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DE1238011B - Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeurenitril unter gleichzeitiger Gewinnung von Blausaeure aus Acroleincyanhydrin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeurenitril unter gleichzeitiger Gewinnung von Blausaeure aus Acroleincyanhydrin

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Publication number
DE1238011B
DE1238011B DEK47740A DEK0047740A DE1238011B DE 1238011 B DE1238011 B DE 1238011B DE K47740 A DEK47740 A DE K47740A DE K0047740 A DEK0047740 A DE K0047740A DE 1238011 B DE1238011 B DE 1238011B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acrylonitrile
ammonia
acrolein cyanohydrin
acrolein
hydrocyanic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK47740A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Klaus Gehrmann
Dipl-Chem Dr Kurt Sennewald
Dipl-Chem Dr Wilhelm Vogt
Dipl-Chem Dr Alexand Ohorodnik
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knapsack AG
Original Assignee
Knapsack AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
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Priority to BE637244D priority patent/BE637244A/xx
Priority to CA709774A priority patent/CA709774A/en
Priority to IT704717D priority patent/IT704717A/it
Application filed by Knapsack AG filed Critical Knapsack AG
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Priority to US305366A priority patent/US3372986A/en
Priority to GB35319/63A priority patent/GB1038069A/en
Priority to FR946943A priority patent/FR1368581A/fr
Publication of DE1238011B publication Critical patent/DE1238011B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0208Preparation in gaseous phase
    • C01C3/0245Preparation in gaseous phase from organic nitriles, e.g. acetonitrile
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/24Preparation of carboxylic acid nitriles by ammoxidation of hydrocarbons or substituted hydrocarbons
    • C07C253/26Preparation of carboxylic acid nitriles by ammoxidation of hydrocarbons or substituted hydrocarbons containing carbon-to-carbon multiple bonds, e.g. unsaturated aldehydes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 12 ο-21
Nummer: 1238 011
Aktenzeichen: K47740IVb/12o
Anmeldetag: 15. September 1962
Auslegetag: 6. April 1967
Bei der Acrylsäurenitrilherstellung durch Umsetzung eines Olefins, vorzugsweise Propylen, mit Ammoniak und Sauerstoff im Gaszustand bei höheren Temperaturen in Gegenwart eines Katalysators entsteht als Nebenprodukt in wechselnden Mengen Acrolein. Bei der Aufarbeitung der Reaktionsprodukte gelangt das Acrolein in das rohe Acrylsäurenitril und setzt sich dort mit der stets im Überschuß vorhandenen Blausäure zwangläufig zu Acroleincyanhydrin um. Bei der Reinigung des Acrylsäurenitrils reichert sich das Acroleincyanhydrin im Destillationssumpf an und mußte bisher als unverwertbare und giftige Verbindung vernichtet werden.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man Acroleincyanhydrin, vermutlich nach dem Formelbild
OH
—OH
NH3
->- CH2 = CH-CN + HCN + 2 H2O
auf einfache Weise mit Ammoniak und Sauerstoff, vorzugsweise in Form von Luft, zu Acrylsäurenitril und Blausäure bei 3CO bis 550°C mit denselben Katalysatoren umsetzen kann, die üblicherweise unter den gleichen Bedingungen zur Herstellung von Acrylsäurenitril aus einem Olefin, Ammoniak, Luft und gegebenenfalls Wasserdampf verwendet wurden.
Die Erfindung betrifft deshalb ein Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril unter gleichzeitiger Gewinnung von Blausäure, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man gasförmiges Acroleincyanhydrin. das als Nebenprodukt bei der Umsetzung von Propylen mit Sauerstoff oder Luft und Ammoniak zu Acrylsäurenitril aus den Reaktionsgasen abgetrennt worden sein kann, oder eine Mischung aus Acroleincyanhydrin und einem Olefin, vorzugsweise Propylen, bei Temperaturen von 300 bis 550° C, einem Druck von 0,1 bis 10 ata, einer Verweilzeit von 0,05 bis 50, vorteilhaft 0,2 bis 20 Sekunden mit Ammoniak, Sauerstoff oder Luft und vorteilhaft Wasserdampf in Gegenwart eines Katalysators, der zur Gewinnung von Acrylsäurenitril aus Olefinen, Ammoniak und Luft üblicherweise eingesetzt wurde, in Acrylsäurenitril und Blausäure überführt.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, die Umsetzung mit einer Gasmischung durchzuführen, die 0,1 bis 10, vorzugsweise 0,5 bis 5 Volumprozent Acroleincyanhydrin enthält.
Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril
unter gleichzeitiger Gewinnung von Blausäure aus Acroleincyanhydrin
Anmelder:
Knapsack Aktiengesellschaft, Hürth-Knapsack
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem. Dr. Kurt Sennewald,
Dipl.-Chem. Dr. Wilhelm Vogt,
Dipl.-Chem. Dr. Klaus Gehrmann,
Knapsack bei Köln;
Dipl.-Chem. Dr. Alexander Ohorodnik,
Berrenrath bei Köln
Bei den bekannten Verfahren zur Acrylsäurenitrilherstellung aus Olefinen werden als Katalysatoren die folgenden Metalle oder deren Oxide, einzeln oder in Mischung, verwendet: Thorium, Molybdän, Vanadin, Zinn, Chrom, Wolfram, Kobalt, Eisen, Mangan, Nickel, Kupfer, Wismut, Titan, Zink, Cadmium, Silber, QoJiL^Blei, Niob, Tantal, Uran und Cer. Im allgemeinen werden diese Katalysatoren auf Träger, wie Aluminiumoxid, Aluminium- oder Borphosphat, Kieselsäuregel oder Bimsstein, aufgebracht verwendet. Vorteilhaft ist auch eine Zugabe von Phosphorsäure. Die Umsetzungstemperaturen liegen zwischen etwa 300 und 550°C, die Drücke zwischen etwa 0,1 und 10 ata. Die Verweilzeit des Gemisches aus Olefin, Luft und Ammoniak in Gegenwart des Katalysators liegt zwischen etwa 0,05 und 50 Sekunden, vorzugsweise zwischen etwa 0,2 und 20 Sekunden. Es werden etwa 1 bis 10 Mol Ammoniak, 1 bis 40 Mol Sauerstoff, vorzugsweise in Form von Luft, und etwa 0 bis 5 Mol Wasserdampf je Mol Olefin eingesetzt. Man kann mit fest angeordneten oder mit bewegten Katalysatoren im Wirbel- oder Fließbett arbeiten.
Es besteht einerseits die Möglichkeit, Acroleincyanhydrin bei der Aufarbeitung des Acrylsäurenitrils abzutrennen und vorteilhaft in Verdünnung mit Wasserdampf, in Anwesenheit von Sauerstoff und Ammoniak in einem eigenen Umsetzungsgefäß, das die genannten Katalysatoren in geeigneter Mischung enthält, bei 300 bis 550° C, zu Acrylsäurenitril und Blausäure umzusetzen, wobei auch die vorstehend erwähnten üblichen Umsetzungsbedingungen hinsichtlich des
709 548/419
1 238 Ol 1
Drucks, der Verweilzeit und der Gaszusammensetzung zu beachten sind. Andererseits ist es jedoch besonders wirtschaftlich, das bei der Herstellung von Acrylsäurenitril aus einem Olefin stets als Nebenprodukt entstehende Acroleincyanhydrin kontinuierlich von den übrigen Reaktionsprodukten abzutrennen, ebenfalls kontinuierlich in das gleiche Umsetzungsgefäß zurückzuführen und dort unter den gleichen Bedingungen zu zusätzlichem Acrylsäurenitril und Blausäure umzusetzen. Hierbei stört die Anwesenheit des Olefins keineswegs. Auch hier ist es vorteilhaft, das Acroleincyanhydrin bei der Rückführung mit Wasser zu verdünnen, etwa im Gewichtsverhältnis 1:2 bis 1:10, wobei die Wassermenge davon abhängt, ob die dem Umsetzungsgefäß zugeführten Gase schon Wasserdampf enthalten oder nicht.
Um eine Polymerisation des Acroleincyanhydrins zu vermeiden, soll das für die Umsetzung erforderliche Ammoniak nicht mit flüssigem Acroleincyanhydrin in Berührung kommen. Man kann deshalb entweder das Gemisch aus Acroleincyanhydrin und Wasser unter Verdampfung in den aus dem Olefin, Ammoniak, Luft und gegebenenfalls Wasserdampf bestehenden Gasstrom einsprühen oder einen bestimmten Teil des ammoniakfreien Gasstromes bei einer bestimmten Temperatur mit Acroleincyanhydrindampf sättigen und den Teilstrom wieder mit der Hauptmenge vereinigen. Dieses Gemisch kann anschließend, weil das Acroleincyanhydrin nicht mehr flüssig vorliegt, mit dem getrennt zugeführten Ammoniakstrom vereinigt und in das Umsetzungsgefäß eingeleitet werden.
Aus dem Acroleincyanhydrin werden bei der Umsetzung mit Sauerstoff und Ammoniak hauptsächlich Blausäure und Acrylsäurenitril gebildet. Als Nebenprodukt werden Acetonitril sowie Kohlenmonoxid und Kohlendioxid gefunden.
Eine Vorrichtung zur Durchführung der kontinuierlichen Umwandlung von Acroleincyanhydrin zu Acrylsäurenitril und Blausäure unter Eingliederung in das bekannte Herstellungsverfahren für Acrylsäurenitril aus einem Olefin, Ammoniak und Luft wird an Hand der Zeichnung beschrieben.
Ein Teil der in das Umsetzungsgefäß über die Hauptleitung 1 einzuführenden Gase, nämlich das Olefin, vorzugsweise Propylen, Sauerstoff, vorzugsweise in Form von Luft sowie gegebenenfalls Wasserdampf, strömt über die Leitung 2 in den Sättiger 3 ein und wird dort bei einer bestimmten Temperatur, beispielsweise 4600C, mit dem aus der Aufbereitung des rohen Acrylsäurenitrils 8 über die Leitung 5 ankommenden Gemisches aus Acroleincyanhydrin und Wasser gesättigt und das Gas-Dampf-Gemisch über die Leitung 4 wieder in die Hauptleitung 1 zurückgeleitet. Über die Leitung 6 wird Ammoniak zugeführt und die gesamte Gasmischung in das Umsetzungsgefäß 7 eingeleitet. Das aus dem Umsetzungsgefäß durch die Leitung 9 strömende Abgas wird auf bekannte Art aufgearbeitet; beispielsweise können das Acrylsäurenitril, die Blausäure und das Acetonitril mit Wasser ausgewaschen und durch Destillation voneinander getrennt werden.
Die Umsetzung des Acroleincyanhydrins zu Acrylsäurenitril und Blausäure nach dem Verfahren der Erfindung führt ohne besonderen technischen Aufwand zu einer Verbesserung der Acrylsäurenitrilausbeute um einige Prozente.
Darüber hinaus kann die Angliederung einer kontinuierlichen Umwandlung von Acroleincyanhydrin zu Acrylsäurenitril und Blausäure an die Acrylsäurenitrilherstellung zu einer Einschränkung des Ammoniakverbrauchs bei der Acrylsäurenitrilgewinnung führen. Bisher hat man meist einen molaren Überschuß an Ammoniak aufgewendet, um den Propylenumsatz zu erhöhen bzw. die Acroleinbildung zu unterdrücken. Das überschüssige Ammoniak ist bei der Herstellung von Acrylsäurenitril aber nicht mehr auf einfache Art zurückzugewinnen, wodurch die Verfahrenskosten
ίο erhöht werden. Nach der Erfindung kann nun aber das durch den Verzicht auf die Anwendung eines großen Ammoniaküberschusses in erhöhter Menge entstehende Acrolein beziehungsweise dessen Cyanhydrin verwertet werden, was bisher nur schwer möglich war.
Durch das Verfahren der Erfindung ist die Verminderung des bisherigen Ammoniaküberschusses durchaus wirtschaftlich.
Es empfiehlt sich, das Acroleincyanhydrin gasförmig in das Umsetzungsgefäß einzuführen.
Der Katalysator enthält folgende Metalle oder deren Oxide, einzeln oder in Mischung: Thorium, Molybdän, Vanadin, Zinn, Chrom, Wolfram, Kobalt, Eisen, Mangan, Nickel, Kupfer, Wismut, Titan, Zink, Cadmium, Silber, Blei, Niob, Tantal, Uran, Cer und gegebenenfalls Phosphor.
Der Katalysator kann auf einen Träger, beispielsweise Kieselsäuregel, Aluminiumoxid, Aluminiumphosphat, Borphosphat oder Bimsstein aufgebracht sein.
Die folgenden Beispiele erläutern das Verfahren.
Beispiel 1
Ein für das Verfahren der Erfindung verwendbarer Katalysator wird wie folgt hergestellt.
Man gibt 730 cm3 einer Ferrinitratlösung mit insgesamt 365 g Fe(NO3)3 · 9 H2O, 438 cm3 einer salpetersauren Wismutnitratlösung mit insgesamt 438 g Bi(NO3)3 · 5H2O und 416 cm3 einer Ammoniummolybdatlösung mit insgesamt 208 g (NH4)6Mo7O24 · 4H2O zusammen und trägt nach der Zugabe von 10 cm3 85°/oiger Phosphorsäure 4900 g 14°/0ige, wäßrige, kolloidale Kieselsäure ein. Das Gemisch wird zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird 24 Stunden auf 1500C und 16 Stunden auf 5000C erhitzt. Nach dem Abkühlen wird der Katalysator auf eine Körnung von 0,2 bis 0,3 mm gemahlen und gesiebt.
In ein Reaktionsrohr von 150 cm Länge und 5 cm Durchmesser, das mit 500 ml dieses Katalysators als Wirbelschicht gefüllt ist, werden bei einer Temperatur von 450 bis 5000C je Stunde 42 g (0,5 Mol) Acroleincyanhydrin, in etwa 100 ml Wasser gelöst, etwa 2 Mol Sauerstoff in Form von Luft und x/2 Mol Ammoniak eingeleitet.
Die Gasmischung hatte folgende Zusammensetzung:
Acrolein 0,01 %
Acetonitril 2,0%
Propionitril 0,7 %
Acrylsäurenitril 58,5 °/0
Blausäure 34,3 %
Acroleincyanhydrin 4,5 %
Bezogen auf das zu 95,5% umgesetzte Acroleincyanhydrin, beträgt die Ausbeute an dem wertvollen Acrylsäurenitril und der Blausäure 70 bis 80%, der Rest des Acroleincyanhydrins ist zu Kohlenmonoxid
1 238 Oil
und -dioxid verbrannt oder hat sich zu anderen wertlosen Nebenprodukten umgesetzt.
Beispiel 2
Ein Umsetzungsgefäß mit einer Füllung von 900 ml eines fest angeordneten Katalysators nach dem Beispiel 1 wurde bei einer Temperatur von 460" C und einer Verweilzeit von 2,2 Sekunden jeweils
a) ohne Rückführung des Acroleincyanhydrins und
b) mit Rückführung des Acroleincyanhydrins
mit folgenden Mengen an Ausgangsstoffen beschickt:
Propylen
Ammoniak
Acroleincyanhydrin
Luft (0,21 Molprozent O2
+ 0,79 Molprozent N2)
Wasserdampf
*) = 5,46 Mol O2 + 20,54 Mol N2
Hierbei entstanden:
a)Mol
je Stunde
2,6
2,7
26,0*)
13,0
b)Mol
je Stunde
2,6
2,7
0,16
26,0*) 13,0
Gebildete Verbindungen
Acrylsäurenitril
Acrolein
Acetonitril
Blausäure
Mol je Stunde
a) ohne j b) mit
Acroleincyanhydrin-
rückführung
1,67
0,11
0,4
0,75
1,78
0,12
0,4
0,86
a) b)
zu Acrylsäurenitril
5 zu Acrolein
64,2%
4,2%
1,0%
9,6%
68,5%
4,6%
1,0%
11,0%
zu Acetonitril
zu Blausäure
Vom eingesetzten Acroleincyanhydrin wurden in diesem Fall rund 70% in Acrylsäurenitril und Blausäure umgewandelt.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril unter gleichzeitiger Gewinnung von Blausäure, dadurch gekennzeichnet, daß man gasförmiges Acroleincyanhydrin, das als Nebenprodukt bei der Umsetzung von Propylen mit Sauerstoff oder Luft und Ammoniak zu Acrylsäurenitril aus den Reaktionsgasen abgetrennt worden sein kann, oder eine Mischung aus Acroleincyanhydrin und einem Olefin, vorzugsweise Propylen, bei Temperaturen von 300 bis 5500C, einem Druck von 0,1 bis 10 ata, einer Verweilzeit von 0,05 bis 50, vorteilhaft 0,2 bis 20 Sekunden mit Ammoniak, Sauerstoff oder Luft und vorteilhaft Wasserdampf, in Gegenwart eines Katalysators, der zur Gewinnung von Acrylsäurenitril aus Olefinen, Ammoniak und Luft üblicherweise eingesetzt wird, in Acrylsäurenitril und Blausäure überführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit einer Gasmischung durchführt, die 0,1 bis 10, vorzugsweise 0,5 bis 5 Volumprozent Acroleincyanhydrin enthält.
Die erzielte Ausbeuteverbesserung, bezogen auf das eingesetzte Propylen, ergibt sich aus dem Vergleich der nachstehend unter a) und b) aufgeführten Zahlenwerte :
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 77 200 (Zusatz zu französischem Patent Nr. 1222 460);
USA.-Patentschrift Nr. 2 417 024.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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