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DE1239263B - Verfahren zur Herstellung von Abdichtungs- oder Abdeckungsbelagbahnen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Abdichtungs- oder Abdeckungsbelagbahnen

Info

Publication number
DE1239263B
DE1239263B DE1964B0076765 DEB0076765A DE1239263B DE 1239263 B DE1239263 B DE 1239263B DE 1964B0076765 DE1964B0076765 DE 1964B0076765 DE B0076765 A DEB0076765 A DE B0076765A DE 1239263 B DE1239263 B DE 1239263B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bitumen
machine
plastic
bath
roofing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964B0076765
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Binne & Sohn
Original Assignee
Binne & Sohn
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Binne & Sohn filed Critical Binne & Sohn
Priority to DE1964B0076765 priority Critical patent/DE1239263B/de
Publication of DE1239263B publication Critical patent/DE1239263B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N5/00Roofing materials comprising a fibrous web coated with bitumen or another polymer, e.g. pitch

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Abdichtungs- oder Abdeckungsbelagbahnen Die Erfindung befaßt sich mit der Herstellung von Abdichtungs- oder Abdeckungsbelagbahnen unter Verwendung von Trägerbahnen, die aus organischen oder anorganischen Fasern oder Fäden bestehen und mit Kunststoff und Bitumen behandelt sind.
  • Nach bisher üblichen Verfahren hat man als Trä-Z, crerbahnen z. B. Glasfasergewebe oder -vliese mit wärmehärtbaren Kunststoffen getränkt und überzogen und letztere durch eine Wärmebehandlung in einem Wärineschrank od. dgl. zum Gelieren gebracht. Solche Kunststoff-Dachbahnen hat man entweder mittels Bitumen-Klebmasse auf das Dach geklebt oder aber anschließend an die Wärmebehandlung auf der Dachpappenmaschine mindestens auf einer Seite mit Bitumen überzooen und dann auf dem Dach verarbeitet.
  • Diese Herstellung einer aus Glasvliesen, Kunststoff und Bitumen bestehenden Belagbahn machte auf der Dachpappenmaschine neben einer Kunststoff-Tränkvorrichtung noch den Einbau von Gelierkammern notwendig, in denen der Kunststoff bei Temperaturen von etwa 140 bis 1801 C erhärten muß. Diese z. B. als Wärmeschränke aus-ebildeten Kammern mußten jedoch ziemlich aufwendig sein, wenn eine genügende Durchsatzleistung der gesamten Maschine gewährleistet sein sollte, abgesehen davon, daß letztere für ihre Aulstellung und ihren Betrieb einen entsprechend großen Raum benötig gte.
  • Entsprechendes gilt auch für den vorbekannten Vorschlag, als Tränk- und Belagmasse für eine Belagbahn Kunststoff zu verwenden und die Gelierung und Härtung in Wärmekanälen mittels Heißluft durchzuführen.
  • Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, für die Aushärtung des K-unststoffes, mit dem die Trägerbahn getränkt wird, Wärme aus dem Herstellungsverfahren selbst zu verwenden; dies ist erfindungs-Clemäß dadurch möglich, daß auf die Trägerbahn im Imprägnierungs- oder Streichverfahren aufgebrachte wärmehärtbare bzw. durch Wärme gelierbare Kunststoffe in einem heißen Flüssig ,keitsbade, insbesondere in einem Bitumenbade der zur Herstelluna der Bahnen dienenden Dachpappenmaschine, gehärtet werden.
  • Diese Maßnahme nach der Erfindung beseitigt nicht -nur die oben beschriebenen Nachteile der bislieriffen Arbeitsweise, sondern führt zu einer wirtschaftlicheren Ausnutzung des ohnehin erforderlichen Wärmeaufwandes, und zwar nicht zuletzt dadurch, daß zur Wärmeübertragung auf den auszuhärtenden Kunststoff an Stelle der in den bisheria 7 en Wärmesehränken verwendeten Luft Flüssigkeitswärme ausgenutzt wird, wie sie z. B. in den heißflüssigen Bitumenbädern der Dachpappenmaschine ohnehin vorhanden ist, so daß das neue Verfahren auf einer üb- lichen Dachpappenmaschine ohne kostspielige zu- sätzliche Einrichtungen durchführbar ist. Die Einlaff e wird mit einem Kunststoff getränkt, der nach dem Gelieren nicht mehr schmilzt.
  • Gegenüber reinen Bitumendachpappen werden mit den erfindungsgemäß hergestellten Belagbahnen die Vorteile erhöhter Wetterfestigkeit und größerer Bruch- und Zerreißfestigkeit erzielt.
  • Zur Behandlung der Trägerbahnen eignen sich sämtliche wärmehärtbaren Kunststoffkombinationen wie z. B. PVC-Pasten, Epoxyharzmischuno"en usw. Bei weichmacherhaltiaen Kunststoffen, z. B. bei den PVC-Pasten, erfolgt nach dem erfindungsgemäßen Verfahren der Weichmacheraustausch bereits bei der Gelierung in dem heißen Flüssigkeits-, insbesondere im heißen Bitumenbade; damit wird die nachteilige sogenannte Weichmacherwanderung ausgeschlossen, wie sie nach Verlegung kunststoff-etränkter Dachbahnen mit Bitumen als Klebstoff im Laufe der Zeit unter unvermeidbarer Erwärmung - z. B. durch Sonnenbestrahlung - eintritt und zum Fluxen und Erweichen des Bitumen führt. Für einen weitaehen den Weichmacherausgleich kann es vorteilhaft sein, den Weg der mit Kunststoff behandelten Trägerbahnen durch das Bitumenbad möglichst lang zu gestalten bzw. die Arbeitsgeschwindigkeit der Dachpappenmaschine entsprechend zu regeln.
  • Die Erfmdung, ist im nachstehenden an Hand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in der Zeichnung in F i g. 1 und 2 schematisch veranschaulicht sind.
  • Gemäß F i g. 1 wird eine z. B. aus Glasfaservlies oder Glasfasergewebe bestehende Träggerbahn kontinuierlich durch ein Bad aus wärmehärtbarem Kunststoff gezogen und dadurch mit diesem durchtränkt; anschließend wird die Trägerbahn A, zweckmäßig in mehrfachem Durchgang, durch ein bei der gebräuchliehen Dachpappenmaschine vorhandenes Bad C geführt, das Bitumen, etwa B 80, in heißflüssigem Zustande, z. B. bei etwa 17011 C, enthält; hierbei bewirkt der Einfluß der Wärme des Bades C auf die Kunststofftränkung der Trägerbahn A die Aushärtung des Kunststoffes, so daß man - insbesondere nach Ab- quetschen des Bitumens in einem Ausdrehwalzwerk D - eine verfestigte Trägerbahn E erhält. Die Bahn E führt man anschließend durch eine bei den üblichen Maschinen ebenfalls vorhandene Belagvorrichtung F, in deren Bade sie mit Bitumen als Auftragsmasse überzogen wird, die zusätzliche Füllstoffe wie Schiefermehl oder Kunststoffe, wie z. B. Butylkautschuk, zur Verbesserung der Oberflächeneigenschaften der fertigen Belagbahn G enthält.
  • Statt in den vorstehend beschriebenen zwei Stufen kann das Verfahren nach der Erfindung auch in einer Stufe durchgeführt werden, und zwar nach F i g. 2 z. B. in der Weise, daß die auf die vorerwühnte Art mit Kunststoff getränkte Trägerbahn A unmittelbar in das heiße Bitumenbad der Belagvorrichtung eingeführt und der Kunststoff hier zum Aushärten gebracht wird. Insbesondere bei dieser Ausführung des Verfahrens ist die Arbeitsgeschwindigkeit der Dachpappenmaschine unter Berücksichtigung derVerweildauer der Trägerbahn in dem Bade der Belagvorrichtung auf die zum Aushärten des Kunststoffes erforderliche Zeit abzustellen, so daß auch in diesem Fall eine vollständige Durchhärtung der Trägerbahn erzielt wird.
  • Für die Härtung der mit Kunststoff imprägnierten oder bestrichenen Trägerbahnen kommen außer Bitumenbädern alle heißen Bäder anderer Flüssigkeiten, z. B. Mineralöle, in Frage, sofern diese in physikalischer und chemischer Hinsicht wenig oder gar nicht auf den Kunststoff einwirken.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Abdichtungs-oder Abdeckungsbelagbahnen unter Verwendung bl von Trägerbahnen, die aus organischen oder anorganischen Fasern oder Fäden bestehen und mit Kunststoffen und Bitumen behandelt worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Trägerbahn im Imprägnierungs- oder Streichverfahren aufgebrachte wärmehärtbare bzw. durch Wärme gelierbare Kunststoffe in einem heißen Flüssigkeitsbade, insbesondere in einem Bitumenbade einer zur Herstellung der Bahnen dienenden Dachpappenmaschine, gehärtet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Kunststoff behandelte Trägerbahn durch das Bitumen-Imprägnierungsbad der Dachpappertmaschine geführt und anschließend in der Belagvorrichtung der Maschine mit Deckschichten aus Bitumen oder Bitumenmischungen und gegebenenfalls Füllstoffen versehen wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchhärtung der mit Kunststoff behandelten Trägerbahn unmittelbar in der Belagvorrichtung der Maschine bei gleichzeitigem Aufbringen einer Deckschicht vorgenommen wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von weichmacherhaltigen Kunststoffen der Weg durch das heißflüssige Bitumen so lang gewählt bzw. die Arbeitsgeschwindigkeit der Dachpappenmaschine so geregelt wird, daß ein weitgehender Weichmacherausgleich mit dem Bitumen erzielt wird. In Betracht gezogene Druckschriften-Deutsche Auslegeschriften Nr. 1148 210, 1147 911; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1830 417; Deutsches Dachdecker-Handwerk, 1962, S. 956, 957; Bitumen, Teere, Asphalte, Peche und verwandte Stoffe, 1960, S. 405. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung sind 3 Muster ausgelegt worden.
DE1964B0076765 1964-05-14 1964-05-14 Verfahren zur Herstellung von Abdichtungs- oder Abdeckungsbelagbahnen Pending DE1239263B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1830417U (de) * 1961-02-14 1961-05-04 J & Otto Krebber Isolierbahn.
DE1147911B (de) * 1959-08-10 1963-05-02 Roland Dachpappenfabrik F Wald In bekannter Weise impraegnierte, farbige Dachpappe
DE1148210B (de) * 1960-03-19 1963-05-09 Ruberoidwerke Ag Verfahren zur Herstellung einer auf Kunststoff aufgebauten Belagbahn fuer Bedachungs- und Abdichtungszwecke auf dem Gebiete des Bauwesens

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147911B (de) * 1959-08-10 1963-05-02 Roland Dachpappenfabrik F Wald In bekannter Weise impraegnierte, farbige Dachpappe
DE1148210B (de) * 1960-03-19 1963-05-09 Ruberoidwerke Ag Verfahren zur Herstellung einer auf Kunststoff aufgebauten Belagbahn fuer Bedachungs- und Abdichtungszwecke auf dem Gebiete des Bauwesens
DE1830417U (de) * 1961-02-14 1961-05-04 J & Otto Krebber Isolierbahn.

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