DE1442355B2 - Abstandhalter fuer membranen mehrzelliger elektrodialysatoren - Google Patents
Abstandhalter fuer membranen mehrzelliger elektrodialysatorenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D61/00—Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
- B01D61/42—Electrodialysis; Electro-osmosis ; Electro-ultrafiltration; Membrane capacitive deionization
- B01D61/44—Ion-selective electrodialysis
- B01D61/46—Apparatus therefor
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Description
Die Erfindung betrifft einen Abstandhalter für Membranen mehrzelliger Elektrodialysatoren in
Filterpressenbauart, der aus einem Gewebe aus Fäden chemisch widerstandsfähigen hochpolymeren
Materials besteht.
Damit Elektrodialyseverfahren mit einem hohen Stromwirkungsgrad in einem Elektrodialysator durchgeführt
werden können, muß der Abstand zwischen den Membranen zum einen konstant und zum andern
in jedem Abteil klein gehalten werden, und außerdem muß der Lösungsstrom gleichmäßig gehalten
werden. Da die dabei verwendeten Membranen gewöhnlich biegsam sind, ist es schwierig, eine Berührung
benachbarter Membranen zu verhindern und den Abstand zwischen den Membranen in jedem Abteil
ständig konstant zu halten.
Aus der USA.-Patentschrift 2 735 812 ist beispielsweise ein poröser, gewellter und elektrisch isolierender
Abstandhalter bekannt, der jedoch den Nachteil hat, daß er den wirksamen Bereich des Dialysators
vermindert, wodurch keine hohe Stromdichte erreicht werden kann. Außerdem kann die Membran leicht
beschädigt werden, und da die Herstellung einer präzisen Dicke außerordentlich schwierig ist, können daraus
keine mehrzelligen Dialysatoren hergestellt werden.
Aus der deutschen Patentschrift 1 032 221 ist es bekannt, in Elektrodialysevorrichtungen ein Stützelement
in Form eines Schirmes zu verwenden, der aus einer gewellten perforierten Polyvinylchloridplatte besteht. Auch mit diesem Abstandhalter ist es
nicht möglich, einen präzisen Abstand zwischen einer Membran und einer benachbarten Elektrode aufrechtzuerhalten.
Aus der holländischen Patentschrift 91 090 ist schließlich ein Abstandhalter aus einem
gazeartigen Material bekannt, der nicht kompressibel ist und der außerdem den Nachteil hat, daß der
daraus hergestellte Dialysator mit einem schlechten Wirkungsgrad arbeitet.
Allgemein handelt es sich bei den bisher bekannten Abstandhaltern um z. B. flächenhafte Gitter oder
perforierte Platten aus einem festen Material. Bei diesen Abstandhaltern ist es in der Praxis schwierig,
ausreichend kleine Maschen herzustellen, so daß sich nichts zwischen den Membranen im Mittelteil jeder
Öffnung befindet und nicht die Gefahr besteht, daß die Membranen einander berühren. Bei den bisher
bekannten Abstandhaltern aus festem Material besteht außerdem die Gefahr, daß die Kante des festen
Abstandhalters die Membran beschädigt.
Ziel der vorliegenden Erfindung war es nun, einen Abstandhalter anzugeben, der die oben geschilderten
Nachteile nicht aufweist und mit dessen Hilfe es möglich ist, zwischen einer Membran und einer benachbarten
Elektrode oder zwischen zwei Membranen einen präzisen Abstand herzustellen und beizubehalten,
ohne dadurch die Membranen zu beschädigen.
Es wurde nun überraschend gefunden, daß man dieses Ziel dadurch erreichen kann, daß man als Abstandhalter
ein Gewebe aus Polymerisatfäden verwendet, das in ganz bestimmter Weise hergestellt ist.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Abstandhalter für Membranen mehrzelliger Elcktrodialysatoren
in Filterpressenbauart, der aus einem Gewebe aus Fäden chemisch widerstandsfähigen hochpolymeren
Materials besteht und dadurch gekennzeichnet ist, daß die Kette wie bei einem Drehergewebe verschlungen
und verflochten ist, während der Schuß geradlinig und quer zur Kettenrichtung verläuft.
Der Aufbau des erfindungsgemäßen. Abstandhalters in seinen Einzelheiten ist aus der Zeichnung
zu entnehmen.
Fig. 1 stellt einen Querschnitt in Richtung des durch den Dialysator durchfließenden Stromes dar;
F i g. 2 stellt einen Querschnitt in Richtung der Strömung des Lösungsmittels senkrecht zur Richtung
des elektrischen Stromes dar.
Aus den F i g. 1 und 2 geht hervor, daß die Schußfäden zwischen der Oberseite und der Unterseite hin
und her verlaufen, während die Kettfäden wie bei einem Drehergewebe miteinander verschlungen sind,
so daß sie ausreichend dick werden. Durch diesen Aufbau ist der erfindungsgemäße Abstandhalter sehr
voluminös und braucht in Richtung des elektrischen Stromes und in Richtung des Stromes der Lösung
viel Platz. Wenn die Dicke des Abstandhalters größer als die des Rahmens ist, wird, wenn auf beide Seiten
des Abstandhalters ein Druck ausgeübt wird, dessen Dicke entsprechend dem ausgeübten Druck vermindert,
wobei gleichzeitig dem Preßdruck ein Widerstand entgegengesetzt wird. Bei Wegnahme dieses
Druckes nimmt der Abstandhalter wieder seine ursprüngliche Form an.
Beim Zusammenbau des erfindungsgemäßen Abstandhalters, des Rahmens und der Membranen zu
einem Elektrodialysator wird daher der Abstandhalter zusammengedrückt, bis seine Dicke der Dicke des
Rahmens entspricht, worauf der voluminöse Abstandhalter mit gleichmäßiger Kraft auf die Membranen
drückt. Dadurch wird die Berührung der einander benachbarten Membranen verhindert und ein konstanter
Abstand zwischen den Membranen eingehalten.
Da der erfindungsgemäße Abstandhalter voluminös und in Richtung des Stromes der Lösung porös
ist, wird eine gleichmäßige Strömung in jeder Richtung erzielt, wodurch die örtliche Verringerung oder
Zunahme der Konzentration bei geringem Druckverlust und eine Beschädigung der Membranen vermieden
wird.
Als Fadenmaterial zur Herstellung des erfindungsgemäßen Abstandhalters werden übliche Fäden aus
chemisch widerstandsfähigen hochpolymeren Materialien, z. B. aus Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid,
Polyäthylen, Polykondensaten von Terephthalsäure und Äthylenglykol, verwendet. Die
Stärke der dabei verwendeten Fäden beträgt üblicherweise 100 bis 1000 Denier.
Gegenüber dem aus der deutschen Patentschrift 1032 221 bekannten Abstandhalter, der — wie bereits
oben ausgeführt — zur Einhaltung eines konstanten Abstandes zwischen den Membranen auf
Grund seines starren Aufbaus nicht geeignet ist, weist der erfindungsgemäße Abstandhalter wesentliche
Vorteile auf. Da er aus einem voluminösen Gewebe aus Kunststoff einzelfäden mit einem ganz bestimmten
Aufbau besteht, ist seine Dicke durch Anwendung von Druck veränderlich, so daß die gesamte Oberfläche
der Membranen fest in einem Stapel gehalten wird. Außerdem führt der erfindungsgemäße
Abstandhalter im Gegensatz zu den bisher bekannten Abstandhaltern bei der Anwendung in Lösung auf
Grund seines voluminösen Aufbaus zu keinem Anstieg des elektrischen Widerstandes der Dialysatorzellc.
Da der erfindungsgemäße Abstandhalter außerdem nicht aus festen Platten besteht, ist eine einheitliche
Verteilung der Elektrizität über den gesamten
Raum möglich, und der Widerstand gegenüber der Strömung ist gering, so daß sich die Lösungen in
sämtlichen Richtungen gleichmäßig verteilen können. Da der erfindungsgemäße Abstandhalter aus Einzelfäden
besteht, im Gegensatz zu den aus festen Platten bestehenden bekannten Abstandhaltern, können die
Membranen nicht beschädigt werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Abstandhalters
ist darin zu sehen, daß er auf Grund seines voluminösen Aufbaus eine sehr geringe Zwischenmembrandistanz
sowie einen vollkommenen Diaphragmaeffekt ermöglicht. Mit dem erfindungsgemäßen Abstandhalter ist es der Anmelderin erstmals
gelungen, die Berührung zwischen den benachbarten Membranen in einem Elektrodialysator und
auch sonstige üblicherweise dabei auftretende Nachteile zu vermeiden, ohne die gleichmäßige Strömung
in den Abteilen des Dialysators dadurch zu beeinträchtigen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Membranen mehrzelliger in Filterpressenbauart, be-Abstandhalter für
Elektrodialysatorenstehend aus einem Gewebe aus Fäden chemisch widerstandsfähigenhochpolymerenMaterials, dadurch gekennzeichnet, daß die Kette wie bei einem Drehergewebe verschlungen und verflochten ist, während der Schuß geradlinig und quer zur Kettenrichtung verläuft.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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