DE1447451C - Lichtbildaufnahmeeinheit mit einer in ihrer Lichtstarke veränderbaren Beleuchtungs einrichtung - Google Patents
Lichtbildaufnahmeeinheit mit einer in ihrer Lichtstarke veränderbaren Beleuchtungs einrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lichtbildaufnahmeeinheit,
bestehend aus einer fotografischen oder kinematografischen Kamera mit Einstellern für Blende und Entfernung
sowie einer eingebauten oder ansetzbaren, in ihrer Lichtstärke gemäß der Entfernungseinstellung
veränderbaren Beleuchtungseinrichtung, wobei der Blendeneinsteller nach einer Skala mit Filmempfindlichkeitswerten
einstellbar ist.
Es ist eine auf eine Kamera aufsteckbare Lichtbildaufnahmeeinheit bekannt, deren Lichtstärke durch
Veränderung eines Widerstandes über eine Hebelanordnung einstellbar ist, wobei die Hebelanordnung mit
dem Entfernungseinstellring der Kamera verbunden ist. Bei einer solchen Lichtbildaufnahmeeinheit wird
also die Größe der von der Blitzröhre auszustrahlenden Energie durch elektrische Maßnahmen eingestellt,
wozu eine Reihe von zusätzlichen elektrischen Elementen erforderlich ist. Eine kameraseitige Berücksichtigung
der Filmempfindlichkeit ist nicht gegeben.
Weiterhin ist eine fotografische Kamera bekannt, bei der unter anderem eine Skala mit Filmempfindlichkeitswerten
vorgesehen ist und bei der die Blende nach der Skala mit den Filmempfindlichkeitswerten einstellbar
ist. Bei der Vorgabe einer bestimmten Filmempfindlichkeit wird die Blende entsprechend eingestellt.
Es ist weiterhin eine fotografische Kamera bekannt, bei der für Blitzlichtaufnahmen die Blende entfernungsabhäbgig
eingestellt wird und bei der die jeweils konstante Lichtleistung der verwendeten Blitzlampe
durch ein zusätzliches Stellglied berücksichtigt wird, durch welches die entfernungsabhängig einstellbare
Blende zusätzlich veränderbar ist. Die Lichtleistung der verwendeten Blitzlichteinrichtung ist hierbei nicht
veränderbar.
Die Lichtbildaufnahmeeinheit4 nach der Erfindung geht also von der Kombination dieser bekannten Vorrichtungen
aus, die als naheliegend angesehen wurde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lichtbildaufnahmeeinheit zu schaffen, bei der zur
Durchführung von Kunstlichtaufnahmen vom Benutzer der Kamera keine Überlegungen anzustellen sind,
daß also in einfacher Weise mit der Einstellung der Entfernung nur die Lichtleistung der Beleuchtungseinrichtung
und mit der Einstellung der Filmempfindlichkeit nur die Blende zur Durchführung richtig belichteter
Aufnahmen verändert wird. Weiterhin soll die erfindungsgemäße Lichtbildaufnahmeeinheit einfach
aufgebaut sein und sicher arbeiten. Außerdem soll eine Lichtquelle konstanter Lichtstärke verwendet werden,
um die Zahl der elektrischen Bauteile gering zu halten.
Die erfindungsgemäße Lichtbildaufnahmeeinheit ist nun dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtungseinrichtung
mindestens eine vor der Lichtquelle angeordnete, mittels eines vom Entfernungseinsteller
steuerbaren Antriebsgliedes drehbare Lamelle aufweist, durch die der Strahlengang der Lichtquelle unterschiedlich
stark abdeckbar ist. Dadurch ist der Vorteil gegeben, daß eine Lichtquelle konstanten Lichtstroms
verwendbar ist, wodurch veränderbare elektrische Steuerglieder nicht erforderlich sind. Demnach
wird die verwendete Lichtquelle in einfacher Weise mit einer konstanten Spannung versorgt. Weiterhin ist der
Vorteil gegeben, daß durch die rein mechanische Schwächung der Beleuchtungseinrichtung eine genaue
Einstellungder Lichtleistung ermöglicht ist, unabhängig von der Schwächung der verwendeten Spannungsquelle. Außerdem ist der Vorteil gegeben, daß durch
Einsparung von veränderbaren Widerständen Ungenauigkeiten, die durch Oxydation oder Verschmutzung
des Schleifkontaktes auftreten können, vermieden sind.
Gemäß weiterer Ausbildung besteht mindestens eine Lamelle aus einem lichtdurchlässigen Werkstoff oder
aus einem Graufilter. Hierbei ist z. B. der Vorteil gegeben, daß ζ. B. die einzelnen Lamellen die Lichtquelle
unterschiedlich stark abdecken können, wodurch eine gewünschte Lichtstromverteilung erzielt
ίο werden kann.
In vorteilhafter Weise sind bei mehreren Lameller,
dieselben um zueinander parallele Achsen drehbar angeordnet.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines in der Figur dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben.
Zum besseren Verständnis der nachfolgend beschriebenen
erfindungsgemäßen Anordnungen ist von folgenden Beziehungen auszugehen:
1.L=B-E und
II. L2, =
Hierbei bedeutet
L = Leitzahl,
L2 = gesuchte Leitzahl für Filme höherer Empfind lichkeit,
L = Leitzahl,
L2 = gesuchte Leitzahl für Filme höherer Empfind lichkeit,
B = Blendenwert,
E = Entfernung zwischen dem Blitzlichtgerät un<
E = Entfernung zwischen dem Blitzlichtgerät un<
dem Objekt in Metern,
η — Anzahl der DIN-Grade, die der höher empfind
liehe Film mehr hat als der Film, für den di Leitzahl bekannt ist.
Aus der Gleichung II folgt, daß bei Verwendun eines Filmes, der um 6 DIN empfindlicher ist als ei
anderer Film, für den die Leitzahl bekannt ist, eir. Verdoppelung der Leitzahl eintritt. Eine Verdoppelur
der Leitzahl erfordert aber, wie sich aus der GIe chung I ergibt, bei konstanter Entfernung ein Schll·
ßen der Blende um zwei Blendenstufen. Hieraus ergi:
sich, daß bei Verwendung einer Filmempfindlichkeit skala mit einer Reihe von jeweils um 3 DIN voneina
der abweichenden Werten jedem angeführten Für empfindlichkeitswert eine Blendenstufe zugeordn
werden kann. Es ergibt sich daher beispielsweise fc gende Reihe der Zuordnungen:
Blende
| Filmempfindlichkeit in DIN | 18 | 21 | 24 | |
| 12 | 15 | 5,6 | 8 | 11 |
| 2,8 | 4 |
Auf Grund dieser Maßnahme wird (vgl. Gleichung die Leitzahl beim Erfindungsgegenstand lediglich ei
Funktion der Entfernung, da die Blende für den jewe eingelegten Film konstant bleibt. Die Lichtstärke
daher ausschließlich in Abhängigkeit von der Entf nung des aufzunehmenden Objektes zu steuern. I
Halbierung der Einstellentfernung ist daher auch ι
Leitzahl zu halbieren und dementsprechend die Lic stärke der Beleuchtungsanordnung zu verringern.
Die Anordnung gemäß der Figur setzt eine Kam mit einem eingebauten Elektronenblitzliclitgerät ν
aus. Hier ist im Kameragrundgehäuse ein Reflektor mit einer Blitzröhre 41 angeordnet. Die weitere Sei"
tung des Elektronenblitzlichtgerätes kann in irge: einer bekannten Weise ausgeführt sein und ist da
nicht dargestellt. Vor der Blitzröhre 41 sind mehrere aus Graufiltern gleicher Stärke bestehende Lamellen
angeordnet, die in Richtung der Pfeile d bzw. e um untereinander parallele Achsen gedreht werden können.
Zur Übertragung der Drehbewegung ist jede der Lamellen 42 bis 45 auf ein Ritzel 46 bis 49 starr aufgesetzt.
Die Lagerung der Lamellen 42 bis 45 kann dabei durch in der Zeichnung nicht dargestellte, mit den
Drehachsen fluchtende, auf die Unterseite der Ritzel 46 bis 49 und gegebenenfalls auf die Oberseite der Lamellen
42 bis 45 aufgesetzte Zapfen erfolgen. Diese Zapfen sind dann in kamerafesten Lagern geführt. Die
Lamellen 46 bis 49 erstrecken sich zweckmäßig über die gesamte Höhe des Reflektors 40.
Auf der Höhe der Ritzel 46 bis 49 ist ein Antriebsglied 50 geradlinig in bzw. entgegen der Richtung des
Pfeiles / verschiebbar geführt. Hierzu weist das Antriebsglied
50 Langlöcher 51 auf, in die kamerafeste Stifte 52 eingreifen. Das Antriebsglied 50 steht über
Verzahnungen 71 bis 74 mit den Ritzeln 46 bis 49 derart in Verbindung, daß die Lamellen 42 bis 45 paarweise
gegenläufig gedreht werden können. Am Antriebsglied 50 greift das eine Ende einer Zugfeder 53
an, deren anderes Ende kamerafest eingehängt ist und die das Bestreben hat, das Antriebsglied 50 entgegen
der Richtung des Pfeiles /zu bewegen. Die Zugfeder 53 hält dabei einen Tastansatz 54 in Anlage an einen
Steuernocken 55. Der Steuernocken 55 ist gemeinsam mit einem Ritzel 56 fest auf eine senkrechte, in kamerafesten
Lagern gehaltene Welle 57 aufgesetzt. Mit dem Ritzel 56 kämmt eine Verzahnung 58 einer in einem
kamerafesten Lager 59 geradlinig verschiebbar geführten,
aber gegen Verdrehung gesicherten Steuerstange 60; An der Steuerstange 60 greift das eine Ende einer
Zugfeder 61 ein, deren anderes Ende fest eingehängt ist und die die Steuerstange 60 in Richtung des Pfeiles g
in Anlage an einer Steuerkurve 62 eines Entfernungseinstellers 63 hält. Der Entfernungseinsteller 63 trägt
eine Entfernungsskala 64, mit der er nach einer festen Marke 65 einstellbar ist.
Bei Verwendung einer Beleuchtungseinrichtung, die in einem oder mehreren an die Kamera ansetzbaren
Gehäusen untergebracht ist, könnte z. B. die Welle 57 in zwei miteinander beim Ansetzen der Beleuchtungseinrichtung
kuppelbare Wellenabschnitte unterteilt werden. Der eine Wellenabschnitt ist dann in der Kamera
gelagert und steht mit der Steuerkurve des Entfernungseinstellers in Verbindung, während der andere
Wellenabschnitt in dem die Lichtquelle mit dem Reflektor aufnehmenden Gehäuse angeordnet und mit
der Lichtschwächungsvorrichtung gekuppelt ist.
Weiterhin sind ein Belichtungszeiteinsteller 66 und ein Blendeneinsteller 67 vorgesehen. Der Blendeneinsteller 67 weist eine Marke 68 auf. Die Marke 68 wirkt
im Kunstlichteinstellbereich mit einem Skalenabichnitt 69 zusammen, der auf einen festen Abdeckring
70 aufgetragen ist und eine Reihe von Filmempfindichkeitswerten
aufweist. Auf den Abdeckring 70 könien weitere Skalenabschnitte für andere Einstellbereiche
aufgetragen sein. Am Innenumfang des Blendeneinstellers 67 ist zweckmäßig eine Steuerkurve zum
Schließen eines Unterbrecherschalters für den Versorgungsstromkreis
des Blitzgerätes vorgesehen.
! Zur Durchführung einer Aufnahme unter Verwendung des eingebauten Blitzlichtgerätes wird zweckmäßig zunächst der Blendeneinsteller 67 so weit gedreht, bis seine Marke 68 dem Wert des Skalenabschnittes 69 gegenübersteht, der der Empfindlichkeit des eingelegten Filmes entspricht. Hierdurch wird die Blende auf einen bestimmten, der Filmempfindlichkeit· des eingelegten Filmes entsprechenden Wert geschlossen. Anschließend wird durch Drehen des Entfernungseinstellers 63 die Entfernung unter Benutzung der Skala 64 und der Marke 65 eingestellt. Hierbei wird die Steuerstange 60 in bzw. entgegen d;r Richtung des Pfeiles g bewegt. Diese Bewegung ruft eine Drehung des Ritzels 56 und damit des Steuernockens 55 hervor.
! Zur Durchführung einer Aufnahme unter Verwendung des eingebauten Blitzlichtgerätes wird zweckmäßig zunächst der Blendeneinsteller 67 so weit gedreht, bis seine Marke 68 dem Wert des Skalenabschnittes 69 gegenübersteht, der der Empfindlichkeit des eingelegten Filmes entspricht. Hierdurch wird die Blende auf einen bestimmten, der Filmempfindlichkeit· des eingelegten Filmes entsprechenden Wert geschlossen. Anschließend wird durch Drehen des Entfernungseinstellers 63 die Entfernung unter Benutzung der Skala 64 und der Marke 65 eingestellt. Hierbei wird die Steuerstange 60 in bzw. entgegen d;r Richtung des Pfeiles g bewegt. Diese Bewegung ruft eine Drehung des Ritzels 56 und damit des Steuernockens 55 hervor.
ίο Die Drehung des Steuernockens 55 bewirkt eine Verschiebung
des Antriebsgliedes 59 in bzw. entgegen der Richtung des Pfeiles/. Eine Verschiebung des Antriebsgliedes
50 in Richtung des Pfeiles / hat über die Verzahnungen 71, 72 Drehungen der Lamellen 42, 44
in Richtung der "Pfeile d und über die Verzahnungen 73, 74 Verdrehungen der Lamellen 43, 45 in Richtung der
Pfeile e zur Folge. Hierdurch wird eine wachsende Fläche vor der Blitzröhre 41 durch die Lamellen 42 bis
45 abgedeckt. Die Anordnung kann dabei so getroffen sein, daß, wie gestrichelt dargestellt, in der Endlage die
volle Querschnittsfläche des Reflektors 40 durch die Lamellen abgedeckt ist. Durch diese Abdeckung wird
die Lichtleistung des Einbauelektronenblitzgerätes in Abhängigkeit von der eingestellten Entfernung verändert.
Aus der Figur und der vorstehenden Erläuterung ergibt sich, daß an Stelle von Lamellen aus Graukeilen
ohne weiteres Lamellen aus lichtundurchlässigen Werkstoffen Verwendung finden können. In diesem
Fall ist lediglich dafür zu sorgen, daß sich die in den Beleuchtungsstrahlengang eingeschwenkten Lamellen
in der Endstellung nicht berühren, sondern zwischen sich eine der vorgesehenen Minimallichtleistung der
Beleuchtungseinrichtung entsprechende Fläche frei lassen. Selbstverständlich könnte die Lichtschwächungsvorrichtung
auch aus einer Reihe von einzeln oder kombiniert miteinander vor die Lichtquelle einschiebbaren
Graufiltern unterschiedlicher Stärke aufgebaut werden. Auch die Verwendung anderer an sich bekannter
Blenden ist möglich. Die Erfindung ist weiterhin nicht auf die Verwendung eines Elektronenblitzlichtgerätes
als Beleuchtungseinrichtung beschränkt.
Claims (3)
1. Lichtbildaufnahmeeinheit, bestehend aus einer fotografischen oder kinematografischen Kamera
mit Einstellern für Blende und Entfernung sowie einer eingebauten oder ansetzbaren, in ihrer Lichtstärke
gemäß der Entfernungseinstellung veränderbaren Beleuchtungseinrichtung, wobei der Blendeneinsteller nach einer Skala mit Filmempfindlichkeitswerten
einstellbar ist, dadurchgekennzeichnet,
daß die Beleuchtungseinrichtung mindestens eine vor der Lichtquelle (41) angeordnete,
mittels eines vom Entfernungseinsteller (63) steuerbaren Antriebsgliedes (50) drehbare Lamelle
(42 bis 45) aufweist, durch die der Strahlengang der Lichtquelle (41) unterschiedlich stark abdeckbar
ist.
2. Lichtbildaufnahmeeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Lamelle
(42 bzw. 43 bzw. 44 bzw. 45) aus einem lichtdurchlässigen Werkstoff oder aus einem Graufilter
besteht.
3. Lichtbildaufnahmeeinheit nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei
mehreren Lamellen (42 bis 45) dieselben um zueinander parallele Achsen drehbar sind.
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