DE135256C - - Google Patents
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- DE135256C DE135256C DENDAT135256D DE135256DA DE135256C DE 135256 C DE135256 C DE 135256C DE NDAT135256 D DENDAT135256 D DE NDAT135256D DE 135256D A DE135256D A DE 135256DA DE 135256 C DE135256 C DE 135256C
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- ship
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H21/00—Use of propulsion power plant or units on vessels
- B63H21/21—Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
- Control Of Throttle Valves Provided In The Intake System Or In The Exhaust System (AREA)
- Actuator (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zum selbstthätigen Regeln
des Ganges einer Schiffsmaschine, durch welche das Durchgehen der Maschine verhindert werden
soll, wenn die Schraube bei bewegter See aufser Wasser kommt. Zu diesem Zweck ist
am Heck des Schiffes eine Vorrichtung, z. B. eine senkrechte Plätte, angebracht, welche unter
dem Druck des in der Fahrt am Schiff vorbeifliefsenden Wasserstromes eine bestimmte Stellung
einnimmt, bei austauchendem Heck und Fortfall des Wasserdruckes aber unter dem Einflufs
einer beständig wirkenden Kraft, z. B. Federkraft, welche dem Wasserdruck entgegengerichtet
ist, ihre Stellung ändert. Diese Vorrichtung ist mit der Drosselklappe oder der Umsteuerungsvorrichtung der Maschine so verbunden,
dafs sie dieselben beim Austauchen des Hecks derart verstellt, dafs die Maschine
zum Stillstand kommt bezw. langsamer arbeitet, also nicht durchgehen kann.
Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht eines Schiffes mit
der Regelungsvorrichtung an der Aufsenseite nahe am Heck.
Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt durch einen Theil der Schiffsbeplattung, um die Befestigung
der Regelungsvorrichtung am Schiff zu zeigen.
Fig. 3 ist ein senkrechter Längsschnitt durch den Theil der Vorrichtung im Inneren des
Schiffes, durch welchen die Bewegung auf die Schiffsmaschine übertragen wird.
Fig. 4 ist eine Einzelheit.
In der Nähe der Schraube 2 des Schiffes 1
ist am Heck eine Platte 3 drehbar angebracht, und zwar in solcher Höhe, dafs die Oberkante
der Platte ungefähr mit dem oberen Ende eines senkrecht stehenden Schraubenflügels abschneidet.
Die Platte ist um eine an der Schiffswand angebrachte senkrechte Achse 4 drehbar (Fig. 2).
An der äufseren Kante der Platte ist eine Stange 5 gelenkig mit ihr verbunden, welche
ungefähr parallel zur Mittschiffsebene nach vorn geführt ist und durch eine Stopfbüchse 6 in
das Schiffsinnere eintritt (Fig. 2).
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist in die Stange 5 im Inneren des Schiffes ein Kettenende 7 eingeschaltet,
welches das Vorwärtsziehen der Stange 5 gestattet, ohne dafs die Regelungsvorrichtung an der Maschine hiervon beeinflufst
wird. Zu diesem Zweck' geht die Stange 5 durch das durchbohrte Ende eines Armes 8,
durch dessen mit einem Gewinde versehenes Auge 9 im anderen Ende eine bei 11 und 12
gelagerte Schraube 10 geht, welche durch ein Kegelradgetriebe 13, 14 mit Handrad 15 gedreht
werden kann und den Arm 8 verschiebt. Vor dem Kettenende 7 führt die mit einem Kolben
ig versehene Stange 5 durch einen mit OeI gefüllten Bremscylinder 16 bekannter Art, welcher
dazu bestimmt ist, die Wirkung des Reglers etwas zu bremsen. Die Geschwindigkeit
des Oelübertritts von einer Kolbenseite zur anderen kann durch ein im Kanal 17 befindliches
Ventil, Drosselklappe oder dergl. geregelt werden.
Hinter dem Bremscylinder 16 tritt die Stange 5 j
in einen zweiten Cylinder 20 ein, in welchem ! zwei Kolben 24 und 25 angeordnet sind. Die I
Stange 5 ist durch den links liegenden Kolben 25 j frei hindurchgeführl und mit dem rechtsliegenden
Kolben 24 fest verbunden. Der Weg des Kolbens 24 ist dadurch begrenzt, dafs der innere
Durchmesser des Cylinders 20 am rechten Ende etwas gröfser gemacht ist, als der des übrigen
Theils des Cylinders. Zwischen den beiden Kolben 24 und 25 ist eine Feder 23 angeordnet, welche bestrebt ist, den Kolben 24 und
damit die Stange 5 nach rechts zu ziehen, d. i. also entgegen dem von der Platte 3 auf die
Stange ausgeübten Zuge, welcher, wie oben erwähnt, durch den Wasserstrom bei der Fahrt
entsteht. Der Kolben 25 sitzt unverschiebbar auf einer die Stange 5 umgebenden Hülse,
welche nach links durch den Cylinderdeckel 21 verlängert und zu einer Schraubenspindel 26
ausgebildet ist, die in einem am Cylinderdeckel 21 befestigten Arm 27 a drehbar gelagert ist. Die
Drehung der Schraubenspindel 26 erfolgt durch ein Kegelradgetriebe 27, 28 mittelst eines Handrades
29. Durch die bei der Drehung der Schraubenspindel erfolgende Verschiebung des Kolbens 25 kann die Spannung der Feder 23
geregelt werden. Der Kolben ist mit einein Zeiger 31 versehen, welcher durch einen Schlitz
der Cylinderwandung hindurchtritt und an einer Scala 30 die Spannung der Feder 23 anzeigt.
An der Aufsenseite des Kolbens 24 ist eine Stange 32 befestigt, welche durch den Cylinderdeckel
22 frei hindurchgeht und an ihrem anderen Ende mit dem einen Arm 33 eines bei 34 drehbar gelagerten Winkelhebels versehen
ist. Der andere Arm 35 des Winkelhebels ist vermittelst eines Zwischengliedes 37 und einer
Stange 36 mit dem Drossel- oder Absperrventil oder der Umsteuerung der Schiffsmaschine verbunden.
Das Zwischenglied 37 ist derart gestaltet, dafs nach dem Auslösen desselben die ■Regelungsvorrichtung sich bewegen kann, ohne
die Stange 36 mitzubewegen. Diese Stellung des Gliedes 37 ist in Fig. 4 dargestellt. In
Fig. 3 befindet sich das Glied 37 in der Stellung, dafs es die Bewegung des Reglers auf
die Stange 36 überträgt. Zu diesem Zweck ist das Glied 37 mit zwei gebogenen Schlitzen
40, 41 versehen, deren ersterer concentrisch zu einem Punkt 38 ist, während der letztere concentrisch
zu dem Drehpunkt 34 des Winkelhebels verläuft, sobald das Glied 37 sich in der in Fig. 4 gezeichneten Stellung befindet. In
dem Schlitz 40 führt sich ein an der Stange 36 und im Schlitz 41 ein am Hebelarm 35 angebrachter
Stift. 42 ist ein Riegel, durch welchen das Glied 37 an dem Winkelhebel bei 39 (Fig. 4) befestigt werden kann, in welchem Falle
(s. Fig. 3) der Winkelhebel bei seiner Bewegung die Stange 36 mitnimmt.
Ist der Riegel 42 ausgelöst und befindet sich also das Glied 37 in der in Fig. 4 veranschaulichten
Stellung, so kann sich der Stift 38 des Armes 35 des Hebels ohne Widerstand im Schlitz 41 auf- und abbewegen, nimmt also, die
Stange 36 auch nicht mit. Wie ersichtlich, wird infolge dessen bei Entriegelung des Gliedes 37
der Gang der Maschine nicht beeinflufst werden können.
Die Wirkungsweise des Apparats ist folgende:
Befindet sich das Schiff bei ruhiger See in Fahrt, so ist die Platte 3 dem Druck des Wassers
ausgesetzt und wird sich senkrecht zur Mitschiffsebene einstellen. Die Stellung der Vorrichtung
ist, da der Zug der Platte 3 die Spannung der Feder 23 überwindet, die in Fig. 3
dargestellte. Die Drosselklappe ist alsdann ge1 öffnet bezw. die Umsteuerungsvorrichtung der
Maschine so gestellt, dafs diese arbeitet. Hebt sich bei bewegter See das Heck des Schiffes
aus dem Wasser, so wird die Stange 5 infolge des fortfallenden Wasserdrucks auf die Platte 3
unter dem Einflufs der nunmehr zur Wirkung kommenden Spannung der Feder nach rechts
gezogen und bewegt hierbei mittelst des Winkelhebels 33, 35 die Stange 36, welche den Schlufs
der Drosselklappe, die Umstellung der ■ Umsteuerungsvorrichtung ganz oder theilweise herbeiführt,
je nachdem der Druck auf die Platte 3 ganz oder theilweise fortfällt. Sobald Platte 3
wieder in das Wasser eintaucht, wird sie von Neuem in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung
gedrückt und die Schiffsmaschine wieder in Gang gesetzt werden. Wenn das Schiff sich
im ruhigen Wasser befindet, so kann Platte 3 durch die in Fig. 3 mit 8 bis 15 bezeichnete Vorrichtung
angezogen und beständig in der in Fig. 2 in gestrichelten Linien gezeichneten Stellung
gehalten werden, so dafs sie keinen Widerstand für die Vorwärtsbewegung des Schiffes
bildet.
Durch Veränderung der Stellung des Gliedes 37 kann die Reglervorrichtung leicht ein-
oder ausgerückt werden.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:
- i. Eine Vorrichtung zum Regeln des Ganges der Schiffsmaschine eines auf bewegter See in Fahrt befindlichen Schiffes, dadurch gekennzeichnet, dafs. an der Aufsenseite des Schiffes am Heck eine Vorrichtung angebracht ist, welche unter dem Druck des in der Fahrt am Schiff vorbeifliefsenden Wasserstromes eine bestimmte Stellung einnimmt, bei austauchendem Heck und Fortfall des Wasserdruckes aber unter dem Einflufs einer beständig dem Wasserdruck entgegenwirkenden Kraft ihre Stellung ändert, welche Bewegung derart auf die Umsteuerungsvorrichtung der Maschine oder die Drosselklappe
- übertragen wird, dafs der Gang der Maschine entweder verlangsamt oder ganz gestoppt, also ein Durchgehen verhindert wird.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Vorrichtung, welche dem Wasserdruck bei in Fahrt befindlichem Schiff entgegenwirkt, aus einer Feder (23) besteht, die durch den Wasserdruck zusammengedrückt wird, beim Nachlassen oder Aufhören dieses Drucks infolge Austauchens des Hecks sich aber ausdehnt und das Verstellen der Umsteuerungsvorrichtung der Maschine oder der Drosselklappe bewirkt.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs die dem Wasserdruck bei der Fahrt des Schiffes ausgesetzte Vorrichtung aus einer am Heck des Schiffskörpers derart drehbar angeordneten Platte (3) besteht, dafs letztere durch den Wasserdruck entgegen der Wirkung der Feder(23) um eine verticaleAchse (4) gedreht wird, beim Aufhören oder Nachlassen des Wasserdrucks aber nach vorn herumklappt, so dafs die Feder (23) zur Wirkung kommen und die Regelung des Ganges der Maschine herbeiführen kann.
- 4. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs in die Verbindung zwischen der unter dem Einflufs des Wasserstromes stehenden Vorrichtung und der Maschinensteuerung bezw. der Drosselklappe ein Zwischenglied (37) eingeschaltet ist, durch welches die Verbindung zwischen den genannten leicht gelöst bezw. wieder hergestellt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE135256C true DE135256C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=403313
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT135256D Expired DE135256C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE135256C (de) |
-
0
- DE DENDAT135256D patent/DE135256C/de not_active Expired
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