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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Fernsteuerung von Rundfunk-
und Fernsehempfängern mit Lichtstrahlen, die einen Fotowiderstand aufweist, der
bei Erregung durch Lichtstrahlen einen elektrischen Impuls zur Schaltung des Empfängers
erzeugt und der im Innern einer lichtundurchlässigen Hülse im Brennpunkt einer optischen
Linse angeordnet und durch ein Farbfilter zur Lichtquelle hin abgeschirmt ist.
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Es ist bekannt, Lichtstrahlen zur Fernsteuerung von Fernseh- oder
Rundfunkgeräten zu verwenden. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen neigen solche Systeme
zu Fehlbetätigungen und sind wegen ihres Aufwandes verhältnismäßig teuer.
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Auch die Verwendung eines Fotowiderstandes als lichtempfindliches
Element .ist bekannt. Solche Fotwiderstände werden im Innern einer lichtundurchlässigen
Hülse oder in einem Gehäuse in der optischen Achse und im Brennpunkt einer Linse
angeordnet, wobei der Schirm aus einem Farbfilter besteht.
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Alle bekannten Fernsteuerungen mit Lichtimpulsen haben den Mangel,
daß die Bedienung des Fernsehgerätes aus der Ferne nur in einer festgelegten Richtung
erfolgen kann. Diese Fernbedienung reicht in vielen Fällen aus, in denen es einen
Sessel gibt, von dem aus man sich das übertragene Programm ansieht. Dieser Platz
hat aber in den verschiedenen Umgebungen nicht immer die gleiche Stellung zu dem
Fernsehgerät und es ist schwierig, entsprechend den Wünschen der einzelnen Käufer
Fernsehgeräte herzustellen. Auch kommt es häufig vor, daß ein Fernsehgerät umgestellt
wird und die die Fernsteuerung bewirkende Person ihre Stellung verändert. Diese
Stellung kann sich auch ändern, wenn mehrere Personen das Programm ansehen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fernsteuerung für ein
Fernsehgerät mittels Lichtimpulse, die selektiv von dem lichtempfindlichen Element
empfangen werden, ohne daß das lichtempfindliche Element durch das Raumlicht beeinflußt
wird, so einstellen zu können, daß die die Fernsteuerung bedienende Person das lichtempfindliche
System in jeder gewünschten Richtung verstellen kann.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das lichtempfindliche Element
mit der lichtundurchlässigen Hülse dem optischen System und dem Fotowiderstand mittels
einer einstellbaren Halterung an einem ortsfesten Teil des Empfängers in der senkrechten
und/oder der waagerechten Ebene verstellbar befestigt ist, und der Fotowiderstand
jeweils auf die Richtung, aus der der Benutzer den Empfänger fernzusteuern wünscht,
einstellbar ist.
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Damit werden die Vorteile erzielt, daß von jeder Stellung aus die
Fernsteuerung eines Fernsehgerätes vorgenommen werden kann.
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In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur
Fernsteuerung, F i g. 2 eine Ergänzung der Vorrichtung nach F i g. 1, die von den
Stromkreisen des Fernsehempfängers gespeist werden kann, F i g. 3 einen Längsschnitt
durch die teilweise in Ansicht dargestellten Mittel zur Aufnahme und Befestigung
des lichtempfindlichen Elements, F i g. 4 teilweise im Schnitt und teilweise in
Ansicht eine verstellbare Lagerung der in F i g. 3 dargestellten Mittel und F i
g. 5 eine schematische Darstellung der Anordnung einer Mehrzahl von Steuersignale
empfangenden Elementen an einem Fernsehempfänger.
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Die Fernbedienung eines Fernsehempfängers ist in F i g. 1 dargestellt.
Der Geber des Lichtsignals besteht aus einer Taschenlampe 10 mit einem Ein-
und Ausschalter 11 und einem Reflektor 12, der das von einer Glühbirne ausgestrahlte
Licht zu einem Lichtbündel 13 zusammenfassen und auf ein lichtempfindliches Element
14 werfen kann. Das lichtempfindliche Element 14 weist einen von einer lichtundurchlässigen
Hülle 16 umschlossenen Fotowiderstand 15 auf sowie eine Linse 17, die dazu dient,
das Lichtbündel 13 auf den Fotowiderstand 15 zu konzentrieren. Die Linse 17 kann
einem Farbfilter zugeordnet sein oder selbst dieses Filter bilden.
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Das lichtempfindliche Empfangssystem ist zur Steuerung eines bei 19
in den Innenkreis des Fernsehempfängers geschalteten bistabilen Umschalters
18 über einen Elektromagneten 20 bestimmt, um ausgestrahlte Fernsehprogramme
beliebig umschalten zu können. Die weiteren dazu erforderlichen Schaltungen werden
nicht beschrieben, da sie bekannt sind.
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Die Ansprechbarkeit des den bistabilen Umschalter 18 betätigenden
Elektromagneten 20 auf das lichtempfindliche Element 14 wird mittels eines Spannungsteilers
in Form eines Widerstandes 21 in Verbindung mit dem Fotowiderstand 15 und einer
Elektronenröhre 22 erzielt, wobei die Spannung von einer Batterie 23 geliefert
wird. Die Anodenspeisung erfolgt von einer Batterie 24.
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Auf jedes Steuersignal, welches gegeben wird, indem die Taschenlampe
10 eingeschaltet und das Lichtbündel 13 auf die Linse 17 des lichtempfindlichen
Elements 14 gerichtet wird, erfolgt deshalb eine Erregung des Fotowiderstands 15
und somit eine Betätigung des bistabilen Umschalters 18, wodurch eine Programmumschaltung
oder eine andere gewünschte Funktionsänderung des mit Hilfe der vorbeschriebenen
Einrichtung fernbedienten Fernsehempfängers erreicht wird.
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F i g. 2 zeigt eine Schaltung mit dem schematisch dargestellten lichtempfindlichen
Element 14. Bei dieser Schaltung hat der Spannungsteiler einen mit dem Fotowiderstand
in Serie geschalteten veränderlichen Widerstand 30 für das Gitter einer Elektronenröhre
31, deren Anodenstrom für die Betätigung des bistabilen Umschalters 18 verwendet
wird. Der Punkt 32 liegt an der positiven gefilterten Spannung der Anodenstromquelle
des Fernsehempfängers, dem die Vorrichtung zugeordnet ist. Die Punkte 33 und
34 liegen an einem Wechselstrom von etwa 70 V Wirkspannung, der vom Fernsehempfänger
abgezweigt sein kann. Der Punkt 34 entspricht auch einem Erdungspunkt des Fernsehempfängers.
Zusammen mit den Widerständen 36 und 37 un" den Kondensatoren 38 und 39 bewirkt
die Diode 35, daß an den Ausgangsklemmen des Kondensators 39 eine Gleichstromspannung
abgenommen werden kann. Die Vorrichtung nach F i g. 2 wird durch einen Druckknopfschalter
41 vervollständigt, der dazu dient, den bistabilen Umschalter 18 zu betätigen, ohne
auf die Fernbedienung zurückgreifen zu müssen. Ein Widerstand 42 sorgt dafür, daß
die Spannung den für die Funktion des bistabilen Umschalters 18 erforderlichen Wert
hat.
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In konstruktiver Hinsicht kann das lichtempfindliche Element 14 auch
wie in F i g. 3 dargestellt verwirklicht
werden. Hierbei ist der
Fotowiderstand 115 in einer Aufnahme 50 vorgesehen, die gleitend in einer lichtundurchlässigen
Hülse 116 gelagert ist, welche mit einer Mutter 52 und einem Gegenring 53 an der
vorderen Gehäusewand 51 des Fernsehempfängers befestigt ist, wobei der Gegenring
53 an der Außenseite der Gehäusevorderwand 51 gleichzeitig als Aufnahme eines
farbigen Lichtfilters 54 und zur Befestigung einer Linse 55 dient, die zusammen
ein optisches System bilden, durch das das Lichtbündel auf den Fotowiderstand 115
konzentriert wird. Die axiale Beweglichkeit der Aufnahme 50 in der lichtundurchlässigen
Hülse 116 ermöglicht es, den Fotowiderstand 115 in den Brennpunkt des optischen
Systems zu bringen. Zur Brennpunkteinstellung genügt es, ein Ohmmeter an die Kontakte
56 und 57 des Fotowiderstands 115 zu schließen und die Lage der Aufnahme 50 zu regulieren
bis das Ohmmeter den geringsten Widerstandswert anzeigt, wenn das Lichtfilter
54 aus der gewünschten Entfernung mit der Taschenlampe 10 angeleuchtet wird.
Nach erfolgter Einstellung kann die Aufnahme 50 mittels einer Druckschraube 58 festgestellt
werden.
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Das gemäß F i g. 3 ausgebildete lichtempfindliche Element 14 kann
so angebracht werden, daß es nach Wunsch des Benutzers sowohl in der waagerechten
als auch in der senkrechten Ebene in der Richtung verstellt werden kann. Das Element
14 kann an einer Kugelkappe 60 befestigt sein, die zwischen einer Gegenkappe
61 und dem inneren Profil 62 einer Öffnung 63 in einem Teil 64 des Schaltfeldes
bzw. der vorderen Gehäusewand des Fernsehempfängers mit Gleitreibung um ihren Mittelpunkt
beweglich ist.
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Bei der praktischen Verwirklichung der Ausführungsform nach F i g.
3 wurden in vorteilhafter Weise eine rotgefärbte Linse 54 mit einer Brennweite
von 15 bis 20 mm und eine durchlässige Linse 55 mit einer Brennweite von 35 mm verwendet.
Ein in einen Stromkreis nach F i g. 2 geschaltetes lichtempfindliches Element
14 gemäß F i g. 3 kann für die Programmumschaltung eines Fernsehempfängers
arbeiten.
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An Stelle eines Fotowiderstandes kann das lichtempfindliche Element
14 auch eine Fotozelle aufweisen. Wenn angenommen wird, daß der Fotowiderstand
15 in F i g. 1. durch eine Fotozelle ersetzt ist, dann würde in diesem Fall das
Gitter der Röhre 22 so vorgespannt sein, daß der Anodenstrom gesperrt ist, wenn
die Fotozelle nicht von einem Lichtstrahl der Taschenlampe 10 getroffen wird.
Die Fotozelle müßte selbstverständlich so gewählt werden, daß sie, wenn sie von
einem Lichtstrahl getroffen wird, eine Spannung erzeugt, die in der Lage ist, das
vom Gitter abgegebene negative Potential zu annuheren.
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Wie aus F i g. 5 ersichtlich ist, kann ein Fernsehempfänger T mit
einem oder mehreren lichtempfindlichen Elementen 14 a und 14 b versehen
sein, die entweder an der Schalttafel oder an einer anderen Stelle des Empfängers
angeordnet und von dem Lichtstrahl entweder direkt oder durch Reflexion erreicht
werden können. Dabei sind diese Elemente in verhältnismäßig weiten Abständen voneinander
vorgesehen, damit der Benutzer je nach dem gewünschten Schaltvorgang das Lichtbündel
auf das eine oder andere ;der lichtempfindlichen Elemente richten kann. Die das
Lichtsignal empfangenden Elemente 14a und 14 6 können für die Programmumschaltung
und für die Veränderung des Klangvolumens zwischen zwei bestimmten Werten oder für
andere, die inneren Kreise des Fernsehempfängers betreffende Schalt-und Steuervorgänge
während der Fernsehsendung verwendet werden. Zum Ein- und Ausschalten des Fernsehempfängers
T können andere in den Empfänger eingebaute oder von diesem getrennte Mittel D verwendet
werden, die ein eigenes lichtempfindliches Element 14 c aufweisen. Die Vorrichtung
D kann entweder am Empfänger T selbst oder entfernt von diesem angebracht werden,
in jedem Fall aber so, daß ein als Signal dienender Lichtstrahl auf ihr lichtempfindliches
Element 14 c gerichtet werden kann, ohne daß gleichzeitig auch die anderen Elemente
14 a und 14 b erregt werden.