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Vorrichtung zur Anzeige des Füllstandes in einem Silo Die Erfindung
bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Anzeige des Füllstandes in einem Silo mit
an den Kontrollstellen angeordneten, in einer senkrechten Ebene schwenkbaren Schaufeln,
die ohne Belastung durch das Silomaterial unter der Wirkung federnder Rückstellmittel
eine horizontale Ruhelage und bei Belastung durch das auf ihnen ruhende Silomaterial
unter gleichzeitiger Schließung eines die Anzeige auslösenden elektrischen Schalters
eine von der waagerechten abweichende Stellung einnehmen.
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Eine bekannte derartige Vorrichtung ist derart aufgebaut, daß die
an den Kontrollstellen angebrachten schwenkbaren Schaufeln entweder in auf der Oberseite
teilweise abgedeckten, längs der Siloinnenwand befestigten Rohren oder aber in seitlichen
Ausbuchtungen des Silos untergebracht sind. Diese Anordnung ist in zweierlei Hinsicht
unbefriedigend. Einerseits stellen die Rohre, in denen die Schaufeln untergebracht
sind, ebenso wie die seitlichen Ausbuchtungen des Silos unerwünschte, die glatte
zylindrische Siloinnenwand unterbrechende Unregelmäßigkeiten dar, die eine homogene
Auskleidung der Siloinnenwand mit einer geeigneten, den betreffenden Füllmaterialien
angepaßten Deckschicht erschweren. Außerdem lassen sich bei dieser Anordnung der
Schaufeln gewisseHorizontalflächen bzw. tote Winkel nicht vermeiden, in denen sich
Silomaterial ansammelt, das nur durch mühsame Reinigungsarbeiten wieder entfernt
werden kann.
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Andererseits sind auch bereits selbsttätig wirkende Schaltvorrichtungen
für Förderguttransportanlagen mit mehreren Gutbehältern und Laufröhren bekannt,
bei deren Beschickung das Fördergut durch ein Klappensystem mit Kontaktröhren geführt
wird. Diese Schaltvorrichtung gibt jedoch keine Anregung zur Beseitigung der oben
erläuterten Nachteile, die durch die vorliegende Erfindung vermieden werden sollen.
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Ausgehend von einer Anzeigevorrichtung der eingangs beschriebenen
Art ist die Erfindung zu diesem Zwecke dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln
an einem den Silo zentral durchsetzenden senkrechten Ständer befestigt sind und
die elektrischen Schalter geschützt auf der Unterseite der Schaufeln angeordnet
sind. Vorzugsweise haben diese Schaufeln ein V-förmiges Profil, dessen Seitenflächen
schräg abwärts geneigt sind, sowie eine Schwenkachse, die senkrecht zur Kante des
V-Profils gerichtet ist. Als Schalter können zweckmäßigerweise an sich bekannte
Quecksilberschalter verwendet werden.
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Die Anordnung der Füllkontrollstellen in der Mitte des Silos gewährleistet
eine zuverlässigere Anzeige, da ja üblicherweise sowohl die obere Einfüllöffnung
als
auch die untere Auslaßöffnung des Silos zentral angeordnet sind. Bei einem gegebenen
Füllmaterial mit einem bestimmten Schüttwinkel stellt die Höhe des Schüttkegels
beim Einfüllen des Materials bzw. die Spitze des Hohlkegels bei der Entnahme des
Materials aus der unteren Siloöffnung ein zuverlässigeres und reproduzierbareres
Maß für die Füllhöhe dar als die Höhe irgendeiner Stelle des Umfangbereichs des
Schüttkegels, der wesentlich größeren statistischen Schwankungen unterliegen kann
als das Zentrum des Kegels. Außerdem kann die Vorrichtung nach der Erfindung unter
Beibehaltung einer exakt glatten und durchgehenden zylindrischen Innenwand des Silos
montiert werden, so daß sich die Siloinnenwand bei Bedarf auf einfache Weise leicht
verkleiden bzw. reinigen läßt. Die vorzugsweise gewinkelte Schaufelform gewährleistet
eine gute Stabilität der Schaufel und sorgt andererseits dafür, daß sich kein Silomaterial
auf der Oberseite der Schaufel ansammeln kann.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Silo mit der Vorrichtung
nach der Erfindung, F i g. 2 eine Seitenansicht einer Schaufel, teilweise im Schnitt,
mit einem Schalter, und Fig.3 eine Ansicht in Richtung der Schaufel nach Fig.2.
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Auf F i g. 1 ist ein Silo 1 von allgemein zylindrischer Gestalt dargestellt,
der oben mit einer Abzugsöffnung 2 und mit einerEinfüllöffnung 3 versehen ist. Der
untere
Teil des Silos hat eine kegelförmige Gestalt, dessen Spitze
nach unten gerichtet und mit einer verschließbaren Auslaßöffnung4 versehen ist.
Dieser Silo ist teilweise mit einem pulverförmigen oder körnigen Material gefüllt,
beispielsweise mit Zement, Kohlenstaub oder Getreidekörnern. Nach dem Einfüllen
dieses Materials bildet die Oberfläche 5, auf Fig. 1 gestrichelt dargestellt, einen
mit seiner Spitze nach oben weisenden Kegel; nach einer teilweisen Leerung dagegen
nimmt die Oberfläche des Materials im Silo die Form eines Hohlkegels mit nach unten
gerichteter Spitze an, wie auf F i g. 1 dargestellt.
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Im zentralen Bereich des Silos ist ein vertikaler Ständer 6 angeordnet,
der sich über die gesamte Höhe des Silos erstreckt und in gleichen Abständen mit
Schaufeln 7 versehen ist. Nach F i g. 3 bestehen diese Schaufeln aus einem an der
Stelle 7a V-förmig. gebogenen Blech mit den beiden Seitenflächen 7 b und 7 c.
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Dieses Blech ist an einer horizontalen Achse 8 befestigt, welche durch
Öffnungen 9 a und 9 b der Seitenflächen 9 des mit einem U-Profil ausgebildeten Ständers
6 ragt (F i g. 2 und F i g. 3).
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Jede der Schaufeln 7 ist ferner mit dem Ständer 6 elastisch durch
eine Feder 10 verbunden, die sich zwischen zwei Stiften 11 und 12 spannt, wobei
der eine Stift 11 an der Schaufel 7 und der andere Stift 12 am Ständer 6 befestigt
ist.
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An der Fläche 7c jeder Schaufel 7 (Fig. 2 und 3) ist ein bekannter
Quecksilberschalter 13 befestigt, der so orientiert ist, daß die beiden elektrischen
Kontakte 14 und 15 voneinander isoliert sind, wenn sich die Schaufel 7 unbelastet
in waagerechter Stellung befindet; ist jedoch die Schaufel 7 unter dem Gewicht des
auf ihr ruhenden Materials nach unten geneigt, dann werden die beiden Kontakte 14
und 15 durch das Quecksilber überbrückt, und es wird beispielsweise ein elektrischer,
eine nicht dargestellte Anzeigelampe enthaltender Stromkreis geschlossen, wobei
jeder Schaufel auf dem Steuerpult eine besondere Anzeigelampe zugeordnet sein kann.
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Die Federn 10 sind derart dimensioniert, daß die Schaufeln 7 im unbelasteten
Zustand eine horizontale Stellung einnehmen, in welcher der Quecksilberschalter
13, wie auf F i g. 2 dargestellt, eine Schräglage derart hat, daß der entsprechende
Stromkreis unterbrochen ist. Die maximal möglichen Neigungen der
Schaufeln 7 unter
der Last des Füllmaterials werden durch einen nicht dargestellten Anschlag begrenzt.
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Auf diese Weise wird erreicht, daß der Quecksilberschalterl3 nicht
so weit über die horizontale Lage hinausgedreht werden kann, daß der Stromkreis
erneut unterbrochen wird, und gleichzeitig wird damit eine zu starke Dehnung der
Federn 10 vermieden.
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Wenn sich während der Leerung des Materials aus dem Silo der Materialspiegel
unter eine bestimmte Schaufel 7 absenkt, gleitet selbstverständlich das auf der
noch schrägen Schaufel befindliche Material herunter, und bei hinreichend großer
Entlastung dieser Schaufel sorgt die Feder 10 dafür, daß die Schaufel ihre normale
horizontale Lage einnimmt.