[go: up one dir, main page]

DE1445015C3 - Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 6-Aminopenicillansäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 6-Aminopenicillansäure

Info

Publication number
DE1445015C3
DE1445015C3 DE19611445015 DE1445015A DE1445015C3 DE 1445015 C3 DE1445015 C3 DE 1445015C3 DE 19611445015 DE19611445015 DE 19611445015 DE 1445015 A DE1445015 A DE 1445015A DE 1445015 C3 DE1445015 C3 DE 1445015C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aminopenicillanic acid
acid
derivatives
preparation
aminopenicillanic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19611445015
Other languages
English (en)
Other versions
DE1445015A1 (de
DE1445015B2 (de
Inventor
Siegfried Dipl.-Chem. Dr.rer.nat. 5190 Stolberg; Mückter Heinrich Dipl.-Chem. Dr.med. 5100 Aachen Herrling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gruenenthal GmbH
Original Assignee
Chemie Gruenenthal GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemie Gruenenthal GmbH filed Critical Chemie Gruenenthal GmbH
Publication of DE1445015A1 publication Critical patent/DE1445015A1/de
Publication of DE1445015B2 publication Critical patent/DE1445015B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1445015C3 publication Critical patent/DE1445015C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

R —NH- CH-CH
IO R—NH-CH-CH
O=C-
O=C-
-N-
CH3
/
C — COOSi-CH3
H CH3
CH,
CH3 CH3
C-COOSi-CH3
H CH3
Wurde ein Mol der 6-Aminopenicillansäure bzw. eines Salzes der 6-Aminopenicillansäure mit einem Mol Trimethylchlorsilan umgesetzt, so steht R in der Verbindung der allgemeinen Formel I für ein Wasserstoffatom. Wurde aber ein Mol der 6-Aminopenicillan-
worin R ,für ein Wasserstoffatom oder den Rest säure mit zwei oder mehr Mol Trimethylchlorsilan
umgesetzt, so steht R in der Verbindung der Formel I für den Rest
V_ 111 l~ rl,
-Si-CH3
CH3
steht, dadurch gekennzeichnet, daß man 6-Aminopenicillansäure in Gegenwart von chlorwasserstoffbindenden Mitteln bzw. ein Salz der 6-Aminopenicillansäure in einem wasserfreien Lösungsmittel mit Trimethylchlorsilan erhitzt, bis die Abscheidung von chlorwasserstoffsaurem Salz beendet ist.
35
40
Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 6-Aminopenicillansäure.
Die 6-Aminopenicillansäure ist bekannt. In neuerer Zeit sind Untersuchungen aufgenommen worden, mit dem Ziel, die 6-Aminopenicillansäure zur Herstellung von Penicillinen bzw. penicillinähnlichen Stoffen einzusetzen. Dabei wird die Acylierung der 6-Aminopenicillansäure im allgemeinen auf Grund der Löslichkeitsverhältnisse nur in wäßrigen bzw. wasserhaltigen Medien vorgenommen. Dies hat zur Folge, daß die zur Acylierung verwendeten Stoffe (z. B. Carbonsäurehalogenide oder -anhydride) zumindest teilweise vor dem Eintreten der Acylierungsreaktion durch das Wasser zersetzt werden.
Es wurde nun gefunden, daß zur Acylierung geeignete, in wasserfreien Lösungsmitteln lösliche Derivate der 6-Aminopenicillansäure dadurch erhalten werden, daß man die 6-Aminopenicillansäure in Gegenwart von chlorwasserstoffbindenden Mitteln, wie z. B. Ammoniak, Aminen, Alkali- oder Erdalkalicarbonaten oder -bicarbonaten bzw. ein Salz der 6-Aminopenicillansäure in einem wasserfreien Lösungsmittel, zweckmäßig in einem aliphatischen oder niedrigsiedenden aromatischen Kohlenwasserstoff mit Trimethylchlorsilan erhitzt, bis die Abscheidung von chlorwasserstoffsaurem Salz beendet ist. Die Lösung -Si-CH3
CH3
Die erfindungsgemäß erhaltenen Produkte werden, da sie insbesondere gegen Feuchtigkeit empfindlich sind, zweckmäßig nicht isoliert, sondern in Form der erhaltenen Lösung gleich für die anschließende, nicht zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung gehörende Acylierungsreaktion eingesetzt. Sollen die Verbindungen der Formel I dennoch isoliert werden, so gelingt dies leicht dadurch, daß nach Entfernen der bei der Reaktion entstandenen chlorwasserstoffsauren Salze die klare Lösung, vorzugsweise in einem trockenen Stickstoffstrom im Vakuum, vom Lösungsmittel befreit wird.
Beispiel 1
2,5 g des Kaliumsalzes der 6-Aminopenicillansäure werden in 50 cm3 absolutem Benzol unter Rühren mit 1,1 g Trimethylchlorsilan versetzt. Das Gemisch wird unter Rühren 5 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach Erkalten wird abgesaugt und das Filtrat, das den Trimethylsilylester der 6-Aminopenicillansäure enthält, entweder für weitere Reaktionen eingesetzt oder im Vakuum im trockenen Stickstoffstrom vom Benzol befreit, wobei man das Produkt in fast quantitativer Ausbeute erhält.
Beispiel 2
2,2 g 6-Aminopenicillansäure werden in 50 cm3 absolutem Benzol unter Rühren mit 3,3 cm3 Triäthylamin und anschließend tropfenweise mit 2,4 g Trimethylchlorsilan versetzt. Man kocht unter Rühren 5 Stunden unter Rückfluß und erhält nach Erkalten und Filtrieren eine Lösung des N-Trimethylsilyl-6-aminopeniciIlansäuretrimethylsiIylesters.
An Stelle von Triäthylamin kann man auch N-Äthylpiperidin verwenden.
Beispiel 3
2,2 g 6-Aminopenicillansäure werden in 50 cm3 absolutem Toluol mit 2,4 g Trimethylchlorsilan versetzt. Unter Rühren wird das Gemisch unter Rückfluß 5 Stunden gekocht, wobei gleichzeitig ein Ammo-
3 4
niakstrom durchgeleitet wird. Nach dieser Zeit wird ab). Die zurückbleibende Lösung enthält den N-Tri-
durch die kochende Lösung ein kräftiger trockener methylsilyl - 6 - aminopemcillansäuretrimethylsilyl-
Stickstoffstrom geleitet, bis das bei der Reaktion ester, der gegebenenfalls durch Abdestillieren des
entstandene Ammoniumchlorid aus der Lösung ent- Toluols im Vakuum im Stickstoffstrom isoliert werden
fernt ist (dieses scheidet sich dabei im Rückflußkühler 5 kann.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 6-Aminopenicillansäure der allgemeinen Formel enthält dann Ester der 6-Aminopenicillansäure der allgemeinen Formel
    CH3
DE19611445015 1961-11-16 1961-11-16 Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 6-Aminopenicillansäure Expired DE1445015C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC0025516 1961-11-16
DEC0025516 1961-11-16

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1445015A1 DE1445015A1 (de) 1968-11-14
DE1445015B2 DE1445015B2 (de) 1975-06-19
DE1445015C3 true DE1445015C3 (de) 1976-02-05

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1445015C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 6-Aminopenicillansäure
DE1420981C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Acylaminopenicillansäuren
DE3120451A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-chlorcarbonyllactamen
DE1445015B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten der 6-Aminopenicillansäure
DE1770855C3 (de) Verfahren zur Herstellung von N-Trialkylsilyl-6-aminopenicillansäuretrialkylsilylestern. Ausscheidung aus: 1420981
EP0104566B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 5,11-Dihydro-11-((4-methyl-1-piperazinyl)-acetyl)-6H-pyrido(2,3-b)(1,4)benzodiazepin-6-on
DE1933629C3 (de) alpha-Substituierte Benzylpenicilline und Verfahren zu deren Herstellung
DE2340409C2 (de)
DE1931097C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Isocyana to- penicillansäure derivaten
DE806036C (de) Verfahren zur Herstellung von Penicillinsalzen
DE935128C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen therapeutisch wirksamen Estern der Penicillin-Reihe und deren Metallkomplex-Verbindungen
DE1966702C3 (de) 6-lsocyanatopenicillansäurederivate und deren Verwendung zur Herstellung von Penicillinen
DE3610718C2 (de)
DE2026506C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Penicillinsalzen
DE2026508C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Kalium-, Natrium- oder Calciumsalzen von 6-Amino-acylamidopenicillansäuren
DE878259C (de) Verfahren zur Herstellung eines penicillinhaltigen Produktes
DE1247314C2 (de) Verfahren zur herstellung von anhydriden, von carbonsaeuren oder organischen phosphorsaeuren, von organischen phosphorsaeureamiden, sowie von monochloressigsaeureestern
DE967974C (de) Verfahren zur Herstellung von Hydrazonen der Pyridinaldehyde
DE896984C (de) Verfahren zur Herstellung von reinen Alkalisalzen, insbesondere Natriumsalzen, von Penicillin
DE914973C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten threo-konfigurierten ª‡-Halogen-ª‰-oxy-acylamino-aethanen
DE2160673A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4(5)-Cyanoimidazol-5(4)-carboxyamid
DE2534521A1 (de) 1,2,4-dithiaaz-3-ene und verfahren zu deren herstellung
DE2101424A1 (en) 2-amino-5-phenyl-2-oxazoline prepn
DE2307564A1 (de) Verfahren zur herstellung von penicillinderivaten
DE2552629A1 (de) Monoester-monochloride von 2-chlormalonsaeure, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung