DE1301955B - Waermeentwickelbares Aufzeichnungsmaterial - Google Patents
Waermeentwickelbares AufzeichnungsmaterialInfo
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- DE1301955B DE1301955B DEN19984A DEN0019984A DE1301955B DE 1301955 B DE1301955 B DE 1301955B DE N19984 A DEN19984 A DE N19984A DE N0019984 A DEN0019984 A DE N0019984A DE 1301955 B DE1301955 B DE 1301955B
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/52—Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances
- G03C1/61—Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances with non-macromolecular additives
- G03C1/615—Substances generating bases
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein wärmeenlwickelbares Aufzeichnungsmaterial, das in seiner wärmeempfindlichen
Schicht eine durch Erwärmung freisetzbare, eine Farbänderung hervorrufende Base in latenter form enthält. <
Man kennt thermographische Materialien, die zusammen mit dem Original einer Infrarotstrahlung
ausgesetzt werden, wobei die Kopie direkt durch Wärme erzeugt wird. Diese in der Handhabung
bequemsten Materialien haben den Nachteil, daß |(J
die Kopien allgemein nicht genügend scharf und klar sind und daß die Kopie bei späterer Wärmeeinwirkung
nachdunkelt und schließlich vollkommen unbrauchbar werden kann. Außerdem müssen die
für diese Materialien benutzten Schichtträger für is
die Wärmestrahlung durchlässig sein und bestehen deshalb nicht aus dem sonst üblichen Papier; diese
speziellen Schichtträger haben den Nachteil geringerer Haltbarkeit und höherer Steifheit.
Zum Kopieren werden meist Diazotypiematerialien μ
mit einer Diazoniumverbindung, einer Azo-Kupplungskomponente, wie z. B. bestimmten Phenolen.
Stabilisatoren, wie Harnstoff und Thioharnstoff, sowie sauren Verbindungen in der empfindlichen
Schicht verwendet. Für die Farbbildung bzw. -ände- 2s
rung müssen diese Materialien mit einer Base behandeil werden. Man setzt sie im allgemeinen Ammoniakdämpfen
aus; es sind aber auch Entwicklungsblätter (s. USA.-Patentschrift 2 774 669 und
britische Patentschrift 816 601) bekannt, die mit V)
einer Substanz getränkt sind, welche in der Wärme säureabstumpfend und damit entwickelnd wirken
oder einen Entwickler abgeben können. Diese Entwicklungsblälter
werden zusammen mit dem belichteten Kopierblalt zwischen beheizten Walzen js
hindurchgeführt. Die Enlwicklungsblätter erschöpfen sich ziemlich rasch und ergeben bei mehrfacher
Verwendung eine ungleiche Dichte in eier l-'arbzeichnung.
Weiter gibt es Kopiermaterialien, die bereits selbst eine unter Einwirkung von Wärme basisch
reagierende oder eine basenabspaltende Substanz enthalten, wodurch die Entwicklung wesentlich
vereinfacht und das Auftreten lästiger Ammoniakdämpfe vermieden wird. So hat man beispielsweise 4s
Harnstoff gemäß der IJSA.-Palentschrift 2 681 277 oder Dimethylharnstoff in Diazotypiemalerialien
eingebracht, wodurch ein relativ stabiles, durch Wärme entwickelbares Kopiermaterial entsteht, bei
dem jedoch die Entwicklung relativ langsam von- so statten gehl und elwa 1 Minute Zeit sowie relativ
hohe Entwieklungslemperaluren von etwa 150 C erfordert. Sowohl Harnstoff als auch Dimethylharnstoff
haben den Nachteil, daß sie ein unregelmäßiges stufenweises Dunkeln bei der Erhitzung 5s
des Papiers ergeben. So wurde festgestellt, daß beim Aufheizen von harnstoffhaltigem Material zunächst
Ammoniakdämpfe freigesetzt werden, die zu einer Verfärbung angrenzender Bereiche fuhren können,
und daß die eigentliche Farbreaktion erst bei weiter <>o
fortgesetztem Erhitzen unter Schmelzen des Harnstoffs erfolgt. Die wesentlichen Nachteile solcher
Papiere sind, wie bereits gesagt, die lange Enlwicklungsdauer
und die hohe Entwicklungstemperatur.
Schließlich ist aus der deutschen Auslegeschrift f>s
083 650 ein Diazotypiematerial bekannt, bei dem die Diazoniumverbindung in Kombination mit
einer in Wasser unlöslichen Substanz, in der lichtempfindlichen Schicht fein verteilt ist. die noch ein
oder mehrere Verbindungen einhält, die bei Temperaturerhöhung
die Entwicklung herbeiführen. Als solche Verbindungen weiden Harnstoff. \ Nletlnlharnstojf
und 'lhiosinaniin genannt.
Auf die Nachteile der Harnstoff oder ähnlich reagierende Verbindungen enthaltenden Materialien
wurde bereits weiter oben hingewiesen: im übrigen dürfte die Kombination der Diazoniinmeibindung
mit einer wenn auch leunerteilten festen Substanz zu einer gewissen (irobköniigkeil des Materials
fühien.
Die Verwendung von Ammoniumkarboiiat als wärmeaktivierbarer Entwickler an Stelle \on Harn
stoff ist praktisch nicht möglich, da Ammoniumkurbonat bereits unter normalen Temperatur- und
Feuehtigkeilsbedingungen nach relatn kurzer Zeit eine Entwicklung bewirkt, so daß das Kopiermaterial
unbrauchbar wird.
Aufgabe der Erfindung ist es. ein Aufzeichnungsmaterial zu entwickeln, bei dem durch Einwirkung
einer Base eine Farbänderung entsteht, in dem die Base in inaktiver Form enthalten ist und durch
Wärmeentwicklung akthiert wird, und bei dem diese Entwicklung schnell und gleichmäßig abläuft.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die im Aufzeichnungsmaterial \01 liegende
Base ein organisches Aniin ist. das in abgeschirmter Form innerhalb einer Einschluß\erbindung. eines
Mischkristalls oder eines Adsorptionskomplexes enthalten ist.
Bei der Wärmeentwicklung des erfindungsgemäßen Materials finden die üblichen chemischen Reaktionen
statt, es wird jedoch ein spezieller latenter Entwickler angewendet. Dieser latente Entwickler besteht aus
einer Tragerverbindung und der Base, die unter normalen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen
eine physikalisch-chemische Einheit bilden und keine basischen Eigenschaften zeigen, jedoch bei
erhöhten Temperaturen, nicht unter 43 (' und vorzugsweise oberhalb von 60 C, das organische Amin
freigeben. Ein solcher latenter Entwickler kann in allen Aufzeichnungsmaterialien, die bei Einwirkung
einer Base ihre Farbe ändern, verwendet werden, wobei der latente Entwickler entweder in der farbbildenden
Schicht oder in einer gesonderten Schicht enthalten ist.
Vorzugsweise ist das würmeentwickelbare Aufzeichnungsmaterial lichtempfindlich. Mit besonderem
Vorteil werden daher die neuen latenten Entwickler gemäß der Erfindung in bekannten Zweikomponentendiazotypiemalerialien
verwendet.
Die aminhaltigen Einschlußverbindungen bestehen vorzugsweise aus Amin und Harnstoff, ferner haben
sich als besonders vorteilhaft Mischkristalle aus Amin und einem Bisphenol als Trägerverbjndung
erwiesen. Solche Krislallkomplexe werden insbesondere durch Ausfällen aus einer Lösung der Trägerverbindung
durch Zugabe des organischen Amins erhalten. Brauchbar sind aber auch Adsorptionskomplexe aus Zeolith-Molekularsieben mil eingebauter
Base.
Die Brauchbarkeit der einzelnen Kristallkomplexe
kann man sehr einfach prüfen, indem man sie z. B. in Gegenwart eines Farbindikators oder zusammen
mit handelsüblichem Diazotvpiepapier vom Ammoniak-Entwicklungstyp erwärmt und feststellt, ob
und bei welchen Temperaturen ausreichende basische
Bedingungen herbeigeführt werden. Ihre Stabilität IaBt -.ich dadurch feststellen, daß man sie auf ein
Dia/opapier aufbringt und bei leicht erhöhter Tempera!
Iu- und relaliv hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahrt
und die Lagerfähigkeit des Materials kontiolliert.
Der latente Entwickler kann in die empfindliche Schicht des Aufzeichnungsmalerials auf unterschiedliche
Weise eingearbeitet werden. Erforderlich ist jeweils nur. daß der latente Entwickler in der empiindliclien
Schicht oder in einer gesonderten Schicht lein und gleichmäßig verteilt wird, damit einheitliche
Entwicklungsbedingungen über die gesamte Eläelie sichergestellt sind. Der latente Entwickler kann /. B.
als Überzug auf die fotoeinpfindliche Schicht von
handelsüblichen Dia/otypiematerialien aufgebracht werden. Vorzugsweise wird er dazu in einer Lösung
eines Bindemittels bzw. in einem filmbildenden
polymeren Material dispergierl und auf die empfindliche Seile des Diazoblattes in irgendeiner herkömmlichen
Weise aufgetragen. Auch kann man eine Mischung herstellen, welche die Diazoverbindung,
die Azo-Kupplungskomponente und den latenten Entwickler in Suspension enthält, und
diese auf einen geeigneten Schichtträger auftragen.
Als latente Entwickler geeignete Mischkristalle sind z.B. in den USA.-Patentschriften 2 829 172.
1980 901 und 2 376 008. Einschluß verbindungen
organischer Amine in den USA.-Patentschriften 2 569 984. 2 520 716. 2 798 891 und 2 827 452 und
auch \un Erederick C ram er in »Einschlußverbindungen«
(Springer-Verlag. Berlin. 1954) beschrieben. Adsorptionskomplexe organischer Amine mit
Zeolilh-Molekularsieben allgemeiner Art weiden \on D. W. B r e c k und J. V. Smith in »Molecular
Sieves«. Scientific American. Januar 1959. S. 85 bis 94. angegeben.
Beispielsweise umfassen die latenten Entwickler Träger bzw. Trägerverbindungen, wie Bisphenole,
Harnstoff. Thioharnstoff. Stärke. Dextrin. Desoxycholsäure. Spirochromane. Chinone und Zeolithe,
um einige der geläufigeren Typen zu nennen, welche gegenwärtig bekannt sind. Man kann jedes zur
Herbeiführung der Earbänderung oder -entwicklung geeignete Amin verwenden, einschließlich der
primären, sekundären und tertiären aliphatischen, der alicyclischen oder aromatischen Amine, heterocyclische
Amine und Hydroxylamine. Vorzugsweise werden jedoch Amine verwendet, die stark basische
Eigenschaften aufweisen, beispielsweise Hydroxyl- .so amine, pohfunktionelle Amine und primäre aliphatische
und alicyclische Amine.
Es folgen Beispiele für die Herstellung von latenten Entwicklern, die einem Diazotypiematerial zugesetzt
werden. Die Komponenten des DiazotypiemateriaJs sind an sich bekannt und werden nicht als Teil der
Erfindung betrachtet. Solche Materialien sind z. B. in den USA.-Patentschriften 1 444 469 und 1 628 279
beschrieben.
Bei allen folgenden Beispielen 1 bis 28 wird die (>o
Trägerverbindung zuerst in dem Lösungsmittel bei einer Temperatur von etwa 65 C aufgelöst, dann
die Base zugesetzt und 30 Minuten lang gerührt. Das Gemisch wird dann etwa 14 Stunden lang bei
etwa - 34 C belassen: während dieser /ei! bildet sich der gewünschte Niederschlag, der abfiltriert,
dreimal gründlich mit η-Hexan bei Zimmertemperatur gewaschen, filtriert und getrocknet wird.
In jedem lalle ist das entstandene Produkt als latenter Entwickler brauchbar. Die Mengenverhältnisse
und Eigenschaften der verwendeten Stoffe sind in den Beispielen angegeben. Alle Stoffe sind,
wenn nichts anderes angegeben ist, von technischer Qualität, und alle Arbeitsgänge werden in Glasgefäßen
ausgeführt.
Beispiel 1
Träger:
4.4'-Isopropylidendiphenol (Bisphenol A) 113 υ
Base:
Isopropylamin 30 g
Lösungsmittel:
Toluol 55Og
Produkt:
Mischkristalle von Isopropylamin und 4.4'-Isopropylidendiphenol — Ep. 154
bis 157 C
Beispiel 2
Träger:
4.4'-Isoprop\1idendiphenol 113 g
Base:
Äthylendianiin 30 g
Lösungsmittel:
Toluol 55Og
Produkt:
Mischkristalle von 4.4'-lsopropylidendiphenol und Äthyiendiamin Ep. 91
bis 96 C
Beispiel 3
Träger:
4,4'-lsopropylidendiphenol 113 g
Base:
( yelohexylamin 51 g
Lösungsmittel:
Toluol 55Og
Produkt:
Mischkristalle von 4,4'-Isopropylidendiphenol
und Cyclohexylamin Ep. 108 bis 110 C
Beispiel 4
Träger:
4.4'-Isopropylidendiphenol 113 g
Base:
Diäthylamin 37 g
Lösungsmittel:
Toluol 55Og
Produkt:
Mischkristalle von 4.4'-lsopropylidendiphenol und Diäthylamin Ep. 117
bis 153 (J
Beispiel 5
Träger:
4.4'-Isopropylidendiphenol J13 g
Base:
Di-n-propylamin 51 g
Lösungsmittel:
Toluol 550 g
Produkt:
Mischkristalle von 4.4'-isopropylidendiphenol und Di-n-propylamin Fp. 154
bis 156 C
Beispiel 6
Träger:
4,4'-Isopropylidendiphenol
Base:
Tributylamin
Lösungsmittel:
Toluol
Produkt:
Mischkristalle von 4,4'-IsopropyIidendiphenol und Tributylamin — Fp. 117
bis 155 "C
Träger:
2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan
2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan
Base:
Diäthanolamin
Diäthanolamin
Lösungsmittel:
Toluol
Toluol
Produkt:
Mischkristalle von 2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan
und Diäthanolamin — Fp. 144 bis 149 C
Beispiel 8
Träger:
2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan Base:
Diethylamin
Lösungsmittel
Toluol
Produkt:
Mischkristalle von 2,2-Bis-[3,5-dichlor-
4-oxyphenyI]-propan und Diäthylamin — Fp. 142 bis 175 C
Träger:
2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan
Base:
Hydroxyäthyldiäthylentriamin
Hydroxyäthyldiäthylentriamin
Lösungsmittel:
Toluol
Toluol
Produkt:
Mischkristalle von 2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan
und Hydroxyäthyldiäthylentriamin — Fp. 93 bis 114 C
Beispiel 10
Träger:
2,2-Bis-[3.5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan Base:
Isooctylamin
Lösungsmittel:
Toluol
Produkt:
Mischkristalladdukt von 6-Methylhepthylamin
und 2,2-Bis-[3.5-dichlor-
4-oxyphenyl]-propan Fp. 172 bis 185 C
Träger:
2.2-Bis-[3.5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan
2.2-Bis-[3.5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan
Base:
n-Decylamin 75 g
113g Lösungsmittel:
Toluol 364 g
93g 5 Produkt:
Mischkristalle von n-Decylamin und
g 2.2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-
g 2.2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-
propan Fp. 192 bis 198 C
Träger:
2.2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan 182 g
Base:
Tributylamin 93 g
183g 15 Lösungsmittel:
Toluol 364 g
g Produkt:
Mischkristalle von Tributylamin und
g 2,2-Bis-f 3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-
g 2,2-Bis-f 3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-
propan Fp. 110 bis 112 C
^. B e i s ρ i e 1 13
Träger:
2.2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan 182 g Base:
Triethanolamin 75 g
Lösungsmittel:
g Toluol 364 g
Produkt:
g 30 Mischkristalle von Triethanolamin und
g 30 Mischkristalle von Triethanolamin und
2,2-Bis-[3.5-dichlor-4-oxyphenyl]-g propan Fp. 134 bis 140 C
Beispiel 14
Trager:
Trager:
2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan 182 g Base:
Äthanolamin 31g
Lösungsmittel:
Toluol 364 g
g Produkt:
Mischkristalle von Äthanolemin und
g 2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-
g 2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-
propan - Fp. 96 bis 104 C
g 45
g 45
Beispiel 15
Träger:
Träger:
Bis-[3-tert.-butyl-p-hydroxy-m-kresyl]-
thioäther 144 g
Base:
Äthylendiamin 30 g
Lösungsmittel:
Schwerbenzin (Erdölfraktion bis
Schwerbenzin (Erdölfraktion bis
g Kp. 210 C) 200 g
Lösungsmittel:
g Toluol 800 g
Produkt:
g Mischkristalle von Äthylendiamin und
Bis-[3-tert.-butyl-p-hydroxy-m-kresyl]-thioäther Fp. 112 bis 115 C
Beispiel 16
Träger:
Bis-[3-tert.-butyl-p-hydroxy-m-kresyl]-
Träger:
Bis-[3-tert.-butyl-p-hydroxy-m-kresyl]-
thioäther 144 g
Base:
g Cyclohexylamin 51g
g Cyclohexylamin 51g
1
Lösungsmittel:
Schwerbenzin 200 g
Lösungsmittel:
Toluol 800 g
Produkt:
Mischkristalle von Cyclohexylamin und Bis-[3-teit.-butyl-p-hydroxy-m-kresyl]-thioäther
— Fp. 79 bis % C
.... 13 e i s η i e 1 17
rager: '
4.4'-ButyIiden-bis-[ o-tert.-butyl-m-kresol] 161 g
Hase:
Äthylendiamin 37 g
Lösungsmittel:
Scliwerbenzin 200 g
Lösungsmittel:
Toluol 800 g
Produkt:
Mischkristalle von Äthylendiamin und 4.4'-Bul yliden-bis-["6-tert.-hut vl-
m-kresoi] — Fp. 212 bis 246 C
Träger: Beispiel 18
4.4'-Butyliden-bis-[6-terl.-but\i-m-k resol] 161 e
Base:
N-Methyläthanolamin 38 g
N-Methyläthanolamin 38 g
L ösungsmittel:
Cchwerbenzin 200 g
Cchwerbenzin 200 g
Lösungsmittel:
Toluol 800 g
Toluol 800 g
Produkt:
Mischkristalle von N-Methyläthanolamin und 4.4'-Butyliden-bis-[6-tert.-butyl-m-kresol]
— Fp. 213 bis 216 C
Beispiel 19 Träger:
4,4'-Butyliden-bis-[6-tert.-butyl-m-kresol]. 161 g Base:
Tetramethyl guanidin 58 g
Lösungsmittel:
Schwerbenzin 200 g
Lösungsmittel:
Toluol 800 g
Produkt:
Mischkristalle von Tetramethylguanidin und 4,4'-Butyliden-bis-[6-tert.-butyl-
m-kresol] — Fp. 183 bis 185 C
_ .." B e i s ρ i e 1 20
Trager:
Bis-[4-methyl-6-tert.-butyl-o-hydroxyphenylj-methan 140 g
Base:
Diäthanolamin 53 g
Diäthanolamin 53 g
Lösungsmittel:
Schwerbenzin 560 g
Schwerbenzin 560 g
Produkt:
Mischkristalle von Diäthanolamin und Bis-[4-methyl-6-tert.-butyl-o-hydroxy- ,
phenyl]-methan — Fp. 110 bis 117 C
Beispiel 21 Träger:
2.2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan 182 g Base:
2-Aminobutanol-( 1) 44,5 g
IO
35
40
45
5°
55
6o
955
Lösungsmittel:
Toluol 364 g
Produkt:
Mischkristalle von 2-Aminobutanol-(l)
und 2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-
propan
Beispiel 22
Träger:
Träger:
2,2-Bis-[3,5-dichIor-4-oxyphenyl]-propan 182 g Base:
Isopropylamin 37,5 g
Lösungsmittel:
Toluol 364 g
Produkt:
Mischkristalle von Isopropylamin und
2.2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphcnyl]-propan
Beispiel 23
Träger:
Träger:
2.2-Bis-[3.5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan 182 g Base:
Methyldiäthanolamin 59,5 g
Lösungsmittel:
Toluol 364 g
Produkt:
Mischkristalle von Methyldiäthanolamin
und 2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-
propan
Beispiel 24
Träger:
Träger:
2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan 182 g Base:
Propylendiamin 53 g
Lösungsmittel:
Toluol 364 g
Produkt:
Mischkristalle von Propylendiamin und
2.2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan
Beispiel 25
Träger:
Träger:
2,2-Bis-[3.5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan 182 g Base:
2-Amino-2-äthyl-propandiol-(l,3) 59 g
Lösungsmittel:
Toluol 364 g
Produkt:
Mischkristalle von 2-Amino-2-äthyl-
propandiol-(l,3)und 2,2-Bis-[3,5-dichlor-
4-oxyphenyl]-propan
„ .. B e i s ρ i e 1 26
Trager:
4,4'-Isopropylidendiphenol U3g
Base:
2-Methylpropylamin 36 g
Lösungsmittel:
Toluol 550 g
Produkt:
Mischkristalle von Isobutylamin und
4,4'-Isopropylidendiphenol
Beispiel 27
Träger:
4,4'-Isopropylidendiphenol 113 g
Träger:
4,4'-Isopropylidendiphenol 113 g
909 535/U*5
9 10
Base: Zimmertemperatur belassen, wobei sich ein Nieder-
Dimethylaminopropylamin 51g schlag bildet. Der Niederschlag wird abfiltriert,
Lösungsmittel: dreimal gründlich mit η-Hexan bei Zimmertem-
Toluol 550 g peratur gewaschen, filtriert und getrocknet. In jedem
Produkt:. 5 Falle ergibt das entstehende Produkt einen latenten
Mischkristalle von Dimethylamine- Entwickler. In den Beispielen sind die Mengen-
propylamin und 4,4'-Isopropyliden- Verhältnisse und die Eigenart der einzelnen Bestand-
diphenol teile angegeben, die, wenn nichts anderes angegeben
R . . . ist, in technischer Qualität verwendet werden. Alle
ü e ι s ρ ι e 28 w MjSCnoperationen werden in Glasgefäßen ausgeführt.
Träger: . . .
2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]-propan 182 g B e ι s ρ ι e 1 -9
Base: Träger:
2,2-Diaminopropan 66 g Harnstoff 90 g
Lösungsmittel: 15 Base:
Toluol 364 g Di-n-hexylamin 45 g
Produkt: Lösungsmittel:
Mischkristalle von Aminobispropylamin Methanol 396 g
und 2,2-Bis-[3,5-dichlor-4-oxyphenyl]- Produkt:
propan 20 Einschlußverbindung von Di-n-hexylamin
in Harnstoff
Die gemäß den vorangehenden Beispielen 1 bis .
28 gebildeten Mischkristalle wurden einem Standard- Beispiel 30
Ammoniakentwicklungsdiazotypiepapier nach der Träger:
folgenden Technik zugegeben: 25 Harnstoff 90 g
10g der Mischkristalle wurden in 50g einer Base:
l,5gewichtsprozentigen Lösung von Polyvinyläthyl- Di-n-butylamin 45 g
äther in Hexan durch 4 Stunden langes Mahlen Lösungsmittel:
der Mischkristalle mit der Lösung in einer Kugel- Methanol 396 g
mühle in einem auf—40"C gekühltem Raum disper- 30 Produkt:
giert. Die Dispersion wurde auf das Diazopapier Einschlußverbindung von Di-n-butyl-
bis zu einem Trockengewicht von 1,4 bis 2,3 kg amin in Harnstoff
je 35 m- aufgezogen und das Papier dann getrocknet. . . ^.
Proben des getrockneten Blattes wurden ultra- Beispiel .i 1
violettem Licht durch eine Kopiervorlage exponiert 35 Träger:
und das Blatt dann 5 Sekunden auf einer auf 149 C Harnstoff 98,8 g
vorgewärmten Platte erhitzt. Es bildet sich eine klare Base:
und leserliche Kopie der Vorlage. n-Decylamin 49,4 g
Bei allen vorangehenden Beispielen diente die Lösungsmittel:
Polyvinyläthylätherlösung als mechanisches Binde- 40 Methanol 434,2 g
mittel, durch das der latente Entwickler in poten- Produkt:
tiell reaktionsfähiger Assoziation mit der darunter- Einschlußverbindung von n-Decylamin
liegenden lichtempfindlichen Schicht gehalten wird. in Harnstoff Andere filmbildende Materialien, beispielsweise
Methylmethäcrylatpolymere, Polyvinylchlorid, Poly- 45 Die in jedem der vorstehenden Beispiele 29 bis
vinylalkohol, natürliche Harze und Gummi und 31 gebildeten Einschlußverbindungen wurden einem
ähnliche Materialien können ebenfalls verwendet Standard - Ammoniakentwicklungsdiazotypiepapier
werden, wenn sie in geeigneten Lösungsmitteln nach der folgenden Technik zugesetzt:
gelöst sind, die den Kristallkomplex nicht auflösen. 91A; g der Einschlußverbindung wurden in HX) g
Wenn das Lösungsmittel auch den Kristallkomplex 5° einer 5gewichtsprozentigen Lösung von Polymethyl-
auflöst, kann die Base in Freiheit gesetzt werden methacrylat in Toluol durch 4stündiges Vermählen
und eine vorzeitige Farbstoffbildung im Diazotypie- der Einschlußverbindung mit der Lösung in einer
material verursachen. Es wurde jedoch gefunden, Kugelmühle dispergiert, wobei in einem gekühlten
daß gewisse Kristallkomplexe die Base beim Auflösen Raum bei 4,4 C gearbeitet wurde. Die Dispersion
nicht in Freiheit setzen. Beispielsweise können 55 wurde auf ein Ammonaikentwicklungsdiazoblatt
Mischkristalle aus Diäthanolamin und Bis-[4-methyl- his zu einem Trockengewicht von etwa 1,4 kg je
6-tert.-butyl-o-hydroxyphenyl]-methan gemäß Bei- 35 m~ aufgezogen und getrocknet. Das trockene
spiel 20 in Trichloräthylen oder Octan aufgelöst Blatt wurde durch eine Vorlage ultraviolettem Licht
werden und auf ein Standard-Ammoniakentwiek- ausgesetzt und dann 5 Sekunden auf einer auf 177'C
lungsdiazopapier ohne vorzeitige Entwicklung auf- f)0 erhitzten Platte entwickelt. Es wurde eine klare
gezogen werden. und leserliche Kopie der Vorlage erhalten.
In den folgenden Beispielen 29 bis 31 wird für R ·' · ■ .1 ρ
Einschlußverbindungen die Trägerverbindung zu- c s P' L
nächst in dem Lösungsmittel bei einer Temperatur Der latente Entwickler dieses Beispiels war ein
von etwa 65 C aufgelöst und die Lösung dann über (l5 Adsorptionskomplex von Di-n-butylamin und einem
Nacht bei Zimmertemperatur stehengelassen. Dann Zeolith-Molekularsieb (Natritimzeolith mit kubi-
wird die Base unter mechanischem Rühren zugesetzt scher Kristallstruktur und Hohlräumen für MoIe-
und die Lösung dann wiederum über Nacht bei küle mit kritischem Durchmesser von 13 Λ), das
15 Gewichtsprozent Di-n-butylamin adsorbiert enthält.
10 g des Adsorptionskomplexes wurden in 50 g einer l,5gewichtsprozentigen Lösung von Polyvinyläthyläther
in Hexan dispergiert, indem das Gemisch 4 Stunden in einer Kugelmühle in einem gekühlten Raum bei 4,4°C vermählen wurde. Die
Dispersion wurde auf ein Standard-Diazopapier bis zu einem Trockengewicht von etwa 2,3 kg je
36 m- aufgetragen und getrocknet. Das trockene Blatt wurde durch eine Vorlage ultraviolettem Licht
ausgesetzt und dann auf 204"C erhitzt. Es wurde eine gut leserliche Kopie erhalten.
In den folgenden Beispielen ist der latente Entwickler mit den Komponenten des Diazotypiematerials
vermischt und dann auf einen geeigneten Schichtträger aufgetragen. Es wird so nur eine
Schicht gebildet, welche lichtempfindlich und hitzeentwickelbar ist.
Die folgenden Bestandteile wurden in den folgenden Mengen in eine Kugelmühle eingefüllt:
Thioharnstoff 25 g
Zitronensäure 25 g
Natriumsalz der 8-Aminonaphthol-( 1 )-
disulfonsäurc-(3,6) (Azo-Kuppel-
komponente) 50 g
ZnCl1T p-Diazomethylhydroxyäthyl-
anilin fDiazoverbindung) 50 g
Polyvinyläthyläther, 25%ige Lösung
in Heptan 480 g
Die Komponenten wurden 4 Stunden lang in einem auf 4,4 C gekühlten Raum gemahlen. 25 g
der in der Kugelmühle bereiteten Diazomasse, 5 g der Mischkristalle nach Beispiel 11 und 25 g Hexan
wurden in eine Kugelmühle gegeben und 4 Stunden lang in einem auf 4,4ÜC gekühlten Raum vermählen,
um die Mischkristalle in der Diazomasse zu dispergieren. Das Gemisch wurde dann bis zu einem
Trockengewicht von etwa 1,4 kg je 35 m2 auf ein gebräuchliches, mit Ton—Casein beschichtetes und
mit chromplattierter Walze zugerichtetes Papier von rund 100 g/m2 aufgetragen und getrocknet.
Das trockene Blatt wurde durch eine Vorlage ultraviolettem Licht ausgesetzt und dann 5 Sekunden
bei 177 C erhitzt, wobei sich eine leserliche Kopie des Originals ergab.
25 g der Diazomasse, hergestellt nach Beispiel 33, 5 g der Mischkristalle nach Beispiel 10 und 25 g
einer 2gewichtsprozentigen Polyacrylatlösung in Trichloräthylen wurden 4 Stunden lang in einer Kugelmühle
in einem auf 4,4'C gekühlten Raum zusammengemischt. Das Gemisch wurde bis zu einem
Trockengewicht von etwa 1,4 kg je 35,7 m- auf ein gebräuchliches, mit Ton Casein beschichtetes
und mit chromplattierter Walze zugerichtetes Papier vt)ii rund 1000 g/nr aufgebracht und getrocknet.
Das getrocknete Blatt wurde durch eine Vorlage ultraviolettem Licht ausgesetzt und dann 5 Sekunden
bei 177 C erhitzt, wobei sich eine leserliche Kopie des Originals ergab.
Bei der Auswahl eines latenten Entwicklers ist die niedrigste Temperatur, bei welcher die Entwicklung
innerhalb einer noch praktisch brauchbaren Erhitzungszeit stattfindet, von offensichtlichem Interesse.
Diese kann als diejenige Temperatur betrachtet werden, bei welcher die Dissoziation des
latenten Entwicklers unter Freisetzung seiner basischen Komponenten eintritt. Diese Temperatur wird
hier als die »Basen-Freisetzungstemperatur« bezeichnet. Die Basen-Freisetzungstemperatur eines
latenten Entwicklers kann experimentell folgendermaßen bestimmt werden:
Basen-Freisetzungstest
Durch 15 Stunden langes Vermählen von 100 g
eines latenten Entwicklers und 500 g einer 2,5gewichtsprozentigen Lösung von Polyvinyläthyläther
in Hexan in einer Kugelmühle wurde eine Uberzugsdispersion hergestellt. Die Masse wurde dann auf
Zellglas aufgetragen, zur Erzielung eines Überzuges mit einem Trockengewicht von 0,9 bis 1,4 kg je
36 m2 und getrocknet. Das überzogene Zellglas wurde dann in 6 mm breite Streifen zerschnitten
und die überzogene Seite auf eine heiße Platte gegen ein Indikatorpapier gelegt. Ein Korkstopfen, dessen
Vorderseite auf eine Weite von 6 mm geschnitten war, wurde quer über den überzogenen Zellglasstreifen
gelegt, so daß sich eine Berührungsfläche von 6 mm auf 6 mm ergab, und mit einem 500-g-Gewicht
beschwert. Die Temperatur der Platte wurde jeweils um 3°C gesteigert, wobei jede Temperaturstufe
1 Minute beibehalten wurde, und es wurde die niedrigste Temperatur notiert, bei welcher
ein Farbwechsel auftrat.
Die gleiche Arbeitsweise kann mit handelsüblichem Ammoniakentwicklungsdiazotypiepapier angewandt
werden. Wenn der latente Entwickler kein ionisierendes Medium enthält, kann man sich auf den
Gebrauch von Standard-Indikatorpapier nicht verlassen, da der Farbwechsel in Abwesenheit eines
solchen Mediums nicht stattzufinden braucht. Die Verwendung eines Standard-Ammoniakentwicklungsdiazotypiepapiers
ist daher zur Bestimmung der Basen-Freisetzungstemperatur solcher latenten Entwickler
besser geeignet.
Die Basen-Freisetzungstemperaturen, welche wie oben angegeben für einige der in den Beispielen
genannten latenten Entwickler bestimmt wurden, sind in der Tabelle aufgeführt.
| Basen-Freisetzungstemperatur C, | Diazotypiepapier | |
| bestimmt mit: | 66 | |
| Beispiel | Indikatorpapier (pH-Bereich 6,0 bis 8,0) |
63 |
| 3 | 66 | 66 |
| 4 | 63 | 66 |
| 5 | 66 | 60 |
| 7 | 66 | 66 |
| 8 | — | 60 |
| 9 | 68 | 143 |
| 11 | — | 63 |
| 12 | — | 49 |
| 13 | 63 | 46' |
| 14 | 49 | 46 |
| 15 | 46 | 52 |
| 17 | 46 | 71 |
| 20 | 52 | |
| 21 | — |
Fortsetzung
| Beispiel | Basen-Freisetzunj bestimn Indikatorpapier (pH-Bereich 6,0 bis 8.0) |
>stemperatur C. it mit: Diazotjpiepapier |
| 22 | 68 | |
| 23 | — | 71 |
| 24 | — | 68 |
| 25 | — | 68 |
| 26 | 54 | 54 |
| 27 | 79 | 79 |
| 28 | 79 | 79 |
| 30 | — | 107 |
| 31 | — | 46 |
Im allgemeinen haben geeignete latente Entwickler eine wie oben beschrieben bestimmte Basen-Freisetzungstemperatur
von mindestens 43 C und vor- 2» zugsweise oberhalb 6(FC. Ferner ist für die Auswahl
der latenten Entwickler seine Stabilität im Aufzeichnungsmaterial wichtig. Diese kann dadurch
bestimmt werden, daß man eine Dispersion des Entwicklers auf ein Ammoniakentwicklungsdiazo- 2$
typiematerial aufträgt und das Blatt dann den in der Praxis tatsächlich auftretenden oder verschärften
Lagerungsbedingungen unterwirft.
Da die Acidität oder der Säuregehalt verschiedener Diazotypiematerialien unterschiedlich ist, werden
zur Entwicklung verschiedene Basenmengen benötigt, aber auf jeden Fall kann die für ein gegebenes Material
benötigte Menge leicht experimentell bestimmt werden, wenn sie nicht bereits bekannt ist.
Eine andere als die bisher beschriebene Methode, um von dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial
Gebrauch zu machen, besteht darin, daß man eine Lichtquelle verwendet, welche sowohl
reich an ultravioletter als auch an infraroter Strahlung ist, wodurch das Papier gleichzeitig belichtet
und entwickelt werden kann. Es kann auch ein Kopiergerät benutzt werden, wie es für thermographische
Materialien verwendet wird. Ein thermographisches Verfahren ist anwendbar, da die Infrarotstrahlung
an dunklen Stellen ein selektives Erhitzen und eine Entwicklung der Diazotypiematerialien
an diesen Stellen verursacht, ohne die hellen Flächen zu beeinträchtigen. Nachfolgendes Belichten
des Blattes mit ultraviolettem Licht zerstört dann die Diazoniumverbindung in den hellen Flächen
und beugt der Möglichkeit eines weiteren Nachdunkeins dieser Flächen vor.
Claims (7)
- Patentansprüche:to 1. Wärmeentwickelbares Aufzeichnungsmaterial, das in seiner wänneempfmdlichen Schicht eine durch Erwärmung freisetzbare, eine Farbänderung hei vorrufende Base in latenter Form enthält, d a d u r c h g e k e η η ζ e i c h η e t, daß die Base ein organisches Amin ist, das in abgeschirmter Form innerhalb einer Einschlußverbindung, eines Mischkristalls oder eines Adsorptionskomplexes enthalten ist.
- 2. Wärmeentwickelbares Aufzeiehnungsmaterial nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß es lichtempfindlich ist.
- 3. Wärmeenlwickelbares Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Freisetzungsteniperatur des organischen Amins oberhalb 43 C liegt.
- 4. Wärmeentwickelbares Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschlußverbindung als Tragerverbindung Harnstoff enthält.
- 5. Wärmeentwickelbares Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischkristall als Trägerverbindung ein Bisphenol enthält.
- 6. Wärmeentwickelbares Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 2 bis 5, gekennzeichnet durch eine lichtempfindliche Diazoniumverbindung und eine Azo-Kupplungskomponente.
- 7. Verfahren zur Herstellung eines wärmeentwickelbaren Aufzeichnungsmaterials nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Amin in abgeschirmter Form in einem filmbildenden polymeren Material dispergiert wird und mit der Dispersion ein Überzug auf einen mit einer farbbildenden Komponente versehenen Träger aufgebracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN19984A DE1301955B (de) | 1959-04-22 | 1961-05-03 | Waermeentwickelbares Aufzeichnungsmaterial |
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US808012A US3076707A (en) | 1959-04-22 | 1959-04-22 | Heat developable copy sheet and compositions useful therefor |
| DEN19984A DE1301955B (de) | 1959-04-22 | 1961-05-03 | Waermeentwickelbares Aufzeichnungsmaterial |
| FR862924A FR1294386A (fr) | 1959-04-22 | 1961-05-26 | Feuille à copier thermographique et composition utilisable dans la préparation de ladite feuille |
| LU41151 | 1962-01-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1301955B true DE1301955B (de) | 1969-08-28 |
Family
ID=27437267
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN19984A Pending DE1301955B (de) | 1959-04-22 | 1961-05-03 | Waermeentwickelbares Aufzeichnungsmaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1301955B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2681277A (en) * | 1953-01-28 | 1954-06-15 | Morrison Montford | Heat sensitive recording element |
| US2774669A (en) * | 1953-04-13 | 1956-12-18 | Dick Co Ab | Diazotype reproduction process |
| GB816601A (en) * | 1954-07-09 | 1959-07-15 | Arnold Tanenbaum | Improvements in or relating to diazotype processes |
-
1961
- 1961-05-03 DE DEN19984A patent/DE1301955B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2681277A (en) * | 1953-01-28 | 1954-06-15 | Morrison Montford | Heat sensitive recording element |
| US2774669A (en) * | 1953-04-13 | 1956-12-18 | Dick Co Ab | Diazotype reproduction process |
| GB816601A (en) * | 1954-07-09 | 1959-07-15 | Arnold Tanenbaum | Improvements in or relating to diazotype processes |
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