DE1442925B - Verfahren zum Fördern einer Schicht gleichmässig verteilter Feststoffteilchen unterschiedlicher Dichte aus einem ersten Behälter in einen zweiten Behälter - Google Patents
Verfahren zum Fördern einer Schicht gleichmässig verteilter Feststoffteilchen unterschiedlicher Dichte aus einem ersten Behälter in einen zweiten BehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fördern einer Schicht gleichmäßig verteilter Feststoffteilchen
unterschiedlicher Dichte aus einem ersten Behälter in einen zweiten Behälter, insbesondere zum Fördern
von regenerierten Anionen- und Kationenaustauscherharzen in einen Mischbett-Ionenaustauscher,
bei dem in den ersten Behälter ein unter Überdruck stehendes Flud eingeleitet und aus dem mit dem
ersten Behälter in Strömungsverbindung stehenden zweiten Behälter nach Ablagerung der mitgeführten
Feststoffteilchen im zweiten Behälter abgeleitet wird.
Ein derartiges Verfahren ist bereits bekannt. Dabei ist das Flud entweder eine Flüssigkeit, wie z. B.
Wasser, oder ein Gas, wie z. B. Luft. Hierbei ergeben sich jedoch Schwierigkeiten, ebenso wie im Falle einer
mechanischen Förderung. Wird eine Flüssigkeit zur Förderung der Feststoffteilchen verwendet, so besteht
infolge der unterschiedlichen Dichte der Feststoffteilchen die Tendenz zu einer Entmischung, die
im allgemeinen unerwünscht ist. Man kann zwar einer Entmischung in der Förderleitung zwischen beiden
Behältern dadurch entgegenwirken, daß mit einer hohen Strömungsgeschwindigkeit und einer turbulenten
Strömung gearbeitet wird, so daß die spezifisch schwereren Feststoffteilchen keine Gelegenheit haben,
sich in der Förderleitung abzusetzen. In diesem Falle müssen die Feststoffteilchen jedoch mit einer großen
Flüssigkeitsmenge gefördert werden, so daß diese nicht sofort aus dem zweiten Behälter abgeleitet werden
kann. Infolge der Flüssigkeitsansammlung im zweiten Behälter entmischen sich die Teilchen dann
dort und setzen sich mehr oder weniger schichtweise entsprechend ihrern spezifischen Gewicht ab.
Demgegenüber hat eine pneumatische Förderung der Feststoffteilchen insbesondere den Nachteil, daß
eine vollständige Entleerung des ersten Behälters nicht erreicht wird. Sobald das Gas sich einen Strömungsweg
durch die Feststoffteilchen zum Behälterauslaß gebahnt hat, werden die seitlich dieses Strömungsweges
liegenden Feststoffteilchen nicht mehr erfaßt und überführt. Außerdem ergibt sich bei der
pneumatischen Förderung ein erheblicher Verschleiß bzw. Abrieb der Feststoffteilchen.
Auch eine mechanische Förderung der Feststoffteilchen vom ersten Behälter in den zweiten Behälter
führt zu Abrieb und Zerkleinerung der Feststoffteilchen. Außerdem ist die zur Überführung der Feststoffteilchen
erforderliche Zeit länger als bei einer hydraulischen oder pneumatischen Förderung, und
eine mechanische Fördervorrichtung ist teuer und kann auch zu Betriebsstörungen Anlaß geben.
Die vorgenannten Nachteile hydraulischer, pneumatischer und mechanischer Überführung von Feststoffteilchen
zeigen sich beispielsweise deutlich bei einem Mischbett-Ionenaustauscher, bei dem die Austauscherharze
außerhalb des Mischbetts regeneriert werden. Eine solche Regenerierung außerhalb des
Mischbetts mit einem entsprechenden Transport der feinkörnigen Austauscherharze ist einer Regenerierung
innerhalb des Mischbett-Ionenaustauschers im allgemeinen vorzuziehen, weil dann mit zwei Chargen
von Ionenaustauscherharzen gearbeitet werden kann und der Mischbett-Ionenaustauscher, abgesehen von
der kurzzeitigen Unterbrechung zur Entnahme der verbrauchten Harze und Einleitung der regenerierten
Harze, ununterbrochen in Betrieb bleiben kann. Bei den bekannten Mischbett-Ionenaustauschern, die
insbesondere der Entmineralisierung von Wasser dienen, sind jedoch die Kationenaustauscherharze
schwerer als die Anionenaustauscherharze. Es ist jedoch eine gleichmäßige Mischung der Harzteilchen
im Mischbett erwünscht, da anderenfalls der Wirkungsgrad des Austauschers absinkt und das ausfließende
Wasser einen erniedrigten pH-Wert aufweisen kann, wenn es zuletzt eine Schicht aus im
wesentlichen Kationenaustauscherharzen durchströmt. Es ist daher ersichtlich, daß die Überführung
ίο der Austauscherharze sowohl ohne Entmischung der
Harze wie auch zur Vermeidung von Stillstandszeiten schnell und auch ohne Verschleiß vor sich gehen soll,
da dieser sich infolge des häufigen Transports der wegen ihrer Herstellungskosten immer wieder neu
verwendeten Austauscherharze ins Gewicht fallen würde.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, dem Transport der Feststoffteilchen unterschiedlicher
Dichte so durchzuführen, daß bei einer schnellen, schonenden und vollständigen Überführung der Feststoffteilchen
auch einer Entmischung der Teilchen entgegengearbeitet wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von dem eingangs genannten Verfahren aus und ist dadurch
gekennzeichnet, daß zur Beibehaltung der gleichmäßigen Verteilung der Feststoffteilchen während
ihrer Förderung und Ablagerung die Feststoffteilchenschicht bei voneinander abgesperrten Behältern
durch Einleiten von Flüssigkeit in den ersten Behälter aufgeschwemmt wird, wobei zugleich Gas
durch die Aufschwemmung eingeblasen wird, und daß nach Erreichen eines Gasförderdrucks im ersten
Behälter die Strömungsverbindung zwischen den Behältern geöffnet und weiterhin Druckgas zur Förderung
der Aufschwemmung zugeführt wird, während die Flüssigkeit an der Unterseite des zweiten Behälters
ohne wesentliche Verweilzeit im zweiten Behälter abgezogen und das Druckgas aus dem zweiten Behälter
abgeblasen wird.
Bei diesem Verfahren wird somit zunächst die Feststoffteilchenschicht mittels Flüssigkeit aufgeschwemmt
und dadurch fluidisiert. Das sichert eine vollständige Behälterentleerung und einen schonenden
Transport der Teilchen. Zur Aufschwemmung ist nur eine vergleichsweise geringe Flüssigkeitsmenge
notwendig, die sich sofort bzw. ohne wesentliche Verweilzeit im zweiten Behälter ableiten läßt. Dabei wird
die eigentliche Überführung der Feststoffteilchen durch das Gas erreicht, das die Aufschwemmung nach
Erreichen des Förderdrucks innerhalb kürzester Zeit vom ersten in den zweiten Behälter drückt. Dabei
ergibt sich eine besonders einfache, ventilgesteuerte Anlage, mit der sich das Verfahren durchführen läßt.
Aus der deutschen Patentschrift 296 864 ist es zwar bereits bekannt, Schlamm mittels Preßluft zu
fördern, während es aus der britischen Patentschrift 136 583 bereits bekannt ist, mit einer Flüssigkeit
durchsetzte Teilchen mittels Druckluft zu transportieren. Eine Aufbereitung von Feststoffteilchen durch
Einleiten von Flüssigkeit und Gas vor der Förderung mittels Druckluft ist jedoch nicht vorbekannt. Außerdem
handelt es sich nicht um Teilchen unterschiedlicher Dichte, so daß auch das Problem der Entmischung
gar nicht auftritt.
Bei einer zweckmäßigen Durchführung des Verfahrens werden die Flüssigkeit an der Unterseite und
das Druckgas zur Förderung der Aufschwemmung an der Oberseite des ersten Behälters eingeleitet. Es hat
sich gezeigt, daß diese Maßnahmen der Lösung der zugrunde liegenden Aufgabe förderlich sind.
Ferner ist es zweckmäßig, wenn die Aufschwemmung an der Unterseite des ersten Behälters aus diesem
abgeführt und an der Oberseite des zweiten Behälters in diesen eingeführt wird. Dadurch wird
gleichfalls einer Entmischung der Feststoffteilchen entgegengewirkt.
In der Zeichnung ist in schematischer Weise ein Ausführungsbeispiel der Ausbildung gemäß der Erfindung
dargestellt.
Die Zeichnung zeigt eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens bei einem Mischbett-Ionenaustauscher,
dem ein Regenerierungsbehälter und ein Speicherbehälter zugeordnet sind, so daß mit zwei
lonenaustauscherharzchargen und im wesentlichen ohne Unterbrechung des Betriebs des Mischbettaustauschers
gearbeitet werden kann.
Wenn die im Mischbett-Ionenaustauscher oder Arbeitsvorrichtung A vorhandenen Harze erschöpft
sind, werden sie entfernt und hydraulisch von der Arbeitsvorrichtung A, dem Vorratsbehälter C über
die Leitung 10 zugeführt. Dazu werden Wasserzufuhrventile 101 und 102, Förderleitungsventile 103
und 104 und das Lüftungsventil 120 geöfmet. Das durch die Ventile 101 und 102 eindringende Wasser
drückt das Harz aus der Arbeitsvorrichtung A über das Ventil 103 und durch die Förderleitung 10 über
das Ventil 104 in den Vorratsbehälter C, wobei die weggedrückte Luft vom Behälter C über das Entlüftungsventil
120 entweicht. Im Behälter C vorhandenes Überschußwasser wird über ein Ablaßventil
105 entfernt. /
Nach vollständiger Überführung in den Vorratsbehälter C wird das ganze Wasser aus der Arbeitsvorrichtung A durch Öffnen des Ablaßventils 106 und
des Lüftungsventils 107 entfernt.
Der nächste Verfahrensschritt besteht darin, das regenerierte Harz von der Regenerierungsvorrichtung
B der Arbeitsvorrichtung A zuzuführen. Es sei angenommen, daß vor diesem Verfahrensschritt das
ganze Harz regeneriert, gemischt und schließlich im Regenerierungsbehälter gespült worden ist. Zuerst
wird das Wasserventil 108 und anschließend das Luftventil 109 geöffnet. Diese Kombination von Luft und
Wasser dient dazu, die Harzmasse vor der Überführung zu fluidisieren. Nunmehr wird das Wasserventil
108 geschlossen, jedoch das Luftventil 109 noch offengelassen, bis ein ausreichender Druck im Behälter
vorhanden ist, um die ganze, aus Harz, Wasser und Luft bestehende Masse weiterzubewegen. Förderleitungsventile
111 und 112 werden dann geöffnet, und ferner wird das Lüftungsventil 107 und das Ablaßventil
106 geöffnet. Zu gleicher Zeit wird das Luftventil 110 zusätzlich zum Luftventil 109 geöffnet,
und die Kräfte, die das in die Regenerierungsvorrichtung B eintretende Wasser ausübt, und der oberhalb
des Harzbettes erzeugte Luftdruck drücken die aus Harz, Luft und Wasser bestehende Masse durch das
Ventil 111, durch die Förderleitungen 10 und 12, durch das Ventil 112 und in den Oberteil der Arbeitsvorrichtung A. Die kombinierte Wirkung von Luft
und Wasser hält das Harz in einem gemischten Zustand während der Förderung und reduziert die Reibung
der Teilchen an den Wänden der Förderleitungen. Es ergibt sich ferner, daß infolge der durch die
Druckluft erzeugten bewegenden Kraft eine wesentlich kleinere ' Wassermenge für diesen Verfahrensschritt benötigt v/ird. Obgleich der Wasserdruck ebenfalls
Anteil an der Förderkraft hat, besteht doch die Hauptfunktion dieses Verfahrensschrittes darin, ein
geeignetes Medium zu schaffen, um die tatsächliche Bewegung der Harze durch die Förderleitungen zu
unterstützen. Infolge der Verwendung einer kleineren Wassermenge verringert sich die Gefahr, daß sich
die Harze während der Förderung und besonders auch nach der Überführung in die Arbeitsvorrichtung
absetzen und entmischen. Wenn die aus Harz, Luft und Wasser bestehende Masse in die Arbeitsvorrichtung
eintritt, so wird das Wasser rasch über das Ventil 106 abgeleitet. Durch Steuerung der Abflußgeschwindigkeit
über das Ventil 106 kann ein gleichmäßig gemischtes Bett erhalten werden, das frei
von überschüssigem Wasser ist. Kurz vor Beendigung der Überführung wird das Ablaßventil 106 für kurze
Zeit geschlossen, um etwas Wasser zurückzuhalten, das beim Ausbilden eines ebenen Bettes dienlich ist.
Nach der Überführung des Harzes zur Arbeitsvorrichtung A wird das Harzbett gespült und dann zur
Behandlung fertiggemacht.
Während die Arbeitsvorrichtung A für weiteres Arbeiten vorbereitet wird, werden die erschöpfter}
Harze vom Vorratsbehälter C zum Harzregenerierungsbehälter B gefördert. Wenn der Behälter B zuerst
abgelassen wurde, sind das Ablaßventil 113 und das Lüftungsventil 114 offen. Die Förderung vom
Behälter C zum Behälter B geschieht durch öffnen
des Lüftungsventils 114, der Förderleitungsventile 104, 111 und der Wasserventile 115 und 116. Die
hydraulische Kraft des ankommenden Wassers bewegt dann die Harze vom Behälter C über das Ventil 104
durch die Förderleitung 10, das Ventil 111 zum Behalter B.
Wenn die Harze dem Behälter B zugeführt sind, werden sie regeneriert. Die Regenerierung der Harze
geschieht durch ein übliches normales Verfahren, wie es für gemischte Betten bekannt ist. Nach der Regenerierung
werden die Harze gemischt, gespült und in Vorrat gehalten, bis sie dann wieder zur Weitergabe
an die Arbeitsvorrichtung A benötigt werden.
Der Grund, warum nur hydraulische Fördermittel beim Bewegen der Harze vom Behälter A zum Behalter
C und vom Behälter C zum Behälter B verwendet werden, besteht darin, daß die Entmischung
der Harze in dem Tank keine besondere Rolle spielt. Soll dagegen die Förderung der Harze ohne Entmischung,
beispielsweise bei der Förderung vom Behalter B zum Behälter A erfolgen, so werden hydropneumatische
Mittel verwendet. Hydropneumatische Mittel sind bei diesem Verfahrensschritt nicht nur
günstiger, weil die Harze während der Förderung gemischt bleiben, sondern hauptsächlich, weil nur
minimale Wassermengen gebraucht werden, und diese eine leichte und rasche Entwässerungssteuerung erlauben,
die notwendig ist, um das Absetzen eines gleichmäßigen ebenen gemischten Bettes in der Arbeitsvorrichtung
A zu gewährleisten.
Gegebenenfalls kann der Vorratsbehälter B auch entfallen. Anstatt dann das erschöpfte Harz dem Vorratsbehälter
und erst dann der Regenerierungsvorrichtung B zuzuführen, kann dann das Harz direkt von
der Arbeitsvorrichtung A der Regenerierungsvorrichtung C zugeführt werden. In diesem Fall wäre jedoch
die Stillstandszeit des Entmineralisierungssystems gerade so groß, wie wenn die Regenerierung an Ort
und Stelle vorgenommen würde, da eine neue Harz-
menge nicht sofort verfügbar wäre. Trotzdem würde ein solches aus zwei Vorrichtungen bestehendes System
(einer Arbeitsvorrichtung und einer Regenerierungsvorrichtung) immer noch die übrigen Vorteile
der gesonderten Regenerierung aufweisen.
Um die Erfindung weiter zu erläutern, wird im folgenden ein spezielles Beispiel des Verfahrens, wie
es sich im tatsächlichen Betrieb ergibt, des näheren beschrieben werden. In einem Kraftwerk weist eine
Kondensatentmineralisierungsanlage eine Arbeitsvorrichtung, eine Vorratsvorrichtung, eine Regenerierungsvorrichtung,
Verbindungsleitungen, entsprechende Ventile und Vorratsvorrichtungen für Wasser,
Druckluft und Regenerierungsmittel auf. Um die letzten Spuren von Unreinigkeiten aus einem Kondensatwasser
zu entfernen, wird dieses dabei durch eine Behandlungszone oder einen Arbeitsbehälter durchgeleitet.
Innerhalb des Arbeitsbehälters ist ein Mischbett von Ionenaustauscherharzen vorhanden. Die
Größe des Bettes beträgt ungefähr 4,25 m3. Das Kondensatwasser wird durch dieses Bett hindurchgeleitet
und hierdurch entmineralisiert. Nach einem bestimmten Zeitraum, dessen Länge mit der Qualität des zu
entmineralisierenden Kondensatwassers zusammenhängt, wird nun das Harzbett erschöpft. Die Harze
werden dann hydraulisch in eine Vorratsvorrichtung dadurch übergeführt, daß Kondensatwasser in das
Oberteil der Arbeitsvorrichtung mit einer Geschwindigkeit von etwa 551 l/min und dem Boden dieser
Vorrichtung mit "einer Geschwindigkeit von etwa 183,6 l/min eine Minute lang zugeführt wird, wobei
dann die entsprechenden Ventile offen sind. Die Arbeitsvorrichtung wird dann ungefähr fünf Minuten
lang entwässert. '
Die Überführung des gemischten, regenerierten Harzes vom Regenerierungsbehälter zum Arbeitsbehälter erfolgt anschließend. Eine halbe Minute lang
wird Kondensatwasser dem unteren Teil des Regenerierungsbehälters mit einer Geschwindigkeit von etwa
100 l/min zugeführt. Dies dient zur Anhebung des Bettes. Während einer weiteren halben Minute, während
der das Wasser noch immer ständig zufließt, wird Luft in den unteren Teil des Behälters mit einer
Geschwindigkeit von etwa 2,345 m3 pro Minute eingeführt und die Zufuhr der Luft dauert noch ungefahr
2 Minuten an, und zwar geschieht die Einführung am Boden des Behälters, bis dann der Druck
im Behälter ungefähr 2,8 kg/cm2 beträgt. Anschließend wird ein am Boden des Regenerierungsbehälters
befindliches Ventil geöffnet und die Harze aus dem Behälter über eine Verbindungsleitung zum
Oberteil des Arbeitsbehälters zugeführt. Zur gleichen Zeit wird Luft in den Oberteil des Behälters mit einer
Geschwindigkeit von etwa 2,345 m3 pro Minute zugeführt. Die tatsächliche Förderung von dem Regenerierungsbehälter
zum Arbeitsbehälter dauert ungefähr 5 Minuten. Während dieser Zeit wird Kondensatwasser
dem unteren Teil des Regenerierungsbehälters mit einer Geschwindigkeit von etwa 100
l/min zugeführt und Luft wird ständig sowohl am Boden als am Oberteil des Behälters mit einer Geschwindigkeit
von etwa 2,345 m3 pro Minute eingelassen. Das Harz wird dann dem Arbeitsbehälter
zugeführt, in dem das Spülauslaßventil offen ist, so daß das Überschußwasser abfließen kann, und ferner
ist das Entlüftungsventil offen, um die Überschußluft ausströmen zu lassen. Es werden nun die gleichen
Mengen Luft und Wasser eingeführt und nach ungefähr einer Minute wird das Ablaßventil der Arbeitsvorrichtung
zur Zurückhaltung von etwas Wasser geschlossen, das unter diesen Umständen eine ebene Anordnung des Harzbettes innerhalb des Arbeitsbehälters
und außerdem das Entfernen freier Luft aus der Abflußleitung und dem Harzbett ermöglicht.
Anschließend wird der Regenerierungsbehälter ungefähr 2 Minuten lang entwässert.
Für ungefähr die nächste halbe Stunde wird der Arbeitsbehälter bespült und für die nächste Behandlung
vorbereitet. Zur gleichen Zeit werden die in der Vorratsvorrichtung befindlichen Harze hydraulisch
von der Vorratsvorrichtung in die Regenerierungsvorrichtung überführt. Um dies zu erzielen, wird das
Kondensatwasser am Oberteil des Vorratsbehälters mit einer Geschwindigkeit von etwa 314 l/min und
dem Boden dieses Behälters mit einer Geschwindigkeit von etwa 104,5 l/min zugeführt. Dieser Verfahrensschritt
dauert ungefähr 13,3 Minuten. Anschließend dauert die Entwässerung des Vorratsbehälters ungefähr 5 Minuten.
Die gemischten Harze werden anschließend in dem Regenerierungsbehälter durch bekannte und hier nicht
ausführlich beschriebene Verfahren regeneriert. Das in der Praxis meist durchgeführte Verfahren besteht
unter anderem in einem Rückwaschen des Harzbettes und einem Sedimentierenlassen der Teilchen. Infolge
der unterschiedlichen Dichten der Kationen- und Anionen-Harze setzen sich die Harze in zwei Schichten
ab, wobei das Anionen-Harz oben, das Kationen-Harz am Boden ist. Eine gut definierte, mittlere Linie
trennt die Harzschichten, und an dieser Linie ist ein Sammelauslaß angeordnet. Die Regenerierung wird
dadurch bewirkt, daß Natronlauge am Oberteil des Behälters und Säure am Unterteil eingeführt wird.
Beide Regenerierungsmittel werden an dem vorgenannten Sammelauslaß wieder abgezogen. Nach der
Regenerierung werden die Harze gespült und dann dadurch gemischt, daß Wasser in den Behälter und
Druckluft am Boden desselben eingeführt wird.
Diese Harze werden dann so lange aufbewahrt, bis sie im Arbeitsbehälter erschöpft sind, worauf sich
dann der Zyklus wiederholt.
Claims (3)
1. Verfahren zu Fördern einer Schicht gleichmäßig verteilter Feststoffteilchen unterschiedlicher
Dichte aus einem ersten Behälter in einen zweiten Behälter, insbesondere zum Fördern von
regenerierten Anionen- und Kationenaustauscherharzen in einen Mischbett-Ionenaustauscher, bei
dem in den ersten Behälter ein unter Überdruck stehendes Flud eingeleitet und aus dem mit dem
ersten Behälter in Strömungsverbindung stehenden zweiten Behälter nach Ablagerung der mitgeführten
Feststoffteilchen im zweiten Behälter abgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beibehaltung der gleichmäßigen
Verteilung der Feststoffteilchen während ihrer Förderung und Ablagerung die Feststoffteilchenschicht
bei voneinander abgesperrten Behältern durch Einleiten von Flüssigkeit in den ersten Behälter
aufgeschwemmt wird, wobei zugleich Gas durch die Aufschwemmung eingeblasen wird, und
daß nach Erreichen eines Gasförderdrucks im ersten Behälter die Strömungsverbindung zwischen
den Behältern geöffnet und weiterhin Druckgas
zur Förderung der Aufschwemmung zugeführt wird, während die Flüssigkeit an der Unterseite
des zweiten Behälters ohne wesentliche Verweilzeit im zweiten Behälter abgezogen und das
Druckgas aus dem zweiten Behälter abgeblasen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit an der Unter-
seite und das Druckgas zur Förderung der Aufschwemmung an der Oberseite des ersten Behälters
eingeleitet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufschwemmung an der
Unterseite des ersten Behälters aus diesem abgeführt und an der Oberseite des zweiten Behälters
in diesen eingeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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