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DE132097C - - Google Patents

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Publication number
DE132097C
DE132097C DENDAT132097D DE132097DA DE132097C DE 132097 C DE132097 C DE 132097C DE NDAT132097 D DENDAT132097 D DE NDAT132097D DE 132097D A DE132097D A DE 132097DA DE 132097 C DE132097 C DE 132097C
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DE
Germany
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petroleum
resin soap
particles
resin
emulsion
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Active
Application number
DENDAT132097D
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English (en)
Publication of DE132097C publication Critical patent/DE132097C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Brikettiren von pulverförmigen Stoffen, besonders pulverisirtem Erz und Kohle; das Verfahren kann indessen auch bei anderen, fein vcrtheilten Stoffen angewendet werden, welche in Form von festen Steinen oder Ziegeln bezw. Briketts gebracht werden sollen.
Die Erfindung beruht auf der Feststellung, dafs, wenn Petroleum oder die bei der Destillation und Behandlung von Rohpetroleum erhaltenen Rückstände, die einen hohen Siedepunkt besitzen, einer sehr zähen Lösung eines Alkaliharzsalzes, wie z. B. Natnurrl- oder Kaliumresinat zugesetzt wird, eine Emulsion entsteht, welche dem pulverisirten Stoffe beigegeben werden kann und dafs, wenn das Gemisch in der Form von Steinen, Briketts, Klumpen oder in anderer Gestalt zur Entfernung des Wassers gebrannt wird, das lösliche Alkaliharzsalz alle Theilchen fest zusammenhält, während das Petroleum oder die Petroleumrückstände in dem Bindemittel gleichzeitig eine dünne Schicht oder Decke auf praktisch allen Materialtheilchen bildet, so dafs das entstehende Product vollkommen wasserdicht wird. Durch diese Anwendung eines löslichen Alkaliharzsalzes als Bindemittel für pulverförmiges Material, wobei die Mischung eine rein mechanische ist und eine chemische Einwirkung zwischen dem Bindemittel und dem Material nicht vor sich geht, ist man in dei Lage, das, neue Verfahren bei jedem Materia in Pulverform anzuwenden, einen verhältnifsmäfsig geringen Antheil an Bindestoff zu benutzen und das Brennen bei verhältnifsmäfsig niedrigeren Temperaturen durchzuführen. Hierdurch wird die Gefahr der Ueberhitzung in den Wagen oder Lagerstätten ausgeschlossen, während durch die Verwendung von Petroleum oder Petroleumrückständen ein Product erzielt wird, welches durch Wasser in keiner Weise beeinflufst wird und das danach in offenen Wagen transportirt oder in freien ungeschützten Haufen gelagert werden kann.
Bei Ausführung der Erfindung z. B. zum Brikeltiren von Eisenerz wird zweckmäfsig in folgender Weise verfahren: Zunächst wird eine Harzseife, zweckmäfsig Natriumresinat, hergestellt, das beispielsweise 1 Theil Natron und etwa 12 Theile gewöhnliches Harz enthält. Diese Harzseife wird in Wasser in ausreichender Menge gelöst, um eine dicke, melasseähnliche Consistenz anzunehmen. Zu dieser Lösung werden Petroleum oder die bei der Der stillation und Behandlung von Rohpetroleum erhaltenen Rückstände, die einen sehr hohen Siedepunkt besitzen, so dafs sie sich während des Brennens nicht verflüchtigen, hinzugesetzt. Die Menge des zuzusetzenden Petroleums oder Rückstandes hängt wesentlich von der Natur des gewünschten Bindemittels und von dessen eigenen Eigenschaften ab. Gewöhnlich werden indessen gute Ergebnisse durch den Zusatz von etwa 20 pCt. an Gewicht der verwendeten Harzseife erzielt. Das Petroleum oder der Rückstand wird mit der Harzseifelösung innig gemischt, um eine Emulsion zu bilden, die infolge der schweren Consistenz des Rückstandes ausreichend beständig für die folgenden Operationen ist. Eine ausreichende Menge des
so erhaltenen emulsionirten Bindemittels wird mit dem Erz in einer geeigneten Mischmaschine innig gemischt, wobei eventuell eine geringe Erwärmung stattfinden kann, und es wird alsdann das Gemisch unier grofsem Druck in die Form von Steinen, Briketts oder dergl. in geeigneten Apparaten gebracht.
Die so erhaltenen Steine oder Briketts wer-den darauf in einem Ofen bei einer Temperatur von zweckmäfsig zwischen 2000 und 3000 gebrannt, bis der gewünschte Erfolg erzielt ist. Die erste Wirkung der Hitze in dem Brennofen ist, das freie Wasser abzutreiben; während dieses Vorganges wird die Natron- oder andere Harzseife sehr hart und verbindet oder verkittet die Erztheilchen mit einander. Nachdem das Wasser abgetrieben und die Harzseife fest geworden ist, breitet sich das Petroleum oder der Petroleumrückstand infolge der Erhitzung über alle Materialtheilchen aus und bildet einen wasserdichten Ueberzug auf denselben, so dafs das so hergestellte Product gegen Feuchtigkeit völlig unempfindlich ist. Es ist deshalb nothwendig, dafs das Brennen der Steine oder Briketts bis zu dem Punkte durchgeführt wird, wo das freie Wasser völlig abgetrieben ist und wo das Petroleum oder der Petroleumrückstand Gelegenheit erhalten hat, wie angegeben, sich über die Materialtheilchen zu verbreiten. Wenn das Brennen unterbrochen wird, ehe das W7asser abgetrieben ist, so überzieht das Petroleum die Stofftheilchen nicht, und es wird infolge dessen kein wasserbeständiges Material erzielt, während bei Fortlassung des Petroleums ein Product erzeugt würde, das bei erheblicher Feuchtigkeit völlig unbeständig ist. Wenn leichtere pulverisirte Stoffe als Eisenerz zu brikettiren sind, so ist die Menge des Resinats oder der sonstigen Harzseife infolge der Vergröfserung der Materialmasse zu steigern.
Anstatt, wie aus einander gesetzt, eine Emulsion dadurch herzustellen, dafs das Petroleum der zähen Lösung von Harzseife hinzugesetzt wird, kann die Harzseifelösung zuerst mit dem pulverisirten Material gemischt werden und es kann alsdann die entsprechende Menge dieses Materials dem so erzielten Gemisch hinzugesetzt und damit innig vermengt werden. Darauf wird die Masse zu Steinen oder Briketts geformt und alsdann gebrannt. Es hat sich indessen gezeigt, dafs bei Ausführung des Verfahrens in dieser Weise nicht ebenso günstige Ergebnisse erzielt werden, als wenn zunächst eine Emulsion hergestellt wird; es empfiehlt sich deshalb die Ausführung der Erfindung in der im Einzelnen beschriebenen Weise.
Obwohl es zweckmäfsig ist, dafs das Gemisch des pulverisirten Materials und des eigenartigen Bindemittels zuerst zu Steinen oder dergleichen geformt und alsdann gebrannt wird, kann natürlich das Gemisch auch in der Masse gebrannt und alsdann in Stücke in geeigneter Weise zerkleinert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Brikettiren von pulverförmigen Stoffen, insbesondere von Erzen durch Pressen und Brennen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Rohstoffe zuerst mit einer aus Petroleum oder Petroleumrückständen und einer wässerigen Lösung einer Harzseife bestehenden Emulsion gemischt, geprefst und erhitzt, alsdann gebrannt werden, wobei unter Entwässerung der Emulsion die Theilchen des Gemisches durch die Harzseife mit einander verkittet werden und durch das Petroleum jedes Theilchen für sich mit einer wasserdichten Haut umhüllt wird.
DENDAT132097D Active DE132097C (de)

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Country Status (1)

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DE (1) DE132097C (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003452B (de) * 1952-03-29 1957-02-28 Gelsenkirchner Bergwerks Aktie Brikettieren von zerkleinerten Erzen
DE1025627B (de) * 1952-05-23 1958-03-06 Gelsenkirchener Bergwerks Ag Brikettieren von zerkleinerten Erzen
DE1028785B (de) * 1952-05-26 1958-04-24 Gelsenkirchener Bergwerks Ag Brikettieren von zerkleinerten Erzen
DE1032547B (de) * 1953-01-05 1958-06-19 Gelsenkirchener Bergwerks Ag Verwendung von Bitumen als Bindemittel fuer das Stueckigmachen
DE1046326B (de) * 1952-12-27 1958-12-11 Gelsenkirchener Bergwerks Ag Bitumenemulsionen aus Bitumen, Wasser und einem Feststoff als Bindemittel fuer das Stueckigmachen von feinkoernigen oder schlammfoermigen Erzen u. dgl.
US5124877A (en) * 1989-07-18 1992-06-23 Gazelle Microcircuits, Inc. Structure for providing electrostatic discharge protection

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