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DE137302C - - Google Patents

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Publication number
DE137302C
DE137302C DENDAT137302D DE137302DA DE137302C DE 137302 C DE137302 C DE 137302C DE NDAT137302 D DENDAT137302 D DE NDAT137302D DE 137302D A DE137302D A DE 137302DA DE 137302 C DE137302 C DE 137302C
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DE
Germany
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line
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DENDAT137302D
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English (en)
Publication of DE137302C publication Critical patent/DE137302C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Telephonic Communication Services (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Fernsprechumschalter für Fernsprechanlagen mit hinter einander geschalteten, an eine gemeinsame Leitung angeschlossenen Apparaten. Jeder der Fernsprechtheilnehmer vermag, um mit irgend einem anderen Theilnehmer der Anlage in Verbindung zu treten, in sämmtliche andere Apparate der Leitung zunächst eine Anzahl von Stromstöfsen gleicher Polarität und dann einen Stromstofs entgegengesetzter Polarität zu senden, und zwar vermittelst eines weiter unten näher erläuterten Senders. Die Anzahl der Stromstöfse gleicher Polarität mufs für jeden Apparat der Leitung eine andere sein, so dafs durch eine bestimmte Zahl gleichgerichteter Stromstöfse stets nur ein und derselbe Apparat von irgend einem anderen Apparate aus angerufen werden kann. Der Anruf erfolgt in der Weise, dafs durch die von irgend einem Fernsprechumschalten ausgesendeten gleichgerichteten Stromstöfse !in jedem Apparat ein Relais erregt wird, des die Stromkreise von Elektromagneten schliefst, die durch Anziehung ihres Ankers ein zum Kurzschliefsen und Einschalten der Hörer und zum Ein- und Ausschalten des Läutewerkes dienendes Glied jedes Apparates zeitweise freigeben, so dafs die letzteren Schaltkörper sich ruckweise unter der Einwirkung eines Triebwerkes drehen können. Der Winkel, um den sich diese Schaltkörper drehen müssen, ist selbstverständlich entsprechend der verschiedenen Zahl in die Leitung zu sendender gleichgerichteter Stromstöfse für jeden Apparat verschieden. Hat sich dieser Schaltkörper in dem angerufenen Apparate um den ihm entsprechenden Winkel gedreht, so wird dadurch in noch näher zu erläuternder Weise der Kurzschlufs der Hörer dieses Apparates aufgehoben und das Läutewerk desselben eingeschaltet. Wird der Hörer des angerufenen Apparates abgenommen, so wird das Läutewerk durch den Schalthebel, an dem der Hörer hängt, wieder ausgeschaltet. Nach Beendigung des Gespräches oder falls eine Antwort nicht erfolgt, wird vermittelst des Senders des rufenden (oder angerufenen) Apparates ein negativer Stromstofs in die bereits erwähnten Relais aller Apparate gesendet und dadurch in jedem derselben ein anderer Elektromagnetstromkreis geschlossen. Der Anker dieses Elektromagneten giebt in jedem Apparate den das Einschalten des Läutewerkes und das Kurzschliefsen der Hörer besorgenden Schaltkörper einen Augenblick frei, so dafs demselben gestattet wird, unter der Wirkung seines Triebwerkes in die Nullstellung zurückzukehren.
Zu bemerken ist, dafs Fernsprechumschalter, bei denen ebenso wie bei vorliegender Einrichtung durch Absenden einer bestimmten Anzahl von Stromstöfsen ein bestimmter Apparat von mehreren hinter einander geschalteten, an eine gemeinsame Leitung angeschlossenen Fernsprechapparaten angerufen werden kann, bereits bekannt sind. Es ist ebenfalls bekannt, bei derartigen Schaltungen und Apparaten die nicht angesprochenenen Apparate durch Kurzschliefsen ihrer Fernhörer am Mithören zu
verhindern. Indessen ist bei dem Apparate nach vorliegender Erfindung die Inbetriebsetzung des Senders eine völlig andere und wesentlich einfachere, als bei den bekannten Einrichtungen, so dafs die neuen Apparate ohne Weiteres von ungeübten Personen bedient werden können. Weiter unterscheiden sich die Apparate nach vorliegender Erfindung vortheilhaft von den bisherigen Constructionen durch die Art und Weise, in der in den einzelnen Apparaten der Kurzschlufs der Fernhörer hergestellt wird, und ferner in der Art des Zurückbringens aller Apparate der Leitung in die Nullstellung.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist der neue Telephonumschalter dargestellt.
Fig. ι ist eine schematische Ansicht der in jedem Apparat des Netzes vorhandenen Einrichtung.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Mechanismus eines dieser Apparate.
Fig. 3 ist eine Rückansicht desselben Mechanismus.
Fig. 4 ist in verkleinertem Mafsstabe eine Aufsenansicht eines der Telephonumschalter.
Fig. 5, 6 und η zeigen bauliche Abweichungen einiger Theile des Apparates.
In jedem Apparat befinden sich zwei Hauptbestandteile: ein Sender, der die zum Anrufen irgend eines Apparates der Anlage dienenden Stromstöfse in die Leitung schickt, und ein Empfänger zur Aufnahme dieser Stromstöfse und Ausführung der entsprechenden Schaltbewegungen.
Der Sender (Fig. ι bis 3) besteht aus zwei parallelen, von einander isolirten Metallscheiben 37', 37", welche auf der gleichen Achse 38 (Fig. 3) befestigt sind. Die eine dieser Scheiben 37' ist durch die Stromschlufsfeder 64 (Fig. 1) in andauernder Verbindung mit dem positiven Pole und die andere 37" durch eine gleiche Feder 65 in dauernder Verbindung mit dem negativen Pole der Batterie 39 jedes Apparates. An ihrem Umfange sind diese Scheiben mit einer Anzahl gleich grofser Zähne und einem aus Isolirmaterial bestehenden Zahne w versehen. Letzterer Zahn ist höher und breiter als die anderen. Die Zahl der gleich grofsen Metallzähne hängt von der Zahl der an das Netz angeschlossenen Apparate ab.
Ueber den Rädern 37', 37" sind Contacthebel 40', 40" angeordnet, die, so lange unter ihren Contactknöpfen k2 kl sich eine Zahnlücke der Räder 37', 37" befindet, auf Contacten a und b ruhen. Die Contactknöpfe k2 kl dieser Hebel berühren dabei die Räder 37', 37" nicht. In dieser Stellung der Hebel sind die einen Theil der Empfänger bildenden Relais r aller Apparate der Anlage hinter einander geschaltet, unter der Annahme, dafs die Hebel 40', 40'' mit den Contacten α und b in Berührung sind.
Der vom Sender des anrufenden Theilnehmers aus entsendete Strom fliefst dann durch l\ o1, 40", b, a, 40', o2, 66, d, r, e und durch die Hauptleitung Γ2 zum nächsten Apparate, in welchem die Verbindungen die gleichen sind wie oben, weiter zum dritten, vierten u. s. w. Apparate und- endlich zum Sender des Apparates des anrufenden Theilnehmers zurück.
Angenommen, alle Apparate befinden sich in der Ruhe- oder Nullstellung. Dreht man nun vermittelst der Kurbel 41 den Sender eines Apparates herum, so kommen nach einander die Zähne der Scheiben 37', 37" mit den auf den Hebeln 40', 40" befestigten Metallknöpfen k2 k1 in Berührung. Dabei werden die Contacte a b dieses Apparates vorübergehend unterbrochen und die Pole der Localbatterie 39 des anrufenden Theilnehmers in den vorstehend erwähnten Stromkreis eingeschaltet, so dafs positive Stromstöfse in alle Relais r, und zwar auch in dasjenige des sendenden Apparates geschickt werden, wodurch in jedem Apparate in der weiter unten erläuterten Weise die übrigen Theile der Empfänger in Thätigkeit gesetzt werden. Gelangt endlich in dem anrufenden Apparate der isolirte Zahn n> der Scheiben 37', 37" unter die Knöpfe k2 k1 der entsprechenden Hebel, so werden die letzteren dadurch stärker gehoben und kommen mit den Contacten n2 n1 in Berührung, die derartig mit der Batterie 39 dieses Apparates in Verbindung stehen, dafs, sobald sie von den Hebeln 40', 40" getroffen werden, der Batteriestrom in entgegengesetzter Richtung wie bisher in die Leitung gesendet wird. Vor vollendeter Umdrehung des Senders geht also ein negativer Strom durch alle Relais r. Dieser negative Strom sichert in der weiter unten angegebenen Weise die genaue Rückkehr aller Apparate in die Nullstellung, so dafs etwaige Fehler in der Wirkungsweise aller Apparate sich nicht verstärken können, sondern nach Beendigung jeden Gespräches wieder berichtigt werden. Zu bemerken ist, dafs die Bewegung des Senders nur in einem bestimmten Sinne erfolgen kann, indem er an einer Umdrehung in entgegengesetztem Sinne durch einen (nicht gezeichneten) Anschlag .gehindert wird.
Der Empfänger jedes Apparates besitzt aufser dem bereits erwähnten Relais r noch zwei auf gemeinschaftlicher Achse befestigte Scheiben oder Cylinder i und j (Fig. 1 und 3). Der eine derselben (i) besteht aus Metall und der andere (j) besteht aus Isolirmaterial. Auf jedem dieser Cylinder schleifen zwei Bürsten 1, 2 und 3, 4. Diese Cylinder werden in der weiter unten noch zu erläuternden Weise durch das Relais r beeinflufst.
Der Metallcylinder i dient dazu, in jedem nicht angerufenen Apparate: die Hörer kurz zu schliefsen, um das Geheimnifs des Gespräches
zu sichern. Würde während des Gespräches zweier Theilnehmer ein dritter Theilnehmer eines der nicht angerufenen Apparate den Hörer seines Fernsprechers zur Hand nehmen, was in Fig. ι schematisch durch die punktirte Verbindung der Contacte dl d1 dargestellt ist, so laufen in seinem Apparate die Telephonströme der mit einander sprechenden Apparate durch i1, o1, 40", b, a, 40', o2, 66, d und, da der den Hörer tragende Schalthebel die in Fig. 1 punktirt gezeichnete Stellung einnimmt, weiter durch d1,6j, Draht 2, Trommel z, Draht 1, Contact g (in der später noch zu erläuternden Weise zur Unterbrechung des Kurzschlusses der Hörer des anrufenden Apparates dienend), 68, 69, e1, e und durch Leitung /2 zu den übrigen Theilnehmerapparaten der Anlage. Vermöge dieses Metallcylinders i werden also die Hörer r1 r2 aller nicht angerufenen Apparate kurz geschlossen. Dieser Kurzschlufs der Hörer darf natürlich weder in dem angerufenen noch in dem anrufenden Apparate vorhanden sein. Im ersteren wird der Kurzschlufs dadurch unterbrochen, dafs der Cylinder i eine dünne isolirende Platte trägt, die der Erzeugenden des Cylinders parallel ist und welche sich genau dann unter die Bürsten 1, 2 legt, wenn sich beide Scheiben oder Cylinder i j in dem betreffenden angerufenen Apparate entsprechend der zugehörigen Zahl von dem Sender irgend eines Apparates der Anlage kommender gleichgerichteter Stromstöfse um einen bestimmten Winkel gedreht haben. Sobald dies geschehen ist, wird der Kurzschlufs zwischen den Leitungen 1, 2 auf der Trommel i unterbrochen und die Hörer des angerufenen Apparates sind in die Leitung I1-!'2 eingeschaltet. Der Winkel, um den sich die Scheiben ij drehen müssen, ist für jeden Apparat der Anlage verschieden, so ist dieser Winkel z. B. für Apparat 5 gröfser (bezw. kleiner) als für Apparat 4, für letzteren Apparat wieder gröfser als für Apparat 3 u. s. w. In dem anrufenden Apparate wird der Kurzschlufs bei g sofort beim Beginn der Drehung des Senders unterbrochen, indem die in der Ruhestellung der Scheiben 37', 37" durch einen Stift 70 in Berührung gehaltenen Contactfedern 71 und 72 nach Vorbeigehen des Stiftes gleich nach Beginn der Drehung aus einander federn.
Der aus Isolirmaterial bestehende Cylinder j dient dazu, bei dem angerufenen Theilnehmer das Läutewerk zum Ansprechen zu bringen. Zu diesem Zwecke trägt die Isolirtrommel eine dünne leitende Platte, die sich in demselben Augenblicke unter die Bürsten 3 und 4 legt, in dem die isolirende Platte des Cylinders i unter die Bürsten 1 und 2 gelangt. In dieser Stellung wird ein Localstromkreis geschlossen, nämlich der Stromkreis: Batterie s', Draht 42, Läutewerk s,. Draht 43, Contact ί2. Draht .44, Bürste 4, Metallstreifen der Trommel j, Bürste 3, Draht 45, Batterie s'. Dieser Stromkreis wird unterbrochen, sobald der angerufene Theilnehmer seine Hörer zur Hand nimmt, indem hierdurch der Schalthebel 46 in die in Fig. 1 punktirt gezeichnete Stellung gelangt. Um daher das Mitarbeiten unbenutzter Apparate zu verhindern, genügt es, die Hörer derselben abzuhängen. Zur Vereinfachung der Erläuterung des Folgenden mögen die isolirende Platte der Trommel i und die leitende Platte der Trommel j die »Schaltplatten« und in gleicher Weise die Stellung der Trommel, in der die Platten sich unter den Bürsten befinden, »Schaltstellung« genannt werden.
Das Relais r jedes Apparates schliefst entweder den Localstromkreis: Batterie 47, Contact 48, Contact 49, Draht 50, Elektromagnet 51, Draht 52, Batterie 47 oder den Localstromkreis: Batterie 53, Contact 54, Contact 55, Draht 56, Elektromagnet 57, Draht 58, Batterie 53, je nachdem, ob vermittelst des oben erläuterten Senders irgend eines Apparates entweder ein positiver oder ein negativer Stromkreis in die Leitung gesendet wird.
Wird ein positiver Stromstofs in die Leitung gesendet, so wird der Stromkreis der Batterie 47 geschlossen und der Elektromagnet 51 zieht den Anker ep an. Dieser Anker ist auf dem Anker en des Elektromagneten 57 drehbar gelagert. Die Anziehung des Ankers ep hat zur Folge, dafs dessen oberer Arm χ aus der Bahrt der Zähne des einen von zwei mit einander verbundenen, auf gleicher Achse mit den Cylindern ij befestigten Rädern \' ^" heraustritt und in die Bahn der Zähne des zweiten Rades eintritt, so dafs beide Räder, welche unter Einwirkung eines Triebwerkes stehen, um die Hälfte einer Zahnlücke sich drehen können. Beim Aufhören des Stromstofses zieht eine Feder den Anker ep in seine Anfangsstellung zurück, so dafs er wieder mit dem ersten Rade %' in Eingriff kommt, nachdem sich beide Räder um die Hälfte einer Zahnlücke, also nunmehr im Ganzen um die Breite eines Zahnes weitergedreht haben. Wird in die Leitung ein negativer Strom geschickt, so wird der Anker en angezogen und der obere Arm χ des mit ihm verbundenen Ankers ep wird aus dem Rade \' entfernt, so dafs beide Räder %' und %" also gänzlich frei sind.
Diese Räder wurden sich nun so lange drehen, als das Triebwerk auf sie einwirkt, wenn nicht ein mit dem Anker en verbundener Haken j^, gegen den ein am Rade .^" befestigter Bolzen 59 stöfst, ihre Umdrehung genau auf der Nullstellung hemmen würde. Die Nullstellung der Cylinder j und i jedes Apparates ist die Stellung, in der die auf diesen Cylindern ruhenden Bürsten sich auf einer Erzeugenden der Cylinder, befinden,, die
um den Winkel von dem Metall- bezw. Isolirstreifen dieser Cylinder entfernt sind, um den sich letztere drehen müssen, damit die erwähnten Streifen unter die Bürsten gelangen. Sobald der Elektromagnet 57 nicht mehr erregt ist, giebt der Haken y den Bolzen 59 wieder frei, aber in diesem Augenblick wird der Arm χ des mit hochgehobenen Ankers ep von neuem mit dem genau der Nullstellung entsprechenden Zahne des Rades %' in Eingriff gebracht.
Die Wirkungsweise eines Apparates, der einen anderen anruft, ist die folgende:
Der Theilnehmer des rufenden Fernsprechers dreht von der Nullstellung ausgehend die mit einem Zeiger versehene Kurbel 41 (Fig. 2) seines Senders, die sich vor einem mit der Reihenfolge der Fernsprechapparate in der Leitung entsprechenden Zahlen versehenen Zifferblatte dreht. Gleich beim Beginn der Drehung des Senders wird der ursprüngliche Kurzschlufs der Hörer dieses Apparates bei g unterbrochen. Sobald der erste Zahn jedes der Räder 37', 37" die Knöpfe A1A2 der Hebel 40', 40" trifft, wird ein positiver Strom, der so lange läuft, als die Zähne der Räder mit den Knöpfen A1 A2 in Berührung bleiben, durch das Relais r aller Apparate geschickt; daraus ergiebt sich, dafs in allen Apparaten einschliefslich des anrufenden die Räder ^ %" und damit natürlich auch die Scheiben oder Cylinlinder ij sich um denselben Winkel drehen. Aber nur in dem Apparate Nr. 1 der Leitung, der zu gleicher Zeit selbst der anrufende sein kann, sind bei dieser Stellung der Cylinder ij die Schaltstreifen unter die Bürsten getreten, so dafs das Läutewerk ertönt und der Kurzschlufs der Hörer dieses Apparates aufgehoben ist. Fährt indessen der Anrufende fort, seinen Sender zu drehen, so kommt ein neuer Zahn der Räder 37', 37" unter die Knöpfe A2A1 und es wird ein zweiter positiver Strom in die Leitung gesendet, der die Räder %_' %" aller Apparate sich um einen Zahn weiter drehen läfst. Damit sind die Schaltscheiben im ersten Apparate unter den Bürsten hindurgegangen, das Läutewerk dieses Apparates ist wieder ausgeschaltet und die Hörer werden wieder kurz geschlossen. Aber die Cylinder ij des zweiten Apparates der Leitung befinden sich jetzt in der Schaltstellung. Ein erneuter positiver Stromstofs bringt den dritten Apparat der Leitung in die Schaltstellung u. s. w., bis endlich auch der anzurufende Apparat sich in der Schaltstellung befindet, so dafs dessen Läutewerk dauernd ertönt. Wird der Sender des Apparates des anrufenden Theilnehmers genügend rasch gedreht, so ertönen die Läutewerke der nicht angerufenen Apparate nur einen Augenblick oder werden nur erschüttert, ohne anzuschlagen. Ist der Zeiger der Kurbel des anrufenden Apparates auf der Nummer des angerufenen Apparates angekommen, so ergreift der anrufende Theilnehmer die Hörer, und zwar werden dadurch in nichts die Vorgänge in dem anderen Theil der Leitung gestört. Der Stromkreis im anrufenden Apparate ist jetzt der folgende (s. Fig. 1, punktirte Stellung des Schalthebels 46): Z1, o1, 40", b, a, 40', o2, 66, rf, rf1, 67, r1, r2, 69, e', e, P anstatt des anfänglichen Stromkreises Z1, o1, 40", b, α, 40', ο2, 66, rf, r, e, Z2. Beim Abnehmen der Hörer schaltet der Anrufende dieselben daher in die Leitung ein und schliefst gleichzeitig den Mikrophonstromkreis 60, 61, 62,f, 63, 60 bei f. Er kann nun sowohl sprechen als auch hören.
Der Vorgang im angerufenen Apparate ist der folgende:
Die Scheiben bezw. Cylinder ij haben sich, den positiven Stromstöfsen in der weiter oben bereits erläuterten Weise folgend, ruckweise um den für diesen Apparat bestimmten Winkel gedreht, so dafs sie sich in der Schaltstellung befinden. Der Theilnehmer wird davon durch das andauernde Ertönen seines Läutewerkes benachrichtigt und nimmt die Hörer seines Fernsprechers ab. Dieses Abnehmen der Hörer schaltet sofort das Läutewerk aus und bewirkt die Schliefsung des Mikrophonstromkreises 60 bis 63. Der Stromkreis ist also hier der gleiche wie in dem anrufenden Apparat, nämlich : Z1, o1, 40", b, a, 40', o2, 66, rf, rf1, 67, r1, r2, 69, e', e, Z2. Der einzige Unterschied, der zwischen dem angerufenen und dem anrufenden Apparat besteht, ist, dafs in dem ersteren der anfängliche Kurzschlufs der Hörer auf der Trommel z, die sich in der Schaltstellung befindet, unterbrochen ist. Wie bereits oben gesagt wurde, war bei dem anrufenden Apparat der anfängliche Kurzschlufs durch den Sender bei g (70 bis 72) unterbrochen worden.
Ist das Gespräch beendet, so dreht der Anrufende seinen Sender im anfänglichen Sinne weiter, da die Zurückdrehung desselben vermittelst eines (nicht gezeichneten) Anschlages verhindert wird. Alle Cylinder ij des Netzes folgen dieser Bewegung. Kommt der isolirte Zahn w des Senders mit den Knöpfen A1 A2 in Berührung, so wird in der eingangs beschriebenen Weise ein negativer Strom durch 7Z1 ri1 in alle Relais geschickt und in allen Apparaten drehen sich die Cylinder i j, da ihre Räder %' und ^" von dem Arme χ des Ankers ep freigegeben werden, so lange frei herum, bis sie durch den Haken y des Ankers en genau auf dem Nullpunkt angehalten werden. Auf diese Weise ist man sicher, dafs nach jedem Gespräche alle Apparate wieder auf dem Nullpunkte angekommen sind.
Jeder Apparat der Leitung wird nach dem ersten positiven Stromstofse, der die Empfänger
in Thätigkeit setzt, davon benachrichtigt, dafs die Leitung besetzt ist. Dies geschieht vermittelst einer rothen, an einem geeigneten Theile des Empfängers angeordneten Scheibe, die an die Stelle einer »Leitung frei« anzeigenden weifsen Scheibe tritt und durch ein Fenster sichtbar ist. Ein nicht angerufener Apparat kann, sei es vor der Unterhaltung zwischen zwei Theilnehmern, sei es nach derselben, nur in seine Schaltstellung gemäfs seiner laufenden Nummer in der Reihenfolge der Apparate gelangen., Sein Läutewerk wird nur während des Durchganges des metallischen Streifens seines Empfängers unter den Bürsten mehrmals anschlagen; aber dies ist kein Anruf, denn der Anruf geschieht, wie erwähnt, durch fortgesetztes Läuten, das nicht eher aufhört, als bis der Angerufene die Hörer seines Apparates abgenommen hat.
Selbstverständlich ist es jedem Theilnehmer eines nicht angerufenen Apparates verboten, sobald die Leitung besetzt ist, seinen Sender in Thätigkeit zu setzen. Man kann übrigens Vorrichtungen anordnen, die einen nicht angerufenen Theilnehmer mechanisch daran hindern, seinen Sender zu benutzen, so lange die Leitung besetzt ist.
Als Triebwerk für die Cylinder oder Scheiben ij bedient man sich eines Uhrwerkes oder, da mit der Verwendung des letzteren gewisse Unbequemlichkeiten verknüpft sind, einer in Fig. 5 und 6 in beispielsweiser Ausführung dargestellten Anordnung.
Am Ende der Welle X (Fig. 5), welche, wie bei dem oben beschriebenen Apparate, die beiden Cylinder bezw. Scheiben i und j trägt, ist die eine Hälfte einer Klauenkupplung 5 angeordnet, und zwar derartig, dafs sie auf der Welle verschiebbar ist, aber dennoch durch einen Keil 6 gezwungen wird, sich mit der Welle zu drehen.
Diese Klauenkupplung 5 besitzt ein Halsstück 7, in welches eine Gabel 8 eingreift, die auf der Achse 9 drehbar gelagert ist. Der obere Theil dieser Gabel 8 ist zu einem Anker 10 ausgebildet, der durch einen Elektromagneten 11, der mit einem anderen, hier den früher erwähnten Elektromagneten 57 ersetzenden Elektromagneten 22 parallel oder mit ihm hinter einander geschaltet ist (Fig. 5), angezogen werden kann. Auf diesen Anker 10 wirkt eine Feder 12 und zieht ihn, falls der Elektromagnet nicht erregt ist, zurück, und damit die Kupplungshälfte 6 in die Kuppelstellung. Der Hälfte 6 der Klauenkupplung gegenüber ist auf einer ein Zahnrad 15 tragenden Welle 14 die zweite Hälfte 13 der Kupplung angeordnet. Der Zweck der Kupplung 6, 13, die, so lange der Elektromagnet 11 nicht erregt ist, eingerückt ist, wird weiter unten noch erläutert werden. Das Zahnrad 1 5 (Fig. 5 und 6) kann unter der Wirkung einer Ankerhemmung eine ruckweise Drehbewegung ausführen. Bei 17 ist dieser Hemmanker drehbar gelagert und aufserdem trägt er noch einen den Anker eines Elektromagneten 19 bildenden Fortsatz 18. Die Rückkehr dieses Ankers erfolgt unter der Wirkung einer Feder 20.
Der Elektromagnet 19 entspricht dem Elektromagneten 51 der anderen Einrichtung zum ruckweisen Drehen des Cylinders ij. Sobald durch die in das Relais r geschickten gleichgerichteten Stromstöfse der Stromkreis dieses Elektromagneten 19 geschlossen wird, wird der Hemmanker 16 in schwingende Bewegung versetzt, so dafs jeder durch den Elektromagneten hindurchgehende Stromstofs eine Drehung des Rades 15, der Welle 14, der Kupplung 6, 13 und endlich der Welle X um einen Bogen, der der Breite eines Zahnes des Rades 15 gleich ist, erzeugt.
Zu dem Zwecke, bei dieser Einrichtung ebenfalls alle Apparate der Leitung auf den Nullpunkt zurückbringen zu können, ist auf der Achse X eine Scheibe 21 aus Aluminium oder Kupfer angeordnet, die mit einem Sector aus Eisen versehen ist. Diese Scheibe kann sich zwischen den Polen des Elektromagneten 22 drehen, der mit den Enden des Relais r in gleicher Weise wie der früher erwähnte Elektromagnet 57 verbunden ist. Sobald ein negativer Strom das Relais r durchfliefst, wird also der Stromkreis des Elektromagneten 22 und des Elektromagneten 11 durch die Localbatterie 53 geschlossen.
Der Elektromagnet 11 zieht seinen Anker 10 an und verursacht damit die Ausrückung der Klauenkupplung 6, 13, so dafs die Achse X freigegeben wird. Die Scheibe 21, die sich, da sie, wie erwähnt, mit einem Eisensector versehen ist, nicht im Gleichgewicht befindet, dreht sich unter der Einwirkung des Gewichtes des eisernen Sectors so lange, bis dieser in seiner tiefsten, genau dem Nullpunkte des Apparates entsprechenden Stellung ankommt, in der er sich zwischen den beiden Polen des Elektromagneten 22 befindet, von denen er, ohne hin und her zu pendeln, sofort festgestellt wird.
An Stelle des Elektromagneten 22 könnte man natürlich ebensogut einen permanenten Magneten verwenden, der denselben Zweck erfüllen würde.
Zum Anrufen eines Apparates der Leitung ist es erforderlich, dafs man über eine genügend starke Batterie verfügt, wodurch aber naturgemäfs die Kosten des Apparates vermehrt werden. Man kann daher die Batterie 39 durch einen Gleichstrommagnetinductor ersetzen, wie dies Fig. 7 erläutert.
Zu diesem Zwecke ist auf der Welle 23, die die beiden Zahnräder 37', 37" (Fig. 7) trägt,
ein Kegelrad 24 befestigt, welches mit einem zweiten, auf einer Welle 26 befestigten Kegelrade 25 in Eingriff steht. Diese Welle trägt am Ende eine Kurbel 27. Die Welle 26 trägt ein grofses Zahnrad 28, das mit einem Rade 29 von viel kleinerem Durchmesser in Eingriff steht. Dieses Rad 29 ist auf der Achse 30 des Ankers 31 eines Gleichstrommagnetinductors befestigt. Auf dem Collector 33 dieses Ankers schleifen die Bürsten 34, die durch Drähte mit denjenigen Stromkreisen verbunden sind, die an dem positiven und negativen Pole der zum Anruf dienenden Batterie 39 endigten.
Durch das Drehen der Kurbel 27 bringt man eine schnelle Umdrehung des Ankers 31 hervor und erzeugt infolge dessen einen Strom, welcher in die gewünschten Stromkreise fliefst. Zu gleicher Zeit erzeugt man aber auch eine langsame Drehung der Welle 23 und infolge dessen auch der Metallplatten der Anrufvorrichtung, so dafs die Umdrehung des Zeigers 35, der sich vor dem festen Zifferblatte 36 bewegt, die verschiedenen angerufenen Apparate anzeigt.
Bei Verwendung eines Gleichstrominductors können eventuell die aus Isolirmaterial bestehenden Zähne w der Räder 37', 37" und dementsprechend die Contacte n1 n1 fortgelassen werden, da man durch Drehen des Magnetinductors im umgekehrten Sinne den zum Ansprechen des die Schliefsung der Stromkreise der Elektromagnete 11 und 22 bewirkenden Relais r nothwendigen, im Vergleiche zu den ursprünglichen Stromstöfsen entgegengesetzt verlaufenden Strom erzeugen kann.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verbindungseinrichtung für Fernsprechanlagen mit hinter einander geschalteten, an einer gemeinsamen Leitung liegenden, ohne Vermittlungsamt mit einander verkehrenden Theilnehmerstationen, von welchen jede einzelne für sich allein von jeder anderen durch eine bestimmte, ihrer Nummer entsprechende Anzahl von Stromstöfsen angerufen und die nicht sprechenden Stationen durch Kurzschlufs ihrer Fernhörer am Mithören verhindert werden können, dadurch gekennzeichnet, dafs mit Hülfe zweier gezahnter, je mit einem Pole einer Batterie (39) verbundener, vom anrufenden Theilnehmer umgedrehter Räder (37', 37"), je nachdem der Anruf stattfinden oder die Ruhelage der Apparate hergestellt werden soll, eine bestimmte Anzahl positiver Stromstöfse oder ein negativer Stromstofs in die Leitung gesendet werden, die die Hemmvorrichtung eines Triebwerkes derart beeinflussen, dafs zwei auf derselben Achse befindliche Cylinder (j i), von denen der eine (j) aus Isolir-, der andere (i) aus leitendem Material besteht und die beide mit . einem leitenden bezw. isolirenden, in der Längsrichtung neben einander liegenden Streifen belegt sind, ruckweise so lange in Drehung versetzt werden, bis beim angerufenen Theilnehmer die beiden Streifen gleichzeitig unter entsprechenden Bürsten liegen, wodurch einerseits durch den Metallstreifen das Läutewerk eingeschaltet, andererseits durch den Isolirstreifen der vorher vorhandene Kurzschlufs der Fernhörer aufgehoben wird, während bei den übrigen Theilnehmern, bei welchen die Streifen nicht unter den Bürsten liegen, die Anrufleitung unterbrochen und der Kurzschlufs der Fernhörer bestehen bleibt.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Senders des Apparates nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet, dafs die Metallscheiben mit einer der Zahl der an das Netz angeschlossenen Fernsprechapparate entsprechenden Anzahl gleich grofser Metallzähne und einem erheblich längeren und höheren Zahne (w) aus Isolirmaterial versehen sind, deren erstere dazu dienen, durch Berührung von an Hebeln (40/, 40") befestigten Contacten (k2 k1) in die Relais (r) aller Fernsprechapparate zwecks Auslösung der Empfangsapparate positive Ströme zu senden, und deren letzterer zwecks Wiedereinstellung aller Emgfänger auf Null durch Schliefsung anderer Contacte (40', κ2 und 40", H1) einen negativen Strom in dieselben Relais schickt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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