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DE131566C - - Google Patents

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Publication number
DE131566C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfate
solution
strontium
carbonic acid
carbonate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT131566D
Other languages
English (en)
Publication of DE131566C publication Critical patent/DE131566C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/18Carbonates
    • C01F11/186Strontium or barium carbonate
    • C01F11/187Strontium carbonate

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- JVe 131566 KLASSE 12/rc.
Die Umwandlung schwer löslicher Sulfate in Carbonate, insbesondere von Strontiumsulfat in Strontiumcarbonat, ist nach den bisher bekannten Verfahren sehr umständlich und kostspielig. Es ist von Wichtigkeit, dafs für diese Umwandlung ein einfacheres Verfahren gefunden wird, da'insbesondere das in der Natur vorkommende Strontiumsulfat (Coelestin) in kohlensaures Strontium umgewandelt werden mufs, um in der Technik vorzugsweise bei den Melasseentzuckerungen nach dem Strontianverfahren Verwendung finden zu können. Bei letzterem resultiren auch Rückstände, welche das Strontian auch in gröfseren Mengen als Sulfat enthalten, die aber bei dem heutigen Stande der Technik als werthlos auf die Halde gebracht werden müssen, da ein geeignetes Verfahren zur Regeneration dieser Rückstände bis jetzt nicht bekannt war.
Das nachfolgend beschriebene Verfahren soll nun bezwecken, die Sulfate in Carbonate überzuführen und namentlich hinsichtlich des Strontiumsulfats sowohl das in der Natur vorkommende Strontiumsulfat (Coelestin) in Strontiumcarbonat umzuwandeln, als auch die bei den Melasseentzuckerungen nach dem Strontianverfahren resultirenden Rückstände, insofern dabei Strontiumsulfat in Frage kommt, zu regeneriren, wodurch das Strontian in der Form als Carbonat wieder Werth bekommt.
Man hat bereits versucht, den Erfindungszweck dadurch zu erreichen, dafs man Strontium sulfat in eine Lösung von event. Alkalisulfat enthaltendem Alkalisaccharat eintrug und bei Kochtemperatur Kohlensäure einleitete.
Behufs Gewinnung des zur Durchführung des Verfahrens erforderlichen Alkalisaccharats, vorzugsweise Kaliumsaccharats, verfuhr man dabei so, dafs man aus zuckerhaltigen Lösungen ■ mittels Aetzbaryts Bariumsaccharat ausfällte, das man durch Zusatz von Alkalisulfat, insbesondere Kaliumsulfat in Alkalisaccharat bezw. Kaliumsaccharat umwandelte, während Bariumsulfat ausfiel.
Dieses Verfahren wird dadurch unrentabel, dafs Aetzbaryt verhältnifsmäfsig theuer ist und aus dem Bariumsulfat nur durch ein sehr umständliches Verfahren regenerirt werden kann. Eine weitere Ursache für die Kostspieligkeit dieses Verfahrens besteht darin, dafs die Zuckerlösung, welche sich nach der Fällung des Strontiumcarbonats durch Kohlensäure ergiebt, nicht rein ist, sondern Alkalisulfat enthält, von dem sie durch Behandlung mit Alkohol befreit werden mufs.
Um die Mängel dieses bekannten Verfahrens zu beseitigen, wird gemäfs vorliegender Erfindung das Verfahren so geleitet, dafs an Stelle von Aetzbaryt Aetzkalk benutzt wird, der in jedem Betriebe mit leichter Mühe zu billigem Preise hergestellt werden kann und überdies wegen seines im Vergleich zum Aetzbaryt geringeren Moleculargewichtes nur in geringerer Menge benöthigt wird.
Da sich Calciumsaccharat mit Kaliumsulfat jedoch nicht zu Kaliumsaccharat umsetzt — wegen der Löslichkeit von Calciumsulfat in alkalischer Zuckerlösung — ist der Ersatz von Aetzbaryt durch Aetzkalk nur möglich, wenn an Stelle von Zuckerlösung ein anderes, als Säure wirkendes Reagens sich finden läfst, durch welches Aetzkalk erst in Lösung gebracht wird und aus welcher Lösung sich der Kalk mit Alkalisulfat zu Calciumsulfat und einer durch Kohlensäure zerlegbaren Alkaliverbindung umsetzt. In dem Phenol hat der Erfinder eine für den Zweck geeignete säureartige Substanz gefunden.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren gestaltet sich demnach in dem praktisch bedeutsamsten Fall der Umwandlung von Strontiumsulfat in Strontiumcarbonat beispielsweise wie folgt:
In eine Lösung von Phenolnatrium, welcher das umzuwandelnde Strontiumsulfat zugesetzt wird, wird Kohlensäure eingeleitet; durch letztere wird Phenolnatrium zerlegt in freies Phenol und Natriumcarbonat, das sich im statu naseendi mit dem Strontiumsulfat zu Natriumsulfat und Strontiumcarbonat umsetzt.
In der von dem erhaltenen Strontiumcarbonat abfiltrirten Lösung von Natriumsulfat und Phenol wird das für obigen Procefs nothwendige Phenolnatrium wieder durch Zusatz von Kalk regenerirt. Letzterer bildet mit Phenol leicht lösliches Phenolcalcium, welches sich mit Natriumsulfat zu Phenolnatrium und Calciumsulfat umsetzt. Die Lösung von Phenolnatrium wird von dem abgeschiedenen Calciumsulfat abfiltrirt und wieder bei dem eingangs erwähnten Umwandlungsprocesse verwerthet. Auf diese Weise wird das für die Umwandlung von Strontiumsulfat in Strontiumcarbonat nothwendige Phenolnatrium in stetem Kreislauf einfach und billig wiedergewonnen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: ■ .
1. Verfahren zur Umwandlung von Strontiumsulfat und anderer schwer löslicher Sulfate in die entsprechenden Carbonate durch Eintragung des betreffenden Sulfats in die Lösung eines durch Kohlensäure zerlegbaren Alkalisalzes und Einleitung von Kohlensäure in diese Lösung, dadurch gekennzeichnet, dafs zwecks Ermöglichung der Regenerirung des Alkalisalzes in der nach Abscheidung des entstandenen Carbonats verbleibenden Lösung mit Aetzkalk ein solches durch Kohlensäure zerlegbares Alkalisalz angewendet wird, dessen Säure ein mit Alkalisulfat sich umsetzendes Kalksalz bildet.
2. Verfahren nach Anspruch i, insbesondere zur Umwandlung von Strontiumsulfat in Strontiumcarbonat, dadurch gekennzeichnet, dafs das Sulfat in eine Lösung von Phenolnatrium eingetragen und aus dieser Lösung nach Abscheidung des durch Einleitung von Kohlensäure gefällten Carbonats das Phenolnatrium durch Zusatz von Aetzkalk regenerirt wird.
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