihr entsprechenden Strom erzeugt und mit die sem Strom einen Servomotor speist, der den Drehmomert erzeuger um die Lotrechte schwenkt, bis dadurch die Abweichung der Kreiselachse von der lotrechten Ost-West-Ebene kompnsiert ist.
  8. 8. Meßgerät nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des Kreiselläufers zur Bestimmung des Kreiseldralls (B) laufend gemessen und gegebenenfalls aufgezichnet wird.
  9. 9. Kreiselgerät nach Anspruch 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugung des Stützmoments mittels des von der Meßeinrichtung gelieferten elektrischen Stroms durch eine Drehspule (26) bewirkt wird, die durch eine Feder (28) in ihrer Grundstellung gefesselt ist.
  10. 10. Kreiselgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fesselfeder (28) einstellbar ist.
  11. 11. Kreiselgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugung des Stützmomentes durch eine den Kreiselläufer anblasende Luftdüse bewirkt wird, die um die Antriebsachse (15) schwenkbar angeordnet ist
  12. 12. Kreiselgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugung des Stützmomentes durch das Luftmoment des Kreiselläuferlagers bewirkt wird, dessen eine Lagerhälfte (59) zu diesem Zweck gegenüber der Lotrechten kippbar ist.
  13. 13. Kreiselgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippbarkeit der einen Lagerhälfte (59) dadurch erreicht ist, dass diese mittels zweier Kardanachsen gelagert ist, wobei die Größe und Richtung der Kippbewegung an Teilkreisen ablesbar ist. L e e r s e i t e
DE19631448737 1963-11-06 1963-11-06 Kreiselgeraet zum Ermitteln der Richtung und Groesse der Winkelgeschwindigkeit eines bewegten Systems Pending DE1448737A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2403544A1 (fr) * 1977-09-14 1979-04-13 Bodenseewerk Geraetetech Appareil pour la determination automatique de la direction du nord

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2403544A1 (fr) * 1977-09-14 1979-04-13 Bodenseewerk Geraetetech Appareil pour la determination automatique de la direction du nord

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Legal Events

Date Code Title Description
SH Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971