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DE1300825B - Stabilisierungsmittel fuer elektrisches Isoliermaterial - Google Patents

Stabilisierungsmittel fuer elektrisches Isoliermaterial

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Publication number
DE1300825B
DE1300825B DEW33575A DEW0033575A DE1300825B DE 1300825 B DE1300825 B DE 1300825B DE W33575 A DEW33575 A DE W33575A DE W0033575 A DEW0033575 A DE W0033575A DE 1300825 B DE1300825 B DE 1300825B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paper
cellulose
insulation
stabilizing
treated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW33575A
Other languages
English (en)
Inventor
Ford James G
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Publication of DE1300825B publication Critical patent/DE1300825B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F27/00Details of transformers or inductances, in general
    • H01F27/28Coils; Windings; Conductive connections
    • H01F27/32Insulating of coils, windings, or parts thereof
    • H01F27/323Insulation between winding turns, between winding layers
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/185Substances or derivates of cellulose

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Organic Insulating Materials (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Cellulosematerialien, wie z. B. Papier, Baumwollgewebe, Baumwollband, Preßplatten und Holz, werden schon lange in der Elektroindustrie zur Isolierung der verschiedensten Teile von elektrischen Apparaten verwendet. Solche Materialien sind insbesondere auf Grund ihrer wirtschaftlichen Vorteile im Vergleich zu anderen verfügbaren Materialien ein günstiges Ausgangsmaterial für elektrische Isolationen. Ferner besitzt die Celluloseisolation hinreichende physikalische Eigenschaften und anfangs eine zufriedenstellende dielektrische Festigkeit.
  • Cellulosematerialien verschlechtern sich jedoch schnell bei Temperaturen über 100° C, wenn sie in Berührung mit Luft sind, und diese Verschlechterung ist noch viel ausgeprägter in Gegenwart eines flüssigen Dielektrikums. Sowohl die physikalischen als auch die elektrischen Eigenschaften werden beeinflußt. Das Ergebnis ist, daß die Isolation schnell ihre elektrisch isolierende Festigkeit verliert und ihre mechanische Festigkeit verschlechtert wird.
  • Die elektrischen und thermischen Eigenschaften von Cellulosematerialien, wie z. B. Papier, Baumwollgewebe, Baumwollband und Holz, verschlechtern sich schnell bei Temperaturen über 100° C, wenn sie in Kontakt mit Luft oder einem flüssigen Dielektrikum sind. So beispielsweise behält Papier, nachdem es nur einige Wochen in hochgereinigtes Transformatorenöl bei 120 bis 150° C eingetaucht war, nur ein paar Prozent seiner ursprünglichen dielektrischen Festigkeit und praktisch nichts von seiner ursprünglichen Zerreißfestigkeit. Im allgemeinen kann eine Lage von frischem elektrischem Kraft-Papier mehrere 100mal gebogen werden, bevor es bricht. Jedoch bricht es bereits, nachdem es nur ein paar Tage in Transformatorenöl bei 150° C eingetaucht war an den Stellen, wo es doppelt gefalzt war. Für diese Fälle ist im einzelnen angegeben worden, daß in elektrischen Apparaten, welche eine Celluloseisolation enthalten, die herrschenden Arbeitstemperaturen 105° C nicht überschreiten sollten.
  • Es wurde gefunden, daß gewisse stickstoffhaltige organische Verbindungen mit einer oder mehreren Nitrilgruppen, welche stabilisierend auf Cellulosepapier wirken, nicht nur die thermische Stabilität einer Celluloseisolation sehr verbessern, sondern überraschenderweise der Isolation auch hervorragende elektrische Eigenschaften verleihen. Die günstigen Eigenschaften treten nicht nur in Gegenwart eines flüssigen Dielektrikums auf, sondern werden ebenso erhalten, wenn die Isolation in Luft oder einem anderen Gas verwendet wird.
  • Es ist bekannt, daß die Hydroxylgruppen von Cellulose, die als Pulpe von Holzfasern, Baumwollfasern od. dgl. eingesetzt wird, durch Acrylnitril veräthert werden können. Das durch Cyanäthylierung, einer chemischen Reaktion sich bildende Cellulosederivat soll eine erhöhte dielektrische Festigkeit haben.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun die Verwendung von 0,02 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das verwendete Cellulosematerial, einer stickstoffhaltigen organischen Verbindung der allgemeinen Formel X-R-CN worin R einen Alkyl-, Alkoxy-, Alkoxyalkanrest oder einen aromatischen oder substituierten aromatischen Rest und X = H oder CN bedeutet, die vorzugsweise in wäßriger Lösung, in einen Träger aus einem Cellulosematerial in an sich bekannter Weise während der Herstellung eingebaut wird, als Stabilisierungsmittel für elektrisches Isoliermaterial auf Cellulosebasis. Die stabilisierend wirkenden Verbindungen sind in den Faserzwischenräumen fein verteilt und von dem Cellulosematerial adsorbiert. Die erfindungsgemäß stabilisierten elektrischen Materialien auf Cellulosebasis zeichnen sich durch verbesserte thermische Beständigkeit und hervorragende elektrische Eigenschaften aus.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
  • F i g. 1 ist eine graphische Zeichnung, in welcher Mullens Berstfestigkeit gegen die Alterung, gemessen in Tagen, von stabilisiertem und nichtstabilisiertem Kraft-Papier in Transformatorenöl bei 150° C aufgetragen ist. Die Kurve »A« gilt für Kraft-Papier, welchem keine stabilisierenden Verbindungen zugesetzt wurden. Die Kurve »B« zeigt die Alterungsbeständigkeit von Kraft-Papier, dem erfindungsgemäß Succinonitril zugesetzt wurde.
  • F i g. 2 ist eine graphische Darstellung der dielektrischen Festigkeit, welche stabilisiertes und nichtstabilisiertes Kraft Papier gealtert in Transformatorenöl bei 150° C zurückbehält. Die Kurve »A« gilt für unbehandeltes Kraft-Papier, die Kurve »B« für Kraft-Papier, dem erfindungsgemäß Succinonitril zugesetzt wurde, und die Kurve »C« für Kraft-Papier, dem erfindungsgemäß Dicyandiamid und Succinonitril zugesetzt wurden.
  • F i g. 3 ist eine perspektivische Ansicht, teilweise im Schnitt, eines Transformatorkerns, welcher mit der Celluloseisolation gemäß der Erfindung isoliert ist.
  • Nach der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die Zeit des Verweilens sehr zu erhöhen, wobei die dielektrische Festigkeit und die mechanische Festigkeit der Celluloseisolation bei erhöhter Temperatur sowohl in Gasen als auch in einem flüssigen Dielektrikum erhalten bleibt. Das elektrische Isoliermaterial auf Cellulosebasis enthält das erfindungsgemäße Stabilisierungsmittel gleichmäßig und überall in den Zwischenlagen verteilt. Von den Verbindungen wird nur wenig verwendet. Durch ihre Gegenwart werden aber der Celluloseisolation sehr verbesserte physikalische und elektrische Eigenschaften verliehen.
  • Geeignete Nitrile entsprechen der allgemeinen Formel X-R-CN worin R ein Alkyl-, Alkoxy-, Alkoxyalkanrest, ein aromatischer oder substituierter aromatischer Rest und X = H oder -CN sein kann. Besonders geeignet sind Nitrile, deren Substituenten hydrophil sind, so daß sie in Wasser löslich sind und relativ unlöslich in Öl. Dinitrile erwiesen sich als besonders vorteilhaft. Besonders geeignete stickstoffhaltige Verbindungen sind ferner Cyanoverbindungen, wie z. B. Butylnitril, Octylnitril, Isooctylnitril, Adiponitril, Malononitril, Isophthalonitril, Succinonitril, p-Aminobenzonitril, ß-Äthoxypropionitril und Benzylnitril sowie die einfachen Substitutionsprodukte dieser Verbindungen, enthaltend beispielsweise Alkylgruppen an dem Benzolring der aromatischen Verbindungen.
  • Es wurde überraschenderweise gefunden, daß die dielektrische Festigkeit von Papier oder einem anderen Cellulosematerial, beispielsweise vulkanisierte Hartfaser, welches erfindungsgemäß mit einer oder mehreren der obenerwähnten Verbindungen behandelt ist und in eine dielektrische Flüssigkeit, beispielsweise in ein Kohlenwasserstofföl oder in chloriertes Diphenyl, eingetaucht worden ist, nicht nur besser ist als das gleiche unbehandelte Papier, sondern auch die Temperaturbeständigkeit steigt. Die dielektrische Festigkeit steigt ebenfalls und erreicht einen Spitzenwert bei einer Temperatur von 125 bis 150° C und auch höher. Bei unbehandeltem Papier beginnt die dielektrische Festigkeit schnell zu sinken, bereits bei einer Temperatur von 25 bis 50° C unter der Temperatur, bei welcher die Spitze der dielektrischen Festigkeit des behandelten Papiers liegt.
  • Der Leistungsfaktor einer behandelten Celluloseisolation, eingetaucht in ein flüssiges Dielektrikum, ist geringer als jener eines ähnlichen Papiers, welches nicht so behandelt worden ist. Dies gilt für einen weiten Bereich. Ferner kommen Reduktionsmittel vor, wenn das flüssige Dielektrikum ein Öl ist, welches Oxydationsinhibitoren enthält, wie z. B. alkylierte Phenole, z. B. p-tert.-Butylphenol und Dibutylp-kresol in Mengen von 0,01 bis 4% oder mehr. Das behandelte Papier scheint durch das Vorhandensein solcher Inhibitoren günstig beeinflußt zu werden. Eine synergistisch zusammenwirkende Verbesserung findet statt, wenn das nitrilbehandelte Papier damit in Kontakt ist.
  • So war der Leistungsfaktor eines gereinigten, nichtinhibitierten Kohlenwasserstofföls mit darin eingetauchtem Kraft-Papier ursprünglich 0,008% und die Farbe »1« gemäß der Lovibond-Skala. Nach einem Jahr bei 95° C war der Leistungsfaktor 0,29% und die Farbe »5-f-«. Wenn das Öl inhibiert war und das Kraft-Papier unbehandelt, so war nach einem Jahr bei 95° C der Leistungsfaktor 0,36% und die Farbe »5-«.
  • Bei Kraft-Papier, das gemäß der Erfindung mit Nitrilen behandelt war, war nach einem Jahr bei 95° C die Farbe ungefähr »31/2« und der Leistungsfaktor 0,1 bis 0,05.
  • Besondere Vorteile werden erreicht, wenn die chemisch stabilisierenden Verbindungen in der Celluloseisolation in einer Gesamtmenge von ungefähr 0,02 bis 10 Gewichtsprozent zugegen sind, bezogen auf das Gewicht des Cellulosematerials. Weniger als 0,02% von einer oder von mehreren der Verbindungen verliehen der Celluloseisolation keine bemerkenswerte Verbesserung hinsichtlich der elektrischen Isolation oder der mechanischen Festigkeit bei der Alterung bei erhöhten Temperaturen oder bei Aussetzung erhöhten Temperaturen. Die Gegenwart von mehr als etwa 101/o der Verbindung ist unwirtschaftlich und erhöht nicht den Grad der Verbesserung, welcher mit 10% erhalten wird. Innerhalb des erwähnten Bereichs erwies es sich als besonders günstig, 1 bis 5 Gewichtsprozent der stickstoffhaltigen Verbindung zu verwenden. Es wurde gefunden, daß diese Mengen in der Celluloseisolation die thermische Stabilität der elektrischen Celluloseisolation ganz wesentlich verbessern.
  • Ferner müssen die stabilisierende Verbindung bzw. Verbindungen in wesentlich gleicher Verteilung und überall gleichmäßig zugegen sein, um eine Celluloseisolation mit optimaler Wirkung zu erhalten. Diese Forderung ist leicht zu erfüllen, da alle in Frage kommenden, erfindungsgemäß verwendeten stabilisierenden Verbindungen leicht wasserlöslich und im wesentlichen ölunlöslich sind. Um die guten dielektrischen Eigenschaften und hohe Festigkeit zu erhalten, ist es erforderlich, daß die stabilisierenden Verbindungen fest und stabil mit den Cellulosefasern verbunden sind. Nur so werden die hier zuerst beschriebenen Vorteile erreicht, insbesondere wenn die Isolation in ein flüssiges Dielektrikum, z. B. Öl, während der Verwendung eingetaucht ist. Wenn beispielsweise die stabilisierenden Materialien in dem Dielektrikum nur suspendiert sind, verstreicht ein großer Zeitraum, bevor die Stabilisatoren die Celluloseisolation durchdringen und die maximale Wirksamkeit entfalten. Dies war der Fall mit Harnstoff oder ähnlichen Materialien, welche in der USA.-Patentschrift 2 722 561 angegeben sind. Hier werden die stabilisierenden Verbindungen als trockenes Pulver der Isolation, beispielsweise einer Transformatorspule, zugesetzt während des Wickelns. Die Vorteile der vorliegenden Erfindung werden so nicht erreicht.
  • Da die erfindungsgemäß verwendeten stabilisierend wirkenden Verbindungen (Nitrile) einen geeigneten Grad an Löslichkeit in Wasser oder Wasser-Alkohol-Mischungen haben, können sie mit Vorteil in solchen Lösungen verwendet werden, um die Celluloseisolation während der Herstellung vollständig zu durchdringen. Im Fall einer Papier- oder Preßplattenisolation kann die Einarbeitung der Verbindung bzw. Verbindungen leicht in der Papiermaschine erfolgen. Papier wird im allgemeinen entweder auf der Fourdriniermaschine oder auf der Rundsiebpappenmaschine hergestellt. Nach jedem Verfahren wird die aus den verfilzten Cellulosefasern gebildete endlose Bahn von dem Sieb auf ein Band zum Trocknen geleitet. Die endlose Bahn wird durch einen Trockner geleitet, welcher eine Anzahl von dampfgeheizten Rollen enthält. Dann kann sie, falls gewünscht, zwischen Kalanderwalzen geleitet werden, um ihr eine besondere Oberflächenausrüstung oder Dichte zu verleihen, und zuletzt wird sie für Lagerung und Versand aufgerollt. Im allgemeinen ist der Trockner aufgeteilt, so daß die Papierbahn im ersten Teil teilweise und im zweiten vollkommen getrocknet wird. Zwischen den zwei geheizten Walzen ist meist ein Tank angeordnet mit Ausrüstungsmaterial für das Papier.
  • Erfindungsgemäß sind die stabilisierende Verbindung bzw. Verbindungen in wäßriger Lösung zugegen. Sie werden in der herkömmlichen Leimpresse zugegeben. Das teilweise getrocknete Papier wird durch die wäßrige Nitrillösung von geeigneter Konzentration geleitet. Es adsorbiert eine spezifische Menge der stabilisierenden Verbindung. Nach dieser Behandlung passiert das Papier den zweiten Teil des Trockners. Die Temperatur der Trockenwalzen ist so geregelt, daß man einen genügenden Trocknungsgrad erreicht und ein späteres Kleben des behandelten Papiers auf den Kalanderwalzen ausscheidet. Das Verfahren kann sowohl in Fourdrinier- als auch in Rundsiebpappenmaschinen durchgeführt werden.
  • Das resultierende getrocknete Papier enthält die stabilisierende Verbindung gleichmäßig und innig verteilt in allen Faserzwischenräumen. Weil, wie im Fall von Succinonitril, die Wasserlöslichkeit der stabilisierenden Verbindung ansteigt mit der Temperatur des Wassers, kann es wünschenswert sein, die Lösung zu erwärmen und zu sättigen, so daß die Konzentration von Succinonitril hoch ist, wodurch erreicht wird, daß das Papier eine bestimmte Menge der Verbindung passiert. Im allgemeinen sind Temperaturen von 60 bis 90° C angemessen.
  • Um deutlicher die mit der Erfindung erreichten Vorteile zu zeigen, werden die folgenden Beispiele angegeben.
  • In jedem Beispiel wurden 3 Gewichtsprozent der stabilisierenden Verbindung zum Kraft-Papier während seiner Herstellung hinzugefügt. In allen Beispielen war das Papier 0,75 mm dick und hatte eine Dichte von ungefähr 1. Jedes der Papiermuster wurde mit lackiertem Draht zu einer Spule gewickelt und in einen Tank, der mit Transformatorenöl gefüllt war, gegeben. Es wurde genügend Strom durch die Spule geleitet, um Temperaturen von 140° C zu erzeugen. Die Spule wurde nach 7 Tagen entfernt und an jedem Muster des gealterten Papiers eine Mullens-Berstfestigkeitsprüfung durchgeführt. In der folgenden Tabelle sind die Werte für die Mullens-Berstfestigkeit vor und nach der Prüfung angegeben.
    Zurückbehaltene
    Stabilisierungs- Mullens Berstfestigkeit
    mittel in Prozent
    vorher I nachher (Retention)
    Keines (100o/oKraft-
    papier) ......... 73 18 24,6
    Succinonitril....... 52 50 96-f-
    p-Aminobenzonitril 65 59 91
    ß-Äthoxypropionitril 61 54 90
    ß, ßi-Iminodipropio-
    nitril ........... 58 58 100
    Diäthylaminoaceto-
    nitril ........... 64 55 86
    a-Hydroxyisobutyro-
    nitril ........... 59 50 85
    Aus den vorhergehenden physikalischen Daten ist ersichtlich, daß das Kraft-Papier, welches kein stabilisierendes Mittel enthält, nur 24,6% seiner ursprünglichen Derstfestigkeit behält. Die Nitrile verleihen dem behandelten Kraft-Papier solche Beständigkeit gegen Alterung, daß das behandelte Papier 85% oder mehr seiner ursprünglichen Berstfestigkeit hat. Aus F i g. 1, in der die Ergebnisse von anderen ähnlichen Testen angeführt sind, sieht man, daß sogar nach 28tägiger Alterung, durch Tauchen in Öl, das mit Succinonitril behandelte Papier annähernd 80% seiner ursprünglichen Berstfestigkeit behielt, während das unbehandelte Kraft-Papier nur ungefähr 3 % behielt.
  • Teste wurden von der dielektrischen Festigkeit des mit Nitril behandelten Papiers gemacht. Aus F i g. 2 ist ersichtlich, daß die mit Nitril behandelten Kraft-Papiere stark erhöhte dielektrische Festigkeit mit steigenden Temperaturen besitzen im Vergleich zu einem unbehandelten Kraft-Papier.
  • Bei Verwendung des gleichen behandelten Papiers, enthaltend ungefähr 3 % Succinonitril, wurde eine Transformatorspule gewickelt, wie dies F i g. 3 zeigt. 10 zeigt das behandelte Kraft-Papier, welches um die einzelnen Spulen und zwischen die Hoch- und Niederspannungsspulen des Transformators gewickelt ist. Die Transformatorspule besteht so aus Niederspannungsspulen 14 bis 16 und Hochspannungsspulen 18, 20 und 22. Sie werden isoliert, indem man eine Lage auf die andere des behandelten Papiers aufbringt. Die Niederspannungsspule 14 wird isoliert mit dem behandelten Papier durch lagenweises Umwickeln der Isolation 24. Die verwendeten elektrischen Leiter können aus lackiertem Draht bestehen, welcher bis zu Temperaturen von 250° C nicht erweicht. Geeignete Lacke sind Epoxyharze, Polyesterharzlacke, beispielsweise solche aus Isophthalatglykolmaleatharzen, Siliconen und Polyvinylformalphenolharzen. Die Lacke können direkt auf Kupferdraht angewendet werden oder auf mit Asbest oder Glasfaser oder anderem faserigen Material umwickelten Kupferdraht. In dem fertiggestellten Transformator wird ein flüssiges Dielektrikum die Kanäle 26 füllen und auch die Papierisolation vollständig durchdringen. Das Ganze wird vakuumbehandelt, um Luft und Feuchtigkeit aus dem Papier zu entfernen, und die Spule wird dann ausgebacken, um irgendwelche Feuchtigkeit vollständig zu entfernen.
  • Durch die nitrilbehandelte Isolation der Erfindung wird der Transformator fester und dichter, weil die behandelten Cellulosezwischenlagen und andere Komponenten weniger als die Hälfte der Dicke bei der thermischen Alterung verlieren als unbehandelte Preßplatten, Kraft-Papier und andere Cellulosematerialien.
  • Das Papier oder andere Celluloseprodukte können geringe Mengen bis zu 5 % von einem oder mehreren für sich bereits hitzestabilisierende und die dielektrische Festigkeit erhöhende Materialien, wie z. B. Melamin und Dicyandiamid, enthalten. Die Cellulosematerialien können auch Harze oder Binder, wie z. B. Polyacrylamid- und Melaminaldehydharze, enthalten.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verwendung von 0,02 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das verwendete Cellulosematerial, einer stickstoffhaltigen organischen Verbindung der allgemeinen Formel X-R-CN worin R einen Alkyl-, Alkoxy-, Alkoxyalkanrest oder einen aromatischen oder substituierten aromatischen Rest und X = H oder CN bedeutet, die, vorzugsweise in wäßriger Lösung, in einen Träger aus einem Cellulosematerial in an sich bekannter Weise während der Herstellung eingebaut wird, als Stabilisierungsmittel für elektrisches Isoliermaterial auf Cellulosebasis.
  2. 2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Träger aus Cellulosematerial eingesetzt wird, der bis zu 5 % eines Materials, das für sich bereits hitzestabilisierend und die dielektrische Festigkeit erhöhend wirkt, enthält.
DEW33575A 1962-01-03 1962-12-20 Stabilisierungsmittel fuer elektrisches Isoliermaterial Pending DE1300825B (de)

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US164113A US3170027A (en) 1962-01-03 1962-01-03 Treated cellulosic insulation and electrical apparatus embodying the same

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DEW33575A Pending DE1300825B (de) 1962-01-03 1962-12-20 Stabilisierungsmittel fuer elektrisches Isoliermaterial

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