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DE1300990B - Vorrichtung zur Untersuchung von Erdformationen - Google Patents

Vorrichtung zur Untersuchung von Erdformationen

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Publication number
DE1300990B
DE1300990B DESCH27739A DESC027739A DE1300990B DE 1300990 B DE1300990 B DE 1300990B DE SCH27739 A DESCH27739 A DE SCH27739A DE SC027739 A DESC027739 A DE SC027739A DE 1300990 B DE1300990 B DE 1300990B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coil system
signals
borehole
coil
curve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH27739A
Other languages
English (en)
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DE1824216U (de
Inventor
Doll Henri-Georges
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schlumberger Well Surveying Corp
Original Assignee
Schlumberger Well Surveying Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schlumberger Well Surveying Corp filed Critical Schlumberger Well Surveying Corp
Publication of DE1300990B publication Critical patent/DE1300990B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V3/00Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation
    • G01V3/18Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation specially adapted for well-logging
    • G01V3/26Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation specially adapted for well-logging operating with magnetic or electric fields produced or modified either by the surrounding earth formation or by the detecting device
    • G01V3/28Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation specially adapted for well-logging operating with magnetic or electric fields produced or modified either by the surrounding earth formation or by the detecting device using induction coils
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V3/00Electric or magnetic prospecting or detecting; Measuring magnetic field characteristics of the earth, e.g. declination, deviation
    • G01V3/38Processing data, e.g. for analysis, for interpretation, for correction

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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Geophysics And Detection Of Objects (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Untersuchung von Erdformationen, die von einem Bohrloch durchteuft sind, mit das Bohrloch längs einer Meßstrecke kontinuierlich durchlaufenden Spulensystemen für die Induktion von Wechselströmen in aufeinanderfolgenden Tiefenlagen der das Bohrloch umgebenden Erdformationen und für die Aufnahme eines einzigen, von der Leitfähigkeit der Formationen abhängigen Meßsignals, zu dem jede Formationsschicht quer zum Bohrloch einen durch die Geometrie des Spulensystems bestimmten Anteil beiträgt, und mit einer Einrichtung für die Ermittlung von Kenndaten der Formationsleitfähigkeit aus den Meßsignalen.
  • Derartige Vorrichtungen sind bekannt. Das Spulensystem kann dabei eine oder mehrere Sendespulen sowie eine oder mehrere Empfangsspulen aufweisen; bei Mehrspulensystemen ergibt sich eine bessere Fokussierung der Messung quer zum Bohrloch gegenüber einem Zweispulensystem.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die ein größeres Auflösungsvermögen im Vergleich zu den bisher bekannten Vorrichtungen besitzt, bei der also auch dünne Schichten der Formationen mit abweichender Leitfähigkeit ermittelt werden. Dabei soll jedoch die Sonde selbst nach Möglichkeit einen einfachen Aufbau besitzen. Es liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es möglich ist, genauere Aufschlüsse über die Leitfähigkeit zu erhalten, wenn die gewonnenen Meßsignale bestimmten mathematischen Operationen unterworfen werden. Die Vorrichtung ist, um die obige Aufgabe zu lösen, gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung einen Meßsignalspeicher für die vorübergehende Speicherung der Meßsignale - in an sich bekannter Weise synchron zur Spulensystembewegung - sowie eine Speicherableseeinrichtung für die gleichzeitige Ablesung von in vorbestimmten Tiefenabständen gewonnenen Meßsignalen aufweist und daß die Einrichtung einen Summierverstärker für die vorzeichenbehaftete Verstärkung um von der Spulensystemgeometrie abhängige Faktoren und die Summierung der gleichzeitig abgelesenen Meßsignale zur Gewinnung der Kenndaten aufweist.
  • Als Speicher können magnetische, kapazitive oder andere zur Speicherung elektrischer Signale geeignete Einrichtungen verwendet werden. Die Verstärkung um die vorgegebenen Faktoren erfolgt zweckmäßig dadurch, daß alle Signale zunächst gleichmäßig verstärkt werden und dann mittels eines Widerstandsnetzwerkes um Faktoren, die durch die Werte der Widerstände im Netzwerk gegeben sind, geschwächt und zugleich summiert werden.
  • Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
  • Fig. 1 ist ein Schema einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; F i g. 1 A ist ein Schaltbild eines Bauelementes, wie es in der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung enthalten ist; Fig. 2 und 3 sind graphische Darstellungen, die typische senkrechte Empfindlichkeitscharakteristiken für die in der F i g. 1 gezeigte Vorrichtung aufzeigen; Fig.4 ist ein Schema der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer weiteren Ausführungsform; F i g. 5, 6, 7 und 8 sind graphische Darstellungen, in denen für die in Fig. 4 gezeigte Vorrichtung typische senkrechte Empfindlichkeitskurven aufgetragen sind; Fig.9 erläutert eine Abwandlung für die in F i g. 1 oder 4 gezeigte Vorrichtung; Fig. 10 und 11 sind graphische Darstellungen, die typische senkrechte Empfindlichkeitskurven für die Form der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach F i g. 9 wiedergeben; Fig. 12 erläutert eine weitere Abwandlung, die in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach F i g. 1 oder 4 ausgeführt werden kann; F i g. 13 und 14 sind graphische Darstellungen, die typische senkrechte Empfindlichkeitskurven für die Vorrichtung nach F i g. 12 wiedergeben.
  • In der Fig. 1 ist eine QuellelO einer Wechselspannung gezeigt, die über Leiter 11 eines armierten Kabels 12 mit einer Senderspule 13 eines Spulensystems verbunden ist, das ebenfalls eine Empfängerspule 14 aufweist. Das Spulensystem 13, 14 hängt am Kabel 12 in einem Bohrloch 15, das die Erdformationen 16 durchteuft und das leer oder mit üblichem Bohrschlamm 17 gefüllt sein kann.
  • Die Empfängerspule 14 ist im Längsabstand von der Senderspule 13 angeordnet und mit den Leitern 18 des Kabels 12 verbunden, das sich zu der Erdoberfläche erstreckt. Das Zweispulensystem 13, 14 kann eine derartige Bauart aufweisen, wie es in der Arbeit von H. G. Doll mit dem Titel »Introduction to Induction Logging and Application to Logging of Wells Drilled with Oil-Base Mud«, veröffentlicht in den Petroleum-Transactions der AIME, Juni 1949, beschrieben ist. Die elektromagnetische Anordnung 13, 14 ergibt in den Leitern 18 ein Signal, das proportional zu der Leitfähigkeit der Erdformationen 16 ist.
  • Die Leiter 18 sind mit einem Eingangskreis eines Phasenselektivkreises 19 verbunden, der von der Quelle 10 aus ein Bezugssignal empfängt und an seinen Ausgangsleitungen ein Signal ausgewählter Phase liefert. Der Kreis 19 wählt z. B. aus dem Signal der Leitungen 18 nur die Komponente aus, die die Leitfähigkeit darstellt, wobei die Signalkomponenten anderer Phasen (d. h. Signalkomponenten der Suszeptibilität) ausgeschlossen werden. Somit stellt das Signal, das an den Ausgangsleitungen 20 auftritt, genau die Leitfähigkeit der Formationen 16 dar.
  • Das Spulensystem 13, 14 wird in dem Bohrloch vermittels des Kabels 12 und einer Winde (nicht gezeigt) in der üblichen Weise abgesenkt und angehoben, und hierdurch kann durch Aufzeichnung des Signals der Leitungen 20 als Funktion der Tiefe eine kontinuierliche Anzeige der Leitfähigkeit der Erdformationen in bekannter Weise erhalten werden.
  • Um das Signal der Leitungen 20 auszuwerten, wird dieses Signal einem üblichen Modulator 21 zugeführt, der durch die Quelle 22 eines Trägersignals erregt wird, um so in den Leitungen 23 ein moduliertes Signal zu liefern. Die Leitungen 23 sind mit einem Aufzeichnungskopf 24 verbunden, der in bekannter Weise einer Aufzeichnungstrommel 25 aus magnetischem Material zugeordnet ist. Drei übliche magnetische Wiedergabeköpfe 26, 27 und 28 sind in feststehender Weise der Trommel 25 zugeordnet. Dieselben sind in Umfangsrichtung der Trommel im Abstand zu dem Aufzeichnungskopf 24 und voneinander im Abstand derartig angeordnet, wie es weiter unten beschrieben ist. Die übliche Form des Löschkopfes 25 a ist ebenfalls der Trommel 25 zugeordnet und mit einer Wechselstromquelle 25 b verbunden.
  • Die Aufnahmeköpfe sind mit einzelnen Demodulatoren 29, 30 und 31 üblicher Bauart verbunden, die insgesamt an ein Netzwerk 32 angekoppelt sind, das z. B. eine Schaltung der in Fig. 1 A gezeigten Art besitzt und aus einzelnen Widerständen 32 a, 32b und 32 c besteht, die mit einem gemeinsamen Widerstand 32 d verbunden sind. Das Netzwerk 32 stellt somit einen Analogrechner dar, der einen durch die Werte der Widerstände bestimmten Bruchteil der Signalamplitude von jedem der Demodulatoren 29, 30 und 31, die positiv oder negativ sein können, algebraisch summiert, um so in die Leitungen 33 ein Ausgangssignal zu liefern. Die Leitungen 33 sind mit einer üblichen Aufzeichnungsvorrichtung 34 verbunden, in der das Aufzeichnungsmedium durch ein Meßrad 35 angetrieben wird, das mechanisch mit dem Kabel 12 und der Aufzeichnungsvorrichtung 34 über eine Verbindung, die schematisch durch die gestrichelte Linie 36 angedeutet ist, mechanisch angekuppelt ist. Die Verbindung 36 ist auch an die Trommel 25 angekuppelt, so daß die Trommel synchron zu der Bewegung des Spulensystems 13, 14 durch das Bohrloch 15 umläuft.
  • Wie weiter oben ausgeführt, stellt das in den Leitungen 20 entwickelte Signal ein Maß für die Leitfähigkeit der Erdformationen 16 dar. Die senkrechten Ansprechcharakteristiken für den Teil der Vorrichtung, die dieses Signal liefert, werden durch die Kurve 40 in der F i g. 2 dargestellt, die einen Kurvenzug für einen bestimmten Spulensatz 13, 14 darstellt, wobei der relative Beitrag der verschiedenen Bodenschichten, d. h. eine Vielzahl waagerechter Tiefen einheitlicher Stärke, als eine Funktion der senkrechten Entfernung bezüglich des Mittelpunktes des Spulensystems 13, 14 gezeigt ist.
  • Da eine Zweispulensonde, wie das System 13, 14 der Fig. 1, eine sehr große Reaktanzkomponente aufweist, wird im allgemeinen ein Transformator oder eine Spule mit Gegenwindung angewandt, um so die Amplitude dieser Komponente im Vergleich zu dem Wirkanteil des Signals zu verringern. Zur Vereinfachung der Erläuterung der Erfindung ist dies jedoch fortgelassen worden. Weiterhin kann das Kabel 12 erhebliche Phasenfehler einführen, und deshalb wird der Kreis 19 zweckmäßig in einem druckdichten Gehäuse angeordnet, an dem die Spulen 13, 14 befestigt werden, so daß die gesamte Anordnung als Baueinheit durch das Bohrloch hindurchgeführt werden kann.
  • Bei dem Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung moduliert das Signal in den Leitungen 20 das Trägersignal der Quelle 22, und das modulierte Signal wird dem Aufzeichnungskopf 24 zugeführt.
  • Da sich die Magnettrommel 25 synchron mit der Bewegung des Spulensystems 13, 14 in dem Bohrloch 15 dreht, wird auf der Trommel als Funktion der Tiefe ein magnetisches Äquivalent des modulierten Induktionsanzeigesignals gespeichert. Anschließend ergeben die magnetischen Wiedergabeköpfe 26, 27 und 28 gleichzeitig drei Signale, deren Augenblicksamplituden die Induktionsanzeigesignale darstellen, die an einer Mehrzahl (hier: drei) im Längsabstand voneinander angeordneter Stationen in dem Bohrloch gemessen werden. Nach der Demodulation gelangen die drei Signale in das Netzwerk 32, in dem vorbestimmte Anteile von ihren Amplituden arithmetisch kombiniert werden, und das sich ergebende Ausgangssignal wird über die Leitungen 33 zu der Aufzeichnungsvorrichtung 34 geführt, in der eine kontinuierliche Anzeige als eine Funktion der Tiefe in dem Bohrloch 15 aufgezeichnet wird. Nachdem die auf der Trommel25 gespeicherten Signale verarbeitet worden sind, wird die in der Trommel gespeicherte Information durch einen Löschkopf 25 a gelöscht, und über den Aufzeichnungskopf 24 kann in die Trommel eine neue Information eingespeichert werden.
  • Bei Ziehen des Spulensystems 13, 14 nach oben durch das Bohrloch 15 wird also ein das Induktionsanzeigesignal repräsentierendes Signal gespeichert, so daß drei Signale gleichzeitig erhalten werden, die den Induktionsanzeigesignalen bei einer Mittelstation mn, einer Station m1 unter der Mittelstation und einer Station m11 über der Mittelstation entsprechen. In dem Netzwerk 32 werden gemäß den Widerstandswerten bestimmte Bruchteile Ei und ob' der Signalamplituden, die den Stationen m1 und m1' entsprechen, von der mit einem vorgegebenen Faktor Oo multiplizierten Signalamplitude in der Mittelstation m0 abgezogen. Die Stationen und die Werte können in verschiedener Weise ausgewählt werden, es wird jedoch für die vorliegende Besprechung angenommen, daß m1 und mol'im Abstand von 2,03 m von m0 angeordnet sind und die Werte von Oo = 1,270 und ob = = 0,135 betragen. Somit stellen in der F i g. 2 die Kurven 40 a und 40 b die entsprechenden bewerteten Charakteristiken bei den Stationen m und m1, dar, während die Kurve 40 die senkrechten Untersuchungscharakteristiken für die Vorrichtung an der Station m0 darstellt. Da die Signale für die Stationen m1 und m1, von dem Signal bei m0 abgezogen werden, sind die ersteren in entgegengesetzter Polarität relativ zu der letzteren gezeigt. Die Kurve 40c stellt die Kurve 40, erhöht um deren Multiplikationsfaktor O-o, dar. Durch graphisches Addieren der Kurven 40c, 40a und 40b wird die durch die Kurve 41 gezeigte resultierende Charakteristik erhalten. Es ist somit offensichtlich, daß das Netzwerk über die Leitungen 33 der Aufzeichnungsvorrichtung ein Signal zuführt, welches eine durch die Kurve 41 dargestellte effektive senkrechte Untersuchungscharakteristik besitzt. Im Vergleich zu einer Vorrichtung ohne Signalverarbeitung (Kurve 40) wird mithin bei der Vorrichtung nach der Erfindung eine wesentliche Verbesserung in der senkrechten Auflösung erzielt.
  • Weiterhin zeigt ein Vergleich der Kurven 40 und 41, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung ein verringertes Ansprechen gegenüber Lagerstätten zeigt, die benachbart zu derjenigen Lagerstätte sind, deren Leitfähigkeit gerade gemessen wird. Man sieht z. daß die Kurve 41 einen sehr nahe bei Null liegenden Wert bei plus oder minus 152 cm Abstand aufweist.
  • Während somit eine stark leitende Schulterlagerstätte mit einem Abstand von 152 cm von dem Mittelpunkt der Hauptlagerstätte in erwünschter Weise die Leitfähigkeitsablesung in der Vorrichtung beeinflussen kann, wenn die Kurve 40 verwendet wird, so wird offensichtlich die das Ansprechcharakteristikum der Kurve 41 aufweisende Vorrichtung wesentlich weniger beeinflußt werden, wenn nicht sogar durch die Schulterlagerstätte überhaupt unbeeinflußt bleiben.
  • Das Ausmaß der Verbesserung läßt sich vielleicht besser unter Bezugnahme auf die F i g. 3 überblicken, in der die Kurve 42 die relative Empfindlichkeit als eine Funktion der Stärke der Lagerstätte für den Teil der Vorrichtung ist, der das Induktionsansprechsignal in die Leitungen 20 liefert. Durch Speichern und Kombinieren der Signale in der oben beschriebenen Weise besitzt die sich ergebende Charakteristik einen Verlauf, der durch die Kurve 43 wiedergegeben ist. Ein Vergleich der Kurven 43 und 42 zeigt deutlich, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung genauer die Leitfähigkeit relativ dünner Lagerstätten zu ermitteln gestattet.
  • Durch die Erfindung wird also eine verbesserte senkrechte Auflösung und veringertes Ansprechen auf Schulterlagerstätten erzielt, ohne daß der Aufbau des Spulensystems 13, 14 komplizierter oder seine Abmessungen verändert werden müssen. Dies stellt natürlich einen großen Vorteil dar, denn verwickelte und übermäßig große Bohrlochinstrumente sind grundsätzlich unerwünscht. Wie sich aus den folgenden Besprechungen ergibt, ist die Erfindung jedoch auch auf Spulensysteme anwendbar, die für verbesserte Fokussierung ausgebildet sind, wodurch ausgeprägte Verbesserung in den senkrechten Untersuchungscharakteristiken erzielt werden.
  • Es wurde weiterhin gefunden, daß, obgleich die senkrechte Auflösung verbessert und das Ansprechen auf Schulterlagerstätten verringert wird, die radialen oder seitlichen Untersuchungscharakteristiken nicht beeinflußt werden. Somit bedingt bei Erzielung eines tiefen seitlichen Eindringens durch ein Spulensystem dessen Anwendung in Kombination mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung keine nachteilige Beeinflussung dieses zweckmäßigen Merkmals.
  • Um die Abstände zwischen den drei Stationen auszuwählen, von denen aus die Signale kombiniert werden sollen, und um die in Anwendung zu bringenden relativen Bewertungen zu bestimmen, sei angenommen, daß der geometrische Faktorwert für den Teil des Systems bis zu den Leitungen 20 (ausschließlich der Speicherung und der Berechnung) bekannt ist. So wurden z. B. die Kurven 40 und 42 für ein Zweispulensystem erhalten, bei dem die Spulen im Abstand von 103 cm voneinander angeordnet waren.
  • Wenn eine Dicke der Lagerstätte angenommen wird, bei der volle Empfindlichkeit gewünscht wird, und die Entfernung zwischen den Stationen angenommen wird, lassen sich die Bewertungen leicht bestimmen. Unter Anwendung dieser Bewertungen wird ein Kurvenzug des sich ergebenden integrierten senkrechten geometrischen Faktors gegen die Stärke der Lagerstätte erhalten, und wenn hierdurch irgendein unzweckmäßiges Charakteristikum aufgedeckt wird, z. B. ein Bereich der Dicke der Lagerstätte, für den die Empfindlichkeit über l000/o liegt, so kann ein neues Kriterium für die Berechnung aufgestellt und die Berechnung wiederholt werden. Da man die Spulensystemgeometrie kennt und der Anteil der Erdformationen zu dem Signal in Abhängigkeit von ihrer Entfernung zur augenblicklichen Lage des Spulensystems ebenfalls zu ermitteln ist, bereitet die Festlegung der Bewertungsfaktoren keine Schwierigkeit.
  • Es kann aber auch auf rein empirischer Grundlage vorgegangen werden. Somit können ein Satz der Stationen und Bewertungen willkürlich angenommen und für die angenommenen Bedingungen kennzeichnende Kurven, wie sie in den F i g. 2 und 3 erläutert sind, aufgezeichnet werden. Wenn die Charakteristika unzweckmäßige Merkmale zeigen, können die Sta- tionen und/oder die Bewertungen in geeigneter Weise verändert und ein anderer Kurvenzug hergestellt werden. Dies kann so oft wiederholt werden, wie es notwendig ist, um eine gewünschte senkrechte Untersuchungscharakteristik zu erhalten.
  • Unter erneuter Bezugnahme auf die Fig. 1 können, da die magnetische Aufzeichnung auf der Trommehl 25 die Induktionsanzeige als eine Funktion der Tiefe des Spulensystems 13, 14 darstellt, die relativen Lagen der Wiedergabeköpfe26, 27 und 28 um den Umfang der Trommel 25 herum so eingestellt werden, daß sich die gewünschte Verteilung der Stationen ergibt. Kontinuierliche Einstellbarkeit der Wiedergabeköpfe ermöglicht eine breite Auswahl der Stationen. Weiterhin können durch geeignete Auswahl der Widerstandswerte der Widerstände 32 a bis 32d des Netzwerkes 32 (Fig. 1A) geeignete Bewertungsfaktoren ausgewählt werden. Gegebenenfalls können einige oder alle Widerstände 32 a bis 32d kontinuierlich veränderbar oder in Stufen veränderbar ausgeführt sein, so daß sich eine Vielzahl relativer Bewertungen ergibt. So können z. B. die Widerstände 32b und 32d synchron, also in entgegengesetztem Sinne veränderlich sein, um so wirksam die relativen Bewertungen der Mittelstation (ovo) und der Schulterstationen (01, sol') zu bestimmen.
  • In einer Vorrichtung gemäß der Erfindung können so viele Stationen in dem Bohrloch mit ihren Signalen zum Endergebnis beitragen, wie zur Erzielung eines brauchbaren Ergebnisses benötigt werden. Somit können, abweichend von der in F i g. 1 gezeigten Ausführungsform mit drei Stationen, weitere Stationen vorgesehen werden, um so die senkrechte Auflösung der Vorrichtung weiter zu erhöhen und/ oder die Wirkung der Schulterlagerstätten zu verringern.
  • Bei der in F i g. 4 gezeigten Ausführungsform wird ein System aus drei Spulen angewandt. Eine Senderspule 60 wird durch eine Energiequelle 10 erregt, und eine Hauptempfängerspule 61 ist mit einer Hilfsempfängerspule 62 in Serienkreisverhältnis geschaltet, wobei die Empfängerspulen mit dem Eingangskreis des selektiven Phasenkreises 19 verbunden sind.
  • Das Spulensystem 60 bis 62 kann so konstruiert sein, daß dasselbe in bekannter Weise eine gewünschte seitliche oder radiale Fokussierungscharakteristik ergibt. Dabei läßt sich unter anderem eine Gegeninduktivität von Null zwischen der Senderspule 60 und der Kombination der Empfängerspulen 61 und 62 erhalten.
  • Die in Fig. 4 gezeigte Vorrichtung ist mit einem Kondensatorspeicher versehen. Das Signal auf den Leitungen 20 wird einem Tiefpaßfilter 63 zugeführt, das mit einem Verstärker 64 verbunden ist, der seinerseits an Ausgangsleitungen 65 geschaltet ist.
  • Um das Signal auf den Leitungen 65 sofort auf eine Vielzahl von Speicherkondensatoren 66a bis 66f auf Grund der Bewegung des Spulensystems 60 bis 62 durch das Bohrloch 15 zu übertragen, weist die Vorrichtung einen Kommutator auf, der einen beweglichen Kontaktarm 67 besitzt und eine Vielzahl von feststehenden Kontakten 67a bis 67f aufweist, mit denen der Kontaktarm nacheinander in Verbindung gelangt; diese Kontakte sind mit entsprechenden Durchlässen der Speicherkondensatoren 66a bis 66f verbunden.
  • Der Kontaktarm 67 wird synchron zu der Bewegung des Spulensystems 60 bis 62 vermittels eines Meßrades 35 und der Verbindung 36 in Zuordnung zu einem elektromechanischen Antriebssystem verschoben. Das Antriebssystem weist eine Scheibe 69 auf, die zur Ausführung einer Drehbewegung an einer Welle 68 befestigt ist, die vermittels der Verbindung 36 durch das Rad 35 gedreht wird. In die Scheibe ist eine Vielzahl von Schlitzen 69a bis 69d eingeschnitten, so daß bei Drehen der Scheibe Licht von der Lichtquelle 70 in Impulse moduliert wird, ehe dasselbe auf einen photoelektrischen Detektor 71 fällt, z. B. einen Phototransistor. Somit werden an den Ausgangsklemmen72 des Phototransistors Impulse entwickelt, die eine Zeitverteilung aufweisen synchron zu der Bewegung des Spulensystems 60 bis 62 durch das Bohrloch 15. Die Klemmen 72 sind mit dem Eingangskreis eines Multivibrators 73 verbunden, der einen üblichen Schalter 73 a aufweist, so daß derselbe wahlweise frei laufend schwingt oder von außen synchronisiert wird. Bei äußerer Synchronisierung steuern die Impulse an den Klemmen 72 den Betrieb des Multivibrators, der seinerseits entsprechende Impulse über die Leitungen 74 an eine elektromagnetische Betätigungsvorrichtung 75 abgibt, die vermittels einer durch die gestrichelte Linie 76 schematisch dargestellten Verbindung mit dem Schaltarm 67 verbunden ist.
  • Um eine Vielzahl von unabhängigen Kopplungskreisen anzuordnen, wobei derartige Kreise anschließend an die Speicherkondensatoren 66a bis 66f angeordnet sind, sind die Kondensatoren einzelner Entkopplungswiderstände 77 a bis 77f mit feststehenden Kontakten einer Vielzahl von Schaltern verbunden, die drehbare Kontaktarme 78, 79 und 80 aufweisen. In der in Fig. 4 dargestellten Anordnung sind bewegliche Kontaktarme 67, 78, 79 und 80 in den entsprechenden Ebenen eines üblichen Drehschalters angeordnet. Diese Ebenen liegen parallel zueinander, und eine der Verbindung 76 entsprechende gemeinsame Welle verbindet die Betätigungsvorrichtung 75 mit allen beweglichen Kontaktarmen.
  • Die beweglichen Kontaktarme sind längs ausgefluchtet, und damit sind die Kondensatoren 66 a bis 66f über die Entkopplungswiderstände 77a bis 77f mit entsprechenden feststehenden Kontakten der Schalter, zugeordnet den Kontaktarmen 78, 79 und 80, verbunden, um eine Vielzahl an Signalen zu ergeben, die den verschiedenen Stationen in dem Bohrloch 15 entsprechen. So ist z. B. der Kondensator 66 über Widerstand 77a mit dem feststehenden Kontakt 78 b des Schalters verbunden, der den beweglichen Kontaktarm 78 enthält, und weiterhin mit dem feststehenden Kontakt 79c des Schalters verbunden, der den beweglichen Kontaktarm 79 enthält, und ebenfalls mit dem feststehenden Kontakt 80d des Schalters mit dem beweglichen Kontaktarm 80. Die restlichen Verbindungen sind in einer ähnlichen Weise angeordnet. Natürlich können auch die feststehenden Kontakte symmetrisch geschaltet und die Kontaktarme 78, 79 und 80 dafür relativ zueinander und zu dem Arm 67 verschoben werden, um auf diese Weise die gewünschte Stationsauswahl zu ergeben.
  • Die durch die Schaltarme 78, 79 und 80 gebildeten Kopplungskreise sind mit einzelnen Ablesekreisen 81, 82 und 83 verbunden, die relativ hohe Eingangsimpedanzen aufweisen, um so die Entladung der Speicherkondensatoren 66a bis 66f auf einem möglichst kleinen Wert zu halten. Diese können z. B.
  • Kathodenverstärker sein. Wie gezeigt, sind die Ein- gangsverbindungen mit den Ablesekreisen 81 und 83 gleich, zeigen jedoch entgegengesetzte Polarität gegenüber denjenigen des Ablesekreises 82, so daß sich eine gewünschte Signalkombination ergibt. Die Ablesekreise 81 bis 83 sind mit einem Kombinationsnetzwerk 84 verbunden, das ähnlich dem in F i g. 1 A erläuterten ist. Das Kombinationsnetzwerk 84 ist an einen Verstärker 85 angekoppelt, der seinerseits an eine übliche Aufzeichnungsvorrichtung 86 angekoppelt ist, in der das Aufzeichnungsmedium vermittels der Welle 68 angetrieben wird, so daß eine kontinuierliche Anzeige des verarbeitenden Signals als eine Funktion der Tiefe in dem Bohrloch 15 erhalten wird.
  • In der in Fig. 4 gezeigten Vorrichtung kann gegebenenfalls ein weiterer Kontaktarm angeordnet sein, der sich unmittelbar vor dem beweglichen Arm 67 bewegt, um so jeden der Speicherkondensatoren 66a bis 66f vor dem Aufbringen einer Ladung über die Leitungen 65 zu entladen. Andererseits kann der Verstärker 64 in einer Weise konstruiert sein, die eine relativ geringe Impedanz in dem Ausgangskreis 65 ergibt, und bezüglich der folgenden Besprechung wird angenommen, daß diese Bauart Anwendung findet.
  • Es werden zunächst die Charakteristiken des Spulensystems 60 bis 62 und die Auswahl der Stationen und der Bewertungsfaktoren vernachlässigt.
  • Unter Berücksichtigung dieser Vernachlässigung verläuft der Betrieb der in der Fig. 4 gezeigten Vorrichtung in der folgenden Weise: Sobald das Spulensystem im Bohrloch 15 nach oben gezogen wird, bewirkt das Meßrad 35, daß die Scheibe 69 den Lichteinfall auf den photoelektrischen Detektor 71 unterbricht, und die sich ergebenden Impulse steuern den Multivibrator73. Die Impulse des Multivibrators betätigen die Stufenschalterbetätigungsvorrichtung75, und der Kontaktarm 67 wird von einem der feststehenden Kontakte 67 a bis 67f zu einem anderen Kontakt verschoben. Somit wird das Signal in den Leitungen 20, nachdem die Hochfrequenzkomponente gedämpft und die Verstärkung durchgeführt ist, nacheinander den Speicherkondensatoren 66a bis 66f zugeführt. Da angenommen ist, daß der Verstärker 64 eine relativ geringe Ausgangsimpedanz aufweist, wird jeder Kondensator schnell auf das richtige Ladungspotential gebracht. Mit anderen Worten, wenn ein Kondensator anfänglich nicht geladen ist infolge der geringen Impedanz des Ladungskreises, wird derselbe sehr schnell auf die Höhe des Potentials in den Leitungen 65 geladen. Andererseits bewirkt die Energiequelle geringer Impedanz, wenn ein Kondensator einen höheren Ladungswert auf Grund eines vorhergehenden Ladungszustandes aufweist, daß der Kondensator schnell auf den richtigen Ladungswert entladen wird. Es ist somit offensichtlich, daß die Kondensatoren einzelne Ladungspotentiale aufweisen, welche das der Leitfähigkeit entsprechende Signal darstellen, das in den Leitungen 20 für aufeinanderfolgende und sich im Längsabstand zueinander befindende Stationen längs des Bohrlochs 15 erhalten wird.
  • Es wird angenommen, daß eine ausreichende Anzahl von feststehenden Kontakten 67a bis 67f und entsprechende Speicherkondensatoren angewandt werden, so daß bei normalen Anzeigegeschwindigkeiten sich das Informationssignal nicht wesentlich in der Amplitude zwischen den Kontakten verändert.
  • So ist z. B. eine Anordnung mit einem Kontakt pro 12,7 cm Bohrlochtiefe erfolgreich angewandt worden.
  • Weiterhin werden schnelle Veränderungen in der Signalhöhe, die durch scharfe Leitfähigkeitskontraste oder Vorgänge durch Streufelder verursacht werden, durch den Tiefpaß 63 ausgeschieden. Wenn eine höhere Auflösung gewünscht wird, kann die Anzahl der Kontakte und der entsprechenden Speicherkondensatoren erhöht werden.
  • Gleichzeitig mit der Bewegung des Kontaktarmes 67 tasten die Kontaktarme 78, 79 und 80 die Kondensatoren 66a bis 66f dergestalt ab, daß sich drei Signale ergeben, die drei im Längsabstand im Bohrloch 15 liegenden Stationen entsprechen. Diese Signale oder Pegel werden Ableserkreisen 81, 82 und 83 zugeführt. Wenn man annimmt, daß das Signal in dem Kreis 82 auf Grund der in Anwendung gebrachten Eingangsverbindungen positiv ist, weisen die den Kreisen 81 und 83 zugeführten Signale eine negative Polarität auf. Vorgegebene Bruchteile dieser Signale werden in dem Kreis 84 arithmetisch addiert, und das sich ergebende verarbeitete Signal wird dem Verstärker 85 zugeführt, dessen Ausgangssignal in der Aufzeichnungsvorrichtung 86 als eine Funktion der Tiefe in dem Bohrloch aufgezeichnet wird.
  • Vor dem Beginn des Betriebes kann der Schalter 73 a umgelegt werden, damit die Stufenschalterbetätigungsvorrichtung 75 eine kontinuierliche Folge von frei laufend erzeugten Impulsen erhält, um den Kontaktarm 67 einmal durchzudrehen, wodurch die Kondensatoren 66a bis 66f auf Bezugsladungswerte gebracht werden können. Natürlich kann diese Betriebsweise auch zur Uberprüfung benutzt werden.
  • Obgleich in der Fig. 4 nur drei Berechnungsstationen gezeigt sind, kann offensichtlich durch die Anordnung von zusätzlichen Ebenen in den Stufenschaltern jede gewünschte Anzahl an Stationen vorgesehen werden.
  • Zur Bestimmung der Stationen und der Bewertungsfaktoren kann eine Charakteristik des Spulensystems 60 bis 62 dienen, die als der senkrechte geometrische Faktor bezeichnet wird. In Fig. 5 ist eine derartige Charakteristik als Kurve87 für ein Spulensystem dargestellt, bei dem 2D gleich 152 cm ist. Der Kurvenzug 87 stellt die relative Empfindlichkeit als eine Funktion der Entfernung von dem Mittelpunkt des Spulensystems dar. Die Kurve 87 erläutert eine Anwendung der Erfindung mit einem Spulensystem, das eine nicht symmetrische senkrechte Untersuchungscharakeristik zeigt.
  • Die Vorrichtung soll nach durchgeführter Berechnung genau die Leitfähigkeit einer Lagerstätte mit einer Dicke von 3 m anzeigen. Somit ist es notwendig, daß die abschließend erhaltene senkrechte Untersuchungscharakteristik 150 cm oberhalb und 150 cm unterhalb des Systemmittelpunktes eine Empfindlichkeit »Null« aufweist, und auf Grund des Verlaufs der Kurve 87 in dem Gebiet unter der Mittellinie, wo dieselbe einen flachen Anteil in dem Gebiet von Null angenähert bis 75 cm zeigt, wird angenommen, daß eine Station m1 89 cm unter m0 angeordnet sein wird, und es wird weiterhin angenommen, daß eine Station mm'89 cm über m0 angeordnet sein wird.
  • Wenn g (z) der senkrechte geometrische Faktor ist, der durch die Kurve 87 in der F i g. 5 dargestellt ist, und wenn gj, g2... gn die aufeinanderfolgenden Annäherungen der senkrechten geometrischen Fak- toren nach der Berechnung sind, mit z als Entfernung von dem Mittelpunkt des Spulensystems 60 bis 62, und wenn z10 und z20 dieselben Örtlichkeiten aufweisen, bei denen gn (z, = 0 ist, gilt g (zto) w,g(Z,o - 89) = 0; w, ist der passende Bewertungskoeffizient. Aus der Kurve 87 in Fig. 5, wo g(z10)= 0,00220 und g (z10 -89cm) = 0,00555 ist, sowie durch Auflösen nach w1 ergibt sich, daß w1 = 0,396 ist. Da jedoch die Einführung der Bewertung w1, (die später bestimmt wird) die Tendenz hat, die gesamte sich ergebende Kurve nach unten zu verschieben, und hierdurch die Bedingung zu verletzen, daß die relative Empfindlichkeit bei plus 152 cm Null sein sollte, wird für w1 ein Wert von 0,32 angenommen. Bei Anwendung lediglich dieses Bewertungsfaktors bei plus 89 cm wird die sich ergebende relative Empfindlichkeitskurve durch die Kurve 88 in der Fig. 5 erläutert. Um der Bedingung zu genügen, daß die relative Empfindlichkeit bei minus 152 cm Null ist, ist es notwendig, daß gI (Z2°) - w1,g1(z20 + 89) = 0 ist. Aus der Kurve 88 ersieht man, daß g1 (z20) = 0,0022 und gl (z2°+89 cm) = 0,0096 ist. Auflösen nach wo'ergibt einen Wert von -0,23. Die sich ergebende relative Empfindlichkeit wird durch die Kurve 89 der F i g. 5 erläutert. Um eine genaue Ablesung in einer unbestimmt dicken homogenen Lagerstätte zu erhalten, sollte die Summe der Bewertungen gleich 1 sein. Die abschließenden Bewertungen sind proportional zu den so bestimmten w-Werten; für ein Vereinheitlichung ist es jedoch notwendig, daß Q + O, Q +Q' = 1 = k(w0 + w1 + w1,) ist. Somit sind die tatsächlichen Werte für die Bewertungsfaktoren Oo = 2,222, e1 = 0,711 und 910, = 0,511. In der F i g. 6 ist die sich ergebende normalisierte Kurve 90 zusammen mit der Kurve 87 gezeigt, die für Vergleichszwecke nochmals dargestellt ist.
  • Naturgemäß können die soeben beschriebenen Schritte erneut wiederholt werden, um so aufeinanderfolgend Empfindlichkeitskurven zu erhalten, bis eine Kurve der gewünschten Form erzielt ist. So können z. B. die Stationen in jeder Approximation einer Serie abgeändert und/oder die Werte der Bewertungen aufeinanderfolgend verändert werden, bis sich ein gewünschtes Ergebnis ergibt. Andererseits werden zusätzliche Stationen weiterhin das Ansprechen über und unter einer Lagerstätte ausgewählter Dicke verringern. Somit kann eine weitere Station bei plus 2,52 cm angewandt werden, um so die senkrechte Charakteristik benachbart zu plus 228 bis plus 380cm zu verringern. Weiterhin kann eine fünfte oder sechste oder irgendeine Anzahl weiterer Stationen vorgesehen sein, wenn dies als zweckmäßig erachtet wird.
  • Um die durch die in der F i g. 4 gezeigte Vorrichtung erzielte Verbesserung besser zu verstehen, ist der integrierte senkrechte geometrische Faktor in endlichen Lagerstätten für den Anteil der Ausrüstung, die ein Signal in den Leitungen 20 (Fig. 4) ergibt, durch die Kurve 91 in der Fig. 7 erläutert. Unter Anwendung der Stationen und Bewertungsfaktoren, die in der obigen Besprechung bestimmt worden sind, weist der Teil der Vorrichtung, der der Aufzeichnungsvorrichtung 86 das Signal zuführt, einen integrierten senkrechten geometrischen Faktor auf, der durch die Kurve 92 dargestellt wird. Offensichtlich wird die senkrechte Auflösung verbessert und das Ansprechen auf benachbarte Lagerstätten verringert.
  • In der F i g. 8 ist dieses Merkmal wiederum erläutert.
  • Die Kurve 93 stellt das relative Ansprechen einer Sonde auf einer Lagerstätte einseitig unbegrenzter Dicke als eine Funktion der Entfernung von der Lagerstättengrenze zu der Mitte des Spulensystems ohne die Anwendung der vorliegenden Erfindung dar, während die Kurve 94 das Ansprechen erläutert, das durch die erfindungsgemäße Vorrichtung erzielt wird.
  • Obgleich das Spulensystem in der in F i g. 4 erläuterten Vorrichtung so ausgebildet ist, daß sich eine große seitliche Untersuchungstiefe (seitliches Fokussieren) ergibt, kann eine erfindungsgemäße Vorrichtung bequem mit einem Spulensystem ausgestattet sein, das sowohl ein seitliches als auch ein senkrechtes Fokussieren zeigt. Wie in der Fig. 9 gezeigt, kann das Spulensystem eine Senderspule 100 und Empfängerspulen 101, 102 und 103 aufweisen, die im Abstand zu der Senderspule und voneinander in der angegebenen Ordnung angeordnet sind. Die Senderspule kann jede gewünschte Windungszahl besitzen, um so eine geeignete passende Impedanz zu ergeben, und die Empfängerspulen können in der folgenden Weise ausgebildet sein:
    Abstand
    Spule von der Spule 100 Anzahl der Windungen
    inm
    101 1,12 -24
    102 1,68 +100
    103 2,52 -64
    Das Vorzeichen gibt den Wicklungssinn an.
  • Naturgemäß können alle angegebenen Windungszahlen der Empfängerspulen mit einem gemeinsamen Faktor multipliziert werden, um so eine richtige Impedanzanpassung zu erzielen. Das Spulensystem der Fig. 9 kann in jeder der Vorrichtungen der in den Fig. 1 und 4 erläuterten Typen eingebaut werden. Hierbei werden jedoch elf Berechnungsstationen vorgesehen, wie vorstehend erläutert.
  • Bei Anordnung des Spulensystems in der obigen Weise wird das Ansprechen auf die Bohrlochflüssigkeit 17 kleinstmöglich auf Grund der seitlichen Fokussierung gehalten, und zwischen der Senderspule und der Kombination der Empfängerspulen 101 bis 103 ergibt sich eine Gegeninduktivität von Null. Auf Grund der Spulel03 wird weiterhin ebenfalls ein Grad senkrechten Fokussierens erzielt, wie durch den relativ scharfen Scheitel in der Kurve 104 der F i g. 10 erwiesen wird, die einen Kurvenzug der relativen Empfindlichkeit als eine Funktion der senkrechten Entfernung für das Spulensystem 100 bis 103 darstellt. Weiterhin sollen bei dem Entwurf des Spulensystems 100 bis 103 die Verringerungen in der seitlichen Untersuchungstiefe kleinstmöglich gehalten werden. Naturgemäß kann sie durch Verlängerung der gesamten Spulenanordnung erhöht werden.
  • Der Meßpunkt für irgendein Spulensystem kann als der senkrechte Pegel definiert werden, der gleiche Flächen der senkrechten Ansprechkurve abschneidet.
  • Somit liegt für das Spulensystem der Fig. 9 der Meßpunkt, der durch die gestrichelte Linie 105 in der Fig. 10 dargestellt ist, 65 cm unter dem Mittelpunkt der Senderspule 100.
  • Die Stationen und Bewertungen, die den Berechnungsstationen zugeordnet werden, können, wie oben beschrieben, erhalten werden.
  • Ein Satz von Zahlenangaben ist in der folgenden Tabelle zusammengestellt, in der alle Entfernungen in bezug zu der letzten Station gesetzt sind, die diejenige darstellt, die zu dem Zeitpunkt eingenommen wurde, bei dem der berechnete Wert auf der in der Aufzeichnungsvorrichtung 34 (F i g. 1) erzielten Anzeige aufgeschrieben wird. Es ist zu beachten, daß sich alle Berechnungsstationen tatsächlich unter der Senderspule 100 befinden, und durch die Anwendung eines Speichers, der ein Intervall von 6,35 m mit 26 Speicherstellen, die im Abstand von 25,4 cm zueinander angeordnet sind, bearbeitet, können elf Berechnungsstationen vorgesehen werden.
    Bewertungsfaktor,
    Station Station unter in m der an der Station
    Nr. (Nr. Station 11) in Anwendung
    gebracht wird
    1 6,35 -0,0830
    2 5,6 +0,0830
    3 4,57 +0,1417
    4 3,8 -0,3638
    5 3,05 -0,6559
    6 2,28 + 1,2780
    7 2,03 +0,6000
    8 1,78 -0,2200
    9 1,02 +0,2980
    10 0,762 -0,1250
    11 0 +0,0470
    Bei diesen B ewertungsfaktoren und Stationsörtlichkeiten zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung eine relative Empfindlichkeitscharakteristik, die durch die Kurve 106 in der F i g. 10 erläutert ist. Es wird eine scharfe senkrechte Auflösung erzielt. Dies ist ebenfalls aus der Fig. 11 ersichtlich, in der die Kurve 107 die relative Empfindlichkeit für den Teil der Vorrichtung bis zu den Leitungen 20 erläutert, und die Kurve 108 stellt die relative Empfindlichkeit der vollständigen Vorrichtung dar. Aus der Kurven8 kann entnommen werden, daß angenähert 90°/o des senkrechten geometrischen Faktors in einer Lagerstätte mit einer Dicke von 1,02 m vorliegen. Weiterhin läßt sich aus der Betrachtung der Zweige der Kurve 108, die sich den Nullwerten, eine derselben asymptotisch, nähern, ersehen, daß dieselben an keiner Stelle um mehr als 1,5 ovo von jedem der Werte abweichen. Somit werden die Schulterwirkungen auf einem kleinstmöglichen Wert gehalten.
  • Durch die Anwendung eines nicht symmetrischen Spulensystems werden in der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgezeichnete Gesamtcharakteristiken bezüglich der Fokussierung erhalten, ohne daß die Länge des Spulensystems übermäßig erhöht wird.
  • Zusätzlich sind eine ausgezeichnete Untersuchungstiefe und damit verringerte Wirkungen der leitenden Schultern gegeben.
  • Das Spulensystem oder/und die Stationen und Bewertungsfaktoren können modifiziert werden, um so andere Charakteristiken zu erhalten. An Stelle der Spule 102 können zwei Spulen mit jeweils 50 Windungen in Serie geschaltet und geringfügig voneinander getrennt werden, wodurch die Wellen 106 der F i g. 10 verringert werden. Wenn es zweckmäßig ist, die Anzahl der Berechnungsstationen zu verringern, kann dies dadurch erzielt werden, daß das Spulensystem modifiziert wird. So können die Berechnungsstationen 10 und 11 (Tabelle) in Fortfall gebracht werden, indem die Anzahl der Windungen der Empfängerspule 103 verringert wird.
  • Ein Spulensystem der weiter unten beschriebenen Art kann ebenfalls in Anwendung gebracht werden.
  • Dieses System ist in der Fig. 12 erläutert, bei dem die Spulen 110, 111 und 112 Sender und die Spulen 113, 114 und 115 Empfänger sind, die die folgenden Windungszahlen und Abstände aufweisen:
    Abstand
    Spule von der Spule 110 Anzahl der Windungen
    inm
    110 -4
    111 1,52 15
    112 1,78 +60
    113 0,762 +60
    114 1,02 -15
    115 2,54 -4
    Das Vorzeichen gibt den Wicklungssinn an.
  • Die Kurve 116 in der F i g. 13 erläutert den senkrechten geometrischen Faktor für ein Spulensystem 110 bis 115 ohne Berechnung. Unter Anwendung der Berechnungsstationen m1 und mol', die 2,03m von m0 angeordnet sind, und der Bewertung 0 = 1,32 und 91 und e1, = 0,16 wird der sich ergebende senkrechte geometrische Faktor durch die Kurve 117 dargestellt. In der Fig. 14 sind die integrierten geometrischen Faktoren vor und nach der Berechnung durch die Kurven 118 und 119 gezeigt.
  • Aus den F i g. 13 und 14 ist die durch die erfindungsgemäße Vorrichtung erzielbare Verbesserung ersichtlich.
  • Aus den obigen Besprechungen geht hervor, daß die Erfindung im Zusammenhang mit Spulensystemen verschiedener Art angewandt werden kann. Sowohl symmetrische als auch asymmetrische Systeme können Anwendung finden, und jede gewünschte Anzahl an Berechnungsstationen kann angewandt werden.
  • Es kann z. B. ein Induktionsanzeigesystem unter Anwendung einer einzigen Spule zusammen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung angeordnet werden.
  • Hierbei kann entweder das durch dieses System erhaltene Leitfähigkeitssignal oder das Suszeptibilitätssignal verarbeitet werden.
  • Bezüglich der Verteilung der Berechnungsstationen in der F i g. 2 stellt m0 die Station dar, die den größten Bewertungsfaktor im Vergleich zu den Stationen m1 und m11 besitzt, und kann als eine Bezugsstation betrachtet werden. Die Stationen m1 und mit', deren jede sich in einem Abstand von 2,03 cm von m0 befindet, sind symmetrisch bezüglich der Bezugsstation verteilt. Bezüglich der F i g. 6 sind die Werte der Bewertungsfaktoren nicht symmetrisch, während die Stationen symmetrisch angeordnet sind. Andererseits ist in der Erläuterung gemäß Fig. 10 die Verteilung eindeutig unsymmetrisch. Alle Stationen lassen sich auf der gleichen Seite des durch die Linie 105 angezeigten effektiven Meßpunktes anordnen.
  • Auch Mehrfachspulensysteme können angewandt werden. Es können z. B. zusätzliche Spulen in jeder der in den Fig. 1. 4, 9 oder 12 gezeigten Vorrichtungen eingesetzt werden, so daß sich ein weiterer unterschiedlicher räumlicher Abstand bezüglich der Hauptspule ergibt. Das zusätzliche Spulensystem kann mit einer anderen Frequenz oder Zeitfolge bezüglich des vorliegenden Spulensystems erregt werden, so daß zwei Induktionsanzeigesignale erhalten werden können. Jedes der Signale kann einzeln oder in Kombination unter Erzielung einzelner oder mehrerer Aufzeichnungen verarbeitet werden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Untersuchung von Erdformationen, die von einem Bohrloch durchteuft sind, mit einem das Bohrloch längs einer Meßstrecke kontinuierlich durchlaufenden Spulensystem für die Induktion von Wechselströmen in aufeinanderfolgenden Tiefenlagen der das Bohrloch umgebenden Erdformationen und für die Aufnahme eines einzigen, von der Leitfähigkeit der Formationen abhängigen Meßsignals, zu dem jede Formationsschicht quer zum Bohrloch einen durch die Geometrie des Spulensystems bestimmten Anteil beiträgt, und mit einer Einrichtung für die Ermittlung von Kenndaten der Formationsleitfähigkeit aus den Meßsignalen, d a -durch gekennzeichnet, daß die Einrichtung einen Meßsignalspeicher (25, 66 a bis 661) für die vorübergehende Speicherung der Meßsignale - in an sich bekannter Weise synchron zur Spulensystembewegung - sowie eine Speicherableseeinrichtung (26 bis 28; 78 bis 80f) für die gleichzeitige Ablesung von in vorbestimmten Tiefenabständen gewonnenen Meßsignalen aufweist und daß die Einrichtung einen Summierverstärker (32; 64; 81 bis 84) für die vorzeichenbehaftete Verstärkung um von der Spulensystemgeometrie abhängige Faktoren und die Summierung der gleichzeitig abgelesenen Meßsignale zur Gewinnung der Kenndaten aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßsignalspeicher eine synchron zur Spulensystembewegung umlaufende an sich bekannte Magnettrommel ist, der ein Aufzeichnungskopf (24) für die Aufzeichnung der HF-modulierten Signale des Spulensystems (13, 14), eine der Anzahl der zu summierenden Meßsignale entsprechende Anzahl von Wiedergabeköpfen (26, 27, 28) in vorgegebenen Umfangsabständen entsprechend den vorbestimmten Tiefenabständen als Ableseeinrichtung sowie ein Löschkopf (25a) zur Löschung der gespeicherten Signale nach deren Ablesung zugeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßsignalspeicher ein an sich bekanntes Kondensatornetzwerk (66 a bis 660 zur Speicherung von Ladungen umfaßt, welche den Meßsignalen des Spulensystems (60 bis 62) entsprechen, daß die Ableseeinrichtung einen als Kommutator wirkenden, synchron mit der Spulensystembewegung betätigbaren Mehrebenendrehschalter (78 bis 80f) in Schaltverbindung mit dem Kondensatornetzwerk umfaßt und daß eine weitere Ebene (67 bis 670 des Schalters für die Einspeicherung der Signale in das Kondensatornetzwerk vorhanden ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Summierverstärker ein an sich bekanntes Widerstandsnetzwerk (32, 84) umfaßt, dessen Widerstandswerte die Faktoren bestimmen, sowie einen dem Widerstandsnetzwerk (32, 84) vor- oder nachgeschalteten Verstärker (64, 85).
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