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DE1444785C - Verfahren zur Herstellung von feinstverteilte Feststoffe enthaltenden Schmierfetten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von feinstverteilte Feststoffe enthaltenden Schmierfetten

Info

Publication number
DE1444785C
DE1444785C DE1444785C DE 1444785 C DE1444785 C DE 1444785C DE 1444785 C DE1444785 C DE 1444785C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fat
oil
dispersion
water
emulsion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Walter; Stevenson Henry; Middlesex Morrison (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BP PLC
Original Assignee
BP PLC

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Schmierfetts, das wasserlösliche Feststoffe in kolloidaler Verteilung enthält. Nach bekannten Verfahren, die beispielsweise in der USA.-Patentschrift 831 809 und der britischen Patentschrift 778 822 beschrieben wurden, setzt man dem Schmierfett einen solchen wasserlöslichen Feststoff, beispielsweise Nitrit, als Lösung zu und entwässert die erhaltene Emulsion. Diese Methodik, bei der das gesamte Schmierfett dem Entwässerungsvorgang unterworfen werden muß, hat sich für die Praxis als völlig unbrauchbar erwiesen, da praktisch unüberwindliche Schwierigkeiten auftreten, wenn die gesamte Masse des Schmierfetts in dieser Weise bearbeitet werden soll.
Aus diesem Grund wurde in der Technik ein Verfahren entwickelt, bei dem zunächst die kolloidale Feinverteilung des wasserlöslichen Feststoffes in einer vergleichsweise leicht beweglichen organischen Phase hergestellt, die wäßrige Lösung des wasserlöslichen Feststoffes mit dieser Hilfsflüssigkeit emulgiert und dann aus dieser Emulsion das Wasser verdampft wird. Danach liegt eine kolloidale Dispersion des wasserlöslichen Feststoffes in der Hilfsflüssigkeit vor. Diese Hilfsflüssigkeit wird in das Schmierfett eingearbeitet bzw. durch geeignete Zusatzstoffe in Schmierfett umgewandelt. Dieses allein praktisch durchführbare Verfahren wird beispielsweise in der britischen Patentschrift 902 623 beschrieben. Mit diesem Verfahren gelingt es verhältnismäßig gut, primäre kolloidale Feststoffdispersionen der gewünschten Teilchengröße, die in der Regel unter 5 Mikron liegen soll, zu erhalten. Es hat sich jedoch gezeigt, daß es schwierig ist, diesen kolloidalen Verteilungsgrad so zu stabilisieren, daß er die Stufe des Einarbeitens der kolloidalen Feststoffdispersion in das Schmierfett oder auch die Lagerung bei erhöhten Temperaturen einwandfrei übersteht. Häufig tritt jedoch bei der weiteren Verarbeitung der primären kolloidalen Feststoffdispersion bzw. bei Einwirkung erhöhter Temperaturen eine rasche Teilchenvergröberung ein, so daß letzten Endes ein Produkt vorliegt, das nicht mehr die gewünschte kolloidale Feinverteilung des Feststoffes aufweist.
Man hat daher, bereits festgestellt, daß bei der Herstellung der kolloidalen Feststoffdispersion in dem flüssigen Hilfsmedium mit Vorteil Emulgatoren mitverwendet werden. In der Praxis wurden zu diesem Zweck meist Erdölwachsoxydate (beispielsweise britische Patentschrift 902 626, S. 9, Anspruch 1) eingesetzt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Emulgatoren zu finden, die eine noch größere Stabilität der kolloidalen Feststoffdispersion gewährleisten und damit die Aufarbeitung dieser kolloidalen Feststoffdispersion zum fertigen Schmieröl vereinfachen und die Gefahr einer Teilchenvergrößerung mit größerer Sicherheit ausschließen, als die bekanntermaßen verwendeten Emulgatoren.
Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung von feinst verteilte Feststoffe i>o enthaltenden Schmierfetten durch Emulgieren einer wäßrigen Lösung eines Feststoffes in Gegenwart eines Emulgierhilfsmittels in einem Schmieröl zu einer Wasser-in-öl-Emulsion und anschließendes Entwässern der Emulsion, ferner durch Mischen der so lierge- f>5 stellten Dispersion mit einem Fett oder durch Verdicken der Dispersion mit fettbildenden Mitteln auf Fettkonsi.sten/, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als Emulgierhilfsmittel für das Emulgieren der wäßrigen Lösung des Feststoffes mit dem Schmieröl und das anschließende Entwässern der Emulsion als Fettverdickungsmittel an sich bekannte, mit einem quaternären Ammoniumsalz überzogene Montmorillonit-. plättchen verwendet werden.
Oleophiler Montmorillonit ist an sich in der Schmiermitteltechnik bekannt. Er wurde jedoch zu einem völlig anderen Zweck, nämlich zur Schmierfettverdickung eingesetzt. Gemäß der Erfindung sollen begrenzte Mengen dieses oleophilen Montmorillonits als Emulgator in der Stufe der primären Herstellung der kolloidalen Feststoffdispersion eingesetzt werden. Es hat sich gezeigt, daß in dieser Weise hergestellte Feststoffdispersionen ganz besonders stabil bezüglich ihrer Teilchengröße sind und daß mit diesen Feststoffdispersionen die Herstellung des Gesamtfetts erheblich vereinfacht wird. Nach dem Stand der Technik mußte bisher ein verhältnismäßig kompliziertes Verfahren angewendet werden, weil die mit Wachsoxydaten hergestellten, primären kolloidalen Feststoffdispersionen gegen Temperatureinwirkung und Scherbeanspruchungen empfindlich sind. Gerade ί Scherbeanspruchungen treten aber notwendigerweise bei den Homogenisierungsvorgängen des Schmierfetts auf. Es hat sich daher bei den bekannten Verfahren als notwendig erwiesen, die vorbereitete kolloidale Feststoffdispersion dem vorgemahlenen kalten Schmierfett zuzugeben, um unerwünschte Teilchenvergröberungen auszuschließen. Auf Grund der Empfindlichkeit der in bekannter Weise hergestellten Feststoffdispersionen gegen Scherbcanspruchungen war es bisher notwendig, die Hauptmenge des Schmierfetts in der Kolloidmühle zu homogenisieren, bevordie getrennt zubereitete Feststoffdispersion zugesetzt wurde. Dazu mußte zunächst das heiße Schmierfett wenigstens teilweise gekühlt und dann homogenisiert bzw. der Kolloidmahlung unterworfen werden. Dieses Produkt wurde dann in den Mischkessel zurückgeführt und bei niedrigen Temperaturen mit der kolloidalen Feststoffdispersion vermischt und anschließend einem erneuten Mahlverfahren zur guten Durchmischung unterworfen, wobei aber hier nur begrenzte Scherbeanspruchungen zulässig waren.
. Demgegenüber zeigt die Verwendung des oleo- ν philen Montmorillonits als Emulgiermittel erhebliche Vorteile für das Gesamtverfahren. So entfällt die getrennte Homogenisierung der Hauptschmierfettmenge. Es können zunächst Schmierfettgrundmaterial und Dispersion auf einfachste Weise gewonnen und dann lediglich miteinander vermischt werden. Hierbei ist es von Vorteil, daß die gekühlte Feststoffdispersion dem heißen Schmierfett bedenkenlos zugemischt werden kann. Es entfällt die Notwendigkeit der getrennten Abkühlung des Schmierfettgrundmaterials. Die Mischung wird anschließend homogenisiert bzw. in die Kolloidmühle gegeben und ist dann gebrauchsfertig. Auf diese Weise wird erfindungsgemäß ein wesentlich einfacherer Herstellungsvorgaim ermöglicht.
Darüber hinaus werden erfindungsgemäß als Emulgatoren Materialien eingesetzt, die an sich konven- ■-. tioncller Schinierfettbestandteil sind, so daß im erhaltenen Endprodukt kein störender Fremdstoff vor- :.,„. liegen kann.
Zahlenmäßig ist die erhöhte Stabilität der im Sinne der Erfindung hergestellten kolloidalen Feststoffdispersionen aus der Tabelle ersichtlich. Die Spalte 5 zeigt
die Teilchengröße bei dem erfindungsgemäßen Vorgehen. Obwohl die Homogenisierung der beiden Teilströme durch Vermählen bei so hohen Temperaturen wie 106 bzw. 700C durchgeführt wird und dabei die Vormischung bei 145° C stattgefunden hat, ist im Fertigprodukt die Teilchengröße des Feststoffes unter 5 Mikron. Nach dem Stand der Technik wird diese Teilchengröße nur unter ganz besonders vorsichtigen Verarbeitungsbedingungen erhalten. Selbst wenn man diese ursprünglich eingestellt hat, führt ein .Erhitzen des Gemisches nach dem Vermählen auf erhöhte Temperaturen (90 bzw. 120° C) zu leichter bis schwerer Agglomeration. Selbst bei so vorsichtiger Arbeitsweise, wie sie in den Beispielen 3 und 4 dargestellt ist, sind zahlreiche Agglomerate mit Teilchengrößen im Bereich von 25 Mikron festzustellen. Der Vorteil, der durch die Erfindung gegeben ist, sollte eindeutig sein..;, ·■
Schmierfett Nr.
2 3
-.5
Zusammensetzung
Hydriertes Rizinusöl,
Gewichtsprozent
LiOH(H2O),
Gewichtsprozent
öl, Gewichtsprozent
Antioxidans,
Gewichtsprozent
Natriumnitrit,
Gewichtsprozent
Wachsoxydat,
Gewichtsprozent
Oleophiler Montmorillonit,
Gewichtsprozent
Verfahren
Mischtemperatur von Fett
und Dispersion, 0C
Kolloidmahlung (KM) oder
Homogenisierung (H)....
Mahl-ZHomogenisiertemperatur, 0C
13,05
1,83 81,46
0,55 2,40 0,71 9,84
1,36
85,20
2',78
0,82
13,05
1,83
81,46
0,55
2,40
0,71
13,07
1,83 81,50
0,48 2,41 0,71
9,61
1,41 86,07
0,43 2,38
0,10
-Raumtemperatur-
80
KM
-vor Zusatz der Dispersion-
NaNO2-Dispersion
NaN O2-Teilchengröße, μ,
gut
<5
-Raumtemperatur
erhitzt auf nach Vermählen erhitzt auf
130" C
starke Agglomeration
50° C
gut
<5 90° C
leichte
Agglomeration
120° C
starke
Agglomeration
KM
nach Zusatz der Dispersion
40 bis 50 75
agglomeriert viele Zusammenballungen etwa 25 I etwa 25
145
H |ΚΜ nach Zusatz der Dispersion
106
<5
106
gut
<5
Bei der Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung dispergiert man zweckmäßig das Verdickungsmittel auf Tonbasis in der öligen Flüssigkeit und gibt danach die wäßrige Lösung zu. Die Emulsion kann durch Bewegen des Gemisches, z. B. durch schnelles Rühren, Behandlung in einer Mühle oder beides hergestellt werden. Die Entwässerung der Emulsion erfolgt am zweckmäßigsten durch Erhitzen, z. B. auf eine Temperatur von 115 bis 170° C. Während der Entwässerung durch Erhitzen ist es ratsam, die Emulsion weiter zu rühren, um die Schaumbildung ■ zu verringern und sicherzustellen, daß die Emulsion nicht bricht.
Als ölige Flüssigkeiten kommen Schmieröle, Rückstände, Heizöle oder Leuchtpetroleum auf Mineralölbasis in Frage. Auch Pflanzenöle, z. B. Rizinusöl, oder Syntheseöle, z. B. Diester, Polyester, Pofyglycole, Polyäther oder siliconhaltige Syntheseöle, kommen in Betracht. > ■ ■■ ·
Die Konzentration des wasserlöslichen Feststoffs im Endprodukt, d. h. in seiner Suspension im öligen Medium, beträgt vorzugsweise 0,5 bis 25 Gewichtsprozent. : ■ '
Das zur Herstellung der Emulsion verwendete Verdickungsmittel auf Montmorillonitbasis wird vorzugsweise in einer Menge von 0,2 bis 5%, bezogen auf das Gewicht der öligen Flüssigkeit, gebraucht.
Im allgemeinen ist es vorteilhaft, eine ziemlich stark konzentrierte Lösung des wasserlöslichen Feststoffs zu verwenden, da hierdurch die Wassermenge, die aus der Emulsion entfernt werden muß, geringer wird. Besonders vorteilhaft sind Lösungen mit einer Feststoffkonzentration von 20 bis 70 Gewichtsprozent.
Zu den wasserlöslichen Feststoffen, die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung in öligen Medien suspendiert werden können, gehören wasserlösliche Kurrosionsschutzmittel, z. B. Alkali- und Ammoniumnitrite, -carbonate, -bicarbonate, -sulfite, -borate.
-chlorate, -perchlorate, -hypochlorite, -silicate, -phosphate, -salicylate, -citrate, -tannate, -lactate, -tartrate, -oxalate, -phthalate, -acetate, -jodate, -arsenite, -chromate, -molybdate und -wolframate, sowie Aminnitrite, -phosphate und -jodate. Die Erfindung ist : jedoch nicht auf wasserlösliche Feststoffe beschränkt, die als Korrosionsschutzmittel dienen. Weitere wasserlösliche Feststoffe, die verwendet werden können, sind beispielsweise wasserlösliche Höchstdruckzusätze (z.B. Hydroxyfettsäuren, Polycarbonsäuren, Hydroxypolycarbonsäuren, organische Salze (z. B. Natriumbenzoat), Amide und Aminosäuren) und wasserlösliche feste Säureakzeptoren (z. B. Calciumacetat).
Bei der Vermischung von Verdickungsmitteln auf Montmorillonitbasis mit Schmierölen zur Herstellung , von Fetten wird nicht immer die mögliche Verdickungswirkung voll erreicht. In diesen Fällen ist es üblich, ein Aktivierungsmittel, wie Aceton, dem Gemisch zuzusetzen, wodurch die volle mögliche Verdickungswirkung erzielt wird. Das Aktivierungsmittel verdampft, so daß· es im Endprodukt nicht enthalten ist. Verwendet man beim Verfahren gemäß der Erfindung ein Verdickungsmittel auf Tonbasis, das normalerweise zusammen mit einem Aktivierungsmittel gebraucht wird, so ist es vorzuziehen, das Aktivierungsmittel zu verwenden. In diesem Fall mischt man das öl, das Verdickungsmittel und das Aktivierungsmittel, dispergiert darin die wäßrige Lösung und dehydratisiert die Emulsion.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Herstellungsvorschriften für die öldispersion und einiger Beispiele für die Schmierfettherstellung näher erläutert. Hierbei werden zwei Verdickungsmittel auf Montmorillonitbasis verwendet, die im Handel unter der Bezeichnung »Bentone 34« und »Baragel« erhältlich sind. Die Montmorillonitplättchen bestehen aus Teilchen einer Größe von etwa 1 χ 15Ox 150 πΐμ und sind von einem quaternären Ammoniumsalz umhüllt. Im Falle von »Bentone 34« besteht dieses Salz aus Dimethyldioctadecylammoniumchlorid.
Herstellungsvorschriften für die öldispersionen
45
1. Folgende Ausgangsmaterialien wurden verwendet:
220 g Natriumnitrit,
380 g Wasser,
40 g »Baragel«,
1400 g öl,
10 g Aceton.
Als öl wurde eine säurebehandelte Destillatschmierölfraktion aus einem Tia-Juana-Rohöl verwendet, die eine Viskosität von 63 cSt bei 500C hatte.
Das Aceton und das Verdickungsmittel wurden mit dem öl gemischt, und eine Lösung des Natriumnitrits im Wasser wurde in dieses Gemisch eingerührt, wobei eine grobe Emulsion, erhalten wurde. Die grobe Emulsion wurde durch eine Kolloidmühle gegeben, wobei eine glatte, stabile Emulsion gebildet wurde, die zur Entfernung des Wasser unter Rühren auf 14O0C erhitzt wurde. Das wasserfreie Produkt war eine Dispersion von Natriumnitrit im öl. Der größere Teil der Natriumnitritteilchen in der fertigen Dispersion hatte einen mittleren Durchmesser von weniger als 5 μ.
(Anmerkung: Das Aceton wirkt als Aktivator Tür das »Baragel« und verdampft natürlich während des Verfahrens.)
2. Folgende Ausgangsstoffe wurden verwendet:
310 g Natriumcarbonat,
500g Wasser, ·. .
10 g »Baragel«,
1310 g öl,
5 g Aceton.
Das öl war eine Destillatfraktion aus einem Mittelost-Rohöl und hatte eine Viskosität von 37 cSt bei 6O0C und einen Viskositätsindex von 95.
Auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise wurde eine Dispersion des Natriumcarbonats hergestellt. Während der Abkühlung der fertigen Dispersion wurden 6 g eines Oxydationsinhibitors zugegeben. Der größere Teil der Natriumcarbonatteilchen in der Dispersion hatte einen mittleren Durchmesser von weniger als 5 μ.
3. Folgende Ausgangsstoffe wurden verwendet:
450 g Natriumnitrit,
450 g Wasser,
120 g »Bentone 34«,
2500 g öl,
20 g Aceton. ^ I
Das öl und die Arbeitsweise waren die gleichen wie im Beispiel 1. Der größere Teil der Natriumnitritteilchen in der fertigen Dispersion hatte einen mittleren Durchmesser von weniger als 5 μ.
4. Folgende Ausgangsstoffe wurden verwendet:
450 g Natriumnitrit,
450 g Wasser,
40 g »Baragel«,
10 g Aceton,
• 2500 g Rizinusöl.
Es wurde in der gleichen Weise gearbeitet, wie in Vorschrift 1 beschrieben. Der größere Teil der Natriumnitritteilchen in der fertigen Dispersion hatte einen mittleren Durchmesser von weniger als 5 μ.
5. Folgende Ausgangsstoffe wurden verwendet:
450 g Natriumnitrit,
450 g Wasser,
40 g »Baragel«,
10 g Aceton,
2500 g Siliconöl.
Das Siliconöl war ein im Handel erhältliches Siliconschmieröl einer Viskosität von 49 cSt bei 60° C.
Der größere Teil der Natriumnitritteilchen in der fertigen Dispersion hatte einen mittleren Durchmesser von weniger als 5 μ.
Beispiel!
Ein Fett wurde aus folgenden Ausgangsstoffen hergestellt:'
1700 g hydriertes Rizinusöl (eine Form der
12-Hydroxystearinsäure), 272 g LiOH(H2O),
11300 g öl, · ■ ■
285 g Antioxydans.
Als öl wurde ein aus Tia-Juaria-Rohöl erhaltenes Vakuumdestillat einer Viskosität von 68 cSt bei 50" C verwendet.
Das Fett wurde wie folgt hergestellt: Das hydrierte Rizinusöl wurde in einem Teil des Öls aufgelöst. Zur Verseifung wurde das Lithiumhydroxyd (gelöst in seinem 5fachen Gewicht an Wasser) zur Lösung ge-
' ' -■ ■ . :. 7 . ' ■ ■ · ■ ■ ■ ■ ■ ■' - 8
geben. Nach der Verseifung wurde das Gemisch de- Penetration, ungewalkt .
hydratisiert und der Rest des Öls zum heißen Gemisch (IP 50/62) ..253
gegeben. Nach der Abkühlung wurden 2,7 kg der in . Walkpenetration, 60 Stöße
der Herstellungsvorschrift 1 beschriebenen Natrium- (IP 50/62) 270
nitritdispersion zugegeben, worauf das Gemisch durch 5 .Walkpenetration,
eine Kolloidmühle geleitet wurde. Erhalten wurde ein 100 000 Stöße
Fett mit folgenden Eigenschaften: (IP 50/62) .'. 296
Tropfpunkt (I P 132/57)... 99&
Penetration, ungewalkt . . Freie Säure (IP 37/61) ....—
(IP 50/62).. 259 . I0 Freies Alkali (IP 37/61) ... 0,97 Gewichtsprozent
Penetration, gewalkt, . Wassergehalt (I P 74/62)... 0,5 Gewichtsprozent
: 60 Stöße (I P 50/62)....! 271 . SKF-Korrosionstest ..... gut
■ Penetration, gewalkt, NaN (^-Teilchengröße ... unter 5 μ.
. ■ 100000 Stöße (IP 50/62) 302 .
Tropfpunkt (IP132/57) .. .176° 15 Der SKF-Korrosionstest wurde in einem Lager
Freie Acidität (IP 37/61) .: ; durchgeführt, das im wesentlichen aus einem doppe!-
Freies Alkali (IP 37/61) ... 0,81 Gewichtsprozent reihigen Kugelring mit Preßstahlkäfig von 35 mm
ölabscheidung bei der La- ■ Bohrung bestand, der in einem Stehlager unter-
gerungbei25°(IP121/57) 1,1 Gewichtsprozent gebracht/war. Das Lager wurde unbelastet mit
Aüsblutungstest 20 80 UpM betrieben. Das Lager wird mit dem zu
(DTD 825 A).......... 4,4 Gewichtsprozent prüfenden Fett gefüllt und das Gehäuse so angeordnet,
NaN (^-Teilchengröße ... unter 5 μ daß es einen Becher um das Lager bildet, in den
Λ SKF-Korrosionstest ..... gut 20cm3 Wasser gefüllt werden. Das Lager wird (mit
'■·■'. dem anwesenden Wasser) an drei aufeinanderfolgen-
. . " 25 den Tagen jeweils 8 Stunden täglich betrieben, worauf
Beispiel 2 e'ne Ruhezeit von 3 bis 4 Tagen folgt. Nach dieser
, Ruhezeit werden die Lagerteile auf Rost und Korro-
Ein Fett wurde aus folgenden Ausgangsstoffen ■ sion geprüft.
hergestellt: .. Die Abkürzung »IP« mit anschließender Zahl
30 bezeichnet einen Test, der ausführlich in dem vom
1,70 kg' hydrierte Fischölfettsäuren, British Institute of Petroleum herausgegebenen Buch
0,23 kg Calciumhydroxyd,' »Standard Methods for Testing Petroleum and its
8,07 kg Ul. ■ Products« beschrieben ist.

Claims (1)

  1. 35 Patentanspruch:
    Als öl wurde ein aus Tia-Juana-Rohöl erhaltenes Verfahren zur Herstellung von feinstverteilte
    Vakuumdestillat einer Viskosität von 33 cSt' bei Feststoffe enthaltenden Schmierfetten durch Emul-
    500C verwendet. . gieren einer wäßrigen Lösung eines Feststoffes in
    Das Fett wurde wie folgt hergestellt: Die Fett- Gegenwart eines Emulgierhilfsmittels in einem
    säuren wurden in einem Teil des Öls gelöst. Die 4° Schmieröl zu einer Wasser-in-öl-Emulsion und
    Lösung wurde mit dem Calciumhydroxyd (aufge- anschließendes Entwässern der Emulsion, ferner
    . schlämmt im 4fachen seines Gewichts an Wasser) durch Mischen der so hergestellten Dispersion mit
    versetzt. Nach. der Verseifung wurde das Gemisch einem Fett oder durch Verdicken der Dispersion
    _,,.. entwässert, bis der Wassergehalt etwa 1,5 Gewichts- mit fettbildenden Mitteln auf Fettkonsistenz, da-
    prozent betrug. Man gab das restliche öl zum heißen 45 _ durch gekennzeichnet, daß als Emul-
    Gemisch und ließ das Fett abkühlen, nachdem 2,1 kg ' gierhilfsmittel Tür das Emulgieren der wäßrigen
    der in der Herstellungsvorschrift 1 beschriebenen Na- . Lösung des Feststoffes mit dem Schmieröl und
    triumnitritdispersion zugegeben worden waren und das anschließende Entwässern der Emulsion als
    das Fett bis zur gleichmäßigen Dispergierung des - Fettverdickungsmittel an sich bekannte, mit einem
    Natriumnitrits gerührt worden war. Das Fett hatte 5° , quaternären Ammoniumsalz überzogene Mont-
    folgende Eigenschaften: ■ morillonitplättchen verwendet werden.

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