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DE139386C - - Google Patents

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Publication number
DE139386C
DE139386C DENDAT139386D DE139386DA DE139386C DE 139386 C DE139386 C DE 139386C DE NDAT139386 D DENDAT139386 D DE NDAT139386D DE 139386D A DE139386D A DE 139386DA DE 139386 C DE139386 C DE 139386C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
punch
chisels
wire
groove
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT139386D
Other languages
English (en)
Publication of DE139386C publication Critical patent/DE139386C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60MPOWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
    • B60M1/00Power supply lines for contact with collector on vehicle
    • B60M1/12Trolley lines; Accessories therefor
    • B60M1/28Manufacturing or repairing trolley lines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Nutvorrichtung für die Drähte von elektrischen Oberleitungen.
Die Neuerung besteht darin, daß an den Befestigungsstellen des Fahrdrahtes einander gegenüberstehende Nuten angebracht werden, wenn der Fahrdraht schon für seine Betriebslage ausgespannt ist, d. h. bevor er an den Spanndrähten aufgehängt bezw. befestigt wird.
Die einander gegenüberstehenden Nuten sind für den Eingriff einer Klammer bestimmt, welche ihrerseits von dem Isolator oder einem sonst geeigneten Träger gehalten wird.
Früher befestigte man die Fahrdrähte von elektrischen Bahnen an ihren Trägern durch Löten. Später bog man den Draht in eine Kurvennut. Beide Befestigungsweisen aber sind nicht einwandsfrei. Man verwendete deshalb Draht mit fortlaufender Nut an jeder Seite, wobei Klemmbacken auf den beiden Seiten des Drahtes in die Nuten eingreifen. Die letztgenannte Befestigungsart gewährt ein sicheres Festhalten, aber das Drehen des Drahtes und. die Neigung, aus der Klammer herauszugehen, stören sehr. Außerdem verursacht der Ersatz des früher üblichen Drahtes durch einen in seiner ganzen Länge genuteten Draht erhebliche Mehrkosten.
Vorliegende Erfindung geht deshalb darauf aus, den Fahrdraht nur an seinen Verbindungsstellen mit dem Spanndraht zu nuten, und bedient sich hierzu einer Vorrichtung, welche das Nuten von der Plattform des bekannten Montagewagens aus ohne jede Schwierigkeit in denkbar kürzester Zeit gestattet. Die Nutvorrichtung kann mit derselben Leichtigkeit wie sonstige Reparaturwerkzeuge auf der Plattform des Wagens mitgeführt werden.
Die neue Nutvorrichtung beruht auf der Anwendung einer den Fahrdraht umfassenden Stanze mit gegen den Draht verschiebbaren Druckmeißeln. Die Stanze wird von dem plattenförmigen Kolben einer hydraulischen Presse getragen und gelangt zur Wechselwirkung mit drehbar angeordneten Winkelhebeln, welche die Form von ausgeschnittenen Scheiben haben. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß die ziemlich senkrecht zueinander stehenden Flächen der Ausschnitte einerseits von oben auf die Stanze und andererseits gegen die Stirnflächen der Druckmeißel greifen. Infolge dieser Anordnung werden bei einer Verschiebung des Preßkolbens die den Maulflächen der Druckmeißel entsprechenden Nuten an der Befestigungsstelle des Fahrdrahtes in letzteren eingestanzt.
Die den Fahrdraht nutenden Druckmeißel erhalten ihre Lagerung und Führung in den entsprechend gestalteten Druckplatten der Stanze. Jede der beiden Druckplatten besitzt eine halbkreisförmige Nut, wobei die obere Druckplatte die zum Ausweichen des Metalles erforderliche Erweiterung besitzt.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Nutvorrichtung ist auf der Zeichnung in einer Ausführungsform veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι die neue Vorrichtung in der Ansicht, z. T. im Schnitt,
Fig. 2 die der Fig. 1 entsprechende Seitenansieht,
Fig. 3 die Presse in ihrer wirksamen Stel-
lung auf der Plattform eines Montagewagens in schaubildlicher Darstellung, und zwar in verkleinertem Maßstabe,
Fig. 4 die Preßplatten in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 5 die Preßplatten im Querschnitt,
Fig. 6 im Längsschnitt,
Fig. 7 den fraglichen Teil der Oberleitung nach dem Stanzen,
ίο Fig. 8 die Befestigungsweise der Oberleitung an der nach vorliegender Erfindung gepreßten Stelle.
Der aus Metallguß bestehende Block A ist als flacher Zylinder mit vier Ansätzen α ausgebildet. Die Achsen der vier Ansätze sind der Zylinderachse parallel gerichtet. Die paarweise an diagonal entgegengesetzten Punkten der Außenseite des Zylinders angeordneten Ansätze α besitzen an ihrer Unterseite je ein Auge a1.
In dem Zylinder A ist der Kolben P beweglich. Letzterer ist mit einer Lederpackung ρ ausgestattet und trägt an seinem aus dem Zylinder herausragenden Ende die Stanze D.
Von den vier Ansätzen α erheben sich vier Säulen c. Durch je zwei Säulen gehen die Dorne c1 hindurch, welche die Winkelhebel B tragen. Letztere haben die Form von Scheiben, aus deren Umfang je ein Stück ausgeschnitten ist. Um die Dorne c1 ist ein Doppelhaken c2 drehbar, welcher so angeordnet ist, daß er über den Dorn c1 auf der anderen Seite greifen kann.
Die Vorrichtung ruht als Ganzes auf zwei parallelen Führungsschienen a2, welche durch die Augen bezw. Ösen a1 hindurchgehen. Die Vorrichtung kann auf der Plattform χ in der Querrichtung, also in der Längsrichtung der Leitung w, verschoben werden. Die Stanze D besteht aus den zwei aufeinander liegenden Platten dl, d2. Jede dieser beiden Platten besitzt an der Berührungsfläche eine Nut von halbkreisförmigem Querschnitt, so daß die beiden aufeinander liegenden Preßplatten eine Zylinderbohrung bilden, in welche der Leitungsdraht w hineinpaßt. Die Nut in der oberen Preßplatte d% ist aber entsprechend vergrößert, um dem beim Stanzen seitlich ausweichenden Metall Raum zu geben. Bei der Bildung der Ausbuchtungen oder Nuten (Fig. 7) wird das entweichende Material daher vollständig nach der oberen Seite des Drahtes gedrückt, so daß die untere Seite für die Kontaktrolle gerade und eben bleibt.
In der Berührungsfläche der oberen Preßplatte d2 befinden sich Kanäle von rechteckigem Querschnitt, welche sich von den Seiten bis zur mittleren Öffnung erstrecken. Diese Kanäle dienen zur Aufnahme von Druckmeißeln e, deren wirksame Kanten so eingerichtet sind, daß sie den Nuten y die gewünschte Form geben. Die Länge der Meißel ist so bemessen, daß die äußeren Enden mit den Seitenwänden der Preßplatte gerade abschneiden, wenn die gewünschte Tiefe der Nuten y erreicht ist. Die Preßplatte bildet also selbst den Anschlag für die Begrenzung des Druckmeißelhubes.
Die Winkelhebel B sind, wie bereits bemerkt, als Scheiben ausgebildet, welche um die Dorne c1 drehbar und an je einer Stelle ihres Umfanges ausgeschnitten sind. Durch den Ausschnitt entstehen zwei Flächen b1, &2, deren Ebenen im wesentlichen senkrecht zueinander stehen. Hierbei ist die Einrichtung nun so getroffen, daß die Flächen bl auf der oberen Seite der Preßplatte d'2 liegen und die Flächen b2 an den Seitenflächen der Stanze D anliegen, wenn die Stanze sich auf der Kolbenplatte P befindet. Tritt nun eine Aufwärtsbewegung des Kolbens P ein, so drückt die Stanze D mit ihrer oberen Preßplatte d2 gegen die Flächen b1 der Winkelhebelscheiben. Beide werden infolge dessen in entgegengesetzter Richtung gedreht, so daß die Flächen b2 auf die Druckmeißel e einwirken und letztere verschieben, bis sich die Flächen ft2 seitlich an die Stanze D anlegen.
Es ist klar, daß eine senkrechte Verschiebung zwischen den Preßplatten dl und d2 nicht auftreten kann, weil die ganze anfängliche Kraft eine auf das Zusammenpressen der beiden Platten gerichtete Wirkung ausübt. Ferner ist es klar, daß die von der einwärts gerichteten Bewegung der Druckmeißel herrührenden Nuten ganz genau gleichförmig werden, weil die Tiefe, bis zu welcher die Meißel eindringen, stets ganz genau dieselbe ist, da ja die Stanze selbst zur Hubbegrenzung für die Meißel dient.
Als Triebkraft ist in Fig. 3 eine mit Handhebel f1 ausgestattete Pumpe f verwendet, welche mit einem ebenfalls auf der Plattform χ befindlichen Behälter g verbunden ist. Das Rohr h ist hierbei beweglich, damit es sich den Bewegungen der Presse auf ihren Führungsstangen <z2 anzupassen vermag. Die Pumpe sowie der Behälter könnten übrigens auch auf einem gegen die Führungsstangen a? beweglichen Wagen angeordnet oder auch mit dem Zylinder .A direkt verbunden sein.
Die zum Teil schon angegebene Wirkungsweise läßt sich wie folgt zusammenfassen.
Ist der Zylinder A leer und die Kolbenplatte P in ihrer tiefsten Stellung, so wird die Vorrichtung in der zur Bildung der Nuten y in dem Draht w erforderlichen Weise eingestellt. Die Hakenhebel c2 werden zurückgelegt. Die obere Preßplaite d"1 der Stanze D wird weggenommen und der Draht n> in die halbkreisförmige Nut der unteren Preßplatte d1 eingelegt. Darauf wird die obere Preßplatte <f2 wieder aufgesetzt und die Hakenhebel c2 in die Betriebsstellung gebracht. Infolge dessen
befindet sich die Stanze in der richtigen Stellung zu den Winkelhebeln oder Scheiben B. Danach wird eine Flüssigkeit, Wasser oder Öl, in den Zylinder A hineingedrückt, und der Kolben P geht aufwärts und bringt die Teile aus der mit vollen Linien angedeuteten Stellung in die mit punktierten Linien angedeutete. Während dieser Bewegung werden die Meißel e einwärts bewegt. Dann läßt man die Flüssigkeit in den Behälter g zurücktreten, worauf die Teile in ihre frühere Stellung zurückkehren.
Als Ergebnis der beschriebenen Wirkungsweise hat man die einander gegenüberstehenden Nuten y an der Befestigungsstelle des Fahrdrahtes. Die Nuten entsprechen nach Größe und Form der Breite der Meißel e. Sie passen nun genau in die Maulflächen der Backen h1 der Klammer H. Das beiseife gedrückte Metall tritt infolge des Druckes ganz und gar in die obere Erweiterung der Stanze ein und bildet einen etwas erhöhten Rücken an der Oberseite des Leitungsdrahtes in der Länge der Nut (Fig. 7), während die untere Seite des Drahtes gerade und eben geblieben ist.
Nach beendeter Wirkung- wird die obere Preßplatte d2 der Stanze D entfernt, so daß der Draht wieder frei wird, bis er an einer neuen. Stelle genutet werden soll.
Auf die beschriebene Weise sind zum Einstellen der Presse und zur Nutenbildung nur wenige Minuten erforderlich.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Eine Nutvorrichtung für die Drähte von elektrischen Oberleitungen, gekennzeichnet durch eine von einer hydraulischen Presse mit plattenförmigen Kolben getragene, den Fahrdraht umfassende Stanze mit gegen den Draht verschiebbaren Druckmeißeln und drehbar angeordnete Winkelhebel in Form von ausgeschnittenen Scheiben, deren senkrecht zueinander stehende Flächen einerseits von oben auf die Stanze und andererseits gegen die Stirnflächen der Druckmeißel greifen, so daß bei einer Verschiebung des Kolbens die den Maulflächen der Druckmeißel entsprechenden Nuten an der Befestigungsstelle des Fahrdrahtes in letztere eingestanzt werden.
2. Eine Nutvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Fahrdraht nutenden Druckmeißel in den entsprechend gestalteten Druckplatten der Stanze geführt sind.
3. Eine Nutvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen der Druckplatten, von denen die untere (d1) eine halbkreisförmige Nut besitzt, während die obere (d2) eine Nut von ebenfalls halbkreisförmiger Grundform, aber mit der zum Ausweichen des Metalls erforderlichen Erweiterung besitzt, den Hub des Druckmeißels (e) begrenzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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