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DE1300089B - Verfahren zum Maelzen von Getreide - Google Patents

Verfahren zum Maelzen von Getreide

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Publication number
DE1300089B
DE1300089B DED31353A DED0031353A DE1300089B DE 1300089 B DE1300089 B DE 1300089B DE D31353 A DED31353 A DE D31353A DE D0031353 A DED0031353 A DE D0031353A DE 1300089 B DE1300089 B DE 1300089B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zone
grain
hours
temperature
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED31353A
Other languages
English (en)
Inventor
Stoddart Wilbert Earl
Thompson Douglas Lyall
Keir Noel
Graesser Frederick Richard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dominion Malting Ontario Ltd
Original Assignee
Dominion Malting Ontario Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dominion Malting Ontario Ltd filed Critical Dominion Malting Ontario Ltd
Publication of DE1300089B publication Critical patent/DE1300089B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)
  • Soy Sauces And Products Related Thereto (AREA)
  • Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description

es in einer ersten Zone (A-B) besprüht, in einer zwei- 60 abschnitt umgeschichtet,
ten Zone (B-C) bis zum Beginn der Keimbildung Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfeucht belüftet, in einer dritten Zone (C-D) bis zum fahrens werden zum Mälzen des Getreides nur etwa Beginn der Wurzelbildung und einem Feuchtigkeits- 3V2 Tage benötigt. Wie Versuche ergeben haben, ist gehalt von 40 bis 42% abwechselnd feucht belüftet die Qualität des nach dem erfindungsgemäßen Ver- und besprüht, in einer vierten Zone (Ti-F) bis zum 65 fahrens hergestellten Malzes mindestens genauso gut Beginn der sichtbaren Schwellung der Wurzelfasern wie die Qualität von nach herkömmlichen Verfahren abwechselnd feucht belüftet und besprüht wird und hergestelltem Malz. Dies möge folgende Tabelle vereine fünfte Zone (F-G) ohne Belüftung und Besprü- deutlichen:
1 300 089 4
3 Tabelle II
Tabelle I
Feuchtigkeit («/ο)
Extraktausbeute, Feinschrot, Trockenbasis (°/o)
Ausbeutedifferenz zwischen Grob- und Feinschrot, Trockenbasis (%)
Verzuckerungszeit (Minuten)
Klarheit
Würzfarbe (° Lovibond)
Diastatische Kraft (Lintner), Trockenbasis
S/T Protein (Vo)
1000-Kerngewicht, Trockenbasis (g)
von nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestelltem Malz
Meßwerte
von nach
herkömmlichen Kastenmälz verfahren
hergestelltem Malz
4,6 ! 3,5
77,4
77,6
1,6 1,3
<5 <5
klar klar
1,3 1,4
133 114
44,1 41,3
29,3
28,3
Verfahrensdauer (Stunden) .. Meßwerte von
Feuchtigkeit (%) von herkömm
5 Extraktausbeute, Feinschrot, erfindungs lich dis
Trockenbasis (°/o) gemäß kontinuier
Ausbeutedifferenz zwischen kontinuier lich her
Grob- und Feinschrot, lich her gestelltem
Trockenbasis (%) gestelltem Malz
IO Verzuckerungszeit (Minuten) Malz 165
Maischgeruch 96V2 4,0
Klarheit 4,5
Würzfarbe (° Lovibond) 77,1
Diastatische Kraft, Trocken 77,3
15 basis (Lintner)
S/T Protein (%) 1,5
AIpha-Amylase (D. U.), 2,6 5
Trockenbasis 5 normal
20 1000-Kerngewicht, Trocken normal klar
basis (g) klar 1,7
1,6
124
135 40,54
25 44,65
27,9
30,8
27,3
30 28,3
Tabelle III
Änderungen der Malzananalysenwerte während des kontinuierlichen Verfahrens und während eines diskontinuierlichen Verfahrens (Das Grünmalz wurde während einer Zeitdauer von 24 Stunden bei 49° C getrocknet)
Dauer des kontinuierlichen Verfahrens
(Stunden)
33
69
85
(zur Darre
Dauer des diskontinuierlichen
Verfahrens
(Stunden)
88 ' 112 j 140 (1 Tag in der ' ! (zur Darre)
Trommel) i ι
Extraktausbeute, Feinschrot, Trockenbasis (%)
Ausbeutedifferenz zwischen Grob- und Feinschrot (%)
Klarheit der Würze
Würzfarbe (° Lovibond)
Diastatische Kraft, Trockenbasis (Lintner)
Alpha-Amylase (D. U.), Trockenbasis
Proteine, lösliche Maische, bezogen auf Trockenbasis
Proteine, °/o löslicher Maische, bezogen auf Gesamtgehalt
73,3
13,2 5,9
leicht trüb; klar 1,0 1,3
65
151
3,03 I 4,11
25,72 ' 34,55 75,8
3,7
klar
1,4
173
33
76,1
2,5
klar
1,5
185
40
4,54 4,76
39,17 40,76
72,9
98
3,05
26,35
75,2
75,7
11,9 \ 3,7 ! 2,0 trüb j leicht trüb klar 1,2 i 1,4 1,4
159
173
28
4,02 j 4,11
35,07 36,21
Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Verfah- richtung, mit der es bequem durchgeführt werden
rens sind niedrigere Anschaffungskosten der Anlage, kann, beschrieben,
ein breiter Kontrollbereich bezüglich Behandlungs- Die Zeichnungen zeigen in
zeit, Feuchtigkeit, Gehalt und Temperaturgradienten 65 F i g. 1 eine schematische, rechts abgebrochene
während des Verfahrens. Seitenansicht der Anlage,
Das erfindungsgemäße Verfahren wird im folgen- Fig. la eine schematische Darstellung des Anden an Hand der Zeichnungen am Beispiel einer Vor- feucht- und Reinigungsgefäßes,
5 6
F i g. 1 b eine schematische Darstellung eines Ein- Getreide zu keimen, wodurch die Samenhaut und die
tauchtanks, durch welchen das Getreide geführt wer- halbdurchlässige Membran reißen und den Zutritt
den kann, von für Wachstum und Entwicklung notwendigem
Fig. 2 eine Fortsetzung der in Fig. 1 gezeigten Wasser und Sauerstoff ermöglichen. Das Getreide
Anlage an der in F i g. 1 weggebrochenen Stelle, 5 kann hierbei die notwendige Feuchtigkeit aufnehmen.
F i g. 3 eine an der rechten Seite abgeschnittene Innerhalb dieser Zone wird die Getreideschicht vor-
schematische Ansicht der Getreidezuführung und des zugsweise umgedreht, um das Getreide zu trennen Leitungssystems für die Belüftung und Klimatisie- und freizulegen und so die Schicht zu lockern. Es
rung des Getreides, tritt sichtbares Wachstum ein, und weiße Keime be-
F i g. 4 eine Fortsetzung des Leitungssystems der io ginnen sich zu zeigen.
F i g. 3, Die dritte Zone C-D durchquert es in 7 bis 8 Stun-
F i g. 5 einen Schnitt längs der Achse 5-5 in Fig. 3, den. Hier wird es belüftet und bei Temperaturen von Fig. 6 einen Schnitt längs der Achse6-6 in Fig. 1, etwa 18° C mit Unterbrechungen besprüht, so daß Fig. 7 einen Schnitt längs der Achse7-7 in Fig. 1, das aus dieser Zone austretende Getreide einen F i g. 8 einen Schnitt längs der Achse 8-8 in F i g. 4, 15 Feuchtigkeitsgehalt von etwa 40 bis 42 % hat. Es be-F i g. 9 einen Längsschnitt durch Teile der F i g. 1 ginnen sich Wurzelfasern zu bilden, und 2, welcher die überlappende Anordnung der sich Besprüht wird so, daß die volle Breite der Gebewegenden Schichten des Materials darstellt, treideschicht gedeckt wird, und wo Belüftung ange-
F i g. 10 einen Querschnitt längs der Achse 10-10 wendet wird, kann dies entweder durch positiven in F i g. 9 und in 20 oder durch negativen Druck geschehen. Die dazu ver-
Fig. 11 eine Teilansicht von Einzelheiten der Sei- wendete Luft ist geeignet klimatisiert und im wesenttenwand des Gehäuses in Richtung der Pfeile 11-11 liehen bis zum Sättigungspunkt gewaschen und angein F i g. 10. feuchtet. Die durch die Schicht des sich bewegenden Das zu mälzende Getreide wird durch Einfülltrich- Getreides hindurchgeführte Luft entfernt daraus alle ter 10 der Pumpe 11 zugeführt, die es mit Wasser 25 gebildeten gasförmigen Stoffe und liefert die für die vermischt durch die Zuführungsleitung 12 auf den biologische Aktivität des Getreides notwendige Luft. Förderer 13 aufgibt. Vorher kann es, wie in F i g. 5 Gleichzeitig hilft sie, die vorbestimmte Temperatur gezeigt, in einem Vibrator 13 α mittels einer Luftzu- einzuhalten. Die Luft wird so reichlich zugeführt, führung 13 b gereinigt werden. Es kann auch, wie in daß der darin enthaltene Sauerstoff die mit dem F i g. 1 a gezeigt, ein Vorlagegefäß 14 in die Leitung 30 Wachstum verbundene biochemische Aktivität unter-12 vor das Förderrohr 13 geschaltet werden, wo das stützt und verhindert, daß die Pflanzen infolge Sauer-Getreide in Wasser konstanter Temperatur disper- Stoffmangels anaerob atmen und als Nebenprodukt giert wird, indem das Wasser z. B. mit Luft gerührt dieser anaeroben Atmung bestimmte Alkohole und wird, um das Getreide auf diese Weise zu reinigen. organische Säuren bilden, die Wachstumsinhibitoren Der Förderer 13 ist vorzugsweise eine Förder- 35 sind.
schnecke, deren Schaufeln durchbrochen sind, so daß Aus der Zone C-D wird das Getreide über eine
sie das Wasser hindurchlassen; er kann jedoch auch Rutsche 20 auf einen zweiten durchlöcherten Wanein offener Siebpaddelförderer sein. Das Getreide dertisch 21 (Fig. 9) abgegeben. Bei der Abgabe wird in dem Förderer 13 gegen einen Wassergegen- bricht die Getreideschicht auf und fällt in Kaskaden strom, der durch eine Einlaßöffnung 15 am oberen 40 nach unten, so daß die Schicht auf dem unteren Was-Ende eingeführt oder mittels Sprüher durch Rohre in sertisch 21 umorientiert wird.
der oberen Seite der Leitung geliefert wird, nach Die Zone E-F wird in etwa 14 Stunden durchquert,
oben transportiert. Das in den Förderer eingeführte Hierbei wird das Getreide in Intervallen mit Wasser Wasser hat eine Temperatur von 10 bis 38° C, vor- von vorzugsweise 18° C besprüht und aus dem zugsweise etwa 18° C. Die Förderdauer in diesem 45 Raum 20 α mit Luft von etwa 14° C und einer rela-Förderer beträgt etwa 2 Stunden und der erzielte tiven Feuchtigkeit von etwa 100% belüftet. Die Wur-Feuchtigkeitsgehalt des Getreides etwa 32 bis 35%. zelfasern beginnen sichtbar zu schwellen. Hinter der Daraufhin wird das Getreide in gut gewaschenem, Zone E-F wird das Getreide vorzugsweise noch einangefeuchtetem und belüftetem Zustand in die Ab- mal umgeschichtet, um jede Neigung zur Verfilzung laufleitung 16 abgegeben und in gewünschter Höhe 50 auszuschalten.
auf einem sich bewegenden, durchlöcherten Tisch 17 Zone F-G wird in etwa 4 Stunden durchquert. Hier-
(F i g. 9), der in dem Gehäuse 18 enthalten ist, gleich- bei wird weder belüftet noch besprüht, sondern das mäßig ausgebreitet. Dieser Tisch besteht aus einem Getreide ruht und atmet mit steigender Intensität, geeigneten Material, vorzugsweise jedoch aus Metall, Sodann durchquert das Getreide die Zone G-H in
und wird mit einer Geschwindigkeit zwischen 0,6 55 etwa 1 Stunde und wird entweder durch starkes Be- und 3 m pro Stunde, vorzugsweise 1,2 m pro Stunde, sprühen mit Wasser von etwa 27° C oder durch angetrieben. Durchqueren eines Eintauchgefäßes (F i g. 1 b) ange-
Auf dem Tisch 17 wird das Getreide durch ver- feuchtet.
schiedene Verfahrenszonen transportiert. Die erste Dadurch wird die größtmögliche Anfeuchtung des
Zone A-B (Fig. 1) durchquert es in 4 bis 5 Stunden 60 Getreides gesichert und die innere Migration der En- und wird mit Wasser mit einer Temperatur von 10 zyme und ihrer Produkte gefördert, um die extrahierbis 38° C, je nach Art des Getreides, vorzugsweise baren Substanzen in maximaler Länge für die spätere zwischen 18 und 21° C, ohne Belüftung besprüht. Gewinnung freizulegen. Der hierbei auftretende uner-
Die zweite Zone B-C durchquert es in etwa wünschte Nebeneffekt des übermäßigen Wachstums Stunden, wobei es aus einem Raum 19 mit Hilfe 65 wird bei bekannten Verfahren durch Zusatz von als von Druckluft belüftet wird. Die Luft hat dabei eine Wachstumsinhibitoren bekannten chemischen VerTemperatur von etwa 18° C und eine relative Feuch- bindungen vermieden, tigkeit von etwa 100 %. In dieser Zone beginnt das Das erfindungsgemäße Verfahren erreicht den glei-
7 8
chen Zweck ohne chemische Zusätze durch Fortset- gehalt, Grad der Witterungseinflüse und Länge der zen der Belüftungsstufe des Verfahrens. Das Getreide Lagerungszeit Rechnung zu tragen. Damit weist es durchquert zu diesem Zweck eine Zone H-I in etwa gegenüber den bekannten Ansatzverfahren, die meist 4 Stunden, wobei es nicht besprüht, sondern nur mit unveränderliche Faktoren haben, die auch schwer zu trockener Luft von etwa 11° C und hoher Geschwin- 5 ändern sind, wenn sie einmal festgesetzt sind, große digkeit belüftet wird. Die Luftmenge liegt in der Grö- Vorteile auf.
ßenordnung von etwa 0,16 cbm/Liter Getreide und Die Durchführung des erfindungsgemäßen VerMinute. Durch diese Verfahrensstufe wird dem über- fahrens ist nicht an die in den Zeichnungen darmäßigen Wurzelwachstum, welches bei der späteren gestellte Ausführungsform einer Anlage gebunden. So Entwässerung einen hohen Mälzverlust ergeben io können die Wandertische statt vertikal auch horiwürde, erfolgreich gesteuert. zontal nebeneinander angeordnet sein.
Auch nach Zone H-I wird das Getreide durch kas- Das Leitungssystem, welches den Belüftungskam-
kadenartigen Sturz von Wandertisch 21 auf den Wan- mern die Luft zuführt, besteht aus mehreren Teilen, dertisch 22 umgeschichtet. Das Umschichten kann wovon der eine die Kammer 19 versorgt, einer die durch einen mechanischen Rührer 23 unterstützt 15 Kammer 20 a und einer die Kammer 24 versorgt, werden, der im Strömungsweg des Getreides von Kammer 19 wird über Leitung 32 mit Luft aus dem Tisch 21 zu Tisch 22 angeordnet ist. Ventilatorraum 33 beaufschlagt (F i g. 4), und die
Zone /-/ wird in etwa 21 Stunden durchquert. Hier Luft wird mittels Leitung 35 abgezogen. Die Luft wird die Getreideschicht belüftet, wobei die Luft- kann in dem Ventilatorraum 33 gewaschen und temmenge schwankt und bis zu 0,16 cbm/Liter Getreide 20 periert werden. Kammer 20a erhält Luft aus dem und Minute beträgt. Durch Temperaturregelung der Ventilatorraum 36 über die Leitung 37 (Fig. 1 Luft werden Wachstum und Entwicklung optimal ge- und 3) und die Zuführungsleitungen 38. Abgezogen steuert. Bei Anzeichen von Trockenheit können kleine wird die Luft durch eine Anzahl von Rückleitungen Mengen Wasser durch Sprüher oder Brausen zu- 39 in der Hauptrückleitung 40 (Fig. 3). gegeben werden, so daß ein Feuchtigkeitsgehalt von 25 Die Kammer 24 kann Luft aus dem Ventilatoretwa 45 bis 46% aufrechterhalten wird. Während der raum 41 (Fi g. 3 und 6) durch die Hauptzuführungsletzten 8 Stunden dieser Behandlungszone kann ein leitung 42 und die Zuführungsleitung 43 erhalten, getrennter Belüftungsabschnitt vorgesehen sein, um Über Leitung 44 wird die Luft wieder abgegeben, das Getreide für das anschließende Trocknen in den Fig. 9,10 und 11 zeigen geeignete Abdichtungen, geeigneten Zustand zu bringen. 30 Die Seitenabdichtung bei den Wanderschichten
Nach Zone /-/ wird das Getreide über die Rutsche wird durch eine Reihe dünner Umhüllungsplatten 45 26 und das Förderrohr 27 dem Elevator 28 auf- erreicht, die eine Seitenwand des Gehäuses übergegeben. Auch hierbei fällt es in Kaskaden herunter, lappen, welches die Schichten einschließt. Die so daß es erneut umgeschichtet wird. Von dem EIe- Umhüllungsplatten 45 sind mit der Förderkette 46 vator 28 gelangt es über die Rutsche 29 auf einen 35 verbunden, die auf geeigneten Rollen 47 geführt ist. durchlöcherten Wandertisch 30, auf dem es in geeig- Eine geeignete Abdichtung, wie 48 in Fi g. 9, kann in neter Weise in der erforderlichen Schichtdicke, z. B. Form einer biegsamen Schutzplatte verwendet werdurch einen Schwenkgurtfüller 31, ausgebreitet wird. den, die auf der Getreideschicht gleitet. Durch die
Auf Tisch 31 wandert das Getreide durch die einstellbare Einlaufrinne 49 (F i g. 9) und Planierletzte, die Trockenzone. Es durchquert ein Gehäuse 40 vorrichtungen dieser oder ähnlicher Art an verschiemit einer oder mehreren Kammern, in denen von denen Punkten des Weges der Getreideschicht kann etwa 49° C beginnend bis zu Endwerten von 77 bis deren Höhe eingestellt werden. 1040C ansteigende Temperaturen herrschen. Wäh- Die Wandertische, die den Stetigförderer bilden,
rend des Durchquerens dieser Kammern mit anstei- sind so konstruiert, daß der größte Teil der Luft genden Temperaturen wird Luft in verschiedenen 45 durch das Getreide hindurchgehen muß, vorzugs-Mengen und Geschwindigkeiten durch die Getreide- weise in Richtung nach oben. Die Luft wird durch schicht geblasen, in der Regel zu Anfang des Trok- übliche Pumpen oder Ventilatoren gefördert. Vorkenvorgangs große Mengen mit hoher Geschwindig- teilhafterweise wird die Luft durch Rückführen im keit, wobei Menge und Geschwindigkeit in dem Maße Kreislauf gemischt. Ein Bereich kalter Luft wird abnehmen, wie die Trockentemperaturen zunehmen. 50 vorzugsweise dort vorgesehen, wo kalte Luft durch
Der Bereich der Trockentemperaturen wird hier- das Getreide geführt wird, um das Trocknen zu bebei nach der Forderung bestimmt, das richtige Reifen enden und es für die Lagerung fertig zu machen, des Getreides zu fördern und den dafür charakteri- Am Ende der Trocknungsphase wird das fertige
stischen Geruch und das entsprechende Aroma zu Material abgenommen und kontinuierlich durch schaffen. 55 übliche Fördermittel zu einem Sammelgetreide-
Bei Verlassen der Trockenzone hat das Getreide speicher gefördert.
einen Verfahrensprozeß von 76 Stunden Dauer hinter Vorzugsweise wird die Getreideschicht so ein-
sich. Das entspricht etwa 3Va Tagen im Vergleich zu gestellt, daß sie in den letzten Verfahrensstufen höher 10 Tagen und mehr bei bekannten diskontinuier- ist, da der Sauerstoffbedarf dort geringer ist. Dies liehen Verfahren. Trotzdem ist die Qualität des nach 60 kann man durch verschiedene Tischgeschwindigdem erfindungsgemäßen kontinuierlichen Verfahren keiten erreichen. Die Intervalle zwischen den einzelhergestellten Malzes mindestens so gut wie die Qua- nen Umschichtungen der Getreideschicht müssen lität von Malz, das nach bekannten Verfahren her- dort kürzer sein, wo das Getreide die größere gestellt wurde. Darüber hinaus kann mit dem konti- Wachstumsgeschwindigkeit hat und deswegen stärker nuierlichen Verfahren der Erfindung Geschwindig- 65 zum Verfilzen neigt. Auch dies kann durch die Regekeit, Höhe der Getreideschicht, Lufttemperatur und lung der Tischgeschwindigkeit erfolgen. Luftmenge in weiten Bereichen variiert werden, um Das durch Belüften und eine Ruheperiode unter-
Unterschieden in den Getreidesorten durch Protein- brochene Anfeuchten ergibt ein sofort sichtbares
Wachstum, wobei das Anfeuchten des Getreides mit sehr schneller aktiver Keimung zusammenfällt. Auf diesen Vorgang kann durch die oben angegebenen Kontrollmöglichkeiten des Verfahrens wirksam Einfluß genommen werden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Mälzen von Getreide, bei dem das Getreide in Form eines Bettes besprüht, belüftet und getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Getreide in gewaschenem Zustand und mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 32 bis 35% auf einen Stetigförderer aufgegeben wird, der es kontinuierlich durch verschiedene Behandlungszonen führt, wobei es in einer ersten Zone (A-B) besprüht, in einer zweiten Zone (B-C) bis zum Beginn der Keimbildung feucht belüftet, in einer dritten Zone (C-D) bis zum Beginn der Wurzelbildung und einem Feuchtigkeitsgehalt von 40 bis 42% abwechselnd feucht belüftet und besprüht, in einer vierten Zone (E-F) bis zum Beginn der sichtbaren Schwellung der Wurzelfasern abwechselnd feucht belüftet und besprüht wird und eine fünfte Zone (F-G) ohne Belüftung und Besprühung ruhend passiert, worauf es in einer sechsten Zone (G-H) einer Einweichbesprühung oder einem Eintauchen in Wasser ausgesetzt, in einer siebenten Zone (H-J) trocken belüftet, in einer achten Zone (I-J) zur Aufrechterhaltung eines Feuchtigkeitsgehaltes von 45 bis 46% feucht belüftet und fakultativ besprüht und in einer letzten Zone bei steigenden Temperaturen getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlaufzeit durch
Zone (A-B) 4 bis 5 Stunden,
Zone (B-C) etwa 12 Stunden,
Zone (C-D) 7 bis 8 Stunden,
Zone (E-F) etwa 14 Stunden,
Zone (F-G) etwa 4 Stunden,
Zone (G-H) etwa 1 Stunde,
Zone (H-I) etwa 4 Stunden,
Zone (/-J) etwa 21 Stunden und durch die Trockenzone etwa 8 Stunden beträgt und in
Zone (A-B) die Temperatur des Sprühwassers 10 bis 38° C, vorzugsweise 18 bis 21° C,
Zone (B-C) die Temperatur der Luft etwa 18° C und ihre relative Feuchtigkeit etwa 100%,
Zone (C-D) die Temperatur des Sprühwassers etwa 18° C,
Zone (E-F) die Temperatur des Sprühwassers etwa 18° C, die Temperatur der Luft etwa 14° C und ihre relative Feuchtigkeit etwa 100%,
Zone (G-H) die Temperatur des Wassers etwa 270C,
Zone (H-I) die Temperatur der Luft etwa 11° C beträgt und in der
Trockenzone von etwa 49° C auf 77 bis 1040C ansteigende Temperaturbereiche durchlaufen werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Getreide dem Stetigförderer gegen einen im Gegenstrom fließenden Wasserstrom zugeführt und sowohl nach Zone (C-D) als auch nach Zone (H-I) und Zone (I-J) durch kaskadenartigen Sturz auf einen tiefer gelegenen Förderabschnitt umgeschichtet wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DED31353A 1958-08-28 1959-08-24 Verfahren zum Maelzen von Getreide Pending DE1300089B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE1300089B true DE1300089B (de) 1969-07-31

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ID=10262413

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DED31353A Pending DE1300089B (de) 1958-08-28 1959-08-24 Verfahren zum Maelzen von Getreide

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AT (1) AT246080B (de)
BE (1) BE581978A (de)
CH (1) CH391624A (de)
DE (1) DE1300089B (de)
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