DE1238219B - Verfahren zur Erzeugung von Metallen und Legierungen, in denen nicht reduzierbare Oxyde fein dispergiert sind - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Metallen und Legierungen, in denen nicht reduzierbare Oxyde fein dispergiert sindInfo
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- C22C32/0015—Non-ferrous alloys containing at least 5% by weight but less than 50% by weight of oxides, carbides, borides, nitrides, silicides or other metal compounds, e.g. oxynitrides, sulfides, whether added as such or formed in situ with only oxides with only single oxides as main non-metallic constituents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C22c
Deutsche Kl.: 40 b-1/10
Nummer: 1238 219
Aktenzeichen: M 39889 VI a/40 b
Anmeldetag: 10. Dezember 1958
Auslegetag: 6. April 1967
Metalle in Pulverform werden seit vielen Jahren bei der Herstellung von Teilen geringer Festigkeit verwendet,
bei denen eine Porosität erwünscht ist, z. B. bei Lagern. Die Herstellung von Metallen hoher
Festigkeit nach einem pulvermetallurgischen Verfahren bietet jedoch große Schwierigkeiten, weil es
schwierig ist, wirksame Bindungen hoher Festigkeit zwischen den einzelnen zusammenzusinternden Metallteilchen
zu erhalten. Die genannten Probleme treten besonders in Erscheinung, wenn die Metallgegenstände
hohen Temperaturen, insbesondere unter schwerer Belastung unterworfen werden. Es ist bekannt, daß
unter diesen Bedingungen die Erscheinung des Kriechens eine wichtige Rolle spielt, die sich in der
Verformung der Metalle und ihrem Versagen bei hohen Temperaturen zeigt. Es ist jedoch oft erwünscht,
von der Pulvermetallurgietechnik Gebrauch zu machen, insbesondere bei der Herstellung von Metallen, die
infolge von atmosphärischer Oxydation, Korrosion, hohem Schmelzpunkt usw. schwierig zu handhaben
sind.
Es ist ein Verfahren zum Herstellen von Metallpulver für auf sintermetallurgische Weise zu erzeugende
Teile, die neben einem oder mehreren Metallen auch ein oder mehrere Oxyde anderer Metalle enthalten,
bekannt, bei welchem zunächst eine Legierung von mindestens zwei Metallen hergestellt, diese
Legierung zu Pulver zerkleinert und das Pulver danach oxydiert wird. Bei diesem Verfahren kann
das aus der Legierung hergestellte Pulver so weit oxydiert werden, daß mindestens eines der Metalle
bis zu 90% und mehr oxydiert wird und mindestens eines der übrigen Metalle zu 80% oder mehr im
metallischen Zustand verbleibt bzw. die zu weit oxydierte Legierung wird nachträglich wieder teilweise
reduziert. Dieses Verfahren kann auf Legierungen angewendet werden, welche als leicht oxydierbare
Komponenten die Elemente Al, Cr, Ti, Be, Zr, Si einzeln oder zu mehreren und an leicht reduzierbaren
Komponenten ein oder mehrere Metalle der Kupfer-, Eisen- oder der Platingruppe enthalten. Es soll für die
pulvermetallurgische Herstellung von zunderfesten, verschleißfesten, warmfesten oder elektrisch oder
magnetisch hochbeanspruchten Sinterkörpern dienen.
Es ist ferner ein Verfahren zum Erzeugen eines Werkstoffes, der für die Herstellung von bei hohen
Temperaturen gute Festigkeitseigenschaften aufweisenden Bauteilen und Geräten geeignet ist, durch Sintern
und Reduzieren eines Pulvergemisches, das aus 75 bis % Eisen und 25 bis 5 % Oxyden der Leichtmetalle
oder schwerer als Eisenoxyd reduzierbarer Oxyde, z. B. Titanoxyd oder Chromoxyd besteht, bekannt,
Verfahren zur Erzeugung von Metallen und Legierungen, in denen nicht reduzierbare Oxyde
fein dispergiert sind
Anmelder:
Monsanto Company, St. Louis, Mo. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. E. Wiegand und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Patentanwälte, München 15, Nußbaumstr. 10
Als Erfinder benannt:
Paul Marcus Hamilton, Dayton, Ohio (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 13. Dezember 1957 (702516)
V. St. v. Amerika vom 13. Dezember 1957 (702516)
bei welchem die Reduktion dieser Oxyde nur bis zu einer sauerstoffärmeren Oxydationsstufe durchgeführt
wird.
Bei den bekannten Verfahren ist es wesentlich, daß die Pulverteilchen, insbesondere die Oxydteilchen,
eine sehr geringe Teilchengröße aufweisen.
Aufgabe der Erfindung ist die Erzeugung von Metallen und Legierungen, in denen nicht reduzierbare
Oxyde fein dispergiert sind, durch teilweises Reduzieren von Teilchen einer innigen Mischung leicht und
schwer reduzierbarer Metalloxyde mit nachfolgendem Pressen und Sintern, Warmpressen oder Strangpressen
des Pulvers, wobei die Teilchen mit gewünschten sehr kleinen Durchmessern in einfacher Weise und außerdem
in sehr homogener Verteilung erhalten werden können.
Gemäß der Erfindung werden die Teilchen, jeweils bestehend aus mindestens einem Oxyd der Metalle
Nickel, Kobalt, Eisen, Kupfer, Zink, Chrom, Molybdän, Vanadium, Mangan, Niob, Tantal, Wolfram,
Silber, Blei und Wismut und mindestens einem anderen Oxyd der Elemente Süicium, Magnesium,
Calcium, Barium, Uran, Bor, Aluminium, Chrom, Titan, Zirkonium, Hafnium und Thorium durch
Versprühen einer Lösung von Salzen der genannten Metalle und Oxydieren der Salze in einer oxydierenden
Flamme unter Verdampfung des Lösemittels hergestellt. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird
durch die Oxydation einer Lösung von Metallsalzen
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3 4
in einfacher Weise eine viel bessere oder gleich- Der Mechanismus der Dispergierung des Oxyds
förmigere Verteilung und eine kleinere Teilchengröße innerhalb des Grundmetalls ist noch nicht vollständig
als bei dem bekannten Verfahren gewährleistet. erforscht, vermutlich sind die Oxydkomponenten an
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung können den intergranularen Grenzen des Grundmetalls kon-
auch Kombinationen von zwei oder mehr Grund- 5 zentriert.
metallen, z. B. Nickel und Eisen, in irgendwelchen Die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfingewünschten
Anteilen als Grundmetalle Anwendung dung führt zu Metallteilen hoher Festigkeit, bei denen
rinden. Beispiele für derartige Kombinationen sind die Kriechfestigkeit erheblich erhöht ist. Die EinKupfer—Beryllium,
Eisen-Chrom-Nickel, Eisen- wirkung einer mechanischen Beanspruchung, d. h.
Chrom-Wolfram, Nickel—Chrom, Eisen-Chrom- io einer Zug-, Druck- oder Scherbelastung auf ein
Molybdän und Eisen—Wolfram. Die vorstehend Metall bei hoher Temperatur, ergibt gewöhnlich eine
genannten Kombinationen von einzelnen Metallen sehr rasche Schwächung des Metalls, die durch interkönnen
in gleicher Weise mit einem oder mehreren granulären Schlupf an den Korngrenzen erklärt
der in ihnen durch ein chemisches Verfahren disper- werden kann. Untersuchungen des Kriecheffektes
gierten Oxyde hergestellt werden, z. B. mit einem oder 15 haben gezeigt, daß verschiedene Faktoren dafür
mehreren Oxyden aus der Gruppe: Siliciumdioxyd, verantwortlich sind, obwohl das Versagen der Metall-Magnesiumoxyd,
Boroxyd, Aluminiumoxyd, Titan- teile im allgemeinen an den einzelnen Korn- oder oxyd, Zirkoniumoxyd, Hafniumoxyd und Thorium- Kristallgrenzen des Metalls eingeleitet wird. Es ist
oxyd. Durch Regelung der Temperatur- und Reduk- daher ein Vorteil der Erfindung, daß die Konzentration
tionsbedingungen des Verfahrens können spezifische 20 der Oxyde, wie Aluminiumoxyd, an den Korngrenzen
Oxyde dieser Oxydverbindungen erhalten werden. des Nickels oder eines anderen Grundmetalls in
Die Oxyde werden zweckmäßig im Verhältnis von hohem Maß das Metall, vermutlich durch Herab-0,1
bis zu 20%» vorzugsweise bis 15%, bezogen auf setzung des intergranularen Schlupfes verstärkt Ein
das Gewicht der reduzierten Grundmetalle, und zwar derartiger Schlupf längs der intergranularen Grenzen
im allgemeinen innerhalb der Korngrenzen der an- 25 ist der vorherrschende Effekt bei der Hochtemperaturgegebenen Grundmetalle dispergiert. Diese Art der verformung oder dem Kriechen. Bei einer derartigen
Dispergierung ergibt einen größeren Verstärkungs- Hochtemperaturverformung kann auch eine Änderung
effekt der Grundmetalle infolge der innigen Ver- der Größe der Metallkömer auftreten, welche das
einigung, die bei Anwendung der einheitlichen Form Metall ernsthaft schwächt und die Bildung von Gleitder
als homogene Teilchen vorliegenden Ausgangs- 30 linien begünstigt. Eine solche Bildung von Unterkornoxyde
erreicht wird. Gemäß einer bevorzugten Aus- grenzen kann z. B. auch infolge von einzelnen Änführungsform
der Erfindung wird eine Mischkristall- derungen der MikroStruktur des Metalls eintreten,
kombination von sämtlichen Oxyden verwendet, die was zuweilen als »Knick«-Effekt bezeichnet worden
als Ausgangsmaterial für die Reduktionsstufe dienen ist. Solche Unterkorngrenzen können gegebenenfalls
sollen. Die bevorzugten Kombinationen von Oxyden 35 auch durch Gitterbiegung infolge schwerer Beanliegen
in einer homogenen kristallinen Form vor, spruchung bei hohen Temperaturbedingungen gebildet
z. B. die Kombination von Aluminiumoxyd und werden.
Nickeloxyd, welche die Struktur eines Mischkristalls Eine Einführung von Oxyden in das Metall zur
hat, welche auch als eine feste Lösung bezeichnet Modifizierung der Korngrenzen gemäß der früherea
werden kann. Viele dieser festen Lösungen haben ein 40 Arbeitsweisen ergab nicht den erforderlichen Grad
kubisches Gitter der Spinell-Art. Bei der bevorzugten von Homogenität, um die gewünschte Festigkeit bei
Ausführungsform der Erfindung haben die Teilchen hohen Temperaturen zu erhalten,
der Ausgangsoxydkombinationen die durch Oxydation Ein sehr hoher Dispersionsgrad des verstärkenden der versprühten Lösung mittels einer oxydierenden Oxyds ist erwünscht, da ein Versagen an einer beFlamme erhalten werden, einen mittleren Teilchen- 45 liebigen Stelle in dem Metall auftreten kann. Gemäß durchmesser von 300 bis 1000 Ä. der Erfindung wird eine gleichförmige Mikrodispersion
der Ausgangsoxydkombinationen die durch Oxydation Ein sehr hoher Dispersionsgrad des verstärkenden der versprühten Lösung mittels einer oxydierenden Oxyds ist erwünscht, da ein Versagen an einer beFlamme erhalten werden, einen mittleren Teilchen- 45 liebigen Stelle in dem Metall auftreten kann. Gemäß durchmesser von 300 bis 1000 Ä. der Erfindung wird eine gleichförmige Mikrodispersion
Eine Komponente der beschriebenen Kombination des nicht reduzierbaren Oxyds innerhalb des Gefüges
von Oxyden kann durch Wasserstoff zu der Metall- des reduzierten Metalls erhalten. In vorteilhafter
form reduzierbar werden, während das weitere Oxyd Weise wird diese gleichförmige Mikrodispersion bei
unter den spezifischen Bedingungen nicht reduzierbar 50 der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist. Die Mischung der Oxyde kann in Pulverform z. B. erzielt, bei welcher eine feste Lösung der beiden
durch Hindurchleiten von Wasserstoff, Kohlenmon- Oxyde erzeugt, reduziert und ein reduziertes Metall
oxyd oder anderen reduzierenden Gasen durch eine mit dem darin dispergierten, nicht reduzierbaren Oxyd
erhitzte Masse des Pulvers reduziert werden. Bei erhalten wird. Dieses Verbundpulver kann dann leicht
Anwendung des Wirbelschichtverfahrens für eine 55 einem Verdichten oder Sintern nach üblichen Versolche
Reduktion, wird zusätzlich der Vorteil einer fahren, wie durch Pressen und Sintern, Strangpressen,
sehr genauen Temperaturregelung erhalten. Ge- Heißpressen, elektrischer Widerstandserhitzung oder
wünsehtenfalls ist es auch möglich, einen Teil aus den durch andere übliche Mittel, unterworfen werden,
gepulverten Oxyden zu formen, wonach der Form- Die erfindungsgemäß erhaltene Kombination eines körper durch Wasserstoff od. dgl. reduziert wird. 60 Grundmetalls mit einem in ihm innig dispergierten, Eine solche Reduktion führt zur Erzeugung eines nicht reduzierbaren Oxyd, ist gegenüber Ausfall oder gefertigten Gegenstandes oder Metallrohlings, wie Versagen durch Kriechen des Metalls bei hohen einer Stange oder eines Rohres, in dem das gewünschte Temperaturen widerstandsfähig, wobei diese VerMetall, wie Nickel, Kobalt, Eisen, Zink, Chrom, besserung der Festigkeit darauf zurückgeführt werden Vanadium, Niob oder Tantal, in Kombination mit 65 kann, daß die Oxydkomponente ein Gleiten und einer Dispersion von Siliciumoxyd, Aluminiumoxyd, Wandern an der Korngrenze verhindert. Es konnte Titanoxyd oder Thoriumoxyd vorliegt, das in der erwartet werden, daß durch die Einführungen der als Metallmasse innig dispergiert ist. Fremdmaterialien zu betrachtenden nicht reduzier-
gepulverten Oxyden zu formen, wonach der Form- Die erfindungsgemäß erhaltene Kombination eines körper durch Wasserstoff od. dgl. reduziert wird. 60 Grundmetalls mit einem in ihm innig dispergierten, Eine solche Reduktion führt zur Erzeugung eines nicht reduzierbaren Oxyd, ist gegenüber Ausfall oder gefertigten Gegenstandes oder Metallrohlings, wie Versagen durch Kriechen des Metalls bei hohen einer Stange oder eines Rohres, in dem das gewünschte Temperaturen widerstandsfähig, wobei diese VerMetall, wie Nickel, Kobalt, Eisen, Zink, Chrom, besserung der Festigkeit darauf zurückgeführt werden Vanadium, Niob oder Tantal, in Kombination mit 65 kann, daß die Oxydkomponente ein Gleiten und einer Dispersion von Siliciumoxyd, Aluminiumoxyd, Wandern an der Korngrenze verhindert. Es konnte Titanoxyd oder Thoriumoxyd vorliegt, das in der erwartet werden, daß durch die Einführungen der als Metallmasse innig dispergiert ist. Fremdmaterialien zu betrachtenden nicht reduzier-
baren Oxyde innerhalb der Metallkristalle eine Schwächung des Grundmetalls herbeigeführt wird.
Tatsächlich wurde jedoch festgestellt, daß die nicht reduzierbare Oxyde enthaltenden Grundmetalle, eine
erheblich verbesserte Zugfestigkeit, Druckfestigkeit und Scherfestigkeit und Härte des Metalls aufweisen.
Die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Metalle, in welchen 0,1 bis zu 15 oder
20 Gewichtsprozent eines nicht reduzierbaren Oxyds
durch Auswaschen der Verbrennungsprodukte mit 122,5 kg Wasser je Stunde in einem Öffnungsskrubber
entfernt. Die Ausbeute an gemischten Oxyden, bezogen auf die theoretische Umwandlung der anorganischen
Salze zu den entsprechenden Oxyden, betrug 79,4%.
Das Produkt erwies sich als sehr fein zerteilt; es hatte eine Teilchengröße von etwa 1000 Ä, was durch
die Gegenwart einer Linienverbreiterung in dem
in inniger Dispersion vorliegen, wobei das Oxyd an io Röntgenstrahlenbeugungsmuster angezeigt wurde. Eine
den intergranularen Grenzen konzentriert ist, ergeben Prüfung des Produktes unter dem Elektronenmikrokompakte
Metallteile mit einer höheren Zugfestigkeit skop zeigte, daß die endgültigen Teilchen eine winklige
als diejenige von kompakten Metallteilen aus den Gestalt mit gewisser Agglomerierung sowie eine
reinen Metallen, die unter sonst gleichen Bedingungen plättchenartige Gestalt hatten, und der Durchmesser
hergestellt worden sind. Es wurde z. B. gefunden, daß 15 der endgültigen Teilchen zwischen 250 und etwa
Eisenteile, die durch Reduktion einer Mischkristall- 1200 Ä-Einheiten schwankte.
oxydkombination von Alummiumoxyd und Eisen- Das vorgenannte Pulver wurde mit Wasserstoff
oxyd und Strangpressen solcher reduzierten Teilchen reduziert und ergab ein Produkt, das 6,0 °/0 Al2O3
zur Herstellung einer homogenen Stange erhalten enthielt, während der Rest aus metallischem Nickel
sind, durch größere Zugfestigkeit gekennzeichnet sind, 20 bestand. Das Pulver wurde gepreßt, gesintert und im
als sie für eine stranggepreßte Eisenstange, die in Gesenk zu einem Barren geschmiedet, der aus disperähnlicher
Weise aus reinem Eisenpulver hergestellt
ist, erhalten werden kann.
ist, erhalten werden kann.
Die dispergierten Metall-Oxyd-Kombinationen gemäß der Erfindung sind von besonderer Brauchbarkeit
für die Verarbeitung durch Strangpressen. Besondere Beispiele solcher Zusammensetzungen sind Kupfer
mit einem Gehalt von dispergiertem Magnesiumoxyd und Nickel mit einem Gehalt von dispergiertem
Aluminiumoxyd, die sich aus der Reduktion von 30 enthielt und eine mittlere Teilchengröße von 500 Ä
durch Dampfphasenoxydation einer Lösung von hatte, wurde in der Masse reduziert, um einzelne
löslichen Salzen der entsprechenden Metalle erhaltenen Teilchen aus Nickel in Kombination mit dem nicht
Mischkristalloxydkombinationen ergeben. Derartige reduzierten Aluminiumoxyd zu erhalten. Diese Teil-Kombinationen
können fast ebenso leicht wie die chen wurden unter einem Druck von 350 kg/cm2 zu
reinen Metalle stranggepreßt werden, da verhältnis- 35 einem Preßling gepreßt, wonach die Tablette bei
sionsverstärktem Nickel bestand. Beispiel 2
Eine Mischkristallkombination von kugelförmigen Teilchen, die gemäß der vorstehend in Beispiel 1 beschriebenen
Arbeitsweise hergestellt werden kann und 7 Gewichtsprozent Aluminiumoxyd in homogener
kristalliner Form mit 93 Gewichtsprozent Nickeloxyd
mäßig wenig Abriebwirkung von den Oxyden infolge ihrer Dispergierung innerhalb der Körnchen des
Grundmetalls vorhanden ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger Beispiele näher erläutert.
13000C in einer Wasserstoffatmosphäre gesintert
wurde. Als Kontrollversuch wurde ein ähnlicher Preßling auf die gleiche Weise aus Nickeloxyd von
etwa der gleichen Teilchengröße verarbeitet, jedoch ohne die Anwesenheit von Aluminiumoxyd. Als
weiterer Kontrollversuch wurde eine mechanische Mischung von 7% Aluminiumoxyd und 93% Nickeloxyd,
wobei jedes Oxyd etwa die gleiche Teilchengröße wie die Mischkristallkombination und wie das
Es wurden 1,915 kg Nickelchloriddihydrat und
0,408 kg Aluminiumchloridlösung (27,8 Gewichtsprozent AlCl3) in 3,050 kg Wasser gelöst, um eine Lösung 45 obengenannte Nickeloxyd hatte, ebenfalls zu einem des Nickel- und des Aluminiumsalzes herzustellen. Preßling gepreßt und gesintert.
Diese Lösung wurde einer pneumatischen Sprühdüse
mit parallelem Fluß für zwei Mittel, welche einen
0,408 kg Aluminiumchloridlösung (27,8 Gewichtsprozent AlCl3) in 3,050 kg Wasser gelöst, um eine Lösung 45 obengenannte Nickeloxyd hatte, ebenfalls zu einem des Nickel- und des Aluminiumsalzes herzustellen. Preßling gepreßt und gesintert.
Diese Lösung wurde einer pneumatischen Sprühdüse
mit parallelem Fluß für zwei Mittel, welche einen
Sprühstrahl nach unten in einen senkrechten Reak-
Die drei vorstehend beschriebenen Proben wurden einem Rockwellhärtetest unterworfen. Es wurde
gefunden, daß die Probe mit einem Gehalt an disper-
tionsturm aus rostfreiem Stahl von 30 cm Durchmesser 50 giertem Aluminiumoxyd den größten Härtewert
mit benetzter Wandung abgab, mit einer Geschwindig- besaß, was eine Erhöhung der Bindungskraft in der
keit von 1,270 kg je Stunde zugeführt. Um die Lösung aus der Düse zu versprühen, wurde Naturgas in einer
Menge von 2,420 kg je Stunde als Zerteilungsmedium in der Düse benutzt. Der senkrechte Turm war außerdem
mit einem Hilfsbrenner versehen, um die Hauptgasflamme zu stabilisieren. Dieser Hilfsbrenner wurde
mit Naturgas in einer Menge von 0,700 kg je Stunde und mit Luft in einer Menge von 9,840 kg je Stunde
gespeist. Die Gesamtmenge der Brennstoffzufuhr betrug daher 3,120 kg Naturgas je Stunde. Die
zugeführte Luft wurde außerdem durch direkte Einführung von Luft in den Turm ergänzt, so daß die
Gesamtluftzufuhr 79,0 kg je Stunde betrug. Das Einspritzen der wäßrigen Lösung von Nickel-
chlorid und Aluminiumchlorid in die Verbrennungsflamme führte zur Bildung einer festen Lösung von
Oxyden. Das Produkt wurde aus dem Gasstrom
Probe anzeigt, in welcher das Aluminiumoxyd in den intergranularen Bereichen der Nickelkristallstruktur
dispergiert war.
Die für die drei Proben erhaltenen Rockwell-Werte waren in der Reihenfolge abnehmender Härte wie
folgt.
Probe
Al2O3 — dispergiert in Ni-Metall
(aus Dampfphasenoxydation) ...
Nickelmetall
Mechanische Mischung von Al2O3
und Ni-Metall
Rockwell-Härte
B-20 B-8
B-8
Die oben angegebenen Werte zeigen, daß die Probe aus Nickel mit in homogener Form dispergiertem
Aluminiumoxyd die größte Härte zeigt. Dies ist kenn- wäßrige Salzlösung wurde in die pneumatische Sprühzeichnend
für die Verbesserung der Festigkeit, die düse an der Oberseite des Turms in einer Menge von
durch die erfindungsgemäß erfolgte gleichförmige 2,04 kg je Stunde zugeführt, wobei die Lösung mittels
Dispergierung des Aluminiumoxyds herbeigeführt Naturgas versprüht wurde, das in einer Menge von
wird. Ferner werden in vorteilhafter Weise Produkte 5 1,910 kg je Stunde zugeführt wurde. Der Hilfsbrenner
von hoher Festigkeit und großer Härte mit weniger an der Oberseite des Turms wurde mit Naturgas in
Schrumpfung, d. h. Änderung der Dichte, als bei einer Menge von 1,02 kg je Stunde und mit Luft in
Benutzung von reinem Nickelmetall allein erhalten. einer Menge von 14,6 kg je Stunde gespeist. Es wurde
. . außerdem Sekundärluft zu der Oberseite des Turms Beispiele 10 m einer j^enge von 5^7 ^g je stunde zugeführt. Die
Es wurde Kupferchromit aus Mischkristallen in Zerstäubung der wäßrigen Salzlösung in die Flamme,
Form einer festen Lösung aus einer Methanollösung, die durch Verbrennung des versprühenden Naturweiche in 1750 ml Lösung 271,5 g Cu(NO3)2 · 3H2O, gases erzeugt wurde, führte zu einer Zersetzung der
500 g Cr(NOs)2 · 9H2O und 29,5 g Ca(NO3)2 · 4H2O Salze und zur Bildung von sehr fein zerteilten Oxyden
enthielt, hergestellt. 15 in Form einer innigen Mischung, die aus der Ver-
Die Oxydation wurde in einer Quarzrohrverbren- brennungszone durch den Gasstrom herausgeführt
nungszone ausgeführt, in welche die Lösung der wurde. Das Produkt wurde wie bei dem vorhergehen-Kupfer-,
Chrom- und Calciumverbindungen durch den Beispiel dadurch gewonnen, daß die Verbrennungseine
Sprühvorrichtung verteilt wurde. Diese diente produkte zusammen mit 79,4 kg Wandbenetzungszur
Einführung von 2,6 ml der genannten Lösung je 20 wasser je Stunde mit hoher Geschwindigkeit durch
Minute zusammen mit 2400 ecm Wasserstoff je eine Öffnung geführt wurden. Der Schlamm des
Minute und 2300 ecm Sauerstoff je Minute. Der erzeugten Oxyds in dem Sammelwasser wurde dann
Sauerstoff wurde der Oxydationszone mittels eines absetzen gelassen und viermal mit frischem Wasser
konzentrischen Rohres, welches die Sprühvorrichtung unter Dekantieren gewaschen, und das trockene
umgab, zugeführt. Durch eine äußere Umfangsdüse 25 Produkt wurde schließlich durch Filtrieren und
wurde zusätzliche Verbrennungsluft in einer Menge Trocknen erhalten.
von 20000 ecm je Minute zugeführt, um die Ver- Das Mischoxydprodukt wurde in einer Ausbeute
brennung zu vollenden. Das Gesamtvolumen der das von 74,3 % erhalten. Die feinzerteilten Teilchen entSystem
verlassenden Gase betrug etwa 351 je Minute. hielten, 90,6 Gewichtsprozent CuO, 5,9 Gewichts-Die
Bildung von Kupferchromitteilchen aus den 30 prozent Cu2O und 3,1 Gewichtsprozent Al2O3. Die
Salzen wurde bei einer Flammentemperatur von etwa Prüfung mittels Röntgenstrahlenbeugung zeigte, daß
12250C erreicht. Die die Oxydationszone verlassenden die Kristallitgröße annähernd 1000 Ä betrug. Unter
Teilchen wurden durch eine Kühlzone geführt, die dem Elektronenmikroskop wurde festgestellt, daß die
auf einer Temperatur von 110 bis 1200C gehalten endgültigen Teilchen eine kugelförmige Gestalt mit
wurde. Nach Durchgang durch die Kühlzone trat der 35 einem mittleren Durchmesser von 1000 Ä besaßen.
Gasstrom in eine elektrostatische Fälleinrichtung ein, Das Pulver wurde mit Wasserstoff reduziert und
Gasstrom in eine elektrostatische Fälleinrichtung ein, Das Pulver wurde mit Wasserstoff reduziert und
in welcher das Kupferchromit gesammelt wurde. ergab ein Produkt, das 4,7 Gewichtsprozent Al2O3
Das so erhaltene Kupferchromitprodukt ergab die und 95,2 Gewichtsprozent Kupfer enthielt. Es wurde
folgende Analyse, als Oxyde berechnet: gepreßt, gesintert und im Gesenk zu einem Barren
Q1Q 4g 40, 40 geschmiedet und hatte verbesserte Zugfestigkeits- und
CaO .'."!" υ"!!".""" 3^68 »/„ Härteeigenschaften.
Cr2O3 49,8% Beispiel 5
Mittels Röntgenstrahlenbeugung wurde gefunden, Eine innige Mischung von Thoriumoxyd in Kobalt-
daß das obengenannte Produkt vorwiegend der 45 oxyd wurde dadurch hergestellt, daß man eine wäßrige
Formel Cu2Cr2O4 mit einem kleineren Anteil von Lösung von Thoriumnitrat und Kobaltnitrat einer
CaCr2O1 entsprach. Die mittlere Größe der Teilchen Flammenverbrennung unterwarf, die in einem senkdes
Produktes war geringer als 1000 Ä. rechten Turm aus rostfreiem Stahl mit benetzter
Das erhaltene Produkt wurde mit Wasserstoff in Wandung ausgeführt wurde. Es wurden 0,047 kg
solchem Ausmaß reduziert, bis es aus Kupfer, Chrom, 50 Thoriumnitrat Th(NO3)4 · 4H2O zu 1,496 kg Kobalt-Calciumoxyd
und Chromoxyd bestand. Der Gesamt- nitrat Co(NO3)2 · 6H2O, das in 2,408 kg Wasser aufoxydgehalt
betrug 10 %, der Rest bestand aus metalli- gelöst war, gegeben, wobei 3,970 kg Arbeitslösung
schem Kupfer und Chrom. erhalten wurden. Diese Lösung wurde einer pneuma-
Dieses Material wurde gepreßt, gesintert und im tischen Sprühdüse in einer Menge von 3,175 kg je
Gesenk zu einem Barren geschmiedet und ergab ein 55 Stunde zugeführt, wobei die Lösung durch Naturgas,
dispersionsverstärktes Metallprodukt. das in einer Menge von 2,126 kg je Stunde zugeführt
. . wurde, versprüht wurde. Die Sprühgasflamme wurde
B e 1 s ρ 1 e 1 4 mittels eines Hilfsbrenners stabilisiert, der mit 1,015 kg
Dieses Beispiel erläutert die Erzeugung einer innigen Naturgas je Stunde und 14,60 kg Luft je Stunde ge-Mischung
von Kupferoxyd mit in ihm dispergiertem 60 speist wurde. In den Turm wurde außerdem Sekundär-Aluminiumoxyd.
luft eingeführt, um die Verbrennung zu vollenden,
Es wurde eine wäßrige Lösung von 1,337 kg wobei das Strömungsausmaß der Sekundärluft 58,60kg
Kupfernitrat Cu(NO3)3 · 3 H2O und 0,099 kg Alumi- je Stunde betrug. Die wäßrige Lösung des Thoriumniumnitrat
A1(NO3)3 · 9 H2O in 3,909 kg Wasser her- und des Kobaltsalzes erlitt eine im wesentlichen vollgestellt,
wobei 5,345 kg Arbeitslösung erhalten wurden. 65 ständige Zersetzung in der Verbrennungszone unter
Der Reaktor war in diesem Fall ein senkrechter Turm Bildung eines Metalloxydproduktes. Dieses Oxydaus
rostfreiem Stahl von 30 cm Durchmesser und produkt wurde nach dem in dem vorhergehenden
120 cm Länge mit wasserbenetzter Wandung. Die Beispiel beschriebenen Verfahren in Form eines
Claims (4)
1. Verfahren zur Erzeugung von Metallen und Legierungen, in denen nicht reduzierbare Oxyde
fein dispergiert sind, durch teilweises Reduzieren von Teilchen einer innigen Mischung leicht und
schwer reduzierbarer Metalloxyde mit nachfolgendem Pressen und Sintern, Warmpressen oder
Strangpressen des Pulvers, dadurchgekennz eich η et, daß die Teilchen, jeweils bestehend
aus mindestens einem Oxyd der Metalle Nickel, Kobalt, Eisen, Kupfer, Zink, Chrom, Molybdän,
Vanadium, Mangan, Niob, Tantal, Wolfram, Silber, Blei und Wismut und mindestens einem anderen
Oxyd der Elemente Silicium, Magnesium, Calcium, Barium, Uran, Bor, Aluminium, Chrom, Titan,
Zirkonium, Hafnium und Thorium durch Versprühen einer Lösung von Salzen der genannten
Metalle und Oxydieren der Salze in einer oxydierenden Flamme unter Verdampfung des Lösemittels
hergestellt werden.
2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 auf solche Oxydkombinationen, die Mischkristalle
oder feste Lösungen bilden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Teilchen aus Oxydmischkristallen
mit einem Gehalt von 0,1 bis weniger als 20 %> vorzugsweise bis 15% an nicht reduzierbarem
Oxyd auf das reduzierte Grundmaterial bezogen, vorzugsweise Mischkristallteilchen aus Nickeloxyd
und Aluminiumoxyd, mit einem reduzierbaren Gas reduziert und anschließend geformt und gesintert
werden.
4. Abänderung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Oxydgemischteilchen zu einem Körper geformt und dann erst, z. B. durch Wasserstoff, reduziert
werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 895 608;
deutsche Auslegeschrift M 25601 VI/40b (bekanntgemacht am 31.10.1956).
Deutsche Patentschrift Nr. 895 608;
deutsche Auslegeschrift M 25601 VI/40b (bekanntgemacht am 31.10.1956).
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Patent Citations (1)
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