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Lesegerät für programmierte Unterrichtsblätter Die Erfindung betrifft
ein Lesegerät mit einer über ein programmiertes Unterrichtsblatt verschiebbaren
Abdeckung, welche beim Verschieben nacheinander verschiedene Programmfelder des
Unterrichtsprogramms sichtbar werden läßt, und hat eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung
zum Gegenstand, durch welche bei einfachem Aufbau ein bestmöglicher Unterricht gewährleistet
wird.
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Zur Verbesserung des Unterrichts in Schulen und anderen Unterrichtsanstalten
sind Lehrgeräte für einen sogenannten programmierten Unterricht bekannt. Mit diesen
wird ein lehrerloser Unterricht auf visuellem und/oder akustischem Wege ermöglicht.
Die bekannten Lehrgeräte dieser Art sind jedoch in ihrem Aufbau sehr umständlich
und kostspielig. In der Regel sind sie mit vielen elektrischen Bauteilen versehen,
die ein umständliches, zeitraubendes Steuern erfordern. Bekannt ist auch ein mechanisches
Lesegerät, bei dem eine Lehrfolie unter einer mit Sichtfenstern versehenen Abdeckplatte
durchziehbar ist. Bei einem anderen bekannten Ausführungsbeispiel wird eine mit
Sichtfenstern versehene Abdeckfolie über ein programmiertes Unterrichtsblatt gezogen.
Die versetzt angeordneten Sichtfenster geben jeweils nacheinander Unterrichtsfragen
und -antworten frei. In nachteiliger Weise lassen diese Geräte jedoch nur ein einfaches
Frage-Antwort-Programm zu.
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Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein einfaches
Lesegerät für programmierte Unterrichtsblätter zu entwickeln, wobei hierfür ein
besonders zu bevorzugendes Unterrichtsprogramm zur Anwendung gelangen soll.
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Für diesen Zweck sind erfindungsgemäß ein Rahmen zum Einlegen eines
in mehrere gleiche Programmfelder eingeteilten Unterrichtsblattes, sowie eine um
ein Programmfeld verminderte Anzahl in ihrer Größe einem Programmfeld entsprechende,
im Rahmen verschiebbare Abdeckplatten vorgesehen.
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Zum Gebrauch wird ein Unterrichtsblatt in den Rahmen eingelegt. Darauf
werden die Abdeckplatten gelegt, wobei ein Programmfeld frei und sichtbar bleibt.
Durch Verschieben einer benachbarten Abdeckplatte auf das leere Programmfeld wird
das letztere verdeckt und das entsprechende benachbarte Programmfeld frei. In dieses
nun frei liegende Programmfeld kann wieder eine andere benachbarte Abdeckplatte
geschoben werden usf., so daß nacheinander alle Programmfelder einzeln sichtbar
werden. Die Programmfelder haben zweckmäßig eine dem Unterrichtszweck angepaßte
Programmfolge. So kann beispielsweise das erste frei liegende Programmfeld der Vermittlung,
ein zweites der Vertiefung der Lehre und weitere Felder der Aufgabenstellung od.
dgl. dienen. Immer sieht der Schüler nur ein freies Programmfeld, und er kann durch
eigene Verschiebung in Abhängigkeit von seiner Auffassungsgabe die Unterrichtsgeschwindigkeit
selbst bestimmen.
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Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung sind erfindungsgemäß
Unterrichtsblätter mit vier Programmfeldern vorgesehen. Sie ist übersichtlich, in
der Handhabe sehr einfach und für den Schulunterricht besonders geeignet. Beispielsweise
besteht die Möglichkeit, ein oder zwei Felder für die Instruktion zu gebrauchen.
Das dritte Feld hingegen kann Angaben und Aufgaben für eine Wiederholung enthalten,
während das vierte Feld dem Schüler zur Kontrolle dient, ob er die Aufgaben nach
dem dritten Feld richtig gelöst hat. Doch sind auch andere Einteilungen möglich.
Die drei Abdeckplatten sind derart verschiebbar, daß die Programmfelder in der vorgesehenen
Reihenfolge freigegeben werden. Nachdem der Schüler also das erste Programmfeld
studiert und dessen Inhalt aufgenommen hat, wird die auf dem zweiten Programmfeld
liegende Abdeckplatte über das erste Programmfeld geschoben, wodurch das zweite
Programmfeld frei wird. In diesem Sinne fährt der Schüler fort, bis alle vier Programmfelder
durchgearbeitet sind.
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Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung als Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf einen Rahmen mit eingelegtem
Unterrichtsblatt und zugeordneten Abdeckplatten, F i g. 2 den Gegenstand der F i
g. 1 in einem mittlerem Querschnitt in vergrößertem Maßstab und die F i g. 3 bis
6 in schematischer Darstellung das Lesegerät mit verschiedenen Stellungen der Abdeckplatten.
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Wie die F i g. 1 und 2 zu erkennen geben, ist ein einfacher Rahmen
1 vorgesehen, der zweckmäßig mit einer Bodenplatte 2 versehen ist. Der freie Querschnitt
innerhalb
des Rahmens 1 kann zweckmäßig ein normengerechtes Format besitzen, beispielsweise
DIN A 4. Dem Rahmen 1 sind verschiedene programmierte Unterrichtsblätter 3 zugeordnet.
Außerdem gehören zum Lesegerät noch drei Abdeckplatten 4, 5 und 6, welche zweckmäßig
mit verschiedenen Farben versehen werden, um -eine gewisse Reihenfolge zu erreichen.
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Die Unterrichtsblätter 3 sind durch eine gleichmäßige Vierteilung
in vier Programmfelder eingeteilt. Diese Programmfelder sind entsprechend dem vorgesehenen
Unterrichtsprogramm ausgeführt. Das Unterrichtsprogramm kann natürlich sehr verschieden
sein. Für das neuartige Lesegerät und das neuartige Unterrichtsprogramm kommen praktisch
alle Unterrichtsfächer in Betracht. Die Vierteilung des Unterrichtsblattes ermöglicht
insbesondere eine ausreichende Wiederholungs- und Prüfungsmöglichkeit für das Unterrichtsprogramm.
So besteht beispielsweise die Möglichkeit, das erste Programmfeld mit einer ersten
vorläufigen Instruktion auszustatten. Das darauffolgende Programmfeld kann dann
vertiefende Instruktionen enthalten. Das dritte Programmfeld weiterhin kann mit
Prüfungs- bzw. Wiederholungsaufgaben versehen sein, und schließlich ermöglicht das
vierte Programmfeld eine Kontrolle für die Arbeit des Schülers. Es besteht aber
auch die Möglichkeit, die Reihenfolge Instruktion - Aufgabenstellung - Kontrolle
auf drei Feldern unterzubringen und das vierte Feld eines Unterrichtsblattes als
erstes Instruktionsfeld für eine folgende Aufgabe zu gebrauchen. Diese Möglichkeit
wird insbesondere dann brauchbar sein, wenn an Stelle von programmierten Unterrichtsblättern
eine Folienrolle Verwendung findet, auf der eine größere Anzahl gevierteilter Programmfelder
hintereinander angebracht sind, wobei diese Folienrolle durch geeignete Spulen durch
den Rahmen ziehbar ist.
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In den F i g. 3 bis 6 ist schematisch dargestellt, wie die Abdeckplatten
im Laufe des Unterrichtsprogramms für ein Unterrichtsblatt zu verschieben sind.
In der Stellung nach F i g. 3 liegt das linke obere Programmfeld frei. Sobald der
Schüler dieses durchgearbeitet hat, wird er die rechte danebenliegende Abdeckplatte
4 nach links in die in F i g. 4 gezeigte Stellung verschieben. Hier liegt dann das
rechte obere Programmfeld frei. Ist dieses durchgearbeitet, so wird die darunter
befindliche Abdeckplatte 5 nach oben geschoben, und das rechte untere Prögrammfeld
ist freigelegt. Schließlich wird die linke untere Abdeckplatte nach rechts verschoben,
so daß das entsprechende linke untere Programmfeld frei liegt. Durch diese Schiebestellungen
ist das gesamte Unterrichtsprogramm des betreffenden Unterrichtsblattes bewältigt.
Die vier Abdeckplatten sind also gegeneinander verschiebbar: Zweckmäßig wird mit
der Reihenfolge der Programmfelder auf einem Unterrichtsblatt so verfahren, daß
zuerst in der oberen Reihe die Felder von links nach rechts, und dann in der unteren
Reihe von rechts nach links freigelegt werden müssen, wodurch ein kreisförmiger
Bewegungsvorgang stattfindet.
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Es besteht auch die Möglichkeit, andere Flächenaufteilungen für die
Unterrichtsblätter vorzusehen. Voraussetzung ist nur, daß -die entsprechenden zugeordneten
Abdeckplatten gegeneinander unter Freigabe des gewünschten Programmfeldes verschiebbar
sind. In Frage kommen hierfür beispielsweise andere Rechtecksformen oder auch eine
Kreisform. Bei einer Kreisform ist denkbar, daß die Progranunfelder segmentartig
eingeteilt sind und eine Vielzahl Programmfelder pro Unterrichtsblatt vorgesehen
werden kann.