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DE138456C - - Google Patents

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Publication number
DE138456C
DE138456C DENDAT138456D DE138456DA DE138456C DE 138456 C DE138456 C DE 138456C DE NDAT138456 D DENDAT138456 D DE NDAT138456D DE 138456D A DE138456D A DE 138456DA DE 138456 C DE138456 C DE 138456C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tobacco
hand
alcoholic
oil
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT138456D
Other languages
English (en)
Publication of DE138456C publication Critical patent/DE138456C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N65/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing material from algae, lichens, bryophyta, multi-cellular fungi or plants, or extracts thereof
    • A01N65/08Magnoliopsida [dicotyledons]
    • A01N65/38Solanaceae [Potato family], e.g. nightshade, tomato, tobacco or chilli pepper

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Natural Medicines & Medicinal Plants (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
aus Tabak.
Es ist bekannt, dafs gegen Pflanzenparasiten als Räuchermittel der Tabak in verschiedener Form angewendet wird. Ebenso bekannt ist in den betheiligten Kreisen, dafs sich bei Anwendung des Tabaks zum Räuchern schädliche Nebenwirkungen einstellen, ja dafs einzelne Pflanzenarten besonders im blühenden Zustande oder mit jungem Laub nicht mit Tabak geräuchert werden dürfen, solern man nicht Pflanzen und Blumen verlieren will.
Nach vorliegender Erfindung sollen nun die zweckdienlichen Bestandtheile des Tabaks unter Abscheidung der schädlichen Stoffe möglichst verstärkt zur Anwendung gebracht werden. Ferner soll die Wirkung des Tabaks durch entsprechende Zusätze erhöht und gleichzeitig das Präparat haltbarer und weniger flüchtig gemacht werden. Als Ausgangsmaterial dient bei vorliegendem Verfahren der bekannte wässrige Tabakabsud oder Extract, weil dieser bei verhältnifsmäfsig hohem Gehalt an nutzbaren Stoffen leichter zu verarbeiten ist als Blätter, Stengel oder Abfälle von Tabak. Diesem Tabäkextract werden die in Aethyl- und Amylalkohol löslichen Theile mit einem Gemisch der genannten Alkohole entzogen; der breiige Rückstand wird mit Wasser verdünnt und ihm wenige Tabakblätter zugefügt. Diese Masse überläfst man längere Zeit bei etwa 220C. der alkoholischen Gährung. Der hierbei entstehende dicke Bodensatz enthält die werthlosen bezw. schädlichen Bestandtheile. Die sich oben ansammelnde dünne Flüssigkeit wird mit dem ersten alkoholischen Auszuge vereinigt und zum Imprägniren von porösen organischen Stoffen, z. B. Papier, welches vorher durch Tränken mit Salpeterlösung glimmfähig gemacht wurde, benutzt. Die so imprägnirten Papiere u. s. w. werden mit einer Mischung, welche der besseren Wirkung wegen (besonders gegen die für Tabak wenig empfindlichen Blasenfüfser (Thryps) und die Wolllaus) Euphorbiumharz und Senföl enthält, behandelt. Der letzteren ist ferner noch Thieröl, Ricinusöl und Storax, die zur Streichfähigkeit mit einem alkoholischen Auszuge von Chrysanthemumblüthen versetzt sind, zugegeben, einerseits, um die flüchtigen Tabakstoffe und das Senföl festzuhalten, andererseits, Um die spätere Verdampfung des Nikotins ohne Zersetzung zu sichern. Indem diese letzteren, nicht flüchtigen Fette u. s. w. beim Verglimmen vor der fortschreitenden Feuerlinie flüssig werden und verdampfen, verdampfen auch die flüchtigeren Stoffe, bevor sie bis zur Zersetzung erhitzt werden.
Das in vorstehender Weise hergestellte Räucherpräparat entwickelt beim Verglimmen starken und scharfen Dampf und Rauch, welcher in geschlossenen Räumen alle Aphisarten und Blasenfüfser (Thryps) in allen Entwicklungsstadien abtötet. Auch Wolllä'use, sofern sie nicht mehr im Gespinnst befindlich, Milbenspinnen vor der zweiten Häutung und Schildläuse im noch unbeschildeten Jugendzustande werden bei wiederholter Anwendung getödtet, ohne dafs schädliche Nebenwirkung selbst für
zarte Pflanzen auch in blühendem Zustande entsteht.

Claims (1)

  1. Paten t-An Sprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung einer für Räucherzwecke geeigneten Flüssigkeit aus Tabak, dadurch gekennzeichnet, dafs man einerseits die bekannte wässrige Tabaksabkochung mit Aethyl- und Amylalkohol erschöpft, andererseits den Rückstand hiervon mit Wasser verdünnt, mit Tabakblättern versetzt und längere Zeit bei etwa 220C. gähren läfst und dann die hier obenauf schwimmende dünnflüssige Schicht mit dem zuerst erhaltenen alkoholischen Auszuge vereinigt.
    Die Verwendung der gemäfs Anspruch 1 hergestellten flüssigen Mischung zur Gewinnung eines für Pflanzen unschädlichen Räuchermittels zum Tödten thierischer Pflanzenschädlinge, dadurch gekennzeichnet, dafs man glimmfähige Stoffe mit der Mischung tränkt und das Ganze dann mit Euphorbiumharz und Senföl überzieht, wobei noch Thieröl, Ricinusöl, Storax und ein alkoholischer Chrysanthemumblüthenauszug mit verwendet werden können.
DENDAT138456D Active DE138456C (de)

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