DE1301584B - Verfahren zum Herstellen einer Legierung aus handelsueblich reinem Iridium - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer Legierung aus handelsueblich reinem IridiumInfo
- Publication number
- DE1301584B DE1301584B DE1966I0030047 DEI0030047A DE1301584B DE 1301584 B DE1301584 B DE 1301584B DE 1966I0030047 DE1966I0030047 DE 1966I0030047 DE I0030047 A DEI0030047 A DE I0030047A DE 1301584 B DE1301584 B DE 1301584B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- alloy
- iridium
- commercially pure
- making
- zirconium
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C5/00—Alloys based on noble metals
- C22C5/04—Alloys based on a platinum group metal
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C1/00—Making non-ferrous alloys
- C22C1/02—Making non-ferrous alloys by melting
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
- Superconductors And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
Description
In der Patentschrift 1257437 ist eine Iridium-Legierung
vorgeschlagen worden, die aus handelsüblich reinem Iridium mit insgesamt 0,1 bis 0,5%
Titan und/oder Zirkonium besteht. Es wurde festgestellt, daß eine solche Legierung die guten Eigenschäften
des Iridiums besitzt und in Form von Blechen oder Band zäher ist und auch leichter geschweißt
werden kann als handelsüblich reines Iridium.
Der wesentliche Grund für die Verbesserung der Schweißbarkeit liegt darin, daß die Legierung eine
Rekristallisationstemperatur von 1200 bis 1300° C besitzt, während die Rekristallisationstemperatur
handelsüblich reinen Iridiums bei 800° C liegt. Die höhere Rekristallisationstemperatur führt dazu, daß
die Legierung beim Walzen zu Blech ein faseriges Gefüge behält, das gute Kanten beim Schneiden
ergibt.
Die fraglichen Legierungen werden nach dem älteren Vorschlag durch Schmelzen von Iridium in einem
Zirkoniumoxidtiegel unter Argon hergestellt, wobei zu dem geschmolzenen Iridium ein gesinterter Preßling
aus einer Mischung von Iridium- und Zirkoniumoder Titanpulver in der erforderlichen Menge gegeben
und der Tiegel alsdann über den Schmelzpunkt des in ihm befindlichen Metalls erneut erhitzt
wird. Beim Schmelzen strich zwar ein Argonstrahl über die Badoberfläche, doch reichte dieser nicht
aus, die umgebende Luft zu entfernen.
Erfindungsgemäß wird nun vorgeschlagen, die eingangs genannten Legierungen unter völligem Ausschluß
von Sauerstoff zu erschmelzen. Demnach muß das Schmelzen im Vakuum oder unter reiner Argonatmosphäre
bzw. unter einem anderen inerten Gas in einem geschlossenen Schmelzgefäß erfolgen. Es wurde
festgestellt, daß auf diese Weise Legierungen erschmolzen werden können, die nicht nur eine hohe
Rekristallisationstemperatur, sondern auch eine verbesserte Zugfestigkeit besitzen. Außerdem ergab sich,
daß gleichzeitig auch der Gehalt an Zirkonium und/ oder Titan bis auf 0,005% gesenkt werden konnte,
wobei die hervorragenden Eigenschaften der Legierung jedoch erhalten blieben. Das Zirkonium ist dem
Titan vorzuziehen, und es sollte handelsüblich reinem Iridium in einer solchen Menge zugegeben werden,
daß die Legierung 0,01 bis 0,3% Zirkonium enthält.
So wird beispielsweise Iridiumpulver zusammen mit einigen Stücken Zirkoniumdraht in einer der
erstrebten Analyse entsprechenden Gewichtsmenge in einem gegenüber der Atmosphäre abgeschlossenen
Ofen unter Argon geschmolzen. Vor dem Einschmelzen der Legierungsbestandteile wird eine Tablette
aus Titan oder Zirkonium im Ofen erschmolzen, die als Fangstoff dient. Die Legierung kann vorteilhaft
bei Unterdruck im wassergekühlten Herd eines Ofens erschmolzen werden, um einen Block zu erzielen,
der anschließend bei 1500° C zur Beseitigung des Gußgefüges geschmiedet werden kann. Nach dem
Schmieden kann der Block bei 15000C zu Blech
einer Dicke von 2,5 mm sowie anschließend bei 1100° C auf die erforderliche Dicke ausgewalzt
werden.
Um die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile darzutun, wurde eine Legierung A mit 0,3 % Zirkonium
entsprechend dem älteren Vorschlag erschmolzen, während Legierungen B, C und D mit 0,3 %,
0,1% und 0,01% Zirkonium nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurden. Die bei Versuchen
ermittelten mechanischen Eigenschaften der vorgenannten Legierungen sind in der Tabelle zusammen
mit den Werten von reinen Iridiumproben aufgeführt, die unter Argon in derselben Weise erschmolzen
wurden wie die Legierungen B, C und D. Bei den Untersuchungen wurde die Zugfestigkeit von
0,50 mm dicken Blechen sowohl im Walzzustand als auch nach einem Glühen bei 1100 und 1500° C ermittelt.
Mit der Glühtemperatur von 1500° C wurde bei allen Versuchslegierungen die Rekristallisationstemperatur überschritten, während im Fall einer über
1100° C liegenden Rekristallisierungstemperatur das Erhitzen auf diese Temperatur beispielsweise beim
Walzen unter der Rekristallisationstemperatur blieb. Außerdem wurden die Legierungen A und B auch
Belastungsversuchen bei 1150° C unterworfen, wobei die Bruchlast für eine Lebensdauer von 100 Stunden
ermittelt wurde. Die dabei ermittelten Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt.
| Walz | Zugfestigkeit | Glühen | Zeitstand | |
| zustand | Glühen | bei | festigkeit | |
| Legie | kp/mm2 | bei | 1500° C | nach 100 Stunden |
| rung | 94,5 | kp/mm2 | bei 1150° C | |
| 157,5 | 29,1 | in kp/mm2 | ||
| A | 144,9 | 1100° C | 64,6 | 26,8 |
| B | 137 | kp/mm2 | 44,0 | 53,5 |
| C | 115 | 94,5 | 40,9 | 37,8 |
| D | 157,5 | 44,0 | 23,6 | |
| Reines | 132,3 | 6,3 | ||
| Iridium | ||||
| 118 | ||||
| 45,7 | ||||
Die Rekristallisationstemperatur der Legierung A nach dem älteren Vorschlag liegt bei 1200° C. Die
Zugfestigkeit dieser Legierung beim Erhitzen auf 1100° C wurde nicht ermittelt, dürfte jedoch etwa
bei 95 kp/mm2 liegen. Die Rekristallisationstemperaturen der Legierungen B, C und D lagen sämtlich
oberhalb 1100° C. Die vorstehenden Werte beweisen, daß es möglich ist, jede der Legierungen A bis D
bei Temperaturen bis zu 1100° C ohne Festigkeitsverlust zu Blechen zuwalzen, während die Zugfestigkeit
des reinen Iridiums durch das Erhitzen auf diese Temperatur in starkem Maße vermindert wurde. Ein
Erhitzen bis auf 1500° C führte bei sämtlichen Legierungen einschließlich des reinen Iridiums zu einem
beträchtlichen Festigkeitsverlust.
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen einer Legierung aus handelsüblich reinem Iridium mit 0,005 bis
0,5% Titan und/oder Zirkonium nach Patent 1 257 437, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung unter Ausschluß von Sauerstoff
erschmolzen wird.
2. Nach dem Verfahren des Anspruchs 1 aus handelsüblich reinem Iridium hergestellte Legierung,
gekennzeichnet durch einen Zirkoniumgehalt von 0,01 bis 0,3%.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB666665 | 1965-02-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1301584B true DE1301584B (de) | 1969-08-21 |
Family
ID=9818608
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1966I0030047 Pending DE1301584B (de) | 1965-02-16 | 1966-02-12 | Verfahren zum Herstellen einer Legierung aus handelsueblich reinem Iridium |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1301584B (de) |
| GB (1) | GB1051224A (de) |
| NL (1) | NL6601824A (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3918965A (en) * | 1974-04-26 | 1975-11-11 | Us Energy | Iridium-hafnium alloy |
| US6071470A (en) * | 1995-03-15 | 2000-06-06 | National Research Institute For Metals | Refractory superalloys |
| GB0216323D0 (en) * | 2002-07-13 | 2002-08-21 | Johnson Matthey Plc | Alloy |
-
0
- GB GB1051224D patent/GB1051224A/en active Active
-
1966
- 1966-02-12 DE DE1966I0030047 patent/DE1301584B/de active Pending
- 1966-02-14 NL NL6601824A patent/NL6601824A/xx unknown
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1051224A (de) | |
| NL6601824A (de) | 1966-08-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3634635C2 (de) | Nickelaluminide und Nickel-Eisenaluminide zur Verwendung in oxidierenden Umgebungen | |
| DE3621671C2 (de) | ||
| DE4016340C1 (de) | Verfahren zur Behandlung von chrom- und niobmodifizierten Titan-Aluminium-Legierungen | |
| DE3114187A1 (de) | "kupferlegierung und verfahren zu deren herstellung" | |
| DE3244802C2 (de) | Dental-Legierungen für Kronen und Prothesen | |
| DE2500084C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aluminium-Halbzeug | |
| DE2116549C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Kupferlegierungen, die einen hohen Gehalt an Eisen, Kobalt und Phosphor aufweisen, mit hoher elektrischer Leitfähigkeit und gleichzeitig hoher Festigkeit | |
| EP0761832B1 (de) | Warmfester Platinwerkstoff | |
| DE2543893A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines warmgeformten produktes aus titan | |
| DE1301584B (de) | Verfahren zum Herstellen einer Legierung aus handelsueblich reinem Iridium | |
| DE2656929A1 (de) | Nickel-chrom-legierung | |
| DE3021934A1 (de) | Geordnete legierungen mit langem bereich auf eisenbasis | |
| DE1458563B1 (de) | Verfahren zum Verbessern der Bruchfestigkeit einer Nioblegierung bei hohen Temperaturen | |
| AT264147B (de) | Bearbeitete Tantallegierung | |
| DE1086899B (de) | Verfahren zur Behandlung von warmaushaertbaren Kupferlegierungen, die 0,1 bis 6% Zirkon, Rest Kupfer mit den ueblichen Verunreinigungen enthalten | |
| DE2045178C3 (de) | Verwendung einer gegenüber Brennstoffaschen beständigen Chrom-Nickel-Legierung | |
| DE1758888C (de) | Verwendung einer kriechfesten, aus hartbaren Titanlegierung fur Gegenstande mit hoher 0,2 Grenze, Warmfestigkeit, ther mischer Stabilität, Kerbfestigkeit und Kerb Schlagzähigkeit | |
| DE416487C (de) | Aluminiumlegierung | |
| DE1458562A1 (de) | Hochtemperaturbestaendige Nioblegierungen | |
| DE2258523C3 (de) | Titanlegierung | |
| DE1458563C (de) | Verfahren zum Verbessern der Bruch festigkeit einer Nioblegierung bei hohen Temperaturen | |
| DE1533423C (de) | Niob Hafnium Legierung vom Misch kristalltyp | |
| DE1533336A1 (de) | Tantallegierung | |
| DE1177349B (de) | Verfahren zur Herstellung von gut verformbarem Ruthenium | |
| DE1108922B (de) | Niob-Chrom-Titan-Legierung |