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DE139916C - - Google Patents

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Publication number
DE139916C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bobbin
contactor box
empty
contactor
full
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT139916D
Other languages
English (en)
Publication of DE139916C publication Critical patent/DE139916C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/20Changing bobbins, cops or other loom components carried by the shuttle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für Webstühle zum Auswechseln der Schußspulen, bei denen der Webstuhl zunächst in Stillstand gesetzt und, nachdem die Auswechselung sich vollzogen hat, wieder in Gang gesetzt wird.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen in Seitenansichten die wesentlichen Teile der Einrichtung. Fig. 4 zeigt die Ansicht einer Einrichtung zum Festhalten der Spulen in dem Vorratsrahmen. Fig. 5 zeigt eine Einzelheit, welche dazu dient, den Webstuhl nach Auswechselung der Spule wieder in Gang zu setzen. Fig. 6 zeigt einen Grundriß der Vorrichtung. Fig. 7 zeigt den Behälter oder Träger der vollen Spulen im vergrößerten Maßstabe. Fig. 8 zeigt einen Teil des Webstuhles in vorderer Ansicht mit dem Behälter. Fig. 9 zeigt eine Einrichtung, welche beim Ingangsetzen des Webstuhles nach erfolgter Auswechselung der Spule benutzt wird. Fig. 10 zeigt einen Schützen mit Spule im größeren Maßstabe.
Bei der Tätigkeit der Vorrichtung werden vier Operationen unterschieden. Erstens wird der Webstuhl in einer bestimmten Stellung angehalten. Zweitens wird ein Schützenkasten des Webstuhles in seiner Lage verändert. Drittens wird eine leere Spule durch eine volle ersetzt und viertens wird der Webstuhl wieder in Gang gesetzt.
Das Anhalten des Webstuhles in einer bestimmten Lage geschieht in folgender Weise:
Ergibt sich, daß während der Tätigkeit des Webstuhles der Schußfaden von der Spule abgelaufen ist, oder tritt ein Bruch des Schußfadens ein, so wirkt die Schußgabel a (Fig. 6) mit Hülfe der Welle b, welche längs des Brustbaumes angeordnet ist, auf die Ausrückvorrichtung des Webstuhles ein und gleichzeitig auf das Gestänge c d (Fig. 1 und 6), welches die Auslösung der Bremse (Fig. 1) herbeiführt. Diese Bremse ist derart angeordnet, daß das Anhalten des Webstuhles in einer solchen Stellung erfolgen muß, daß die Wiederingangsetzung sich ohne Hülfe des Webers mit Leichtigkeit vollzieht, sobald der Treibriemen wieder auf die feste Scheibe gebracht worden ist.
Die Schußgabel wirkt auf den Ausrückhebel derart ein, daß dieser eine Sperrnut b' (Fig. 6) verläßt, welche auf der Verlängerung des Brustbaumes vorgesehen ist und zum Festhalten des Ausrückhebels dient. Sobald dieser Hebel die genannte Sperrnut verläßt, legt er unter Einwirkung einer Feder b" (Fig. 9) den Riemen von der festen Scheibe/über eine lose Scheibe g hinweg, auf eine dritte Scheibe h (Fig. 6). Diese Scheibe h sitzt gleichfalls auf der Antriebswelle des Webstuhles lose und vermag somit diese nicht in Umdrehung zu versetzen, jedoch dient sie zum Antriebe der weiter unten beschriebenen Anordnung.
Die Bewegung des einen Schützenkastens geschieht in folgender Weise:
Auf der Nabe der Riemscheibe h (Fig. 1) befindet sich ein kleiner Trieb h', welcher durch eine Kette i das Kettenrad j in Umdrehung versetzt und mit Hülfe des Zahnradgetriebes j' und k den Antrieb der Welle / bewirkt. Diese Welle besitzt eine Kurvenscheibe m, die das zeitweilige Anheben des Hebels η herbeiführt. Über dem Ende des Hebels η befindet sich ein Querbalken n'
(Fig. 2, 3 und 8), welcher je zwei parallele Stangen ο und o' miteinander verbindet. Diese sind durch besondere Führungsstücke ρ und p' geführt und werden unter der Einwirkung des Hebels η gehoben. An dem oberen Ende der parallelen Stangen ο sitzt der Schützenkasten des Webstuhles, welcher bei der Aufwa'rtsbewegung der Stangen ο unter der Einwirkung des Hebels η bis zur Höhe des Vorratsrahmens
ίο gehoben wird.
Der Ersatz einer leeren Spule durch eine volle wird weiter unten beschrieben; ehe jedoch dieses geschieht, erscheint es erforderlich, die Spule selbst und den Vorratsrahmen zu beschreiben.
Die Spule 10 (Fig» 10) besteht aus einer üblichen Papierhülse, die auf eine federnde Spindel 10' aufgeschoben ist. Letztere besitzt an ihrem Ende eine Rolle 11, welche in der Mitte eine tiefe Rille 12 erhält. Die in den Vorratsrahmen eingelegten Spulen besitzen dieselbe Einrichtung. Der Vorratsrahmen (Fig. 7) besteht aus vier Leisten 1 und 2 aus Eisen oder dergl., die paarweise miteinander verbunden sind und somit eine Schlitzführung bilden, in welche die Enden der Spulenspindel hineinragen (Fig. 4, 7 und 8).
Die Schlitzführungen, welche den Vorratsrahmen darstellen, hängen an einem Gestell- teil des Webstuhles (Fig. 8) und sind so beweglich, daß sie im geeigneten Augenblick genau über den Schützen bewegt werden können. Die beiden Schlitzführungen sind unten verjüngt (Fig. 7). Die Leiste 2 läuft spitz aus, während die Leiste 1 unten eine Aushöhlung 1' besitzt, die so groß ist, daß die Spindel 10' der Spule sich in sie einlegen kann. Die beiden Leisten 1 und 2 sind mit derart gekrümmten Federn 3 und 4 außen versehen, daß sie mit ihren Enden einen Zwischenraum bilden, der geringer ist als der Durchmesser der Spulenspindel 10'.
Legt der Arbeiter in den Rahmen eine Spule ein (Fig. 4), so fällt diese in der Schlitzführung des Vorratsrahmens herab, bis die Enden der Spindel von den Federn 3 und 4 aufgefangen werden. Werden mehrere Spulen eingeführt, so legen sich diese aufeinander. Zieht man die unterste Spule von oben nach unten, so verläßt sie die Schlitzführung und wird durch die Federn 3 und 4 aufgefangen, so daß die zweite Spule in die Lage der Spule Nr. 1 gelangt. Stößt man jedoch die Spule Nr. 1 von unten nach oben, so legen sich die Enden der Spindel gegen das konkave Ende der Leiste 1 (Fig. 7), so daß die Spulen nicht aufwärts bewegt werden können.
Das Auswechseln der Spulen geschieht nun durch folgende Hülfsmittel:
An dem Schützenkasten des Webstuhles befindet sich eine Führungsnase q. Bei der Aufwä'rtsbewegung des Schützenkastens trifft die Führungsnase q gegen eine zweite Führungsnase r, die am Vorratsrahmen sitzt (Fig. 2 und 8). Unter der Einwirkung dieser beiden Führungsnasen schwingt der Vorratsrahmen bei der Aufwärtsbewegung des Schützenkastens um seine Achse s aus und gelangt in die Stellung (Fig. 3). Die Feder ν ist bestrebt, den Vorratsrahmen in seine frühere Stellung zurückzubewegen.
Am Maschinengestell ist eine Zunge t (Fig. 2 und 8) vorgesehen, welche bei der Aufwärtsbewegung des Schützenkastens in diesen eindringt und gegen das Ende des Schützens stößt. Die Zunge ist etwas abgeschrägt, so daß sie bei diesem Anstoß den Schützen nach dem Treiber t' drängt. Letzterer wird durch den Arm t" unter der Einwirkung der Feder u gehalten.
Bei der Aufwärtsbewegung des Schützenkastens vollziehen sich folgende Operationen: Zunächst wird der Vorratsrahmen von hinten nach vorn bewegt, so daß dieser dieselbe Richtung annimmt wie der Schützenkasten; ferner wird der Schützen von rechts nach links bewegt, wobei dieser eine solche Lage einnimmt, daß die erste Spule im Vorratsrahmen genau über der leeren Spule in dem Schützen liegt.
Bei der weiteren Aufwärtsbewegung stößt die leere Spule gegen die volle im Vorratsrahmen befindliche Spule und wird durch diese herausgedrückt und die volle Spule Nr. 1 des Vorratsrahmens nimmt im Schützen die Stelle der leeren Spule ein.
Ist die im Schützen befindliche Spule, welche ausgewechselt wird, leer, so geschieht die Berührung und mithin das Ausstoßen der Spule im Schützen durch die volle Spule. im Vorratsrahmen durch die auf den Spindeln befindliehen Rollen 11. In dem Schützen ist eine starke Klammer oder eine Klemmvorrichtung 13 aus Stahl vorgesehen, welche die Spule an der Rolle 11 erfaßt und sich in deren Rille 12 einlegt, wodurch die Spule in dem Schützen mit vollkommener Sicherheit gehalten wird. Die aus dem Schützen herausgetriebene leere Spule fällt in einen Behälter v' und bei der Abwärtsbewegung des Schützenkastens nimmt der Schützen die Spule Nr. 1 mit, so daß der Webstuhl mit neuem Schußgarn versehen ist.
Der Schützenkasten muß, um das Eindringen des Vorratsrahmens zu gestatten, auf dessen Länge oben offen sein. Um nun zu verhindern, daß der Treiber p' durch die Öffnung in der Decke des Schützenkastens durchtritt, ist der Schützenkasten mit einem Deckel versehen, welcher im geeigneten Augenblick, d. h. wenn der Schützenkasten sich aufwärts bewegt, selbsttätig geöffnet werden muß. Ferner muß Vorkehrung getroffen werden, die leere Spule bei ihrer Abwärtsbewegung mit Sicherheit in
den Behälter ν' einzuführen. Dies geschieht durch ein drehbares Führungsbrett 6, welches sich bei der erhöhten Stellung des Schützenkastens unter diesen schwingt und die herabfallende Spule führt.
An dem unteren Teil der Lade, welche sich nicht mit dem Schützenkasten aufwärts bewegt, ist ein Führungseisen 7 (Fig. 2 und 3) vorgesehen, welches eine eigenartige Krümmung erhält. An dem Deckel des Schützenkastens befindet sich ein Arm 8, welcher die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Gestalt besitzt. Das Führungsbrett 6 besitzt einen rechtwinkligen Arm 9, der an seinem Ende ein Loch hat, durch welches das Führungseisen 7 durchgreift. Befindet sich der Webstuhl in Tätigkeit, so nehmen die Teile die in Fig. 2 gezeigte Stellung ein. Bei der Auswechselung der Spulen infolge der Aufwärtsbewegung des Schützenkastens dreht sich der Arm 8 um seinen Drehzapfen und öffnet den Deckel 5. Gleichzeitig erhält der Arm 9 durch das Führungseisen ή eine solche Führung, daß das Führungsbrett 6 in die Stellung Fig. 3 gebracht wird.
Um den Webstuhl wieder in Gang zu setzen, ist auf der Welle /, die die Kurvenscheibe m trägt, eine zweite Kurvenscheibe m' (Fig. 5) vorgesehen, die auf den Hebel χ (Fig. 5 und 9) einwirkt. Letzterer stützt sich gegen das Ende des Ausrückhebels y, der in seine frühere Stellung zurückgelangt und in die Sperrnut sich einlegt, so daß der Treibriemen auf die feste Scheibe bewegt wird. Vor und bei der Aufwärtsbewegung des Schützenkastens hat der Hebel π mit Hülfe der hängenden Stange y' (Fig. 1) die Bremse des Webstuhles gelöst, so daß dieser sich wieder in Bewegung setzen kann. Sobald die Kurvenscheibe m' das Ende des Ausrückhebels y in seine frühere Stellung zurückgebracht hat, wird der Antriebsriemen auf die Scheibe f gebracht und der Webstuhl tritt wieder in Tätigkeit.
Es hat den Anschein, als ob beim Überschieben des Treibriemens von der Scheibe h nach der Scheibe f infolge der losen Scheibe g ein toter Punkt eintreten könnte, so daß die ganze Vorrichtung angehalten wird. Es ist dies jedoch nicht der Fall, da der Zeitpunkt, in welchem der Riemen die lose Scheibe g passiert, mit dem Zeitpunkt zusammenfällt, in welchem der Kasten sich abwärts bewegt. Diese Abwärtsbewegung geschieht unter der Einwirkung des Eigengewichtes mit solcher Kraft, daß der Hebel n heruntergedrückt wird.
Dadurch wird der tote Punkt überwunden und 55 die Bewegung nimmt ihren Fortgang. Der Webstuhl arbeitet alsdann weiter mit einer vollen Spule.
Die oben beschriebenen vier Operationen können sich unausgesetzt wiederholen, der Weber hat weiter nichts zu tun, als neue Spulen in den Vorratsrahmen einzulegen oder zerrissene Kettenfäden auszubessern.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Vorrichtung für Webstühle zum selbsttätigen Auswechseln der Schußspulen, bei welcher der Stuhl beim Reißen oder Ablaufen des Schusses abgestellt, die Auswechselvorrichtung in Tätigkeit gesetzt und der Stuhl wieder selbsttätig eingerückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schützenkasten zum Auswechseln der Spule angehoben und derart gegen den höher liegenden schwingbar angeordneten Spulenvorratsbehälter gedrückt wird, daß die leere Spule von der im Vorratsbehälter liegenden vollen Spule herausgedrückt und die letztere von dem Schützen aufgenommen wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der am Maschinengestell drehbar angebrachte Vorratsrahmen für die vollen Spulen aus paarweise einander gegenüberstehenden Führungsleisten, von denen die eine Leiste eines jeden Paares unten spitz zuläuft und die andere Leiste unten eine Aushöhlung entsprechend dem · Durchmesser der Spulenspindel besitzt, besteht und bei der Aufwärtsbewegung des Schützenkastens mit der untersten vollen Spule über den Schützen zu stehen kommt, die leere Spule aus dem Schützen herausdrückt und durch eine neue volle Spule ersetzt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, um ein Entweichen des Treibers durch den oben offenen Schützenkasten zu vermeiden, ein Deckel (5) vorgesehen ist, welcher mit einem drehbaren Führungsbrett (6) für die leeren Spulen in Verbindung steht und bei regelmäßigem Gang den Schützenkasten geschlossen hält und bei dessen Hochgehen geöffnet wird, wodurch gleichzeitig das Führungsbrett derart schräg gestellt wird, daß die leeren Spulen sicher in einen Sammelbehälter geleitet werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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