DE1300199B - Kleber fuer Wachsmodelle - Google Patents
Kleber fuer WachsmodelleInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C7/00—Patterns; Manufacture thereof so far as not provided for in other classes
- B22C7/02—Lost patterns
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
Description
- Die Erfindung betrifft die Herstellung von komplizierten Wachsmodellen für den Feinguß, wobei die Modelle aus Einzelteilen zusammengesetzt und miteinander verklebt werden.
- Die Herstellung von ausschmelzbaren Wachsmodellen für den Feinguß erfolgt durch Einspritzen des flüssigen Wachses in Metallformen. Da die zu fertigenden Gußstücke bzw. deren Wachsmodelle oftmals kompliziert gestaltet sind, sind entsprechend komplizierte Spritzformen erforderlich, deren Anfertigung sehr aufwendig ist. In vielen Fällen muß sogar die vom Konstrukteur gewünschte Form des Gußteils einzig und allein deshalb abgewandelt werden, weil die Anfertigung der Spritzform zu schwierig oder gar unmöglich ist. Solche Schwierigkeiten ergeben sich vor allem dann, wenn das Gußteil Höhlungen und Hinterschneidungen enthält.
- Bei der Beseitigung dieser Schwierigkeiten geht die Erfindung davon aus, daß die Anfertigung eines komplizierten Wachsmodells sehr wesentlich erleichtert werden kann, wenn diese Modelle aus Einzelteilen, deren jedes für sich einfach gestaltet ist, zusammengefügt werden. Diese Einzelteile können in verhältnismäßig einfach gebauten Formen gespritzt werden.
- Voraussetzung für die Anwendung dieser Art der Modellfertigung ist jedoch eine einwandfreie Verbindung der einzelnen Modellteile.
- In manchen Fällen ermöglicht die leichte Schmelzbarkeit des Wachses bereits das Zusammenfügen der Einzelteile, indem die Kontaktflächen mit einem angewärmten Werkzeug aufgeschmolzen und dann zusammengepreßt werden. Diese Arbeitsweise ist jedoch recht unvollkommen, da durch das Anschmelzen scharfe Kanten der Kontaktflächen verrundet werden und auch ein maßgenaues Aneinanderfügen der Teile sehr schwierig ist. Dies gilt besonders, wenn zwei Einzelteile gleichzeitig an mehreren Kontaktflächen zusammengefügt und diese Flächen gleichzeitig und gleichmäßig aufgeschmolzen werden müssen. Komplizierte Fügevorgänge lassen sich auf diese Weise nicht ausführen.
- Man kann auch das Wachs an den Kontaktflächen mit einem Lösungsmittel, wie z. B. Aceton, anlösen und die Teile dann aneinanderpressen. Durch Verdunstung des Lösungsmittels erhärtet das Wachs wieder. Die Festigkeit einer auf diesem Wege hergestellten Verbindung ist jedoch sehr gering, da das zwischen den Kontaktflächen verdunstende Lösungsmittel Hohlräume bildet und somit keine homogene Verbindung eintritt. Außerdem bildet sich am Rande zwischen den beiden Kontaktflächen ein Spalt, in welchem beim Tauchen der Wachsmodelle die überzugsmasse eindringen kann. Am Gußteil treten an diesen Stellen unzulässige Einkerbungen auf.
- Eine weitere Möglichkeit zum Zusammenfügen zweier Modellteile ist das Kleben mit Hilfe eines Klebers, der in dünner Schicht auf die zu verbindenden Flächen aufgebracht wird. Man kann hierfür polymere Vinylverbindungen oder Cellulosederivate mit organischen Lösungsmitteln oder ähnliche Kleber verwenden, bei denen das Lösungsmittel während der Abbindung verdampft. Diese Kleber haben den Nachteil, daß bei größeren Klebeflächen durch die nur langsam auf dem Diffusionswege durch die Kleberschicht erfolgende Verdunstung lange Abbindezeiten - oftmals Wochen -erforderlich sind. Außerdem lassen sich diese meist recht zähen, fadenziehenden Kleber nur äußerst schwierig mit der nötigen Sauberkeit verarbeiten. Auch haften diese Kleber auf der Wachsoberfläche sehr schlecht und ergeben Verbindungen mit nur mangelhafter Festigkeit. Die oben beschriebenen Nachteile der Spaltbildung treten auch hier auf. Andererseits kann der nur langsam erhärtende Kleber aber auch noch nach einer gewissen Zeit zwischen den Kontaktflächen hervortreten und einen Wulst bilden. An unzugänglichen Stellen des Wachsmodells kann dieser Wulst nachträglich nicht mehr entfernt werden und führt deshalb zu unzulässigen Formabweichungen am Gußstück.
- Die Erfindung beseitigt die oben dargelegten Schwierigkeiten dadurch, daß als Kleber ein aushärtbares, rückstandsfrei verbrennendes, an Wachs haftendes Kunstharz verwendet wird. Als Kleber wird vorzugsweise ein Epoxyharz verwendet. Diese Harze besitzen in fast idealer Weise alle für das Kleben von Wachsmodellen erforderlichen Eigenschaften, nämlich gute Haftfähigkeit auf glatten Wachsoberflächen, keine Bläschenbildung in der Kleberschicht, schnelles, jedoch nicht zu schnelles Abbinden, gute Streichfähigkeit, nicht fadenziehend, einstellbare Viskosität, die dem entsprechenden Anwendungsfall angepaßt werden kann, keine Schwindung beim Abbinden, keine Löslichkeit in Äthylalkohol und damit keine Auflösung der Klebeverbindung beim. Tauchen in Äthylsilikat, rückstandsloses Verbrennen des erhärteten Harzes beim Brennen der die Wachsmodelle umhüllenden Keramikformen.
- Die Erfindung befreit die Klebetechnik von allen ihr bisher anhaftenden Mängeln und macht sie zu einer sicheren und zuverlässigen Arbeitsweise.
- Das Zusammenkleben komplizierter Modelle aus einfachen Einzelteilen gemäß der Erfindung ist sehr einfach. Nachdem das Epoxyharz in üblicher Weise mit dem Härter versetzt wurde, wird eine der beiden zu verbindenden Flächen dünn mit dem Kleber eingestrichen, die Teile werden leicht aneinandergedrückt und zum Abbinden in eine Lage oder eine Haltevorrichtung gebracht, in der sie nicht bestrebt sind, sich voneinander zu lösen.
- Im vorhergehenden ist mit Wachs nicht Bienenwachs im engeren Sinne gemeint. Mit Wachs ist hier vielmehr ein für Feingußformen übliches Wachs bezeichnet.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verwendung eines aushärtbaren, rückstandfrei verbrennenden Kunstharzes als Kleber zum Verbinden von Wachsmodellteilen für den Feinguß.
- 2. Verwendung eines Harzes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Epoxyharz ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF53904A DE1300199B (de) | 1967-10-26 | 1967-10-26 | Kleber fuer Wachsmodelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEF53904A DE1300199B (de) | 1967-10-26 | 1967-10-26 | Kleber fuer Wachsmodelle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1300199B true DE1300199B (de) | 1969-07-31 |
Family
ID=7106679
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF53904A Pending DE1300199B (de) | 1967-10-26 | 1967-10-26 | Kleber fuer Wachsmodelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1300199B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2515096A1 (fr) * | 1981-10-23 | 1983-04-29 | Howmet Turbine Components | Procede de realisation de joints entre des corps thermoplastiques |
| US4518288A (en) * | 1982-06-24 | 1985-05-21 | Loreto Turco | Machinable wax for prototype patterns |
| US4561491A (en) * | 1983-12-07 | 1985-12-31 | Rolls-Royce Limited | Investment casting |
-
1967
- 1967-10-26 DE DEF53904A patent/DE1300199B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2515096A1 (fr) * | 1981-10-23 | 1983-04-29 | Howmet Turbine Components | Procede de realisation de joints entre des corps thermoplastiques |
| US4518288A (en) * | 1982-06-24 | 1985-05-21 | Loreto Turco | Machinable wax for prototype patterns |
| US4561491A (en) * | 1983-12-07 | 1985-12-31 | Rolls-Royce Limited | Investment casting |
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