DE1238440B - Verfahren zur Herstellung einer Brikettierkohlenmischung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer BrikettierkohlenmischungInfo
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- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B49/00—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
- C10B49/02—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge
- C10B49/04—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge while moving the solid material to be treated
- C10B49/08—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge while moving the solid material to be treated in dispersed form
-
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- C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
- C10L5/04—Raw material of mineral origin to be used; Pretreatment thereof
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
ClOl
Deutsche KL: 10 b -1
Nummer: 1238440
Aktenzeichen: B 73630 VI b/10 b
Anmeldetag: 24. September 1963
Auslegetag: 13. April 1967
Es ist bekannt, daß sich in der Regel für die Brikettierung nur solche Steinkohlen eignen, deren Gehalt
an flüchtigen Bestandteilen unter 14% liegt. Es sind deshalb von den zur Verfügung stehenden Steinkohlen
von Natur aus lediglich Anthrazit sowie Mager- und Eßkohlen für die Brikettierung geeignet.
Hierdurch ist aber die Kohlenbasis für die Brikettierung sehr beschränkt.
Es hat deshalb bisher nicht an Versuchen gefehlt, auch Steinkohlen mit einem höheren Gehalt an
flüchtigen Bestandteilen beispielsweise durch eine vorhergehende Schwelung, bei der ein Halbkoks mit
höchstens bis zu etwa 100/o flüchtigen Bestandteilen
anfällt, für eine Brikettierung brauchbar zu machen. So ist es bekannt, mehr als 4O°/o Fettfeinkohlen mit
weniger als 60 Vo Magerfeinkohlen zu mischen und diese Mischung nach einer Wärmebehandlung zwischen
etwa 400 und 1000° C, bei der die Halbverkokung der Fettfeinkohle erreicht wird, zu brikettieren.
Es ist außerdem bekannt, den aus höherflüchtigen Steinkohlen gewonnenen Halbkoks als Magerungsmittel
einer Brikettierfeinkohle in der gewünschten Menge zuzusetzen.
Es ist weiterhin bekannt, heißen Schwelkoks einer Brikettierkohle zuzumischen und das Gemisch einer
Heißbrikettierung bei Temperaturen von 300 bis 45O0C zu unterwerfen. Hierbei wird der heiße
Schwelkoks einer Feinkohle mit einem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen unter 14fl/o zugemischt, die
jedoch zum Zeitpunkt der Mischung mit dem heißen Schwelkoks völlig trocken sein soll. Nasse Feinkohlen
sind demnach vor der Mischung mit dem heißen Schwelkoks weitgehend zu trocknen, damit
bei der anschließenden Heißbrikettierung die erforderlichen Temperaturen von 300 bis 450° C erzielt
werden.
Als Schwelverfahren haben sich insbesondere solche Verfahren als geeignet erwiesen, die von einer
höherflüchtigen Steinkohle ausgehen und feinkörnigen Schwelkoks in der Wirbelschicht oder in der
Flugstaubwolke herstellen. Diese Schwelverfahren haben jedoch den Nachteil, daß bisher die fühlbare
Wärme des Schwelkokses, die zurückzugewinnen im allgemeinen nur schwer möglich ist, völlig ungenutzt
verlorenging.
Es wurde nun gefunden, daß man unter wesentlich günstigeren Bedingungen eine Brikettierkohlenmischung
aus im heißen Gasstrom geschwelten und nicht vorerhitzten, jedoch getrockneten Steinkohlen
herstellen kann, wenn der heiße Schwelkoks einer feuchten Brikettierfeinkohle mit einem Wassergehalt
bis zu etwa 30%, vorzugsweise von etwa 20 bis 25°/», Verfahren zur Herstellung einer
Brikettierkohlenmischung
Brikettierkohlenmischung
Anmelder:
Bergwerksverband G. m. b. H.,
Essen, Frillendorfer Str. 351
Essen, Frillendorfer Str. 351
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Phys. Dr. rer. nat. Werner Peters,
Wattenscheid-Höntrop;
Dipl.-Chem. Dr.-Ing. Kurt Christian Traenckner,
Essen-Steele
zu deren Trocknung und Aufheizung auf Brikettiertemperatur zugemischt wird.
Auf diese Weise kann auch aus einer Steinkohle mit höherem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen eine
Brikettierkohlenmischung hergestellt werden, indem man eine solche Feinkohle schwelt und den Schwelkoks
nach der Trennung von den gasförmigen Schwelprodukten unmittelbar in heißem Zustand
einer nassen Brikettierfeinkohle in einer solchen Menge zumischt, daß die Temperatur, der Wassergehalt
und der Gehalt an flüchtigen Bestandteilen der Brikettiermischung in den für eine Brikettierung
geeigneten Grenzen liegt.
Nach einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die zum Brikettieren
vorgesehene Feinkohle mit hohem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen in zwei Mengenteilströme aufgeteilt,
wobei ein Teilstrom der Schwelung unterworfen und der heiße Schwelkoks dem anderen Teilstrom
unmittelbar zugemischt wird. Die fühlbare Wärme des ersten Teilstromes reicht dann aus, den
zweiten Teilstrom zu trocknen und auf die für die Brikettierung gewünschte Temperatur zu bringen.
Der entscheidende Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt in der günstigen Wärmewirtschaft.
Die fühlbare Wärme des Schwelkokses wird beim erfindungsgemäßen Verfahren in vollem Umfang ausgenutzt,
um die Vortrocknung und Vorwärmung der Brikettiermischung durchzuführen. Deshalb sind
beim Verfahren der Erfindung die bisher notwendigen besonderen Apparate für die Trocknung und
Vorwärmung der Brikettiermischung nicht erforderlich.
Die Entgasung der höherflüchtigen Steinkohlen erfolgt vorzugsweise bei einer Endtemperatur des
709 549/68
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung einer Brikettierkohlenmischung aus im heißen Gasstrom geschwelten
und nicht vorerhitzten, jedoch getrockneten Steinkohlen, dadurch gekennzeichnet,
daß der heiße Schwelkoks einer feuchten Brikettierfeinkohle mit einem Wassergehalt bis
zu etwa 30%, vorzugsweise von etwa 20 bis 25%, zu deren Trocknung und Aufheizung auf
Brikettiertemperatur zugemischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Schwelkoks und Trockensubstanz
der feuchten Kohlenkomponente im Verhältnis von etwa 5:1 bis 0,5:1 gemischt
werden.
In einer Anlage zur Blasverkokung von Feinkohle 30 In Betracht gezogene Druckschriften:
wird eine Eßfeinkohle (17% flüchtige Bestandteile Deutsche Patentschrift Nr. 900 929;
waf) mit etwa 400° C heißer Luft vorgeschwelt. Der deutsche Auslegeschrift M 21094 IVc/26 a
aus dem Reaktor austretende Halbkoks wird von den (bekanntgemacht am 21. 6. 1956);
gasförmigen Bestandteilen in einem Zyklon abge- französische Patentschrift Nr. 1204 577.
709 549/68 4.67 ® Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB73630A DE1238440B (de) | 1963-06-06 | 1963-09-24 | Verfahren zur Herstellung einer Brikettierkohlenmischung |
| DE19631471554 DE1471554A1 (de) | 1963-06-06 | 1963-12-05 | Verfahren zum Verkoken feuchter hochfluechtiger Kohle |
| FR977032A FR1397093A (fr) | 1963-06-06 | 1964-06-04 | Procédé et installation pour la préparation de poussier de coke |
| GB23?4/64D GB1028460A (en) | 1963-06-06 | 1964-06-05 | Process for the manufacture of coke dust |
| BE648876D BE648876A (de) | 1963-06-06 | 1964-06-05 | |
| US381586A US3419474A (en) | 1963-06-06 | 1964-07-09 | Method of coking and classifying particulate matter by fluidization |
| DE19681671361 DE1671361B1 (de) | 1963-06-06 | 1968-02-01 | Verfahren zur Herstellung einer Brikettierkohlenmischung |
Applications Claiming Priority (4)
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|---|---|---|---|
| DEB72189A DE1168455B (de) | 1963-06-06 | 1963-06-06 | Verfahren zum Betrieb von Sinteranlagen |
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| DEB0074544 | 1963-12-05 | ||
| DEB0096460 | 1968-02-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1238440B true DE1238440B (de) | 1967-04-13 |
Family
ID=33102254
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| DE19681671361 Withdrawn DE1671361B1 (de) | 1963-06-06 | 1968-02-01 | Verfahren zur Herstellung einer Brikettierkohlenmischung |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (2) | DE1238440B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE900929C (de) * | 1944-03-31 | 1954-01-04 | Lurgi Ges Fuer Waermetechnik M | Verfahren zum Brikettieren von Steinkohle |
| FR1204577A (fr) * | 1957-04-27 | 1960-01-27 | Buckau Wolf Maschf R | Procédé et installation pour la fabrication de briquettes sans liant au moyen de coke obtenu par dégazage de houille grasse ou de lignite dure, riche en gaz |
-
1963
- 1963-09-24 DE DEB73630A patent/DE1238440B/de active Pending
-
1968
- 1968-02-01 DE DE19681671361 patent/DE1671361B1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE900929C (de) * | 1944-03-31 | 1954-01-04 | Lurgi Ges Fuer Waermetechnik M | Verfahren zum Brikettieren von Steinkohle |
| FR1204577A (fr) * | 1957-04-27 | 1960-01-27 | Buckau Wolf Maschf R | Procédé et installation pour la fabrication de briquettes sans liant au moyen de coke obtenu par dégazage de houille grasse ou de lignite dure, riche en gaz |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1671361B1 (de) | 1970-08-27 |
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