DE135897C - - Google Patents
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- DE135897C DE135897C DENDAT135897D DE135897DA DE135897C DE 135897 C DE135897 C DE 135897C DE NDAT135897 D DENDAT135897 D DE NDAT135897D DE 135897D A DE135897D A DE 135897DA DE 135897 C DE135897 C DE 135897C
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- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Pumpe bezweckt, bei einfacher Bauart ein möglichst hohes Vacuum zu
erzielen, wobei sie auch bei einer höheren Temperatur arbeiten kann, als dies bei den
bisher gebauten Vacuumpumpen der Fall ist.
Die Pumpe hat zwei Cylinder, die durch Kanäle mit einander in Verbindung stehen,
und in welchen die Kolben derart beweglich sind, dafs beim Abwärtsgang des einen Kolbens
Luft und Gas durch Einlassöffnungen des anderen Kolbens und ' durch Ausschnitte desselben
sowie durch die Verbindungskanäle der beiden Cylinder eingesaugt und nach Ueberschreitung
der Verbindungskanäle, durch den Kolbenkopf des einen Kolbens beim Aufwärtshub
des anderen Kolbens Luft und Gas ausgeprefst werden.
Auf den Zeichnungen stellt dar:
Fig. ι einen senkrechten Schnitt in der Richtung der Antriebswelle durch die Pumpe,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt quer zur Welle nach der Linie G-G der Fig. i.
Fig. 3 ist ein wagerechter Schnitt nach der Linie H-H der Fig. i.
Fig. 4 und 5 sind Einzelheiten. . . :
In Fig. ι ist 1 der gröfsere und 2 der
kleinere Cylinder. Der gröfsere Cylinder ist mit einem Kolben 3 und der kleine Cylinder
mit einem Kolben 4 ausgestattet. Jeder dieser Kolben kann so weit in die Höhe gehen, dafs
er gegen den betreffenden Cylinderdeckel 5 bezw. 6 trifft, so dafs die Gase am Ende des
Kolbenhubes vollständig aus dem Cylinder ausgetrieben werden. Unterhalb der Cylinder ist
eine doppelt gekröpfte Welle 7 gelagert, an welche die Kolbenstangen 8 und 9 mittelst
der Kurbelzapfen 10 und 11 angreifen. Die Welle erhält ihre Drehung in der Richtung des
Pfeiles (Fig. 2). Die Kurbel 10 ist um weniger als i8o° gegen die Kurbel 11 versetzt. In der
Regel um etwa 1050.
Die Cylinder ruhen auf einem Gehäuse 12 mit einer Ausladung 13, in welcher die Welle 7
gelagert ist. Das Gehäuse ist bis über die Wellenlager mit OeI gefüllt und nach aufsen,
luftdicht abgeschlossen. Die Lager 14 sind vortheilhaft verstellbar.
Der Kolben 4 hat die Form eines Mantels, der an beiden Seiten bei 15 und 16 (Fig. 1)
ausgeschnitten ist. Der obere Kolbenkopf 17 des Kolbens 4 ist mit einem Packungsring 18
zur Abdichtung des Kolbens im Cylinder versehen. Die obere Fläche des Kolbens hat
dieselbe Form wie der Cylinderdeckel, um den schädlichen Raum auf das Mindestmafs zu verringern.
Der untere Kopf 19 des Kolbens 4 ist nicht mit einer Packung versehen, da er
nur den Zweck hat, das die Welle umgebende OeI zu verhindern, in den Cylinder zu spritzen
und sich dort mit den Gasen zu vermischen^ Um unterhalb des Kolbenkopfes 19 ein theilweises
Vacuum zu erzeugen, ist in demselben eine Oeffnung 20 vorgesehen. Diese Oeffnung
darf jedoch nur klein sein, weil sonst das Vacuum zu plötzlich entstehen und das OeI
zum Schäumen oder Spritzen bringen würde, so dafs es in die Cylinder steigt, woraus nicht
nur Oelverlust, sondern auch eine Beschädigung der Theile entsteht. Bei einer kleinen
Oeffnung ist Derartiges, infolge des langsamen Entstehens des Vacuums, vermieden.
Der Kolben 3 ist ein gewöhnlicher becherartiger Plungerkolben und mit Packungsringen
21 versehen. Auch seine obere Fläche ist dem Cylinderdeckel 5 gleich gestaltet. Der
Cylinder 2 ist mit Oeffnungen 22 (Fig. 1, 2 und 3) versehen, welche beständig mit dem
Saugrohr 23 in freier Verbindung sind. Der
Cylinder 2 ist ferner mit einem Rückschlagventil 24 (Fig. 1) ausgestattet, von welchem in
Fig. 4 eine etwas abgeänderte Anordnung 25 dargestellt ist. In diesem Falle mu-fs-die-Luft
sich ihren Weg durch ein mittelst einer Feder geschlossen gehaltenes Ventil erzwingen. Nach
Erzeugung eines hohen Vacuums hört das Ventil 24 bezw. 25 auf zu wirken und alles
noch weiter ausgepumpte Gas tritt nun durch die Oeffnungen 22 aus. Zwischen den beiden
Cylindern sind Verbindungskanäle 26 angeordnet, durch welche die Gase hindurchgehen;
der obere Kopf des Kolbens 4 wirkt dabei als Ventilschieber für diese Verbindungskanäle.
Die beiden zeitlich hinter einander arbeitenden Pumpencylinder bilden eine Pumpe, bei
welcher in dem ersten Cylinder 1 die Gase nicht in dem Mafse comprirnirt werden, dafs
sie in dem Cylinder condensiren und dann bei der Rückkehr des Kolbens expandiren, wie es
bei einer gewöhnlichen, einfachwirkenden Pumpe der Fall sein würde. Die Pumpe arbeitet mit
genügend hoher Temperatur, so dafs die in den Cylinder 1 eingeführten Dämpfe in den
Cylinder 2 gedrückt werden, ohne zu condensiren.
Der Kolben 4 comprimirt die Luft, die Gase und die Dämpfe in dem Cylinder 2 bis
auf Almosphärendruck. und drückt sie durch das Rohr 28 aus. Bei etwas schädlichem Raum
bleibt eine geringere Menge Gas zurück und es findet eine Condensation in geringerem
Mafse statt. Aber das wieder expandirende, zurückgebliebene Gas und die wieder verdampfenden
Condensationsproducte füllen die Cylinder 2 nur bis zu den Kanälen 26 herab, bevor der Druck genügend abgenommen hat,
um Luft und Gase aus dem Cylinder .1 einzulassen. Wenn es aber, wie z. B. bei der
Herstellung von Eis im Vacuum, nöthig ist, ein sehr hohes Vacuum aufrecht zu erhalten, so
empfiehlt es sich, zwei Pumpen der beschriebenen Construction hinter einander zu benutzen,
von denen die vordere ein gewisses Vacuum erzeugt, das von der nächsten vergröfsert
wird.
. Um in den Cylindern der Pumpe die gewünschte Temperatur aufrecht zu erhalten,
sind dieselben von einem Mantel 29 umgeben, in welchen Dampf behufs Erhitzung eingelassen
oder in welchem Kühlwasser circuliren kann, je nach dem von der Pumpe zu erfüllenden
Zweck.
Die Wirkungsweise der Pumpe ist die folgende:
Wenn der Kolben 3 abwärts geht, treten die Gase durch die Oeffnungen 22 über die
Ausschnitte 15, 16 des Kolbens 4 zwischen die
Kolbenköpfe 17 und 19 und in den Cylinder ι. Hat der Kolben 3 seine tiefste Stellung
erreicht, so schneidet der Kolben 4 die Verbindung zwischen dem Einlasse 23 und den
Kanälen 26 ab. Dann drückt der Kolben 3 das in 1 enthaltene Gas in den Cylinder 2 ·
währenddessen passirt der Kolben 4 nach seiner tiefsten Lage die Kanäle 26 gerade,
wenn der Kolben 3 in seiner höchsten Stellung angelangt ist, so dafs nunmehr die Gase
in dem Cylinder 2 eingeschlossen und theüweise comprimirt werden. Der Kolben 4 drückt weiter die in 2 enthaltenen Gase durch
das Rückschlagventil 27 nach dem Auslafsrohr 28, während der Kolben 3 bei seinem
Abwärtshub eine neue Gas- und Luftmenge einsaugt. Wenn der Kolben 4 nunmehr nach
unten geht, würde über demselben ein seine Bewegung verzögerndes Vacuum entstehen,
was jedoch dadurch vermieden ist, dafs durch das Rückschlagventil 24 Gas und Luft nachdringen.
Diese Kolbenbewegungen wiederholen sich bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle.
In den Fig. 4 und 5 ist eine etwas abweichende Ausführungsform der Pumpe dargestellt,
bei welcher die Ventile am oberen Ende des Cylinders 2 nicht im Cylinderdeckel 6
sitzen. Hierbei ist das das Einlafsrohr 23 mit dem oberen Theil des Cylinders verbindende
Rückschlagventil 25 in einem Rohre 31' seitlich
vom Cylinder 2 angeordnet. Das Auslafsventil
32 liegt in einem Gehäuse 33 ebenfalls seitlich vom Cylinder, so dafs der Deckel
frei abgehoben werden kann. Das Ventil 25 kann nach Lösen einer Kappe 34 entfernt werden.
Das Gehäuse 33 wird durch einen abnehmbaren Bügel 35 und eine Schraube 36 an seiner Stelle gehalten und kann leicht entfernt
werden. Die Ventile 25 und 32 stehen durch kleine Kanäle 37 und 38 mit dem oberen
Theil des Cylinders 2 in Verbindung. ■
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Vacuumpumpe, bestehend aus zwei Cylindern (1, 2), welche durch Kanäle (26) mit einander verbunden sind, gekennzeichnet durch eine derartige Bewegung der Pumpenkolben (3, 4), dafs beim Abwärtsgang des einen Kolbens (3) Luft und Gas durch Einlafsöffnungen (22) des anderen Kolbens (4) und durch dessen Ausschnitte (15, 16) sowie durch die Verbindungskanäle (26) der beiden Cylinder eingesaugt und nach Ueberschreiten der Verbindungskanäle (26) durch den Kolbenkopf des einen Kolbens (4) beim Aufwärtshub des anderen Kolbens (3) Luft und Gas ausgepreist werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE135897C true DE135897C (de) |
Family
ID=403897
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT135897D Active DE135897C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE135897C (de) |
-
0
- DE DENDAT135897D patent/DE135897C/de active Active
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