DE1441876C - Schaltung zur Verstärkungsregelung mit einem Richtleiter - Google Patents
Schaltung zur Verstärkungsregelung mit einem RichtleiterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zur Verstärkungsregelung mittels eines zwischen zwei
insbesondere in Basisschaltung betriebenen Transistoren eines Hochfrequenzverstärkers eingeschalteten
Dämpfungsnetzwerkes, das aus einer parallel zum Ausgang der ersten Stufe liegenden Reihenschaltung
eines Kondensators und eines durch einen Vorstrom in Durchlaßrichtung eingestellten Richtleiters besteht.
Verstärker für hohe Frequenzen sollen häufig .in ihrer Verstärkung stetig einstellbar oder regelbar sein. ">
Insbesondere trifft dies zu für die Zwischenfrequenzverstärker in Richtfunksystemen zur Übertragung
vieler Telegrafie- oder Telefoniekanäle, bei denen zur Fading-Regelung einstellbare Dämpfungsglieder verwendet
werden, die zwischen die einzelnen Verstärkerstufen gelegt sind. Hierbei ist die Forderung gegeben,
daß im Übertragungsfreqiienzbereich bei der Regelung
keine wesentlichen Änderungen des Amplituden- und Gruppenlaufzeitganges des Verstärkers auftreten. Diese
Forderung ist für regelbare Verstärker im Bereich höherer Frequenzen, beispielsweise im Bereich
zwischen 50 und 100 MHz, und bei großen Verstärkerbandbreiten, z. B. 30 MHz und mehr, schwer zu
erfüllen. Außerdem soll die Einstellung der Dämpfungsglieder auch einfach erfolgen, z. B. mit einem Steuer-
gleichstrom, der eine automatische Regelung auf elektrischem Wege zuläßt. In den Dämpfungsgliedern
werden als Regelglieder meist Richtleiter verwendet, denn deren Widerstand ist steuerbar. Es hat sich aber
gezeigt, daß dieser Widerstand bei höheren Frequenzen nicht mehr rein reell ist, sondern Blindkomponenten
hat, die abhängig von der Aussteuerung des Richtleiters sind. Damit ist es schwierig, bei Dämpfungsnetzwerken mit Richtleiterndie vorstehenden Forderungen
zu erfüllen.
Durch die deutsche Auslegeschrift L 047 268 ist eine
selektive Hochfrequenzverstärkerschaltung der eingangs genannten Art bekannt, bei der im Längskreis
ein Widerstand liegt, dessen Wert größer ist als der Durchlaßwiderstand der voll ausgesteuerten Diode,
aber kleiner als der innere Kollektorwiderstand des ersten Transistors. Der Zweck dieser Dimensionierung
ist, beim dort vorliegenden hochselektiven Verstärker die Impedanzänderungen der Transistoren beim Regeln
möglichst zu verhindern. Mit der angegebenen Schaltung und Dimensionieruiig lassen sich jedoch die hier
vorliegenden und oben geschilderten strengen Anforderungen für einen Breitbandverstärker bei höheren
Frequenzen nicht verwirklichen, sonderndiese Probleme bestehen nach wie vor.
Den vorgeschilderten Schwierigkeiten kann jedoch dann mit Erfolg begegnet werden, wenn bei einer
Schaltung zur Verstärkungsregelung mittels eines zwischen zwei insbesondere in Basisschaltung betriebenen
Transistoren . eines Hochfrequenzverstärkers eingeschalteten Däinpfungsnetzwerkes, das aus einer
parallel zum Ausgang der ersten Stufe liegenden Reihenschaltung eines Kondensators und eines durch
einen Vorstrom in Durchlaßrichtung eingestellten Richtleiters besteht, gemäß der Erfindung der vorzugsweise
einstellbare Kondensator und ein parallel dazu liegender Widerstand so dimensioniert sind, daß
bei Einstellung auf maximale Übertragungsdänipfung '(Diodenstrom maximal) eine weitgehend frequenzunabhüngige
Stromaufteilung zwischen dem Riclitleiterzweig und dem parallel dazu liegenden Eingangskreis
der folgenden Transistorstufe besteht und daß eine parallel zum Richtleiterzweig liegendeKapazität so . ■
gewählt ist, daß das mit dem Eingangswiderstand des folgenden Transistors einen Tiefpaß bildende Koppelnetzwerk
bei Einstellung des Richtleitervorstroms auf minimale Dämpfung (Diodenwiderstand maximal)
einen maximal flachen Amplitudengang aufweist.
Es ist dabei vorteilhaft, in Serie mit dem Eingangskreis des folgenden Transistors, wie an sich bekannt,
einen zusätzlichen Widerstand zu legen, dessen Widerstandswert entsprechend einem vorgegebenen Maximalwert
der Übertragungsdämpfung gewählt ist.
Eine Optimaldimensionierung des Netzwerks läßt sich dann erzielen, wenn die parallel zu den Streukapazitäten,
dargestellt durch die Ausgangskapazität Cc des vorausgehenden Transistors und die Kapazität
der Diode beim maximalen Diodenwiderstand liegende Kapazität C1 in bezug auf den durch den
Widerstand R1 ergänzten Eingangswiderstand (Induktivität
Le in Serie mit dem Widerstand Re) der folgenden
Transistorstufe so dimensioniert sind, daß
C1 + Cc + CR=
2Le
Nachstehend wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erhäutert.
Die F i g. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem Breitbandverstärker, und zwar den Teil, der keine
frequenzselektiven Kreise, sondern nur das Dämpfungsnetzwerk enthält. Die frequenzselektiven Stufen des
Verstärkers sind vorausgehend und »sind nachfolgend. In der F i g. 1 sind zwei Transistorstufen, bestückt
mit den Transistoren T1 und T2, die in diesem Beispiel
als Basisstufen ausgeführt sind, gezeigt, die über ein in der Übertragungsdämpfung regelbares Koppelnetzwerk
miteinander verbunden sind. Die Widerstände R und die Drosseln Dr dienen der hochfrequenzmäßig
entkoppelten Stromzuführung zu den Transistoren. Der Entkopplung der Spannungsquellen von den'
Hochfrequenz führenden Schaltungsteilen dienen die Kondensatoren C.?. Die Spannungszuführungen zu
den Transistoren sind mit Ue bzw. Uc bezeichnet. Das Koppelnetzwerk ist eingangsseitig über den Kondensator
Ck1 an den Ausgang des Transistors T1 und
ausgangsseitig über den Kondensator Ck2 an den
Eingang des Transistors T2 angeschaltet. Der Kapazitätswert
dieser beiden Kondensatoren ist so hoch gewählt, daß ihr kapazitiver Widerstand bei der
Betriebsfrequenz, also im Durchlaßbereich des frequenzselektiven Breitbandverstärkers, vernachlässigbar
klein ist.
Das eigentlich regelbare Koppelnetzwerk besteht aus einem Widerstand A1, der zwischen den beiden
Koppelkondensatoren Ck1 und Ck2 eingeschaltet ist,
sowie aus einem Richtleiter Rl, zu dem in Serie die
Parallelschaltung aus einem im Kapazitätswert veränderbaren Kondensator C3 und einem Widerstand R,
gelegt ist. Parallel zu diesem Richtleiterzweig ist eine weitere im Kapazitätswert veränderbare Kapazität C1
gegen Masse gelegt. Der Richtleiter führt von der Verbindung von Ck1 und R1 aus ebenfalls gegen Masse.
Dem Richtleiter R-, wird über eine Hochfrequenzdrossel Dr ein Vorstrom Jr zugeführt. Dieser Vorstrom
Jr dient der Einstellung des Richtleiterwiderstandes und wird z. B. von der Regelspannungsquelle
des Empfängers bzw. des Verstärkers her zugeführt. Diese Regelspannungsquelle ist nur durch die Stromzuführung
Jn angedeutet. Die Dimensionierung der
Schaltung für die eingangs geforderten Werte wird wie folgt vorgenommen.
Der Widerstand R1 zwischen den beiden Koppelkondensatoren
wird so gewählt, daß die geforderte maximale Übertragungsdämpfung, d. h. die Übertragungsdämpfung
bei Einstellung des Richtleitervorstromes Jr auf den Maximalwert von z. B. 20 niA,
erreicht ist.
In diesem Fall wirkt der Richtleiter in Verbindung mit unvermeidbaren Zuleitungsinduktivitäten wie die
Serieaschaltung eines ohmschen und eines induktiven Widerstandes. Das Ersatzschaltbild des Verstärkerabschnitts
der F i g. 1 zeigt für diesen Fall die F i g. 2.
J1 ist eine Stromquelle, die den Ausgangswechselstrom
des Transistors T1 liefert. Stromspeisung aus einer Quelle sehr hohen inneren Widerstandes kann
hier wegen der Basisschaltung des Transistors T1
angenommen werden. Parallel zu dieser Stromquelle liegen die Kapazitäten C1 und Cc- Cc ist die Kollektorkreiskapazität
des Transistors 7\. C1 ist eine Zusatzkapazität,
die später an Hand der F i g. 3 behandelt wird. Der Strom J1 teilt sich auf in einen Zweig, der
aus dem Widerstand R1, dem Eingangswiderstand Re
der folgenden Transistorstufe T2 und der Eingangsinduktivität Lb derselben Stufe besteht. Durch diesen
Zweig fließt der Eingangsstrom J2 des zweiten Transistors
T2. Der andere Stromzweig besteht aus der
Impedanz des Richtleiters mit der ohmschen Komponente Rr und der induktiven Komponente Lr. In
Serie zu Rr und Lr liegt die erwähnte Parallelschaltung von C2 und R2. Durch Wahl des Kapazitätswertes von
C2 und des Widerstandswertes von R2 kanu der Impedanzwert
des die Serieninduktivität des Richtleiters enthaltenden Querzweiges bei maximaler Übertragungsdämpfung
des Vierpols so eingestellt werden, daß in einem großen Frequenzbereich eine praktisch frequenzunabhängige
Stromauf teilung JJJ1 zwischen dem Parallelzweig, bestehend aus Rr, Lr, C3, R.,, und dem
Längszweig, bestehend aus A1, Re, Le, gegeben ist.
Die Kapazitäten Cc und C1 sind im Übertragungsfrequenzband
gegenüber dem Parallelzvveig hochohmig und haben bei der Einstellung auf maximale Übertragungsdämpfung,
d. h. bei niederohmigem Richtleiter, im Durchlaßbereich des Verstärkers keinen wesentlichen Einfluß auf dessen Amplitudenabhängigke'it
von der Betriebsfrequenz (Amplitudengang). Die Feineinstellung des Amplitudenganges in diesem Regelzustand
wird mit Hilfe des Kondensators C>, der z. B. als Trimmerkondensator ausgebildet ist, vorgenommen.
Die Einstellung des Trimmers erfolgt so, daß sich in diesem Regelzustand der Stufe eine möglichst
flache Durchlaßkurve im Übertragungsbereieh zeigt,
d. h. -Jr- — const.
■Λ .
Bei Einstellung des Diodenwiderstandes auf den
Maximalwert, d. h. auf minimale Übertragungsdämpfung des Netzwerkes, fließt durch den Richtleiter
praktisch kein Gleichstrom. Der Richtleiter wirkt in diesem Fall wie eine Kapazität Cr. Das Ersatzschaltbild
für diesen Fall, d. h. für minimale Übertragungsdämpfung ties Netzwerkes, ist in F i g. 3 dargestellt.
In der F i g. 3 liegt parallel zu der Stromquelle J1
die Parallelschaltung der Kondensatoren Cc, C1 und
Cr. Die Elemente des Längszweiges R1, Re, Le sind
ebenso wie in F i g. 2 gegeben. Das Netzwerk hat somit Tiefpaßcharakter. Durch den veränderbaren
Kondensator C1, der beispielsweise als Trimmerkondensator
ausgebildet ist, läßt sich die Gesamtkapazität im Para lelzweig einstellen und damit ein maximal
flacher Amplitudengang der Stufe erreichen. Hierzu ist es erforderlich, daß folgende Gleichung erfüllt wird:
Cc+C1 IQ=
:■ R,Y
Es ist vorteilhaft, wenn die Grenzfrequenz des Tiefpasses möglichst weit über dem Übertragungsfrequenzband
liegt. Die Grenzfrequenz des Netzwerkes ist gegeben durch die Gleichung
MG; ■- C1 r C,;)
Meist genügt es, wenn die Grenzfrequenz den doppelten Wert der höchsten Frequenz des Übertragungsfrequenzbandes hat. In diesem Fall fließt dann praktisch
der gesamte Signalwechselstrom ohne Dämpfung
durch das Netzwerk d. h., das Stromverhältnis /
ist dann praktisch konstant und gleich 1.
Bei einer derartigen Dimensionierung der Schaltung nach der F i g. 1 bleibt im Übertragungsfrequenzbereich
der Amplitudengang des Koppelnetzwerkes bei allen Einstellungen des Richtleitervorstromes
zwischen maximaler und minimaler Dämpfung praktisch konstant. Auch der Laufzeitgang des Dämpfungsnetzwerkes ist praktisch nicht mehr störend, weil die
Grenzfrequenz des durch den Dämpfungsvierpol gebildeten Tiefpasses weit oberhalb der höchsten Betriebsfrequenz
liegt.
Die ertindungsgemäße Schaltung zeichnet sich somit durch eine ebene Durchlaßkurve und eine praktisch
konstante Gruppenlaufzeit für eine sehr große Bandbreite inne-halb des gesamten Regelbereiches aus.
Weiterhin ist die Durchlaßkurve beim Minimalwert und beim Maximalwert der Dämpfung mit je einem
Trimmerkondensator unabhängig voneinander einstellbar, und der Minimalwert der Dämpfung des
Koppelnetzwerkes kann praktisch gleich null Dezibel gewählt werden.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Schaltung zur Pegelregelung in Verstärkern ist ein Dämpfungsregelbereich bis etwa 15 db ohne weiteres erreichbar.
In Breitbandverstärkern, bei denen an den Laufzeitgang und an den Amplitudengang des Verstärkers
größere Anforderungen gestellt werden, ist es vorteilhaft, einen Regelumfang von etwa 10 db nicht zu überschreiten.
Die Verstärkung der vorausgehenden Stufe sollte der Maximaldämpfung des nachfolgenden
Dämpfungsreglers angepaßt sein, d. h. etwa dieser gleich sein.
Claims (3)
1. Schaltung zur Verstärkungsregelung mittels eines zwischen zwei insbesondere in Basisschaltung
betriebenen Transistoren eines Hochfrequenzverstärkers eingeschalteten Dämpfungsnetzwerkes, das
aus einer parallel zum Ausgang der ersten Stufe liegenden Reihenschaltung eines Kondensators
und eines durch einen Vorstrom in Durchlaßrichtung eingestellten Richtleiters besteht, dadurc h
gekennzeichnet, daß der vorzugsweise
einstellbare Kondensator (C,) und ein parallel dazu liegender Widerstand (K3) s0 dimensioniert sind.
i 441 Ö /O
daß bei Einstellung auf maximale Übertragungsdämpfung (Diodenvorstrom maximal) eine weitgehend
frequenzunabhängige Stromaufteilung zwischen dem Richtleiterzweig und dem parallel dazu
liegenden Eingangskreis der folgenden Transistorstufe besteht, und daß eine parallel zum Richtleiterzweig liegende Kapazität (C1) so gewählt ist, daß
das mit dem Eingangswiderstand des folgenden Transistors einen Tiefpaß bildende Koppelnetzwerk
bei Einstellung des Richtleitervorstromes auf minimale Dämpfung (Diodenwiderstand maximal)
einen maximal flachen Amplitudengang aufweist.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in Serie mit dem Eingangskreis des folgenden Transistors, wie an sich bekannt, ein
zusätzlicher Widerstand (A1) gelegt ist, dessen
Widerstandswert entsprechend einem vorgegebenen Maximalwert der Übertragungsdämpfung gewählt
ist.
3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazität C1 parallel zu den
Streukapazitäten, dargestellt durch die Ausgangskapazität Cc des vorausgehenden Transistors, und
die Kapazität der Diode beim maximalen Diodenwiderstand in bezug auf den durch den Widerstand
R1 ergänzten Eingangswiderstand (Induktivität Le in Serie mit dem Widerstand Re) der
folgenden Transistorstufe wie folgt dimensioniert sind:
C1 4- Cc + Cr =
2Le
(R1 +
(R1 +
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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