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DE1445549A1 - Verfahren zur Herstellung von reinem Caprolactam - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem Caprolactam

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DE1445549A1
DE1445549A1 DE19641445549 DE1445549A DE1445549A1 DE 1445549 A1 DE1445549 A1 DE 1445549A1 DE 19641445549 DE19641445549 DE 19641445549 DE 1445549 A DE1445549 A DE 1445549A DE 1445549 A1 DE1445549 A1 DE 1445549A1
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DE
Germany
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caprolactam
column
lactam
water
sump
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Strehler Dr Hugo
Pteri Dr Norbert
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BASF SE
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D201/00Preparation, separation, purification or stabilisation of unsubstituted lactams
    • C07D201/02Preparation of lactams
    • C07D201/04Preparation of lactams from or via oximes by Beckmann rearrangement

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Other In-Based Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Polyamides (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

EADISCHE ANIIIN- & SODA-FABRIK AG
Unsere Zeichen: O. Z. 23 316 Rä/Zt ludwigshafen am Rhein, den 30.10.1964
Verfahren zur Herstellung von reinem Oaprolactam
Es ist bekannt, das bei der Umlagerung von Cyclohexanonoxim an festen Katalysatoren in der Gasphase entstehende Caprolactam in Kühl era zu kondensieren, die von Luft oder von Wasser, welches auf Temperaturen von 50 bis 70 0C vorgewärmt ist, durchströmt werden. Hierbei erreicht das mit Temperaturen bis 450 0C aus dem Reaktionsraum austretende Gasgemisch beim Eintritt in den Kühler erst allmählich die Kondensationstemperatur des Lactams, weshalb innerhalb des Kühlerteils, in dem die Lactamkondensation beginnt, in dem aber die Kühlerwand noch nicht von einem abfließenden Caprolactamfilm bedeckt ist, im gewissen Umfang eine thermische Zersetzung des Caprolactams stattfindet. Durch die entstehenden Zersetzungsprodukte wird, abgesehen von der Ausbeuteverminderung, die Reinigung des Caprolactams erschwert. Außerdem wird, besonders wenn bei der Umlagerung ein inertes Trägergas verwendet wird, nur eine unvollständige Kondensation des Caprolactams erzielt, so ο daß gegebenenfalls dem ersten Kühler noch ein mit kaltem Wasser ο oder Sole beschickter Kühler nachgeschaltet werden muß. Bei dieser "^* bekannten Art der Kondensation verbleiben im Lactam der ersten
oo Kühlstufe stets noch größere Mengen bei der Umlagerung entstehencn
ο der Nebenprodukte,die leichter flüchtig sind als Caprolactam, z.B. oo
ungesättigte Nitrile, die die Qualität des Rohlactams vermindern und die Reinigung erschweren. Bei dem in einer gegebenenfalls notwendigen zweiten Kühlstufe anfallenden Lactam sind die Anteile von
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Nebenprodukten und Wasser naturgemäß erheblich größer, so daß die Reinigung noch mehr erschwert wird.
Es wurde nun gefunen, daß man bei der Herstellung von Caprolactam durch katalytisch^ Umlagerung von Cyclohexanonoxim an festen Katalysatoren bei erhöhter Temperatur in Gegenwart oder Abwesenheit von Inertgasen ein reineres und damit leichter zu reinigendes Caprolactam erhält, wenn man das den Reaktionsraum verlassende Gasgemisch mit flüssigem Caprolactam abschreckt und die nachfolgende Caprolactamkondensation in einer mit Einbauten versehenen Kolonne durchführt, wobei man den Kopf der Kolonne mit einer leichtsiedenden Flüssigkeit, insbesondere Wasser, beschickt.
Das neue Verfahren ist gegenüber den bekannten dadurch ausgezeichnet, daß der Anteil von Nebenprodukten im Caprolactam stark verringert und damit die Qualität verbessert wird und daß eine zweite Kühlstufe nicht mehr erforderlich ist.
Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß bei Verfahren, bei denen der Katalysator in wirbelnder Bewegung gehalten wird, eine Entstaubung des Gasgemisches vor dem Verlassen des Reaktionsraums mittels Zyklon ausreicht, da im Zyklon nicht abgeschiedener Peinstaub in dem zum Abschrecken benutzten flüssigen Lactam verbleibt und dort nicht weiter stört, während bei alleiniger Kondensation mittels Kühlern eine zusätzliche Feinentstaubung nötig ist, um Staubablagerungen und Verstopfungen in den Kühlern zu verhindern.
Die Herstellung von Caprolactam durch katalytisch^ Umlagerung von Cyclohexanonoxim in der Gasphase erfolgt unter üblichen Bedingungen, So werden die Dämpfe des Oxims oder flüssiges Oxim mit den bei einer Reaktionstemperatur von etwa 210 bis 450 0C befindlichen
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Katalysatoren in Kontakt gebracht. Man kann gleichzeitig Inertgase in den Katalysator leiten, wobei auch Wasserdampf als Inertgas verwendet werden kann. Ferner kann man das Verfahren "bei Normaldruck oder bei vermindertem Druck, z.B. bei 10 bis 500 Torr, ausführen. Als Katalysatoren verwendet man beispielsweise - wie aus der Literatur bekannt ist - verschiedene Phosphorsäuren, Heteropolysauren, Borsäuren oder Alkalibisulfate oder Gemische solcher Stoffe, die meist auf Trägern aufgebracht sind. Geeignet sind beispielsweise 40 bis 50 # Borsäure auf Aluminiumoxyd, 15 bis 25 $> Boroxyd auf Titandioxyd, 15 bis 25 $ Phosphorsäure auf Kieselgel.
Als Träger haben "sich Kieselgel, Aluminiumoxyd, das auch geglüht sein kann, oder Titandioxyd bewährt.
Die Katalysatoren können fest angeordnet sein oder sich im Wirbelzustand befinden.
Zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung wird das den Reaktionsraum verlassende Gasgemisch durch Caprolactam mit einer Temperatur von etwa 70 bis 260 0O, vorzugsweise von etwa 180 bis 220 0C, abgeschreckt, indem entweder das Gasgemisch in das bei dieser Temperatur gehaltene Caprolactam, z.B. in den Sumpf der zum Kondensieren benutzten Kolonne, eingeleitet oder das Caprolactam in das Gasgemisch gespritzt wird. Zweckmäßig verwendet man das in der nachfolgenden Kondensationskolonne anfallende flüssige Caprolactam. Man kann das flüssige Lactam auch in Form eines Flüssigkeitsstrahles oder in feinverteilter Form, in das den Reaktionsraum verlassende Gasgemisch einspritzen.Hierbei muß die eingespritzte. Lactammenge mindestens so groß sein, daß bei volletändiger Verdampfung derselben eine Abkühlung des Gasgemisches
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auf die gewünschte Temperatur erreicht wird. Zweckmäßigerweise verwendet man jedoch eine größere Menge an flüssigem Oaprolactam, und , zwar etwa 3-60 Gewicht steile, vorzugsweise etwa 10 - 40 Gewichts-
je Gewichtsteil
teile des abzuschreckenden Gasgemisches. Das abgeschreckte Gasgemisch leitet man nach dem Abschrecken von unten her in eine mit Einbauten versehene Kolonne zur Kondensation. Als Kolonnei eignen sich beispielsweise Füllkörper-·, Glockenboden- oder Dampfprallbodenkolonnen» Die Kondensation kann bei Normaldruck, erhöhtem oder vermindertem Druck sowie bei Anwesenheit oder Abwesenheit von inerten Gasen erfolgen. Wenn man das Abschrecken durch Einspritzen oder Eindüsen vornimmt, leitet man die abgeschreckten Dämpfe vorzugsweise von unten oder in das untere Drittel der Kolonne. In der kolonne erfolgt Kondensation, da man durch Aufgabe einer leichtsiedenden Flüssigkeit, z.B, von Alkanolen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Dialkylketonen mit 3 bis 5 Kohlenstoff atomen, Alkanen mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen oder Benzol, insbesondere von Wasser, d.h. durch Direktkühlung, ständig ein Iemperatürgefälle in der Kolonne aufrechterhält. Die Menge der leichtsiedenden Flüssigkeit ist in Abhängigkeit von der Verdampfungswärme der verwendeten Flüssigkeit mit der Menge der zugeführten Dämpfe und der gewünschten Sumpftemperatur· abzustimmen. Im allgemeinen verwendet man z.B. bei Wasser 0,06 bis 0,7 Gewichtsteile, vorzugsweise 0,2 bis 0,4 Gewichtsteile je Gewichtsteil zugeführter Dämpfe. Das leichtsiedende lösungsmittel führt nicht nur zur Ausbildung eines Temperaturgradienten in der Kolonne, sondern führt auch eine zusätzliche Reinigung des Oaprolactams herbei, da leichtflüchtige Verunreinigungen mit dem Dampf mitgeführt werden. Man stellt in der Kolonne zweckmäßig solche Temperaturverhältnisse ein, daß das Oaprolactam dem Sumpf zufließt, dem auch das beim Abschrecken flüssige Lactam zugeleitet wird oder in dem das Abschrecken vorge-
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nommen wird und dessen Volumen durch ständiges Abziehen einer entsprechenden Menge konstant gehalten wird.,
Der Anteil von im Lactam verbleibenden Nebenprodukten ist abhängig von der Sumpftemperatür und der Temperatur auf den ersten Kolonnenböden. Bei niedriger Temperatur ist der Anteil von Nebenprodukten größer als bei höherer Temperatur. Zweckmäßigerweise wählt man an der Stelle, an der man die gequenchten Dämpfe in die Kolonne einleitet eine Temperatur zwischen 180 und 250 0O und auf den ersten darüberliegenden Kolonnenboden eine Temperatur zwischen 150 und 250 0O. Die Zahl der theoretischen Böden der Kolonne ist •«'so zu bemessen, daß in den am Kolonnenkopf abziehenden Dämpfen keine nennenswerten Mengen lactam enthalten sind.
Die in den nachfolgenden Beispielen zur Kennzeichnung des Reinheitsgrades definierte Permanganat-Titrationszahl (PTZ) ist wie folgt definiert:
Unter der "Permanganat-Titrationszahl", abgekürzt 11PTZ", ist der Verbrauch an -r»r Kaliumpermanganatlösung in Millilitern zu verstehen, den eine Lösung von 1 000 g Caprolactam in 2 500 g 50 #iger wäßriger Schwefelsäure hat, bis bei Titration bei Raumtemperatur die Permanganatfarbe 2 Minuten beständig ist.
Beispiel 1
In einem Wirbelofen von 2 000 mm Länge und 100 mm Durchmesser werden bei Temperaturen von 356 bis 360 0C und einem Druck von 280 lorr im Laufe von 315 Minuten 38,45 kg Cyclohexanonoxim mit einem Wassergehalt von 6 £ an 21,1 kg Katalysator, die während der angegebenen Zeit durch den Reaktionsraum geschleust werden, au Caprolactam umgelagert. Der Katalysator besteht aus Aluminium oxyd mit 45 # Boroxyd, hat die Korngröße 0,2 bis 0,5 mm und wird
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durch 1,1 Km /Stunde Stickstoff und den Oxim--bzw» Laotamdampf im Wirbelzustand gehalten» Die den Reaktionsraum verlassenden Gase passieren zur Staubabscheidung einen auf 277 0O geheizten Zyklon und werden dann in den aus bereits kondensiertem Oaprolactam bestehenden Sumpf einer nicht isolierten Dampfprallbodenkolonne mit 10 Böden und 100 mm Durchmesser eingeleitet. Das Volumen des Sumpfes wird durch einen Überlauf bei 45 cm gehalten. Zur Kondensation des Caprolactams werden während der Betriebszeit 6,4 1 Wasser auf den obersten Kolonnenboden gegeben. Die Temperaturen betragen im Sumpf: 200 0O, Boden 1: 190 0O, Boden 3: 175 0G, Boden 5: 95 QC, Boden 8ϊ 55 0C, Kolonnenkopf: 55 0G. Das kondensierte Gaprolactam fließt über die unteren Kolonnenboden und den Sumpf ab, während das übrige G-asgemisch am Kolonnenkopf abzieht. Es werden 33,54 kg Rohlactam mit' einer durchschnittlichen Permanganat-Titrationszahl von 7 500 erhalten. Eine Destillation dieses lactams bei 14 Torr ergibt bis 140 0O nur noch 0,12 Gew.-# Wasser und Nebenprodukte.
Verfährt man zum Vergleich wie vorstehend, führt aber die Kondensation in bekannter Weise durch, indem die den Reaktionsraum verlassenden Gase zur Staubabscheidung über einen auf 280 0G geheizten Zyklon geleitet werden, das Oaprolactam durch einen 1 000 mm langen Kugelkühler, der in der unteren Hälfte mit 5 ' 5 mm großen Wendeln aus VgA-Maschendraht gefüllt ist und von 60 G warmem Wasser durchströmt wird, geleitet und in einem nachgeschalteten, mit Wasser von 15 0C gespeisten Kühler noch Laetamreste aus den Gasen kondensiert werden, so erhält man ein Rohlactam mit einer durchschnittlichen PTZ von 10 500. Die Destillation dieses Lactams bei 14 Torr ergibt bis. 140 0C noch 3,4 G-.ew.-# Wasser und Hebenprodukte.
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■In dem in Beispiel 1 beschriebenen Wirbelofen werden bei 358 bis 360 0C und einem Druck von 785 Torr im Laufe von 125 Minuten 14,21 kg Cyclohexanonoxim mit einem Wassergehalt von 5 $> an 7»4 kg Katalysator, die während dieser Zeit durch den Reaktionsraum geschleust werden, zu Caprolactam umgelagert. Der Katalysator ist der gleiche wie in Beispiel 1 und wird durch 3,36 Nnr/Skmde Stickstoff und den Oxim- bzw. Laotamdampf im Wirbelzustand gehalten. Die den Reaktionsraum verlassenden Gase passieren zur Staubabscheidung einen auf 270 0G geheizten Zyklon und werden in den aus bereits kondensiertem Rohlactam bestehenden Sumpf der in Beispiel 1 erwähnten Dampfprallbodenkolonne eingeleitet. Das Volumen des Sumpfes wird durch einen Überlauf bei 60 cm5 gehalten. Die im Sumpf abgeschreckten Gase gelangen dann in die Kolonne, wo zur Kondensation des Caprolactams während der Betriebezeit 1,2 1 Wasser auf den obersten Kolonnenboden gegeben werden. Die Temperaturen betragen im Sumpf: 200 0C, Boden 1: 195 0C, Boden 3i 170 0O, Boden 5s 86 0C, Boden 8: 72 0O, Kolonnenkopf: 70 0C, Das kondensierte Caprolactam fließt, wie in Beispiel 1 erwähnt, ab. Es werden 12,61 kg . Rohlactam mit einer durchschnittlichen PTZ von 5 700 erhalten. Die Destillation dieses Lactams bei 14 Torr ergibt bis 140 0C nur noch 0,12 Gew.-?6 Wasser und Nebenprodukte.
Verfährt man genauso, leitet aber die den Reaktionsraum verlassenden Gase zur Staubabscheidung über einen auf 345 0C geheizten Zyklon und kondensiert das Caprolactam in zwei Kühlern, so erhält man ein Rohlactam mit einer durchschnittlichen FTZ. von 12 300. Die Destillation dieses Lactams bei 14 Torr ergibt bis 140 ° noch 3,0 Gew.-96 Wasser und Nebenprodukte.
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In dem in Beispiel 1 beschriebenen Wirbelofen werden bei 360 0C und • einem Druck von 820 Torr im Laufe von 117 Minuten 15,72 kg Cyclohexanonoxim mit einem Wassergehalt von 4,7 $ an 7,1 kg Katalysator·, die während dieser Zeit durch den Reaktionsraum geschleust werden, zu Caprolactam umgelagert. Der Katalysator hat die gleiche Zusammensetzung wie' in Beispiel 1, jedoch die Körnung 0,5 bis 1,0 mm und wird durch 5,5 N'nr/stunde Stickstoff und den Oxim- bzw. Lactamdampf im Wirbelzustand gehalten. Die den Reaktionsraum verlassenden Gase passieren zur Staubabscheidung einen auf 325 0O geheizten Zyklon und werden in den aus bereits kondensiertem Bohlaetam bestehenden Sumpf einer mit 8 · 8 mm großen Wendeln aus V~A-Mascliendraht gefüllten Kolonne von 1 600 mm Länge und 60 mm Durchmesser eingeleitet. Das Volumen des Sumpfes wird durch einen Überlauf bei 165 cm gehalten. Die im Sumpf abgeschreckten Gase gelangen dann in die Kolonne, wo zur Kondensation des Caprolactams während der Betriebszeit 3,8 1 Wasser am Kolonnenkopf aufgegeben werden. Die ;' Temperaturen betragen im Sumpf: 210 0O, unter der Kolonnenfüllung: 200 0C, nach 150 mm Kolonnenfüllung: 120 0C, nach 300 mm Kolonnenfüllung: 83 0C, nach 950 mm: 80 0C, Kolonnenkopf: 75 0C. Das kondensierte Caprolactam fließt durch den unteren Teil der Kolonnenfüllung und den Sumpf ab. Es werden 14,17 kg Rohlactam mit einer durchschnittlichen PTZ von 6 400 erhalten. Die Destillation dieses Lactams bei 14 Torr ergibt bis 140 0C noch 0,36 Gew.-# Wasser und Nebenprodukte.
Beispiel 4
In einem Wirbelofen von 2 000 mm Länge und 200 mm Durchmesser werden bei 375 0C und einem Druck von 350 Torr im Laufe von 141,5 Stünden 3 072,5 kg Cyclohexanonoxim mit einem Wassergehalt von
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5,7 56 an 1 420 kg Katalysator, die während dieser Zeit durch den Reaktionsraum geschleust werden, zu Gaprolactam umgelagert. Der Katalysator ist der gleiche wie in Beispiel 3 und wird durch 7 Nnr/Stunde Stickstoff und den Oxim- "bzw. laotamdampf im Wirbelzustand gehalten. Die den Reaktionsraum verlassenden Gase passieren zur Staubabscheidung einen auf 314 0O geheizten Zyklon und gelangen dann in einen Quencher, in welchem die Gase durch Eindüsen von 1,5 m /Stunde "bereits kondensiertem, 205 0C warmem Rohcaprolactam, welches dem Sumpf einer für die nachfolgende Kondensation des Rohcaprolactams verwendeten Glockenbodenkolonne entnommen ist, abgeschreckt werden. WährendNdas zum Abschrecken verwendete Lactam in den Sumpf zurückfließt, gelangt das Gasgemisch oberhalb des Sumpfes und unterhalb des 1. Bodens in eine isolierte Kolonne mit einem Durchmesser von 200 mm und 15 Bödei^, in der das Caprolactam kondensiert wird. Das Volumen des Sumpfes wird durch einen Überlauf bei 23 1 gehalten. Zur Kondensation des Gaprolactams werden während der Betriebezeit 1 345 1 Wasser auf den obersten Kolonnenboden gegeben. Die Temperaturen betragen im Sumpf: 205 0O, Boden 1i 202 0C, Boden 3: 172 0C, Boden 6: 65 0C, Boden 12: 64 0C, Kolonnenkopf: 63 0C. Das kondensierte Caprolactam fließt wie in Beispiel 1 erwähnt ab. Bs werden 2 703, 3 kg Rohlactam mit einer durchschnittlichen PIZ von 3 500 erhalten. Die Destillation dieses Lactams bei 14 Torr ergibt bis 140 0C noch 0,3 Gew.-^ Wasser und Nebenprodukte.
Beispiel 5
In dem in Beispiel 1 beschriebenen Wirbelofen werden bei 358 bis 360 0C und einem Druck von 847 Torr im Laufe von 160 Minuten 18,88 kg Cyclohexanonoxim mit einem Wassergehalt von 5 an 9,4 kg Katalysator, die während dieser Zeit durch den Reaktionsraum geschleust werden, zu Caprolactam umgelagert. Der Katalysator besteht
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aus■ Aluminiumoxyd mit 40 fo Boroxyd, hat die Korngröße 0,5 bis 1,0 mm und wird durch 5,0 Nm /Stunde Stickstoff und den Oxim- bzw. Lactaindampf im Wirbel zustand gehalten. Die den Reaktionsraum verlassenden Gase passieren zur Staubabscheidung eine auf 330 0O geheizte Filterkammer, in der sich 3 Bohre aus VgA-Sinterinetall mit einer Gesamt-
filterfläche von 0,71 m befinden, und werden in den aus bereits kondensiertem Rchlactam bestehenden Sumpf der in Beispiel 1 erwähnten Dampfprallbodenkolonne eingeleitet. Das Volumen des
•5 Sumpfes wird durch einen Überlauf bei 100 cm gehalten. Die im Sumpf abgeschreckten Gase gelangen dann von unten her in die Kolonne, wo zur Kondensation des Caprolactams während der Betriebszeit 3 160 em Äthanol auf den obersten Kolonnenboden gegeben werden. Die Temperaturen betragen im Sumpf: 205 0C, Boden 1: 140 C, Boden 3s 80 0O, Boden 5s 57 0O, Boden 8s 50 0O, Kolonnenkopf: 50 0G. Dac kondensierte Caprolactam fließt, wie in Beispiel 1 erwähnt, ab. nc, werden 16,34 kg Äohlactam mit einer durchsehnittlichen, PTZ von 7 000 erhalten. Die Destillation dieses Lactams bei 14 Torr ergibt bis 140 0O nur :
von 0,2 Gew.-?».
bis 140 0O nur noch v/asser und Nebenprodukte in einer Gesamtmenge
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Claims (1)

  1. - 11 - O.Z. 23 316
    Patentanspruch 1 4 4 5 F 4 9
    Verfahren zur Herstellung von Caprolaetam durch katalytisch^ Umlagerung von Oyclohexanonoxim an festen Katalysatoren "bei erhöhter Temperatur in Gegenwart oder Abwesenheit von Inertgasen, dadurch gekennzeichnet, daß das den Reaktionsraum verlassende Gasgemisch durch flüssiges CaproIactarn abgeschreckt und die nachfolgende Caprolactamkondensation in einer mit Einbauten versehenen Kolonne durchgeführt wird, wobei man auf den Kopf der Kolonne eine leichtsiedende Flüssigkeit,insbesondere Wasser, aufgibt.
    BADISCHE ANILIN- & SODA-PABRIK AG
    Unterlagen (ML 7 § 1 Abs. 2 Hr. 1 Satz 3 des Anderangsges. v. 4. 9. 19ÄJ,
    80981 1/1070
DE1445549A 1964-10-31 1964-10-31 Verfahren zur Gewinnung von Caprolactam Expired DE1445549C3 (de)

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DE1445549B2 DE1445549B2 (de) 1973-03-29
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