DE1046326B - Bitumenemulsionen aus Bitumen, Wasser und einem Feststoff als Bindemittel fuer das Stueckigmachen von feinkoernigen oder schlammfoermigen Erzen u. dgl. - Google Patents
Bitumenemulsionen aus Bitumen, Wasser und einem Feststoff als Bindemittel fuer das Stueckigmachen von feinkoernigen oder schlammfoermigen Erzen u. dgl.Info
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- C22B1/00—Preliminary treatment of ores or scrap
- C22B1/14—Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
- C22B1/24—Binding; Briquetting ; Granulating
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description
- Bitumenemulsionen aus Bitumen, Wasser und einem Feststoff als Bindemittel für das Stückigmachen von feinkörnigen oder schlarninförmigen Erzen u. dgl.
- Die Verwendung von Emulsionen aus bituminösen Stoffen, wie 5 teinkohlenteerpech', B raunkoblenteerpech u. a. m., als Bindemittel für das Stückigmachen von Erzen. Erz-Kohle-Gemischen, feinkörnigem Kalk od. dgl., ist an sich bekannt.
- So ist bereits versucht worden, Braunkohlenteeröl, dessen kohäsive EClebe- und Bindewirkung gegenüber den Teilchen des zu brikettierenden Stoffes jedoch gering ist, für diesen Zweck einzusetzen, oder es werden alkalische Seifen aus Harzen oder anderen Materialien in Form wässeriger Emulsionen verwendet.
- Für die erfolgreiche Durchführung der meisten bisher bekannten Verfahren für das Stückigmachen ist die Verwendung eines vorgetrockneten, wasserfreien Grundmaterials unerläßliche Voraussetzung.
- Vielfach wird auch die Anwendung hoher Drücke in der Brikettpresse verlangt, um standfeste, beständige Formkörper zu erhalten.
- Die Erfindung schlägt als Bindemittel für das Stückigmachen von feinkörnigen oder schlammförmigen Erzen, Erz-Kohle-Gemischen, feinkörnigem I(alk bzw. Kalksteinsand oder Gemischen solcher Stoffe die Verwendung einer Bitumenemulsion aus Bitumen, Wasser und einem Feststoff mit der Maßgabe vor, daß das zu verwendende Bitumen eine Penetration von 280 bis 320 hei 250 C und einen Erweichungspunkt nach Ring und Kugel von 27 bis 370 C aufweist und daß neben Wasser ein feinkörniger Feststoff, wie Kaolin, als Emulgator zur Herstellung der Emulsion dient.
- Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Bindemittels besteht darin, daß zur Verarbeitung feuchte bzw. angefeuchtete Grundmaterialien eingesetzt werden können.
- Ein weiterer Vorzug des neuen Bindemittels besteht darin, daß das Vorwärmen der Grundstoffe unterlassen werden kann, wenn eine Pralltellermühle bekannter Bauart zur Anwendung gelangt. Hierbei können die Grundstoffe auch in grobkorniger Form vorliegen, da sie beim Durchgang durch die Pralltellermühle gleichzeitig gemahlen und mit der Bitumenemulsion gemischt werden, Diese Mischung muß nicht unbedingt in der Pralltellermühle vorgenommen werden. Es genügt auch, wenn die Emulsion in die feinkörnigen Grundstoffe vor dem Eintrag in die Mühle durch Zulaufenlassen oder Eindüsen und mit gleichzeitigem oder nachfolgendem Vermischen eingeführt wird.
- Die ausreichend gemahlene und fertig gemischte Masse kann in an sich bekannter Weise stückig gemacht werden, z. B. indem die Masse einer Brikettpresse oder einer Strangpresse, je nach der Konsistenz der Masse, übergeben wird. Man kann die Masse aber auch in einer Abrolltrommel oder auf einem Abroll- teller zur Granalien formen. Das richtet sich ganz nach dem Wassergehalt, der gewünschten Stückgröße und der späteren Verwendung. Wenn die Stücke feucht verhüttet, z. B. geröstet werden, ist der Reduktionsgrad höher als bei der Pelletisierung nur mit Wasser.
- Auch kann man Erze mit hohem C O2-Gehalt auf diese Weise stückig machen, die anschließend geröstet werden können.
- Zur Veranschaulichung sind nachstehend zwei Beispiele angeführt, ohne daß damit eine Beg.renzung der Erfindung verbunden ist: Beispiel 1 3 Gewichtsprozent Koksabrieb (Körnung bis 2 mm) werden mit 20 Gewichtsprozent Kalksteinsand (Körnung bis 2 mm), 30 Gewichtsprozent Spateisenstein (Körnung bis 2 mm), 39 Gewichtsprozent Gichtstaub und 8 Gewichtsprozent einer flüssigen Bitumenemulsion, aus 40 Gewichtsprozent Bitumen B 300 mit einer Penetration von 280 bis 320 bei 250 C und einem Erweichungspunkt nach Ring und Kugel von 27 bis 370 C, 40 Gewichtsprozent Wasser und 200/0 eines feinkörnigen Feststoffes, z. B. Koalin, bestehend, gemischt. Die Mischung wird dann einer Brikettpresse zugeführt. Die Stücke sind nach dem Trocknen oder auch feucht verhüttbar.
- Beispiel 2 35 Gewichtsprozent Lignit (Körnung bis 50 mm), 10 Gewichtsprozent gelöschter Kalk, 25 Gewichtsprozent Brauneisenstein (Körnung 20mm), 20 Gewichtsprozent Eisenerz-Flotationskonzentrat werden mit 7 Gewichtsprozent einer Bitumenemulsion, Zusammensetzung wie im Beispiel 1, und 3 Gewichtsprozent Braunkohlenteeröl einer Pralltellermühle zugeführt. Die Zuführung von Wasser erübrigt sich, da der gelöschte Kalk und das Flotationskonzentrat genügend wasserhaltig sind. Mahlen und Mischen erfolgen gleichzeitig in der Pralltellermühle. Das fertige Gemisch wird anschließend geschwelt oder verkokt, so daß ein fester Erzkoks entsteht, der im Hochofen verhüttbar ist. Die beim Schwelen oder Verkoken anfallenden Öle können bei der Anfertigung dieses Erzkokses an Stelle von Braunkohlenteeröl Verwendung finden.
- In allen Fällen lassen sich die gemäß der Erfindung stückig gemachten Produkte je nach dem Verwendungszweck rösten, sintern oder sogar unmittelbar verhütten, gegebenenfalls nach vorhergchendem Schwelen. Das Sintern kann z. B. auf einem Sinterband vorgenommen werden.
- Die Emulsion kann bereits vorher einem oder mehreren Partnern oder dem gesamten Gemisch zugeführt werden.
- Die Erfindung gestattet, den Anfall an Stäuben in der Hüttenindustrie, z. B. Gichtstaub, feinkörnigen Kiesabbrand, Flotationsschlämme aller Art, die in trockenem oder feuchtem Zustand anfallen, zu verarbeiten.
- PATENThNSPROCHE.
- 1. Bitumenemulsionen aus Bitumen, Wasser und einem Feststoff als Bindemittel für das Stückigmachen von feinkörnigen oder schlammförmigen Erzen, Erz-Kohle-Gemischen, feinkörnigem Kalk bzw. Kalksteinsand od. dgl. oder aus Gemischen solche Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß das zu verwendende Bitumen eine Penetration von 280 bis 320 bei 250 C und einem Erweichungspunkt nach Ring und Kugel von 27 bis 370 C aufweist und daß neben Wasser ein feinkörniger Feststoff, wie Kaolin, zur Herstellung der Emulsion dient.
Claims (1)
- 2. Verwendung von Bitumenemulsionen nach Anspruch 1 zur Herstellung von Erzkoksbriketts.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 277 093, 147 312, 132097; USA. -Patentschrift Nr. 2 576 566; H. Abraham und E. Brühl, »Asphalt und verwandte Stoffe«, Halle 1939, S. 2;17.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG10603A DE1046326B (de) | 1952-12-27 | 1952-12-27 | Bitumenemulsionen aus Bitumen, Wasser und einem Feststoff als Bindemittel fuer das Stueckigmachen von feinkoernigen oder schlammfoermigen Erzen u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG10603A DE1046326B (de) | 1952-12-27 | 1952-12-27 | Bitumenemulsionen aus Bitumen, Wasser und einem Feststoff als Bindemittel fuer das Stueckigmachen von feinkoernigen oder schlammfoermigen Erzen u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1046326B true DE1046326B (de) | 1958-12-11 |
Family
ID=7119356
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG10603A Pending DE1046326B (de) | 1952-12-27 | 1952-12-27 | Bitumenemulsionen aus Bitumen, Wasser und einem Feststoff als Bindemittel fuer das Stueckigmachen von feinkoernigen oder schlammfoermigen Erzen u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1046326B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2361742A1 (de) * | 1972-12-12 | 1974-06-20 | Des Sous Produits Siderurgique | Verfahren und anlage zur rueckgewinnung von metallhaltigem abfall bei der eisenverhuettung |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE132097C (de) * | ||||
| DE277093C (de) * | ||||
| DE147312A (de) * | ||||
| US2576566A (en) * | 1948-08-16 | 1951-11-27 | G And W H Corson Inc | Agglomerated body and the method of preparing same |
-
1952
- 1952-12-27 DE DEG10603A patent/DE1046326B/de active Pending
Patent Citations (4)
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| DE132097C (de) * | ||||
| DE277093C (de) * | ||||
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2361742A1 (de) * | 1972-12-12 | 1974-06-20 | Des Sous Produits Siderurgique | Verfahren und anlage zur rueckgewinnung von metallhaltigem abfall bei der eisenverhuettung |
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